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Casino Hille
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11. Dezember 2016 15:57

AnatolGogol hat geschrieben:Ich finde auch Fiennes braucht keine Screentime, die über das klassische Briefing, eine Szene während des Films und der obligatorischen Schlussszene hinausgeht.
Mensch, das war doch nur ein Spaß, Genosse General! Der Fiennes ist einfach eine Bank und ich sehe den gerne. In SP ging das meines Erachtens als einmalige Ausnahme okay (Moneypenny und Q hätten eben kürzer treten müssen), in Zukunft würde ich das auch nicht wiederholt wissen wollen. :)
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11. Dezember 2016 16:04

AnatolGogol hat geschrieben:
Die zunehmende PC macht sich wie ich finde sehr deutlich in der Beziehung Bond-Bondgirl bemerkbar. Alles ab FYEO ist diesbezüglich schon ein erkennbarer Bruch. In der Brosnan-Ära ist das dann durchgängig so, jedes Bondgirl muss Bond mindestens intellektuell ebenbürtig sein (was zu solch Kuriositäten wie Christmas Jones, pardon Dr. Christmas Jones, führt), am besten aber auch gleich noch physisch. Auch wenn ich mir hier als Chauvi oute, aber mir fehlen die blossen, nett anzuschauenden Anhängsel früherer Zeiten.
Das tut jetzt schon ein wenig weh. ;)

Also ich will keine Dummchen zurück wie sie in einigen der frühen Bonds herumliefen. Andererseits gab es aber auch von Anfang selbstbewußte Bondinen, nur daß das dem jeweiligen Zeitgeist geschuldet nicht immer so ausgeprägt war. Pussy Galore war ja nun schon extrem selbstständig (auch wenn die Scheunen Szene da noch übelst in alten Macho Klischees schwelgt).
Ich denke nicht daß es Ziel einer modernen Filmreihe sein kann Klischees aus vergangenen Zeiten zu reaktivieren, wenn es doch die modernen Klischees genau so tun.

Ansonsten sehe ich in den neuere Bonds auch nichts besondere PCmäßiges im Vergleich zu den Alten, die sich ja ebenfalls normalerweise nicht trauten das potentielle Massenpublikum mit den zeitgemäßen akzeptierten gesellschaftlichen und politischen Vorstellungen zu bedienen.
Mehr PC als den Anti-Kommunismus und den Rassismus Flemings bei den Verfilmungen fast komplett zu entsorgen geht ja kaum.
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11. Dezember 2016 20:03

Anatol, zeige doch einfach mal auf wie 2003 EON eine erfolgversprechende Alternative zum Reboot hätte angehen können.
Leg mal los... ich bin gespannt.

Ich kann das Ergebnis auch vorwegnehmen:
- Ein erneuter halbherziger Emotionalisierungsversuch à la TWINE
- Eine weiterer halbwegs geerdetere Krimi bei dem man, um die Brosnan Fans nicht zu vergraulen, dennoch Gadgets und Kalauer eingebaut hätte (ergo: ein neuer FYEO)
- Ein Brosnan-Rambo à la LTK?

Oder anders:
Zunächst hätte man sich doch fragen müssen:
- Brosnan oder einen Neuen?
- wenn Brosnan, wie weit kann man sein Image glaubwürdig ändern, und was kan eer glaubwürdig spielen?
- wenn nicht Brosnan, dann einen gleichartigen Nachfolger, oder eine echte Schauspieler-Granate, richtig jung oder nur ein paar Jahre jünger als Brosnan

Nimmst du dann noch hinzu, dass sich erstmals die Chance ergab, CR zu verfilmen... muss ich weiter reden?

Der Reboot war genau richtig, logisch, dennoch ein wenig riskant
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11. Dezember 2016 20:41

Ohne alles gelesen zu haben, folgender Aspekt: wir sollten nicht vergessen, dass nicht alle Welt vor CR Bondfans waren und alle Filme kannte.
Um also neue Fans zu finden und diese "von Anfang an" (wenn CR der erste Bond des neuen pot. Fans ist) mit dabei zu haben, war das schon ein guter Zug.
Fuer diese neuen Fans war kein wirklicher Bruch in der Reihe, da ihr erster Film nun mal Bond begins zeigt und man ausser QoS danach eigentlich in beliebiger Reihenfolge weiterschauen kann.
Ich seh's auch wie Daniel: man musste definitiv etwas mehr aendern als nur Stil oder Schauspieler. Das CR dannso erfolgreich wurde, war denke ich schon etwas ueberraschend.
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11. Dezember 2016 20:43

Revoked hat geschrieben:Um also neue Fans zu finden und diese "von Anfang an" (wenn CR der erste Bond des neuen pot. Fans ist) mit dabei zu haben, war das schon ein guter Zug.
Ja, aber dafür hätte man die Reihe nicht komplett entkernen müssen, was man mit CR in Teilen (nicht vollständig) aber getan hat.
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11. Dezember 2016 21:01

Ich denke eben doch: einmal alles raus. Einmal sehr viel aendern, was wagen und schauen ob's funktioniert (erfolgreich ist).
Hat's ja. Die Frage ist ob so'n "echter" Bondfilm wie TB oder TSWLM jemals wieder erfolgreich waere. Zumindest waere er das nicht 2006 gewesen. Das haette wie ne Mischung aus Austin Powers und DAD gewirkt und waere ein Rohrkrepierer gewesen.
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11. Dezember 2016 21:06

Z.B.
Mein werter Vater konnte nie so wirklich was mit den Daltons und Brosnans anfangen. Der findet die Craig Filme jetzt cool. In CR kloppt man alles nieder, was in Bondfilmen dazugehoerte und schon zu haufig abgespult wurde, danach fuehrt man haeppchenweise das Gute wohlportioniert wieder ein.
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12. Dezember 2016 09:56

danielcc hat geschrieben: Anatol, zeige doch einfach mal auf wie 2003 EON eine erfolgversprechende Alternative zum Reboot hätte angehen können.
Zuerst einmal denke ich ist es sinnvoll hier eine Begriffsdefinition vorzunehmen wenn wir von „Reboot“ sprechen. Ich verstehe hierunter den tatsächlichen Kerngedanken des Begriffs, also eine bestehende Serienkontinuität zu unterbrechen und Figuren und Handlungselemente inhaltlich „auf Null“ zurückzusetzen. Davon getrennt sehe ich die stilistischen Entscheidungen, die gemeinsam mit dieser inhaltlichen Grundprämisse umgesetzt wurden, aber nur bedingt etwas mit dem eigentlichen „Reboot“ zu tun haben.

In Bezug auf dieses Begriffsverständnis sehe ich persönlich eine sehr gute Wahrscheinlichkeit, dass CR auch ohne den inhaltlichen Eingriff eines Reboots mit wenigen notwendigen Änderungen funktioniert hätte. Vor allem im Falle eines Darstellerwechsels, der erfahrungsgemäß immer mit einer gewissen Neudifinition der Bondauslegung einherging. Als Argumente hierfür führe ich vor allem die Tatsache an, dass CR von der „Young Bond“-Ausgangsidee inhaltlich letztlich nur wenig Gebrauch macht abgesehen davon, dass es als Rechtfertigung für einen gewissen Bruch im Verhalten des jahrzehntelang bekannten Charaktes genutzt wird (ungeschliffen, zuweilen ungehobelt) und die Tatsache, dass Bond sich verlieben darf (was aber strenggenommen auch nicht zählt, da der Prä-Craig-Bond sich auch mehrfach verlieben konnte und durfte, zumindest in OHMSS und TWINE). Desweiteren spielt der Reboot-Gedanke in den Folgefilme der Craig-Ära ein sehr untergeordnete Rolle (QOS) bzw. wird ab SF komplett ignoriert, ja geradezu auf den Kopf gestellt (aus „Young Bond“ wird urplötzlich „Old Bond“).

Da du den Reboot-Begriff aber vemutlich nicht rein inhaltlich, sondern einschliesslich der stilistischen Anpassungen benutzt möchte ich auch auf diese Variante eingehen. Mir setzt die von dir vorweggenommene Antwort auf deine an mich gestellte Frage zu viel als gegeben voraus, obwohl es tatsächlich weitgehend spekulativ von dir ist. So implizieren deine Formulierungen („halbherzig“, „halbwegs“ „Rambo“) ein negatives Ergebnis, obwohl dies wie gesagt spekulativ ist. Du negierst gewissermaßen von vorneherein ein qualitativ hochwertiges Ergebnis mit Verweis auf die historischen Beispiele TWINE, FYEO und LTK, obwohl FYEO bei Veröffentlichung von Kritikerseite sehr positiv aufgenommen wurde und LTK mittlerweile gerade unter Bondfans ähnlich wie OHMSS eine sehr positive kritische Resonanz erfährt (und beide damit mindestens genauso als Argument für einen erfolgreichen „Mittelweg“ wie gegen ihn taugen).


Präambel für die folgenden Ausführungen: der Qualitätsbegriff wird für eine subjektiv empfundene Wertigkeit eines Films benutzt :wink:

Vor allem schliesst deine Argumentation einen qualitativ hochwertigen Film aus abseits der tatsächlichen Neudefinition Anno 2006. Warum sollten dieselben kreativen Köpfe, die den von großen Teilen qualitativ hochwertig eingestuften CR zu verantworten haben nicht einen Film von ähnlicher Güte produzieren können ohne einen kompletten stilistischen Bruch mit der eigenen Vergangenheit? Ein qualitativ hochwertiger Film hätte sicherlich unabhängig von stilistischen und inhaltlichen Entscheidungen eine sehr gute Chance auf ein hohes Einspiel gehabt.

Darüberhinaus liesse sich noch damit argumentieren (ich wiederhole mich, aber es gehört argumentativ hier nun mal dazu), dass erst eine erneute stilistische Korrektur hin zu mehr Elementen der Prä-Craig-Ära ab SF den ganz großen Erfolg an der Kinokasse brachte. SF und SP verkörpern eine Art „Cross-over“, auch wenn freilich immer noch klar mit dem Schwerpunkt der sich selbst ernster nehmenden stilistischen Ausrichtung der Craig-Ära. Dennoch ist der gesteigerte Erfolg dieser beiden Filme ein Indiz dafür, dass auch im Post-9/11-Kino ein Platz für „Abenteuer der alten Art“ ist. Auch hier würde ich die von einem Großteil des Publikums empfundene Güte eines Films für bedeutsamer für einen Kassenerfolg ansehen denn stilistische und/oder inhaltliche Ausrichtung. Auch zeigen die Erfolge von Marvel & co., dass nach wie vor ein sehr großes Verlangen von Seiten des Publikums nach spektakulären „over-the-top“-Filmen vorhanden ist.


Revoked hat geschrieben: Um also neue Fans zu finden und diese "von Anfang an" (wenn CR der erste Bond des neuen pot. Fans ist) mit dabei zu haben, war das schon ein guter Zug.
Das ist ein guter Punkt, quasi ein neuer, „eigener“ Bond für eine neue Generation an Kinogängern. Ich werfe hier aber mal den Gedanken ein, ob eine Neubesetzung der Rolle durch einen neuen Darsteller alleine nicht schon den gleichen Effekt gehabt hätte. GE stellt beispielsweise stilistisch zwar einen kleineren Bruch dar als CR, dennoch entdeckten viele junge Kinogänger Bond in seiner Brosnanschen Reinkarnation ganz neu.
Revoked hat geschrieben: Fuer diese neuen Fans war kein wirklicher Bruch in der Reihe, da ihr erster Film nun mal Bond begins zeigt und man ausser QoS danach eigentlich in beliebiger Reihenfolge weiterschauen kann.
Das stimmt, aber ich frage mal ketzerhaft: dass es für die neuen Fans nicht nachteiliges war ist ja gut und schön, aber was haben sie denn als Vorteil daraus? :) Du sagst ja selbst, dass nach QOS der Reboot inhaltlich keine Konsequenz mehr hat, wozu dann überhaupt einen solch gravierenden Schritt vornehmen (abseits künstlerischer und wirtschaftlicher Überlegungen)?

Revoked hat geschrieben: Die Frage ist ob so'n "echter" Bondfilm wie TB oder TSWLM jemals wieder erfolgreich waere. Zumindest waere er das nicht 2006 gewesen. Das haette wie ne Mischung aus Austin Powers und DAD gewirkt und waere ein Rohrkrepierer gewesen.
Und genau da bin ich mir hinsichtlich eines etwaigen Misserfolgs deutlich weniger sicher als du. TB und vor allem TSWLM sind auch deshalb so erfolgreich gewesen, weil sie einen Großteil des Publikums begeistern konnten – und hier ist das Wort „begeistern“ sehr wörtlich zu verstehen. Auch hier würde ich anführen, dass der Erfolg dieser Filme nur bedingt mit ihrer stilistischen Ausrichtung zu tun hatte und in erster Linie mit ihrer Qualität (oder Güte, subjektiv empfundenen Wertigkeit – you know what I mean). Ich sehe eine Veralberung durch Filme wie Austin Powers auch nicht als Problem für das Selbstverständnis der Bondfilme an. Parodien gab es zu allen Zeiten, besonders viele davon sogar in der Hochzeit in den 60ern, wirklich negativ hat sich das auf die Bondfilme aber nicht ausgewirkt. Im Gegenteil kam mit YOLT ein immer noch sehr erfolgreicher Film direkt im Anschluss an den jedes Klischee der Bondserie genüsslich durch den Kakao ziehenden CR67 heraus, ohne dass sich das Publikum von ausgehölten Vulkanen oder einem asiatisierten James Bond irritiert zeigte. Ich denke daher, man kann dem Zuschauer da durchaus zutrauen zwischen Parodie und „the real deal“ zu unterscheiden – auch 2006. :007:
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12. Dezember 2016 12:08

Boah. Ist mor mit dem Tablet echt zu schwer jetzt die passende Stelle zu zitieren. Deswegen kurz:
- deine Argumente sind stimmig
- an einer Stelle spekulieren wir beide: war der 'Bruch' notwendig? Meiner Meinung nach hatte man die Befuerchtungen die Daniel aufgefuehrt hat FYEO 2 etc. Und hat sich zum Glueck zu etwas radikalerem entschlossen
- sicher waere mit einpaar Griffen am Drehbuch und dem Austausch der PTS CR auch machbar gewesen
- ich denke aber die Aufbruchstimmung, die hervorgerufen wurde war das entscheidende
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AnatolGogol
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12. Dezember 2016 12:24

Revoked hat geschrieben: - an einer Stelle spekulieren wir beide: war der 'Bruch' notwendig?
Absolut (und wenn ich das noch hinzufügen darf: nicht nur in diesem Punkt). Ich denke es ist immer gut bei solchen Diskussionen im Hinterkopf zu behalten, dass wir mehr oder weniger bekannte Fakten interpretieren und dass da je nach Standpunkt durchaus unterschieldiche Sichtweisen plausibel und legitim (das sowieso) sind. :)
Revoked hat geschrieben:Meiner Meinung nach hatte man die Befuerchtungen (...) FYEO 2 etc. Und hat sich zum Glueck zu etwas radikalerem entschlossen
Aber warum „Befürchtung“? FYEO war sowohl ein kommerzieller Erfolg als auch von Kritikerseite wohlwollend aufgenommen. Es macht doch keinen Sinn, sich als Ziel zu setzen sich von in der Vergangenheit erfolgreichen Filmen abgrenzen zu wollen, sinnvoller wäre sich von der kurzfristigen Vergangenheit (also Brosnan-Ära) abgrenzen zu wollen, z.B. weil diese nicht die gewünschten kritischen und wirtschaftlichen Resultate brachte. Ist ja jetzt nicht so, dass TWINE oder DAD inhaltlich und stilistisch das zu FYEO sind was MR zu TSWLM ist. :wink:

Dein Punkt mit der Aufbruchstimmung finde ich aber sehr gut und stimme dem auch zu. Sicher war es einer der Grundgedanken hinsichtlich des Reboots, dass man sich sehr bewusst vom bisherigen abgrenzen und so Aufmerksamkeit generieren wollte.
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12. Dezember 2016 12:45

Anatol zeichne doch mal deine Version eines Neuanfangs nach DAD. Würde mich interessieren.

Ich glaube, du unterschätzt etwas wie sich der Reboot Gedanke doch auf mehr ausgewirkt hat, als es oberfläch den Anschein hat.
Ja, die gleiche Crew (vor allem Haggis und Campbell mit Craig, Green und Mikkelsen) hätten auch ohne "Bruch" einen guten Bondfilm machen können. Aber denke mal weiter was das alles bedeutet. Man hätte als Q und MP gebraucht, und daher auch 2-3 Szeenen für sich. Q zu haben bedeutet Bond braucht Gadgets, Gadgets zu haben bedeutet over the top Elemente.
Craig nicht als "Rookie" zu positionieren bedeutet er muss nichts mehr lernen. Ein Bond der ganz der Alte ist würde wohl nicht eine ganze Botschaft platt machen.
Vor allem aber würde er sich nicht verlieben dürften. Und ohne Romanze ist CR nicht CR.

Und noch weiter: Ein "normaler" Bond dürfte kaum als Tragödie enden ( ja ich weiß, OHMSS hat das auch getan, war aber im Grunde auch ein Reboot - nur deutlich halbherziger).

Es ließen sich noch Hunderte anderer Details aufführen die CR von anderen Filmen unterscheiden und das vor allem weil man einen Bruch gewagt hat.

Nur weil man das so konsequent gemacht hat, hat das Publikum dann auch akzeptiert (sogar bejubelt!), dass es weniger Action gibt, keine over the top Elemente, sogar schnulzige Szenen,...

Da führt eins zum anderen.
Nein! Ohne Bruch und Reboot Gedanken hätte man diesen gewollten Eindruck der Andersartigkeit - neue Wege zu beschreiten - nicht glaubhalft hinbekommen.


Dass man dann wieder schrittweise hin zum "Alten" kommt, ist ja der Sinn eines Reboots. SO werden ja in jedem Comic Reboot dann immer schrittweise (oft leeider schon in einem Film) all die alten Elemente und KOnstellationen wieder in Position gebracht. So gesehen hat man sich bei Bond sogar viel Zeit gelassen. Erst SP ist dann ein Film der sich zu großen Teilen in den alten Bondkosmos einfügt
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12. Dezember 2016 14:06

Revoked hat geschrieben:Z.B.
Mein werter Vater konnte nie so wirklich was mit den Daltons und Brosnans anfangen. Der findet die Craig Filme jetzt cool.
So etwas höre ich immer wieder, kann es aber nicht verstehen: Wie kann man Craig mögen, Dalton aber nicht??
danielcc hat geschrieben:Q zu haben bedeutet Bond braucht Gadgets, Gadgets zu haben bedeutet over the top Elemente.
Denke ich nicht. Siehe SF, DN oder FRWL. Sicherlich bieten auch diese Filme einige over-the-top-Elemente, damit hat Q aber wenig zu tun. Man hätte Q auch lassen können und seine Rolle wie in eben diesen Filmen auslegen können (besonders FRWL und DN). CR war schon ein sehr harter Bruch. Das war zwar nicht verkehrt, notwendig aber nicht.
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12. Dezember 2016 14:10

danielcc hat geschrieben: Anatol zeichne doch mal deine Version eines Neuanfangs nach DAD. Würde mich interessieren.
Mein Punkt ist ja gerade, dass ich einen Neuanfang nicht für notwendig erachte. Nimm die ganze PTS und das Thema Bond als Anfänger raus, der Rest funktioniert davon unabhängig praktisch genauso. Ich sehe keinen Widerspruch in einem „Folgefilm“ der Serie einen neuen Typus Bond einzuführen, Moore und Dalton unterschieden sich ja auch von ihren Vorgängern. Den stilistischen Bruch (nennen wir es mal so) mit den Vorgängern (deren Inhomogenität mir durchaus bewusst ist, die darüber hinaus aber eben auch ein verbindendes Element haben, insbesondere bis einschliesslich 1989) sehe ich nicht zwangsläufig an ein „Zurück-auf-0“ gekoppelt. Darüber hinaus kann ich mir wie gesagt auch eine wie auch immer aussehende Zwischenform vorstellen.

danielcc hat geschrieben: Ich glaube, du unterschätzt etwas wie sich der Reboot Gedanke doch auf mehr ausgewirkt hat, als es oberfläch den Anschein hat.
Ja, die gleiche Crew (vor allem Haggis und Campbell mit Craig, Green und Mikkelsen) hätten auch ohne "Bruch" einen guten Bondfilm machen können. Aber denke mal weiter was das alles bedeutet. Man hätte als Q und MP gebraucht, und daher auch 2-3 Szeenen für sich. Q zu haben bedeutet Bond braucht Gadgets, Gadgets zu haben bedeutet over the top Elemente.
Das kann man aber auch anders lösen, man kann Veränderungen bei etablierten Elementen auch einfliessen lassen ohne sie komplett wegzulassen. Was spricht beispielsweise dagegen Q in CR bereits so einzuführen wie in SF? Selbst eine „klassische“ Q-Figur sehe ich hier nicht deplaziert, denkbar wäre beispielsweise eine Vorstellung des Aston Martin inklusive des Defibrilators (auch wenn ich den und die dazugehörige Szene lieber ganz loswerden würde). Man könnte auch auf die Q-Szene verzichten und ihn andersweitig einbinden, ähnlich wie in TMWTGG, also mehr als Experte zu Missionsspezifischen Dingen. Wenn ich anführe, dass eine inhaltliche (so lose die auch immer sein mag) und stilistische Fortführung der vormaligen Serienkontinuität auch in CR denkbar wäre meine ich damit ja nicht, dass man allen ausgetretenen Pfaden der Vorgänger sklavisch folgen muss.
danielcc hat geschrieben: Craig nicht als "Rookie" zu positionieren bedeutet er muss nichts mehr lernen. Ein Bond der ganz der Alte ist würde wohl nicht eine ganze Botschaft platt machen.
Ist eine plattgemachte Botschaft weniger professionell als z.B. ein plattgemachter Pariser Stadtteil (AVTAK)? Gerade wenn es um Kollateralschäden geht hat sich doch auch der „alte“ Bond nicht gerade mit Ruhm bekeckert.
danielcc hat geschrieben: Vor allem aber würde er sich nicht verlieben dürften. Und ohne Romanze ist CR nicht CR.
In OHMSS war er auch kein Rookie und konnte sich verlieben. Dito in TWINE. Hier sehe ich keinen Widerspruch zum „alten“ Bond.
danielcc hat geschrieben: Und noch weiter: Ein "normaler" Bond dürfte kaum als Tragödie enden ( ja ich weiß, OHMSS
Du hast es ja schon gesagt. Und streng genommen ist OHMSS hier ja auch deutlich konsequenter als CR, da er den Film wirklich auf einer tragischen Note beendet und nicht noch einen Moment des Triumphs nachschiebt.
danielcc hat geschrieben:OHMSS (…) war aber im Grunde auch ein Reboot - nur deutlich halbherziger).
Ja, das mit dem Reboot kann man so sehen, allerdings findet man einen solchen wenn man danach sucht auch in LALD, FYEO, TLD, LTK oder GE. Halbherzig finde ich hier übrigens den falschen Begriff, weitreichend wäre meines Erachtens treffender.
danielcc hat geschrieben:Es ließen sich noch Hunderte anderer Details aufführen die CR von anderen Filmen unterscheiden und das vor allem weil man einen Bruch gewagt hat.
Das ein Bruch stattfand bestreite ich ja auch gar nicht, es geht ja um die inhaltliche Notwendigkeit. Daher finde ich die CR-Folgefilme diesbezüglich interessanter, da man hier dann untersuchen kann was vom Reboot-Gedanke (im eigentlich Sinn des Wortes) noch übrig geblieben ist.
danielcc hat geschrieben:Nur weil man das so konsequent gemacht hat, hat das Publikum dann auch akzeptiert (sogar bejubelt!), dass es weniger Action gibt, keine over the top Elemente, sogar schnulzige Szenen,...
Interessanterweise jubelt die Kritik bei Bondfilmen immer dann am lautesten, wenn die Filme aus ihrem Korsett ausbrechen und bewusst etwas anders machen. So geschehen in LALD, FYEO, TLD und GE. Selbst die zu ihrer jeweiligen VÖ nicht gerade mit offenen Armen empfangenen OHMSS, LTK und QOS gewinnen diesbezüglich im Laufe der Jahre mehr und mehr. Von daher passt CR hier sehr gut in diese Reihe, ohne dass ich den Erfolg des Films bei Kritik und Publikum in irgendeiner Weise relativeren möchte. Worauf ich eigentlich hinausmöchte: nach dem „Extrembond“ DAD, der nahezu jedes Klischee bediente wäre vermutlich auch ein weniger drastischer Kurswechsel als willkommen begrüsst und möglicherweise auch von Kritik und Publikum „bejubelt“ worden. Ob im gleichen Maße wie CR? Wer will das sagen, ich gebe jedoch nochmals zu bedenken, dass so gut die Umsätze von CR auch waren, so war es letztlich doch auch „nur“ 1/3 mehr als bei DAD und der eigentliche Urknall erfolgte erst mit SF, in welchem die Gedanken des Reboot (in ihrer Ganzheit) zwar fortgeführt wurden, aber doch deutlich weniger „radikal“.
danielcc hat geschrieben:Dass man dann wieder schrittweise hin zum "Alten" kommt, ist ja der Sinn eines Reboots. SO werden ja in jedem Comic Reboot dann immer schrittweise (oft leeider schon in einem Film) all die alten Elemente und KOnstellationen wieder in Position gebracht. So gesehen hat man sich bei Bond sogar viel Zeit gelassen. Erst SP ist dann ein Film der sich zu großen Teilen in den alten Bondkosmos einfügt
Dann stellt sich umso mehr die Frage, warum abseits wirtschaftlicher Überlegungen dann überhaupt ein Reboot, wenn das Ziel eh sein soll am Ende wieder dazustehen, wo man schon einmal war (ich weiss, ich übertreibe hier etwas :) ). Hier würde ich Broccoli und Wilson auch deutlich mehr Interesse an eine durchgängigen Neuinterpretation zugestehen wollen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie ernsthaft damit liebäugeln die Serie wieder mehr und mehr in Richtung der Filme ihres Vaters zu bewegen. Elemente wie Q und Moneypenny oder ein paar Gadgets sind doch eher kleine Gesten oder wie hat Hille es so schön süffisant formuliert „falsch verstandener Fanservice“.
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danielcc hat geschrieben:Ein "normaler" Bond dürfte kaum als Tragödie enden
Tut CR doch gar nicht. Er ist eben im Vergleich zu OHMSS keine Tragödie, er endet auf einer positiven Note.
danielcc hat geschrieben:Ohne Bruch und Reboot Gedanken hätte man diesen gewollten Eindruck der Andersartigkeit - neue Wege zu beschreiten - nicht glaubhalft hinbekommen.
Ja, aber CR hat eben gar nicht so viele neuen Wege beschritten. Es ist ein Schein-Reboot, der sich mit wenigen Kunstgriffen leicht entkernen lässt. Es ist de facto eine Marketingmasche - und ja, die hatte möglicherweise für Neu-Einsteiger durchaus ihren Reiz, aber es bleibt für mich der unangenehme Beigeschmack, dass man zu Gunsten des Marketings hier eine 40 jährige Kontinuität mal eben verraten hat. Und es bleibt die Frage, ob es ohne inhaltlichen Reboot nicht doch funktioniert hätte, eben mit der Ankündigung allein, alles ganz anders zu machen nach der heftigen Klischeeabarbeitung von DAD (aber hierzu hat Anatol bereits alles relevante gesagt)!
danielcc hat geschrieben:Man hätte als Q und MP gebraucht, und daher auch 2-3 Szeenen für sich. Q zu haben bedeutet Bond braucht Gadgets, Gadgets zu haben bedeutet over the top Elemente.
FYEO hat auch Q und es ist absolut kein Problem, der Film wird sogar dafür gelobt hier im Forum, auf Gadgets zu verzichten. Und es GIBT doch in CR eine Moneypenny-Rolle, nämlich diesen namenlosen (ich weiß, Samedi, er hat einen Namen und du weißt ihn auch!) Typen, der vor Ms Büro rumhockt. Es gibt sogar einen Q, der Bond in der Defibrilator-Szene anleitet. Das ist doch der Witz!
danielcc hat geschrieben:Craig nicht als "Rookie" zu positionieren bedeutet er muss nichts mehr lernen. Ein Bond der ganz der Alte ist würde wohl nicht eine ganze Botschaft platt machen.
Da hat CR aber ein grundsätzliches Glaubwürdigkeitsproblem: Den Quatsch würde nämlich eigentlich überhaupt niemand machen! :lol: Das finde ich in CR arg unglaubwürdig, Bond ist ja eben kein Anfänger, er ist ja nicht einfach so Doppel-Null-Agent geworden. Es wäre tatsächlich fast glaubwürdiger gewesen, dies wäre ein erfahrener Agent. Kein Neuling verhält sich so unprofessionell, während der erfahrene 007 mit seinem Ultra-Ego wie selbstverständlich die Botschaft gestürmt hätte. Und es hätte auch als Folge der Brosnan-Ära Sinn ergeben, wenn Bond dann in Folge dessen gemaßregelt wird.
AnatolGogol hat geschrieben:Elemente wie Q und Moneypenny oder ein paar Gadgets sind doch eher kleine Gesten oder wie hat Hille es so schön süffisant formuliert „falsch verstandener Fanservice“.
Ganz genau. Man führt eben nicht all die liebgewonnen Elemente wieder nach und nach ein (denn die hatte auch CR schon, sie hießen nur nicht Q und Moneypenny), sondern beschäftigt sich (und das ist DAS Merkmal der Craig-Ära) lieber mit Äußerlichkeiten als mit Inhalten. Das, was Bond eigentlich so spannend und attraktiv für mich als Fan macht, ist seit CR in Teilen vollkommen aus der Reihe verschwunden. In der Hinsicht war CR natürlich schon das Beschreiten neuer Wege - aber eben in ganz anderer Form. Es fehlt die Leichtigkeit, die Selbstironie, in Teilen auch das Unbeschwerte und vor allem (ich denke, Anatol wird das ähnlich sehen) die Selbstverständlichkeit der Filme. Die besten Bondfilme (GF, TB, OHMSS, LALD, TSWLM, MR, OP, TWINE etc.) sind für mich die, die ganz selbstverständlich, ganz unbeschwert mit den typischen Bondelementen umgehen und mit ihnen und mir als Zuschauer arbeiten, die dabei ganz ungezwungen wirken. Den Craig Filmen sieht man ihre Anstrengung, anders sein zu wollen, sich abgrenzen zu wollen und gleichzeitig massenkompatibler sein zu müssen aber zu jeder Zeit an, es fehlt die Selbstverständlichkeit (deshalb ist QOS auch so viel besser als die Mendes Filme, weil er zwar auch erkennbar ein Außenseiter sein will, aber dabei eine totale Überzeugung ausstrahlt, er wirkt flüssiger und eleganter als die angestrengten Nachfolger - und je öfter ich darüber nachdenke auch als der angestrengtere Vorgänger).
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12. Dezember 2016 16:39

Ehrlich gesagt ich verstehe euren Punkt überhaupt nicht mehr. CR ist ein Reboot, auf sehr vielen Ebenen, es hat funktioniert, es ist beim Publikum gut angekommen, es ist vielleicht sogar der beste Reboot aller Franchises in den letzten 20 Jahren.
Hätte, wäre, könnte, würde... ja man hätte es auch anders machen können. Dann wäre es aber nicht CR so wie er ist. Ich bin froh dass er so ist wie er ist.

Es ist wirklich zu mühsam auf alle Aussagen einzugehen hier - zumal Hille und Anatoil sich zum Teil bestens gegenseitig widerlegen.

Ich weiß auch nicht ob ihr dem Film jetzt den Reboot Charakter absprecht, ob ihr ernsthaft mein ein Reboot wäre auch weniger konsequent möglich gewesen (wobei ihr dann wiederum sagt, er sei ja gar nicht konsequent gewesen), oder ob ein Bondfilm auch ohne Reboot "neu" daher hätte kommen können.

Am Ende des Tages verlasse ich mich da wieder auf das Urteil der Allgemeinheit, die CR klar als Reboot erkannt hat, dafür geliebt hat, und quer durchs Land wurde von Kritikern jubeliert wie erfrischend es sei, dass man sich vom üblichen Bond-Krempel befreit hat.

Bleibt noch zu sagen: Ein Reboot erfordert gar nicht, dass man alles anders macht (daher ist Hilles Fazit, es handle sich gar nicht um ein konsequentes Reboot schlicht falsch). Man hat einfach von vorne angefangen und dies erlaubt Dinge neu zu erzählen, andere Dinge zu erzählen, oder Dinge anders zu erzählen
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