Insgesamt wurde Ian Flemings Romanfigur James Bond seit 1962 bis heute von 6 verschiedenen Darstellern verkörpert. Angefangen vom bis dahin noch sehr unbekannten und vor dem Filmstart von den Medien als totale Fehlbesetzung bezeichneten Schotten Sir Sean Connery, der die Filmfigur definierte und mit dem sich jeder andere Bonddarsteller bis dato vergleichen lassen muss. Als Connery nach “Man lebt nur zweimal” keine Lust mehr auf Bond hatte, suchten die Produzenten fieberhaft nach einem Nachfolger, oder besser gesagt, nach einer “Connery-Kopie”. Sie fanden diese mit dem damals (und auch heute noch) relativ unbekannten Australier George Lazenby. Und hier lag auch das Problem: Lazenby hatte von Anfang an keine Chance, denn das gesamte Drehbuch war auf Connery zugeschnitten und die Leute (Medien) wollten keine “Connery-Kopie” sehen. Trotzdem, oder gerade deswegen, sollte man die Schuld nicht auf Lazenby schieben – er machte nämlich einen ziemlich guten Job!
Connerys zweiter Nachfolger Sir Roger Moore brachte 007 dann ins neue Jahrzehnt. Moore spielte (die meiste Zeit) einen lockeren und humorvolleren Bond, der nur mehr selten Gemeinsamkeiten mit Flemings Romanfigur aufweist.
Anders war die Sache dann mit Moores Nachfolger Timothy Dalton: Er orientierte sich wiederum mehr an Flemings Romanen und verkörperte einen harten, brutalen 007, wofür jedoch ein Großteil des Publikums (noch) nicht bereit war.
Mit dem Iren Pierce Brosnan, welcher eigentlich schon Roger Moores Nachfolger hätte werden sollen, fanden die Produzenten dann den perfekten Bond für das neue Jahrtausend. Doch nach 20 Bondfilmen gingen den Verantwortlichen die Ideen aus, Brosnans Bond lief sich in einer Sackgasse fest.
Im Oktober 2005 präsentierten die Bondmacher dann Brosnans Nachfolger, den bis dahin noch relativ unbekannten Briten Daniel Craig. Die überraschende und durchaus riskante Wahl stellte sich jedoch nach dem Kinostart von “Casino Royale” als wahren Goldgriff heraus. Daniel Craigs realistische, brutale aber durchaus moderne Interpretation der Bondrolle stellt den Anfang eines neuen, äußerst erfolgreichen Abschnittes in der Bondgeschichte dar.