Was ist aus Bond geworden?

#1
Ich hatte mich auf ein schönes "Bondwochenende" gefreut und wollte eigentlich jeden Abend ins Kino gehen. Aber was mir da als "neuer Bond" verkauft wurde hatte mit dem Thema Bond nicht mehr viel gemeinsam.

Warum:

1. Was ist aus dem smarten, leicht überheblichen, alles im Griff habenden, coolen, stets perfekt gekleideten, weltgewandten, locker mordenden, Autos und Frauen liebeneden, unwiederstehlichen James Bond geworden ???? Ein "Brutalo Bond" der von einer hektisch inszenierten Ramboscene zur nächsten eilt und zwischendurch auch noch glaubwürdig die Frauen lieben soll. Das ist wenig überzeugend gelungen. Das hat mit einem Bond der glaubwürdig darstellen soll wie alles anfing, nichts zu tun.

2. Wo ist der große Gegenspieler von Bond geblieben ? Sein Gegner im Casino mit der Blutträne war doch auch im Film nur zweite Garde. Da lobe ich mir als Gegner noch Karl Maria Brandauer, Curd Jürgens, Gert Fröbe, Christopher Lee und wie sie alle hießen.

3. Um was ging es überhaupt ? sollte die Welt gerettet werden ? wollte z.B. ein Medienmogul die Weltherrschaft erlangen oder sollte die westliche Welt finanziell ruiniert werden oder sollte die Vorherrschaft im Weltraum erlangt werden oder oder..... von allem dem nichts, es ging lediglich um 130 Millionen Dollar für Waffenkäufe - LACHHAFT !!!

4. Was ist aus der Liebe von Bond zu seinen Autos geworden? in keiner Scene sieht man ihn sein Auto lenken, es gibt keine richtige Verfolgungsjagd . Er fährt lediglich einmal um das Casino und eine kurze Landstraßenstrecke. Was hätte man mit dem tollen Aston Martin alles zeigen können? Da hatte es der DB 4 in Goldfinger besser , er wurde zur Legende.

5. Wo sind die wiederkehrenden Momente ]von denen ein Bondfilm lebt und ihn unverwechslebar macht. Vor allem in der heutigen schnelllebigen Zeit benötigt man diese Momente um einen Film in Erinnerung zu behalten. Gut "M" wurde sehr überzeugend gespielt aber wo ist Money Penny, wo ist "Q" wo ist das Labor welches für Bond immer neue Waffen entwickelt wo ist "HIGH TECH"?

6. Drehte der Film an den schönsten und exotischsten Plätzen der Welt? nein wo waren hier die Highlights?

7. Wo sind die starken Frauen als Partner oder gegenspielerrinnen von Bond wie z.B. Tiffany Case (Jill St. John), May Day (Grace Jones), Elektra (Sophie Marceau), Diana Rigg, Pussy Galore (Honor Blackman), Barbara Bach und natürlich HALLE BERRY.

Es fehlte einfach der Flair der großen weiten Welt, den Bond umgeben sollte und den Bond beschützen sollte.

Statt dessen "Rambo" . direkt in der Eröffnung ermordet Bond eine Person auf dem WC in einem Waschbecken auf brutalste Art. Wie primitiv wie wenig Sinn für die Leichtigkeit, mit der Bond früher solche Dinge gelöst hat.

So wurde ich als Bondfan desillisioniert und werde nun doch an diesem Wochenende den Bond nicht noch weitere Male ansehen und mich dabei dann auf schöne Details zu konzentrieren, die einem bei dem ersten Ansehen nicht gleich auffallen.

Da war der Bond mit Pierce Brosnan "Stirb an einem anderen Tag" doch von einem anderen Kaliber. den habe ich mir 7 x angesehen!!!
Man lebt nur zweimal!!

Re: Was ist aus Bond geworden?

#2
MichaelBond hat geschrieben:Ich hatte mich auf ein schönes "Bondwochenende" gefreut und wollte eigentlich jeden Abend ins Kino gehen. Aber was mir da als "neuer Bond" verkauft wurde hatte mit dem Thema Bond nicht mehr viel gemeinsam.

Warum:

1. Was ist aus dem smarten, leicht überheblichen, alles im Griff habenden, coolen, stets perfekt gekleideten, weltgewandten, locker mordenden, Autos und Frauen liebeneden, unwiederstehlichen James Bond geworden ???? Ein "Brutalo Bond" der von einer hektisch inszenierten Ramboscene zur nächsten eilt und zwischendurch auch noch glaubwürdig die Frauen lieben soll. Das ist wenig überzeugend gelungen. Das hat mit einem Bond der glaubwürdig darstellen soll wie alles anfing, nichts zu tun.
Also ich fand den Film überragend gut. Daniel Craig macht seine Rolle hervorragend. Er hat humor und Charme. Wen interessiert es da ob er Autos liebt. Klar, der neue Bond ist recht Brutal, doch vergessen wir nicht. Der Film spiegelt 007's Anfänge dar. Den Wandel erkennt man ja in den andereren Filmen.
2. Wo ist der große Gegenspieler von Bond geblieben ? Sein Gegner im Casino mit der Blutträne war doch auch im Film nur zweite Garde. Da lobe ich mir als Gegner noch Karl Maria Brandauer, Curd Jürgens, Gert Fröbe, Christopher Lee und wie sie alle hießen.
Auch hier kann ich dir nur teils zustimmen. Sicher, auch mir hat ein etwas größenwahnsinniger Bösewicht etwas gefehlt. Aber diese andere Art passte einfach gut zur Story. Auch wie Le Chiffre umgekommen ist passt gut zum Film. Relativ unspektakulär, auch nicht besonders Brutal. Auch Mr. White bekam seinen Tod am Ende des Films durch "einen normalen Schuss". Alle Bösewichte in sich haben einfach zusammengepasst. Es muss ja nicht immer die Weltherrschaft sein ;)
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3. Um was ging es überhaupt ? sollte die Welt gerettet werden ? wollte z.B. ein Medienmogul die Weltherrschaft erlangen oder sollte die westliche Welt finanziell ruiniert werden oder sollte die Vorherrschaft im Weltraum erlangt werden oder oder..... von allem dem nichts, es ging lediglich um 130 Millionen Dollar für Waffenkäufe - LACHHAFT !!!
Stimmt... sind ja nur 130 MIllionen Dollar... ist ja ein Kinderspiel... 130 Millionen Dollar..pfui, so eine schändlich kleine Summe. Man könnte damit zwar alle Terroristischen Organisationen der Welt auf lange Zeit unterstützen, aber eigentlich hat das Geld doch jeder im Geldbeutel :roll: (Ironie aus).
4. Was ist aus der Liebe von Bond zu seinen Autos geworden? in keiner Scene sieht man ihn sein Auto lenken, es gibt keine richtige Verfolgungsjagd . Er fährt lediglich einmal um das Casino und eine kurze Landstraßenstrecke. Was hätte man mit dem tollen Aston Martin alles zeigen können? Da hatte es der DB 4 in Goldfinger besser , er wurde zur Legende.
:roll: Du hast den Film nicht richtig gesehen. Siehe die Tanklasterfahrt am Miami-Airport.
5. Wo sind die wiederkehrenden Momente ]von denen ein Bondfilm lebt und ihn unverwechslebar macht. Vor allem in der heutigen schnelllebigen Zeit benötigt man diese Momente um einen Film in Erinnerung zu behalten. Gut "M" wurde sehr überzeugend gespielt aber wo ist Money Penny, wo ist "Q" wo ist das Labor welches für Bond immer neue Waffen entwickelt wo ist "HIGH TECH"?
Gerade die Spielereien der letzten Filme fand ich so öde und übertrieben.. Unsichtbare Autos :roll: Der Film zeigt das Bond es auch ohne kann.
6. Drehte der Film an den schönsten und exotischsten Plätzen der Welt? nein wo waren hier die Highlights?
Achso, die Bahamas sind nicht exotisch? Genauso wie Uganda und Venedig? Verstehe.... :shock:
7. Wo sind die starken Frauen als Partner oder gegenspielerrinnen von Bond wie z.B. Tiffany Case (Jill St. John), May Day (Grace Jones), Elektra (Sophie Marceau), Diana Rigg, Pussy Galore (Honor Blackman), Barbara Bach und natürlich HALLE BERRY.
Spätestens hier wird mir klar das du den Film wirklich nicht gesehen hast.
Es fehlte einfach der Flair der großen weiten Welt, den Bond umgeben sollte und den Bond beschützen sollte.

Statt dessen "Rambo" . direkt in der Eröffnung ermordet Bond eine Person auf dem WC in einem Waschbecken auf brutalste Art. Wie primitiv wie wenig Sinn für die Leichtigkeit, mit der Bond früher solche Dinge gelöst hat.

So wurde ich als Bondfan desillisioniert und werde nun doch an diesem Wochenende den Bond nicht noch weitere Male ansehen und mich dabei dann auf schöne Details zu konzentrieren, die einem bei dem ersten Ansehen nicht gleich auffallen.

Da war der Bond mit Pierce Brosnan "Stirb an einem anderen Tag" doch von einem anderen Kaliber. den habe ich mir 7 x angesehen!!!
Nochmals: Der Film zeigt die Anfänge Bonds. Und am Anfang ist jeder anders. Wie auch der ganze Film. Anders aber trotzdem Klasse. Die "Rambo-Szene" am Anfang ist auch ein Beweis dafür. Es ist 007's erste Tötung überhaupt.
Ich kann verstehen das es Leute gibt, die nicht damit klar kommen, das dieser Bond-Film eigentlich aus der Reihe fällt. Er ist toal anders. Aber das mach tihn doch verdammt nochmal´nicht schlecht :(
Ich fand ihn sogar sehr gut ;)

#3
Jedem seine Meinung.

Was ist aus Bond geworden ? Ein schöne Frage und eine eindeutige Antwort:

Aus dem überheblichen Langweiler, der trotz einer Plauze, mindestens 10 kg Übergewicht und fehlenden Muskeln jeden Gegner äh Statisten mit Leichtigkeit mit einer Kalashnikov davonbließ, ist ein tougher Geheimagent geworden, der überzeugend seinen überlegenen Gegnern durch Witz und Intelligenz den gar ausmacht.

Seine Gegner sind nun nicht mehr größenwahnsinnige Verbrecher aus der Psychatrie, die außerhalb ihrer Träume nicht mal das Klo putzen können und Bond konsequent und mit Absicht unterschätzen, sondern Menschen die Existieren und deren Handeln weit gefährlicher ist - ja sie bringen unsern Helden sogar an den Abgrund. Ein Mensch, der aus persönlichen Motiven handelt und letztendlich von seiner eigenen Organisation ermordet wird.

Spektakulär nun erstmals auch die Action. Anstatt sicher in einem gepanzerten Vielzweckwagen bzw. einer Eier legenden Wollmilchsau zu sitzen muss sich Bond jetzt tatsächlich bewähren. Hier schützt ihn nichts, nichtmal Q dessen zuletzt wenig erleuchtende Auftritte endlich eingestellt wurden. Der Film ist nach 20 Filmen sich immer wiederholender Szenen und Szenerien endlich mit jeder Menge unterhaltsamer und einprägsamer Elemente versehen, die fantastisch durch die besonders glamurösen Locations unterstützt werden.

Ob im kristallklaren Wasser der Karibik oder im tiefsten Jungle oder im edlen Casino - Bond macht überall eine gute Figur und zeigt endlich mal das ein Bond nicht immer ein Happy End haben muss. Die Mädels sind echt was fürs Auge und keine Pseudoemanzen oder Atomphysikerinnen mit Silikontitten und die Handlung geht nun weit über das hinaus, was wir sonst so aufgetischt bekommen.

Bin ich froh das Momente mit Moneypenny auf einem Holzschemel mit einer Virtual Reality Brille und Porno im Laufwerk nit mehr aufgetischt bekommen...

Bond ... du hast dich echt gemacht


PS: Bitte mit Vorsicht diesen Beitrag genießen.
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#4
Habe mir heute den neuen Bond-Streifen im Kino angesehen, und muss sagen, dass Craig als neuer Bond Darsteller wirklich eine sehr gute Figur macht. Der Film insgesamt war meiner Meinung nach der beste Bond der Reihe, weil der ganze Film irgendwie realistischer war als die vorigen Bond Filme mit Brosnan zum Beispiel.
Auch wenn ich persönlich kein Fan vom Poker bin und auch nicht spiele, fand ich das ganze Pokerspiel wirklich sehr spannend, schließlich wurde am Pokertisch entschieden, ob eine ganze Terrorgruppe zerstört oder von der britischen Regierung mitfinanziert wurde, falls Bond gegen Le Chiffre am Spieltisch verlohr.
Es war gut zu sehen, dass der Bond im 21. Film nicht unverwundbar. Brosnan hat in seinen Filmen innerhalb der Bond-Filmreihe doch nie einen Kratzer abbekommen, wenn ich mich nicht total irre, Craig dagegen ist mit viel Glück dem Tod von der Schippe gesprungen und musste schwere Folter über sich ergehen lassen.
Ich freue mich wirklich schon sehr auf den nächsten Bond mit Daniel Craig, und bin vollkommen sicher, dass er auch im 22.Bond Film eine sehr gute Leistung abliefern wird.

#5
Ich traue mich das ja kaum zu sagen, aber ich empfinde Casino Royale als den schlechtesten Bond-Film der je gemacht wurde. Okay. DC hat geschauspielert. An der Interpretation der Rolle ist kaum etwas auszusetzen. Aber aus Bond ist ein 08/15 Actionfilm geworden. Sonst nichts.

1. Bond war niemals ein "echter" Charakter. Bond war immer eine Art Comicfigur. Und so sollte diese Figur auch in den Filmen gezeigt werden. Erinnere ich mich doch an alle die Unkenrufe der Presse, als Tim Dalton in LTK mit Blut beschmiert durch die Gegend torkelte. Alle meinten nur, daß dies NICHT zu einem Bond-Film gehört. Und jetzt...? Bond total am Boden. Im Senatorium. Da muss Bond sogar von einer Frau mehrmals gerettet werden. Und dann von einem Killer.

2. Dieser komische Gegenspieler von Bond (schauspielerisch auch gut gemeistert) ist nur ein kleiner Pimpf. Haben nicht alle gelästert, als es vor ein paar Jahren einem Medienmogul an die Mangel ging...? Stand da nicht in allen Zeitungen, daß dies kein Gegenspieler für Bond sei...? Eher ein Typ den man mit ein paar Polizisten mühelos aus dem Hamburger Loft zerren könne...? Und jetzt...? Da wird der Schurke selbst elend von einem Terroristen in die Mangel genommen. Schwitzend. Blutend. Hilflos. Da muss Bond diesen Typen sogar noch retten...? Ich bin schwer enttäuscht...

3. Die Story ist wirklich verworren. Ein Pokerspiel. Den Bankier der Terroristen durch einen herben Verlust kalt stellen und dann dessen Wissen ausquetschen. Das alles hätte gradliniger gezeigt werden müssen. Nicht soviel Quatsch drumherum. Bei manchen Szenen habe ich erstmals bei einem Bond überhaupt auf die Uhr geschaut und nach der noch verbleibenden Restzeit des Films gesehen. Wie ich von meiner Begleitung und aus mitgehörten Gesprächen anderer Kinobesucher erfahren musste: Teile der Story haben tatsächlich nicht alle Leute richtig verstanden... Ein dickes Minus also.

4. Bond im Ford wirkt lächerlich. Da hat das Auto schon extra eine Spezialausrüstung (leider nur angedeutet) und dann kommt diese nicht zum Einsatz. Stattdessen wird der Wagen bei einem simplen Überschlag geschrottet.

5. Da bekommt Bond schon "High Tech" in Form eines Senders. Aber wo ist dieser Q...? Einfach durch einen billigen Nebendarsteller ersetzt. Genau so wie MoneyPenny. Einfach gestorben.

6. Venedig war als Schauplatz recht interessant. Das Casino hätte ein Prachtpalast sein müssen. Nicht so ein Ding in einem Hinterwäldlerdorf in Montenegro.

Was mir noch auffiel war das billige Anpreisen diverser Konsumprodukte im Film. Telefone der Marke Sony hatten bestimmt mehr Takes in Großaufnahme als M...

Das Titellied als Melodie war wirklich gut und einprägsam. Der Song hingegen lieblos und auswechselbar. Selbst Madonna war da um Klassen besser. Beim Herausgehen aus dem Kino wurde ein Lied im Gang gespielt. Meine Begleitung meinte, daß es doch der neue Bond-Song wäre. Leider nicht. War Kylie Minogue. Also auch hier 08/15...

Okay. Der letzte Bond war in einigen Szenen auch übertrieben. Unsichtbare Autos und so ein High-Tech Anzug. Nee... Das war nicht mein Bond. Aber der neue Bond ist es bestimmt auch nicht. Niemals. Niemals. Niemals.

"Casino Royale polarisiert"

#6
Wie ich es mir schon vor Wochen dachte, hat "Casino Royale" (2006) polarisiert. Die ZuseherInnen haben unterschiedliche Ansichten wer James Bond ist.

"Bond war niemals ein 'echter' Charakter. Bond war immer eine Art Comicfigur. Und so sollte diese Figur auch in den Filmen gezeigt werden." (miserxxx, 25.11.2006) Doch James Bond hat Charakter, doch er wurde außer bei "On Her Majesty's Secret Service" (1969) und "Licence To Kill" (1989) nie wirklich gezeigt. Was eigentlich schade ist und James Bond deshalb in den vielen Jahren immer weniger ernst genommen wird. Die immergleiche Formel "James Bond hindert Psychopathen am Zerstören der Welt und erhält ein Bondgirl als Belohnung" war überreizt und unterschied sich nur durch technisch immer größer werdenden Aufwand. Mehr Explosionen, statt Pistolen Maschinenpistolen, statt normalen Autos unsichtbare Autos, usw.

"Casino Royale" war die richtige Richtung und wird irgendwann einmal zu den klassischen Bondfilmen gehören. Es wird ihn nicht jeder mögen - "From Russia With Love" (1963) ist ein Klassiker der Bondfilme, den nicht jeder Bondfan mag. Genau so ist es mit "Casino Royale".[/quote]
Plenty O'Toole: I'm Plenty!
James Bond: But of course you are!
("Diamonds Are Forever", 1971)

#7
ich bin gerade mit gemischten Gefühlen aus dem kino gekommen. Eigentlich fand ich alles im Film vollkommen in Ordnung (Daniel Craig, die Bond-girls, die Schauplätze etc.).
aber irgendwas hat mir trotzdem gefehlt, wobei ich nicht genau sagen kann, was es ist. Gestört hat mich am allermeisten der Kontinuitätsfehler (Bond am Anfang seiner Karriere in der heutigen Zeit). Und Moneypenny und "Q" haben mir irgendwie gefehlt. Selbst wenn moneypenny vielleicht nur mal zwei Sekunden durchs Bild gelaufen wäre, wäre ich schon viel glücklicher mit dem Film gewesen (einfach damit was altes/vertrautes im film ist). Aber bis auf die seltsame kontinuität kann ich nicht klagen. Dieser Film hat meiner Meinung nach eher was mit dem Flair der ganz ganz alten Bond-Filme zu tun. wer aber sowas ähnliches wie bei Brosnan erwartet ist sicherlich erst einmal geschockt. Darum kann ich die Kritiker in diesem Forum verstehen; man muss also nicht gleich jemanden von denen verdächtigen, sie hätten den Film nicht gesehen :wink:

sein oder nicht sein....

#8
Ich bin seit meinem zehnten Lebensjahr (seit mittlerweile 26 Jahren) ein Anhänger von james bond und der filme. Ich war sehr skeptisch was den neuen Film "casino royale" und den "neuen" betraf. Ich muss aber sagen, dass ich den Film alles in allem als sehr gelungen betrachte.
Ich finde schauspielerisch gibt Daniel Craig, wie jeder seiner Vorgänger auch, Bond einen individuellen und zeitgemäßen Charakter.
Auch den Handlungsstrang empfinde ich im Hinblick auf Bonds spätere grundlegenen Verhaltensweisen sehr gut umgesetzt und plausibel.
Beluga...- das hebt die stimmung!

#9
der Film zeigt die Anfänge Bonds....

meint ihr dass wenn ihr mit etwas anfängt gleich alles perfekt und mit einer leichtigkeit beendet??....

das mit dem Mord im Waschbecken, dies zeigt das Bond ein Neuling ist......vorher dufte oder sollte er "nur" ausspionieren, auskundschaften, aufzeichnen...usw...(wenn ich das richtig verstanden habe" denn er war noch kein doppel Null Agent, welcher die Lizenz zum Töten hat....

Erst mit den Jahren mit mehr Erfahrung kann man eine leichtigkeit und professionalität entwikeln à la Brosnan......

Oke die abwesenheit von Q schmerzte schon n bisschen.
The clone isn't so bad as the real blofeld

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#10
der urheber dieses threads hat soviel ahnung von james bond & dem reboot des franchise wie von Supramolekularer Chemie .... nämlich zu 99.9% NULL, nix ..

mfg vanzon

Q und Moneypenny werden bestimmt wieder eingebaut in die Storyline!
Nur angesicht des schon recht vollen plots von CR passte das einfach nicht mehr.
Es geht ja mehr um die Charakterisierung von Bond.. Introducing .. aber das sollte eigentlich
nun wirklich jeder mal gerafft haben ......
Zum einen Q, da man eh etwas back to the roots wollte...
Und hätscheleien mit moneypenny passen wohl auch eher nicht, wenn er "very much
in love" mit vesper ist.. also auch erstma auf eis gelegt die gute frau !

so long
active mi6.co.uk and commanderbond.com reader & forum user!

#11
So, jetzt muss auch ich mal meinen Senf dazugeben...

Einige scheinen hier ja immer noch nicht zu kapieren, dass "Casino Royale" ein Reboot ist und die Ursprünge des Charakters James Bond zeigt, daher fehlen nunmal bestimmte Elemente und ich persönlich bin absolut nicht traurig, dass sie nicht vorhanden sind, denn ein Franchise, dass nur an alten Traditionen festhält, um sich selbst zu feiern, das will ich nicht. Natürlich gibt es da jetzt wieder unterschiedliche Meinungen zu, aber meine persönliche Ansicht ist, dass die Filme seit Roger Moore, eher Karikaturen des Charakters Bond sind und sich selbst immer weiter ad absurdum geführt haben und das will ich einfach nicht sehen...

Ich will auch keinen dümmlich grinsenden 53 jährigen Typen mit ner Föhnwelle sehen, der auf einer schlechten CGI-Welle surft und dabei aussieht, wie einer dieser Typen, die auf den Poster bei einem Herrenfriseur an der Wand hängen. Ich mag Brosnan als Schauspieler, aber die Filme dieses Mannes wurden immer mehr zu einer Comic-Verfilmung und das wird Ian Fleming nunmal überhaupt nicht gerecht. Ich persönlich bin jemand, der die Moore-Ära bis auf die Filme FYEO, LALD und AVTAK vollkommen verachtet, weil Moore einfach dem Charakter von Fleming nicht gerecht wurde... Moore machte Bond zu einem dümmlich witzelnden Charakter und das kann ich persönlich überhaupt nicht leiden...

Ich persönlich habe bei CR das Gefühl, dass mir seit Jahren endlich mal wieder ein richtiger Bondfilm geliefert wird, bei dem nicht die Story nach der sog. Formel konstruiert wurde, sondern erst die Story da war und dann geschaut wurde, welche Elemente dort eingebaut wurden...

Was starke Bondgirls angeht, frage ich mich allerdings, ob der Verfasser dieses Topics den Film aufmerksam verfolgt hat??? Vesper ist jawohl eins der stärksten und besten Bondgirls, die uns die Bondhistorie je geliefert hat...
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"Sie sind nicht mein Typ!"
"Klug?"
"Single!" (Casino Royale 2006)

#13
George Lazenby hat geschrieben:Was starke Bondgirls angeht, frage ich mich allerdings, ob der Verfasser dieses Topics den Film aufmerksam verfolgt hat??? Vesper ist jawohl eins der stärksten und besten Bondgirls, die uns die Bondhistorie je geliefert hat...
Beide Girls des Films gefallen mir nicht. Entsprechen nicht meinem Typ. Was ist an Vesper so verführerisch und schön...? So schön, daß ein Bond dieser Schlampe verfallen kann...?

#14
Zustimmung zu Zitaten:

- Ich will auch keinen dümmlich grinsenden 53 jährigen Typen mit ner Föhnwelle sehen, der auf einer schlechten CGI-Welle

- Ich persönlich bin jemand, der die Moore-Ära bis auf die Filme FYEO, LALD und AVTAK vollkommen verachtet, weil Moore einfach dem Charakter von Fleming nicht gerecht wurde

- Doch James Bond hat Charakter, doch er wurde außer bei "On Her Majesty's Secret Service" (1969) und "Licence To Kill" (1989) nie wirklich gezeigt. Was eigentlich schade ist und James Bond deshalb in den vielen Jahren immer weniger ernst genommen wird.

- - Bond macht überall eine gute Figur und zeigt endlich mal das ein Bond nicht immer ein Happy End haben muss

- Die immergleiche Formel "James Bond hindert Psychopathen am Zerstören der Welt und erhält ein Bondgirl als Belohnung" war überreizt und unterschied sich nur durch technisch immer größer werdenden Aufwand. Mehr Explosionen, statt Pistolen Maschinenpistolen, statt normalen Autos unsichtbare Autos, usw.
- Dieser Film hat meiner Meinung nach eher was mit dem Flair der ganz ganz alten Bond-Filme zu tun. wer aber sowas ähnliches wie bei Brosnan erwartet ist sicherlich erst einmal geschockt.

#15
misterxxx hat geschrieben: Okay. Der letzte Bond war in einigen Szenen auch übertrieben. Unsichtbare Autos und so ein High-Tech Anzug. Nee... Das war nicht mein Bond. Aber der neue Bond ist es bestimmt auch nicht. Niemals. Niemals. Niemals.
Also wenn dir beide Filme nicht gefallen, dann frage ich mich ob man dich überhaupt jemals zufriedenstellen kann.
Mach es doch selber besser wenn du kannst.