Bondfilm-Rezensionen - user: Niklas

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Niklas
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17. Januar 2016 14:37

Im Angesicht des Todes (1985)


Liebes Forum: Schon wieder gibt es eine neue Ausgabe meines Marathons. Gestern Abend habe ich die Moore-Ära beendet. Mal schauen: Ich habe „Im Angesicht des Todes gesichtet“! Ich möchte euch nicht weiter auf die Folter spannen. Los geht`s!

Zum letzten Mal war Roger Moore bereit den kultivierten britischen Agenten zu verkörpern. Er ging schon langsam auf die 60 drauf zu. Schauen wir uns deshalb mal direkt die Actionsequenzen an. Am Anfang ist da ja auch schon eine. Roger Moore wird hier sehr lässig und sportlich dargestellt. Die Szenen überzeugen mich vor allem durch hohe Qualität und reales Aussehen. Dann gibt es auch noch die Szenen, die sich um den Eifelturm drehen. Die Verfolgung von 007 gegenüber May-Day ist cool. Spannung und Schnelligkeit bestimmen die Szene. Die Autozerlegung wirkt sehr unrealistisch, aber ist richtig cool. Sie zeigt, dass 007 ehrgeizig ist und jeden Auftrag erledigt. Da kann ihm ein Hindernis nicht im Weg stehen. Die Pferdespringszenen sind total spannend. Das hätte ich nicht gedacht. Sie beweisen, dass John Glen gute Arbeit geleistet hat. Die Szenen mit der Schrotflinte sind sehr gut. Auch hier merkt man Roger Moore sein Alter nicht an. Diese Idee, dass die Flinte mit Steinsalz geladen ist, finde ich witzig. Die Fahrt mit der Drehleiter überzeugt mich durch pure Spannung. Außerdem ist es mal etwas anderes, wie ein Aston Martin.

Jetzt schaue ich mir die Sets an. Das Anwesen von Max Zorin zeigt gut seine Persönlichkeit. Man zeigt, dass er reich ist und sehr prunkvoll lebt. Das Bild in seinem Büro, wo Napoleon drauf ist, erinnert mich an Dr. No. Diese Doping-Labor mit Aufzug ist natürlich auch cool von der Idee her. Sie wurde auch gut umgesetzt. Erwähnenswert ist auch die Mine am Ende. Noch realistischer geht es ja wohl nicht!

Der Song ist richtig cool. Ich höre ihn immer wieder gerne, weil er das typische Bond-Feeling herstellt und Lust auf den Film macht. Einer der besten Bond-Songs aller Zeiten!

An Gadgets wurde in dem Film dieses Mal gespart. 007 hat leider nur eine Art Scheckkopierer. Naja: Weihnachten stelle ich mir anders vor.

Nun zum Drehbuch. Geschrieben wurde es von Richard Maibaum und Michael G. Wilson. Es sind viele tolle Ideen im Film. Zuallererst ist da die Szene, wo 007 jemanden Bewusstlos schlägt und ihn dann „verpackt“. Die Enttarnung von ihm verläuft auch sehr witzig. Eigentlich müsste er aber etwas merken. Das lässt ihn leicht unprofessionell aussehen. Zorin erinnert mich an den aber erst später aufkommenden Jason Bourne. Eine Regierung setzt Geld in ihn und dann macht er sich vom Acker. So erzählt es jedenfalls der General Gogol vom KGB, der wie schon einmal gesagt einer meiner Lieblingsfiguren ist, ähnlich wie der Verteidigungsminister. Aber das ist wieder was anderes. Man hat auch eine Anlehnung an „Goldfinger (1964)“ gemacht. Die Szene im Luftschiff, als Zorin seinen Plan ein paar Investoren erzählt ist ähnlich wie die Goldfinger. Hier steigt auch nur einer aus und wird eliminiert. Die Aufzugszene verspricht viel Spannung. Außerdem erklärt sie den Filmnamen, obwohl man da noch weiter drauf eingehen hätte können. Bond wird zum Held, als er das Bond-Girl rettet. Als sich Zorin als verrückt in der Mine entpuppte, wurde es richtig krass und spannend. Eien plötzliche Wendung, die im Drehbuch gut aufgeschrieben wurde. Dazu kommt noch eine plötzliche Wendung seitens May-Day. Sie erzeugt auch Spannung durch die Bombe. Irgendwie tut sie mir sogar zum Schluss leid, obwohl sie erst den ganzen Film über gegen Bond ist. Die Tarnung vom Luftschiff als kleiner „Blechkasten“ war natürlich großer Klasse. Dann kommt auch noch ein extrem spannender Endkampf, der nach und nach immer mehr Spannung aufbaut. Die Endszenen wirken auf der Brücke auch sehr real. An Spannung und Realismus wurde nicht gespart.

Zum Schluss muss ich noch wie gewohnt peinliches und extrem schlechtes loswerden. Da hätte ich nur zu sagen, dass May-Day am Eifelturm aussieht, wie ein behinderter Superheld.

Fazit: Toller Film mit viel Spannung und Bond-Feeling. Ein schönes Ende der Moore-Ära.

Bewertung: 8/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Nächsten Samstag erfolgt die Sichtung von „Der Hauch des Todes (1987)“. Damit tauche ich in die Dalton-Ära ein. Ich freue mich schon auf die Sichtung. Ab Sonntag darf man dann mit einer Bewertung von mir im passenden Thread rechnen. Viel Spaß bis dahin im Forum!
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Hier die Ära-Ergebnisse:
Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (angefangen): 0/0 = 0%
Pierce Brosnan (nicht angefangen): 0/0 = 0%
Daniel Craig (nicht angefangen): 0/0 = 0%

Hier die Platzierungen:
1. Sean Connery
2. Roger Moore
3. George Lazenby
4. -
5. -
6. -
Euer Niklas :007:

P.S.:
Hier geht's zum Ergebniss der Film-WM 2017. Würde mich total freuen wenn ihr da rein schauen würdet :wink: .

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Der Hauch des Todes (1987)


Und wieder einmal erwartet euch eine neue Ausgabe aus meinem Marathon. Nun habe ich mit der Dalton-Ära angefangen. Begonnen habe ich wie immer chronologisch mit „Der Hauch des Todes“. Ich möchte euch nicht weiter auf die Folter spannen: Los geht`s!

Nachdem Roger Moore keine Lust mehr hatte den kultivierten Geheimagenten zu verkörpern musste ein neuer her. Innerhalb kürzester Zeit kam schon nach zwei Jahren der nächste Bondfilm. Nun spielt Timothy Dalton den coolen Geheimagenten. Er feierte in dem Film sein Debut. Mal schauen, ob es ihm auch gelungen ist.

Zuallererst muss ich sagen, dass Dalton den Agenten sehr professionell zeigt. Die Szene mit dem Scharfschützengewehr zeigt das. In dem Hotelzimmer mit Pushkin bestätigt sich das noch weiter. Man sieht einen Bond, der sehr ernst und professionell ist. Trotzdem fehlt der typische Bond-Humor nicht. Dazu weiß 007 wie immer alles. Er merkt sogar, was ihm in seinem Martini gekippt wurde. Whitaker gefällt mir auch sehr gut. Seine Ruhmeshalle der großen Kommandeure lässt ihn richtig verrückt aussehen. Das Set seines Hauses ist auch nett gemacht mit all den kleinen Schlachtfeldern. Es zeigt, wie besessen er vom Militär ist.

Der Song gefällt mir extrem gut und ist auch einer der besten Bond-Songs, die es jemals gab. Beim Soundtrack kriege ich immer direkt Bond-Feeling, wenn ihr wisst was ich meine. Deshalb höre ich beides auch immer mal wieder.

Nun zu den Ideen und zum Drehbuch, was ja auch cool ist. Die Idee mit der Übung am Anfang ist richtig toll. So etwas gab es vorher noch nicht und man wird auf die Folter gespannt, wer der neue 007 ist. Die Idee mit der Pipeline finde ich auch gut, weil es mal was anderes ist. Necors ist wieder einmal ein toller Gegenspieler von Bond. Die Milch-Molotov-Cotails und das Erwürgen mit den Kopfhörern lässt ihn krank und professionell aussehen. Er zeigt, wie gut die Bösewichte in dem Film organisiert sind. Im Film entsteht ordentlich Spannung, durch die Bombe im Flugzeug. Das war so spannend, wie lange nicht mehr in einem Bondfilm. Der Dialog zwischen Bond und Whitaker ist sehr gut recherchiert. Man hat sich Mühe gegeben und nicht einfach Müll runtergeschrieben. Dadurch, dass Whitaker eigentlich überlegen ist, entsteht Spannung. Wie befreit sich James aus der Situation? Die Idee John Barry mal zu zeigen, fand ich grandios. Er hatte es auch wirklich mal verdient.

James Bond hat dieses Mal einige nützliche Gadgets. Da wäre der Schlüsselfinder und der Universalschlüssel, mit dem man 90% aller Türen der Welt öffnen kann. Der Aston Martin darf auch nicht vergessen werden. Q hat wieder einmal einiges eingebaut, was man mein Fanherz höher schlagen lässt.

Und schon sind wir bei den Actionszenen. Die am Anfang überzeugt durch Schnelligkeit. Auch die Schießereien im Schneegebiet sind Unterhaltung pur. Die Einsetzung vom Schlüsselfinder ist richtig cool. Bond setzt ihn gezielt ein, was ihn noch professioneller macht. Die Actionszenen auf dem Flugplatz sind die Höhepunkte. Es entsteht Spannung und Unterhaltung, wie ich sie in einem Bondfilm erwarte. Was will man mehr?

Jetzt erläutere ich noch wie in gewohnter Tradition die schlechten oder sogar peinlichen Szenen. Da wären zuerst die Szenen auf dem Rummel. Die sind schon sehr kitschig. Dann bedroht Bond auch noch ein Kind mit seiner Walther PPK. Das macht ihn für kurze Zeit zur Lachnummer. Er fährt auch noch im Smoking Autoskooter. Peinlich!!! Dann wird General Gogol auch noch zum letzten Mal gezeigt. Für mich ist er ganz klar einer der besten Charaktere der Bondgeschichte und hätte in der Story besser drin vorkommen sollen. Das ist einfach nur Schade!

Fazit: Ein gelungenes Debut Daltons mit viel Unterhaltungswert. Es gibt von mir nur wenige Verbesserungsvorschläge.

Bewertung: 8/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Nächsten Samstag erfolgt die Sichtung von „Lizenz zu Töten(1989)“. Damit beende ich die Dalton-Ära auch schon wieder. Ich freue mich schon auf die Sichtung. Ab Sonntag darf man dann mit einer Bewertung von mir im passenden Thread rechnen. Viel Spaß bis dahin im Forum!
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Hier die Ära-Ergebnisse:
Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (angefangen): 8/10 = 80%
Pierce Brosnan (nicht angefangen): 0/0 = 0%
Daniel Craig (nicht angefangen): 0/0 = 0%

Hier die Platzierungen:
1. Timothy Dalton
2. Sean Connery
3. Roger Moore
4. George Lazenby
5. -
6. -
Euer Niklas :007:

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17. Januar 2016 14:38

Lizenz zum Töten (1989)


Liebes Forum,

zuallererst wünsche ich jedem, der das hier liest einen schönen 1. Advent. Trotzdem kommt hier eine neue Ausgabe meines Marathons. Gestern hatte ich die Ehre den Film „Lizenz zum Töten“ zu sichten. Viel Spaß!

Zum letzten Mal übernahm Timothy Dalton die Walther PPK. Sein leider schon letzter Film kommt im Allgemeinen sehr gut an. Mal schauen, wie das bei mir ist.

Der Song ist gut. Das habe ich bei meiner Sichtung zum ersten Mal erfahren. Vorher ist mir das noch nie aufgefallen. Am Main-Title merkt man, dass wir in einem Bond-Film sind, der eher in Richtung der moderne geht. Er ist einfach moderner wir sonst, was mir sehr gut gefällt. Das man allerdings im Main-Title Schleichwerbung einbaut, macht ihn total kaputt. Man kann es auch übertreiben. Der Soundtrack ist ganz interessant gemacht und man hört öfters mal das James Bond Theme, wodurch Bond-Feeling vorprogrammiert ist.

An Actionszenen wurde diese Mal im Vergleich zum Vorgänger gespart. Wenn es dann aber Mal Szenen mit Action gibt, dann richtig. Die Explosionen zum Ende hin sind ja wohl der Bourner, wie es Carmen Geis beschreiben würde. In der Anfangssequenz sehen wir auch viel Action, allerdings ziehen sich die Szenen wie Kaugummi. Hier hat man es leicht übertrieben. Die Szenen werden aber gekonnt durch lockere Sprüche, wie „Ich gehe ein bisschen angeln“, aufgelockert. Auch mit dem James Bond Theme versucht man von der Länge abzulenken, was zum größten Teil auch funktioniert. Leider sehen wir in der Anfangssequenz auch nicht denselben Schauspieler für Leiter wir im Vorgänger, was ich sehr schade finde. Die Idee mit dem Heiraten gefällt mir aber sehr gut. Dazu wird auch kurz an OHMSS erinnert. DA hat man sich beim Drehbuch richtig Gedanken gemacht. Sanchez ist seit gestern einer meiner Lieblingsschurken. Er ist total gestört und ist immer cool drauf. Dazu kommt ein sehr talentierter Robert Davi. Das Überwältigen von den Wachen in der Fischzucht ist auch toll. 007 wirkt nicht nur professionell, sondern zeigt auch Cleverness. 007 find ich dieses Mal auch toll, wenn er Leiter verteidigt, gegenüber M. Dieser Spruch mit dem Countryclub ist immer wieder ein Brüller. Nachdem 007 gekündigt hat dreht Moneypenny auch durch. Sie schickt Q. Hier erfahren wir dann auch seinen Nachnamen: Branch. Dann kommt Q mit allem, was man im Urlaub braucht. Endlich ist er mal länger in einem Film als 3 Minuten. Die Gadgets sind vom aller feinsten und gefallen mir sehr gut. Die Szenen später in der Bar erinnern mich immer wieder an einen Bud Spencer Film. Ich weiß nicht wieso! Was ich dann aber wieder gut finde ist, wie Bond Sanchez reinlegt. Am Fließband in der Fabrik entsteht allerdings zum ersten Mal richtig Spannung. Die Spannung wird im Film oft verschenkt! Schade!

Nun kommen noch ein paar peinliche und schlechte Szenen. Ich habe ja auch schon einige genannt. Da wäre aber noch die Szene mit dem Gefangenentransporter, wo Sanchez drin ist. Als Killifer den Fahrer bewusstlos schlägt. DA kommt sofort Blut, was sehr unrealistisch wirkt. Dann sind die Unterwasserbilder nicht so toll wie in Feuerball (1965). Sie wirken hier sehr unübersichtlich. Als 007 der Stinger-Rakete mit dem Truck ausweicht, kann es noch unrealistischer nicht sein!

Fazit: Es ist ein toller Film, der es mit dem Vorgänger aber leider nicht aufnehmen kann.

Bewertung: 7/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Nächsten Samstag erfolgt die Sichtung von „Goldeneye (1995)“. Die Dalton-Ära ist leider schon beendet. Er hätte noch einen Film machen können. Trotzdem starte ich dann die Brosnan-Ära. Ich freue mich schon auf die Sichtung. Ab Sonntag darf man dann mit einer Bewertung von mir im passenden Thread rechnen. Ich wünsche allen noch einen entspannten 1. Advent und eine schöne Woche.
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Hier die Ära-Ergebnisse:
Sir Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Sir Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (beendet): 15/20 = 75%
Pierce Brosnan (angefangen): 0/0 = 0%
Daniel Craig (nicht angefangen): 0/0 = 0%

Hier die Platzierungen:
1. Sir Sean Connery
2. Timothy Dalton
3. Sir Roger Moore
4. George Lazenby
5. Pierce Brosnan
6. -
Euer Niklas :007:

P.S.:
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17. Januar 2016 14:39

Goldeneye (1995)


Liebes Forum,

ich wünsche allen einen schönen 2. Advent und einen schönen Nikolaustag. Hoffentlich waren eure Stiefel schön voll! Zwar nicht der Nikolaus, aber der Niklas schenkt euch heute eine neue Bewertung aus seinem Marathon für euren Stiefel. Gesichtet wurde „GoldenEye“ gestern Abend. Viel Spaß!

Timothy Dalton hat aufgehört und wieder einmal musste man sich wieder umschauen. Als dann der Kalte Krieg beendet war, war laut Kritikern auch das Ende vom Bond-Franchise gekommen. Allerdings kam nach 6 Jahren 007 zurück auf die Leinwand, wie wir ihn noch nie sahen. Man hatte einen neuen gefunden: Pierce Brosnan. Er wirkt im Film sehr professionell besonders am Anfang mit 006. Seine Synchronstimme passt perfekt zu ihm. Aber nicht nur Bond hat sich verändert. Wir haben einen, pardon, eine neue M verkörpert von Judi Dench. Sie ist zwar einfühlsam, gibt aber gegenüber dem Agenten ihre Meinung preis. Sie wirkt leicht arrogant, aber das legt sich etwas. Unter anderem haben wir einen tollen Gottfried John. Er spielt einen sehr coolen Charakter namens Ouromov. Er ist skrupellos und überzeugt durch Ideenreichtum. Wir sehen noch einen Programmierer namens Boris und einen Mann vom CIA namens Jack Wayde. Beide erinnern mich vom Ausdruck und Wortschatz an 001. Ich glaube jetzt muss ich sonst nichts mehr sagen. Zuckovsky ist auch ein cooler Charakter. Er ist witzig und schlau. Allerdings lässt sein Musikgeschmack zu wünschen übrig. Dazu kommt noch eine Sex-Süchtige Ohnatop. Sie gefällt mir irgendwie überhaupt nicht. Ich vermute sie hat sich im Film vertan oder so!

Der Übergang zum Main-Title ist durch die Explosion sehr modern und geschickt gemacht. Der Main-Title ist im Vergleich zu „Licence to Kill“ moderner und cooler. Der Song von Tina Turner ist einer der besten Bond-Songs ever ever ever ever...! Der Soundtrack untermalt die Szenen und ihre Atmosphären sehr geschickt und gefällt mir besonders bei der Begegnung mit Janus. Er hat so etwas Mysteriöseres und Gruseliges. Das passt perfekt zum Film!

An Gadgets wurde dieses Mal etwas gespart. Außerdem findet der BMW kaum Verwendung! Der DB5 erinnert an die Goldenen Zeiten. Das finde ich toll gemacht, weil man an 007 vor der Krise erinnert.

Die Szene mit dem Rollwagen am Anfang ist total witzig und spannend zugleich. Sie wirkt vor allem kaum lächerlich. Außerdem finden wieder lustige Sprüche wie „Ohne Top“ Verwendung. Die Dialoge im Zug gefallen mir sehr gut, weil Sean Bean sehr gelassen an die Sache geht.

Die Sets sind dieses Mal bunt gemischt. Das Casino-Set finde ich sehr schön. Es wird nur zu kurz genutzt, was sehr schade ist. Das Severnaya-Set überzeugt durch Realismus und Schlichtheit. Auch das Set in der Kirche hätte man besser nutzen können. Hier hätte auch Spannung entstehen könne, die leider verschenkt wurde! Ich zähle die Radarschüssel mal auch als Set dazu. Das Set ist der Höhepunkt und wirkt über- als auch unterirdisch sehr real.

Nun zu den Actionszenen. Da wäre zuallererst die Explosion von Severnaya. Sie ist sehr real und ist einfach Hammergeil. Was soll ich dazu groß sagen. Einer der Höhepunkte vom Film ist die Verfolgung mit dem Panzer. Hier wird erstklassige Action und Unterhaltung geboten. Bond-Feeling wird auch ordentlich erzeugt und durch das James Bond Theme im Hintergrund verstärkt. George Clonney würde zu der Szene sagen: „What else?“! Unter dem Showdown zwischen 007 und Janus hätte ich mir etwas mehr vorgestellt. Hier ist man etwas enttäuscht. Spannung ist aber auf jeden Fall da! Der Tod von Alec ist sehr hart und der von Boris eher witzig.

Jetzt kommen nach alter Tradition die ganz schlechten und peinlichen Szenen. Da wäre erst einmal diese Scheibe am Anfang in dem Damm, die die Soldaten zerstören wollen. Das sieht billig und lächerlich aus. Außerdem wären da noch die übertriebenen Sex-Szenen, die es so noch nie in einem Bond gegeben hat und auch hoffentlich nie wieder geben wird. Einfach nur peinlich!

Fazit: Ein schöner Bond-Film mit Unterhaltungswert und Action. Er ist allerdings nicht Jugendfrei!

Bewertung: 8,5/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Nächsten Samstag erfolgt die Sichtung von „Der Morgen stirbt nie (1997)“. Ich freue mich schon auf die Sichtung. Ab Sonntag darf man dann mit einer Bewertung von mir im passenden Thread rechnen. Ich wünsche allen noch einen entspannten 2. Advent, einen schönen Nikolaustag und natürlich eine schöne Woche.
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Hier die Ära-Ergebnisse:
Sir Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Sir Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (beendet): 15/20 = 75%
Pierce Brosnan (angefangen): 8,5/10 = 85%
Daniel Craig (nicht angefangen): 0/0 = 0%

Hier die Platzierungen:
1. Pierce Brosnan
2. Sir Sean Connery
3. Timothy Dalton
4. Sir Roger Moore
5. George Lazenby
6. -
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17. Januar 2016 14:40

Der Morgen stirbt nie (1997)


Liebes Forum,
ich wünsche allen die bis jetzt meinen Marathon durchgehalten haben einen schönen 3. Advent. Ich habe gestern Abend einen tollen Bond-Film von Pierce Brosnan gesehen mit den schönen Namen „Der Morgen stirbt nie“! Wie immer erzähle und berichte ich jetzt von der Sichtung. Viel Spaß.

Nach seinem großartigen Debut als James Bond, dachte Pierce Brosnan noch lange nicht ans Aufhören. 1997 kam er zurück auf die Leinwand. Mal schauen, ob der Film mit dem Vorgängerfilm „Goldeneye“ mithalten kann oder ob er vielleicht sogar besser ist. Der Anfang ist bombe. Er überzeugt durch Action, Explosionen und Spannung. Das ganze wird gemischt mit einer grandiosen Story. M kommt sehr schlau rüber und steht voll hinter 007. Die Explosionen wirken nicht nur real, sondern bereiten auch Bond-Feeling.

Der Übergang zum Main-Title ist sehr geschickt. Der Main-Title ist richtig gut geworden. Er wirkt noch moderner wie Goldeneye und diese Idee mit den Röntgenbildern gefällt mir auch gut, weil es einfach mal was anderes ist. Der Soundtrack ist jetzt nicht der beste und versucht hauptsächlich durch das James Bond-Theme cool zu wirken. Das ist aber nicht alles! Der Song hingegen ist erste Sahne mit einer tollen Sängerin Sheryl Crow. Der Song verursacht ordentlich Bond-Feeling, kommt aber an Goldeneye nicht zu 100% ran, eher zu 80%. Trotzdem ist der Song sehr hörenswert.

Die Szenen in allen Booten haben ein sehr cooles und düsteres Flair. Außerdem wird hier gekonnt Dramatik eingesetzt, obwohl es eigentlich schon mehr in Richtung Katastrophenfilm geht. Das könnte auch von RLT produziert sein, wenn ich ehrlich bin. Insgesamt wirken aber alle Sets sehr cool, weil sie sehr real wirken. Die Seadreal könnte locker auch von Q sein, aber egal. Er hat unseren Geheimagenten auch gut ausgerüstet. Mit gut gesicherten BMW (inklusive 4 oder 5 Versicherungen) und coolem Hightech-Handy macht sich 007 auf. Das sorgt für eine eher witzige Szene mit dem Profikiller Dr. Kaufmann. Die anderen Gadgets sollten auch eher cool wirken. Besonders der Fingerabdruckscanner kriegt das nicht hin, weil im Safe nicht jugendfreie-Zeitschriften liegen. Das ist total peinlich. Die Szene, als Bond hinten auf dem Rücksitz das Auto mit dem Handy fährt ist allerdings wieder sehr unterhaltsam. Hier macht es sehr viel Spaß, 007 bei der Arbeit zuzusehen. Die vielen Gadgets vom Wagen sorgen für Bond-Feeling. Generell erinnert das Handy an die heutigen Smartphones.

Carver ist verrückt und ein Ausnahmebösewicht. Er will kein Geld, keine Macht, keine Waffen oder hohe politische Stellungen. NEIN, er will Senderechte. Das wirkt schon so krank, sodass es eher albern wirkt. So ähnlich wirkt auch die Motorradszene. Hier hätte man vieles besser machen können. Die Wiederkunft von Wayde lässt einen an Goldeneye wieder erinnern. Der Stil in diesem Film ist eher chinesisch und technisch angehaucht.

Zum Ende hin geht noch einmal richtig Loss. Die Szenen wirken spannend und sind Actionreich. An das Ende von Goldeneye kommt man hier aber auch nicht ran. Allerdings sollten die Szenen etwas Besonderes sein, denn Bond benutzt zum ersten Mal seine Walther P99 (9mm). Sie wird direkt mit einem Schalldämpfer benutzt, obwohl der nicht bringt. Bond wurde ja schon entdeckt! FILMFEHLER???

Der Tod von Carver ist zwar cool, aber nicht so spektakulär wie in Goldeneye. Stamper wird sehr schmerzhaft getötet, hält aber mehr aus. Er wirkt bei den Messerstichen, ein wenig wie Beißer.

Fazit: Ein toller Film mit Unterhaltungswert. Leider kann er es mit Goldeneye einfach nicht aufnehmen!

Bewertung: 7/10

Zum Gedenken an Albert R. „Cubby“ Broccoli

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Nächsten Samstag erfolgt die Sichtung von „Die Welt ist nicht genug (1999)“. Ich freue mich schon auf die Sichtung. Ab Sonntag darf man dann mit einer Bewertung von mir im passenden Thread rechnen. Ich wünsche allen noch einen entspannten 3. Advent, einen schönen Sonntag und natürlich eine schöne Woche.

WICHTIG: Ich habe noch eine Frage an euch. Ich bin am Überlegen ein Weihnachstsspecial in meinem Bond-Marathon bald zu machen. Das würde dann wahrscheinlich am 22.12. Abends sichten. Die Bewertung käme dann am 23.12. Wenn ihr dafür oder degegen seid dann schreibt mal und wann ich das sonst machen sollte. Als Film würde ich dann „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ vorschlagen. Auch zum Film könnt ihr was sagen, welcher ausgewählt werden sollte. Macht ruhig Vorschläge. Hier gibt es kein richtig und kein falsch!!!
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Hier die Ära-Ergebnisse:
Sir Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Sir Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (beendet): 15/20 = 75%
Pierce Brosnan (angefangen): 15,5/20 = 78%
Daniel Craig (nicht angefangen): 0/0 = 0%

Hier die Platzierungen:
1. Sir Sean Connery
2. Pierce Brosnan
3. Timothy Dalton
4. Sir Roger Moore
5. George Lazenby
6. -
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17. Januar 2016 14:41

Die Welt ist nicht genug (1999)


Liebes Forum,
ich wünsche allen die bis jetzt meinen Marathon durchgehalten haben einen schönen 4. Advent. Noch 5 Tage, dann ist Weihnachten. Ich habe gestern Abend einen tollen Bond-Film von Pierce Brosnan gesehen mit den schönen Namen „Die Welt ist nicht genug“! Wie immer erzähle und berichte ich jetzt von der Sichtung. Viel Spaß.

Nach seinen Filmen „Goldeneye“ und „Der Morgen stirbt nie“, dachte Pierce Brosnan nicht ans Aufhören, wie es Timothy Dalton tat. Er machte weiter, weshalb 1999 sein 3. Film erschien mit dem Namen „Die Welt ist nicht genug“! Nun frage ich mich, ob der Film so gut gelungen ist, wie die Vorgänger. Zuallererst muss ich hier die Dialoge erwähnen. Sie sind auf sehr hohem Niveau. Der Dialog am Anfang im Büro ist zum Beispiel zu nennen. Bond kommt cool und lässig rüber. Brosnan bringt den Dialog gut rüber und überzeugt.

Die Actionszenen sind Mal besser und Mal schlechter. Die Verfolgungssequenz über die Themse ist zwar spektakulär, aber die Szenen insgesamt ziehen sich wie Kaugummi. Dazu kommt noch ein viel zu moderner Soundtrack. Der Main-Title ist nett gemacht und der Song ist klasse. Mit dazu bittet er den klassischen Bondsound. Die Actionszenen im Schneegebiet sind auch sehr unrealistisch und verpassen dem Film einen kleinen Dämpfer. Allerdings lassen einige Sets auch zu wünschen übrig, wie zum Beispiel das Hauptquartier in Schottland. Dazu geht Q in den Ruhestand. In inkompetenter Tollpatsch rückt auf und soll ihn ersetzen. Leider stirbt Desmond Llewelyn in demselben Jahr. Eine Kultfigur und der am längsten Aktive Schauspieler im Bond-Franchise ist 1999 von uns gegangen. Trotzdem sollte man nicht zu lange trauern. Auf zu den anderen Charakteren und Schauspielern.

Endlich wird Judi Dench Mal richtig eingesetzt. Man setzt sie hier und da nett ein und beschränkt sie nicht nur auf ihr Büro, so wie Moneypenny! Sie wirkt außerdem sehr schlau, als sie ein Notsignal absetzt. Judi Dench sehen wir so genutzt nur in Skyfall und M noch einmal in Spectre. Renard ist der Bondbösewicht, wie er im Buche steht! Er ist gestört und hat irgendetwas Unnormales an oder in seinem Körper. Das wird aber langweilig. Man sollte sich Mal was Anderes ausdenken! Electra ist hier eine totale Überraschung. Sie ist Gut und Böse zugleich. Eine weitere Überraschung ist Zukovsky. Er hat in 4 Jahren einiges erreicht. Er ist außerdem sehr witzig. Eine nette kleine Erinnerung an „Goldeneye“. Schade, dass die erste Überraschung, Electra, ihn umbringt.

Die Gadgets sind auf der einen Seite cool und auf der anderen schlecht. Die Röntgenbrille sieht bei 007 bescheuert aus, während die Kreditkarte cool ist.

Wenn aber eins nicht fehlt im Film, dann Spannung. Wir haben Spannung in der Mine, in der Pipeline und auch noch Mal am Ende. Außerdem ist das Ende auch sehr dramatisch. Das Ende wirkt insgesamt aber im Vergleich zu „Goldeneye“ oder „Der Morgen stirbt nie“ dann doch recht unspektakulär und langweilig.

Fazit: Der Film ist nicht gerade sehenswert und teilweise langweilig. Außerdem kann er nicht an die Vorgänger anknüpfen. Für alle, die Spannung und gute Dialoge erwarten und sonst nichts ist der Film erste Sahne!

Bewertung: 7/10

In Gedenken an Desmond Llewelyn! Danke für seine jahrzehntelange Treue!

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Nächsten Samstag erfolgt die Sichtung von „Stirb an einem anderen Tag (2002)“. Ich freue mich schon auf die Sichtung. Ab Sonntag darf man dann mit einer Bewertung von mir im passenden Thread rechnen. Ich wünsche allen noch einen entspannten 4. Advent, einen schönen Sonntag und natürlich eine schöne Woche. Ich wünsche allen schöne Weihnachten!

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Hier die Ära-Ergebnisse:
Sir Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Sir Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (beendet): 15/20 = 75%
Pierce Brosnan (angefangen): 22,5/30 = 75%
Daniel Craig (nicht angefangen): 0/0 = 0%

Hier die Platzierungen:
1. Sir Sean Connery
2. Timothy Dalton/Pierce Brosnan
3. Sir Roger Moore
4. George Lazenby
5. -
6. -
Euer Niklas :007:

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17. Januar 2016 14:42

Stirb an einem anderen Tag (2002)


Liebes Forum,

leider kann ich mich wegen der Feiertage erst jetzt mit meinem Marathon wieder melden. Trotzdem Frohe Weihnachten. Ich habe erst gestern Abend wieder weiter gesichtet. Nun war der Bondfilm „Stirb an einem anderen Tag“ aus dem Jahre 2002 an der Reihe. Viel Spaß mit meiner Bewertung!

Wieder einmal und zum letzten Mal übernahm Pierce Brosnan die 007-Rolle. Es war aber auch ein Jubiläum, und zwar der 20. Bondfilm. Nun fragt man sich, ob es ein würdiger Abgang war und ein würdiges Jubiläum. Schauen wir uns denn Film dazu Mal genauer an. Am Anfang hat man direkt etwas Besonderes versucht einzubauen. In der Pistolenlaufsequenz kommt dieses Mal eine Kugel auf den Zuschauer zu. Das war echt cool, weil es einfach Mal was Anderes ist. Aber das ist nicht das einzig besondere am Film. Der Film beinhaltet eine Anspielung nach der anderen an die alten Filme. Ikarus zum Beispiel an Diamantenfieber. Außerdem hat Bond einmal das Vogelbuch vom wahren James Bond in der Hand. Die Geschichte dahinter kennt ihr hoffentlich alle. Wieder schlecht zu nennen sind die ewigen Surfszenen und die Actionszenen am Anfang. Sie sind sehr unübersichtlich. Die Sets wirken sehr real. Außerdem gefallen mir allgemein die koreanischen Charaktere, wegen ihrem Ehrgeiz.

Leider ist der Film an vielen Stellen nicht so traditionell. Der Song besteht nicht aus dem klassischen Bond-Sound. Er ist zu modern und mit Techno versehen. GRAUSAM! Der Main-Title ist hingegen wieder Top, wie man es erwartet. Der Soundtrack ist ähnlich und verursacht Bond-Feeling. Von den Dialogen her sticht einer sehr stark raus, wie ich es finde und zwar der zwischen M und 007 in der Klinik. Beide bringen es sehr gut rüber und zeigen schauspielerisches Talent. Es ist schwierig einen so langen Dialog spannend und interessant zu gestalten, was den beiden gelungen ist. Dazu kommt noch der Spruch davor: „Seine Leber sieht nicht gut aus. Er ist es ganz bestimmt“! Top! Und das, obwohl er aussieht wie aus „Cast Away“. Dass er so in das Hotel geht und Chang auffliegen lässt ist richtig witzig.

Als Actionszene wäre als erstes zu erwähnen: Fechten. Hier geht es ordentlich zur Sache. Dazu kommen tolle Sprüche und Dialoge. Die Übung später ist ein Schockmoment, als sogar Moneypenny tot ist. Ich wusste dieses Mal schon, dass es eine Übung ist, aber beim Ersten Mal war es ein extremer Schock. Zum Glück folgt eine Szene, in der alte Erinnerungen herausgeholt werden. Dazu kommt ein netter Q, der Bond die 20. Uhr gibt. Es kommt wie gewohnt zu netten kleinen Konflikten zwischen 007 und Q. Der Aston Martin ist schick, aber die Unsichtbarkeit übertreibt alles. Dazu kommt noch die nur wenig später auftauchende Traummaske. Besonders hier kommt „Stirb an einem anderen Tag“ einem eher als Sience-Fiction-Thriller vor als Bondfilm. Zao kommt cool und gestört rüber, während Gustav Graves aussieht wie ein Cyborg. Das ist für einen Bondfilm extrem peinlich. Da frage ich mich als Bondfan, was man sich dabei gedacht hat. Die Computeranimationen sind auch für einen Bondfilm total übertrieben und sind so nur in Sience-Fictionfilmen oder Weltuntergangsfilmen zu empfehlen, aber nicht in einem Bond…James Bondfilm! Was soll der Mist?

Fazit: Die Dialoge sind top und die Schauspieler haben eine gute Leistung abgeliefert. Übertriebene Computeranimationen, ein schlechter Song und unübersichtiliche Actionszenen zerstören das durch den Soundtrack mühsam ausgebaute Bond-Feeling. Der Film ist daher kaum zu empfehlen.

Bewertung: 6,5/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Leider kann ich keine direkten Angaben zur nächsten Sichtung machen. Wahrscheinlich wird „Casino Royale“ aus dem Jahre 2006 schon am Freitag gesichtet und ab Samstag darf man dann auf die Bewertung warten. Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und eine schöne Silvesterparty.
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Hier die Ära-Ergebnisse (in %):
Sir Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Sir Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (beendet): 15/20 = 75%
Pierce Brosnan (beendet): 29/40 = 73%
Daniel Craig (angefangen): 0/0 = 0%

Hier die Platzierungen:
1. Sir Sean Connery
2. Timothy Dalton
3. Sir Roger Moore
4. Pierce Brosnan
5. George Lazenby
6. Daniel Craig
Euer Niklas :007:

P.S.:
Hier geht's zum Ergebniss der Film-WM 2017. Würde mich total freuen wenn ihr da rein schauen würdet :wink: .

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17. Januar 2016 14:43

Casino Royale (2006)


Hallo Liebes Forum,

wieder einmal kommt hier eine neue Bewertung bezüglich meines Marathons. Casino Royale aus dem Jahre 2006 hat nun sein 10-jähriges Jubiläum und ausgerechnet als erste Sichtung 2016 war er dran. Gestern Abend erfolgte die Sichtung und hier folgt auch schon die Bewertung. Viel Spaß!

Blond, Blauäugig und ein Weichei! So wurde Daniel Craig von den Kritikern empfangen, als neuer James Bond. Er hatte seinen Auftakt vor 10 Jahren. Mal schauen, ob sich die Meinungen der Kritiker bewahrheiten und wie ich das Debut einschätze. Ich will auch nicht weiter um den heißen Brei schreiben, also schauen wir uns direkt die Actionszenen an. Zwar mache ich mir bei den Sichtungen immer Notizen, doch diese Szenen sind mir auch so gut im Gedächtnis geblieben. Die Szene direkt am Anfang bietet einen coolen Mann-gegen- Mann-Kampf. Trotzdem bleibt die Szene sehr übersichtlich, obwohl sie doch sehr schnell ist. Die Atmosphäre im Büro ist top eingefangen vom Kameramann und spielt in Etage 6, weil Craig Bond Nummer 6 ist. Nett eingebaut. Die Idee mit den schwarz-weiß-Bildern ist cool und sorgt für einen tollen Übergang zum Main-Title, unteranderem durch die Pistolenlaufsequenz. Der Main-Title gibt einen tollen Vorgeschmack auf den Film. Das ganze wird mit einem Song verbunden, der vorab ordentlich Bondfeeling aufbaut. Diese Aufgabe übernimmt später der Soundtrack, die er grandios meistert.

Jetzt aber Mal wieder zurück zu den Actionszenen. Auf Madagaskar gibt es eine Actionperle. Die Szenen besitzen wieder viel Tempo, aber wirken gleichzeitig sehr übersichtlich, was immer ein Balanceakt ist! Der Film schafft das aber sehr gut. Bond wirkt dabei durch seinen stumpfen Blick sehr professionell, wenn ihr wisst was ich meine. Er wirkt eiskalt. Und in diesem Stil ballert 007 eine ganze Botschaft zusammen. HAMMER! Endlich merkt das Bond-Franchise, dass es sich wieder von Stirb an einem anderen Tag distanzieren muss. Wenn Bond keine übertriebene Technik braucht und der Schurke auch nicht, wenn man die Computeranimationen extrem vermeidet, dann kommt das dabei raus, was wir lieben: Bond…James Bond, und zwar bei seinen Anfängen und Ursprüngen. So entwickelt sich ein ganz toller Stil, der mich selbst 10 Jahre später immer noch begeistert!
Am Flughafen ist es nicht anders. Wir sehen einen extrem zielstrebigen und ehrgeizigen 007, der keine Technik braucht, außer ein Handy und die Bombe vom Schurken. Das ganze wird vermischt mit Spannung, Dramatik und Action. Und schon verliert Le Chiffre 101.206.000 Dollar! Aber Le Chiffre hat es auch verdient. Er ist ein Top-Bösewicht. Wenn alles versagt kümmert er sich selber um sein Vorhaben. Außerdem ist er sehr skrupellos. Mads Mikkelsen bringt ihn toll rüber.

Es gibt außerdem ein paar richtig gute Dialoge. Einmal der zwischen M und 007 in Ms Wohnung. Dann natürlich der im Zug, der im Auto zum Hotel und die zwischen Le Chiffre und Bond im Casino. Zwischen Vesper und 007 entstehen Streitigkeiten wie zwischen Q und Bond. Somit vermisst man ihn kaum. Selbstverständlich bekommt 007 aber einen schönen DBS. Das Casinoset ist schick. Außerdem kommt hier Mal wieder ein deutscher ins Spiel: Monsieur Mendel wird von Ludgar Pistor gespielt. Netter kleiner Cameoauftritt. Die Szenen im Casino haben eine perfekte Länge. Außerdem wir in den Pausen wieder ordentlich Spannung erzeugt. Mit dazu wird 007 unter der Dusche bei Vesper richtig emotional. Ausnahmsweise ist er Mal nicht eiskalt. Das ändert sich aber wieder, als Vesper ihm die 5 Millionen Dollar verwehrt. 007 beleidigt sie und will nun Le Chiffre mit einem Messer töten. Zusammen mit dem Soundtrack entsteht ein toller Spannungshöhepunkt, der von einem alten Bekannten aufgelöst wird: Felix Leiter. Er bezahlt die 5 Millionen. Die später kommende Folterszene ist sogar etwas witzig, weil 007 zu 100% auch loyal bleibt. Und dann räumt Mr. White auf. Bond kündigt! Letztendlich hintergeht Vesper ihn und es kommt zu einem spektakulären und dramatischem Ende in Venedig. Vesper begeht dabei Suizid. 007 hat seine Lektion gelernt und wie er es sagt: „Die Schlampe ist tot!“. Dann kommt noch ein endgültiges Ende, beidem noch einmal Bondfeeling aufkommt.

Fazit: Richtig guter Film und extrem empfehlenswert. Die Kritiker sollten verstummen.

Bewertung: 10/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Nächsten Samstag erfolgt die Sichtung von „Ein Quantum Trost“. Ab Sonntag darf man dann mit der Bewertung rechnen. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche.
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Hier die Ära-Ergebnisse (in %):
Sir Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Sir Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (beendet): 15/20 = 75%
Pierce Brosnan (beendet): 29/40 = 73%
Daniel Craig (angefangen): 10/10 = 100%

Hier die Platzierungen:
1. Daniel Craig
2. Sir Sean Connery
3. Timothy Dalton
4. Sir Roger Moore
5. Pierce Brosnan
6. George Lazenby
Euer Niklas :007:

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17. Januar 2016 14:43

Ein Quantum Trost (2008)


Hallo Liebes Forum,

wieder einmal kommt hier eine neue Bewertung bezüglich meines Marathons. Dieses Mal war „Ein Quantum Trost“ aus dem Jahre 2008 dran. Gestern Abend erfolgte die Sichtung und hier folgt auch schon die Bewertung. Es ist meine 2. letzte Bewertung für diesen Marathon. Viel Spaß!

Zum zweiten Mal kam der Brite Daniel Craig als 007 auf die Leinwand. Sein Vorgängerfilm „Casino Royale“ war extrem gut und erhielt von mir 10/10 als Bewertung. Kann hier sein 2. Film mithalten? Schauen wir ihn uns doch Mal genauer an. Was ich natürlich erst einmal bemängeln muss ist, dass wir keine Pistolenlaufsequenz am Anfang haben. Das ist sehr schade. Trotzdem versucht man mit einer Actionszene davor abzulenken. Leider ist sie sehr unübersichtlich, weil die Schnitte sehr schnell sind und oft Nahaufnahmen zeigen. Danach kommt eine eher fantasieloser Main-Title, indem Daniel Craig in den Sand schießt. Der Song ist mittelmäßig, weshalb sich auch nur eine kleine Menge Bondfeeling aufbauen kann. Trotzdem fällt mir ein gutes schon schnell am Film auf: Die Dialoge. Hier findet man wirklich tolle Arbeit. Natürlich die Dialoge im Untergrund von Siena und allgemein mit M, bare auch Greene hat einige tolle Dialoge auf Lager. Man sieht ganz klar den Willen auch Bondfeeling aufzubauen, was oft außerhalb der Dialoge nicht funktioniert. Es gibt einfach zu wenig Infos, sodass bei der Verfolgung über die Dächer von Siena keine Spannung entstehen kann, außer zum Ende, als beide versuchen an ihre Waffen zu kommen.

Greene ist verrückt und abgebrüht, was ihn zu einem guten Schurken macht. An Le Chiffre kommt er so nicht ran. Die Actionszenen auf dem Wasser lassen auch zu wünschen übrig. Der Schnitt versaut die Szenen und der Soundtrack versucht vergeblich das Bondfeeling zu stabilisieren. Dazu erhält Tanner keine Einführung. Ist einfach da. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht, weil ich Kenear grandios finde. Felix Leiter ist wieder dabei und lässt an „Casino Royale“ erinnern. Die Idee mit der Oper ist irgendwie komisch. Ich weiß nicht was ich von ihr halten soll. Dann ist diese Actionszene auch noch komisch. Man legt eine Soundrack extrem laut über die schlechten Schnitte. Zum Glück kommt danach ein alter Freund: Mephis. Er wird gut rübergebracht und der Charakter überzeugt durch Professionalität und Kompetenz. Danach folgen tolle Dialoge zwischen Fields und 007. In der Szene mit der Polizeikontrolle können Daniel Craig und Giancarlo Giannini ihr Talent zeigen. Es gelingt ihnen. Auch in dieser Schlucht findet eine emotionale Szene zwischen Bond und Camille statt. Die Bilder aus der Wüste erinnern mich an „Der Spion der mich liebte“ und Fields wird anstatt mit Gold wie in „Goldfinger“ mit Öl übergossen. Es gibt hier und da kleine Anlehnungen an die guten alten Zeiten.

Die Szenen in der Bar, die vom SEK gestürmt wird, bilden Bondfeeling. Die Szene hier ist wieder übersichtlicher und bietet Action. Leider ist sie sehr kurz. Aber so versucht man in der Story weiter zu kommen. Auch das Finale im Hotel bietet Bondfeeling und ist auch wieder ein wenig übersichtlicher. Greene dreht erst einmal richtig ab und versucht Bond mit einer Axt umzubringen. Hier entsteht Spannung. Es gibt einen tollen Abschluss mit Daniel Craig und M. Leiter ersetzt Beam und Bond war laut eigener Aussage nie weg. 007 hat nach und nach im Film mit Vesper abgeschlossen, sodass er zum Schluss ihr Halsband wegwirft. Dann kommt die Pistolenlaufsequenz. Sie lässt erhoffen, dass der nächste Film wieder besser wird!

Fazit: Wer gute Dialoge möchte, ein grandioses Finale und gute emotionale Szenen, der ist mit diesem Film sehr zufrieden. Ich werfe leider gute Schnitte, Actionszenen und ordentlich Bondfeeling nicht über Bord! Ihr könnt euch am 17.01.2016 um 20:00 Uhr im SRF 2 selbst eine eigene Meinung bilden!

Bewertung: 6/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Bitte schreibt noch einmal ordentlich Kritik und sagt offen, was ihr an meinen Bewertungen allgemein gut und schlecht findet. Nächsten Samstag erfolgt meine letzte Sichtung von „Skyfall“ (2012). Die Bewertung folgt wahrscheinlich am Sonntag inklusive einer Auswertung vom gesamten Marathon. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß im Forum und eine gute und erfolgreiche Woche!

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Hier die Ära-Ergebnisse (in %):
Sir Sean Connery (beendet): 55/70 = 79%
George Lazenby (beendet): 7/10 = 70%
Sir Roger Moore (beendet): 52/70 = 74%
Timothy Dalton (beendet): 15/20 = 75%
Pierce Brosnan (beendet): 29/40 = 73%
Daniel Craig (angefangen): 16/20 = 80%

Hier die Platzierungen:
1. Daniel Craig
2. Sir Sean Connery
3. Timothy Dalton
4. Sir Roger Moore
5. Pierce Brosnan
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17. Januar 2016 14:44

Skyfall (2012)


Liebes Forum,

nun erwartet euch meine letzte Bewertung in diesem Marathon. Gesichtet wurde „Skyfall“ aus dem Jahre 2012. Viel Spaß!

Der Film „Skyfall“ sollte kein normaler Bondfilm sein, denn er feiert das 50-jährige Jubiläum von den Bondfilmen, aber ist er auch dementsprechend qualitativ und darf diesen Titel mit Würde tragen. Schauen wir uns den Film doch mal genauer an.
Am Anfang kommt erst einmal keine Pistolenlaufsequenz, was etwas komisch ist. Trotzdem entwickelt sich hier und auch sonst im Film durch den Soundtrack ordentlich Bondfeeling. Hin und wieder ist auch das bekannte James Bond-Theme eingebaut. Die Schnitte sind zwar sehr schnell, aber wirken in keiner Form unübersichtlich, es in „Ein Quantum Trost“ der Fall war. Die Verfolgung in Istanbul besitzt ordentlich Action und Spannung und befriedigt so meine Erwartungen. Eve zeigt sich von ihrer besten Seite, bis zum Schuss mit dem Gewehr. 007 wirkt eigentlich im ganzen Film sehr cool, besonders auf und in dem Zug. Die Mimik von Craig und Dench passt im ganzen Film perfekt. Bond haut wie immer so lässige Sprüche raus, wie „Ich wechsel nur das Abteil“. Der Song von Adele ist einfach klasse und verursacht Bondfeeling. Dazu kommt ein grandioser Main-Title, der einen tollen Vorgeschmack auf den Film gibt und sich auch vor allem mit dem Thema Nahtod auseinander setzt.

Die Dialoge gefallen mir allgemein im Film sehr gut, wie zum Beispiel der zwischen M und Mallory. Die Explosion vom MI6-Gebäude wirkt sehr real, genauso wie die von Skyfall. Trotzdem kommt hier und da Unrealismus auf. Zum Beispiel, dass 007 an einem so unzivilisierten Ort Urlaub macht. Außerdem erfährt man nicht richtig, wie Bond überlebt hat, was total blöd ist. Trotzdem bekommen wir andere Infos. Wir erfahren zum Beispiel mehr über den Test, den ein Agent absolvieren muss, um für einsatzfähig erklärt werden zu können. Hier gefällt mir die Szene mit dem Psychologen besonders gut, wegen den Reaktionen von Bond. Mallory ist erst einmal bei dem Zuschauer unbeliebt, was sich spätestens ab der Anhörung ändert. Q ist jetzt zwar sehr intelligent wie früher auch, aber sehr jung. Es ist positiv und negativ. Auf der einen Seite entstehen so die Streitigkeiten, wie früher. Auf der anderen Seite ist das total ungewohnt. Trotzdem entsteht ein grandioser Dialog im Museum. Eine Anlehnung an „Goldeneye“ rundet das ganze ab.

Die Aufnahmen von Shanghai sind wirklich toll aus. Es entsteht Spannung im Wolkenkratzer und der Kampf ist wirklich toll. Vor allem weil man sich fragt wer wer ist. Der langsame und dramatische Auftritt von Silva ist auch toll. Dann kommt noch diese Szene in der die ganzen Hubschrauber kommen, um Silva zu verhaften. Bei seinem Ausbruch entsteht wieder Spannung und eine tolle Actionsequenz. Die Rede von M ist top. Dazu kommen richtig gute Schnitte und wieder viel Bondfeeling. Die Szene mit dem DB5 in der Garage ist auch cool. Nun erfährt man einiges über Bonds Vergangenheit. Und dann kommt das extrem Actiongeladene und große Finale. Die Schnitte sind wieder top. Wundert mich nicht, dass es dafür und für den Titelsong jeweils einen Oscar gab. Der DB5 wird zerstört und Bond wird sauer. Er zündet ein paar ich glaube Propangasflachen an. Das James Bond-Theme holt aus den Szenen auch das letzte Bondfeeling noch raus. Es kommt eine tolle Explosion du man erfährt wieder etwas mehr über Bond beziehungsweise über seine Eltern, und zwar ihre Namen: Andrew Bond und Monique Delacroix Bond. Es entsteht in der Kapelle noch einmal Spannung. Und dann stirbt Silva. M allerdings auch und Daniel Craig zeigt uns wieder einen sehr emotionalen und verletzlichen Bond für circa 30 Sekunden. So habe ich Bond nur in „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ und „Casino Royale“ gesehen. Tolle Leistung von Craig und Dench. Auf dem Dach hat man das Gefühl, das ein Held zurückgekehrt ist. Ich verstehe aber nicht ganz, was es mit diesem Hund auf sich hat. Man findet dann aber heraus, dass Naomi Harris Miss Moneypenny gespielt hat und ab sofort auch ist. Das Büro ist wie im alten Stil von Ms Büro und man erfährt das Gareth Mallory der neue M ist. Die Pistolenlaufsequenz ist toll gesetzt und bringt zum Schluss noch einmal Bondfeeling und man möchte am liebsten sofort wissen, wie es weiter geht.

Fazit: Ein würdevolles Jubiläum!

Bewertung: 9/10

Ich hoffe meine Bewertung hat euch gefallen. Bitte schreibt nun zum Schluss noch einmal viel Kritik und viele Kommentare. Mein Marathon ist nun beendet und ging seit dem 4.8.2015. Ich bedanke mich bei allen, die meine Bewertungen so lange verfolgt haben. Ich mache jetzt auch erst einmal eine Pause zum Thema Bondbewertungen. Im März wird natürlich eine Bewertung zu Spectre folgen. Nun erwartet euch noch einmal eine Auswertung. Meinen Marathon werde ich in einem entsprechenden Thread abspeichern. Und noch einmal vielen Dank an die, die meine Bewertungen verfolgt haben und den ganzen Marathon durchgehalten haben. Danke!!!

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Alle Bewertungen auf einem Blick

DN: 8/10
FRWL: 7/10
GF: 10/10
TB: 9/10
YOLT: 7,5/10
OHMSS: 7/10
DAF: 7,5/10
LALD: 7/10
TMWTGG: 7,5/10
TSWLM: 9,5/10
MR: 5,5/10
FYEO: 6,5/10
OP: 8/10
NSNA: 6,5/10
AVTAK: 8/10
TLD: 8/10
LTK: 7/10
GE: 8,5/10
TND: 7/10
TWINE: 7/10
DAD: 6,5/10
CR: 10/10
QOS: 6/10
SF: 9/10


Äraergebnisse

Sir Sean Connery: 55,5/70 = 79,2857142%
George Lazenby: 7/10 = 70%
Sir Roger Moore: 52/70 = 74,2857142%
Timothy Dalton: 15/20 = 75%
Pierce Brosnan: 29/40 = 72,5%
Daniel Craig: 25/30 = 83,3333333%


Rangliste

1. Daniel Craig
2. Sir Sean Connery
3. Timothy Dalton
4. Sir Roger Moore
5. Pierce Brosnan
6. George Lazenby
Euer Niklas :007:

P.S.:
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