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M

von Gernot

Sir Miles Messervy [Bernard Lee]
Der am 10. Januar 1908 geborene Engländer strebte eigentlich eine Fußballkarriere an, kam aber zufälligerweise zum Schauspiel und wirkte vorerst nur in Theaterrollen mit. „M“ zu sein hatte für ihn Vor- und Nachteile: Einerseits verlor er durch sein Bondengagement viele andere Rollen, da er vom Publikum als „M“ identifiziert wurde, andererseits hatte er immer zu tun, wurde schnell bekannt und überall akzeptiert. Er versuchte „M“ so zu spielen, wie er in den Flemingbüchern dargestellt wurde. Ein Zitat Sean Connerys: „Er hatte ein wettergegerbtes Äußeres und ein weiches Herz. Er war ein feiner Schauspieler und Gentleman, ein bisschen so wie der mürrische „M“, den er spielte.“ Bernard Lee war von „Dr. No“ bis „Moonraker“ durchgehend als Bonds Chef zu sehen und verstarb am 17. Januar 1981 im Alter von 73 Jahren an Krebs.


Admiral Hargreaves
[Robert Brown]
Schon vor seinem Auftritt als „M“ 1983 in „Octopussy“, war ein gewisser Admiral Hargreaves in „Der Spion, der mich liebte“ zu sehen. Nach dem Tod von Bernard Lee kurz vor den Dreharbeiten zu „In tödlicher Mission“ wurde der Film als einziger der gesamten Serie ohne „M“ besetzt. 1983 engagierte man dann Robert Brown für die Rolle. Er spielte 4 mal einen etwas „freundlicheren“, aber trotzdem noch autoritären Chef des MI6. Bei seinem letzten Auftritt 1989 entzog er 007 sogar seine Lizenz zum Töten, verstand jedoch Bonds Entscheidung und wünschte ihm viel Glück.


Barbara Mawdsley
[Dame Judi Dench]
Wie auch im realen Leben (hier war die MI6-Chefin Mrs. Stella Rimington, seit 2004 ist wieder ein Mann, John Scarlett Leiter der Behörde) steht seit „GoldenEye“ 1995 auch in den Bondfilmen eine Frau an oberster Stelle des britischen Geheimdienstes. Dame Judi Dench (1970 erhielt sie den Orden des britischen Empire und somit den Titel „Dame“) wurde am 9. Dezember 1934 in York, England, geboren und verschaffte sich sehr schnell einen guten Namen in der Theater-Szene. Ihr Part in den Bondfilmen macht ihr riesig Spaß und angeblich haben die Bondmacher auch noch einiges mit ihrem Charakter vor. 1999 erhielt sie einen „Oscar“ als beste Nebendarstellerin für „Shakespeare in Love“, 2001 reichte es „nur“ zur Nominierung für ihre Rolle in „Iris“. Obwohl „Casino Royale“ 2006 mit Daniel Craig einen kompletten Neustart der Bondserie bedeutete und auch sämtliche Charaktere neu besetzt wurden bzw. diese teilweise überhaupt noch fehlten (z.B. „Q“ oder „Miss Moneypenny“) hielten die Bondmacher an Judi Dench als 007-Chefin fest, obwohl ihnen durchaus bewusst war, damit die Kontinuität zu brechen.