Blofeld, Sanchez und Co.

#1
Was ich als 007-Element auch noch erwähnenswert finden würde wären Bonds Gegner. Was wäre ein Held ohne den Schurken? Gegner wie Goldfinger und Blofeld haben so eine Art Kultstatus erreicht innerhalb der Reihe, die auch von dem Zusammenspiel zwischen Gut und Böse lebt und interessant wird.
Was die erfinden kann ein Ladislav Kutze nicht auch handhaben? - Largo, TB

#2
Also ich finde auch, dass die Bösewichte einen besonderen Status bei Bond haben. Aber es gibt einen, den ich nicht zu den "richtigen" Bondbösewichten zuzählen kann. Und zwar Sanchez. Er ist für mich einfach nicht der typische Bösewicht, mit dem Bond sich abgeben muss. Er ist brutal und komplett ohne Skrupel. Die anderen Bösewichte haben wenigstens noch ihre Ehre, aber Sanchez sticht heraus. Deswegen sehe ich mir LTK auch nicht so oft an.
I'am the man with the golden gun! And I shoot everyone! ;-)
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#3
Und ich sehe mir LTK eben so oft an, weil ich Sanchez so gut finde. :wink: Soltle ein Bondgegner denn nicht brutal und ohne Skrupel sein? Da wäre doch der ganze Spass des Böseseins weg! Zudem gefällt mir auch die allgemeine Darstellung von Sanchez, wie er bis zum Schluss nicht weiss, welche Rolle Bond spielt.

Im Allgemeinen über die Bösewichte:
Sie spielen doch neben Bond die wichtigste Rolle in einem Film. Das kann meiner Meinung nach nicht einmal so'ne Jinx toppen. Zudem ist es mir eigentlich wichtig, dass der Schauspieler Erfahrung hat (also nicht so ein Grünschnabel wie Stephens).
Denn: Ein guter Plan ist schon eine gute Story. Eine gute Story ist schon ein guter Film.
Grow up, 007°''!
“You know, James Bond’s mother is Swiss. That will make it all worthwhile.” Marc Forster

#4
Aber die anderen Bösewichte besitzen noch Würde und haben einen gewissen Charme. Ok, Renard, Onatopp und Trevelyan besitzen auch nicht viel Würde und Charme aber bei Sanchez find ich es am schlimmsten. Ab es ist meine Meinung und das andere ist dein. Also sollte jeder das für richtig finden, was er denkt! :P
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#5
Zudem ist es mir eigentlich wichtig, dass der Schauspieler Erfahrung hat (also nicht so ein Grünschnabel wie Stephens).
Denn: Ein guter Plan ist schon eine gute Story. Eine gute Story ist schon ein guter Film.
Stephens ist doch kein Grünschnabel, sondern hat vom Theaterbusiness gewechselt - oder vertausche ich hier etwas?

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#6
Francisco (Jay) Scaramanga hat geschrieben:Aber die anderen Bösewichte besitzen noch Würde und haben einen gewissen Charme. Ok, Renard, Onatopp und Trevelyan besitzen auch nicht viel Würde und Charme aber bei Sanchez find ich es am schlimmsten.
Renard ist (oder eher war) sowieso das letzte!
Aber bei Sanchez kann ich dir nicht zustimmen! Er hat schon Würde und damit ein gewisses äh "Ethos", z.B. ist ihm Loyalität wesentlich wichtiger als Geld, auch hält er seine Versprechen. "Hinterfotzig" kann man ihn auf keinen Fall nennen. Auch dass er Leiter versucht umzubringen, und ihm auch noch seine Beweggründe erklärt, zeigt seine Ehre als skrupelloser Verbrecher (und dass sind alle Bondgegner).
(Gut dass ich gestern LTK gesehen habe :wink: .)

#7
Ich sehe Sanchez als besten Bondvillain den es jemals gab, und immoment sehe ich kaum einen der es besser könnte.
Er hat soviel Charme - er ist eigentlich schon ein perfektes Spiegelbild von Bond. Er verkörpert ebenso einen perfekten Gentleman, er geht mit seinen Gegnern offen um und seine Gelassenheit und Aura geben ihm unheimlich viel Würde - imo.
Sanchez ist natürlich auc hervorragend dargestellt von Robert Davi.

Die Schlussszene ist bezeichnend. Als er sagt: Sie hätten doch alles haben können! zeigt sich dass er wirklich an Bond geglaubt hat, dass er ihn als Freund haben wollte, aber auch dass er soetwas wie enttäuschung kennt. Dieser Drogenbaron, der hunderte Menschenleben auf dem Gewissen hat, der das Gesetzt plomo ou plata geprägt hat, derjenige der mit seinen Drogen Millionen in die völlige Abswcxhottung treibt, sich nur hinter seiner lockeren Fassade ("Gib ihr dein Herz") versteckt und in wirklichkeit Gefühle hat. Es ist das Spiegelbild zu Bond dargestellt auf eine unnachahmliche Weise.

Ach ja - wer Renard als Villain sieht hat TWINE immer noch nicht verstanden (schlimm genug dass 90 % aller TV-Zeitschriften den Sinn des Films immer noch nicht kapiert haben)
Ich halte nciht viel von den DVD-Covern, aber hier zitiere ich mal:
"[...]der die Zuschauer bis zum Ende fesselt und mit der schokierenden Wahrheit überrascht."
Elektra handelt nicht weil sie unter dem Stockholmsyndrom leidet wie Bond zuerst vermutet - Elektra ist eine kalte berrechnende Frau, die den Umstand entführt worden zu sein eiskalt dafür ausnutzt ihren schamlosen Plan in die Wirklichkeit umzusetzen. Sie benutzt Renard - zu keinem Zeitpunkt ist dieser mehr als ein Stamper oder Zao.
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#8
Blofeld war meiner Meinung nach auch nur bei seinen ersten beiden Auftritten in FRWL und TB gut, da man ihn nie sah, immer nur diese Hand die die weiße Katze gestreichelt hat, der seine "Soldaten" ausschickt um die Drecksarbeit zu erledigen.
Auf Bond trifft er nicht und ist trotzdem der große Bösewicht.
Selbst in YOLT ist er noch ein guter Schurke, doch mit der Enthüllung seines Gesichts geht seine mystische und Hinterhältige Aura mehr oder weniger flöten, außerdem wird er zu sehr zum selber agierenden Gangster und bleibt nicht mehr der große reiche Psychopath, der im Hintergrund das große Geld erstrebt.
In OHMSS und DAF legt er sich dann immer wieder mti Bond an und wird so zu einer Art einfachen Verbrechers und verliert für mich den Kultstatus.
Die Frage ist für mich auch: Wieso versucht ein so einflussreicher und reicher Mann wie Blofeld am Anfang von FYEO Bond mit eigener Kraft umzubringen, wo das doch einer seiner Handlanger machen könnte. Naja, diesen Fehler bezahlt er mit dem Leben und einem würdigen Abgang.

wen ich als großen Bösewicht am meisten genossen habe ist in der Tat Sanchez.
Obwohl ich LTK selbst nicht gut fand, weil ich Bonds Abgang aus dem MI6/5 unglaubwürdig fand, betrachtet man GE.
"007s Auftrag gilt immer nur seiner Mission und nie einem Freund."
Gut, Felix war vielleicht ein besserer Freund für Bond als 006 es war, dennoch hat er 006 in Goldeneye umgebracht, weil es sein Auftrag war.
In LTK war sein Auftrag, die Finger von der Sache zu lassen und schon kündigt er, aber das gehört hier nicht hin, deshalb weiter zum Thema.

Auch Sanchez versteckt sich hinter vielen Wachen und Schlägern, verdient sein Geld als "Geschäftsmann" und kontrolliert sämtliche Staaten allein durch sein Konto. Er gibt sich kompromisslos und konsequent, duldet keinen Verrat, lässt niemanden zu nahe an sich heran, dem er nicht vertraut und schafft es den ganzen Film über glaubwürdig zu bleiben. Dennoch hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, denn ein solches Imperium kommt nicht von ungefähr. :)

#9
Eigentlich stimme ich dir zu, allerdings ist der Abgang in FYEO für Blofeld imo überhaupt nicht würdig.

Blofeld ist ohne Frage eine Kultfigut, auch wenn ich ihn nie besonders beeindruckend fand, aber was Moore mit ihm gemacht hat war Verrat. Sätze wie "Ich schenke ihnen mein Haus in der Bondstreet" oder wie Bond Blofelds glatze streichelt - grausam...

Blofeld ist in der Tat tief gesunken (oder gefallen)

Naja - und was 006 angeht: "Für England James ?" "Nein, für mich" Bond hat 006 nicht auf Auftrag des MI6 getötet sondern weil er gekränkt war, weil Alec ihn verarscht hat, weil Alec ihn töten wollte.
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#10
Scaramanga war einer der besten Bond Gegner. Das Duell zwischen Scaramanga und 007 war echt gut. Renard war der Bösewicht der überhaupt keine würde besaß, denn er war schon gar kein Mensch mehr sondern ein Monster, er fühlte nichts mehr und spührte auch nichts mehr, dass ist einfach unmenschlich.
Im Angesicht des Todes, muss der Spion der mich liebte, Leben und Sterben Lassen
007.Mirco