Bondfilm-Rezensionen - user: HCN007

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21. Februar 2016 00:37

Review zu Octopussy (1983)

Octopussy befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 23 von derzeit 26 Plätzen.

Octopussy ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 6.


James Bond: Octopussy ist der Dreizehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Roger Moores sechster Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Octopussy ?

009 wird in Ost-Berlin getötet, er hatte die Fälschung eines Fabergé-Eis bei sich. Das Original wird in einer Auktion versteigert, an der Bond teilnimmt. Dabei kommt er dem Schmuggler Kamal Khan auf die Spur. Währenddessen plant der russische General Orlov durch ein Bombenattentat auf einem westdeutschen Militärstützpunkt eine Beschleunigung der Abrüstung – Bonds Ermittlungen führen ihn erstmal nach Indien, wo er auf die geheimnissvolle Octopussy und Ihren Zirkus trifft. Was hat das alles miteinander zu tun ? Bond muss das herausfinden.

Was halte ich davon ?

Octopussy kommt bei mir nicht so gut weg. Das hängt vor allem an fragwürdigen Inhalten und deren Umsetzung. Klar ist es handlungstechnisch erklärbar, dass es eine Zirkusvorstellung gibt, doch warum muss sich Bond bei einer Bombenentschärfung zum Clown machen ? Und wer kam auf die Idee, den Tarzanschrei in der einen Fluchtsequenz reinzuschneiden ? Das gehört in meinen Augen nicht in einen Bondfilm.

Darüberhinaus finde ich den ganzen Rahmen der Handlung mit der Thematik des Abrüstens zwar sehr brisant zur damaligen Zeit, aber die Umsetzung lässt mich leicht gelangweilt und desinteressiert zurück. Und der Titelsong ist auch nicht so mein Fall und rangiert bei mir weit unten.

Es gibt noch viele Punkte, denen ich aus dem Film sehr neutral gegenüber stehe.

Octopussy als Bondgirl ist ein gewisser Weise eine selbstständige Frau mit einer gewissen Verbindung zu Bond, die (bzw. Ihr Zirkus) zu einem Tool des Gegners und dem typischen „Oh-James“-Charakter degradiert wird. Gobinda schwimmt nur im Fahrwasser von Oddjob und Beißer und Kamal Khan sowie Orlov sind ebenfalls uninteressant und im direkten Vergleich zu anderen Bondgegnern harmlos.

Was mir an Octopussy gefallen hat ? - Die Pretitlesequenz ist als eigenständige Story extrem gut, John Barrys Soundtrack mit dem speziellen Thema für den Film ist perfekt. Indien als Schauplatz für den Film eignet sich wunderbar. Auch ein großer Teil der Action kann sich sehen lassen, egal ob es die Rikscha-Verfolgung, der Kampf mit dem Jojo-Typen, die (bis auf den Tarzanschrei) Großwildjagd auf Bond, die Fights auf dem Zug und der Endfight mit dem Jet. Auch die Szene mit der Auktion hat mir gefallen.

Wie schon bei In Tödlicher Mission wurde trotz allem wieder gute Arbeit geleistet, indem die 2 Kurzgeschichten Octopussy und The Property of a Lady miteinander verknüpft wurden.

Alles in allem ein unterhaltsamer Bond, dessen Eindruck durch diverse Ungereimtheiten leider schlecht abschneidet.

Das Rating von Octopussy beträgt 005/007 !

6/10
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21. Februar 2016 00:37

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21. Februar 2016 00:41

Review zu Im Angesicht des Todes (1985)

Im Angesicht des Todes befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 24 von derzeit 26 Plätzen.

Im Angesicht des Todes ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 7.


James Bond: Im Angesicht des Todes ist der Vierzehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Roger Moores siebter und letzter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Im Angesicht des Todes ?

Es werden 2 identische Computerchips der Zorin Industries bei der Leiche von 003 und in russischen Händen gefunden. Bond darf in dieser Sache von britischen Interesse gegen Max Zorin, einem Großindustriellen, ermitteln und findet nicht nur raus, dass dieser durch moderne natürliche Dopingmethoden Pferderennen manipuliert – sondern auch den San-Andreas-Graben fluten möchte, um die Konkurrenz in Form von Silicon Valley auszuschalten.

Was halte ich davon ?

Im Angesicht des Todes ist ein extrem unterhaltsamer Bondfilm, der bei mir jedoch die meisten Schwächen bei den Moore-Bonds aufweist. Wäre die Sache nicht durch diese lose Verbindung der beiden Chips von britischem Interesse, hätte der Plot durchaus auch als reiner Actionfilm funktioniert, ganz ohne James Bond – so austauschbar ist die ganze Sache. Die gezeigte Action ist jedoch noch sehr gut (PTS, Pferderennen, Eiffelturm + Paris, Feuerwehrfahrzeug, Climax). Zu Roger Moore als Bond habe ich mich ja bereits hinlänglich weit aus dem Fenster gelegt und meine Meinung gesagt. Sei er als Charakterdarsteller noch so gut in der charakterlichen Darstellung eines weltgewandten, snobistischen Dandys. Diese penetranten Hintergrundprojektionen bei so vielen Actionszenen in seinen Bondfilmen machen grundsätzlich einen Hauptgrund für meine Abneigung gegenüber Roger Moore als Bond aus. Für mich muss der Darsteller eines Bonds beide Sparten bedienen: Charakterdarsteller UND Actiondarsteller – 50 % davon konnte Moore nicht darstellen und liegt daher bei mir ganz hinten. Und einem Darsteller mit 57 Jahren kann ich einfach keinen Agenten mehr abnehmen.

Ein weiteres Problem sind weitere Charaktere. Christopher Walken ist ein großartiger Schauspieler, jedoch gibt das intelligente, psychopathische Wunderkind nicht viel her. Grace Jones hat eben nur ihre außergewöhnliche Erscheinung zur Rolle Mayday beigetragen – Der Rest ist sehr hölzern und der Charakter ist eben nur ein Tool und Bauernopfer von Zorin. Tanya Roberts als Stacey Sutton ist dieser typische „Oh-James“-Bondgirlcharakter und damit klar negativ zu bewerten.

Die Handlung plätschert häufig nur so vor sich hin und kommt mir rückwirkend betrachtet teilweise so vor, als hätte man aus vielen Ideen - der Kurzgeschichte „From A View To A Kill“ - und den Gardnerromanen „Kernschmelze“ ; „Der Kunstsammler“ und „Eine Frage der Ehre“ - einen Film zusammengeschustert, der in sich sehr stimmig ist, jedoch viel Potenzial auf der Strecke lässt.

Zumindest kann der Film musikalisch auf ganzer Linie punkten. John Barry passt für Bond wie die Faust aufs Auge, das musikalische Thema des Films ist wirklich toll. Zum Titelsong von Duran Duran habe ich auf diesem Weg noch eine persönliche Bindung und eine Anekdote – Ich war früher bei der Feuerwehr und an einem Kameradschaftsabend war Karaoke angesagt. Eigentlich habe ich keinen Bock drauf gehabt, da mitzumachen, aber dann habe ich mir die Listen genommen und A View To A Kill entdeckt und kurze Zeit später beim Karaoke geschmettert.

Das Rating von Im Angesicht des Todes beträgt 005/007 !

6/10
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21. Februar 2016 00:44

Review zu Der Hauch des Todes (1987)

Der Hauch des Todes befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 5 von derzeit 26 Plätzen.

Der Hauch des Todes ist im Ranking der Dalton-Bonds auf Platz 1.


James Bond: Der Hauch des Todes ist der Fünfzehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Timothy Daltons erster Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Der Hauch des Todes ?

Der KGB-General Koskov läuft zu den Briten über. Kurz nachdem er dem britischen Geheimdienst von geplanten Attentaten auf britische Agenten durch die Operation „Smiert Spionam“ seines Vorgesetzten Leonid Pushkin erzählt, wird er scheinbar wieder vom KGB aufgegriffen. Bond nimmt Kontakt mit der Scharfschützin auf, die zu Koskovs „Sicherheit“ abgestellt wurde, und kommt nach einer Reise von Bratislava nach Wien über Tanger nach Afghanistan einem Putsch innerhalb des KGBs und eines komplexen Deals mit den Mujahaddin sowie eines Waffendeals näher.

Was halte ich davon ?

Der Hauch des Todes war, bevor ich überhaupt an Daniel Craig dachte und Casino Royale noch nicht gesehen hatte, mein Lieblingsbond. Nicht nur, weil der Film genauso alt ist wie ich, sondern aus vielen anderen Gründen ist Der Hauch des Todes einer der besten Bonds. Warum ? Zum einen ist Timothy Dalton ein extrem ehrgeiziger, bodenständiger und einsatzbereiter Bonddarsteller, der die Action soweit möglich selbst macht, die Flemingromane studiert hat und von allen 6 Darstellern der handwerklich beste „Schauspieler“ in der Rolle ist. Er bringt wie schon seine Vorgänger in den richtigen Momenten die richtigen Wortwitze mit einer Trockenheit rüber, so dass es mir immer wieder gefällt.

Die Story selbst ist mutig, komplex, intelligent und bringt das klassische Bondabenteuer und einen Plot mit Relevanz für den kalten Krieg zusammen. Die Handlungsorte fügen sich dazu nahtlos in die Geschichte ein. General Georgi Koskov ist ein Gegner der subtileren Sorte – Ein ambivalenter Charakter, bei dem man sich nie sicher sein kann, auf welcher Seite er steht, der sich sehr gut aus Situationen rausreden kann und wie eine linke Bazille immer wieder davonkommt. Sein Henchmen Necros ist keiner vom Typ Beißer und Oddjob, sondern eher physisch auf Bonds Ebene und dennoch gefährlich. Kara Milovy ist ein überdurchschnittliches Bondgirl, da Ihr Charakter eine Schlüsselfigur in der Beziehung Bond/Koskov darstellt, obwohl auf physischer Ebene wenig geboten wird und sie eher Marke „Oh-James“-Dummchen ist.

Die Action ist grandios, von der PTS über die spannende Szene mit dem Sniper bishin zum „Ice Chase“ und dem Endfight in Afghanistan inklusive dem Kampf im Flugzeug.

John Barrys letzter Score ist in meinen Augen auch sein bester – Der Song von A-Ha rangiert bei mir auch weit oben. Aber durch Necros und den Walkman ist eine der geilsten Einbindungen eines Songs überhaupt gelungen, in dem im Walkman „Where has everybody gone?“ von den Pretenders gespielt wird und Necros Step by Step ein paar Typen verschwinden lässt. Wie die Faust aufs Auge will ich da meinen.

Und der Film passt ebenfalls wie die Faust aufs Auge.

Das Rating von Der Hauch des Todes beträgt 007/007 !

9/10
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21. Februar 2016 00:45

Review zu Lizenz zum Töten (1989)

Lizenz zum Töten befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 6 von derzeit 26 Plätzen.

Lizenz zum Töten ist im Ranking der Dalton-Bonds auf Platz 2.


James Bond: Lizenz zum Töten ist der Sechzehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Timothy Daltons zweiter und letzter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Lizenz zum Töten ?


Kurz vor Felix Leiter Hochzeit geht der CIA und dem DEA der Drogenboss Franz Sanchez ins Netz. Da dieser viel Geld springen lässt, kommt er durch einen korrupten Cop während dem Transport wieder frei und lässt Felix Leiter und seine Ehefrau dafür bluten. Bond geht für die Rache soweit, dass er seine Lizenz zum Töten verliert und auf eigene Faust das Drogennetzwerk von Sanchez unterwandert um Rache zu üben und nebenbei einen Drogendeal mit Asiaten in Rauch aufgehen lässt.

Was halte ich davon ?


Ich habe am 12.07.2003 meine große Filmsammlung begonnen und mir sind dabei in der DVD-Abteilung die Bond Special Editions mit dem 007-Rücken ins Auge gefallen. Ich hatte wenig Geld damals und mich für Lizenz zum Töten entschieden, den ich vorher vielleicht 1-2mal durch VHS-Aufzeichnungen meines Vaters gesehen habe.

Ich war damals wie heute von diesem Bondfilm fasziniert. LTK und TLD sind auch heute noch für mich, wie ihr an meinem Ranking feststellt, ganz klare Favoriten. Woran hängt das bei LTK ? LTK ist ein extrem brutaler Bond, der kein Weltuntergangs- oder Kalter Kriegsszenario wählt, sondern im Stile der 80er Jahre Actionfilme sich ein wenig in den „War on Drugs“ eingliedert, ohne dabei den Bondstil zu verlieren. Die Story lebt von den innerlichen Konflikten von Bond und seinem Ehrgeiz, Felix Leiter zu rächen, indem er sehr ernst und auf intelligente Weise den von Robert Davi sehr gut gespielten, sinistren Franz Sanchez nach und nach ausspielt.

Die Action des Films ist großartig (PTS, der Kampf im Zuchthaus, den Part mit der Wavekrest und der Climax mit der Tankerverfolgung), es gibt viele spannende Szenen, gute Dialoge zwischen Bond und Sanchez und teils derbe Darstellungen und Tötungen. Auch cool, dass hier eine Idee aus dem Roman „Leben und Sterben lassen“ sowie ein Charakter aus „Die Hildebrand-Rarität“ verwendet wurde. Ich finde, dass Sanchez mit Dario einen coolen Henchmen an die Seite gestellt bekommt – ein fieser Drecksack. Damit hat Benicio Del Toro eigentlich den Grundstein gelegt für seine künftige Verwendung in Filmen über den „War on Drugs“.

Bei den Bondgirls haben wir zum einen die selbstständige, wenn auch etwas naive und zickige Pam Bouvier, die eben als Bondgirlsidekick funktioniert – und Lupe Lamora, die in der Beziehung „Bond – Sanchez“ trotz einiger „Oh-James“-Attitüde eine Schlüsselfigur ist.

Der Titelsong ist OK, sehe ihn jedoch etwas im Mittelfeld. Der Score von Michael Kamen fängt die heiße, sinistre Stimmung des Films ein, verbindet diese mit der Bondmelodie und schafft an manchen Stellen richtig geile musikalische Momente, die zur gezeigten Action passen.

Das Beste am Film ist aber Timothy Dalton, der hier für mich wieder zeigt, wie sich sein Einsatz für die Rolle auszahlt und mit welcher handwerklichen Rafinesse er die Rolle am Romancharakter orientiert und James Bond mit Leben füllt.

Ich liebe Filme mit Konsequenzen – Hier ist es der Bondfilm, der ohne MacGuffinplot auskommt und in dem es auf die persönlichen Motivationen der einzelnen Personen und ihrer Wertvorstellungen ankommt. Aber ich kann auch durchaus verstehen, dass dies für Puristen einfach „to much“ ist, auch wenn der Film der klassischen Bondstruktur folgt.

Das Rating von Lizenz zum Töten beträgt 007/007 !

9/10
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21. Februar 2016 00:48

Review zu Goldeneye (1995)

Goldeneye befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 10 von derzeit 26 Plätzen.

Goldeneye ist im Ranking der Brosnan-Bonds auf Platz 1.


James Bond: Goldeneye ist der Siebzehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Pierce Brosnans erster Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Goldeneye ?

9 Jahre, nachdem James Bond bei einem Einsatz in einem russischen Kampfmittellager seinen Kollegen 006, Alec Trevelyan verloren hat, wird in Monaco ein Tiger Eurocopter vom russischen Verbrechersyndikat Janus entwendet und kurz darauf in einem Satellitenstützpunkt in Severnaya die Schlüssel für Goldeneye gestohlen – eine Satellitenwaffe, die durch EMP alle elektrischen System zum Absturz und zur Explosion bringt. Bei der Suche nach dem Kopf von Janus trifft Bond auf einen Totgeglaubten und hält diesen von einer großen Terroraktion auf die britische Wirtschaft ab.

Was halte ich davon ?

Goldeneye ist der erste Bondfilm, den ich bewusst wahrgenommen habe, doch ich war damals noch zu jung, den Film zu sehen. Ich halte Goldeneye für den rundesten der Brosnan-Bonds. Es ist immer was los, egal ob es sich um Action handelt oder die Handlung vorantreibende Dialoge oder Storyelemente. Es schleichen sich jedoch ein paar Logikfehler ein und das Locationhopping scheint nicht immer plausibel zu sein – auch gibt es peinliche Momente und ganz leiche Pacingprobleme. Doch das ist in meiner Review Kritik auf hohem Niveau. Es gibt wenig zu meckern und eher viel zu loben in Brosnans Einstand.

Ich finde Brosnan als Bond okay, er hat sich in meinen Augen mehr an Connery und Dalton orientiert als an Moore und hat immer in seiner Ära versucht, den Charakter Bonds herauszuarbeiten. Das Problem ist nur, dass man damals soweit ich mir das vorstellen kann, die festgefahrenen Strukturen nicht lösen wollte, da Bond der Star ist – nicht der Schauspieler. Trotz allem kann Brosnan in seinen Bonds durch diverse Verbindungen zu anderen Charakteren eine gewisse charakterliche Tiefe präsentieren.

In Goldeneye ist dies möglich, da es Bond hier mit einem vor langer Zeit verstorbenen Kollegen zu tun bekommt, der ihm sehr ähnlich ist und mit dem er scheinbar gut befreundet war. So etwas sorgt schonmal für Spannung und eine gewisse charakterliche Tiefe (nicht nur für die Beziehung, sondern auch für den Film). Sean Bean und sein Alec Trevelyan gehört für mich zu den besten Bondgegnern, rein wegen der persönlichen Beziehung des Charakters für Bond und weil Sean Bean ein exzellenter Darsteller ist – auch wenn er auch hier wieder stirbt, wie so häufig in seinen Filmen. Aber was für ein denkwürdiger Tod in der Sammlung von Sean Bean. Nur die Motivation für seinen Plan ist etwas plump gelöst.
Die Action in diesem Film ist großartig – PTS, Autoballett, Tank-Chase, Climax. Die spannungsgeladenen Szenen auch – Gefangen im Tiger, Gefangen im Zug, der Kugelschreiber.

Der Score von Eric Serra kommt so andersartig rüber – er unterstützt die Handlung und die Emotionen. Tina Turners Titelsong ist ohnehin ein Volltreffer ins goldene Auge.

Famke Janssen spielt hier die bis dato beste Henchwomen des Franchise, die mit ihrer sexy Crazyness so unglaublich gut in den Film passt. Izabella Scorupco hat mir auch gefallen, weil sie als selbstständige Programmiererin und ihrer Bindung zu Boris Grishenko ein perfektes Glied in der Kette des Films ist. Gottfried John spielt Orumov mit einer perfiden Disziplin, Überzeugung und Linientreue.

Das Letzte, was ich zum Film erwähnen möchte, ist Martin Campbell, Campbell ist in meinen Augen neben Sam Mendes (was ich nach der Sichtung von SPECTRE behaupten kann) der beste Regisseur des Franchises, der es hier super schafft, Brosnan einzuführen und auch später ein glückliches Händchen für die Einführung eines weiteren Darstellers hat - und damit meine Leidenschaft für Bond für immer verändert hat.

Das Rating von Goldeneye beträgt 007/007 !

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21. Februar 2016 00:50

Review zu Der Morgen Stirbt Nie (1997)

Der Morgen Stirbt Nie befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 19 von derzeit 26 Plätzen.

Der Morgen Stirbt Nie ist im Ranking der Brosnan-Bonds auf Platz 3.


James Bond: Der Morgen Stirbt Nie ist der Achtzehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Pierce Brosnans zweiter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Der Morgen Stirbt Nie ?

Bond kriegt auf einem Schwarzmarkt mit, wie eine Dechiffriercomputer verkauft wird. Kurz danach wird im südchinesischen Meer ein britisches Boot versenkt und die Crew getötet. Die Zeitung „Tomorrow“ von Elliot Carver berichtet vor allen anderen Medien darüber. Bond darf gegen Elliot Carver ermitteln und findet heraus, dass dieser im südchinesischen Meer Konflikte zwischen China und Großbritannien für seine persönliche Berichterstattung fingiert, um somit exklusive Senderechte für sein Mediennetzwerk in China für Jahrzehnte zu bekommen.

Was halte ich davon ?

Die Idee, einen größenwahnsinnigen Medienmogul als Gegner in diesem packenden, kurzweiligen Bond zu bringen, ist in gewisser Art erfrischend für die Bondreihe und das kauzige, wahnsinnige Spiel von Jonathan Pryce passt hier auch wie die Faust aufs Auge. Auch wenn er im Vergleich zu anderen Bondgegnern der Charakter von Elliot Carver etwas abfällt.

Die Action ist erste Sahne – egal ob es die Pretitlesequenz, die Sequenz in Hamburg, der Halo-Jump , die Sequenz in Saigon oder der Climax ist – hierbei wirkt jedoch die Sequenz in Hamburg durch den Einsatz der Gadgets leicht überkonstruiert und dient stark als Gadget- und Productshowcase (Ein Problem, was mir auch leicht an TWINE und DAD missfällt).

Ich glaube, es gibt einen leichten Irrglauben über die Bondfilme mit Brosnan und die Defnition des „Superbonds“. In allen 4 Bondfilmen ist er im Climax nur mit wenigen bis gar keinen Gadgets und dem Bondgirl bewaffnet, ohne wie teilweise zu Connerys, Lazenbys, Moores und Daltons Zeiten eine Armada an Backup in Form von Soldaten oder Ähnlichem zu haben. Hier muss ich eine Lanze für Brosnan brechen – das „Warum?“ wirkt in meinen Augen immer plausibel. Brosnan ist eben ein etwas aalglatter Gentleman, doch er ist bemüht, Bond Charakter zu geben, sofern es die Story einigermaßen hergeben kann. Somit ist die Art, wie Brosnan den Charakter zeigt, in meinem Ranking ein wichtiges Kriterium. In Goldeneye hat er einen persönlichen Konflikt mit einem gutem Freund, in TWINE hat dies mit der Beziehung zu Elektra und der Rettung von M zu tun, hier in TND kommt eine ehemalige Affäre ins Spiel und in DAD muss er mit dem Verrat und dem Wiederherstellen seiner Vertrauenswürdigkeit kämpfen. Im direkten Vergleich kann TND leider auch nicht gegen DAD anstinken, ist aber in diversen anderen Punkten DAD klar überlegen.

Hier beginnt auch die Ära von David Arnold, demjenigen, der am ehesten den Bondsound in unsere Gegenwart gebracht hat und bisher in allen 5 Scores unglaublich gute Arbeit geleistet hat. Der Titelsong flacht etwas ab im Vergleich zu anderen.

Paris Carver sehe ich trotz ihrer Bindung zu Bond nur als Bondgirl der Marke „Tool“ oder „Bauernopfer“. Michelle Yeoh als Wai Lin ist eine perfekte, chinesische, weibliche Bondkopie, die in ihren Szenen auch mal scheinen darf, aber die Bindung zu Bond nicht wirklich gegeben ist.
Stamper ist der typische Henchmen, der auch vor allem physisch gut zur Geltung kommt und seine paar Minuten „Fame“ gegen Bond haben darf.

Die Kombination aus Hamburg (Deutschland) und Saigon (Vietnam) finde ich wirklich cool und erfrischend.

Der Film hat zwar kleinere Schönheitsfehler, wirkt jedoch als Actionbond richtig gut und unterhaltsam.

Das Rating von Der Morgen Stirbt Nie beträgt 005/007 !

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21. Februar 2016 00:51

Review zu Die Welt ist nicht genug (1999)

Die Welt ist nicht genug befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 15 von derzeit 26 Plätzen.

Die Welt ist nicht genug ist im Ranking der Brosnan-Bonds auf Platz 2.


James Bond: Die Welt ist nicht genug ist der Neunzehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Pierce Brosnans dritter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Die Welt ist nicht genug ?

Bei einer Geldübergabe in Bilbao wird während Bonds Aufenthalt ein schweizer Bankier ermordet. Im Anschluss wird in den Gemäuern des MI6 ein Ölmagnat durch ein Bombenattentat getötet. Seine Tochter ist vor kurzem erst aus der Geißelhaft vom russischen Terroristen Renard freigekommen. Bond stößt auf ein paar Ungereimtheiten und kommt einer nuklearen Machtverschiebung im Ölgeschäft auf die Spur.

Was halte ich davon ?

Zunächst einmal komme ich auf die typischen Stärken des Films zu sprechen, bevor ich das wirklich positive und negative erläutere.

Die Action ist, wie schon bei Brosnans erstem und zweiten Bond wirklich ein Hingucker (PTS, Skifahrt mit den Parahawks, das Plutoniumlager, in der Pipeline, die Kaviarfabrik und auch am Ende im U-Boot, auch wenn es mir teilweise in der Brosnan-Ära so vorkommt, als würde man drehbuchgenau die Gadgets abhaken.) Der Soundtrack von David Arnold ist nahezu perfekt und sitzt zu jeder Zeit genau richtig – wie er die Technologisierung und auch die Locations integriert – super Job. Der Titelsong von Garbage ist ebenfalls gut.

Die Story mit dem Plan, die Ölindustrie zu beherrschen, ist nun eben nur da, um eine nukleare Katastrophe im Film unterzubringen. Der Film lebt eindeutig von seinen Charakteren. Pierce Brosnan legt hier nach Goldeneye eine weitere, charakterlich gute Performance ab, bedingt durch die Beziehung zu Elektra und die Aufklärung des ganzen Plots. Das Minenspiel ist teilweise wirklich brillant. Judi Dench liefert hier vor Skyfall die beste M-Performance ab und Ihre Einbindung in die Story passt perfekt.

Die wichtigste Frage ist, wer im Film der Gegner ist. Der Film versucht, uns Renard als Hauptantagonist vorzustellen, doch ich halte ihn nur für ein ausführendes, bedrohliches Tool mit einem charakterlichen Logikfehler. Er ist das Tool von Elektra King – Ich finde die Entscheidung, das Bondgirl im Twist zum Bondgegner mutieren zu lassen, sehr mutig und gut. Elektra King ist extrem intelligent naiv und als Frau psychologisch herausfordernd für Bond. Allein, wenn man sich die geniale Folterszene betrachtet.

Bei einem Charakter stelle ich mir vor, ob Purvis & Wade uns für dumm halten möchten – Dr. Christmas Jones. Denise Richards sieht ja an sich gut aus, aber der Charakter ist irgendwie nur im Film integriert, um in den richtigen Momenten die selbstverständlichsten, dummen Dialoge und unnötige Erklärungen abzufeuern. Dazu ein kleiner Hauch „Oh-James“ und sie reiht sich klar im hinteren Bereich meiner Bondgirllist ein.

Die Sidekicks, egal auf welcher Seite sind in gewisser Art und Weise zu krass auf Karikaturen ausgelegt, oder einfach nur überflüssig – Hier wäre weniger mehr gewesen !

Das Rating von Die Welt ist nicht genug beträgt 006/007 !

8/10
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21. Februar 2016 00:53

Review zu Stirb an einem anderen Tag (2002)

Stirb an einem anderen Tag befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 22 von derzeit 26 Plätzen.

Stirb an einem anderen Tag ist im Ranking der Brosnan-Bonds auf Platz 4.


James Bond: Stirb an einem anderen Tag ist der Zwanzigste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Pierce Brosnans vierter und letzter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Stirb an einem anderen Tag ?

Bei einem Einsatz in Nordkorea tötet Bond einen koreanischen Colonel, wird verraten und 14 Monate gefoltert. Nach 14 Monaten kommt er aus der Gefangenschaft, bekommt seinen Doppelnullstatus entzogen und macht sich eigenständig auf die Suche, die ihn in eine Genmanipulationsklinik in Kuba und auf die Fährte von Gustav Graves führt, der mit dem Ikarusprojekt ganz andere Ziele verfolgt, als bei seiner Präsentation der orbitalen Solarlaserkanone vorgestellt.

Was halte ich davon ?

Stirb an einem anderen Tag ist ein klassischer Jubiläumsbond mit enorm vielen Anspielungen auf vorige Filme – Das ist nicht sonderlich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Die Action ist gut und unterhaltsam, wirkt wie schon in TND und TWINE sehr über-konstruiert, um mit viel Gadgeteinsatz einfach cool zu wirken. Auch was etwas störend ist, ist der CGI-Anteil, der heute einfach nur noch schlecht aussieht. Vor allem das Surfen am Anfang, und das Wakeboarden gegen Ende sowie das Flugzeug im gebündelten Sonnenstrahl und die Visualisierung der Elektroschocks sehen einfach billig aus und das ist eines Bondfilms nicht würdig.

Die Einbindung des Nordkoreakonflikts ist sehr zeitgemäß und mutig. Jedoch ist Gustav Graves als Gegner, vor allem, wenn man den großen, jedoch plump und unglaubwürdig gelösten, Twist um Gustav Graves heranzieht, ein Gegner, den ich irgendwo im unteren Mittelfeld platzieren würde. Großartig ist jedoch der Schwertkampf zwischen Bond und Graves. Jinx ist in meinen Augen nur eine Mischung aus Rosie Carver und Wai Lin mit dummen Sprüchen a´la Christmas Jones. Zum Glück kam das Spin-Off nie zustande ! Ein großer Lichtblick in DAD ist meines Erachtens Rosamund Pike, die mir durch DAD im Gedächtnis geblieben ist und mir durch diverse Nebenrollen bishin zu Gone Girl gefällt und eine meiner Lieblingsdarstellerinnen ist. Rick Yune als Zao ist auch der typische Henchmen mit mehr Style als Substance.

Der Soundtrack von David Arnold ist wirklich klasse. Madonnas Titelsong ist zwar extrem polarisierend, mir gefällt er trotzdem sehr gut.

Sagen wir mal so, der Film hätte durch seine Thematik unglaublich viel Potenzial gehabt, es aber durch unglaubwürdige Entwicklungen, teils dumme, plakative Dialoge, billig gefilmte Action und viel Fokus auf Gadgets und Effekte verschenkt. Bleibt unterm Strich auf hohem Niveau ein unterhaltsamer Bondfilm, der sich leider auf den letzten Rängen vergnügen muss.

Das Rating von Stirb an einem anderen Tag beträgt 005/007 !

6/10
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21. Februar 2016 00:55

Review zu Casino Royale (2006)

Casino Royale befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 1 von derzeit 26 Plätzen.

Casino Royale ist im Ranking der Craig-Bonds auf Platz 1.


James Bond: Casino Royale ist der Einundzwanzigste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Daniel Craigs erster Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Casino Royale ?


James Bond wird durch 2 Tötungen in den 007-Status berufen. Kurze Zeit später kommt er durch vagen Hinweisen einem Bombenattentat auf eine Fluglinie auf die Spur. Das Bombenattentat ist von Le Chiffre fingiert, um durch Leerverkäufe der Fluglinienaktien enorm viel Gewinn zu machen. Das Bombenattentat schlägt fehl und Le Chiffre veranstaltet im Casino Royale in Montenegro ein Pokerspiel, um diesen Verlust auszugleichen. Bond wird als bester Spieler des britischen Geheimdienstes auf Le Chiffre angesetzt und findet sich in einem Pokerspiel mit extrem hohen Einsatz wieder, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

Was halte ich davon ?

Ich liebe diesen Film – nennt mich ein wenig „Casino-Royale-fixiert“, aber CR ist nicht nur mein Lieblingsbond, sondern auch mein Lieblingsfilm allgemein. Der Titelsong ist einer meiner Lieblingssongs, der mich schon seit Ewigkeiten weckt oder mich auf einen eingehenden Anruf aufmerksam macht. Das Buch von Casino Royale ist mein Lieblingsbuch. Da ich das Buch erst nach Filmsichtung gelesen habe, kann ich nicht sagen, dass ich mich gefreut habe, das endlich das erste Buch von Fleming verfilmt wird. So konnte ich nach 4 Jahren Wartezeit nach DAD mich unvoreingenommen auf die wohl für mich prägendste Filmerfahrung meines Lebens einlassen.

Rückblickend betrachtet muss ich sagen, dass Daniel Craig als Bond nie besser war als hier in Casino Royale, und vor allem die Szenen im Badezimmer des Hotel Splendide mit Vesper (mit den Klamotten, das Abwaschen des Blutes, mit Vesper unter der Dusche), am Pokertisch, bei der Folter, Beim Tod von Vesper, usw. … sind in meinen Augen auch das erste und einzige Mal, indem ein Bonddarsteller für die Darstellung James Bonds einen Oscar verdient hätte. Daniel Craig bringt hier eine gewisse Frische, Unverbrauchtheit und ungewohnte Kälte und Brutalität mit. In den geeigneten Momenten ist sogar noch Platz für ein paar Witze. Was Timothy Dalton 87 und 89 noch krampfhaft versucht hatte, ist Daniel Craig gelungen – den Charakter James Bond aus den Romanen salonfähig zu machen und die Masse damit anzusprechen.

Die Story ist für einen Bondfilm in seiner Struktur im Vergleich zu den anderen 20 Vorgängern einzigartig. Wir bekommen 3 Akte serviert, die nicht nur perfekt ineinander übergehen, sondern auch für sich selbst großartig sind. In Akt 1 sehen wir einen James Bond, der mit der Bürde des 00-Status erst zurechtkommen muss und auch mal ein paar „Fehler“ macht, auch wenn auf seinen Instinkt vertraut und dabei seinen Vorgesetzten ein Dorn im Auge ist. Die Action in Akt 1 ist durch seine handgemachten Stunts und super gefilmten Action ein Augenschmauß. Ein Hoch auf den Einsatz von Daniel Craig. Die PTS in schwarzweiß ist kurz, kompakt und ein genialer Einstieg in den Film. Nach dem 1. Akt kommen wir zu Akt 2 – dem Pokerspiel – mir fehlen zwar irgendwelche filmischen Referenzen, aber das Pokerspiel aus Casino Royale ist bedingt durch sein Nebenschauplätze und dem Fakt, das immer was los ist, auf und abseits des Spieltisches, so unglaublich spannend und interessant – so dass keine Langeweile aufkommt. Nach dem Pokerspiel kommt der 3. Akt – das „Nachspiel“ - hier bekommen wir in einem Take das wohl krasseste, rekordbrechende Überschlagsmanöver eines Aston Martin geboten. Die Foltersequenz ist eine der intensivsten und besten Dialog- und Foltersequenzen der ganzen Reihe. Nach der Foltersequenz kommt die Geschichte um Liebe und Verrat zwischen Bond und Vesper, das ebenfalls sehr interessant und spannend gefilmt wurde.

Mit diesem Film wurden auch rückwirkend betrachtet neben Daniel Craig 2 weitere Lieblingsdarsteller von mir geboren – Mads Mikkelsen und Eva Green.

Mads Mikkelsen, der bodenständige Däne, spielt hier einen bodenständigen, verzweifelten Geschäftsmann, der durch Fehlspekulationen sein ganzes Geld verloren hat und hier am Rande des vollständigen Verlusts ist. Ich merke ihm in jedem Atemzug an, dass es für ihn auf dem Spieltisch um alles geht. Mads Mikkelsens Erscheinung und dessen Mimik setzt dem ganzen die Krone auf – und sorgt dafür, dass Le Chiffre zwar einer der gewöhnlichsten Bondgegner ist, aber durch die Ausgangslage auch einer der Gefährlichsten und Besten der Reihe. Für mich der beste Bondgegner.

Eva Green, die erste von vier französischstämmigen Bondgirls aus der Craig-Ära (vor Kurylenko, Marlohe und Seydoux) spielt hier mit Vesper Lynd ein Bondgirl, das nicht krampfhaft versucht, durch Agententechnik auf Teufel komm raus Bond ebenbürtig zu sein (XXX, Wai Lin, Jinx), sondern durch intelligent geschriebene Dialoge, einer gewissen naiven Portion Weiblichkeit und Intelligenz damit, auf der psychologischen Ebene mit Bond mithalten zu können und ihn manchmal auch Schachmatt zu setzen. Sie ist mein Lieblingsbondgirl, da Vesper Lynd noch vor Tracy Bond die größte charakterliche Entwicklung von Bond zu verantworten hat. Die Liebesgeschichte ist zwar etwas distanziert, aber glaubwürdig und zu keinem Augenblick penetrant aufdringlich.

Wie auch schon bei Goldeneye ist Martin Campbell zum 2. Mal für die Einführung eines neuen Bonddarstellers verantwortlich – und sein 2. Mal ist eindeutig höher in meinem Ranking.

David Arnold ist hier zum 4. Mal für die Musik verantwortlich und vor allem mit „African Rundown“ und „Miami International“ hat er mir für Ewigkeiten absolute Filmmusik-Favoriten geschaffen. Chris Cornells „You Know My Name“ ist wie bereits eingangs erwähnt einer meiner Lieblingssongs und Weck- und Klingelton. Der Sound und der Text passen wie die Faust aufs Auge zu Bond und der Story, die in Casino Royale erzählt wird. Die Main-Title-Sequenz von Daniel Kleinman ist ein Meisterwerk und hebt sich so sehr gut von seinen Vorgängersequenzen ab.

Aber genug von den Superlativen. Da Casino Royale auf meiner Top-Position ist, ist dies auch der einzige Beitrag zur gesamten Reihe, der von mir die Höchstpunktzahl auch auf der 10er-Skala bekommt.

Das Rating von Casino Royale beträgt 007/007 !

10/10
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21. Februar 2016 00:58

Review zu Ein Quantum Trost (2008)

Ein Quantum Trost befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 9 von derzeit 26 Plätzen.

Ein Quantum Trost ist im Ranking der Craig-Bonds auf Platz 4.


James Bond: Ein Quantum Trost ist der Zweiundzwanzigste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Daniel Craigs zweiter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Ein Quantum Trost ?

Getrieben vom Tod und Verrat Vespers macht sich Bond ohne Rücksicht auf Verluste auf die Suche nach den Hintermännern und stößt dabei auf Dominic Greene und Quantum sowie eine Erpressung Boliviens mit der Wasserversorgung des Landes. Mittendrin befindet sich auf die geheimnisvolle Camille Montes,die eine offene Rechnung mit einem Bolivianischen General hat.

Was halte ich davon ?

Ein Quantum Trost in ein zweischneidiges Schwert und sehr polarisierend. Der größte allgemeine Kritikpunkt, den ich bedingt auch in meiner Review berücksichtige ist die schnelle Schnittfolge, die die eigentlich gute Action ungenießbar macht – Ich finde das nicht so krass, weil Schnittfolgen auch künstlerisches Stilmittel sein können.

Die Action ist wie schon geschrieben, eigentlich gut und treffend in die Handlung eingebunden (PTS, Siena, Port Au Prince, Bregenz, Flugzeug, Perla de las Dunas). Der Soundtrack von David Arnold ist mal wieder ein Meisterwerk – wie er die Handlungsorte in die Musik einfließen lässt und dabei das Bondthema und diverse andere Themen variiert sind einfach göttlich. Der Titelsong wirkt sehr experimentell, lässt jedoch teilweise Bondfeeling aufkommen und befindet sich in meinem Mittelfeld.

Der Plan des Gegners und der Gegner selbst wirken aufgrund der Tragweite sehr „Öko“ und harmlos gegenüber vorigen Gegnern, aber mir gefällt das trotzdem. Das liefert den Grundstein für den ersten „klassischen“ Bond von Daniel Craig. Zwar ohne Q und Moneypenny, aber mit der typischen Bondformel, die man in Bezug auf das Hauptbondgirl jedoch abgeändert hat. Wohingehen Strawberry Fields das typische Betthäschen/Bauernopfer ist, ist Camille Montes eine intelligente, jedoch verletzliche, traumatisierte Agentin, die „Ihr eigenes Päckchen zu tragen hat“. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es die Bondreihe mit Ein Quantum Trost wieder mal geschafft hat, Gemma Arterton und Olga Kurylenko als Schauspielerinnen zu etablieren, die ich sehr gerne sehe. Auch cool ist die Kontinuität der Craigbonds durch Auftritte von Jeffrey Wright und Giancarlo Giannini, die das Feeling einer wirklichen „Fortsetzung“ aufkommen lassen. Ich liebe es, dass man hier eine direkte Weitererzählung nach den Ereignissen von Casino Royale vorgenommen hat.

Der Film ist auch der Kürzeste der Reihe, sehr kompakt, schnell und kompromisslos. Es gibt zwar Streitpunkte, aber die wiegen für mich nicht so schwer wie bei anderen Bondfilmen, da vor allem auch die Drehbuchautoren das „Streikrecht“für sich in Anspruch genommen haben und die Grundvoraussetzungen für QOS andere waren. Ich finde den Film unterhaltsam und vergebe daher im 7er-Rating die volle Punktzahl und im 10er-Rating bekommt er nur einen Punkt Abzug.

Das Rating von Ein Quantum Trost beträgt 007/007 !

9/10
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21. Februar 2016 01:00

Review zu Skyfall (2012)

Skyfall befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 3 von derzeit 26 Plätzen.

Skyfall ist im Ranking der Craig-Bonds auf Platz 3.


James Bond: Skyfall ist der Dreiundzwanzigste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Daniel Craigs dritter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Skyfall ?

Bei einem Einsatz in Istanbul geht dem MI6 eine Liste mit den Geheimidentitäten von MI6-Agenten verloren und Bond wird dabei angeschossen und für tot gehalten. 3 Monate später wird auf den MI6 ein Bombenattentat verübt und M erhält kryptische Nachrichten – der MI6 gerät öffentlich an den Pranger. Der totgeglaubte Bond geht der Sache auf die Spur und macht Bekanntschaft mit Raoul Silva, einem ehemaligen MI6-Agenten, der tödliche Rache an M verüben möchte.

Was halte ich davon ?


Fan-Service ! - Ein Wort, mit dem ich diesen Film beschreiben kann. Sam Mendes hat wirklich einen Film von einem Fan für Fans und einen würdigen Jubiläumsbond für 50 Jahre Bond mit extrem vielen Anspielungen auf die vorigen Abenteuer geschaffen.

Bei Skyfall handelt es sich in meinen Augen um den vom Stil her am besten gefilmten James Bond – handwerklich und stilmäßig top. Das Duo Mendes/Deakins zaubert hier Einstellung und Einstellung zusammen, das ist eine Augenweide. Die Maintitelsequenz von Daniel Kleinman ist absolut grandios. Ebenso wie die super gefilmte Action (PTS, Shanghai, Macau, London, Skyfall).

Von der Story her gibt es auch wenig zu bemängeln – wir thematisieren hier das Älterwerden von Bond, die Notwendigkeit von Geheimdiensten und dem Konflikt Alt vs. Jung.

Aber wie in den ersten ca. 70 Minuten ein Build up zu einem der besten Bondgegner aufgezogen wird ist total cool – mit dem extrem stillen, tödlich effizienten und physisch ebenbürtigen Patrice und Severine, die durch das nuancierte Spiel (Wimpernschläge, zittrige Finger, bebende Wangen und Zurückhaltung) als Tool fungiert, um die Charakterisierung von Raoul Silva ohne dessen Erscheinen zu unterstützen. Raoul Silva ist so unglaublich perfide, intelligent, psychologisch herausfordend mit einem einfachen Rachegedanken, der ihn so unglaublich tödlich und gefährlich werden lässt. Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch, dass der Plan von ihm so unglaublich viele unsichere Variablen hatte, so dass dieser Plan doch leicht überkonstruiert wirkt. Der Film hinterlässt uns auch damit, dass eine Win-Win-Situation vorliegt – Raoul Silva konnte seine Rache erfolgreich üben – bezahlt damit mit seinem Leben und der MI6 darf trotz der öffentlichen Schelte weiter seine Arbeit wie gewohnt machen. Auch sehr gut punkten konnte bei mir Naomie Harris als Eve Moneypenny, die trotz ihres Fehlers beim ersten Außeneinsatz eine sehr gute Figur macht, egal ob in Istanbul, London oder Macau. Ben Wishaw als Q ist durch seinen spitzbübigen britischen Nerdcharme auch eine sehr gute Bereicherung. Ralph Fiennes ist über jeden Zweifel erhaben.

Das größte Problem von Skyfall ist jedoch die entschleunigte Erzählweise von Sam Mendes, die den Film an manchen Stellen zu langatmig werden lässt und den Fokus sehr auf die Stilistik legt. Da war das Pacing von Casino Royale trotz seiner für Bondfilme unüblichen Struktur etwas besser.

Das Rating von Skyfall beträgt 007/007 !

9/10
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21. Februar 2016 01:02

Review zu SPECTRE (2015)

SPECTRE befindet sich auf Platz 2 von derzeit 26 Plätzen.

SPECTRE ist im Ranking der Craig-Bonds auf Platz 2.


James Bond: SPECTRE ist der Vierundzwanzigste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Daniel Craigs vierter und hoffentlich nicht sein letzter Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in SPECTRE ?

Durch einen Hinweis kommt Bond bei einem unautorisierten Einsatz in Mexiko City einer Geheimorganisation und einem Geheimnis aus seiner Vergangenheit auf die Spur. Währenddessen befindet sich die weltweite Geheimdienstarbeit im Umbruch und M hat alle Hände voll zu tun, seine Abteilung am Leben zu halten.

Was halte ich davon ?


Nun haben wir endlich Bond 24. Und Daniel Craig hat endlich das wohl kompletteste Bondabenteuer mit allen notwendigen Zutaten für den Bondcocktail. Ich bin von SPECTRE begeistert. Aber der Reihe nach.

Die Pretitlesequenz in Mexiko City ist der Hammer, kaum sind die super gefilmten ersten 5 Minuten des Films und die atemberaubende Verfolgung bis zum Zocalo und der Fight im Helikopter vorbei, geht das Adrenalin weiter … Die Opening Titles von Daniel Kleinman sind extrem gut gelungen und fügen sich in der Symbiose zu Sam Smiths Titelsong perfekt und nahtlos in den Film ein. Man kann sagen was man will, waren der Titelsong und der Soundtrack schwer in der Kritik – werden diese durch den Film selbst brillant positiv aufgewertet.

Der nachfolgende Part in Rom gefiel mir auch sehr gut. Die Autoverfolgung hat gepasst, die Handlung vorangebracht und hatte mehr von einem stilvollen witzigen Ritt durchs Nightlife von Rom. Und Monica Belluccis Lucia Sciarra ist eine wunderbare Ergänzung der Bondgirlriege, Klasse, Stil und Tragik in ihrer Rolle sind wirklich gut verkörpert, auch wenn der Part kurz ausfällt. Aber „That´s Bond“ und da manchmal weniger mehr ist, würden weitere Auftritte von ihr nach der Romsequenz das ganze aufblähen und unübersichtlicher machen. Ich habe mir schon vor dem Film gesagt, dass Bond in diesem Film ein Witwen- und Waisentröster sein wird. Bei der Konferenzszene habe ich mich etwas an „Eyes Wide Shut“ erinnert gefühlt, bloß nicht mit den krassen Orgien, sondern eher mit einer krassen, mysteriösen Einführung von Franz Oberhauser und Hinx.

Hinx hat sich durch SPECTRE zu meinem Top1 Henchmen entwickelt. Hoffe mal, dass Batista nach GOTG und SPECTRE endlich als Schauspieler den Durchbruch schafft und wir von ihm noch mehr sehen können. Genauso, wie ich gerne mehr von Hinx gesehen hätte.
Oberhauser – kommt nicht ganz an Hans Landa oder King Schultz ran, ist aber weit über Bert Hansen aus Kill The Boss 2 und Bludnowski aus The Green Hornet – aber hier macht Christoph Waltz einen super Job und das Geheimnis, das ihn umgibt, ist noch plausibel und nicht plump gelöst.

Ebenfalls plausibel gelöst und nicht vollständig intellektualisiert offenbart sind die Querverbindungen zu den Vorgängern. Hat mir demnach sehr gut gefallen.

Das MI6-Team Ära Craig mausert sich so langsam zu meinen Lieblingen der Reihe, egal ob es M, Moneypenny, Q und auch Tanner sind.

Ich hatte zu Oberhauser, sowie auch zu Max Denbigh törichte Annahmen, die sich bestätigt haben, die ich aber der lieben Spoilermeidenden Fraktion zuliebe nicht offenbare.

Was habe ich es gefeiert, dass Mr. White zurückkommt – und was für eine starke Szene das mit ihm und Bond war !

Madeleine Swann wird sich bei mir einen hohen Platz im Bondgirlranking erobern können. Ich fand diesen Charakter sehr intelligent, selbständig und mit einer Verbindung zur Story – auch wenn manche Entwicklung zwischen Bond und Ihr nicht immer plausibel ist – die perfekte Mischung aus Vesper Lynd und Camille Montes.

Die Abschnitte in Österreich, Marokko und London haben mir auch sehr gut gefallen. Die Action war super und eine spezielle Szene war schon derb.

Alles in Allem fand ich SPECTRE absolut nicht langweilig, eher sehr kurzweilig, spannend und manchmal kommt es eben nicht auf eine umspannende Bedrohung an, sondern auf die simple Jagd und die Interaktion der Charaktere untereinander.

Wenn der Plan war, es besser als Skyfall zu machen – würde ich sagen – Plan erledigt.

Und eine Bitte an Daniel Craig – mach weiter !

Das Rating von SPECTRE beträgt 007/007 !

9,5/10
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