Zuletzt gesehener Film

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Casino Hille
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13. Juni 2018 22:40

NickRivers hat geschrieben:
13. Juni 2018 22:28
hätte man sich einen professionellen Drehbuchschreiber - gar Stephen King - ans Ruder geholt
Respekt. Den Satz hätte ich nicht mal mit größtem Ironie-Willen so hinbekommen.
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Maibaum
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13. Juni 2018 23:03

Nick hat halt einen bezaubernden Sinn fürs Komische ...
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NickRivers
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14. Juni 2018 08:04

Die meisten Werke von Stephen King sind ziemlich albern, dennoch hat er einfach ein geniales Talent, sogar daraus einen unerreichten Thrill zu erreichen. So ein Plot wie in WOP wäre Gold für sein Handwerk gewesen.
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Casino Hille
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14. Juni 2018 10:17

Da haben wir wohl eine andere Auffassung von King.
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HCN007
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15. Juni 2018 00:47

iHaveCNit: Hereditary (2018)

So langsam entwickelt sich das Filmstudio A24 zu einem meiner Lieblingsstudios, weil mich ein Großteil des filmischen Portfolios durch die Bank weg überzeugt. Und hier schlägt der neueste Film eine unglaublich starke Furche ins Kerbholz. Vor einiger Zeit wurde der Trailer zu diesem Film vor einer Vorstellung des Kinderfilms „Peter Hase“ in einem australischen Kino gezeigt und hat damit für ein gewisses Medienecho gesorgt. Aber aktuell macht dieser Film bei den Kritikern durch die Bank weg einen meisterhaften Eindruck. Zuschauer sehen das etwas anders, aber sie gehen zumindest rein um den Film zu sehen. Genau wie ich und ich wurde absolut umgehauen.

Die Familie Graham um Annie, Steve und die Kinder Charlie und Peter hat einige Tragödien hinter sich und aktuell ist auch der Verlust um Annies Mutter Elen zu verarbeiten. Doch nach und nach häufen sich unheimliche Ereignisse, die die Familie Graham in die Abgründe des Wahnsinns führt.

Der Regiedebütant Ari Aster hat es geschafft, den besten Horrorfilm der letzten Jahre zu erschaffen. Ich selbst bin zwar weniger der Freund von Superlativen, aber bei diesem Film können sie auch gerne mal verwendet werden. Der Film wird vermutlich daher von den amerikanischen Zuschauer nicht so gut empfunden, weil er sich nicht unbedingt an den Sehgewohnheiten klassisch typischer Horrorfilm-Kinogänger orientiert, mit keinen Jump Scares arbeitet und seine Geschichte unerträglich langsam aber effektiv erzählt. Man spürt in jeder Einstellung, dass sich der Regisseur etwas bei diesem Film gedacht hat. Nichts ist zufällig, alles hat seinen Platz. Der Film schafft es, mehrere Ebenen zu verbinden – Traumsequenzen, Okkultismus, Foreshadowing. Selbst die berufliche Tätigkeit Annies mit dem Bau von Miniaturmodellen wird inszenatorisch sehr kreativ und erzählerisch mit eingebunden. Der Film entwickelt einen ungemeinen Sog, der sich unbequem und unbehaglich bis zum Ende auf die Spitze treibt. Das unter anderem durch die Musik und die Inszenierung, aber auch durch die Darsteller, die alle einen unfassbar tollen Job machen – von Alex Wolff über Gabriel Byrne bishin zu Milly Shapiro und vor allem Toni Collette, deren Tour de Force einen anzieht, schockiert, verstört und abstößt aber immer fasziniert. Die Symbolik, die verschachtelte Erzählweise und sein Detailreichtum machen den Film auch noch unglaublich clever und sorgen bei mir dafür, dass ich den Film später im Heimkino am liebsten mehrfach sehen möchte, um alles zu analyisieren, egal wie unangenehm der Trip ist. Der Film referenziert Meisterwerke des Genres und kann auch ohne Probleme in einer Reihe mit diesen Filmen genannt werden. Ich würde mich freuen, wenn man in einigen Jahren an dieses Jahrzehnt und die Horrorfilme zurückdenkt und dabei „Hereditary“ als genau DEN Vertreter dieses Jahrzehnts nennt.

„Hereditary“ - My First Look – 10/10 Punkte.
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craigistheman
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17. Juni 2018 12:07

Wow, das klingt sehr gut. Bin eingefleischter Horror-Fan, aber der subtileren Art, und sehne mich seit langem nach etwas besonderem. Letztes Jahr gefiel mir Get Out - in der ersten Hälfte zumindest, danach hat der Film meiner Ansicht nach stark abgebaut, bis es ins unfreiwillig Komische ging.
Natürlich ist mir Hereditary nicht entgangen, muss da jetzt ganz schnell rein! :D
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HCN007
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17. Juni 2018 13:44

iHaveCNit: (on Netflix): Beirut (2018)

Die nächste Netflix-Veröffentlichung auf meiner Liste ist der Film „Beirut“ aus der Feder des Drehbuchautors Tony Gilroy und des Regisseurs Brad Anderson mit Jon Hamm und Rosamund Pike in den Hauptrollen. Geboten hat sich mir ein interessanter, historischer Polit-Spionagethriller im Stil von „München“ ; „Bridge of Spies“ und „Body of Lies“.

1972: Mason Skiles ist US-Diplomat in Beirut. Zusammen mit seiner Frau beherbergt er den jungen Karim, was er nicht ahnen kann, dessen Bruder ist in das München-Attentat involviert und kaum erhält er die Info, stürmen Terroristen um den Bruder von Karim das Haus von Skiles und bringen unter anderem dessen Frau um. Zehn Jahre später, mittlerweile ist er privater Unterhändler, muss Skiles wieder nach Beirut um einen befreundeten Agenten rauszuholen, der von Karim festgehalten wird und nur gegen dessen Bruder freikommt. Ein Spiel gegen die Zeit und allerlei Hindernisse beginnt.

Beirut ist als Film sehr routiniert und besitzt die genau richtige Laufzeit mit 109 Minuten, um einen runden und spannenden Thriller zu erzählen, der sowohl historisch und politisch den Libanon-Konflikt aufgreift, als auch eine tolle Spionagegeschichte bietet. Atmosphärisch tauchen wir sehr gut in die damalige Zeit ein und rein optisch ist eine Ähnlichkeit zu zum Beispiel „München“ nicht abzustreiten. Die Geschichte wird spannend erzählt, bekommt auch aus charakterlicher und emotionaler Sicht genug Fallhöhe spendiert und hat mit Rosamund Pike und Jon Hamm zwei sehr gute Darsteller an Bord, die Ihre Sache auch sehr gut machen.

„Beirut“ - My First Look – 8/10 Punkte.
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17. Juni 2018 13:46

craigistheman hat geschrieben:
17. Juni 2018 12:07
Wow, das klingt sehr gut. Bin eingefleischter Horror-Fan, aber der subtileren Art, und sehne mich seit langem nach etwas besonderem. Letztes Jahr gefiel mir Get Out - in der ersten Hälfte zumindest, danach hat der Film meiner Ansicht nach stark abgebaut, bis es ins unfreiwillig Komische ging.
Natürlich ist mir Hereditary nicht entgangen, muss da jetzt ganz schnell rein! :D
Gibt aber auch einige, die vermutlich die ruhige Erzählweise als sehr zäh empfinden werden. "Hereditary" ist sicherlich nicht für jedermann. Es gab in meiner Vorstellung einige, die den Film mittendrin verlassen haben. Und das wohin der Film letztendlich hinsteuert mag auch nicht jedem gefallen.
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17. Juni 2018 14:33

@craigistheman: Get out halte ich für völlig überschätzt, eine vorhersehbare "Stepford Wives"-Variation mit gefälligem Rassismus-Thema.

Stark waren in den letzten Jahren vor allem der großartig durchdachte "It follows", so wie die eigenwilig derben "Happy Death Day" und "A Quiet Place".
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17. Juni 2018 16:21

"Get Out" wurde vermutlich im stark linksliberalen Anti-Trump geprägten Kreise Hollywoods durch sein Thema irgendwie auch zu groß als Oscarbait hochgehypt. Dabei hätte auch der Name "The Stepford Whites" zum Film ordentlich gepasst.

"It Follows" und "Happy Deathday" habe ich noch nicht gesehen. Plane eventuell diese irgendwann noch ein und auch "The Witch".

"A Quiet Place" und auch "It Comes At Night" waren dieses Jahr auch ordentlich stark.
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19. Juni 2018 13:57

Casino Hille hat geschrieben:
17. Juni 2018 14:33
@craigistheman: Get out halte ich für völlig überschätzt, eine vorhersehbare "Stepford Wives"-Variation mit gefälligem Rassismus-Thema.

Stark waren in den letzten Jahren vor allem der großartig durchdachte "It follows", so wie die eigenwilig derben "Happy Death Day" und "A Quiet Place".
Zu Get Out: Jap, kann man auf jeden Fall so sehen, auch wenn ich der Ansicht bin, dass das Thema Rassismus im US-Kino nicht oft genug behandelt werden kann.

"A Quiet Place" muss ich noch sehen, hab viel gutes darüber gehört. Mich schreckt allerdings das Alien-Thema ein bisschen ab, ist bis auf Ridley Scotts Klassiker einfach nicht mein Thema.
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Casino Hille
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19. Juni 2018 14:15

Ob die Viecher in Quiet Place Aliens, Monster, Werwölfe oder Mutanten sind, spielt für den Film überhaupt keine Rolle! :D
Da kann ich dich beruhigen, das ist einfach ein herrlich fieser Genrefilm, der straight erzählt ganz genau weiß was er will.
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vodkamartini
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Ja, der war ganz nett. It follows ist von den genannten aber der beste.
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Maibaum
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19. Juni 2018 20:26

vodkamartini hat geschrieben:
19. Juni 2018 15:30
It follows ist von den genannten aber der beste.
Ja, aber Get Out macht auch Spaß.
Zuletzt geändert von Maibaum am 20. Juni 2018 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
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