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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Di Jun 05, 2012 16:23 

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Das ist schon irgendwie eine skurile Diskussion, wenn man bedenkt, dass ja grade Rodriguez mehr Regie- und mehr Writer Erfahrung hatte/hat als Tarantino.
Zudem ist grade er es, der als trademark den Spruch "shot, chopped, and scored by Robert Rodriguez" eingeführt hat. Das spricht für mich nicht dafür, dass er einen Tarantino brauchte, der im erklärt wie FDTD oder Desperado umgesetzt werden soll...

Wenn ich fies wäre, würde ich jetzt sagen, dass FDTD und Desperado sich von den Tarantino Filmen sogar deutlich absetzen, dadurch dass sie ganz einfach Spaß an der Freude vermitteln und keinen - Tarantino typischen - episodenhaften Erzählstil, Rückblenden, Zwischeneinblendungen oder sonst welches Brimborium haben.

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Nicht beißen...ich will doch nur spielen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Di Jun 05, 2012 16:43 
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danielcc hat geschrieben:
Das widerspricht meiner Aussage nicht, sondern unterstützt sie eher.
Hier ist nämlich lediglich zu unterscheidne zwischen dem "gemeinen Kinovolk" (meine Aussagen) und der "elitären Cineasten und Kritikerschar" (deine Aussagen).
KEIN MENSCH vom "gemeinen Kinovolk" hat Reservoir Dogs oder True Romance (der ja auch nich von QT inszeniert ist) gesehen. Aber Desperado und FDTD waren riesigen Video-Hits, die die Leute viel stärker wahrgenommen haben. Ich erinnere mich genau an die Zeit, als jeder zwar mal was von diesem Wunderkind Tarantino gehört hatte, aber kaum jemand dessen eigentliche Filme kannte und stattdessen Desperado und FDTD gepriesen hat...


Dann ist mein Post bei dir falsch angekommen. QT ist sehr wohl der breiten Masse durch PF bekannt geworden, die von dir angesprochenen Videohits zielten doch in viel größerem Maße auf ein Spartenpublikum ab als PF, der es tatsächlich schaffte ein Publikum von 10-100 zu begeistern - und das eben auch im Kino. Tarantino war damals für die meisten Leute gleichbedeutend mit Pulp Fiction. Sein Mitwirken an Desperado und FDTD unterstütze dies lediglich.

danielcc hat geschrieben:
Das spricht für mich nicht dafür, dass er einen Tarantino brauchte, der im erklärt wie FDTD oder Desperado umgesetzt werden soll...


Rodriguez braucht sicher keinen Tarantino für seine Filme, es spricht aber für ihn, dass er hier überhaupt keine Berührungsängste hat und sich jederzeit mit seinem Buddy Quentin austauscht und dessen Fähigkeiten auch gerne in seine Projekte einfliessen lässt. Ein Projekt wie Grindhouse sagt mehr aus über die Beziehung zwischen den beiden als alles andere.

Unterm Strich ist QT für mich dennoch der deutlich begabtere Regisseur der beiden.

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"One of the great missed opportunities of post-war British movie history. Reed would have brought a glowering Newgate menace to the mayhem, while he might have been able to do what Connery had never attempted: to bring to the comic-strip fantasy of the films the emotionally-obsessive, Byronic loner of the later books."


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Di Jun 05, 2012 16:44 
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danielcc hat geschrieben:
Das ist schon irgendwie eine skurile Diskussion, wenn man bedenkt, dass ja grade Rodriguez mehr Regie- und mehr Writer Erfahrung hatte/hat als Tarantino.
Zudem ist grade er es, der als trademark den Spruch "shot, chopped, and scored by Robert Rodriguez" eingeführt. Das spricht für mich nicht dafür, dass er einen Tarantino brauchte, der im erklärt wie FDTD oder Desperado umgesetzt werden soll...


Von Desperado habe ich auch nicht gesprochen. Ganz andere Baustelle.

Und das er QT gebraucht hat, hat auch niemand behauptet.

Und wer mehr Erfahrung hatte ist in dem Fall vollkommen irrelevant.

Da die beiden Kumpels sind kann es ja auch sein das sie zusammengearbeitet haben. Oder das RR FDTD mehr im Sinne QTs gedreht hat, also sich selber zurückgenommen hat. Alles ist möglich.

FDTD ist sicherlich weniger QT als seine eigentlichen Filme, aber es ist ja auch ein frühes Drehbuch.
Und es ist sicherlich auch ein Film der gut zu RR passt.

Trotzdem für mich insgesamt eher QT.

Die 1. Hälfte des Filmes ist definitiv sehr stark QT geprägt, in der 2. Hälfte kommt dann vielleicht eher RR zu seinem Recht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Di Jun 05, 2012 16:47 
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AnatolGogol hat geschrieben:


Unterm Strich ist QT für mich dennoch der deutlich begabtere Regisseur der beiden.


Der deutlich aufregendere, der deutlich faszinierendere.

QTs Filme machen mir halt deutlich mehr Spaß. Und sie haben den kostbaren Gänsehaut Faktor


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Di Jun 05, 2012 16:52 
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Maibaum hat geschrieben:
Die 1. Hälfte des Filmes ist definitiv sehr stark QT geprägt, in der 2. Hälfte kommt dann vielleicht eher RR zu seinem Recht.

das sehe ich zu 100% auch so.


Maibaum hat geschrieben:

QTs Filme machen mir halt deutlich mehr Spaß. Und sie haben den kostbaren Gänsehaut Faktor

schön gesagt, auch hier 100% Zustimmung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Fr Jun 08, 2012 17:04 
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AnatolGogol hat geschrieben:
Hinzu kommt die sensationelle Besetzung und die Tatsache, dass dieser Film auch so etwas wie das Comeback eines meiner Lieblingsschauspieler darstellt – Mickey Rourke.

Rourkes Performance in Sin City ist wie ich bereits erwähnte grandios :) Leider konnte er mich in anderen Filmen seither nicht mehr überzeugen und ist entweder fehlbesetzt (Stormbreaker), überflüssig (13) oder peinlich (Expendables).

Maibaum hat geschrieben:
Ich bin zwar schon der Meinung das der Regisseur die eigentlich kreative Kraft eines Filmes ist, aber gerade im viel stärker arbeitsteiligen Kommerzkino ist das natürlich auch oft eine grobe Vereinfachung.
Es gibt sicherlich nicht wenige Filme wo die eigentlichen Macher die Produzenten sind, oder wo evtl. das Drehbuch wichtiger als die Regie war, oder wo der Kameramann den Stil des Filmes bestimmt hat.

Dito. Wenn man die Autorenfilmer rausnimmt werden Regisseure meiner Ansicht nach bezüglich ihres gestalterischen Einflusses auf den fertigen Film oftmals sogar überschätzt. Natürlich sind sie essentieller Bestandteil der Crew und können die Filme entscheidend mitkreieren, andererseits haben auch Produzenten, Autoren (die ganz besonders!), Kameraleute, Cutter, Komponisten und Schauspieler ihre kreative Mitwirkung. Daher finde ich es nicht ganz gerechtfertigt, wenn die Regisseure gewissermassen als alleinige „Macher“ behandelt werden.

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„Ich suche immer nach Humor, bei allem was ich spiele, egal wie ernst es ist. So erzählen sich Geschichten leichter.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Fr Jul 06, 2012 16:57 
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Machete
Ein überaus interessanter Film: auf der einen Seite absolut schräg, durchgeknallt und abstrus, andererseits mit akzeptabler Story und sogar einem Hauch von Anspruch. Dabei ist Machete zwar oftmals eine ziemlich wilde Schiess- und Prügelorgie, aber nicht halb so eklig und krampfhaft überdreht wie Planet Terror. Folglich werden die nicht ganz ernst zu nehmenden Splatter-Action-Szenen neben allerlei witzigen Sprüchen zum Hauptgrund dafür, dass der Film grossen Spass macht und eigentlich die gesamte Laufzeit über nicht langweilig wird.

Während Danny Trejo als genau so cooler wie eigenartiger Oberheld mit seiner trockenen Art Sympathie anzieht bleibt Steven Seagal enttäuschend unscheinbar. Dafür dass er vor 25 Jahren mal ein Martial-Arts-Star gewesen sein soll wirkt er geradezu lächerlich albern sobald er ein Katana in die Hand nimmt und bleibt mit seinem Hawaiihemd und dem mehr als behäbigen Körperbau als Hampelmann in der Erinnerung. Die übrigen Schurken sind zwar wandelnde Klischees (angefangen bei Don Johnson, der sogar mitten in der Nacht mit Sonnenbrille herumrennt), kommen aber als schmierige Hassobjekte sehr gut zum Zuge, wobei vor allem Robert DeNiro zu nennen ist - ein Darsteller der mir oftmals ziemlich unsympathisch erscheint und somit gut in diese Rolle passt. :wink: Michelle Rodriguez und Jessica Alba sind natürlich ein toller Blickfang.

Sehr schön auch, dass die drei Jahre älteren Originalbilder aus Planet Terror vom nachgedrehten Material eigentlich kaum zu unterscheiden sind!

8/10 Punkten

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Sa Jul 07, 2012 19:35 
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GoldenProjectile hat geschrieben:
Rourkes Performance in Sin City ist wie ich bereits erwähnte grandios :) Leider konnte er mich in anderen Filmen seither nicht mehr überzeugen und ist entweder fehlbesetzt (Stormbreaker), überflüssig (13) oder peinlich (Expendables).


Vermutlich hast du die falschen Filme gesehen :wink: .
Rourkes Leistungen in den 80ern sind kaum in Worte zu fassen, was er damals darstellerisch abgeliefert hat ist so was von unfassbar gut, dass es seines Gleichen sucht. In derselben Kategorie spielte damals eigentlich nur noch De Niro und glücklicherweise durfte man in Parkers Angel Heart das Treffen dieser beiden Schauspieltitanen dann miterleben. Schön, dass er in den 00er Jahren beginnend mit einer großartigen Performance in Spun sich wieder nach oben spielen konnte und so auch immer mal wieder in großartigen Rollen glänzen konnte. Und natürlich war sein Kurzauftritt in Stallones The Expendables überhaupt nicht peinlich sondern der integrale Bestandteil des Films. In der kurzen Szene, in der er über seine Erlebnisse im Jugoslawien-Krieg erzählt schafft er es mal wieder eine schier unglaubliche Intensität und Emotionalität in Rolle und Szene zu packen wie es außer ihm heutzutage sonst niemand mehr schafft (auch DeNiro nicht mehr oder zumindest versteht er es seit längerem meisterhaft durch mittlermäßige Darbietungen und fragwürdige Rollenwahl diesen Anschein zu erwecken). Rourke ist ein echtes Original, ein begnadeter Schauspieler dem es auch in den plattesten Werken oft gelingt echte Seele in sein Spiel zu legen (zB die Eröffnungsszene in dem ansonsten unsäglich mittelmäßigen Iron Man II) und der darüber hinaus einfach eine echt coole Socke ist. Ein Hoch auf den Homeboy! :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Sa Jul 07, 2012 20:06 
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In The Wrestler ist er natürlich auch toll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Sa Jul 07, 2012 20:11 
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Maibaum hat geschrieben:
In The Wrestler ist er natürlich auch toll.


yepp, eine typische Rourke-Rolle - der Verlierer der halt trotzdem irgendwie ein Sieger ist. Eigentlich ja fast eine Art Remake des 20 Jahre zuvor entstandenen und mit autobiograhischen Zügen von Rourke selbst geschrieben Boxerdramas Homeboy. Bezeichnend, dass die Presse bei Erscheinen vom Wrestler dann Rourke in den höchsten Tönen lobte nach dem Motto "endlich die Rolle auf die er sein ganzes Leben gewartet hat" - eine Rolle die er so nahezu identisch schon 20 Jahre früher gespielt hat. Passt dazu, dass er durch seine beiden Schmuddel-Hits 91/2 Wochen und Wilde Orchidee und sein Rabauken-Image weltberühmt wurde und nicht durch die vielen hervorragenden anspruchsvollen Filme wie Diner, Barfly, Pope of Greenwich Village, Rumble Fish oder Year of the Dragon.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Sa Jul 14, 2012 18:51 
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AnatolGogol hat geschrieben:
GoldenProjectile hat geschrieben:
Rourkes Performance in Sin City ist wie ich bereits erwähnte grandios :) Leider konnte er mich in anderen Filmen seither nicht mehr überzeugen und ist entweder fehlbesetzt (Stormbreaker), überflüssig (13) oder peinlich (Expendables).


Vermutlich hast du die falschen Filme gesehen :wink: .
Rourkes Leistungen in den 80ern sind kaum in Worte zu fassen, was er damals darstellerisch abgeliefert hat ist so was von unfassbar gut, dass es seines Gleichen sucht. In derselben Kategorie spielte damals eigentlich nur noch De Niro und glücklicherweise durfte man in Parkers Angel Heart das Treffen dieser beiden Schauspieltitanen dann miterleben. Schön, dass er in den 00er Jahren beginnend mit einer großartigen Performance in Spun sich wieder nach oben spielen konnte und so auch immer mal wieder in großartigen Rollen glänzen konnte. Und natürlich war sein Kurzauftritt in Stallones The Expendables überhaupt nicht peinlich sondern der integrale Bestandteil des Films. In der kurzen Szene, in der er über seine Erlebnisse im Jugoslawien-Krieg erzählt schafft er es mal wieder eine schier unglaubliche Intensität und Emotionalität in Rolle und Szene zu packen wie es außer ihm heutzutage sonst niemand mehr schafft (auch DeNiro nicht mehr oder zumindest versteht er es seit längerem meisterhaft durch mittlermäßige Darbietungen und fragwürdige Rollenwahl diesen Anschein zu erwecken). Rourke ist ein echtes Original, ein begnadeter Schauspieler dem es auch in den plattesten Werken oft gelingt echte Seele in sein Spiel zu legen (zB die Eröffnungsszene in dem ansonsten unsäglich mittelmäßigen Iron Man II) und der darüber hinaus einfach eine echt coole Socke ist. Ein Hoch auf den Homeboy! :!:

Ja, das waren ziemlich sicher die falschen Filme, daher würde ich bei Gelegenheit auch gerne Mal Year of the Dragon anschauen. Rourkes Darstellung in Sin City schätze ich wie schon gesagt sehr.

Wenn ich Rourke bei den Expendables als peinlich bezeichne meine ich dabei nicht die Szene mit Stallone in der Mitte des Films! Auch hier beeindruckt die intensive und emotionale Performance von Mickey, vor allem wenn man beachtet dass er eigentlich vom Iron Man 2 Set nur kurz "hinüber gekommen" ist und ohne sich gross vorzubereiten mitgespielt hat. Was ich als peinlich empfinde ist sein allererster Auftritt im Film: Mickey Rourke, sechzig Jahre alt, mit mässig geliftetem Faltengesicht, Bierranzen, schlaffer Haut und strähnigen grauen Haaren , mit unzähligen Tattoos bedeckt brettert im Cowboy-Kostüm mit offenem Hemd auf einer Harley in die Garage, ein 18-jähriges Playboy-Girl im Schlepptau und macht einen auf hippen Player dem keine Frau widersteht und der den Namen seiner Freundin vergisst. Gut, da hatte auch Stallone seine Finger im Spiel, an den Kopf fassen musste ich mir aber trotzdem.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: So Jul 15, 2012 14:11 
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GoldenProjectile hat geschrieben:
Wenn ich Rourke bei den Expendables als peinlich bezeichne meine ich dabei nicht die Szene mit Stallone in der Mitte des Films! Auch hier beeindruckt die intensive und emotionale Performance von Mickey, vor allem wenn man beachtet dass er eigentlich vom Iron Man 2 Set nur kurz "hinüber gekommen" ist und ohne sich gross vorzubereiten mitgespielt hat. Was ich als peinlich empfinde ist sein allererster Auftritt im Film: Mickey Rourke, sechzig Jahre alt, mit mässig geliftetem Faltengesicht, Bierranzen, schlaffer Haut und strähnigen grauen Haaren , mit unzähligen Tattoos bedeckt brettert im Cowboy-Kostüm mit offenem Hemd auf einer Harley in die Garage, ein 18-jähriges Playboy-Girl im Schlepptau und macht einen auf hippen Player dem keine Frau widersteht und der den Namen seiner Freundin vergisst. Gut, da hatte auch Stallone seine Finger im Spiel, an den Kopf fassen musste ich mir aber trotzdem.


Aber man kann The Expendables, jener knapp zweistündigen Aneinanderreihung von Klischees, nicht wirklich vorwerfen, dass man in Rourkes "Entrée" das klassische Rock´n´roller-Klischee bedient. :wink: Das ist ja praktisch das ganze Konzept hinter dem Film. Zumal, Klischee hin oder her, wenn man sich Rourkes wechselnden weiblichen Anhang im echten Leben anschaut ist das ja soweit hergeholt nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Mi Jul 18, 2012 22:48 
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Nichts mehr los hier, na dann halt mal wieder ein Anstoss. :wink:

Maibaum hat geschrieben:
From Dusk Till Dawn ist aber sicher ebenso sehr Tarantino wie Rodriguez.

Für mich sogar etwas mehr QT als RR.


Ich empfinde es immer wieder als amüsant wie die Drehbuchautoren (von vielen Leuten) als Schöpfer der Filmstories schon fast übergangen und die Produzenten so ziemlich komplett vergessen werden (eine Ausnahme ist hier sicher das Bond-Franchise) während man den Regisseur jeweils zum absoluten "Macher" und alleinigen kreativen Einflussnehmer des Films macht, dann aber bei Onkel Quentin jeden Film mit dem er auch nur im geringsten zu tun gehabt hat (Krone: Sin City) zu "seinem" Werk erklärt.

From Dusk Till Dawn ist da vielleicht das falsche Beispiel, da Quentin hier ja alleiniger Drehbuchautor war und ich ja darauf hinweise die Autoren etwas mehr zu beachten... Aber es geht ja ums Prinzip.

Was ich damit sagen will, hier in etwas weniegr Worte gefasst:
AnatolGogol hat geschrieben:
Was ich generell gar nicht ab kann ist, wenn Leute Rodriguez Werke Tarantino zuschreiben. Wie oft habe ich schon gehört, dass From Dusk und Sin City Tarantino-Filme seien, da könnte ich jedes Mal bei soviel Ignoranz und Inkompetenz an die Decke springen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Do Jul 19, 2012 0:47 
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Sin City ist was anderes, der ist letztendlich zum größten Teil sogar eher von Frank Miller geprägt, aber From Dusk Till Dawn ist für mich insgesamt mehr QT als RR. Und das bleibt er auch selbst wenn QT das Gegenteil behaupten würde.

Aber im Gegensatz zu True Romance sehe ich da immerhin auch einen größeren RR teil drin.

Drehbuchautoren sind ansonsten meist tatsächlich nicht so wichtig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Filme des Robert Rodriguez
BeitragVerfasst: Do Jul 19, 2012 8:36 
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Registriert: Fr Dez 10, 2010 16:22
Beiträge: 1593
Maibaum hat geschrieben:
Aber im Gegensatz zu True Romance sehe ich da immerhin auch einen größeren RR teil drin.


Ich entdecke aber auch in True Romance sehr viel von Tony Scott. Nur weil der Film in einer anderen Liga spielt als sein restliches Oevre würde ich Scott nicht die Meriten dafür in Abrede stellen wollen. Ich denke da kam halt mal alles zusammen: Drehbuch, Darsteller und die dazu passende Inszenierung, so dass auch der gute Tony mal nen Volltreffer landen konnte. Der große Vorteil an True Romance gegenüber dem "typischen" Tony Scott-Werk ist allerdings in der Tat, dass der visuelle Aspekt hier nicht über Story und Figuren dominiert, sondern Hand in Hand funktioniert. Dass ist sicherlich auch der überragenden Qualität der Vorlage geschuldet, so dass Scott sich hier wohl bewusst zurückgenommen hat. Aber wie gesagt ist die visuelle Gestaltung nach wie vor sehr typisch für ihn, nur eben für meinen Geschmack wesentlich filmdienlicher.

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