Bondfilm-Rezensionen - user: HCN007

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HCN007
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17. Februar 2016 21:09

Hallo an alle Mitglieder des Forums von jamesbond.de,

bevor ich an die Tat schreite, meine leicht überarbeiteten Reviews aller Bondfilme (bis auf NSNA und CR67) Step by Step der natürlichen Reihenfolge nach hier zu posten, ein kleiner Überblick zu mir, wie ich zu Filmen und natürlich am wichtigsten, James Bond, gekommen bin.

Geboren an einem 24.5. (genauso wie der gute Michael Lonsdale "Hugo Drax" und die Patti LaBelle, die am Ende von Licence To Kill den Song beim Abspann zum Besten gibt) im Bondfilmjahr 1987 (The Living Daylights) kam der gute HCN007 ganze 2,5 Monate zu früh auf die Welt und hatte schon sehr früh und sehr häufig den "Hauch des Todes" gespürt. (Mehr dazu auf persönliche Anfrage) Mit Film habe ich, wie vermutlich die meisten hier im Forum, beruflich absolut keine Berührungspunkte. Und man kann längere Erfahrung als Agent im Kundenservicebereich auch nicht wirklich als Bezugspunkt zu Spionage verstehen.
Mein Großvater mütterlicherseits war einer, der sich gerne die Bondfilme von Connery und Moore angesehen hat. Mein Vater hingegen fand alles an Bond großartig. Noch in frühen Jahren, in denen ich (HALLO FSK !) noch nicht alt genug sein sollte, um die Filme zu sehen, so hat mein Vater egal ob TV-Ausstrahlung oder die damals noch auf VHS aufgespielten TV-Mitschnitte abgespielt und so kam ich noch vor dem allgemeinen Bond-Alter in den Genuss der Filme, ohne zu wissen und richtig wahrzunehmen, dass mich dieses Thema noch Ewigkeiten begleiten wird. Mit der Zeit wurde ich älter, bekam dann auch mal ordentliches Taschengeld, von dem ich mir dann auch mal die Filme auf VHS kaufen zu können, bis ich dann alle damals Aktuellen hatte und natürlich die Filme aus der Sammlung meines Großvaters bekommen habe.

Damals habe ich natürlich schon angefangen, mein Umfeld mit meiner aufkeimenden Leidenschaft zu nerven.

Der 1. große Moment war der 12.07.2003 (den Kassenzettel habe ich immer noch gut erhalten in der Amaray !) - Ich habe mir meine 1. DVD meiner mittlerweile über 800 Filme umfassenden Filmsammlung gekauft - und habe mich für den Bondfilm "Lizenz zum Töten" entschieden. Das hat meine Sammelleidenschaft total entfacht und meine Bondleidenschaft auf ein neues Level gehoben.

Der 2. große Moment war der 23.11.2006 - ich habe mir meinen ersten Bondfilm im Kino angesehen - "Casino Royale" - und mein Lieblingsfilm war geboren !

Dann kam natürlich der 27.01.2007 - ich habe mich hier nach dem Durchforsten des WWW (Erst gegen Ende 2006 stieg ich auf den Internetzug auf !) auf der Suche nach einer Seite über James Bond hier im Forum angemeldet und war bis Mitte 2015 eher passiver Mitleser als aktives Forenmitglied.

Der 4. große Moment war der 22.11.2015 - Das Forentreffen in Frankfurt, das hat bei mir für eine Explosion gesorgt - Endlich kenne ich ein paar der Leute hier nicht nur vom Namen in Forum, sondern vom richtigen Namen und kann auch das Gesicht zuordnen.

In Vorbereitung zu SPECTRE habe ich wie oben bereits erwähnt alle Filme (bis auf 2 Ausnahmen) gesichtet und Reviews geschrieben, die ich überarbeitet hier zum Lesen reinstelle. Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen - Die ersten Reviews kommen am Wochenende !

Übersicht über die Bondfilme:

1954: Casino Royale (TV-Version)
1962: Dr. No
1963: From Russia With Love (Liebesgrüße aus Moskau)
1964: Goldfinger
1965: Thunderball (Feuerball)
1967: You Only Live Twice (Man lebt nur zweimal)
1967: Casino Royale (Parodie)
1969: On Her Majestys Secret Service (Im Geheimdienst Ihrer Majestät)
1971: Diamonds Are Forever (Diamantenfieber)
1973: Live and Let Die (Leben und Sterben lassen)
1974: The Man With The Golden Gun (Der Mann mit dem goldenen Colt)
1977: The Spy who loved me (Der Spion, der mich liebte)
1979: Moonraker
1981: For Your Eyes Only (In Tödlicher Mission)
1983: Octopussy
1983: Never Say Never Again (Sag niemals Nie)
1985: A View To A Kill (Im Angesicht des Todes)
1987: The Living Daylights (Der Hauch des Todes)
1989: Licence To Kill (Lizenz zum Töten)
1995: Goldeneye
1997: Tomorrow Never Dies (Der Morgen stirbt nie)
1999: The World Is Not Enough (Die Welt ist nicht genug)
2002: Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag)
2006: Casino Royale
2008: Quantum of Solace (Ein Quantum Trost)
2012: Skyfall
2015: Spectre
danach ???

Mein Ranking:

1. CR 06
2. SP
3. SF
4. FRWL
5. TLD
6. LTK
7. OHMSS
8. GF
9. QOS
10. GE
11. LALD
12. DN
13. TB
14. TSWLM
15. TWINE
16. YOLT
17. MR
18. FYEO
19. TND
20. NSNA
21. TMWTGG
22. DAD
23. OP
24. AVTAK
25. DAF
26. CR 67


Um mein Rating kurz dazustellen und die Synchronisation zum 10er-Rating:

007/007 = Lieblingsbond (9 – 10/10)
006/007 = Sehr guter Bondfilm (8 – 9/10)
005/007 = überdurchschnittlicher Bondfilm (6-7/10)
004/007 = durchschnittlicher Bondfilm (5/10)
003/007 = unterdurchschnittlicher Bondfilm (3-4/10)
002/007 = „Sehen und Vergessen“ (1-2/10)
001/007 = „Wollt ihr mich verarschen ?“ oder der WTF! = Wasted Time Factor ! (0/10)

Ohne Berücksichtigung von NSNA und CR54 / CR67 verteilen sich diese Ratings wie folgt:

007 = 9 Bondfilme
006 = 8 Bondfilme
005 = 5 Bondfilme
004 = 1 Bondfilm

Dementsprechend befinden sich noch bei mir alle im bzw. über dem Durchschitt.
Zuletzt geändert von HCN007 am 21. Februar 2016 00:57, insgesamt 3-mal geändert.
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20. Februar 2016 20:49

Platzhalter für CR54 !
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20. Februar 2016 20:53

Review zu Dr. No (1962)

Dr. No befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 12 von derzeit 26 Plätzen.

Dr. No ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 3


James Bond jagt Dr. No ist der erste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen

Dies ist der erste Kinoauftritt für den von Ian Fleming erfundenen britischen Agenten mit der Lizenz zum Töten. James Bond wird hier von Sean Connery gespielt, der dem Agenten mit einen Hauch von britischem Charme, gepaart mit einem guten Geschmack und einem Hauch von Snobismus und Chauvinismus sowie einer extremen Brutalität, Kaltschnäuzigkeit und Härte das Leben einhaucht und damit für viele Bondfans überall auf dieser Welt für immer als der beste Bond angesehen wird, auch wenn er in Dr. No noch nicht seine volle Bandbreite entwickelt hat.

Worum geht es in Dr. No ?

In Jamaika werden ein britischer Agent und seine Sekretärin getötet. Der britische Secret Service setzt darauf James Bond an. Trotz einiger Hindernisse bei den Ermittlungen lernt Bond den undurchsichtigen Dr. Dent, den CIA-Agenten Felix Leiter, den jamaikanischen Bootsführer Quarrel und die Muschelsammlerin Honey Ryder kennen, bis er auf den geheimnisvollen, gefährlichen Kopf des Gegners und Titelgeber für den Film – Dr. No trifft und dabei gleichzeitig aufklärt, wer für die Manipulation von Raketenstarts auf Cape Canaveral verantwortlich ist.

Was halte ich davon ?

Dr. No ist ein Erstling – man spürt schon, dass sich die Reihe James Bond zu einem ernsthaften Kaliber der Filmgeschichte entwickeln kann. Die Machart ist für einen Film aus dem Jahre 1962 schon sehr ordentlich – doch das teilweise penetrante Einbinden der 007-Melodie und die sehr antiquiert anmutende Inszenierung der Autoverfolgung ist neben dem doch sehr harmlos wirkenden Plan des Gegners ganz klarer Grund für Abzüge in der Gesamtpunktzahl.
Doch dies ist auf sehr hohem Niveau. Dr. No gehört für mich bei den Romanen Flemings zu einem der Besten – Er hat eine gute Erzählweise mit rotem Faden, eine etwas breitere Kapitelstruktur, die den Lesefluss aber nicht negativ beeinflusst. Die Umsetzung des Romans in Filmform ist sehr gut gelungen, dabei werden einige Elemente der Dramaturgie wegens umgeändert (Tausendfüssler = Spinne ; Endkampf Baustelle = Reaktorraum oder auch die Entschärfung des Hindernisparcours), aber das fällt bei mir nicht negativ ins Gewicht.

Die Schauspieler machen alle einen guten Job – Alleine Honey Ryder, James Bond und Dr. No haben mit einigen Szenen legendären Kultfaktor erreicht. Auch kultverdächtig ist das einzigartige Setdesign von Ken Adam, der hier schon zeigt, wie sich seine Setdesigns auf die Visualisierung des ganzen Bondkosmos auswirken können. Neben den Setdesigns ist auch das Einfangen der Lebenskultur und der Natur von Jamaika sehr gut gelungen, da wir hier auch zum Großteil das Jamaika präsentiert bekommen, was Ian Fleming so geliebt hat. Und wir bekommen bereits einen Vorgeschmack, was wir in Sachen Action, Spannung, Sex-Appeal und Humor bei der Bondreihe erwarten können.

Das Rating von Dr. No beträgt 006/007 !


8/10
Zuletzt geändert von HCN007 am 20. Februar 2016 21:10, insgesamt 1-mal geändert.
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20. Februar 2016 20:54

Review zu Liebesgrüße aus Moskau (1963)

Liebesgrüße aus Moskau befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 4 von derzeit 26 Plätzen.

Liebesgrüße aus Moskau ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 1


James Bond: Liebesgrüße aus Moskau ist der zweite von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen


Dies ist der zweite Kinoauftritt für den von Ian Fleming erfundenen britischen Agenten mit der Lizenz zum Töten. James Bond wird hier wieder von Sean Connery gespielt, der hier ein wenig routinierter an die Sache geht als in Dr. No und hier wieder die passende Mischung aus britischem Humor und Härte verkörpert.

Worum geht es in Liebesgrüße aus Moskau ?

Der Tschechische Schachweltmeister Kroonsteen ist auch Mitglied von SPECTRE und hat einen Plan entwickelt, ganze 3 Ziele zu erreichen - Die russische Dechiffriermaschine Lektor bekommen, den russischen und britischen Geheimdienst gegeneinander auszuspielen und durch die Eliminierung Bonds den Tod von Dr. No rächen. Dafür werden Kroonsteen die russische Offizierin Rosa Klebb, der Killer Red Grant und die Mitarbeiterin der Dechiffrierabteilung des russischen Konsulats von Istanbul Tatiana Romanova, die sich in diesem Plan in James Bond verlieben soll, zur Seite gestellt. Bond geht der Sache in Istanbul mit raffiniertem Handgepäck nach.

Was halte ich davon ?


Das Buch sowie auch der Film sind (wenn man die Sicht Kronsteens betrachtet) ein einzigartiges Schachspiel in der Zeit des Kalten Krieges. Zum Glück wird hier der erste Teil des Buches gestrafft, so dass nach dem Setzen der Figuren das Schachspiel Zug für Zug losgehen kann. Auch werden einige Kleinigkeiten im Buch der Dramaturgie wegen leicht umgeändert – doch der Charme des Buches, welches zu den Lieblingsbüchern von John F. Kennedy gehörte, bleibt auch im Film erhalten.

Die Schauplätze des Schachspiels (Istanbul, der Orientexpress mit Stationen in Belgrad und Zagreb, Venedig) fügen sich nahtlos in den dynamisch inszenierten Verschwörungsthriller ein. Es kommt kaum Langeweile auf, es reiht sich spannende Szene an spannende Szene, in der der typische Bondstil entwickelt wird und wir filmisch bis dahin nie gekannte Seiten an Istanbul gezeigt bekommen. Es sind viele großartige, legendäre Momente in diesem Bond enthalten – Sei es die Pretitlesequenz, deren Auflösung ein kleiner Mindfuckmoment ist, der Kampf im Orientexpress, das Duell Scharfschütze gegen Hubschrauber oder auch die Verfolgungsjagd im Wasser. Auch wirklich gut gelungen ist der sehr gut ausgestattete Koffer von Abteilung Q.

Ein guter Thriller zur Zeit des Kalten Krieges zeichnet sich in meinen Augen durch gut durchdachte Details aus und nicht durch einen größenwahnsinnigen Gegner – Damit hebt sich trotz kleinerer Schwächen (penetrantes Einbinden der Bondmelodie) Liebesgrüße aus Moskau durch ein paar Details von Goldfinger ab und ist für mich der beste Bond zu Zeiten Connerys.

Das Rating von Liebesgrüße aus Moskau beträgt 007/007 !

9/10
Zuletzt geändert von HCN007 am 20. Februar 2016 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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20. Februar 2016 21:00

Review zu Goldfinger (1964)

Goldfinger befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 8 von derzeit 26 Plätzen.

Goldfinger ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 2


James Bond: Goldfinger ist der dritte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen


James Bond wird hier wieder von Sean Connery gespielt, der hier endgültig seine Routine als James Bond gefunden hat.

Worum geht es in Goldfinger ?

Nachdem Bond Auric Goldfinger in Miami bereits beim Kartenspielbetrug erwischt hat, darf er im Auftrag des MI6 und der Bank of England dem Goldschmuggel von Herrn Goldfinger auf die Spur gehen. Dabei versalzt er nicht nur Goldfinger beim Golfen die Suppe, er kommt auch dem größten Verbrechen aller Zeiten in Fort Knox auf die Schliche. Dabei lernt er auch den stummen Schläger Oddjob und die Pilotin Pussy Galore kennen.

Was halte ich davon ?

Goldfinger hat alles – Hier wird die Grundstruktur des Bondfilms aus Dr. No zur Perfektion getrieben. Goldfinger wird von vielen als der beste Film der Reihe angesehen. Er hat alles, was ihn zum „Instant Classic“ werden lässt
  • Einen legendären Gegner
    Ein legendäres Bondgirl
    Ein legendäres Bondcar
    Einen legendären Henchmen
    Einen legendären Plan
    Ein legendäres Titellied
    Einen legendären Filmfehler (der Wurfhaken aus der Pistole in der Eröffnungssequenz)
Sowie viele legendäre Szenen:
  • Golden Jill
    Oddjobs Hut gegen Statue
    The Beam
    Fort Knox
Dabei bin ich jedoch der Meinung, dass der Film zu gewollt wie aus einem Guß zu bestehen scheint, es ist hier alles viel zu routiniert, viel zu selbstverständlich. Hier wird wie bereits gesagt die Bondstruktur aus Dr. No perfektioniert und damit der Grundstein für alle künftigen Bondabenteuer gelegt. Aber um in meinen Augen die Messlatte für die Connery-Bonds zu sein, muss man dem ganzen ein wenig mehr Eigenständigkeit zugestehen. Da ich bei Bondabenteuern eher mehr den Fokus auf „Agententhriller“ der Marke „Cold War“ bzw. „The Traitor Within“ setze als auf „Actionabenteuer gegen größenwahnsinnigen Gegner“ hat somit Liebesgrüße aus Moskau ein wenig mehr meine Favoritenrolle in Sachen Connerys. Auch die Romanumsetzung hat für mich weniger Drive durch einen weniger vorhandenen Roten Faden und teilweise wirre Handlungssprünge – wodurch FRWL mehr punkten kann.

Das Rating von Goldfinger beträgt 007/007 !


9/10
Zuletzt geändert von HCN007 am 20. Februar 2016 21:11, insgesamt 2-mal geändert.
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20. Februar 2016 21:02

Review zu Feuerball (1964)

Feuerball befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 13 von derzeit 26 Plätzen.

Feuerball ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 4


James Bond: Feuerball ist der vierte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Sean Connerys vierter Auftritt als 007.

Worum geht es in Feuerball ?

Während Bond sich in einem Sanatorium befindet, sorgt die Nr. 2 von SPECTRE, Emilio Largo dafür, dass 2 Atomsprengköpfe bei einem Übungsflug geklaut werden, mit denen die NATO erpresst werden soll. Da sich im Sanatorium Vorfälle ereignet haben, die mit dem Diebstahl zu tun haben könnten, darf Bond nach Nassau reisen, um dort zu ermitteln.

Was halte ich davon ?


Feuerball ist bis dahin der längste Film der Reihe gewesen und das merkt man ihm sehr stark an – Hier hält man sich sehr stark an die Romanvorlage von Ian Fleming, was man von dem 83er-Remake „Sag Niemals Nie“ nicht behaupten kann, der sich nur noch am Grundkonzept bedient.

Das großartigste, womit Feuerball punkten kann, sind die bis dahin einzigartigen Aufnahmen unter Wasser und die wirklich gut gelungenen Landschaftsaufnahmen von den Bahamas – Hier merkt man, wie auch schon im Roman die Liebe von Ian Fleming zur Karibik. Jedoch wirkt die Ermittlungsarbeit von Bond in diesem Bondabenteuer etwas verbrauchter, redundanter und leicht langatmiger als in den Vorgängern. Der Film hätte ruhig etwas straffer sein können.

Wir haben hier genau wie in Goldfinger einen größenwahnsinnigen Gegner, bzw. einen ausführenden Strategen einer größenwahnsinnigen Organisation mit einer weltweit umspannenden Erpressung. Filmisch wird hier einem die Spannung allein dadurch bewusst, da Largo ein Ultimatum, eine Deadline von ca. 4 Tagen gesetzt hat.

Jedoch wirkt Largo als ausführender Kopf hinter SPECTREs Plan nie so bedrohlich wie es einst Goldfinger war, die männlichen Schergen hinter Largo bleiben auch weit hinter Oddjob zurück – Auch Domino kann trotz ihres einprägsamen Namens und der Einbindung ihres Charakters in die Story nicht ganz an Pussy Galore oder Honey Ryder heranreichen.

Die einzige wirklich herausstechende Figur ist die der von Luciana Paluzzi gespielte Fiona Volpe, die hier im Gegensatz zu den anderen Frauen der Story eine nahezu ebenbürtige Gegnerin für Bond darstellt – mit dem Gespür für Autos, Motorräder, Waffen und kaltblütige Morde sowie den zynischen Sprüchen dazu !

Da die 3 noch kommenden Connery-Bonds (auch „Sag Niemals Nie“) noch ein paar mehr Probleme haben, ist Feuerball nicht nur der 4 Connery-Bond, sondern auch auf meinem 4. Platz der Connery-Bonds.

Das Rating von Feuerball beträgt 006/007 !


8/10
Zuletzt geändert von HCN007 am 20. Februar 2016 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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20. Februar 2016 21:05

Review zu Man lebt nur zweimal (1967)

Man lebt nur zweimal befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 16 von derzeit 26 Plätzen.

Man lebt nur zweimal ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 5.


James Bond: Man lebt nur zweimal ist der Fünfte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Sean Connerys fünfter Auftritt als 007.

Worum geht es in Man lebt nur zweimal ?

Eine amerikanische Raumkapsel wird im All geklaut – Die Amerikaner verdächtigen in bester „Kalter-Kriegs-Manier“ die Russen. James Bond befindet sich derzeit in Hongkong und wird „getötet“ - Als „Toter“ hat er freie Hand und nur wenig Zeit, in Japan die Hintergründe hinter dem Diebstahl aufzudecken, bevor sich ein erneuter Atomkrieg anbahnt. Dafür lernt Bond nicht nur den Leiter des japanischen Geheimdienstes Tanaka kennen, er wird auch zur Tarnung selbst Japaner mit Ehefrau Kissy Suzuki in einem kleinen Fischerdorf.

Was halte ich davon ?

Der Roman ist einer meiner Favoriten – Der Film ist jedoch ein wenig davon entfernt, auch wenn ich die japanische Kultur in Filmen sehr mag (Black Rain oder auch Last Samurai zählen zu meinen Lieblingsfilmen) – so kommt der Charme der japanischen Kultur im Film nicht so gut zur Geltung, wie es im Roman der Fall war. Die Haupthandlung der Romanvorlage weicht hier einem abgehobenen WW3-Anzettelplot und führt erstmals den bis dahin gesichtslosen Blofeld als Mastermind hinter diesem Plan ein. Donald Pleasance wirkt als Blofeld jedoch im Gegensatz zu Goldfinger genau wie Largo als nicht wirklich bedrohlicher Gegner. Er wirkt hier etwas unnahbar und distanziert – und ich frage mich, ob das erkennbare Make-Up zur Narbe am Auge ungewollt oder Absicht ist. Hans und Mr. Osato verkommen in der Handlung auch zu typischen Handlungsgehilfen von Blofeld – wohingegen Helga Brandt ein wenig wie eine Kopie von Fiona Volpe wirkt.

Das Setdesign von Ken Adam ist jedoch wieder der Hammer, Der ausgehöhlte Vulkan ist so unglaublich detailreich und lebendig in die Handlung eingebunden worden, so dass es Spaß macht.

Auch eine Sache, die ich mich bei meiner Erstsichtung von „Man lebt nur zweimal“ gefragt habe ist, ob diese Landesequenz bei dem Diebstahl der russischen Raumkapsel wirklich dem damaligen Topstand der Filmtechnik entsprochen hat – zum derzeitigen Zeitpunkt wirkt das doch sehr antiquiert und nicht mehr zeitgemäß.

Connery ist wieder durchaus routiniert bei der Sache – man merkt aber, dass sich hier ein Abschied andeuten könnte.

Das alles ist jedoch Kritik auf sehr hohem Niveau – Man lebt nur zweimal ist unterhaltsames Bondkino und dennoch empfehlenswert.

Das Rating von Man lebt nur zweimal beträgt 006/007 !

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20. Februar 2016 21:21

Review zu Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969)

Im Geheimdienst Ihrer Majestät befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 7 von derzeit 26 Plätzen.

Im Geheimdienst Ihrer Majestät ist im Ranking der Lazenby-Bonds auf Platz 1.


James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät
ist der Sechste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und George Lazenbys erster und letzter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Im Geheimdienst Ihrer Majestät ?


Nach den Ereignissen von Man lebt nur zweimal sind 2 Jahre vergangen und Bond kommt in der Sache Blofeld nicht weiter. Durch Zufall kommt er bei einem Urlaub in Portugal der Comtessa Teresa di Vicenzo und deren Vater, Marc Ange Draco, Leiter des Union Corse näher, der im Austausch für Informationen über Blofeld Bond bittet, seine Tochter zu ehelichen. Die Ermittlungen führen Bond bis in die Schweizer Alpen zu Blofelds Versteck, wo er einer weltumspannenden Erpressung SPECTREs durch biologische Kriegsführung auf die Spur kommt.

Was halte ich davon ?

Der Film ist ein einziges Paradoxon – der einmalige Bonddarsteller George Lazenby spielt in einem der besten Filme der Reihe den Agenten.
Eine törichte Annahme wäre, zu behaupten, der Film wäre mit Connery der ultimative Bondfilm, der es locker mit den Casino Royales und Goldfingers dieser Welt aufnehmen könnte. So ist dieser Film trotz allem einer der besten Vertreter der Reihe.

Der Soundtrack von John Barry ist perfekt – das Titelthema gehört für mich zur Top5 der Reihe – die Außenaufnahmen in der Schweiz sind der Hammer, genauso wie das Setdesign vom Piz Gloria.

Wir haben mit Telly Savalas den bis heute besten filmischen Blofeld – mit Diana Rigg als Tracy Bond eines der besten Bondgirls bis heute. Die Action im Schnee sowie die unglaublich spannende Heist-Szene in der Schweiz beim Büro des Anwalts runden für mich das Bild ab.

Etwas, was George Lazenby trotz seiner limitierten Fähigkeiten als Schauspieler dennoch von Pierce Brosnan und Roger Moore unterscheidet und ihn in meinem Ranking besser dastehen lässt, sind folgende:

Gegenüber Pierce Brosnan ist George Lazenby kein glatter Superman, der es nur mit Bondgirl im Schlepptau im Alleingang im Endkampf mit dem Gegner aufnimmt und er kommt weitestgehend ohne Gadgets aus.

Gegenüber Roger Moore hatte ich bei George Lazenby das Gefühl von Einsatz und Leidenschaft, nicht nur am Charakter Bonds, sondern auch an der Action – darüber habe ich bereits ein wenig in einem anderen Beitrag geschrieben.

George Lazenby ist in seinem ersten Film direkt in die größten Fußstapfen getreten, in die er hätte treten können. Dabei holt er aus seinen limitierten Fähigkeiten die absolut beste Leistung heraus. Ich habe mir vor Ewigkeiten das „Making-Of„ des Films mal angesehen und hier wurde an einem Beispiel deutlich, wie ein unerfahrener Darsteller mit dem Ruhm, „James Bond“ darstellen zu dürfen, umgeht. Die Anekdote ist mir bis heute immer noch im Gedächtnis - Es geht um eine große Feier, die die Filmcrew damals veranstaltet hat, überall im Hotel waren Hinweise angebracht, dass die Feier stattfand – doch George kam nicht und Dana Broccoli und er hatten ein kleines Gespräch über eine entsprechende Extraeinladung für den Star, der James Bond spielt – woraufhin Dana Broccoli ihn zurechtgewiesen hat, dass er und die Produktionscrew nicht entscheidet, ob er ein Star wird, sondern die Bondfans dieser Welt.

Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich trotz allem gerne einen weiteren Bondfilm mit Lazenby gesehen hätte.

Der Film war damals der längste Bondfilm überhaupt, bis 2006 Casino Royale kam – und er ist keine Minute zu lang. Durch sein Setting zu Weihnachten kann man sich diesen Film auch jährlich als Weihnachtsbond ansehen. Die Liebesgeschichte zwischen Bond und Tracy war zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig, sondern essentiell wichtig für Handlung und Charakterentwicklung.

Das Rating von Im Geheimdienst Ihrer Majestät beträgt 007/007 !

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BD: 353 Filme
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20. Februar 2016 21:43

Review zu Diamantenfieber (1971)

Diamantenfieber befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 25 von derzeit 26 Plätzen.

Diamantenfieber ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 7.


James Bond: Diamantenfieber ist der Siebte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen, und Sean Connerys letzter Kinoauftritt als James Bond innerhalb der Bondreihe bzw. sein Vorletzter, wenn man „Sag niemals nie“ berücksichtigt.

Worum geht es in Diamantenfieber ?

Nach dem Tod von Tracy ist Bond auf einem Rachefeldzug, um Blofeld zu töten, was ihm auch gelingt. Danach darf er sich in einen Diamantenschmugglerring einschleusen, um Unstimmigkeiten aufzuklären. Die Reise führt über Amsterdam nach Las Vegas, bei der Bond nicht nur Tiffany Case kennen lernt – er hat es wieder mit einem Totgeglaubten zu tun, der die Pipeline des Diamantenschmuggels verwendet, um eine orbitale Laserkanone zu bauen, mit der er die Weltmächte auf eine nukleare Vorherrschaft erpressen möchte.

Was halte ich davon ?

Diamantenfieber lässt sich mit einem schlechten Fußballspiel der favorisierten Fußballmannschaft vergleichen, bei dem in wenigen Momenten auch mal die Klasse hervorblitzt und es Szenenapplaus gibt.

Am Sa Okt 13, 2012 23:44 habe ich bereits in diesem Forum auf Seite 11 ganz unten eine kurze Review zu Diamantenfieber geschrieben, die ich euch hier nicht vorenthalten möchte (Ohne Zitat-Tags)

„Gestern Abend in Vorbereitung auf Skyfall meine DVD von Diamantenfieber rausgekramt und den Film mit meinem Bruder angesehen.

Im Vergleich zu jedem anderen Bondfilm (mit Ausnahme von CR67) ist hier zweifelsohne der Tiefpunkt der Reihe angekommen. Vor allem, wenn wir bedenken, dass vorher mit OHMSS einer der besten Bonds rausgekommen ist, YOLT auch ein sehr gutes Bondabenteuer war und TB, GF und FRWL ohnehin nach dem Debüt DN auf konstantem TOP-Niveau waren.

Was ging, war auf jeden Fall die Thematik des Diamantenschmuggels, Las Vegas als Location und Bonds Härte in der PTS als Kontinuität nach Tracys Tod in OHMSS (bis auf den Teil mit der Blofeld-Klon-Jauchegrube)

Was nicht ging war der Rest. Die Handlung sollte klassisch und cool rüberkommen, war aber zu seicht, zu harmlos, zu belanglos und zu langweilig, um richtige Spannung aufkommen zu lassen. Teilweise waren Dialoge und One-Liner unglaublich bescheuert und der durch den Film gezogene Slapstick war so lustig, wie er fehl am Platz war. Bei Jill St. John hatte ich nicht das Gefühl, ein Bond-Girl zu sehen, das gleiche bei Charles Gray als Blofeld. Absolut blöde waren dann auch Wint / Kidd, denen ich die Henchmen-Position zu keinem Zeitpunkt abgenommen habe.

Bondwertung: 003/007“


Nun, da ich der Meinung war, Diamantenfieber auch zu SPECTRE wieder zu sichten um für mich selbst eine etwas größere Review zu schreiben, möchte ich auch mal die Chance geben, dem Film etwas Respekt zuteil werden zu lassen. Im Oktober 2012 bin ich auf meine Kritikpunkte eingegangen. Auf diese Punkte bestehe ich weiterhin. Doch es hat sich etwas getan im Bereich dessen, was mir gefallen hat (bis auf die bereits genannten Punkte !)

Der Titelsong von Shirley Bassey und der Soundtrack von John Barry sind wieder ein Ohrenschmauß !
Die Szenen im Sarg, die Kletterpartie hoch zu Willard Whytes Büro, die Situation in der Röhre und die Flucht aus dem Verschlag auf der Bohrinsel sind wirklich gut gelungen.
Die komplette Einheit in Amsterdam mit dem Fight Bond vs. Franks im Aufzug als Höhepunkt ist auch unglaublich gut – Nach meinem Märzurlaub 2013 in Amsterdam, indem ich die Außenbereiche der Drehorte kostenfrei besichtigen konnte, konnte der Film durch einen persönlichen Bezug nun auch besser punkten.
Nachdem ich mich auch mal darauf eingelassen habe, den Plan zu durchschauen, finde ich den Plan schon sehr SPECTRE-like und ein Potpurri aus guten Einfällen, vielleicht ein bisschen zuviel des guten – vielleicht auch im Gegensatz zu anderen Plänen zu abgehoben oder auch zu harmlos – ich kann das nicht beurteilen – Aber es hat Brisanz !

Hatte ich Diamantenfieber damals noch mit 003/007 bewertet, so habe ich die Bewertung nun um einen Punkt angehoben.

Das Rating von Diamantenfieber beträgt 004/007 !

5/10
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20. Februar 2016 21:46

Review zu Leben und Sterben Lassen (1973)

Leben und Sterben Lassen befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 11 von derzeit 26 Plätzen.

Leben und Sterben Lassen ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 1.


James Bond: Leben und Sterben Lassen ist der Achte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Roger Moores erster Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Leben und Sterben Lassen ?

3 Britische Agenten werden zur gleichen Zeit in New York, New Orleans und San Monique ermordet. James Bond darf ermitteln, doch seine Ermittlungen werden stringent manipuliert und der Gegner scheint seine Augen und Ohren überall zu haben. Dabei stellt er fest, dass die 3 Agenten Mr. Big und Kananga auf den Fersen waren, die mithilfe des Voodoozaubers von Baron Samedi und den Tarotkünsten von Solitaire nicht nur immer die Oberhand zu haben scheinen, sie möchten auch noch den Heroinmarkt mit kostenfreiem Heroin überschwemmen, um die alleinige Monopolstellung sicherzustellen.

Was halte ich davon ?

Es gibt diverse Gründe, warum ich gerne mal von der Norm abweiche – Dies ist für mich Roger Moores bester Bondfilm und nicht, wie man von den meisten erwarten würde „Der Spion, der mich liebte“ - und das hängt von diversen Faktoren ab.

Nicht nur Fleming zeigte in der Romanvorlage enormen Mut, auch die Bondproduzenten stehen ihm in nichts nach – Hier wird einmalig in der Bondgeschichte ein Schwarzer als Gegner präsentiert . Dieser Bondfilm ist in seiner Art einzigartig – Er ist ein Experiment, dem Zeitgeist zu folgen und sich einen Platz in der Blaxpoitation-Schiene zu sichern und schafft es nebenbei auch toll den Flair der sich entwickelnden 70er zu präsentieren.

War der orbitale Plan in Diamantenfieber etwas „to much“ - geht dieser Film wieder etwas „down to earth“. Die Skurrilität des Voodoos und das Legen von Tarot-Karten ist hier nicht nur Schauwert, sondern wichtiges Plotinstrument – es wirkt ein wenig „over the top“ aber nie „out of place“.

Die gezeigte Action hatte wieder etwas mehr Hand und Fuß und plätscherte nicht mehr so hin und her wie in Diamantenfieber. Unabhängig von der kurzen Action von Bond im „fahrerlosen“ Taxi bishin zur Bus- und später Bootsverfolgung. Aber eines der größten Highlights ist der Stunt mit den Krokodilen, in dem die Spannung spürbar wird. Auch spannend sind die Szenen, in denen die Tarotkarten gelegt werden und Entscheidungen beeinflusst werden. Der Twist, dass Mr. Big und Kananga ein und dieselbe Person sind, ist leicht vorhersehbar, aber nicht weiter tragisch.

Auch richtig gut finde ich, dass nach Oddjob endlich wieder ein „ikonischer“ Henchmen existiert – Tee-Hee, der nicht nur mit seiner Liebe für Krokodile, sondern auch mit seiner Liebe zu sadistischen Einlagen mit der Armprothese punkten kann.

Erstmals nach einer langen Phase von John Barry darf erstmals George Martin den Film vertonen – und dies gefällt mir sofort – genau wie der Titelsong, der in meiner Top10 einen Platz sicher hat.
Hier kommt ein Moore noch frisch und glaubwürdig rüber – die Sprücheklopferei war noch angepasst und nicht aufgesetzt.

Die einzigen Kritikpunkte sind vielleicht ein paar „Comic-Relief“-Charaktere wie Sheriff Pepper und ein streckenweise vorkommendes Overacting der Afroamerikaner. Der größte tricktechnische Bullshit jedoch aus der heutigen Sicht ist der Tod von Kananga, was den Filmgenuß jedoch nur leicht schmälert.

Da der Film etwas neues ausprobiert, aber trotzdem den Bondspirit entweder „Leben oder sterben lässt“ - schneidet der Film um Nuancen besser ab als „Der Spion, der mich liebte“

Das Rating von Leben und Sterben Lassen beträgt 006/007 !

8/10
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21. Februar 2016 00:17

Review zu Der Mann mit dem goldenen Colt (1974)

Der Mann mit dem goldenen Colt befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 21 von derzeit 26 Plätzen.

Der Mann mit dem goldenen Colt ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 5.


James Bond: Der Mann mit dem goldenen Colt ist der Neunte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Roger Moores zweiter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Der Mann mit dem goldenen Colt ?


Der britische Agent Bill Fairbanks, 002 wird bei einem Duell mit Francisco Scaramanga – dem Mann mit dem goldenen Colt getötet und der britische Geheimdienst bekommt eine goldene Kugel zugeschickt, auf deren Seite 007 eingraviert ist. Um Bond zu schützen, wird er eines derzeit laufenden Falls indem es um eine Technik zur Bündelung der Sonnenenergie geht, abgezogen. Doch Bond denkt nicht an die Defensive und geht auf die Suche nach Scaramanga, der auch in dieser Solartechnik-Sache mitdrinhängt. Es kommt am Ende zum Duell der Beiden.

Was halte ich davon ?

Das, was an der Mann mit dem goldenen Colt eine Punktlandung ist, ist Christopher Lee als den titelgebenden Bösewicht. Eine Schauspielikone darf einen ikonischen Bondgegner spielen. Dass passt perfekt. Auch die Auswahl der exotischen Schauplätze und das Setdesign (Das Boot, Hai Fats Domizil und die Insel von Scaramanga), gepaart mit John Barrys wunderbarem Score ist ein Vergnügen.

Auch sehr gut ist Maud Adams als Andrea Anders, die als wichtiges Plotinstrument auch zur Charakterisierung von Christopher Lees Scaramanga beiträgt – genau wie es in Skyfall Severine in Bezug auf Silva gemacht hat. - Ebenfalls etwas skurril ist der kleine Schnick-Schnack, der gewieft und auch mit eigenen Motivationen eine unvorhersehbare Konstante der Handlung ist.

Szenenapplaus gibt es von mir für die Szenen mit Lazar, dem Waffenhändler und die Hotel-/Badezimmerszene mit Andrea Anders.

Der Film ist unterhaltsam, aber ein kleines Paradoxon. Mit 125 Minuten ist er doch recht lang und hätte ohne Probleme sehr viel kürzer sein können, da sehr viel Füllmaterial den Film künstlich aufbläht und die Handlung so vor sich hin vegetiert. Einige Charaktere sind auch nur zum Schauwert vorhanden, jedoch vollkommen überflüssig, wie z.B. (schade für den Buchcharakter) Mary Goodnight, Lt. Hip und seine Nichten sowie Sheriff Pepper. Auch der Titelsong ist für mich einer der Schlechteren. Der Macguffin-Plot um das Solex zündet auch nicht wirklich, obwohl hier mehr drin gewesen wäre.

Hier wurde viel Potential verschenkt – Der Film hätte eine Lauflänge von 90 bis 100 Minuten haben können und sich eher mehr auf die gegenseitige Jagd von Bond und Scaramanga mit den unsicheren Konstanten Andrea Anders und Schnick-Schnack in Form eines Kammerspiels konzentrieren können, um so einen innovativen, andersartigen Bondthriller zu schaffen. In diesem Kammerspiel hätte dann auch wenig passender der Solexplot integriert werden können.

Das Rating von Der Mann mit dem goldenen Colt beträgt 005/007 !

6/10
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21. Februar 2016 00:21

Review zu Der Spion, der mich liebte (1977)

Der Spion, der mich liebte befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 14 von derzeit 26 Plätzen.

Der Spion, der mich liebte ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 2.


James Bond: Der Spion, der mich liebte ist der Zehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Roger Moores dritter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Der Spion, der mich liebte ?

Ein russisches und ein britisches U-Boot verschwinden spurlos. KGB und MI6 senden ihre besten Agenten XXX und 007 nach Ägypten, da sich dort die Spur eines frei auf den Markt gelangten Mikrofilm eines U-Boot-Ortungssystems wiedergefunden hat. Die Ermittlungen führen zu einem Reeder namens Stromberg, der über ein Komplott mit den gestohlenen U-Booten einen 3. Weltkrieg provozieren möchte, um die Erde unter Wasser neu zu kolonialisieren.

Was halte ich davon ?

Ich verstehe, dass TSWLM von vielen als bester Moore-Bond gefeiert wird. Er setzt perfekt die Bondformel um, hat in gewisser Weise ein damals ebenbürtiges Bondgirl, mit dem Beißer DEN ikonischsten Henchmen überhaupt.

Dazu kann ich noch sagen, dass der Score von Marvin Hamlisch den Film perfekt musikalisch untermalt und immer punktgenau zur Stelle ist. Das Setdesign von Ken Adam (mit ein wenig Hilfe von einem der genialsten Regisseure der Filmgeschichte, Stanley Kubrick) ist der Hammer – Die Aufnahmen in Ägypten sind absolut geil.

Doch warum nur Platz 2 in den Moore-Bonds ? – das hängt von ein paar Punkten ab – Leben und Sterben lassen ist von der Story her zur damaligen Zeit innovativer und individueller. Der Spion der mich liebte ist im gewissen Maß ein Remake von Man lebt nur zweimal – hier wird das ganze jedoch noch sehr verschärft, da der Gegner nicht nur die angespannte Lage des Kalten Kriegs ausnutzen will, er hat die Vision der Neukolonialisierung der Menschheit unter Wasser.

Curt Jürgens spielt Stromberg extrem gut, jedoch ist die Figur als Eremit mit speziellem körperlichen Anomalien (Schwimmhäute), einem allgemeinen Hass auf die Menschheit und eine Leidenschaft für das Leben unter Wasser in gewisser Weise eine Mischung aus Dr. No und Blofeld. Selbst der obligatorische Schaltpult ist vorhanden. Da fehlt mir ebenfalls eine gewisse Innovation.

Und ich persönlich für meinen Teil, einfach weil ich nicht der Typ für so eine Musik bin, bin ich kein Fan des Titelsongs.

Aber sonst macht der Film alles richtig – Unabhängig von den Actionszenen bishin zu den Dialogen und die gesamte Aufteilung der Handlung ergeben ein rundes Bild. Das Timing ist perfekt – es kommt keine Langeweile auf. Einfach das klassische und unterhaltsame Bondabenteuer mit enorm hohem Wiederschauwert.

Das Rating von Der Spion, der mich liebte beträgt 006/007 !

8/10
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21. Februar 2016 00:24

Review zu Moonraker (1979)

Moonraker befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 17 von derzeit 26 Plätzen.

Moonraker ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 3.


James Bond: Moonraker
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Worum geht es in Moonraker ?


Ein Spaceshuttle von Hugo Draxs Firmennetzwerk wird auf einem Transport von Amerika nach Großbritannien entführt. Da dies die amerikanisch-britischen Beziehungen gefährdet, darf James Bond die Ermittlungen aufnehmen und die Firmenzentrale in Kalifornien besuchen. Trotz diverser Behinderungen während der Ermittlungen, die in Venedig, Rio und im All weitergehen, kommt Bond dem perfiden Plan von Drax zur Neukolonialisierung der Erde auf die Spur, in dem er mit Nervengas die Menschheit vernichten und durch ausgewählte, perfekte Menschen ersetzen möchte.

Was halte ich davon ?


Es ist von mir in dieser Reviewrunde in Vorbereitung auf SPECTRE eine einmalige Korrektur meines Rankings nach der eben durchgeführten Sichtung vorgenommen worden. Im Moore-Ranking hat sich eine Kleinigkeit verschoben – und Moonraker ist nun um einen Platz nach oben korrigiert worden und In Tödlicher Mission auf Platz 4 gerutscht.

Woran liegt das ? - Der atemberaubende Soundtrack von John Barry, wie immer das Setdesign von Ken Adam und dass 2 Stunden des Films wie im Flug vergehen. Es gibt darüber hinaus mehrere Szenen, die mir einen Gänsehautfaktor über Spannung und die Kombination mit Barrys Soundtrack liefern. Der Film fühlt sich bis auf ein paar Ungereimtheiten wie aus einem Guss an und liefert auch unkompliziert den roten Faden dazu.

Der 24.5. hat in unserer Geschichte zur Geburt mehrerer Personen geführt – Zum einen ist Michael Lonsdale am 24.5. geboren – Zum Anderen bin ich auch ein Kind des 24.5. Ich habe sehr geschmunzelt, als ich 2012 den Roman zu Moonraker gelesen habe und dabei über die Textstelle gestolpert bin, dass Hugo Drax eine Art Lonsdale-Figur ist und ER IST ES. Hugo Drax hat ähnliche Pläne wie Stromberg – doch dabei setzt er nicht darauf, dass sich die Menschheit selbst umbringt – Dafür lässt er seine selbstproduzierten Globen mit Nervengas von seiner Station auf die Erde schießen, um die Vernichtung der Menschheit selbst in die Hand zu nehmen. Zudem haben wir mit Lois Chiles als Holly Goodhead ein überdurchschnittlich gutes Bondgirl – schön, elegant, intelligent, eigenständig, die ebenfalls als wichtige Person in die Handlung integriert wird, jedoch nicht versucht, ein 2. Bond zu sein.

Den großen Science-Fiction-Filmen der 70er, die bis heute überdauern, haben wir zu verdanken, dass uns Bond dieses unglaubliche „Over-The-Top“-Abenteuer liefert.

Es gibt jedoch ein paar Kritikpunkte, die eine höhere Wertung von mir ausschließen. Manch eine Slapstickeinlage (Zirkus am Anfang mit der entsprechenden Musik, das ausufernde Inszenieren der Landung mit der Hovercraftfunktion des Kanalboots in Venedig, Beißer trifft auf seine „Kleine“) fand ich dann doch etwas zu dick aufgetragen. Ich frage mich, ob Bond direkt am nächsten Tag nach dem Fight mit Chang und dem Fund des Nervengaslabors M und den Verteidigungsminister gebeten hat, sich das Labor anzusehen. Dann muss Drax in seinem Firmennetzwerk eine richtig gute Umzugs- und Dekontaminationsfirma haben, die innerhalb weniger Stunden einen Raum von Nervengas befreit, die Forschungseinrichtung entfernt und ein weiteres Büro für Drax herrichtet. Das finde ich etwas unlogisch – aber muss ein Film immer logisch sein ? Dann finde ich, dass Shirley Bassey mit Moonraker leider ihren schwächsten Titelsong abgeliefert hat, der mich bisher auch nie wirklich erreicht hat.

Das Rating von Moonraker beträgt 006/007 !

8/10
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21. Februar 2016 00:34

Review zu In Tödlicher Mission (1981)

In Tödlicher Mission befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 18 von derzeit 26 Plätzen.

In Tödlicher Mission ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 4.


James Bond: In Tödlicher Mission ist der Zwölfte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Roger Moores fünfter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in In Tödlicher Mission ?

Ein Fischerboot explodiert, da eine Treibmine ins Netz geht. Brisant: An Bord des Fischerboots ist eine Station, in der das britische ATAC-System verwahrt wird. Mit ihm können alle nuklearen Waffen der Britischen U-Boot-Flotte gesteuert werden. Ein britischer Meeresbiologe, Timothy Havelock, untersucht vor Ort die Hintergründe und wird dafür mit seiner Frau ermordet. Bond geht der Sache auf den Grund und trifft auf Melina Havelock, die Tochter, die den Mord an Ihren Eltern rächen möchte. Er kommt auf die Spur, dass der griechische Schmuggler Ari Kristatos das ATAC-System an die Russen verkaufen möchte.

Was halte ich davon ?

Was macht man, wenn man James Bond in den Weltraum geschossen hat – man schickt ihn wieder auf den Boden der Tatsachen.

In Tödlicher Mission lebt von seiner Bodenständigkeit, aber bleibt in jedem Moment dem Bondspirit treu. Das, was für mich etwas sauer aufstößt ist dieser kindlich naive Subplot um Bibi Dahl und das gewöhnliche Businessmanship von Kristatos, dessen Handel mit ATAC zwar enorme Brisanz im Kalten Krieg hat, aber im Vergleich mit anderen Filmen harmlos ist.

Ich finde es wirklich gut, wie hier eine Idee aus Flemings „Leben und Sterben lassen“ und die Kurzgeschichten „In Tödlicher Mission“ und „Risiko“ eingeführt werden. Man verknüpft hier geschickt einen MacGuffin mit interessanten Subplots – die Revengestory um Havelock sowie der Krieg von 2 griechischen Schmugglern.

Dieser Bond ist wieder etwas ernster, der Querverweis auf OHMSS in der PTS passt. Moore zeigt hier bei Emile Leopold Loque die wohl ernsthafteste Performance seiner Bondlaufbahn. Die Actionszenen sind auch wirklich gut gelungen (Helicopter, Entenverfolgung, Wintersport, Lagerhalle, Die Bergung des ATAC, Mit dem Seil durchs Riff gezogen, Klettern) und die musikalische Untermalung von Bill Conti ist großartig und kommt ganz andersartig als die bisherigen Scores. Der Titelsong ist großartig, auch wenn er nicht mein Fall ist. Hier und da gibt es ein paar Logiklöcher, die man aber verschmerzen kann.

Trotz allem ist In Tödlicher Mission ein sehr unterhaltsamer Moore-Bond, der aufgrund weniger Nuancen sich unter Moonraker einreihen darf.

Die ersten 4 Plätze bei den Moore-Bonds befinden sich alle im 006-er-Rating und bekommen 8/10 – Es sind wirklich nur Nuancen, die zwischen den einzelnen Plätzen zur Entscheidung führen. Rein Subjektiv versteht sich.

Das Rating von In Tödlicher Mission beträgt 006/007 !

8/10
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