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Guten Morgen! Ich gehöre zu denen, die von sich behaupten können, Exemplare der Erstausgaben im Regal stehen zu haben. Die James Bond Freunde haben die Ankündigung. Gardner würde Folgeromane verfassen damals sicherlich mit großer Skepsis betrachtet. Immerhin wusste man, dass zwischen den Handlungen Flemings und Gardners rund 30 Jahre liegen würden. Würde es einem Autoren gelingen, diese Distanz zu überwinden wie es den Filmemachern scheinbar mühelos gelang? Immerhin akzeptieren die Kinogänger die an sich absurde Tatsache, dass der Held niemals zu altern scheint und sich daher quer durch die Jahrzehnte kämpfen kann. Ich habe damals diese Frage fortgeschoben und versucht, die Gardner Romane als eigenständige Werke zu betrachten. Der erste Roman "Operation Eisbrecher" trug eindeutige Versuche, die Figur zeitgemäßer und moderner agieren zu lassen. So tauchte, wenn ich mich nicht täusche, auch hier ein weiblicher attraktiver Waffenexperte auf, den die deutsche Übersetzung als "Qsinchen" betitelte. Ein eher bescheiden anmutenden Gag. Interessanter war dann schon die Story um einen ehemaligen finnischen Nazi-Kollaborateur, der unverändert von seinem eigenen "1000 jährigen Reich" träumte, dabei längst von allen internationalen Geheimdiensten durchschaut und schon gescheitert war - ohne das er es wusste. Bond selber gerät allenthalben zum Spielball der Konkurrenz... was teilweise einen eher hilflosen Eindruck hinterlässt. Damit hebt sich der Roman allerdings auch schon frühzeitig von den Flemingschen Werken ab. Alles in allem fand ich den Roman gut genug, hiernach die Folgewerke Gardners ebenfalls zu erwerben. Wenn gewünscht kann ich gerne noch etwas mehr "Input" liefern, einstweilen lasse ich es damit bewenden.
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