James Bond mit Schulranzen!

Auch die unglaubliche und unverkennbare 007-Melodie und die einzelnen Titellieder haben viel zur Legende James Bond beigetragen! Für die jugen Bondfans gewinnen die 007-Games immer mehr an Bedeutung, revolutionär war damals sicher "GoldenEye 64"!
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GoldenEye
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24. April 2004 11:34

James Bond mit Schulranzen

Agent 007 fesselt mit seinen waghalsigen Aktionen nicht nur seit einem halben Jahrhundert thrillerhungrige Leser, sondern jagt auch seit mehr als 40 Jahren erfolgreich über die Filmleinwand.

Als Ian Fleming, der einst selbst im Geheimdienst tätig war, 1953 "Casino Royale" veröffentlichte, ahnte er noch nicht, dass seine Romanfigur mit der Lizenz zum Töten als Legende in die Filmgeschichte eingehen würde. "James Bond 007 jagt Dr. No" sollte den Auftakt einer Flut von Fortsetzungen um den britischen Top-Spion bilden und weitere Agententhriller inspirieren.

Auch der Wechsel der Hauptdarsteller tat dem Erfolg keinerlei Abbruch: Nachdem Sean Connery heiße "Liebesgrüße aus Moskau" verschickte und im "Diamantenfieber" auf Schurkenjagd ging, beschloss er entgegen dem Motto "Sag niemals nie", die Bondrolle für immer abzulegen. Roger Moore hatte ohnehin längst "Leben und sterben lassen", und schließlich spürte auch Timothy Dalton den "Hauch des Todes". Zuletzt erkannte Pierce Brosnan, dass die Welt nicht genug, und die Filmindustrie, dass auch bei den Bond-Filmen kein Ende in Sicht ist: Agent 007 ist weiterhin "In tödlicher Mission" unterwegs.

James' Jugendsünden

Wir haben ihn in außergewöhnlichen Situationen erlebt, kennen seine Leidenschaft für Frauen, seinen Faible für Martini - "gerührt und nicht geschüttelt", versteht sich - und seine treue Begleiterin, eine Walther PPK. Doch wer weiß schon, wann er seinen ersten Drink erbrach, die erste Abfuhr von einer Frau kassierte und von Schurken eins auf die Mütze bekam? Und wie hat er den tödlichen Skiunfall seiner Eltern verkraftet, der in Flemings Romanen angesprochen wird?

Fragen über Fragen, die kein Agentengeheimnis bleiben sollen. Geplant ist nämlich eine Reihe von Bond-Romanen, die von der Jugend des britischen Helden in den 30er Jahren erzählen. In dem ersten der geplanten Prequels entdeckt James als 13-jähriger Schuljunge, dass in einem schottischen Schloss seltsame Experimente durchgeführt werden.

Auf den Spuren von Ian Fleming

Nachdem Kingsley Amis, John Gardner und Raymond Benson das Erbe von Ian Fleming antraten, hat sich jetzt der britische Autor, Schauspieler und Komiker Charlie Higson für die pubertären Abenteuer des Jung-Spions verpflichtet: "Ich bin mit James Bond aufgewachsen. Als ich schließlich akzeptieren musste, dass ich ihn nie würde spielen dürfen, fand ich es plötzlich viel spannender, über ihn schreiben zu können."

Der Agententhriller erscheint im März 2005. Ob Higsons Buch auch in 23 Sprachen übersetzt wird und einen Kultstatus erlangt, der dem der Romane von Ian Fleming gleichkommt, bleibt zweifelhaft. Angesichts der Bond-Manie dürfte es allerdings wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Jugendsünden des legendären Briten verfilmt werden. Dann fiele schließlich auch das Besetzungshickhack um Pierce Brosnan weg, der dann längst in Rente sein dürfte.



Was sagt ihr dazu?
"Walther PPK, 7,65 Millimeter. Ich kenne drei Männer, die eine solche Waffe tragen. Ich glaube, zwei davon habe ich getötet."
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24. April 2004 13:52

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich der Zukunft von James Bond als Kind skeptisch gegenüber blicke. Ich meine, Bonds Art und Stil, so, wie wir es kennen gelernt haben, kann ich mir schlecht bei ihm als Jugendlichen vorstellen. Es würde mir schwer fallen, Bond so zu sehen, auch, wenn es hier und da interessant wäre, etwas mehr über Bonds Vergangenheit zu erfahren.
Aber so wirklich überzeugt bin ich noch nicht davon. Wer weiß, vielleicht werden wir auch alle ganz angenehm davon überrascht werden, auch, wenn ich da nicht so dran glaube ...
Nun denn, wir sollten abwarten und sehen, was sich noch an neues zuträgt. Und spätestens im März nächsten Jahres wissen wir Bescheid. :wink:

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ernst stavro b.
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24. April 2004 18:03

Ich bin von der Idee allgemein nicht sehr erfreut, aber man wird sehen, was draus wird...

Aber ich werde mir den Roman schon kaufen, vor allem in englisch (HC, DW). :wink:
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24. April 2004 22:02

Ja, so geht es mir auch!
Ich bin sicher, da wird es die ein oder andere Überaschung geben!
Einen Roman werd ich mir sicherlich zulegen!
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24. April 2004 22:15

Ja, ich auch. Zum Testen. Und wenn er mir gefällt, freunde ich mich damit an.
Wenn nicht, hat mein Papierkorb wieder was zum Schlucken. :lol:

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24. April 2004 22:30

Das würdest du nicht wirklich tun.......:wink:
Den Mülleimer damit zu füttern....
Oder etwa doch?
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25. April 2004 11:01

Es würde mir schwer fallen, aber wenn James Bond durch diese Kinderstories ins Lächerliche gezogen wird, dann ja.
OK, es bleibt immerhin ein Bond-Buch ... vielleicht find ich einen interessierten Käufer bei eBay. :lol: Mal schauen, noch ist das erste Buch ja gar nicht raus. :wink:

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ernst stavro b.
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25. April 2004 14:50

Allein schon wegen dem Geld würde bei mir niemals ein Buch im Papierkorb landen...

wenn ich mir eine englische Erstausgabe hole und die gut aufbewahre... dann könnte ich in 50 Jahren oder so dafür ziemlich viel Geld kriegen, vorausgesetzt, dass das Buch ein Bestseller wird! :wink: :wink:
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25. April 2004 16:24

Ach, kriegt euch wieder ein, dass war doch nur symbolisch gemeint!
Natürlich würde ich versuchen, noch einen Nutzen draus zu machen, und handle es sich dabei auch nur um Geld. Na ja, müsste man aber mal schauen, wie viel die kosten werden.
Ich hab auch "fast" genug Bücher, um nen Buchladen zu gründen. :lol:

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FunkymanFrank

25. April 2004 17:54

Zum Thema hab ich das hier zu sagen:
James Bond will return... Charlie Higson neuer Bond-Autor!

Im Februar 2003 gab Raymond Benson bekannt, dass er keine weiteren Bondromane mehr schreiben wird. In die Fußstapfen von ihm, Ian Fleming, Kingsley Amis und John Gardner tritt ab nächstem Jahr der Brite Charlie Higson, seines Zeichens neben Autor auch noch - Comedian.

Nein, das ist kein schlechter Aprilscherz, jedenfalls wenn man den Erben Ian Flemings und der Ian Fleming Publications Ltd., ehemals Glidrose, Glauben schenken darf. Und es kommt noch "besser"...:

Das besondere daran: es werden keine normalen Bond-Romane sein, sondern in der auf unbestimmt viele Bücher angelegte Serie wird die Jugend von James Bond, im Alter von 13 bis 18 Jahren, dargestellt! Da Higson laut Pressemitteilung von Ian Fleming Publications ein großer Fan des "ursprünglichen Flemings" sei, werden sich die neuen Bücher auch an Fleming's Bond anlehnen und sie in den 30er Jahren des 20. Jahrhunders spielen.

Die Romane von John Gardner und Raymond Benson hingegen spielten, genauso wie die EON-Filme - immer in der Gegenwart, im jeweiligen Hier und Jetzt. In Großbritannien werden die Bücher im Puffin Verlag erscheinen, ob es deutsche Übersetzungen geben wird, ist noch unklar. Eine entsprechende Anfrage beim Heine Verlag, der die Rechte für alle Novelisationen in Deutschland besitzt und der die Garnder- und Benson-Romane in Deutschland veröffentlichte, läuft. all time high hält euch auf dem Laufenden.

Der Plot für den ersten Roman liest sich wie folgt...: "James Bond ist dreizehn Jahre alt und soll gerade mit der Schule in Eton beginnen. Sein erstes Abenteuer führt ihn in ein schottisches Schloss, in dem ein wohlhabender Amerikaner einige seltsame Experimente durchführt. So seltsam, dass Miss Moneypenny die ganze Nacht wach bleibt, um die Akte zu lesen, Mary Goodnight ihren Zugausstieg verpasst und sich M in seinem Büro einschließt und nicht gestört werden will..."
Alt-Autor Raymond Benson
Dies ist nicht das erste Mal, dass es die Unterhehmung gibt, einen jungen James Bond dem Publikum näher zu bringen. 1967 veröffentlichte Ian Fleming Publications, die damals noch "Glidrose" hießen, einen Roman namens "003 1/2: The Adventures of James Bond Junior". 1991 veröffentlichte Danjaq eine "James Bond Junior"-Fernsehserie, dazu gab es Comics und Bücher.

Raymond Benson, Ex-Autor und inzwischen ausgestiegen, hat seinem Ärger über die Ian Fleming Publications indes in zwei riesigen Interviews mit CommanderBond.net Luft gemacht. Dort erzählt er, dass man als Bond-Autor nicht mehr verdient als bei einem normalen 10 Stunden-am-Tag-Job und dass es einfach keinen Spaß mehr gemacht habe, weitere Romane zu schreiben, vor allem, da alles strengstens überwacht worden sei...
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Honey
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25. April 2004 18:39

Ich kann mir James Bond mit 13 nicht so recht vorstellen. Ich fände das auch sehr übertrieben wenn er schon als kleiner junge irgendwelche übeltäter jagen würde.wahrscheinlich würde ich mir das buch aber aus reinem interesse trotzdem kaufen....
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Scaramanga
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25. April 2004 20:07

Tja, da sieht man, wo die ersten Probleme schon auftauchen können. Ich weiß auch gar nicht, was die sich davon überhaupt versprechen. :? Die Jugend ansprechen, in dem sie Bond in einen Jugendlichen verwandeln? Kann doch nicht deren Ernst sein ...

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