Bondfilm-Reviews - user: vodkamartini

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15. Februar 2015 12:49

1989 Lizenz zum Töten (Licence to kill)

Fazit:

Lizenz zum Töten ist trotz seines finanziellen Misserfolges an der Kinokasse einer der besten Filme der Bondhistorie. Zwar ist Bonds kompromissloser Rachefeldzug in seiner Motivation durch den Plot sowie in seiner Darstellung durch Hauptdarsteller Timothy Dalton etwas unglaubwürdig geraten (ungeachtet seiner unbestrittenen mimischen Qualitäten erscheint Dalton nicht als Idealbesetzung für den englischen Superspion und stand folgerichtig auch nicht mehr für den Nachfolger GoldenEye (1995) zur Verfügung). Trotzdem besticht der Film durch eine straff und spannend erzählte Geschichte, die durch das Thema internationaler Drogenhandel seit langem wieder einmal erfrischend realitätsnah und am Puls der (Entstehungs-)Zeit daher kam. Gadgets und Albernheiten wurde zudem eine klare Absage erteilt.
Robert Davi gibt einen vortrefflichen Schurken ab, der seiner Figur eine bedrohliche Aura aus Charme, Geschäftsinn und Grausamkeit verleiht. Die beiden durchaus attraktiven Bondgirls überraschen durch Selbstbewusstein und zupackendes Handeln. Abgerundet wird das insgesamt gelungene Bondabenteuer durch eine Reihe fantastischer Locations und perfekt inszenierter Actioneinlagen.


Komplette Rezension:

http://www.ofdb.de/review/406,326308,Lizenz-zum-Töten
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1995 GoldenEye (kommt noch ... )
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1997 Der Morgen stirbt nie (kommt noch ... )
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1999 Die Welt ist nicht genug (kommt noch ... )
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2002 Stirb an einem anderen Tag (kommt noch ... )
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2006 Casino Royale (kommt noch ... )
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15. Februar 2015 12:54

2008 Ein Quantum Trost (Quantum of Solace)

Fazit:

Daniel Craigs zweiter Auftritt als englischer Superspion kann dem allerdings herausragenden Vorgänger Casino Royale nicht das Wasser reichen. Das liegt v.a. an dem mit einer solchen Produktion offenbar überforderten Regisseur Marc Forster sowie einem recht dünnen Drehbuch. Die Sequel-Idee erweist sich dabei als Hauptproblem. Die Fortführung der Geschichte von Casino Royale funktioniert zwar prächtig für die charakterliche Weiterentwicklung der Hauptfigur, gibt aber als Thrillerplot zu wenig her. Darüber hinaus ist der komplizierten Handlung ohne Kenntnis des Vorgängers nur schwer zu folgen. Zudem lässt die für einen Bondfilm sehr kurze Laufzeit kaum Zeit für die Entwicklung der zahlreichen Nebenfiguren.
Die Actionszenen sind gewohnt spektakulär und fulminant, kranken aber an einer unnötig starken Hinwendung zum unübersichtlichen Stakkato Schnittgewitter der Bourne-Filme. Hier würde man als Zuschauer gerne genauer hinsehen. Daniel Craigs erneut ungemein intensive Vorstellung als knallharter Geheimagent hält den Film letztlich zusammen. Der kantige Brite ist definitiv der beste Bond für die heutige Zeit. Die zeitweise zur Comicfigur degradierte Kinoikone besitzt wieder Glaubwürdigkeit und Profil. Coolnes und staubtrockener Humor der Connery-Ära feiern ein furioses Comeback.
Obgleich Qunatum of Solace dank geschickt eingebauter Reminiszenzen, exotischer Locations und einem fantastischen Set Design klar als Bondfilm zu erkennen ist, wäre eine stärkere Fokussierung auf zentrale Elemente und Strukturen der beliebten Franchise für Craigs dritten Auftritt wünschenswert. Die Vorzeichen stehen gut. Die „Bondwerdung" der Relaunch-Idee scheint abgeschlossen, die Prognosen der Macher versprechen eine sanfte Rückbesinnung auf bewährte Zutaten. Jack Bauer und Jason Bourne sollten jedenfalls wieder deutlicher auf die ihnen angestammtem Plätze verwiesen werden. Das Original heißt immer noch Bond, James Bond.


Komplette Rezension:

http://www.ofdb.de/review/158299,327673 ... ntum-Trost
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1. Mai 2015 09:23

2012 Skyfall (Skyfall)

Fazit:

Sam Mendes gelingt mit Skyfall ein fulminanter Bondfilm, der den mediokren Vorgänger in allen Belangen übertrifft. Spektakuläre Actionszenen, erlesene Bilder, fesselnde Charakterstudien und der beste Villain seit Auric Goldfinger machen den Film zu einem außerordentlichen Sehvergnügen - und das keineswegs nur für Fans.
Für die hat man sich zum runden Jubiläum allerdings ebenfalls besonders viel Mühe gegeben und ihre Treue mit einer Vielzahl an optischen, verbalen und szenischen Anspielungen belohnt. Trockener Wortwitz und exotische Schauplätze feiern ebenso ein Comeback, wie lässige Eleganz und lieb gewonnene Figuren. Der britische Weltenretter hat endgültig wieder Charme und Stil.
Ein reifer, erwachsener, humorvoller, aber auch wehmütiger Geburtstagsbeitrag, der sich würdevoll vor der 50-jährigen Historie der Film-Ikone verneigt. Ein wunderbarer Bogen zwischen Vergangenheit und Moderne. Die Zukunft des Gentleman-Spions ist jedenfalls gesichert. In diesem Sinne: auf die nächsten 50, James!


Komplette Rezension:

http://www.ofdb.de/review/231257,519343,Skyfall
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27. Oktober 2015 20:49

2015 SPECTRE (SPECTRE)


Fazit:
SPECTRE ist also in vielerlei Hinsicht der künstlerisch anspruchsvollste Bondfilm, aber ist er deswegen auch der beste? Lange Zeit hat es den Anschein, dass dieses hehre Ziel erreichbar scheint. Eine phänomenale Auftaktsequenz. Ein Held, der - zumindest aus Fansicht - endlich die zuletzt etwas vermissten, ikonographischen Eigenschaften der Figur verinnerlicht hat und dem von Sean Connery geschaffenen Ideal so nahe kommt, wie es Zeitgeist und Darstellerinterpretation zulassen. Ein Regisseur und ein Autorenteam, die ihre Liebe und ihr Expertenwissen zur Serie in eine ebenso launige wie vielschichtige Hommage fließen lassen und sich damit vor Fans und Historie verneigen, ohne dabei altmodisch, oder rückwärtsgewandt zu wirken. Bleiben noch Handlung und Figuren.
Und ausgerechnet hier schwächelt SPECTRE etwas. Ausgerechnet, weil man genügend Zeit hatte ein ausgefeiltes Skript zu entwickeln. Und ausgerechnet, weil man mit einer hervorragenden Darstellerriege arbeiten konnte, die auch jedem anspruchsvollen Drama gut zu Gesicht stehen würde. Konkret bedeutet dies, dass beide Frauenfiguren (Léa Seydoux, Monica Bellucci) und Bonds Gegner Oberhauser (Christoph Waltz) schablonenhafte Züge tragen und ihre Beziehung zum Helden nicht voll ausgearbeitet scheint. Bezüglich der Handlung gilt dieser Vorwurf nur für den Schlussakt, der zwar nicht enttäuscht, aber ebenfalls nicht bis ins letzte Detail durchdacht scheint.
Das ist letztlich das sprichwörtliche „Jammern auf hohem Niveau“, zumal aus Fan- und Bondkenner-Sicht. Für die durch Daniel Craigs Neuinterpretation der Rolle hinzugewonnen Publikumsschichten muss sich erst zeigen, ob die Hinwendung zu einer wieder mehr klassischen Ausrichtung und einer leichteren Tonlage mitgegangen wird. Die Entscheidung indes war richtig, die Grenzen noch weiter auszuloten praktisch unmöglich, wollte man nicht die Essenz von Held und Reihe aus den Augen verlieren. Sein Name ist Bond, James Bond. Das gilt nun endgültig und ohne jeden Zweifel auch für Daniel Craig.



Komplette Rezension:

http://www.ofdb.de/review/281076,667197,Spectre
Zuletzt geändert von vodkamartini am 6. November 2015 12:31, insgesamt 2-mal geändert.
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5. November 2015 13:06

Neueste Besprechung: SPECTRE :wink:

danielcc: wurde zur Kenntniss genommen ;-)
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