Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt Casino Royale eine ...

1 (grottenschlecht!)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 7 (5%)
2 (Keine Stimmen)
3
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (2%)
4 (Keine Stimmen)
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Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (1%)
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9
Insgesamt abgegebene Stimmen: 27 (20%)
10 (genial!)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 68 (50%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 137

CASINO ROYALE – EURE REVIEWS!

#1
Nun sind sogar wir Mitteleuropäer im Casino Royale Endspurt. Die Spannung steigt zum 21. „offiziellen“ Abenteuer von 007. Man sagt, dieser Bond sei anders. Dieser Bond sei härter. Manche haben ihn bereits gesehen, andere können es kaum noch erwarten.

Am Ende hat dann wohl JEDER seine Meinung dazu. Und jeder möchte die irgendwo zum Besten geben. Um dem Fall vorzubeugen, dass anschließend JEDER seinen Casino Royale – Review Thread eröffnet, hier ein offizieller, wohin wir Mods dann auch schon alle bereits bestehenden Threads kopieren können, um einen übersichtlichen, mit allen Meinungen vertretenen Thread haben. Hier habt ihr die Möglichkeit eure Meinungen zu schreiben oder eure Meinungen zur Meinung zu schreiben und auszudiskutieren.

Viel Spaß! 8)

HIER die ersten Reviews und Meinungen:

edit by gernot: ich würde vorschlagen, dass jeder, der ne kritik abgibt, uns auch am schluss mitteilt, wieviele punkte casino royale auf einer 10-teiligen bewertungsskala von ihm bekommt!
Zuletzt geändert von Tobi am 18. November 2006 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
"Bergsteigen und Klettern kann das volle Spektrum der Höhen und Tiefen eines Lebens in wenige Tage, manchmal wenige Stunden komprimieren. - Meine glücklichsten Tage waren die, an denen ich alles zurückgelassen habe und mein Verständnis der Dinge neu definiert habe, die wirklich wichtig sind."

Steve House

#2
007°'' hat geschrieben:Dieser Artikel wird im nächsten Magazin des James Bond Club Schweiz in leicht abgeänderter Form zu finden sein.
Als Vorgeschichte solltet ihr wissen, dass ich Dienstag und Mittwoch mit Mitgliedern in London war.

  • 'CASINO ROYALE', die Ausnahme

    Um halb 6 Uhr begann die Menge zu kreischen: Daniel Craig wurde angekündigt.
    Wir befanden uns wie Sardinien zusammengedrückt in einer Menschenmenge; jeder versuchend etwas roten Teppich zu erblicken. Wir stiessen schon um 5 Uhr zum Leicester Square vor das ODEON Theatre. Gleich zu Beginn wurde uns jedoch klar, dass ein Vordringen an das vorderste Geländer unmöglich war. Und gerade als ich dachte, einen guten Platz ergattert zu haben, stand der Typ zwei Reihen vor mir auf einen kleinen Sockel und filmte das Geschehen. Einige verzweifelte Briten versuchten sich mit der Begründung sie müssten arbeiten vorzudrängen. Ich dagegen setzte meine jahrelange Erfahrung bei den Skiliften ein und ellbögelte mich Zentimeter um Zentimeter vorwärts, bis ich schliesslich hinter einem Autogrammjäger an vorderster Front stand. 2 Meter vor mir befand sich eine Treppe, über die alle Personen gehen mussten um an den Fotografen vorbei ins Kino zu gelangen. Ich begutachtete viele Prominente und übrige Schönheiten während mein Vordermann ganze Arbeit leitstete. Um an möglichst viele Autogramme zu kommen rief er den Stars unüberhörbar mit dem Vornamen zu. Die meisten ignorierten es und gesellten sich lieber zu den Fotografen. Einige allerdings kamen doch tatsächlich an unser Geländer. So war etwa Produzent Michael G. Wilson, M Judi Dench oder James Bond Daniel Craig einen halben Meter vor mir. Aller Roten-Teppich-Atmosphäre zu liebe, aber mit der Zeit schmerzte mein Rücken. Die Schar auf dem roten Teppich nahm zudem ab, die Security-Angestellten überprüften noch einmal die Umgebung (wobei wir überhaupt nicht kontrolliert wurden), der Teppich wurde noch einmal säuberlichst geputzt; die Queen konnte kommen.
    Nach einigen Minuten fuhr auch schon der Wagenkonvoi ein. Die englische Königin in ihrer burgunderroten Limousine erreichte den roten Teppich mit dem Auto gleich vor dem Kinoeingang. Sie kam leider nicht vor unser Geländer und blieb 10 Meter entfernt, um die Crew zu begrüssen.
    Während nun die Weltpremiere lief, schauten wir uns noch auf dem Platz um, wurden von einem Journalisten interviewt und genossen unser Abendessen im 'Steak House'. Da wir noch etwas vorige Zeit hatten, besuchten wir die Bar 'Planet Hollywood', in der ein Bond Corner mit Filmrequisiten eingerichtet ist. Schliesslich begaben wir uns nach Hilfe der Abräumarbeiten zum Kino, wobei wir plötzlich merkten, dass wir im ODEON WEST END im falschen Kino waren. Doch die Sache war halb so schlimm, sie wurde sogar noch besser. Wir wurden nämlich zum ODEON LEICESTER geschickt, wo sogar die Weltpremiere wenige Stunden vorhin stattfand. Wir bekamen in einem riesigen Kino beste Plätze in der zweitvordersten Reihe auf dem Balkon. Wer wohl vorhin dort sass? (Und wenn nicht Eva Green selbst, dann zumindest Paris Hilton)
    Der Film war natürlich grossartig. Immer wieder durfte ich mir sagen, dass ich nun in London in einer der ersten öffentlichen Aufführung den neuen James Bond – Film im Smoking anschaue. Das Gefühl war grandios und unbedingt weiterzuempfehlen. Daniel Craig überzeugte mich voll und ganz. Dieser Mann ist James Bond und die perfekte Wahl als 007. Interessant fand ich, wie er zeigen konnte, dass Bond zu Beginn des Filmes (so etwa in Madagaskar oder M’s Appartement) noch nicht diesen Charakter hatte, wie er uns ihn am Ende zeigte. Da wirkte Bond manchmal noch ohne wirklich überlegte Absichten und unerfahren. Das ganze Konzept des Filmes wirkte. Die Zuschauer jubelten als die Gunbarrel erschien, sie lächelten über den sehr geschmackvollen Humor, die taffen Wortgefechte, sie leideten mit Bond mit und bejubelten sein „The name’s Bond... James Bond.“. Die Stimmung im Saal war ausgezeichnet, der neue Bond kam an, der Sprung in die nächste Generation ist geschafft.
    'Casino Royale' ist sicherlich der merkwürdigste Bond aller Zeiten. Er ist von seinen Vorgängern völlig verschieden. Sicherlich gibt es noch zeitangemessene filmische Elemente und die Action ist spielt immer noch eine wichtige Rolle, doch wurde die Realität nun wirklich ernst genommen und ausreichend mit der Bondformel gespielt. Die Idee der Enstehung der Gunbarrel finde ich gelungen, vergisst man hier doch, dass es sich um einen stillosen Ort wie den Lokus handelt. Das Design der neuen Gunbarrelinnenwand jedoch gefällt mir persönlich nicht so wirklich und auch das Blut gefiel mir früher besser. Der Beginn des Titelsongs wirkte trotzdem extrem gut, obschon ich hoffe, dass in Zukunft nicht jedes Titeldesign nun diesen Stil hat und das Lied wieder etwas bondiger wird. Was wirklich beim alten blieb ist die Qualität der Actionsequenzen, die waren nämlich alle herausragend. Die Gewaltdarstellung empfand ich als nicht so schlimm, wie man es hätte darstellen können. Ich muss jedoch gestehen, dass ich nicht in jedem Bondfilm eine weitere Folterszene brauche. Diese hier wurde gut umgesetzt und der Charakter Bond’s massgebend geprägt. Mads Mikkelsen überzeugte in seinen Szenen, jedoch hätte ich ihn mir angsterregender gewünscht. Jedoch viel mir LeChiffre’s Fiesheit auf, v.a. wie sein Poker-Oops über die Lippen huschte fand ich sehr gelungen. Die Bondgirls sind beide umwerfend. Vor allem Eva Green spielt ihren Part unglaublich gut. Sie interpretiert Vesper wunderbar, meist keck, manchmal aber auch hilflos und verzweifelt.
    Die Pokerszenen und das Ende finde ich entgegen einige deutschen Reviews als sehr gelungen und ich fand den Film keine Sekunde zu lange. Es passte alles genau überein, wobei natürlich noch immer einige Fragen offen sind. Etwas störte mich allerdings: das Auftreten Sony’s. Vor allem die schon einmal gezeigte Einstellung, als Vesper ein Foto schiesst. Das finde ich völlig unnütz und stört die Atmosphäre etwas. Wollten sie so zeigen, was für ach normale Touristen Bond & Vesper nun sind? Auch die häufige Benützung der Handy’s liess etwas an Stil verlieren, die Laptops waren in dieser Hinsicht nicht mal so schlimm. Und da wir gerade von Gadgets reden (was ein Handy ja ist): Sie sind sehr dezent. Es gibt auch in diesem Film Gegenstände von Bond, die kann nicht jedermann besorgen und hilft ihm beim Lösen seines Abenteuers. Auch der Humor kommt keinesweges zu kurz, wie ich es einmal befürchtet hatte. Wer hätte zum Beispielt gedacht, dass das Zitat „Are you ok?“ lustig sein kann? Der Witz liegt aber meist nicht in einem einzigen Satz, sondern in einem Gespräch oder der Situation.
    David Arnold‘s Musik ist grandios. Jedoch vermisste ich an einige Stellen das James Bond – Thema eigentlich schon. Doch er hat es vollbracht eine gute bondige Atmosphäre zu schaffen und die Action episch zu unterstützen. Was mir allerdings noch aufgefallen ist, ist das erste Auftreten des Bondthemas. Irgendwie setzt die Vamp nämlich viel zu früh ein und will noch gar nicht richtig zum gezeigten Bild passen.
    Der Film ist extrem gut gelungen. Ich halte CR für eine gute Einführung der Figur 007 und eine Ausnahme – und das ist mir wichtig, dass CR eine Ausnahme bleibt. Man darf einmal mit der Bondformel spielen, Sachen völlig neu gestalten, doch wünschte ich mir, dass es bei einem einzigen Mal bleibt. Ich würde mich wieder freuen, die Gunbarrel zu Beginn des Filmes in gewohnter Form zu sehen.
Für Fragen stehen ich natürlich offen. 8)


Leider ist mir beim Moderieren ein Missgeschick passiert. Der Server im Büro hat Samstags großen Backup- Tag. Da schmeisst er von Zeit zu Zeit alle User raus. So auch mich eben.

Eigentlich wollte ich alle Zitate auf 007°" 's Thread hier als Antwort hinhängen, aber da wurde ich gekickt und die Antworten waren weg.

Sorry ... :oops:
"Bergsteigen und Klettern kann das volle Spektrum der Höhen und Tiefen eines Lebens in wenige Tage, manchmal wenige Stunden komprimieren. - Meine glücklichsten Tage waren die, an denen ich alles zurückgelassen habe und mein Verständnis der Dinge neu definiert habe, die wirklich wichtig sind."

Steve House

#3
Das folgende Review habe ich in einem anderen Forum geschrieben und veröffentliche es nun selbstverständlich auch hier. Bemerkungen erwünscht.

Casino Royale

Bild

Offizielles Filmposter - Copyright Sony Pictures!

Originaltitel: Casino Royale
Herstellungsland: GB/USA/CZ
Erscheinungsjahr: 2006
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Daniel Craig, Mads Mikkelsen, Eva Green, Judi Dench u.a.


Endlich. 4 Jahre lang (nämlich seit dem Abspann von „Die another Day“) wartete ich auf diesen Film.
Damals vor 4 Jahren ging ich mit einem Gefühl von „jaja, ganz nett“ aus dem Kino. Und das ist bei mir eigentlich nie ein gutes Zeichen. Spätestens seit Erscheinen der DVD musste ich zugeben, dass dies wohl der schlechteste Bondfilm aller Zeiten gewesen sein musste. Ausser Pierce Brosnan und den Stammdarstellern gabs nur jämmerliche Schauspieler (Halle Berry ist total unsexy, vor allem mit den kurzen Haaren), eine schwache Story und ein peinliches Action-Taram mit megamiesen Logiklöchern und schlechten CGI-Effekten zum davonlaufen.
Ich hoffte auf eine Besserung. Nein, ehrlich gesagt war ich sicher, dass der nächste Film wieder besser werden musste. Vor allem wenn man wieder einen besseren Regisseur verpflichten sollte. Denn schlechter ging es eigentlich gar nicht.

Als man nun vor einem Jahr mit Daniel Craig einen neuen Schauspieler präsentierte, war ich zuerst etwas geschockt, dann skeptisch und irgendwann einmal plötzlich doch guter Dinge.
Mit Verpflichtung von Martin Campbell als Regisseur dachte ich, könnte man eigentlich auch gar nichts falsch machen. Zumindest hatte dieser „GoldenEye“ schon recht gut inszeniert.

Erstmal aber zur Story: Hier entschieden sich die Verantwortlichen, sich mal wieder eine Vorlage von Ian Fleming vorzunehmen. Und dies ist sogar die erste, die der Erfinder von 007 geschrieben hat. Ich selber habe die Vorlage zwar nicht gelesen, aber die Kenner sagen, es wurde im Gegensatz zu anderen Filmen recht nah an der Vorlage gearbeitet, was sich besonders an den Dialogen zeigen sollte.
Wir sehen ja hier den Anfang von James Bond. Im schwarz-weiss gedrehten Pre-Titel dürfen wir miterleben, wie James Bond zu seiner Doppel-Null gekommen ist.
Bonds erster Aufrag ist es, den Terroristen Mollaka auszuspionieren. Nach einigen Ermittlungen findet er heraus, dass ein gewisser Le Chiffre, ein Bankier einer weltweiten Terrororganisation, mit diesem unter einer Decke steht.

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Quelle: yahoo movies Deutschland

Im ersten Teil meiner Kritik widme ich mich gleich dem neuen Hauptdarsteller: Daniel Craig. Seine Performance erinnert nicht von ungefähr an jene vom Charme eines Sean Connery, ist aber keine plumpe Kopie. Nein, er vermischt jenes eindrucksvoll mit der Härte von Timothy Dalton und ist nie überheblich, sondern auch mal verletzlich und gefühlvoll.
Die Dialoge mit der (optisch wie schauspielerisch ansprechenden) Vesper Lynd (Eva Green) sind grandios. Herrlich wie ironisch sich diese beiden gegenseitig die Bälle zuspielen. Und wie es so schön heisst: „Was sich neckt, das liebt sich“. Und als das den beiden Hauptfiguren klar wird, beginnt ein neuer Abschnitt in der Story. Bond wird plötzlich enorm gefühlvoll und nachdenklich, und die Chemie zwischen den beiden funktioniert nach wie vor hervorragend. Es wird also mal wieder alles auf den Kopf gestellt wie man es sich eigentlich von Bondfilmen gewohnt ist und ich kann das nur begrüssen. Sämtliche Szenen zwischen Bond und Vesper sind schlicht und einfach hin- und mitreissend.

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Quelle: yahoo movies Deutschland

Mads Mikkelsen macht seine Sache als Bösewicht ziemlich gut, hat aber nicht so viel Screentime. Insgesamt reiht er sich unter den Bösewichten der 21 Bondfilme irgendwo in der Mitte ein. Weder herausragend noch schlecht.

Die Casino-Szenen haben sehr viel Stil. Obwohl ich mit Pokern nicht viel anfangen kann wurde ich von den Szenen sofort in den Bann gezogen. Erfreulich auch, dass solche Szenen, die an alte Bondfilme erinnern, nicht sofort durch minutenlange Schiessereien (ich verweise auf die oberflächlichen Brosnan-Bonds) unterbrochen werden.
Auch sonst geht es im Mittelteil überraschend ruhig zu. Man kann sich also auch mal genüsslich auf die exotischen Schauplätze, den Humor und die gute Musik konzentrieren.
Auffallend auch das fantasievolle und doch nicht abgehobene Setting. Die Ausstattung ist im allgemeinen gelungen und jetzt Szene ist optisch ein Augenschmaus, woran einerseits Ausstatter Peter Lamont (seit Ewigkeiten dabei) und Regisseur Martin Campbell sicherlich einen Bärenanteil zu verzeichnen haben.

Natürlich fehlt es nicht an Action. Diese gehört natürlich zu einem Bondfilm wie die Frauen und der Vodka Martini. Erfreulich ist für mich persönlich, dass man weitgehendst auf dämliche CGI-Einlagen verzichtete und alle Stunts echt sind.
Zu erwähnen ist gleich nach dem Pre-Title die minutenlange, top gefilmte Verfolgungssequenz zwischen Bond und Mollaka, bei der wirklich alles komplett echt ist und garantiert nicht mit WireWork gearbeitet wurde.
Die nächste Actionsequenz auf dem Flughafen von Miami ist nahezu von derselben Qualität und bestens inszeniert worden. Die Stunts die hier präsentiert werden sind vom allerfeinsten und lassen selbst sowieso überschätze Filme wie Mission: Impossible 3 alt aussehen. Mit einem Tanklaster werden Verfolger abgehängt, Autos zerquetscht oder gar Gelenkbusse auseinandergerissen.
Für einen Autostunt, wo sich ein Auto schätzungsweise über 7 mal aneinander überschlägt, gabs gleich den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. Genial.
Und alles ist -ganz im Gegensatz zu den Brosnan-Bonds- trotz all der Action immer spannend und mit guten Wendungen durchsetzt, so dass einem garantiert nie langweilig wird. Obwohl einem klar ist, dass Bond eigentlich immer gewinnt, kommt man hier oftmals ins zittern. Und das ist eigentlich das beste Kompliment das man machen kann.

Bild

Quelle: yahoo movies Deutschland

Was gibt es noch zu sagen? Die Locations wurden perfekt und atmosphärisch aufgenommen und die Bilder sind schlichtweg eine Wucht. Desweiteren muss ich erwähnen dass trotz aller Ernsthaftigkeit der Story ausreichend Platz für Humor eingeräumt wurde. Ich war da vorher etwas spektisch, da ich "Angst" hatte, dem Film würde jeglicher Witz fehlen, wurde aber auch hier positiv überrascht.
Desweiteren ist das neuste Modell der Marke Aston Martin zu sehen und fügt sich perfekt in die Bondatmosphäre ein. Und das funktioniert doch bestens ohne Unsichtbarkeitsgadgets oder weiss ich was.
Desweiteren gibts noch in einer witzigen Nebenrolle einen Schweizer Bankier, der gerade für mich als Schweizer ein paar witzige Einlagen zu bieten hat.


Fazit: Ich hatte viel erwartet. Und alles bekommen. Und noch mehr. Daniel Craig überzeugt, die Inszenierung setzt nicht nur auf Dauergeballer wie in den letzten Filmen, sondern lässt sich auch viel Zeit für viele tiefgehende oder spannungszerfetzende Sequenzen, hat aber freilich auch schweisstreibende Action zu bieten. Die Optik sowie die Locations sind der reinste Augenschmaus und das Bondfeeling war schon da wie schon lange nicht mehr. Super. Mega. Genial.

10/10 und damit wohl einer der 3 besten Bondfilme für mich

edit by gernot: bitte keine bilder ohne quelle posten!
edit by martin: ich hoffe es ist recht so.

#4
Craigbabe - glücklich und zufrieden zurück aus einem tollen Weekend in London! Es war fantastisch, das Wetter sonnig und um die 12 Grad (sprich; englischer Sommer :wink:) haben wir uns im Hyde Park rumgetummelt, Sushi gegessen, in einem "bondigen" Hotel logiert, Backgammon gespielt und uns von vorne bis hinten verwöhnen lassen… ach ja, und im Kino waren wir auch noch! :P

Ich war so nervös den Film zu sehen (übrigens im gleichen Kino wo die Premiere war, 007°'' ich glaub ich sass auf dem gleichen Platz wie du), dass ich mir erst einmal 2 Martini Bianco gönnen musste :roll:

Also, hier nun meine bescheidene Meinung zu Casino Royale, und zwar ohne dass ich die ganzen Reviews und Spoilerthreads gelesen hätte um nicht etwas "nachzuplappern", was ich nicht weiss oder mitgekriegt hätte. Ausserdem möchte ich noch mal erwähnen, dass ich keine Bondexpertin bin und somit auch keine Vergleiche mit anderen Bondfilmen oder -darstellern anstellen kann und möchte.

Für mich gab es sehr viele Überraschungen in dem Film, Szenen, die ich mir auch nach den vielen Trailern dann doch nicht so vorgestellt hätte. Die Brutalität fand ich persönlich nicht so schlimm (da habe ich schon etliche brutalere Filme gesehen) und mir gefällt es sowieso besser, wenn Fäuste und nicht Waffen zum Einsatz kommen. Die Drehorte sind super gewählt und ich konnte mich jeweils gut in die jeweilige Stimmung hineinversetzen. Es stört z.b. auch überhaupt nicht, dass James in einem Hawaiihemd und mit einem Ford auf einer "Ferieninsel" rumkurvt, im Gegenteil, alles andere wäre in diesem Moment unpassend. Die erste Szene, in der er ein paar Autos leicht zerbeult, empfand ich fast als ein Augenzwinkern zu den Leuten, die mal behauptet haben, Daniel Craig könne nicht Autofahren. Der Humor kommt in diesem Film also keineswegs zu kurz - ich habe in der Tat so oft und herzlich lachen müssen wie in der letzten Komödie nicht, die ich gesehen habe! Sogar bei der Folterszene habe ich gleichzeitig heulen und lachen müssen. Gerade an dieser Stelle möchte ich noch sagen, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass die Synchronisation genau diesen Schmerz und den "Witz" so rüberbringen kann, wie im Original. :roll:

Falls jemand die Liebesgeschichte für überdreht hält, ich fand das gar nicht! Im Gegenteil, ich hätte gerne noch mehr davon gesehen (jaja Frau halt :wink:) mir kam die ganze Lovestory eigentlich sehr kurz vor. Die Annäherung der beiden ist absolut fantastisch; ein Pingpong-Spiel mit Worten, sie sind beide schlagfertig und fordern sich immer wieder heraus. Also gar kein schleimiges Geflirte wie ich das gedacht hätte.

Die Pokerszenen waren für mich viel interessanter und spannender, als ich befürchtet hatte.

Und plötzlich war der Film zu Ende!! Ich dachte, ich sitze erst seit einer Stunde im Kino - und da ist der einfach aus! Ich will mehr davon!!

Die Schauspieler fand ich allesamt gut - herausragend natürlich Daniel und Eva. Für mich ist dieser Mann ganz klar James Bond und ich hoffe, er wird es noch einige Filme lang bleiben. Er hat die Rolle von dem "ungeschliffenen Diamanten" sehr gut rübergebracht, am Anfang noch etwas ungehobelt, ohne das gewisse Feingefühl, jedoch immer smart, mit dem Schalk in den Augen und sich seiner Sache absolut sicher. Und wenn er den letzten Satz in Casino Royale spricht, wird hoffentlich auch jedem negativen Kritiker klar, dass dieser Mann sehr wohl eine Topbesetzung für diese Rolle ist. Und wenn nicht… do I look like I give a damn? ;-)

Auch zu den Publikumsreaktionen möchte ich kurz was loswerden; die Zuschauer in London waren sehr positiv, es wurde schon zu Beginn geklatscht, zu "You Know My Name" wurde laut mitgesungen, sie haben an den richtigen Stellen gelacht und mitgelitten - und ganz am Schluss sind die meisten Leute sitzen geblieben, bis der Abspann zu Ende war - natürlich auch unter Applaus!

10/10 vom babe 8)

Ich wünsche euch viel Spass!

P.S. Ich werde nie wieder so viele Trailer und Teaser schauen, bevor ich in einen Film gehe :D
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* * Sinnlos ist nur ein Leben ohne Sinn für Unsinn * *

#5
@ Martin:
Danke für dein Review. Allerdings hättest du schon schreiben können, dass wir im Smoking im Kino sassen. 8)

Ich kann mehrheitlich mit dir übereinstimmen. Wobei ich hier dich dann doch fragen musst, was du nun eigentlich meinst:
Die Casino-Szenen haben sehr viel Stil. Obwohl ich mit Pokern nicht viel anfangen kann wurde ich von den Szenen sofort in den Bann gezogen. Erfreulich auch, dass solche Szenen, die an alte Bondfilme erinnern, nicht sofort durch minutenlange Schiessereien (ich verweise auf die oberflächlichen Brosnan-Bonds) unterbrochen werden.
Wann wurden dann bondige Szenen wie in einem Casino durch Schiessereien unterbrochen? Und zudem hätten wir sowas ähnliches in CR ja, hier ist es einfach keine Schiesserei, sondern ein hübscher Kampf im Treppenhaus. Diesen Kampf fand ich vom Grund her auch etwas merkwürdig, hat der andere doch verdammt scharfe Augen und was will Bond eigentlich? Somit hilft er LeChiffre doch.
über 7 mal
mindestens 24 mal. :wink:



@craigbabe:
Schön, mal was auch von dir zu hören. Ich kenn bis jetzt auch noch keine Frau, die den Film gesehen hat und Daniel Craig nicht hinreissend fand. :angel:

PS: Ich war auf Platz 19. Balkon 2. Reihe.



@ all:
Mein Fazit kommt auch mal noch mit meinem überarbeiteten Review, nicht dass ihr glaubt das wäre untergegangen.
Grow up, 007°''!
“You know, James Bond’s mother is Swiss. That will make it all worthwhile.” Marc Forster

#6
@007°": Ich wollte mit der Berkung nur ein Zeichen setzen dass mir die Brosnan-Filme deutlich zu actionlastig und oberflächlich waren, sodass so Szenen wie wir in CR sehen (eben halt die Casino-Szene z.B.) gar nicht möglich gewesen waren.

#7
craigbabe hat geschrieben: Sogar bei der Folterszene habe ich gleichzeitig heulen und lachen müssen. Gerade an dieser Stelle möchte ich noch sagen, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass die Synchronisation genau diesen Schmerz und den "Witz" so rüberbringen kann, wie im Original. :roll:
auch wenn es hier unpassend erscheint, da ich den Film noch nicht gesehen habe, wohl aber den dt und engl Trailer:

Ich muss sagen ich werde mir den Film erst einmal auf deutsch, eine Woche später auf engl genehmigen, da ich zb Craigs Stimme im Original doch um einiges besser finde. Genauso verhält es sich bei Mrs Green.

Im krassen Gegenteil dazu ist mir aufgefallen, dass es bei Brosnan genau andersherum der Fall war: Ich finde seine Originalstimme unpassend, die dt ist perfekt.
R.I.P. Antonio Puerta

#8
Ich sag nur:WOW!Super Film.Komme gerade aus dem Kino und bin noch völlig fasziniert!
Daniel Craig hat mich wirklich überzeugt, obwohl ich im Vorhinein doch sehr kritisch war.Meiner Meinung nach ist CR im Vergleich zum letzten wesentlich besser, was die Handlung angeht und vor allem auch die Drehorte!Das Motto "back to the roots" wurde eindeutig genau getroffen..der Film erinnert wirklich etwas an die ersten Connery-Bonds,wobei mir einige Bond-typische Elemente fehlen. Aber das war ja auch so gewollt...Also ich bin mal gespannt auf Bond 22, das wird ja wohl nicht auch so ein "Ausnahmefilm";-)
Achja, die beste Szene war echt noch, in der Bond an der Bar nen Vodka-Martini bestellt und der Kellner fragt:Geschüttelt oder gerührt?
und Bond darauf erwidert:Seh ich aus, als ob mich das interessiert?
Einfach super!
Zuletzt geändert von 007Fanatiker am 29. Januar 2007 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfügung haben.Du musst nur wissen, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist.
(Gandalf in Herr der Ringe)

#9
Ok Leute, ich komme gerade frisch aus der Preview.

Zunächst:
1. Vergesst die Negativ-Review und Kommentare über die selbsternannten Wächter von 007, die meinen Craig sei "Blond, James Blond" - ES STIMMT GAR NICHT!!!

2. Vergesst alles was ihr von Bond bisher gekannt hattet - dieser Bond ist wirklich anderes und zwar: menschlich, authentisch und gefährlich...

Bond ist bekannt und doch ist dieser anders - er ist physisch verletzbar, kriegt Schrammen, macht Fehler, wird verprügelt, muss einstecken - kann aber auch gewaltig austeilen. Hat Humor und nimmt sich manchmal nicht selbst ernst ("Ich hab da ein gewisses Jucken auf der rechten Seite" Aaargh!...JA! JA! Gibt's mir - ich will mehr!")

Craig ist der literarische Bond, der endlich das Kino erreicht hat, obwohl ich, wie in den anderen Thread erwähnte, seine Synchro nicht passend finde, gibt er einen Bond ab, der seinesgleichen sucht. Ich wage es zu behaupten das alle anderen Bonds blaß aussehen läßt (ja, selbst Connery und meinen Favoriten Brosnan! Und jetzt bitte bitterböse Morddrohungen an mich :wink: )

Ehrlich gesagt, nach den Lobpreisungen in den Medien und hier im Forum, war ich skeptisch, ob das der Wahrheit entspräche - nach meiner Erfahrung wird manches im Leben zu sehr übertrieben - aber hier trifft es Bestens zu.
Das Titel-Intro von Daniel Kleinmann ist wiedrum was für die Augen - nur das Gun-Barrel hätten die ruhig lassen können. Soviel Kontinuität hätte ich doch gerne gesehen - mal schaun, vielleicht wird der nächste wieder zum alten Gun-Barrel gegriffen.

Obwohl der meiste Teil im CR spielt und Hold'em Poker gespielt wurde (ich spiel's auch seit über einhalben Jahr vor CR) waren die Partie spannend mit anzusehen, wie die Showdowns von LeChiffre und Bond mit den festen Small/Big Blinds von 5000 und 100.000 sowie später mit 500.000 liefen. Wenn man weiß, wie die Poker Variante geht, zittert man noch mehr mit - blufft LeChiffre oder hatte er wirklich drei Könige, was ist mit Bond? 4-Pärchen oder nur 2 Paare?

Die "Handarbeit" von Bond gefällt mir und macht die Figur glaubhaft, real und gefährlich, als das er sich durch einer seiner Gadgets rettet. Eine schmeißt er die Treppe runter und den anderen würgt er zu Tode. Oder wird mit dem Messer bedroht und dreht den Spieß um :wink: .

Daniel ist mehr als ein würdiger Nachfolger - der Bond, den Fleming exakt seiner Zeichnung entsprungen ist, aber der zu seiner Zeit noch nicht geboren wurde.

SEHEN!!! Ach ja, und ich freue mich auf das nächste Abenteuer von Craig... ähhh Bond, James Bond.
Zuletzt geändert von MI6 - 00Agent am 23. November 2006 01:50, insgesamt 1-mal geändert.
Bild

#10
Ich bin gerührt und nicht geschüttelt! Mein Abend im "Casino Royale"... [enthält SPOILER]

Da ich keinen passenden Smoking mehr gefunden habe, habe ich einfach auf einen schwarzen Anzug, weißes Hemd, schwarz-grau gestreifte Krawatte und ein graues Einstecktuch zurückgegriffen. 3 gute Freunde haben mich, ebenfalls geschniegelt und gestriegelt, begleitet. Da ich die Karten im Vorfeld schon reserviert hatte, hielten wir schon sichere Logenplätze in der Hand und mussten uns nicht mit den anderen Kinobesuchern um die besten Plätze prügeln.

Im Kino meiner Wahl wurden an diesem Abend 2 Vorstellungen angeboten. Die Vorstellung, in der wir saßen (natürlich der größte Saal ), war zwar nicht ausverkauft, aber sehr gut besucht. Erstmal wurde Kinowerbung gezeigt (Unsitte! ), dann ging auf einmal das Licht wieder an...
Ich hatte schon Schreckvorstellungen von einer gerissenen Filmrolle und technischen Schwierigkeiten, aber (God 'Heaven's!) wurde nur noch eine kurze Ansprache ans Publikum gehalten über den neuen Bond-Film. Sehr gut recherchiert, übrigens....
Und dann traute ich meinen Ohren nicht, als der Kinomitarbeiter kundgab: "In England läuft der Film ja etwas gekürzt. Aber wir hier zeigen euch heute die vollen 145 Minuten!" Mir klappte die Kinnlade runter und ich dachte nur noch:

Danach wurden noch 4 Leute nach vorne gebeten, die glaubten, sich nit Bond auszukennen. Und kaum versah ich mich, da hatten mich (bin ja eher etwas schüchtern...) meine Kumpels schon nach vorne gestoßen. Jetzt stand ich da vor gut 500 Leuten und musste mein Bestes geben. :wink:

Die erste Frage wurde gestellt:
"Wer komponierte die Filmmusik zu "Goldfinger"?
Und ich antwortete, lässig wie Connery in seinen besten Zeiten:
"John Barry."
Damit amchte ich den 1. Platz, bekam ein Kino-Paket mit Gutscheinen und durfte mich wieder setzen..
Dann wurden den anderenKandidaten Fragen gestellt:
"Wie oft spielte Sean Connerey James Bond?"
Keiner wusste es.
"Welcher Film spielte teilweise in Ost-Berlin?"
Auch keine Antwort.
"Wie hieß der Film, in dem George Lazenby mitspielte?"
Keine Antwort. Dann ein Mann zögerlich: "Im Auftrag ihrer Majestät?"
Ich konnte mich nur noch vor den Kopf schlagen!
"Welches war der 3. Bond-Film?"
Langes Nachdenken... ""Fireball"?"
Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber mich als Bond-Fan schmerzt sowas...

Lange Rede, kurzer Sinn: Die übrigen Kandidaten bekamen einen Kinogutschein als Trostpreis und dann wurde das Licht gelöscht und der MGM-Löwe tauchte in seiner schwarz-weißen Pracht vor meinen Augen auf. Den Rest des Abends habe ich dann nur noch bond-berauscht erlebt...

Bin immer noch total gefangen von dem Film. Er hatte einfach alles: Großartige Darsteller, wunderschöne Locations, Thrill, Action, Humor, Erotik...

Fangen wir mit den Darstellern an:

Daniel Craig zeigt es allen: Dieser Mann ist für mich bis dato die beste Verkörperung von James Bond. Er verbindet die Coolness von Connery & Brosnan, die Härte Daltons, die gefühlvolle Art Lazenbys und verfügt über eine unglaubliche Leinwandpräsenz. Ihm kaufe ich die Rolle des Geheimagenten seit langem mal wieder ab. Er ist kühl, hart, sexy, aber auch nachdenklich und gefühlvoll (Das Zittern seiner Lippen vor seinem Satz "Ich habe keinen Schutz...")...

Eva Green ist für mich die perfekte Vesper. Sie wirkt unglaublich erotisch, was vor allem durch ihre mysteriöse Austrahlung erzeugt wird. Im Gegensatz zu der "offensiv heißen" Caterina Murino (bei ihr brennt echt die Leinwand!) weckt Vesper ein starkes Interesse, diese Frau kennenzulernen und ihr nahe zu sein. Ihr Zusammenspiel mit Craig ist fantastisch; die Wortwechsel machen unglaublichen Spaß (allein die Zug-Szene ist göttlich) und je mehr man über sie erfährt, desto stärker wird das Interesse an ihr. Eine Frau, in die man sich wirklich verlieben könnte...

Le Chiffre hat seine Top-Besetzung in Mads Mikkelsen gefunden. Für mich seit langem der Beste Villain im Bond-Universum: Kalt, egoistisch, berechnend aber auch verletzbar. Er steht deutlich unter großem Stress und ich hatte manchmal den Eindruck, er stünde kurz vor dem Durchdrehen. Die Momente in denen er seine Bluttränen vergießt (hat mich irgendwie an die blutweinende Madonnen-Statue aus Coppolas "Dracula" erinnert :wink: ) oder auch die Folterszene, haben mir regelrecht kalte Schauer über den Rücken gejagt...

Judi Dench spielt gewohnt routiniert ihre Rolle als M. Ein besonderer Leckerbissen ist ihr erster Auftritt, der für große Lacher gesorgt hat... 8)

Gefallen haben mir auch Giancarlo Giannini als René Mathis, der eine unglaubliche schelmische Ader besitzt und der Romanfigur imo sehr nahe kommt und Jeffery Wright als Felix Leiter, dessen Rolle man aber noch ein kleines bisschen hätte ausbauen können...

Die Locations waren traumhaft, die Handlung sehr gut umgesetzt, die Actionszenen unglaublich packend, die Szenen am Pokertisch (trotz mangelndem Fachwissen) fesselnd und die Liebesgeschichte sehr ergreifend (das Ende war so traurig... :cry: ).

Kleine Kritikpunkte:

- Die Figur von Valenka fand ich irgendwie überflüssig. Sie hatte nichts besonderes zu tun, sondern war "irgendwie einfach nur da".

- Ich fand es seltsam, dass Le Chiffre und Valenka in ihrem Zimmer von den afrikanischen Widerstandskämpfern bedroht wurden, die gleich darauf im Treppenhaus gestorben sind. Warum sind die extra nach Montenegro gedüst, wo Le Chiffre letztendlich von Mr. White für dein Versagen ausgeschaltet wird? Ich finde, Le Chiffre und Valenka hätten dann gleich von White und einem anderen Killer bedroht werden können. Das hätte die Sache imo noch ein wenig "runder" gemacht.

- Die Rolle von Felix Leiter hätte noch ein wenig erweitert werden können.

Das wären eigentlich auch schon so alle meine Kritikpunkte. Wenn ich jetzt alles schreiben würde, was mir gefallen hat, würde ich kein Ende mehr finde (die allerletzte Szene sei hier aber noch erwähnt "Mein Name ist Bond... James Bond" 8) ), deshalb begnüge ich mich mit diesem Fazit:

"Casino Royale" fängt den Geist von Flemings Romanen perfekt ein und zeigt uns den bisher besten James Bond aller Zeiten. Für mich hat Daniel Craig Sean Connery mit seiner Performance vom Thron gestoßen und "Casino Royale" ist imo der beste Bond-Film bis dato. Großartige Leistung von allen Beteiligten! Thank you, Daniel! Thank you, Eva! Thank you, Mads! Thank you, Mr. Campell! Thank you, Michael & Babs! Thank you, Chris!

15 von 10 möglichen Sternen!!!!!!
:wink: :D 8)
Zuletzt geändert von Evil Genius am 23. November 2006 10:59, insgesamt 3-mal geändert.
"Soll ich etwa jedem Menschen ein Lächeln und Blümchen schenken?
Ich bin der Meinung, dass ein gezielter Schuß zwischen die Augen mehr Eindruck hinterlässt..."

#11
So nun zu meiner Review....

Um mal mein Fazit vorweg zu nehmen... Einfach SUPER!!!

Der Film im Kino meines Vertrauens war auf 20.30 Uhr angesetzt. Natürlich waren wir schon gegen halb acht dort um uns die besten Plätze zu sichern, da noch freie Platzwahl gilt..

Nun sasen wir also dort in unseren Anzügen und von Minute zu Minute stiegdie SPannung und ich konnte den Start des Films gar nicht mehr abwarten.
Um uns abzulenken spielten ein Freund und ich im Kino lustiges Bond Charaktere raten mit den anwesenden Besuchern. Und ich muss sagen es waren viele bekannte Gesichter mit uns im Kino. SchickSchnack, Q, Miss Moneypenny, Alec Trevelyan und sogar Blofeld gab sich die Ehre.

Endlich war es soweit. Der Saal verdunkelte sich und die Trailer der kommenden Filme liefen bis ENDLICH die Leinwand schwarz weiss wurde und der Löwe brüllte.
"Bond is BACK" war mein erster Gedanke und es ging los.

Die Pre-Title Sequenz, einfach nur Super, die schnellen Schnitte, und der Dialog Bond-Dryden.
Dann die Gunbarrel und der farbliche Übergang zu den Maintitles. Spitze! Die Umsetzung des Thema Casino und der Körperbetonten Kampfszenen! Gigantisch!

Das nächste Highlight war die Verfolgung von Mollaka. Eine wirklich verdammt gut umgesetzte Szene! Foucan beherrscht das FreeRunning!

Auch der folgende DIalog M- Bond einfach genial!Die kalten witze.... Bond pur..

Bond als PArkboy, ein Knüller, dieser Witz als er den Wagen parkt!

Jetzt ein SPrung zur nächsten Actionsequenz am FLughafen.. DIe hatte es echt in sich! MEhr will ich hier nicht sagen.. Ich verweise nur auf Bonds Gesichtsausdruck am Ende dieser Sequenz :D

Nun das Gespräch zwischen Bond undVesper im Zug. Dieser Witz, diese kalten Anspielungen auf die Herkunft der beiden. Dieser Dialog war herrlich.

Das Casino, der Treppenkampf. Hart, super choreographie!
Bonds Witze am SPieltisch. Unübertroffen
Auch LEiters Zitat: "Für mich dasselbe, aber lassen sie das GEmüse weg!" hat den Kinosaal zum lachen gebracht!

Der Höhepunkt, die Folter! GEnial gemacht und Bonds Witz... Hier sieht man wirklich wie er sich schlagartig ändert! Super!

Zu Venedig will ich nicht viel sagen. Nur GEIL! Das Haus und dann der Schluss mit Vesper.
Schließlich am Ende Bond mit Anzug und MP! Die Worte: "Bond, James Bond!" -> Das einsetzen des Bond Themas.. ER ist es! Bond wie wir ihn kennen und lieben!

Kleine KRitik:
Die szene mit dem Defibrillator im Auto fand ich irgendwie komisch und unnötig.
vorallem. Will jetzt nichts vorwegnehmen also lass ichs...

Kritik an dieser Szene kommt vielleicht davon, dass ich Sani bin und damit bisschen auskenne....

FAZIT: Super Film 10 von 10 Punkten meiner Meinung nach! Die Wandlung von Bond, vom fehlermachenden Draufgänger zu unserem Lieblingsagent ist perfekt umgesetzt worden!
Ich werd ihn mir noch sicher 2 mal anschaun!
Ich bin noch immer begistert vom Film!

Ich hoffe ich hab euch mit meinem Beitrag nicht gelangweilt, aber das ist das erste Film Review das ich jemals geschrieben habe!


FLO07
Zuletzt geändert von FLO07 am 23. November 2006 01:56, insgesamt 1-mal geändert.
" You are a Kite dancing in a hurricane Mr. Bond"

Wodka Martini, shaken, not stirred!

#12
Habe mir im Vorfeld gedacht, dass der Film gut wird, doch nun muss ich sagen:
Der Film ist ein Knaller!
Ian Fleming wäre sehr zufrieden gewesen.
Ich fand die Gunbarrel gut eingebracht, auch wenn es schon erst ein merkwürdiges Gefühl war einen Bond ohne diese am Anfang zu sehen.
Die Vortitel-Sequenz hatte Stil und den Maintitel empfand ich fast als Homage an Maurice Binder.(Kann es sein, dass auch das Buchcover in dem Stil war?)
Die Action-Szenen fand ich gelungen, was vor allem daran lag, dass diese wieder richtig handgemacht waren, was gerade nach DAD richtig angenehm war.(Man sollte sich darauf konzentrieren, bevor man billig wirkende Special-Effects einbaut).
Trotz der Ernsthaftigkeit des Films, habe ich selten einen Bond mit einem so intelligenten und guten Humor gesehen. Ich wusste gar nicht, dass es möglich ist eine Folterszene so humorvoll in Szene zu setzen ohne sie ins Lächerliche zu ziehen.
Auch fand ich M´s Kommentar bezüglich des kalten Krieges extrem gelungen, nachdem sie PB in Goldeneye noch spöttisch als Relikt von diesem abgewertet hat, wie ich die Beziehungsentwicklung zwischen M und Bond allgemein auch hervorragend fand.
Die Dialogschreiber haben nach einigen Reinfällen, endlich mal wieder (Oscar unterstützt) ganze Arbeit geleistet.
Die Bestezung fand ich auch in der Breite extrem gelungen.
Der Film wirkte trotz vieler Veränderungen extrem bondig auf mich.
Lediglich das Bond-Thema hätte ich mir stärker eingebaut gewünscht, wobei es dramaturgisch durchaus Sinn machte es erst zu vernachlässigen weil es am Ende sehr klassisch interpretiert wurde und es im Kontext zur Szene suggerierte:
007 is born!!!!!!!!!
Daniel Craig ist ein klasse Bond, allein die Art und Weise wie er sich bewegt und kämpft,daran sollten sich einige Vorgänger mal ein Beispiel nehmen.(wobei das ja jetzt auch egal ist)
Ich habe meine ersten Gedanken zwar jetzt nicht stilistisch doll zusammen gefasst, doch wollte ich sie schon einmal loswerden ohne zu sehr ins Detail zu gehen.
Brosnan und Moore-Jünger mögen vielleicht Probleme mit diesem Film haben, doch Connery und Dalton.Jünger die noch einen Faible für die Romane haben werden diesen Bond einfach lieben.
Ich tue es jetzt schon und freue mich auf meinen nächsten Kinobesuch am Samstag.



meine neue bond-reihenfolge:

1. Sean Connery
2.Daniel Craig (hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage aber vielleicht muss sich Connery den 1.platz bald teilen)
3.Timothy Dalton
4.Pierce Brosnan
5.Roger Moore
6.George Lazenby
Zuletzt geändert von RedGrant am 23. November 2006 01:57, insgesamt 1-mal geändert.
Diamantenfieber (Mr. Wint, Mr. Kidd): "Den Hund hat es mit eingeklemmtem Schwanz zerrissen"

#13
so, jetzt mal meine kleine kurzrezession zu diesem film.

einleiten werde ich sie folgendermaßen:
dieser film reiht sich problem in meine top 21 ein, und zwar auf platz 2! nur noch OHMSS ist meiner meinung nach besser!

fangen wir mal bei der person an, um die es geht: 007, in diesem fall daniel craig: er ist absolut glaubwürdig und fügt sich meiner meinung nach perfekt in die rolle! meiner meinung nach wird bond in diesem film sehr realistisch dargestellt: ein charakter, der kaltblütig genug ist, einen menschen umzubringen ohne mit der wimper zu zucken, so durchtrainiert ist, dass man ihm eigentlich jedliche art von stunt abnimmt, kämpft, wie jemand kämpfen sollte wenn er einen 00-status besitzt und eine person, die genau so viel humor hat, um nicht verrückt zu werden, wenn er daran denkt wie viele leichen er hinterlässt!
die presse konnte vor noh einem halben jahr sagen was sie wollte. sie konnte sagen craig passt nicht zu james bond weil er blond ist, weil er nicht schalten und kuppeln kann und weil er eine schwimmweste trägt wenn er boot fährt! aber hat das in diesem film etwas ausgemacht?? meiner meinung nach nicht, denn er war mit abstand der härteste und zu gleich realistischste bond den es bisher gab! während andere bonds in ihren filmen legere über die tötung von menschen hinwegsahen, bekam man hier wirklich zu spüren, dass es nicht nur nebensache ist menschen umzubringen. auch nicht für james bond (ich beziehe mich jetzt auf den kampf mit den beiden schwarzen im casino-hotel, der sehr brutal, detailliert und auch realistisch dargestellt wurde!!)
doch nicht nur härte macht diesen film aus, sondern eine ganze menge humor! es ist nicht der sarkasmus eines roger moore, aber ich glaube ich habe noch in keinem bondstreifen so oft lachen müssen wie in CR! und das trotz der oben angesprochenen härte!
nur eine sache hat mich an ihm gestört: nachdem wesper ihn verraten hatte, hätte ein james bond (zumindest so wie ich ihn bisher einschätzte) sie nicht mehr versucht zu retten, sondern er hätte sie - um es mal in, der härte des filmes, angemessenen worten zu sagen - verrecken lassen.
ja, und hier wären wir bei der überleitung zu den bondgirls: wesper finde ich bisher wirklich eines der besten, wenn nicht das beste bondgirl. ihre rolle ist nicht "überbewertet" wie z.B. jinx in DAD, aber sie spielt einen bedeutenden part. was sie besonders macht: sie war nicht so leicht rumzukriegen wie die anderen girls. das einzige was sie mir etwas suspekt macht, ist bonds vorhaben seinen job zu kündigen und mit ihr zusammen zu leben. das hat mich irgendwie zu sehr an meine nummer 1 an bondstreifen erinnert! aber naja, da kann ich drüber weg sehen!
un nun zuletzt: die story. ich fande es wirklich toll, mal wieder einen bndfilm zu sehen, der auch im entferntesten daran erinnert, wie sich fleming seinen james bond vorstellte! die story war - nennen wirs mal - akzeptabel nah an der romanvorlage gehalten und im gegensatz zu den letzten paar filmen echt nüchtern und realistisch gehalten: es ging nicht darum, jemanden daran zu hinde3rn die halbe welt in die luft zu sprengen oder die weltherrschaft zu erlangen (seit GE hatte ich irgendwie immer das gefühl, dass die bösewichte ein bisschen was von "pinkie & brain" hatten), sondern es ging einfach darum, einen menschen auszuschalten, der terroristen finanziert! erscheint mir irgendwie relativ realistich ;) was ich nur schade fand war, dass einige zusammenhänge vll nicht ganz klar wurden, falls man den roman nicht gelesen hat. ich kann des jetzt leider nicht beurteilen, jedoch haben mich meine kumpels des öffteren gefragt, warum jetzt der das und der andere das macht...

naja, des war jetzt mal meine "kurzrezession" unmittelbar nach dem ersten schauen dieses filmes. zu mehr will ich mich jetzt noch nicht äußern, vorallem weil ich irgendwie zu müde bin^^

MfG,
elementum
Bild

"Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild."

#14
"Casino Royale" ist einach der allergeilste Bondfilm!

Ich habe alle Bondfilme als Jugendlicher extrem oft gesehen. Ich war damals ein Riesenfan. Mit zunehmendem Alter wurde ich gegenüber Bond immer reservierter, bin aber immer Fan geblieben. Die Brosnan-Ära war sehr schwierig für mich. Rückwirkend betrachtet - und seit heute - kann ich sagen: Ich mochte Brosnans Bond nicht - gerade im Vergleich zu Daniel Craigs Bond.

Daniel Craig - und alle anderen Verantwortlichen - haben Bond das zurückgegeben, was ihm schon so lange gefehlt hat. Und mehr noch. Sie haben ihm etwas gegeben, dass er so noch nie besessen hat: Persönlichkeit, Charakter (mal von Ansätzen in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" und "Lizenz zum Töten" abgesehen).

James Bond ist zurück - und besser als jemals zuvor!

Ich kann und will es jetzt auch noch nicht genauer begründen, dazu sind die Eindrücke viel zu frisch (und ich bin zu müde). Es ist aber der erste Bondfilm, bei dem ich restlos mitgegangen bin.

Von mir bekommt er mindestens 8/10 Punkten. (Dabei muss ich anmerken, dass ich sehr kritisch bewerte und bisher nur einem Bondfilm so viele Punkte gegeben habe, nämlich "Im Geheimdienst ihrer Majestät". Sogar alle anderen Klassiker der Serie haben bei mir maximal 7/10 Punkten.)

Also: "Casino Royale" ist für mich das Prunkstück der Serie.
Zuletzt geändert von Funksoulbrother am 23. November 2006 02:16, insgesamt 2-mal geändert.

#15
Also erst mal muss ich sagen, dass ich mich bei den meisten Diskussionen über CR weitestgehenst rausgehalten hab, da ich mir eine Meinung zu dem Film machen wollte, meine eigene. Komme gerade aus dem Kino und bin etwas zweigeteilt.
Ich finde das Daniel Craig ein hervorragender Schauspieler ist und auch für die Rolle eine gute Besetzung ist. Allerdings finde ich das ihm, im Gegensatz zu Sean Connery, Roger Moore und Pierce Brosnan, etwas an Gentleman like fehlt. Haben mir auch zwei Frauen sowie meine Freundin bestätigt. Aber er ist der härteste Geheimagent den ich bis jetzt gesehen hab und auch einer den man die Rolle echt abnimmt.
Der Film kommt echt gut rüber und hat wirklich schöne Lokations und auch ne gute Handlung, wenn auch komisch das ein Rebellen Führer der LeChiffre nicht kennt soviel Geld anvertraut. Auch das Bond LeChiffre hilft wirkt etwas merkwürdig. Die Gags sind nicht schlecht, wenn auch für meinen Geschmack vielleicht zu sehr.
Der Film hat sich bereits im Kino in meine Top 3 der besten Bonds gespielt, weil er doch ein TOP Film ist, und man endlich wieder realistische Stunts und vor allem viel Action reingebracht hat. Bin schon sehr gespannt auf Bond 22, wenn Bond dort nicht "beginnt" sondern schon etwas etablierter als 007 ist.

Meine Wertung 9/10