Bondfilm-Rezensionen - user: Henrik

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Henrik
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20. Februar 2016 16:08

Hallo liebes Forum!

In diesem Post werde ich euch nach und nach darüber berichten, wie ich zu James Bond gekommen bin.

Weiterhin werde ich in diesen Thread auch non-EON-Bond-Filme mit aufnehmen (die natürlich trotzdem offiziell sind!).

Mein erster Bond war TWINE und zwar 2007. Ich bin irgendwie nicht dazu gekommen, QOS in Kino zu schauen, ohwohl ich mich selber schon als Bond-Fan bezeichnet hätte. Dadurch musste ich aber nochmal knapp vier Jahre auf meinen ersten Bond im Kino warten, das war verdammt hart. Jedenfalls hat sich die Wartezeit auf Skyfall gelohnt. Somit war mein erster Bond im Kino Skyfall, und zwar am 4. November 2012.
Zuletzt geändert von Henrik am 25. Februar 2016 21:40, insgesamt 2-mal geändert.
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20. Februar 2016 16:12

Casino Royale 1954:

(folgt noch)
Zuletzt geändert von Henrik am 21. Februar 2016 11:16, insgesamt 1-mal geändert.
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20. Februar 2016 16:27

James Bond jagt Dr. No:

Wenn man das ganze Franchise kennt, erscheint der Anfang ziemlich ungewöhnlich, weil GB, PTS und TS nicht an ihrer "gewohnten Stelle" sind, was aber gar nicht weiter schlimm ist . Mir gefällt die Überleitung von der TS (wenn man sie so nennen darf) zum Hauptfilm mit den drei Killern sogar ganz gut.

Die Einführung von Bond ist sehr gelungen, auch wenn sie von allen 6 Neueinführungen zu den schwächeren zählt (auch wenn die meisten natürlich großartig waren).

Leider tauchen kurze Zeit später einige merkwürdige Dinge auf. Die Szene mit Sylvia Trench in Bonds Wohnung ist total unsinnig. Auch fällt mir während Bonds Ermittlungen auf Jamaika der Schnitt negativ auf, der die Handlung total verlangsamt.

Bonds Ermittlungen auf Jamaika sind größtenteils unnötig, zum Beispiel in Strangways Hause. Zwar trifft er hier auf die Verbindung Quarrel <-> Strangways, aber selbst das ist unnötg, da er die Spur nicht weiter verfolgt und letztendlich auf einem anderen Weg mehr oder weniger zufällig auf eben diesen Quarrel trifft.

Die Schnitte/Überblendungen sind spätestens ab dem ersten Treffen von Dent und Bond ziemlich nervig. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein Handlungsstrang gar nicht zu Ende erzählt wurde und dann schon der nächste folgt, zum Beispiel vom Bridge-Spiel zum ersten Treffen zwischen Bond und Quarrel.

Interessant, wie respektvoll sich Quarrel gegenüber Bond verhält, das trifft auf Bond nicht zu.

Was mich wundert ist, dass Quarrel und Pussfeller Bond zunächst für einen Gegner halten und nach dem Auftauchen von Leiter so leicht vom Gegenteil überzeugen lassen. Das trifft auch auf Leiter zu. Macht höchstens Sinn, wenn man bedenkt, dass CR06 vor DN spielt, aber das ist Blödsinn.

Die Einführung von Dr No ist sehr mysteriös gehalten. Das mag zwar grundsätzlich gut sein und die Idee gefällt mir auch (z.B. bei Blofeld, Renard oder Silva), aber zu Dr No passt das nicht wirklich, dafür ist er mir nicht mächtig genug.

Spätestens kurz vor der Abfahrt Richtung Crab Key fällt auch das sehr langsame Erzähltempo auf. Mit der Idee, dass Quarrel wegen dem Drachen nicht nach Cray Key will kann ich nicht viel anfangen, das ist nervig.

Die Actionszenen, z.B. der Car Chase sind zwar sehr gelungen, leider wurden sie aber nicht mit einem passenden Score überlegt.

Die Szenen bei Miss Taro könnten sehr gut sein, aber auch dort wurde viel Potential verschenkt. Bond behauptet, er sei mit dem Taxi gekommen. Das soll wohl erklären, warum die Handlanger ihn nicht schnappen konnten. Die Idee ist gut, aber das geht irgendwie total unter und das ist mir auch heute zum ersten Mal aufgefallen.

Sehr gelungen finde ich den anschließenden Mordversuch von Dent an Miss Taro und das Gespräch zwischen Bond und Dent. Vor allem deshalb, weil sich Bond von Dent überhaupt nicht bedroht fühlt. Es wundert mich allerdings, dass der Film wohl wegen dieser Szene eine FSK-16-Freigabe bekommen hat.

Anschließend folgt auch schon bald die Abfahrt nach Crab Key. Den Angriff von Dr No's Schergen auf Bond, Quarrel und Honey finde ich dämlich. Sie stellen sich beim Schießen dumm an und verraten dann ihre Pläne. Es gefällt mir aber, dass der Film mit Honey's Vater noch einer persöhnliche Komponente erhält.

Die Flucht vor Dr No's Schergen durch die Flüsse und den Sumpf finde ich spannend, da man weiss, dass irgendwann Dr No's Leute auftauchen werden. (Haben sie deshalb ihre Pläne verraten?) Vor allem, dass sich einer nicht ablenken ließ ist sehr spannend. Hier hat sich allerdings ein Fehler eingeschlichen: Bond hat ihn weder unter Wasser gezogen, noch die Kehle durchgeschnitten und trotzdem ist er auf der Stelle tot! Ein Kampf wäre hier passender gewesen (Dann hätte auch die Gefahr bestanden, dass sie doch entdeckt werden, es wäre also noch spannender geworden).

Weiterhin hat sich ein auffälliger Logikfehler eingeschlichen: Quarrel sagt dann, dass der Drache käme, es dauert aber noch lange, bis sie ihn entdecken (Es ist viel dunkler). Bei der Ankunft an Dr. No's Anlage ist es schon wieder hell. Ändert aber nichts daran, dass mir der Versuch von Bond und Quarrel, den "Drachen" auszuschalten sehr gefällt.

Bald darauf trifft Bond auch schon auf Dr No. Er ist mir zu überzeichnet. Er wirkt eher wie Blofeld, aber nicht wie jemand in der Position von Dr No. Dazu kommt die Tatsache, dass er SPECTRE als "seine Organisation" bezeichnet. Dennoch verleiht es ihm mehr Bedrohlichkeit, was für den Film alleine betrachtet durchaus positiv zu werten ist.

Auffällig ist, dass die Atomkraft als fortschrittlich bezeichnet wird, das zeigt, das der Film nicht zeitlos ist, bzw. wie alt er schon ist.

Bonds Wegsperren und die Flucht durch die Schächte sind eigentlich ganz spannend, aber was sind das überhaupt für Schächte? Entwässerungsschächte? Macht keinen Sinn, da das Wasser ja die ganze Anlage überfluten würde. Lüftungsschächte? Auch nicht wirklich sinnvoll, da so viel heißes Wasser (Kühlwasser?) durchgeleitet wird. Das ist totaler Schwachsinn und verleiht der ansonsten gelungenen Szene einen faden Beigeschmack.

Insgesamt stelle ich fest, das vieles Bond-typisches noch fehlt. Das ist schade. Aber auch sonst wurden einige Fehler gemacht, die man eigentlich hätte vermeiden können. Macht insgesamt 6,5/10.
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20. Februar 2016 16:36

Liebesgrüße aus Moskau:

Die Story finde ich zunächst nicht besonders spannend, in der Hinsicht gefiel mir der direkte Vorgänger Dr. No besser. Das Rachemotiv von SPECTRE ist nicht so glaubwürdig, wie z.B. das von Bond in LTK. Von der Umsetzung her ist FRWL gegenüber DN aber überlegen.

Dass sich der MI6 auf die Falle einlässt finde ich unglaubwürdig, der Aufhänger funktioniert nicht, es dauert eine Zeit um in den Film hineinzufinden.

Nicht wirklich gut finde ich die teilweise etwas wirren Zeitverhältnisse. Da wartet Bond die ganze Zeit darauf, dass Romanova sich meldet und dann sitzen sie beide schon gleich im Orient-Express. Die Fahrt dauert dann auch noch unendlich lange und dafür passiert relativ wenig.

Die anschließenden Actionszenen sind sehr spektakulär, aber sie sind nicht wirklich gut im Film verteilt. Erst wird Bond von Hubschraubern angegriffen, dann von Booten, dann versucht Klebb ihn zu vergiften.

Grant ist ein hervorragender Charakter, sehr gut dargestellt von Robert Shaw. Krilenku blieb blass, da hätte man mehr draus machen können. Dass er ein von Kerim Bey so gefürchteter Killer ist nehme ich ihm nicht ab. Seine Erschießung ist dafür ein echtes Highlight im Film, ebenso die Szene, in der er einen Anschlag auf Kerim Bey verübt.

Die Bulgaren finde ich etwas nervig und auch unnötig, da die Russen ohnehin die Bedeutung verlieren, nachdem man erfahren hat, dass Klebb für SPECTRE arbeitet.

Die Gadgets gefallen mir gut, sie sind noch sehr realistisch, aber dennnoch sinnvoll und nicht alltäglich.

Sehr gut finde ich, dass Blofeld diese Kampffische auf seiner Yacht hat, vor allem da er in YOLT ein Piranhabecken hat. Eine gute Parallele, wobei ich das eher YOLT positiv anrechnen sollte.

Insgesamt bekommt der Film 7/10 Punkten von mir.
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21. Februar 2016 11:16

Goldfinger:

Der Film beginnt mit einer PTS, die losgelöst vom Rest des Films ist. Das gefällt mir, das sollte es mal wieder geben. Der Titelsong ist insgesamt zwar nur im Mittelfeld, der kraftvolle Beginn gefällt mir aber.

In Miami trifft Bond das erste Mal auf Oddjob. Der Auftritt gefällt mir ganz gut, allerdings ist sein Auftauchen nicht so ganz logisch. Aus heutiger Sicht beginnt der Film eher ungewöhnlich (dabei heisst es immer, GF sei so etwas wie ein Vorbild für alle Nachfolger gewesen). So findet das Meeting mit M erst gefühlt in der Mitte des Films statt. Das gefällt mir aber ganz gut, da der Film so einerseits nicht einheitlich ist, andererseits aber auch ein typischer Bond-Film bleibt.

Auffällig und nervig finde ich die in diesem Film sehr langsamen Schnitte. Beim Golfturnier stört das teilweise weniger, aber auch da wären schnellere Schnitte und eine längere Dauer besser gewesen.

Weiter geht es in der Schweiz mit Tilly Masterson. Die Autoverfolgungsjagd wirkt zunächst sehr unsinnig, da Bond hier deutlich schlauer ist als der Zuschauer. So etwas kann man manchmal machen, in diesem Fall hat das aber zu gravierende Auswirkungen, da es lange dauert, bis man erfährt, was das sollte. Die zweite Verfolgungsjagd gefällt mir dafür deutlich besser. Vor allem auf Goldfingers Gelände gefallen mir die Szenen ganz gut, sie ist so rasant, dass auch kein Soundtrack erforderlich ist.

Die nachfolgende Laser-Szene beginnt bereits sehr spannend, da man zunächst nicht sieht, was passiert. Die Szene ist sehr spannend, was auch am Soundtrack liegt.

In den folgenden Szenen im Flugzeug gefällt es mir, wie Bond scheinbar zufällig die Überwachungsprozesse ausser Kraft setzt. Mit Bonds Ankunft auf Goldfingers Gestüt beginnt zweifellos der beste Teil des Films. Das liegt auch daran, dass man hier erstmals genaueres über Goldfingers Plan erfährt, was zuvor noch gar nicht so sehr im Zentrum stand. Diese Szenen, in denen Goldfinger den Raum abdunkelt gefällt mir eigentlich ganz gut. Leider gibt es dabei aber auch einige unnötige Gadgets.

Die folgende Parallelmontage zwischen Bond in der Zelle und Goldfinger ist gelungen, das stellt in Aussicht, dass beide Handlungsstränge aufeinander treffen könnten (auch wenn es am Ende anders ist als man es zunächst erwarten könnte).

Sehr zwiespältig sehe ich die doch sehr lange Fahrt von Mr Solo zum Flughafen, bzw. zum Schrottplatz. Der Soundtrack ist zwar gut und auch die Szenen machen Spaß beim Zusehen. Trotzdem stelle ich mir die Frage, was das sollte. Letztendlich hat Goldfinger nur mehr Aufwand, sein Gold zurückzugewinnen. Das diente scheinbar einzig und alleine dazu, dass Bond irgendwie seine Nachricht an die CIA überbringen kann. Insbesondere bei dieser Szene finde ich es schade, wie sinnlos sie ist, da sie eigentlich ganz gut ist.

Was mich ebenfalls stört ist, dass man gar nicht erfährt, wie Bond Pussy Galore für sich gewinnt, selbst dass sie die Seite gewechselt hat erfährt man erst sehr spät und auch nur nebenbei. Direkt nachdem Bond Kontakt aufgenommen hat folgt schon eine andere Szene. Auch das Argument, dadurch würde die Spannung erhöht werden lasse ich nicht gelten, denn eigentlich ist sofort klar, dass das keiner in Fort Knox überleben wird und wie man das verhindert hat erfährt man viel später und nur am Rande. Auch etwas merkwürdig finde ich, dass die Amerikanischen Behörden über Goldfingers Plan informiert wurden. Bonds Plan, die Informationen zu übermittelt ist ja offensichtlich gescheitert.

Weiterhin stört mich, wie einfach Goldfinger ausgetrickst wurde: Seine Leute verfügen sogar über Geräte, um die Konzentration des Giftes in der Luft zu bestimmen. Das hätten sie doch sofort merken müssen, dass es gar nicht eingeleitet wurde, zumal noch lange nicht genug Zeit vergangen ist.

Ansonsten gefällt mir Goldfingers Eindringen in Ford Knox mithilfe von Sprengungen und Laser aber ganz gut.

Oddjob ist bis dahin sehr kurz gekommen. Deshalb finde ich es gut, dass er am Ende eine etwas längere Szene mit Bond hat. Dabei wird auch erstmals seine Unverwundbarkeit und seine Stärke gezeigt. Zuvor wurde das nur am Rande gezeigt und war kaum einprägend. Aber genau solche Szenen bildeten die Grundlage für sein Ende.

Etwas schade: An einer Stelle sieht es so aus, als würde Bond fast erschossen werden. Das geht aber völlig unter. Auch stört es etwas, das Bond die Bombe nicht selber entschärft. Dass sie bei "007" stehen bleibt ist ein netter Gag, geht leider aber auch unter.

Die abschließende Szene im Flugzeug und die Konfrontation mit Goldfinger sind ein schöner Abschluss. Die Parallelmontagen zum Hangar und Tower sind passend, allerdings frage ich mich, wie Felix so schnell vom Hangar zum Tower gekommen ist. Im Flugzeug hat man jedenfalls den Eindruck, dass die Ereignisse tatsächlich so lange dauern, wie sie gezeigt werden.

Die Abspann-Version des Titelsongs wirkt deutlich kraftvoller als zu Beginn.

Insgesamt verschenkt der Film zu Beginn etwas an Potential und auch später. Trotzdem ist die zweite Hälfte deutlich besser. Insgesamt reicht das für schwache 8/10.
Zuletzt geändert von Henrik am 30. Oktober 2016 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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21. Februar 2016 11:19

Feuerball:

Der Film beginnt sehr positiv: Erstmals ist Connery und damit der aktuelle Bond-Darsteller in der Gunbarrel-Sequenz zu sehen. Die PTS bleibt hinter den Möglichkeiten zurück.

Der Titelsong von Tom Jones ist ganz in Ordnung. Kein Highlight, aber dennoch einer der stärkeren.

Auffällig ist, dass Largo im Vergleich min anderen Bösewichten vergleichsweise früh eingeführt wird. So kann er zwar nicht besonders mysteriös eingeführt werden, er wirkt aber dennoch bedrohlich.

Auch Blofeld wirkt sehr bedrohlich. Dies liegt vor allem daran, dass er seine Mitarbeiter offenbar verdächtigt, Verräter zu sein, obwohl er genau weiss, wer der Verräter ist.

Zumindest für damalige Verhältnisse ungewöhnlich ist, dass Bond sozusagen von Anfang an auf seiner Mission ist, obwohl er den Auftrag dazu erst später erhält. Das sehe ich zwar positiv, die Szenen bevor Bond seinen Auftrag erhält, wie z.B. im Sanatorium wirken aber etwas langatmig. Trotzdem gefällt es mir, dass Bond so sehr früh auf seine Gegner trifft. Ein weiterer Vorteil ist, dass man hier sehr früh einen Einblick in den Plan des Bösewichts bekommt. Das kommt sonst nicht so häufig vor. Leider wird die Bedrohlichkeit nicht deutlich. Die Atomwaffen stehen nicht wirklich im Zentrum. Der Diebstahl der Atomwaffen dauer lange, viel relevantes passiert da aber auch nicht.

Richtig gut gefällt mir das erste Aufeinandertreffen von Bond und Felix Leiter. Dieser Felix gefällt mir insgesamt ganz gut.

Nachdem Bond und Felix die Disco Volante näher untersucht haben, ist eine interessante Wendung zu vermuten. Leider wird das durch Bonds Besuch bei Largo sehr abrupt abgebrochen. Während zuvor die Story seher aktiv vorangetrieben wurde, passiert nun länger nichts relevantes.

Anschließend wurden scheinbar sehr willkürlich Szenen aneinandergereiht. Was zum Beispiel nicht so wirklich hineinpasst ist das Treffen von Paula und Fiona.

Spätestens hier wird es auffällig, wie lange der Film an einem Ort spielt. Für einen Film dieser Länge schon ungewöhnlich.

Ein Highlight bildet sicherlich der Tod von Vargas.

Etwas komisch ist es, wie Bond an Bord der Disco Volante gelangt: Eigentlich müsste der viel früher erkannt werden. Allerdings fehlen dannach sogar relevante Szenen, die das deutlich gemacht hätten. Schließlich wird er unter Wasser tatsächlich erkannt. Warum, wird nicht so wirklich deutlich. Ein Problem bei Unterwasserszenen ist, dass man vieles nicht erkennen kann.

Der Unterwasserkampf sollte eigentlich etwas spektakuläres sein. Das Medium Wasser bremst dies aber zunächst etwas aus. Später änder sich das aber. Dennoch ist es von Vorteil, dass der Kampf an Bord der Disco Volante noch weitergeht, das entschädigt gewissermaßen für vorherige Szenen, die hinter den Erwartungen zurückblieben. Bei dem Kampf an Bord der Disco Volante läuft aber auch einiges nicht optimal: Es ist sehr schnell gefilmt worden, es wirkt nicht so, als würde die Disco Volante tatsächlich so schnell fahren. Es sollte wohl spektakulär wirken, wirkt aber nicht echt. Es folgt ein schönes Ende mit dem Rettungsfloß.

Es ist schwierig, sich eine abschließende Meinung zu bilden. Teilweise war der Film doch besser als in meiner Erinnerung und ich konnte ihn auch genießen. Dennoch bleibt TB hinter seinen Möglichkeiten zurück. Teilweise sind echt großartige Dinge vorhanden, sodass ich den Film gerne besser bewerten würde, im Gesamtbild reicht es für 6/10.
Zuletzt geändert von Henrik am 3. Januar 2017 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
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21. Februar 2016 11:21

Casino Royale (1967):

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21. Februar 2016 11:24

Man lebt nur zweimal:

Bereits in der PTS beginnt etwas, was häufiger im Film vorkommt, und zwar die schlechte Optik bei den Weltraumsequenzen. Dennoch ist es gut, dass hier mal etwas neues eingeführt wurde, Szenen im Weltraum gab es ja bis dato noch nicht wirklich (höchstens in DN geht es in diese Richtung).

Die nachfolgenden Szenen zeigen eine gefährliche Sitution auf, was natürlich auch sehr spannend ist, die aufkommenden Spannungen zwischen USA und UdSSR. Die anschließende, vermeintliche Tötung von Bond ist da ein zu großes, zweite Ereignis, zumal auch zu dem Zeitpunkt gar nicht klar wird, warum Bond "sterben" muss. Die Szene ist für den Film inspäteren Szenen aber dennoch notwendig, sodass ich das hier man nicht zu sehr kritisieren will. Positiv hervorzuheben ist, dass die Athmosphäre des Kalten Krieges bei diesem Film (1962-1967) am besten herüberkommt, aber dennoch ohne die Sowjetunion zum Bösewicht zu machen.

Mit Bonds "Tos" wird auch weiterhin nicht wirklich sinnvoll umgegangen. Unmittelbar nach der Seebestattung wird er ins U-Boot geholt, um nach wenigen Minuten das U-Boot wieder zu verlassen. Das wirkt alles sehr gezwungen und es wird auch nicht deutlich, warum man z.B. mit dem echten Bond die Bestattung vortäuschen musste, was viel einfacher wäre.


Zum damaligen Zeitpunkt stand es noch sehr im Vordergrund, Bond die Welt erkunden zu lassen, um verschiedene Kulturen zu zeigen. Das gefällt mir auch, aber man sollte nicht unnötig komplizierte Situationen erzeugen, um möglichst viel Kultur zu zeigen. Das zeigt sich darin, dass Bond zunächst von einem Sumo-Ringer die Eintrittskarte bekommt, dort auf Aki trifft, die ihn zu Henderson bringt.

Die Rolle von Henderson halte ich für etwas verschwendet, da Henderson sehr schnell getötet wird. Aber natürlich erhöht so etwas auch die Spannung. Sehr gelungen ist die anschließende Fahrt zu Otasos Büro, es herrscht eine sehr mysteriöse Athmospräre.

Spektakuläre Inszenierung wurde beim ersten Treffen mir Bond und Tanaka verwendet, ähnlich wie in OHMSS. Trotzdem wirkt das hier schon etwas übertrieben und schon fast unglaubwürdig.

Sehr verwirrend sind die Bondgirls, hier ist es manchmal fraglich, wer denn nun wer ist. Aber das liegt wohl auch am Kulturkreis. In Japan wird man das wohl erkennen.

Ein Logikloch tritt nach dem Treffen von Bond mit Osato auf: Er will Bond liquidieren lassen, aber er weiss gar nicht, wer er ist. Am Ende ist er ja sogar überrascht über seine Identität.

Die Anschließende Actionszene mit den Autos ist eher schwach. Der Helikopter, der die Gegner ins Meer wirft, entschädigt aber dafür. Dass der Helikopter gefilmt wird macht zwar keinen Sinn, aber es ist eine lustige Szene.

Der Soundtrack gehört für mich nicht zu denen, die ich sehr häufig höre. Trotzdem gibt es einige nette Stücke, etwa bei der Hafenaction (Titelsong Instrumental). Einmal glaubte ich sogar, das OHMSS-Theme zu hören, :shock: aber das ist eher unwahrscheinlich.

Ich mag es, wie das Frachtschiff zu so einem wichtigen Aufhänger gemacht wird, und das mitten im Film.

Was hat es eigentlich mit der Vater-Geschichte auf sich? Erst verlangt Bond Litttle Nellys Vater, dann sagt er zu Q "Hallo Vater", als sei es sein Vater. Und wen meint Tanaka eigentlich mit "ihr Vater"? Bezieht sich ihr aud Little Nelly oder auf Bond? Das wirkt so, als hätten die Autoren zwischendurch die Story vergessen.

Ein insgesamt gelungener Kampf ist der von Bond und Little Nelly gegen die feindlichen Hubschrauber. Schon der Beginn (die aufkommenden Schatten der Angreifer) ist ein netter Beginn.

Beim Start der sowjetischen Raumkapsel wird die selbe Musik wie zu Beginn des Filmes verwendet. Das ist eine nette Anspielung,zumal sich beide Szenen sehr ähneln. Der anschließende Flug des Raumschiffe zur Erde, etwa mit der Drehung, sieht aber sehr komisch aus.

Was soll eigentlich der Quatsch, dass Bond der einzige sei, der eine Walther PPK benutze? Es wurde doch eine höhere Stückzahl als 1 produziert.

Tarnung ist gut, aber die Verwandlung von Bond zum Japaner ist dann doch zu viel.

Die versuchten Anschläge auf Bond und der Countdown (2 Tage) erzeugen Spannung, aber dass Bond noch heiraten muss, passt gar nicht, zumindest nicht an diese Stelle.

Mit Kissy geht es weiter wie mit Aki. Kurz nach der Hochzeit hat man das Gefühl, Bond und Kissy würden sich schon ewig kennen,es gibt keine richtige Vorstellung, wer das überhaupt ist. Kein Wunder, dass viele die nicht auseinander halten können, bzw. sogar für eine Person halten. Aber das liegt wohl auch am japanischen Aussehen.

Eine versteckte Basis in einem Vulkan ist ganz clever, aber die Abdeckung scheint sich zu verändern. Mal ist es Metall, von unten scheint aber Licht durch, als wäre es eine Plastikfolie.

Bond als Astronaut erzeugt Spannung auf größeres. Dass er schließlich erwischt wird ist zwar enttäuschend, aber doch sehr überraschend. Außerdem gibt es so ein schönes erstes Aufeinandertreffen Von Bond und Blofeld. Trotzdem ist das Enthüllen von Blofeld nicht unbedingt förderlich für die Rolle. Lange sitzt er an einef Stelle und streichelt die Katze. Auf einmal sieht man sein Gesicht, aber zunächst macht er weiterhin das selbe. Das ist zwar logisch, aber dadurch wirkt er dennoch etwas lächerlich.

Warum sieht man auf einem Monitor eines der Raumschiffe? Wer filmt das?

Ein Highlight ist die Masssenschlacht und der Einsatz der Ninjas.

Etwas verwunderlich ist es, dass Blofeld zunächst Bond verschont und stattdessen Osato erschießt, aber anschließend doch Bond erschiessen will.

Sehr verschwendet ist der Charakter Hans, er hätte mehr Potential gehabt. Ein Handlanger, durchaus auf dem Niveau von Beisser oder Oddjob, aber bei so wenig Screentime ist es nicht verwunderlich, dass er allgemein eher unbekannt ist.

Durchaus kritisch oder auch unnötig ist es, dass Blofeld am Ende den Vulkan sprengt, aber das ist zumindest nicht völlig unsinnig. Aber warum läuft danach Lava aus dem Vulkan?

YOLT ist ein Film, der in meinem Ansehen nach und nach gefallen ist, auch wenn er alles andere als schlecht ist. Insgesamt reicht es noch für 7/10.
Optisch ist der Film jedoch zum Teil eine Katastrophe.
Zuletzt geändert von Henrik am 6. September 2017 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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21. Februar 2016 11:35

Im Geheimdienst ihrer Majestät:

Der Film beginnt mit einer äußerst gelungenen PTS. Sehr actionreich, aber nicht übertrieben lang. Der Titelsong ist kaum mit anderen zu vergleichen, aber das OHMSS Theme sagt mir dennoch zu. Leider wird es heute kaum noch verwendet (ich fand z.B. die Version aus dem Spectre-Trailer ziemlich gut). Die Rückblenden in der TS finde ich genial.

Auch nach der TS geht es spektakulär weiter, zum Beispiel mit der Schlägerei in Tracys Hotelzimmer mit den guten Sprüchen, wie z.B. "Das Zimmer kannst du in Ordnung bringen".

Mir gefällt das erste Aufeinandertreffen von Bond und Draco ziemlich gut. Der Weg dorthin ist spektakulär und es gibt lustige Sprüche ("Aber heute ist der 13. ...") mit dem Messerwurf.

Nachdem Bond wieder in London ist, kündigt er. Das ist zunächst einmal ein Schock, da es hier sehr unvorbereitet kommt und auch deutlich unverständlicher ist, als z.B. in LTK. Es entwickelt sich aber zu einer lustigen Szene.

Vorher packt Bond ja noch in seinem Büro die Sachen. Dabei gefallen mir sehr die musikalischen Anspielungen an die vorherigen Filme.

Lustig sind auch die Szenen beim ersten Trreffen Draco-Tracy-Bond (Sie mag sie, das sehe ich...)

Verdammt spanndnd sind die Szenen bei Gumbold, da sich Bond und Gumbold sogar zwei mal im Flur treffen. Außerdem ist die Musik an dieser Stelle perfekt.

Ab dem Beginn der Szenen in der Schweiz unten am Piz Gloria, also ab den Bahnhof nervt die Synchronisation von Lazenby sehr, was aber sogar zum Teil Absicht war, soviel ich weiss.

Trotzdem gefallen mir die Szenen insbesondere wegen der weihnachtlichen Stimmung. Deshalb schaue ich den Film meistens auch in der Weihnachtszeit.

Das erste Auftauchen von Blofeld gefällt mir, da man ihn zunächst nur von oben, also ohne Gesicht sieht (wie bei den meisten seiner vorherigen Auftritte). Das Gespräch mit Irma Bunt über die Ankunft von "Hillary Bray" ist lustig, da hier ständig zwischen Deutsch und Englisch gewechselt wird.

Ich finde es interessant, dass Irma Bunt zu "Hillary Bray" sagt, sie hat für ihn ein Steak "Piz Gloria" bestellt, offiziell ist das Restaurant ja geschlossen. Die Speisekarte hat man wohl beibehalten.

Das erste Aufeinandertreffen von Bond und Blofeld ist sehr spannend, die Labore sind interessant.

Mir gefällt, dass man Campbell so ein hohes Durchhaltevermögen gegeben hat, auf den Piz Gloria zu kommen. Die Kletterszene gefällt mir. Außerdem ist es eine spannende Szene, wenn Bond ihn beobachtet, während Blofeld ihn vertreibt. In dieser Szene hat man auch gute Kameraperspektiven gewählt, sodass Blofeld über allen anderen steht.

Dass Bonds Tarnung auffliegt überrascht mich. Die folgende Szene ("Merry Christmas, 007") ist sehr gelungen.

Sehr spannend ist die Szene, in der Bond versucht, über die Seilbahn aus seinem Gefängnis auszubrechen, was vor allem an den ganzen Rückschlägen liegt.

Der Soundtrack sollte hier auch noch einmal gelobt werden. Insbesondere in der Szene, in der Blofeld die "Aufträge" erteilt, ist die Musik sehr passend.

Die bereits vorher angesprochenen Szenen auf der Seilbahn sind passend inszeniert. Die anschließenden Skiszenen sind ein vorläufiger Höhepunkt (auch musikalisch), gemeinsam mit den Kämpfen an der Steilwand.

Bei den folgenden Szenen gefällt mir die weihnachtliche Stimmung, die ich ja schon vorher gelobt habe. Ziemlich überraschend finde ich das Auftauchen von Tracy. Es ist aber passend. Daurch entsteht ja auch die anschließende Auto-Verfolgungsjagd, die ich für sehr gelungen halte. Das gilt auch für Stock Car Szenen.

Spannend ist die Szene am nächsten Morgen, wenn Blofeld in Bond und Tracy's Unterkunft auftaucht. Dadurch, dass beide schon weg sind, entsteht eine zweite Ski-Szene, die noch besser als die erste, sehr gelungene Ski-Szene ist. Das Ende dieser Szene in der Lawine ist richtig spektakulär.

Es gefällt mir, dass Bond im Anschluss, nach Tracy's Entführung auf eigene Faust ermittelt und Blofeld mit Draco's Hilfe angreift. Das passt ganz gut. In diesen Szenen im Hubschrauber ist das Gespräch zwischen Draco und den Flugüberwachern sehr gelungen, da Draco alles sehr überzeugend ausdrückt. Es gefällt mich auch, dass Draco auch nach Auftauchen der Kampfjets ruhig bleibt und sich unbeeindruckt zeigt.

Spektakulär ist der Angriff auf Piz Gloria. Die Musik wurde passend verwendet, allerdings ist das OHMSS-Theme hier passender als das Bond-Theme. Der Angriff von Blofeld auf Bond, während dieser Fotos schießt, kommt sehr spontan. Die Musik ist auch hier passend. Die Explosion von Piz Gloria wird durch passende Emotionen von Blofeld unterstützt.

Die Verfolgung in der Bob-Bahn ist das nächste Action-Highlight. Vor allem ist Bonds Angriff sehr gut, nachdem Blofeld sein Fahrzeug zerstört hat. Die Schlägerei in der Bob-Bahn gefällt mir, das Ende ist spektakulär, ja nahezu legendär.

Bei der Hochzeit trifft man bekannte Personen wieder (wenn auch mehr oder weniger als Statisten), wie zum Beispiel einen der Schläger, der Bond zu Draco gebracht hat, oder aber auch Q, den ich im Film gar nicht vermisst habe. Seine Abwesenheit konnte man gut verschleiern.

Der Mord an Tracy ist nur konsequent. Äußerst unpassend finde ich das Bond-Thema im Abspann. Hier wäre "We have all the time in the world", vielleicht auch als Instrumentalversion passender gewesen. Dieses wurde ja unmittelbar vor dem Abspann sogar kurz abgespielt wurde.

Jetzt zur Besetzung:
Savalas überzeugt als Blofeld. Auch Lazenby überzeugt als Bond, wobei ich bezweifle, dass er in anderen Bond-Filmen ähnlich passend gewesen wäre. Diana Rigg als Tracy passt. Nur Angela Scoular ist nicht unbedingt die Idealbesetzung. Insgesamt aber ein passendes Cast.

Fazit:
Ein äußerst gelungener Film.
Er steht in meinem Ranking auf Platz 2.
10/10
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21. Februar 2016 11:37

Diamantenfieber:

Den Beginn ist reichlich merkwürdig, dass Bond willkürlich Menschen ohne Anhaltspunkte nach Blofeld fragt ist eigentlich aussichtslos. Das dient wohl nur dazu, Connery ähnlich "neu einzuführen" wie in DN oder Lazenby in OHMSS. Das halte ich in dieser Form aber nicht für gelungen.

Die Art, wie Blofeld versucht, Doppelgänger zu erstellen halte ich für sehr fraglich. Der Kampf zwischen Bond und Blofeld ist zu kurz, Blofelds scheinbarer Tod ist aber gelungen.

Der Titelsong ist ganz gut, auf jeden Fall der beste von Bassey.

Die Ähnlichkeit mit GF ist schon ziemlich deutlich. Bei dem Gespräch zwischen Bond, M und Sir Donald fühle ich mich stark an GF erinnert, wo es gefühlt schon einmal das selbe Gespräch gab. Dieses Gespräch hinterlässt den Eindruck, dass Bonds Mission unter seiner Würde ist. Nach dem Auftauchen von Mr Wind und Mr Kidd erkennt man aber, dass die Mission gar nicht so harmlos ist, wie es zunächst aussah.

In Q's Labor hat man mit dem DBS aus OHMSS eine nette Anspielung an den Vorgänger eingebaut, auch wenn das kaum auffällt.

Die Schägerei zwischen Franks und Bond im Aufzug wirkt sehr lahm, was am fehlenden Soundtrack liegt. Dafür ist so eine Szene nicht geeignet. Glücklicherweise ändert sich dass aber gegen Ende.

Sehr gelungen finde ich die Art, wie Bond Peter Franks zu James Bond macht und so an die Diamanten gelangt. Durch die gefälschten Diamanten landen Bond schließlich im Krematorium, eine sehr spannende Szene. Leider ist das Ende zu abrupt, Bond hat mit seiner Rettung auch nur indirekt zu tun.

Dass Blofeld noch lebt wird recht früh klar. Dass man einen Mann, aber nicht sein Gesicht sieht, lässt auf ihn schließen. Zwar hat er eine andere Stimme, aber man hat ihn in diesem Film ohnehin bisher kaum gehört.

Die Diamantenübergabe im Zirkus Circus ist zu kompliziert. Es erzeugt zwar Spannung, ist aber nur eine unnötige Gefahr.

Bis hierhin zieh sich der Film nur so hin, ohne dass wirklich etwas passiert. Durch das Auftauchen von Professor Metz, bzw. der Anlage, in der er arbeitet, ändert sich das aber. In der angeblichen Anlage von Willard Whyte erfährt man nur stückweise, wie alles zusammengehört. Wie Bond an diese Informationen gelangt, also über die Identität von Hergesheimer, gefällt mir.

Die Flucht mit dem Mondbuggy erscheint langweilig.

Obwohl Blofeld schon recht früh in Erscheinung tritt, wie ich weiter oben geschrieben habe, gelingt es dennoch, Willard Whyte lange Zeit als Gegner darzustellen, auch wenn er nicht in Erscheinung tritt.


In der Las-Vegas-Verfolgungsjagd gibt es diesen einen angeblichen Fehler, bei dem Bond auf zwei Rädern auf einer Seite herein fährt und auf den anderen Rädern herauskommt. Ich kann da aber keinen Fehler erkennen. Man sieht sehr deutlich, dass der Wagen zwischendurch auf die anderen Räder wechselt. Ansonsten ist die Szene ganz spektakulär.

Bonds Klettereien und das Eindringen ins Whyte House gefallen mir. Blofelds Auftauchen, ist nicht so überraschend, da man das schon vorher angedeutet hat. Gray als Blofeld ist hier aber unpassend, da er bisher kaum in Erscheinung getreten ist. Hier wäre ein Schauspieler besser gewesen, der schon als Blofeld bekannt war.

Die Idee, dass Wind&Kidd Bond in eine Pipeline einsperren gefällt mir zwar, die Umsetzung ist aber eher schwach. Bond liegt auf einer Baustelle, auf der viele Menschen arbeiten, auch das Bauteil ist eher kurz. Da wirkt es unglaubwürdig, dass ihn niemand bemerkt. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass alle Arbeiter involviert sind.

Bei dem Telefongespräch zwischen Blofeld und Bond alias Bert Saxby stört mich die Synchronisation. Es ist richtig, dass Blofeld Saxby und nicht Bond hört, aber auch in den Originalaufnahmen von Bond ist nicht Bonds Stimme zu hören. So etwas stört mich sehr, ein ähnliches Problem hat auch OHMSS.

Bambi und Klopfer wirken wie der misslungene Versuch, neben Kidd und Wint zwei weibliche Handlanger einzuführen. Das wirkt aber eher lächerlich und bringt der Handlung nichts.

Willard Whyte gefällt mir richtig gut: Er ist keine Enttäuschung, nachdem fast der gesamte Film von ihm handelte. Seine Sprüche gefallen mir. (''Bert Saxby? Tell him he's fired!'').

Blofeld als Transe ist furchtbar und passt überhaupt nicht, der Auftritt ist aber nur kurz.

Die wahre Bedrohung durch Blofeld wird erst sehr spät deutlich, das hätte dem Anfang des Filmes geholfen, hätte man es vorher deutlich gemacht. Allerdings ist es gut für den weiteren Verlauf des Filmes, da sie so etwas ergibt, womit man vorher nicht unbedingt gerechnet hat. Wie schon oben geschrieben, ist der Beginn eher langweilig.

Der Angriff auf Blofelds Plattform ist ganz gelungen. Bonds Spielereien mit Blofelds U-Boot am Kran sind ein gutes Emde für die Szenen auf der Plattform. Das 007-Theme passt gut dazu.

Das Ende von Mr. Wint (Feuer) ist ganz passend. Das Ende von Mr. Kidd (Bombe) wirkt zu lächerlich. (Oder war das anders herum?)

Connery hat in diesem Film einen auffällig straken Akzent. Gelangweilt oder deutlich zu alt wirkt er aber nicht auf mich. Insgesamt bekommt DAF 7/10 mit Tendenz nach unten.
Zuletzt geändert von Henrik am 4. September 2016 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
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21. Februar 2016 11:39

Leben und Sterben lassen:

Die Gunbarrel gehört zu den besten Gunbarrels. Auch die abschließende Überleitung zur UN ist gelungen. Insgesamt ist es trotz Bonds Abwesenheit eine gelungene PTS, was auch an der gelungenen (musikalischen) Überleitung von Baines Tod zum Tielsong liegt.

Der Titelsong gehört für mich zu den besten Titelsongs der Reihe. Auch die Titles sind, zumindest am Anfang gut auf den Sing abgestimmt. Zum Ende werden sie dann aber zu beliebig und passen nicht mehr so gut zum Song.

Passend ist die Parallelmontage von Bonds Flug und den Vorhersagen durch Solitaire. Damit wird quasi schon einmal angedeutet, womit es Bond im weiteren Verlauf noch zu tun bekommt.

Spektakulär ist die Ermordung von Bonds Fahrer und die anschließende Szene, bis der Wagen zum Stillstand kommt. Sehr spannend sind die Szenen, in denen Bond den Verdächtigen bis zum Fillet of Soul folgt, was daran liegt, dass viele Menschen vernetzt sind, aber gar nicht klar wird, wer überhaupt für wen arbeitet.

Richtig gut ist der Soundtrack beim ersten Aufeinandertreffen von Bond und Solitaire ("Bond meets Solitaire"). Mr Bigs Auftritt ist nur sehr kurz. Das ist im Nachhinein schade, da man zunächst davon ausgehen muss, dass Mr Big und Kananga unterschiedliche Personen sind. Insgesamt erhält Mr Big so aber segr wenig Screentime. Dies schadet auch der späteren Enthüllung seiner waren Identität.

Der Angriff der Schlange auf Bond ist spannend, da noch viel Zeit vergeht, bis die Schlange wieder ins Zentrum der Handlung rückt. Was mir grundsätzlich immer wieder positv aufgefallen ist, ist die instrumentale Einbindung des Titelsongs in den Soundtrack.

Das Auffliegen von Rosie Carver ist überraschend, ihr letzter Fluchtversuch gelungen. Dies liegt auch an der passenden Kulisse und dem Score.

Schon zuvor wurde Carvers wahre Mission angedeutet, was zusätzlich Spannung erzeugt. Das liegt aber auch an den Fähigkeiten von Solitaire.

Die Entdeckung der Mohnfelder ist sehr spannend, der anschließende Angriff könnte im Grunde spektakulär sein, leider ist er aber viel zu kurz.

Die Flucht von Bond und Solitaire ist viel zu früh im Film. Zwar wird Solitaire später zurückgeholt", aber es wäre dennoch besser gewesen, wäre dieser Schritt später erfolgt.

Die Action mit dem Doppeldeckerbus ist grundsätzlich gelungen, hier vermisse ich allerdings musikalische Untermalung. Bei der Länge der Szenen hätte der Score früher einsetzen müssen. Dennoch ist der Score passend, vor allem am Ende der Action.

Die Szenen auf dem Flughafen sind zwar grundsätzlich spektakulär, da sie aber kaum von Musik untermahlt sind wirken sie merkwürdig lahm.

Der Twist in New Orleans ist gelungen, da eine Verbindung zum Anfang aufgebaut wurde. Es ist schon überraschend, dass Strutter überlebt.

Immer wieder überraschend finde ich, dass Bond im Fillet of Soul dieses Mal im Boden verschwindet, hat er doch zuvor alles versucht dem zu entgehen. Es gefällt mir, wie der Titelsong in angeänderter Form Teil der Handlung wurde.

Dass Mr Big schließlich Kananga ist, ist an sich ein guter Twist. Leider traf Mr Big bis dahin aber viel zu selten auf, sodass dies nicht wirklich etwas bringt.

Einen Höhepunkt bilden die Szenen auf der Krokodil-Farm. Der Score ist in diesen Szenen perfekt, besonders in dem Moment, in dem Bond das Boot entdeckt. Die anschließende Flucht Bonds, die Freilassung der Krokodile und schließlich die Zerstörung der Anlage stehen den vorherigen Szenen in nichts nach. Noch besser sind die Boots-Szenen. Sie erreichen mit dem "auf Grund laufen", wenn man es so nennen kann einen ersten Höhepunkt, werden aber erst danach richtig spektakulär. Die absolut beste Szene des Film ist schließlich erreicht, wenn Kanangas Henchman mit dem Boot von Peppers Schwager in Action tritt und schließlich der grandiose Score einsetzt. Die Szenen auf dem Schrottplatz bilden einen guten Abschluss für die Szene.

Leider ist der Übergang von Louisiana nach San Monique nicht gelungen, hier fehlt eine einleitende Szene. Auch der Kampf mit Baron Samedi ist nicht gelungen, in den vorherigen Szenen wurde auf diese Szene hingearbeitet, aber der Kampf enttäuscht dagegen. Er ist zu unspektakulär und auch viel zu kurz.

Dass anschließend Kanangas Gastferundschaft deutlich gemacht wird. lässt die Kämpfe zuvor in einem sehr komischen Licht darstehen. Sicherlich hat auch er den Plan, Bond und Solitaire zu töten, aber es wirkt gerade so, als hätte er von Anfang an gewollt, dass sie beide von den Haien gefressen werden. In den vorhergegangenen Szenen wäre Solitaire hingegen fast getötet worden.

Passend ist der Einsatz der Uhr, da man von dieser Funktion zuvor nichts wusste. Der Magnet wurde schon am Anfang eingeführt, was die sonst typische Einführung der Gadgets durch Q ersetzte, die Säge hingegen nicht.

Der ganze Kampf mit Kananga wirkt dämlich und sein Ende ist total lächerlich. Wenn man ihn schon unbedingt durch Druck platzen lassen will hätte man das auch realistischer machen können (siehe LTK).

in der Abschlussszene im Zug wird Tee Hee sehr mysteriös eingeführt. Das ist aber unnötig, da man ihn sofort erkennt. Zudem stelle ich mir die Frage, weshalb Tee Hee Bond überhaupt angreift. Dass die Henchman am Ende sterben ist nicht ungewöhnlich, aber meistens haben diese auch ein Motiv dafür, hier ist keines ersichtlich.

Samedis Auftauschen am Ende ist grundsätzlich eine gute Idee für eine Person wie Samedi. Allerdings hatte er viel zu wenig Screentime, sodass das nicht wirklich passt.

Fazit: Ein guter Einstand für Moore mit einigen Schwächen. Insgesamt macht das 8/10 Punkte.
Zuletzt geändert von Henrik am 9. April 2016 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
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21. Februar 2016 11:39

Der Mann mit dem goldenen Colt:

Bond taucht in der PTS noch nicht auf, wie man es schon aus dem Vorgänger kennt. Aber hier dient das gleich zur Einführung des Gegenspielers Scaramanga, was ich sehr gelungen finde. Es gibt einen Vorgeschmack auf das Duell mit Bond. Gut ist, dass Scaramanga in der PTS erst am Ende aktiv auftaucht.

Miserabel ist der Übergang von der PTS zur TS. Vor allem durch Scaramangas Schüsse auf das Bond-Modell passt das überhaupt nicht. Der Titelsong gefällt mir dennoch, obwohl er überhaupt nicht zu Bond passt.

Dass Bonds Mission durch die "007"-Kugel eingeleitet ist, finde ich lächerlich, auch wenn es am Ende durchaus Sinn macht.

Sehr gut gefallen mi die Schergen in Beirut. Sie können es durchaus mit einem Oddjob oder Beißer aufnehmen, trotzdem geraten sie schnell in vergessenheit, wohl aufgrund der geringen Screentime.

Die Einführung in Macao gefällt mir sehr, das Bond-Theme mit Asia-Touch gefällt mir.Eine richtig gute Szene ist der Anschlagsversuch von Bond auf Lazar.

Nun zu den Hongkong-Szenen: Es ist passend, dass man in einem britischen Film die RMS Queen Elizabeth zeigt. Die erste Szene ist zwar nichts besonderes, aber glücklicherweise bleibt es nicht dabei.

Sehr spannend ist der Anschlag von Scaramanga auf Gibson. Die ganze Szene wirkt so, als sei Bond das Opfer. Es ist überraschend, dass es doch anders ausgeht.

Die Szenen bei Hai Fat gefallen mir sehr. Sein Anwesen ist beeindruckend. Seine Reaktion auf Bond alias Scaramanga kommt überhaupt nicht überraschend, es ist aber überraschend, wie neutral er auf den echten Scaramanga reagiert. Insgesamt eine sehr gelungene Szene.

Die Rolle des Scaramanga spielt Bond sehr überzeugend. Es ist schade, dass Hai Fats Schergen Bond bei seinem nächtlichen Besuch schon so früh angreifen, die Szene hätte man deutlich interessanter gestalten können. Auch der abschließende Kampf ist eher langweilig.

Bonds Flucht mit dem Boot von der Karateschule ist insgesamt gelungen. Was mich aber stört sind die Unterbrechungen (z.B. durch den Jungen der den Elefanten verkaufen will). Das verlagsamt die Szene sehr.

Dafür ist die Ermordung von Hai Fat sehr spannend, es gefällt mir, wie er am Anfang gar nicht merkt, dass Scaramanga seine Waffe zusammensetzt.

Nervig sind die folgenden Szenen mit Goodnight und Bond. Die Szenen mit Bond, Anders und Goodnight sind prinzipiell gut, aber Goodnight ist allgemein nervig.

Ein echtes Highlicht ist das erste Aufeinandertreffen von Bond und Scaramanga. Zwei Profikiller treffen sich wie selbstverständlich in der Öffentlichkeit und unterhalten sich über ihren Job.

In den folgenden Szenen nervt mich Sherrif J.W. Pepper. Dennoch ist einiges Gutes dabei, z.B. wie Bond den AMC Hornet wie selbstverständlich klaut.

Der Auto-Überschlag ist eine großartige Szene, aber der Score passt überhaupt nicht. Hier hätte das Bond-Theme perfekt gepasst.

Richtig gelungen ist dafür die mysteriöse Einführung von Scaramangas Flugzeug. Sie ist ach spannend, da am Anfang nur ein Auto zu sehen ist.

Ich finde es interessant, dass Q sagt, er entwickle ein Auto, was flugfähig ist. Trotzdem ist es gut, dass man das letztendlich nicht verwirklicht hat.

Das Duell zwischen Bond und Scaramanga ist sehr spannend, vor allem während Nick Nack zählt steigt die Spannung immer stärker. Leider wurde das Duell sehr früh nach drinnen verlegt, ich hätte lieber noch ein Paar Szenen mehr draußen gesehen. Insgesamt gefällt mir das Duell aber. Das liegt auch an Nick Nacks Tricks, die man schon vom Anfang kennt, aber jetzt treten sie verstärkt auf.

Während des Duells gefällt mir besonders die Kletterszene. Das liegt auch daran, dass Scaramanga nach langer Zeit wieder auftaucht, nachdem Bond seine Waffe verloren hat.

Das Ende des Duells kann ich nicht wirklich einordnen: Es ist überraschend, dass es wirklich Bond ist, der Scaramanga gegenübersteht und keine Wachsfigur. Andererseits hätte das Duell gerne noch etwas länger gehen können.

Richtig spannend ist die Entfernung des Solex, einerseits durch die Explosionsgefahr, aber auch durch den Laser, von dem nur der Zuschauer weiss, dass er immer noch aktiv ist. Durch das Verdecken durch die Wolken weiss der Zuschauer zwar, dass Bond in Lebensgefahr ist, er selber aber nicht, weshalb er sich unnötig in Gefahr begibt.

Der Final Fight zwischen Bond und Nick Nack ist zwar vergleichsweise unspektakulär, er passt aber zum Film und vor allem zu Nick Nack. Allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn Bond Nick Nack über Bord geworfen hätte. Die Titelsong-Version im Abspann gefällt mit besser als in der TS, auch wenn sie sich nur am Anfang unterscheiden.

Somit verdient der Film 8/10 und ist der beste Hamilton-Bond.
Zuletzt geändert von Henrik am 16. Mai 2016 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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21. Februar 2016 11:40

Der Spion, der mich liebte:

Schon der Beginn des Filmes ist großartig. Man sieht zwar eine Menge von dem was im U-Boot passiert, aber fast gar nichts von dem was wirklich passiert. Das macht neugierig. Richtig gelungen sind die folgenden Ski-Szenen, was auch am Soundtrack liegt. Die PTS endet sehr spannend, da zunächst Stille herrscht. Das Bond-Theme ist hier perfekt eingesetzt.

Der Titelsong gefällt mir, zwar kein überragendes Meisterwerk, aber doch recht gut.

Es ist passend, dass Stromberg so früh eingeführt wird. Es gefällt mir, wie gelassen er ist und wie er Ruhe ausstrahlt, aber dennoch sehr gewalttätig ist, was einen ganz starken Bösewicht erzeugt. Mit Curd Jürgens
ist er optimal besetzt. Auf jeden Fall einer der besten Bösewichte der Reihe (Platz 2). Mir gefällt die Szene, in der Atlantis majestätisch aus dem Meer auftaucht.

Sehr gut ist die Einführung an den Pyramiden und vor allem die Einführung von Beisser (auch wenn er schon vorher aufgetaucht ist).

Eine sehr spannende Szene ist die Suche von Bond und Anya nach Jaws im Tempel. Vor allem die "Übergabe" des Mikrochips an Anya ist spannend.

Es gefällt mir, wie Jaws seine Hand aus dem Schrotthaufen herausstreckt. Schön, dass man das in Spectre wiederholt hat. Der folgende Kampf mit Jaws im Lieferwagen gefällt mir sehr.

Sehr spannend ist die Szene auf dem Boot, in der Bond den Mikrofilm überprüft. Das liegt auch an dem Score. Die Betäubung von Bond kommt überraschend, Gogols und Anyas Auftauchen in der MI6-Zentrale sind aber mindestens genauso überraschend. Bei der Einführung von Gogol fällt mir auch der Score wieder positiv auf.

Während mich Gogol hier sehr überzeugen kann, ist Moneypenny eine Enttäuschung. Hier ist sie deutlich zu alt. Allgemein fällt dies zwar in mehreren Filmen negativ auf (vor allem in der Moore-Ära), aber hier wirkt Maxwell sogar noch älter als in Moonraker! (was man aber auch positiv auslegen könnte)

Das Auftauchen von Jaws im Zug ist überraschend, er liefert einen gelungenen Kampf.

Die Ankunft von Bond alias Mr Sterling bei Atlantis ist sehr gelungen, was auch am fantastischen Score liegt. Es fällt zwar schon auf, dass das ein Modell, bzw. animiert ist, aber das stört nicht.

Die Verfolgungsjagd zwischen Bond/Amasova und Strombergs Handlangern ist richtig gut, was auch am Score und den ständig neu auftauchenden Fahrzeugen liegt. Mit dem Auftauchen des Helikopters wird die Szene sogar noch mal deutlich besser! Der Lotus Espirit ist ein großartiges Bond-Car.

Die Szenen unter Wasser gefallen mir, einmal sind sie durch die Tiere ganz schön anzusehen, auch der Score passt dazu. Dennoch finde ich die Szene nicht sonderlich sinnvoll, auch wenn Bond gefunden hat, was er wollte.

Allerdings bildet dies die Grundlage für ein fantastisches Gefecht unter Wasser. Der Score ist währenddessen perfekt. Das Ende mit der Mine ist sehr spannend.

Es gefällt mir, dass der Film mit der Morddrohung von Anya an Bond eine persönliche Komponente erhält. Die bestand zwar im Prinzip von Anfang an, aber erst jetzt spielt sie wirklich eine Rolle.

Weiter gehts in dem U-Boot: Der plötzliche Stromausfall ist trotz des vorherigen Sichtkontakts zur Liparus noch Überraschend. Das "Auffressen" des U-Boots durch die Liparus ist eine großartige Szene, was auch am Score liegt.

Es passt zur Figur Stromberg, dass er nicht an Geld interessiert ist. Allerdings dürfte seine Mission wohl von allen Bond-Gegnern eine der teuersten gewesen sein. Es wird auch angedeutet, dass er einer der reichsten Männer der Welt ist. Das passt nicht zusammen. Dennoch nur eine leichte Schwäche, die nicht weiter stört.

Die Befreiung der Gefangenen und das Ausrüsten der U-Boot-Crews mit den Waffen ist eine großartige Szene, das liegt auch am hervorragenden Score. Das Gefecht an Bord der Liparus ist die wohl beste Szene des Films.

Der folgende Auseinanderbau der Atomrakete ist die spannendste Szene des Films, wenn nicht sogar des Franchise.

Das Bond-Theme wurde bei der Fahrt von Bond auf der Kamera gut eingesetzt. Die anschließende Stürmung der Zentrale ist erneut eine großartige Actionszene, auch wenn sie mit der vorhergegangenen nicht ganz mithalten kann.

Die folgende Umprogrammierung der Atomraketen mit dem Countdown ist erneut sehr spannend, wie auch die Zerstörung der U-Boote. Das liegt auch am Score, oder besser gesagt an der Ruhe. Allerdings frage ich mich, ob die Zerstörung der U-Boote überhaupt unbedingt notwendig war. Die Zerstörung der Atomraketen alleine hätte New York und Moskau doch auch gerettet. Das macht die Spannung von eben weniger sinnvoll.

Die Explosion der Liparus ist nach der Ruhe sehr überraschend. Die Versenkung der Liparus ist ein großartiger Abschluss für die Actionszenen.

Bonds Fahrt zur Atlantis/zu Stromberg ist sehr spannend, das liegt vor allem am Countdown und daran, dass man von der Falltür weiss.

Der Kampf mit Jaws ist eine letzte großartige Szene, er hatte bisher vergleichsweise wenig Screentime, in der er wirklich eine zentrale Figur war. Es gefällt mir auch, dass man am Ende Atlantis noch mal besser kennen lernt (was bei Bonds erstem Besuch bei Stromberg besser gepasst hätte).

Währenddessen wird die eine Stunde bis zur Versenkung fast vergessen. Es folgt eine letzte großartige Szene, wie Bonds/Amasovas Flucht von Atlantis.

Es ist gut, dass die persönliche Komponente noch mal aufgegriffen wird. Trotzdem ist es gut, dass man dies in der Zwischenzeit nicht zu sehr zum zentralen Thema gemacht sondern nur vereinzelt aufgegriffen hat.


Roger Moores dritter Einsatz als 007 ist also sein bester. Somit bekommt der Film 10/10 Punkte von mir. Er steht damit auf Platz 3 meines Rankings.
Zuletzt geändert von Henrik am 16. Mai 2016 18:29, insgesamt 1-mal geändert.
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21. Februar 2016 11:56

Moonraker - Streng Geheim!:

Der Film, also die PTS beginnt ziemlich stark arbeitet auf einen spektakulären Höhepunkt hin. Leider bleibt dieser Höhepunkt aber leider aus. Den Beisser hätte man noch besser einbringen sollen. Das Ende mit dem Zirkuszelt ist mir viel zu albern, auch Übergang zur TS gefällt mir nicht wirklich.

Shirley Bassey lieferte hier bei weitem ihren schwächsten Beitrag zum Bond-Franchise ab, auch wenn er durchaus zum Film passt.

Spätestens ab MR fällt auch auf, dass Maxwell zu alt für die Rolle von Moneypenny ist. Moore hingegen ist hier noch einigermaßen in Form, das ist in FYEO schon deutlich schlimmer.

Merkwürdig finde ich die Vergabe des Auftrags an Bond, der ihn sich mehr oder weniger selber erteilt, auch wenn M dem zustimmt. Das mach die Szene aber noch verrückter, da Bond auch nicht auf eigene Faust ermittelt.

Drax wurde als Bösewicht völlig verschwendet. Nach etwa einer Viertelstunde weiss man schon, dass Drax der Bösewicht ist, was schade ist. Das hätte man viel spannender entwickeln können. Spätestens ab dem Mordversuch im Simulator sollte aber alles klar sein.

In dieser Szene finde ich dafür die Rückblenden sehr gelungen, bzw. passend, bevor Bond den Simulator mit seiner Uhr ausser Kraft setzt.

Corinne hätte das Potential gehabt, ein sehr gutes Bond-Girl zu werden, aber sie hat viel zu wenig Screentime. Das ist schade!

Die "Fasanenjagt" ist ganz cool ("So ein hübscher Sport"), allerdings stellt sich Drax reichlich dumm an, indem er Bond eine scharfe Waffe gibt und der Scharfschütze, der auf Bond angesetzt ist, viel zu weit weg ist. Dadurch wirken Drax und seine Henchmen ziemlich dumm.

Die Tötung an Corinne ist dafür gelungen. Hier gefällt mir auch der Übergang nach Venedig ganz gut.

Dadurch dass Goodhead in Venedig auftaucht, weiss man allmählich, wer sie wirklich ist. Nicht wirklich viel anfangen kann ich mit den Szenen, in der Bond sie verfolgt. Will er sie beschatten (teilweise macht die Szene den Eindruck) oder doch nicht? Wenn erstes der Fall ist, hat Bond sich nicht wirklich schlau angestellt.

In den Venedig-Szenen gibt es eine Menge misslungener Gags. Ein Beispiel dafür ist der Mann aus dem Sarg, der Bond mit dem Messer töten will. Letztendlich wird er durch eine viel zu niedrige Brücke ins Wasser geschoben, aber das wäre auch ohne Bonds Hilfe passiert, was die ganze Szene sinnlos macht.

Die Gadgets von Bonds Gondel sind ja teilweise ganz nett und hilfreich, aber bei der Fahrt über Land wird es mir zu übertrieben und klischeehaft. Viele dieser Elemente gab es zwar auch in anderen Bond-Filmen, aber hier ist zu viel davon auf einmal.

In Drax' Labor finden merkwürdige Sachen statt: Das Giftgas tötet die Arbeiter, die Mäuse bleiben verschont. Dies soll dem Zuschauer wohl die Wirkung auf Tiere, bzw. Menschen erklären, aber es gibt keinerlei Forschung, die hier betrieben wird, hier werden nur die Globen präpariert. Niemand hätte hier die Gase freisetzen sollen, die Mäuse haben also keinerlei praktische Bedeutung.

Die Schlägerei mit Chang ist spektakulär und bringt zudem die Story weiter, da Bond so eine Verbindung nach Rio findet.

In den anschließenden Szenen mit Bond, Drax, Gray und M fällt mir auf, dass Michael Lonsdale teilweise ziemlich unpassend für die Rolle ist.

Die Reaktion von Frederick Gray auf die Fehler in Bonds Ermittlungen ist ziemlich übertrieben. Er will Bond vom Auftrag abziehen, nur weil er mit Gasmasken in Drax' Büro stand. Es mag ja sein, dass Bond in den letzten Filmen zu häufig suspendiert wurde oder ähnliches, aber nie war es so unpassend wie hier.

Jaws mag ich ja als Henchman eigentlich schon, im TSWLM hatte er viele sehr gute Auftritte. Aber in MR wird er mir deutlich zu sehr ins lächerliche gezogen, zum Beispiel dass er von den Karneval-Gästen mitgezogen wird und nicht entkommen kann. Man sollte doch meinen, er sei der stärkste Mann der Welt.

Bei vielen Szenen habe ich das Gefühl, dass man sie früher schon einmal besser gesehen hat, weshalb der Film verglichen mit anderen Bond-Filmen stark zurückfällt. Die Szene in der Seilbahn erinnert mich stark an die deutlich bessere Szene aus OHMSS.

Die Szene beinhaltet zudem einen Fehler:
Jaws liegt in der Gondel, der Blick erfolgt durch die geöffnete Luke. Diese hatte Bond aber vorher geschlossen, auch danach ist sie geschlossen. Jaws verliebt sich, was soll man dazu noch sagen?

Die Entführung von Bond und Goodhead ist spannend, aber das währenddessen ablaufende Product-Placement geht echt zu weit!

Q stellt ein paar nette Gadgets vor, die aber leider nicht zum Einsatz kommen, wie die Bolas. Stattdessen wird hier schon mir Laserwaffen experimentiert. Weiss der MI6 schon, was bevorsteht? Dann hätte man aber andere Vorkehrungen treffen sollen. Dass in den Q-Szenen viele Gadgets gezeigt werden, die Bond nicht verwendet ist ja nicht ungewöhnlich, aber es war nie so ärgerlich wie hier, da hier viele echt spannende Gadgets dabei sind.

Den Übergang vom MI6-Büro in den Amazonas über die Karte ist sehr passend. Auch ist es gut, dass zu Beginn die Natur gezeigt wurde. Die Bootsverfolgung gefällt mir, die Gadgets werden passend verwendet. Die Szene ist das absolute Highlight des Films, auch weil das 007-Theme verwendet wurde!

Das Eindringen in Drax' Basis gefällt mir, auch der Kampf mit seiner Lieblingspython. Spannend ist auch die Flucht von Bond und Hoodhead aus ihrem "Krematorium". Allerdings ist der Schnitt merkwürdig: Drax wäre niemals so schnell in das Shuttle gekommen, die Szenen laufen ja parallel.

Anschließend steigen Bond und Holly in ein anderes Moonraker-Shuttle ohne zu wissen, was sie überhaupt vorhaben, sie wissen ja nicht einmal, dass das Shuttle selbstständig fliegt. Holly ist zwar Astronautin, aber was die beiden machen erscheint mir doch zu leichtsinnig.

In den Weltraumszenen wurden billige und komische Fehler gemacht: Warum fällt der Tank "nach unten", also von der Erde weg? Fliehkraft wegen der Rotation? Logischer wäre es, er würde zurück Richtung Erde fallen.

Im Prinzip sind größenwahnsinnige Bösewichte bei Bond ja ganz gut, aber Drax geht so weit, dass es einfach nur noch lächerlich erscheint. Er erscheint mir zudem als ziemlich dumm.

Die Laserschlacht im Weltraum ist unnötig, übertrieben und völlig unrealistisch. Zudem passt sie überhaupt nicht zu Bond. Niemand scheint nach einem bestimmten Plan vorzugehen, es scheint nur das Ziel zu sein, möglichst viele Menschen aus der Masse zu treffen, egal von welcher Seite.

Die abschließende Zerstörung der Globen ist eine spannende Abschlussszene, die folgende Szene macht sie dann aber kaputt: Es hieß doch, sie würden in die Erdatmosphäre eintauchen, was das Shuttle zerstören könnte, dannach scheben Bond und Goodhead aber entspannt im Weltraum. Hier wollte man wohl nur ein klassisches Ende haben, ohne dass es wirklich Sinn macht und dazu noch die vorherigen Szenen kaputt macht.

Der Abspann-Song gefällt mir besser als in der TS, weil er ein höheres Tempo ist.

Insgesamt konnte mich der 11. Beitrag der Reihe nicht wirklich überzeugen, aber er hätte deutlich mehr Potential gehabt. Vieles wurde deutlich übertrieben.

4/10
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21. Februar 2016 12:00

In tödlicher Mission:

Der Beginn ist sehr stark. Damit meine ich nicht die PTS, sondern die Gunbarrel, was vor allem am Soundtrack liegt. Die PTS habe ich früher, genau wie den Titelsong mehr gemocht, mittlerweile sind beide wenn überhaupt im Mittelfeld.

Sehr gut gefallen mir hingegen die Szenen auf der St Georges, auch wenn ich (noch) nicht wirklich verstanden habe, ob sie zufällig versenkt wurde und die Chance nur genutzt wurde, wie Gogol es später erwähnt hat, oder die Versenkung direkt von Kristatos beauftragt wurde, um ans ATAC zu gelangen.

Wo ich schon beim ATAC bin: An sich wollte man doch nach den Over-the-Top-Bonds TSWLM und MR wieder einen bodenständigen Film drehen, gleich die Ausgangslage erinnert mich jedoch stark an TSWLM. Die folgenden Szenen in Madrid sind jedoch sehr bodenständig und realistisch, sie gefallen mir auch sehr gut. Etwas schade finde ich hingegen, wie wenig Screentime Gonzales hat.

Weiter geht es in Cortina, den Twist finde ich sehr gelungen, auch finde ich, wirkt Kristatos in seiner ersten Szene viel harmloser als später (trotzdem ein eher schwacher Gegner). Positiver aufgefallen ist mir Kriegler, bei ihm weiß man zunächst nicht wirklich für wen er arbeitet. Die Ski-Szenen in Cortina halte ich für gelungen, auch wenn sie sich ziemlich lange hinziehen.

Die Casino-Szenen finde ich etwas zu lang, ebenso die folgenden Szenen mit Lisl. Dafür stimmt in dem Kampf am Strand und dem Einmischen von Colombos Leuten wieder alles, auch der Soundtrack ist hier fantastisch. Das Vorgehen von Colombos Leuten war mir teilweise etwas zu brutal, sodass ich es nicht wirklich verstehe, dass sich Bond so schnell auf eine Zusammenarbeit mit Colombo einlässt.

Den Angriff auf Kristatos' Lager in Albanien finde ich sehr gelungen, auch passend, dass das Thema "Locque" entgültig abgehakt wird, nachdem erst kurt vorher bekannt wurde, für wen er wirklich arbeitet.

Die folgenden Szenen, wie die Bergung vom ATAC sind sehr spannend und gelungen, auch Kristatos' Mordversuch an Melina und Bond. Klasse sind seine Sprüche wie "leave him" (als einer seiner Handlanger über Bord gefallen ist) oder "run them down" (übrigends hier ein klasse Soundtrack).

Nachdem Bond und Melina wieder an Bord sind, nimmt der Film einen merkwürdigen Verlauf: Erst trifft sich Bond mir Q in einem St Cyrills, Q kann nicht helfen und dann ist Bond mit Melina und Colombo auf dem Weg zum richtigen St Cyrills.

Bonds Erklimmen des St Cyrills finde ich äußerst spannend und spektakulär, auch wenn ich einige Sachen nicht wirklich verstehe: Bond klettert fast das ganze Stück ungesichert hoch, bevor er den ersten Haken einschlägt, alle folgenden Haken schlägt er parallel ein. Das macht in meinen Augen nur Sinn, wenn er schon weiß, dass Apostis ihn abstürzen lassen will. Trotzdem ist er dann ein gefährliche langes Stück ungesichert hochgeklettert, warum braucht er dann auf einmal die Kletterhaken?

Die weiteren Szenen, wie der Kampf zwischen Colombo und Kristatos oder Bond und Kriegler gefallen mir. Es passt in das Gesamtbild des Films, dass Bond Kristatos den Behörden übergeben will und ihn ausnahmsweise mal nicht gewissenlos umbringen (lassen) will. Passt zu dem Film, der ja eher bodenständig sein will.



General Gogol ist in diesem Film Gegner wie nie zuvor oder danach. Während er in allen anderen Filmen beinahe einen Verbündeten Bonds darstellte, könnte man ihn hier fast als Hauptbösewicht betrachten. Zwar ungewöhnlich, aber für den Film durchaus passend.

Dass Thema Rache spielt in diesem Film eine große Rolle, zuerst in der PTS aber auch im restlichen Verlauf wegen dem Mord an Melinas Eltern. Dies gefällt mir, da man das häufig vergisst, es wird aber an passenden Stellen wieder aufgegriffen.

Nun zum Soundtrack: Teilweise wirklich gelungen, sodass ich froh bin, dass Barry diesmal nicht diese Arbeit übernahm (z.B. Submarine), es gibt aber auch Szenen, bei denen ich denke, dass Barry es viel besser hinbekommen hätte (Szenen in Cortina). Wirklich unpassend finde ich den Soundtrack allerdings nie.

Mir 8/10 liegt der Film in meinem Ranking im oberen Mittelfeld.
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