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Casino Royale

von Gernot
Titel: Casino Royale
Deutscher Titel: Casino Royale
Erstveröffentlichung: 13.04.1953
Kapitel: 27
Bösewicht: Le Chiffre (SMERSH)
Bond-Girl: Vesper Lynd
Schauplätze: Royale-les-Eaux


Im Jahre 1953 schrieb Ian Fleming den ersten Spionagethriller mit dem britischen Geheimagenten James Bond 007 in der Hauptrolle. Der Beginn einer Legende ist Casino Royale auf jeden Fall, besagen Behauptungen doch, dieses Buch sei Flemings bestes, weil persönlichstes Werk – und für viele Anhänger der Bond-Romane gilt es auch heute noch als Geheimtipp. Casino Royale soll angeblich schon lange vor der Veröffentlichung geplant gewesen sein, doch die Aufgabe des Junggesellenlebens soll Fleming endgültig dazu veranlasst haben, das Buch auch wirklich zu schreiben. Auch das Cover für die Erstausgabe im Jonathan-Cape-Verlag stammt vom Autor.


Handlung:

007 muss in der in der Nachkriegszeit den KGB-Mann Le Chiffre am Spieltisch vom Casino in Royale-les-Eaux bezwingen und damit das Aus für den Kommunismus besiegeln, da Le Chiffre in finanziellen Schwierigkeiten steckt und nun im Casino das vorher durch falsche Investitionen verlorene Geld zurückgewinnen muss.
Zwei Wochen bevor James Bond nach Royale-les-Eaux reist, bekommt M einen Brief von Leiter S, der von der Ausschaltung Le Chiffres am Spieltisch handelt. Dem Brief ist zu entnehmen, dass Le Chiffre durch Geschäfte mit Bordellen schwere Verluste gemacht hat, da in Frankreich das Gesetz „Loi Tendant à la Fermeture des Maisons de Tolèrance et au Renforcement de la Lutte contre le Proènitisme“ in Kraft trat, welches besagt, dass jeglicher Bordellbesitz in Frankreich verboten sei. Dadurch musste der Bösewicht die Bordelle abgeben und schwere Verluste in Kauf nehmen. Da diese Gelder aus der Kasse des russischen Staates stammten, versucht er nun, in einem Baccaratspiel in Royale-les-Eaux die Verluste wieder zu beseitigen. Daher schickt der Secret Service Bond mit 25 Millionen Francs in die französische Stadt, um Le Chiffre in den Ruin zu treiben.

Nachdem Bond das Casino nach seinem ersten Besuch verlässt und in sein Hotel zurückkehrt, bekommt er ein Telegramm seines Freundes Dasilva mit der Nachricht, dass Bond in den nächsten Tagen 10 Millionen Francs für das Spiel gegen Le Chiffre überwiesen bekomme. In seinem Hotelzimmer erfährt Bond von Mathis, einem Mitarbeiter des französischen Geheimdienstes, dass Le Chiffres Leute schon von Bonds Ankunft erfahren und eine Wanze in seinem Zimmer installiert haben. Außerdem bekommt er die Information, dass der zweite „Mitarbeiter“ Vesper Lynd, eine Frau aus Abteilung S, sei. Bond ist zunächst nicht besonders zufrieden mit einer Frau als Partnerin, doch nachdem er sie trifft, findet er die Zusammenarbeit nicht mehr so übel.

Nach dem Treffen mit Vesper wird von zwei Leuten ein Anschlag auf Bond verübt, den Bond unverletzt übersteht. Er erfährt, dass das Attentat auf Bulgaren zurückzuführen ist, die im Auftrag des KGB gearbeitet haben sollen. Am Abend nach der Explosion muss 007 gegen Le Chiffre Baccarat spielen und gewinnt nur knapp durch die Hilfe von Felix Leiter, seinem amerikanischen Kollegen von der CIA, der ihm in einem Kuvert wertvolles Geld übergibt, welches Bond vor dem Bankrott rettet. Anschließend wird 007 von einem Mitarbeiter Le Chiffres aufgefordert, das Spiel aufzugeben. Mit einem Gewehr im Nacken muss er die Situation meistern, was er auch auf originelle Weise schafft.

Nach dem Spiel geht Bond mit Lynd in ein Nachtlokal aus. Als Lynd der Bitte eines Briefes folgt, wird sie von Le Chiffre entführt. Bond nimmt die Verfolgung auf, wird jedoch auch vom Bösewicht gefangen genommen und in ein leerstehendes Haus gebracht. Dort wird er von ihm gefoltert. Als er den Waffen Le Chiffres nichts mehr entgegenzusetzen hat, tauchen Mitarbeiter von SMERSH auf – sie bringen ihren eigenen Mann um und Bond kann entkommen.

Nachdem 007 erholt aus einem Krankenhaus entlassen wird, unternimmt er mit Vesper mehrere Strandtouren und sie quartierten sich in einer kleinen Pension nahe des Meeres ein. Dort spitzt sich die Situation zu: Bond erkennt Schritt für Schritt, dass Vesper als Doppelagentin für den KGB arbeitet – ein unglaublich gut geschildertes Drama am Ende des Buches beginnt, das mit dem Suizid des Bondgirls und einem bewegenden Abschiedsbrief derselben endet.


Bösewicht: Le Chiffre

Im Roman Casino Royale wird Le Chiffres Werdegang nur ab 1945 beschrieben, allerdings sind folgende Informationen über ihn bekannt: Erstmalig soll er im Juni 1945 als „Displaced Person“ im Lager Dachau der US-Zone Deutschlands aufgefallen sein, als er an Gedächtnisverlust und Lähmung der Stimmbänder litt. Nachdem diese erfolgreich behandelt worden war, gab Le Chiffre immer noch vor, an Gedächtnisverlust zu leiden. Nur an die Staatenlosen-Pass-Nummer 304-569 konnte er sich erinnern, mit der er nach Straßburg geliefert worden war. Von ihm sind keine Vornamen bekannt, und auch den Namen Le Chiffre nahm er nur an, weil er meinte, er sei „nur die Nummer auf einem Pass“. Deswegen benutzt er auch Decknamen, die Variationen der Wörter „Ziffer“ und „Nummer“ enthalten (The Number, Herr Ziffer werden in Casino Royale genannt).

Le Chiffre ist zur Zeit des Geschehens in Casino Royale 45 Jahre alt. Bei einer Körpergröße von 1,71 m bringt er 114 Kilogramm auf die Waage. Er besitzt eine blasse Gesichtsfarbe, rotbraune Haare und kleine Hände, Ohren und Füße. In Casino Royale wird auf eine romanische Abstammung mit Einschlag der preußischen und polnischen Rasse hingewiesen. Der Bösewicht raucht viel und spricht Französisch, Englisch und Deutsch. Der rücksichtslose SMERSH-Agent fährt schnelle Autos, hat ein ausgeprägtes Sexualbedürfnis und ist geschickt im Ungang mit Waffen wie Messern oder Pistolen. Zudem verteidigt er sich ausgezeichnet und trägt zu diesem Zwecke ständig drei Rasierklingen bei sich. Außerdem wird er von zwei Männern begleitet. Le Chiffre besitzt Kenntnisse in Buchhaltung und Mathematik.

Bond-Girl: Vesper Lynd

Über Lynds Aussehen wird nicht viel geschrieben, doch so sie hat pechschwarzes Haar, das sich in Kinnhöhe nach außen biegt. Fleming verliert weit mehr Worte über ihre Kleidung beim ersten Zusammentreffen zwischen Lynd und Bond. Sie trägt zu diesem Anlass ein schwarzes, schlichtes Kleid aus Samt. An ihrem Hals ist ein Brillantkollier vorzufinden, während ein Brillantclip an ihrem tiefen Ausschnitt befestigt ist. Ihre schwarze Abendhandtasche ist rechteckig und flach.
Lynd ist Agentin in Diensten des französischen Geheimdienstes und bringt sich gegen Ende des Buches selber um, da sie als Doppelagentin agierte.

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