Spoiler
Die Struktur der Morde und ihren Zusammenhang mit den Opfern in diesem Ausmasse verstehen zu wollen ist dem Genuss des Films meiner Meinung nach überhaupt nicht dienlich. Was zählt ist dass eine Verbindung existiert, und dazu noch eine die für mich im Kontext des Films immer logisch erscheint und die mit der albtraumhaften Bildgewalt, den bizarren Grausamkeiten des Serienkillers und der zunehmend greifbaren Aussichtslosigkeit der Ermittler kraftvoll untermauert wird. Das trifft auch auf die letzten beiden Morde zu. Und weshalb?
Ganz einfach: Der letzte Akt von Se7en ist eine filmische Offenbarung, eine in die Knochen fahrende Krönung eines an sich schon meisterhaften Films. Es fängt damit an, dass sich der zuvor gesichtslose Täter völlig überraschend und ohne erkennbaren Grund stellt. Danach löst sich die bedrückende, regnerische Tristheit der Szenerie in grelles Sonnenlicht um, was aufgrund der Ungewissheit über das Verhalten des Mörders noch furchterregender wirkt. Seine rätselhaften Reden während der Fahrt und Spaceys herausragende Darstellung kündigen etwas Grosses an, was sich im durch dem brillanten Spannungsaufbau auf dem Kornfeld weiter fortpflanzt ("What's in the Box") - gleichzeitig verliert Mills immer mehr die Kontrolle. Aufbau und Inszenierung sind perfekt. Dass sich die Todsünden nun auf den jeweiligen Mörder beziehen statt auf das Opfer sollte gar nicht auffallen, geschweige denn verwirren. Allein die Tatsache dass Doe den hilflosen Mills nun endgültig geschlagen hat ist eine Wendung, die alles in einen Kontext bringt und allem Sinn verleiht. Da Mills bereits längst die Fassung verloren hat wissen wir, dass er gar nicht anders handeln kann.
Ganz einfach: Der letzte Akt von Se7en ist eine filmische Offenbarung, eine in die Knochen fahrende Krönung eines an sich schon meisterhaften Films. Es fängt damit an, dass sich der zuvor gesichtslose Täter völlig überraschend und ohne erkennbaren Grund stellt. Danach löst sich die bedrückende, regnerische Tristheit der Szenerie in grelles Sonnenlicht um, was aufgrund der Ungewissheit über das Verhalten des Mörders noch furchterregender wirkt. Seine rätselhaften Reden während der Fahrt und Spaceys herausragende Darstellung kündigen etwas Grosses an, was sich im durch dem brillanten Spannungsaufbau auf dem Kornfeld weiter fortpflanzt ("What's in the Box") - gleichzeitig verliert Mills immer mehr die Kontrolle. Aufbau und Inszenierung sind perfekt. Dass sich die Todsünden nun auf den jeweiligen Mörder beziehen statt auf das Opfer sollte gar nicht auffallen, geschweige denn verwirren. Allein die Tatsache dass Doe den hilflosen Mills nun endgültig geschlagen hat ist eine Wendung, die alles in einen Kontext bringt und allem Sinn verleiht. Da Mills bereits längst die Fassung verloren hat wissen wir, dass er gar nicht anders handeln kann.