Ist Haggis mit dem Titel nicht zufrieden?

Am 6. November 2008 startete das 22. James-Bond-Abenteuer mit Daniel Craig in seinem 2. Auftritt als 007! Alle Meldungen, Gerüchte, Fakten und Fragen zu QUANTUM OF SOLACE und allen weiteren Bondfilmen (BOND 23 etc.) hier herein! [Leseforum]
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007James Bond
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1. März 2008 13:46

Warum sollte man Quantum of Solace nicht übersetzen?
Der Titel ist nicht umgangssprachlich wie For Your Eyes Only und The Living Daylights.
Ein Minimum an Trost war eine Übersetzung, die man aus mir schleierhaften Gründen nicht verwenden will. Der Titel hat eine Handlungsrelevante Bedeutung im Film, laut Craig., also wäre es doch sinnlos diese nicht ins Deutsche umzuformen.
Den englischen Titel zu belassen wäre nur sinnvoll, wenn die Organisation SOLACE heißt.
Der Weltuntergang wäre es aber auch nicht, da wir doch selbst hier mit den Titeln zwischen deutsch und englisch jonglieren.
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SuperMike007
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1. März 2008 14:14

Ich finde auch man brauch einen deutschen Titel. Es muss ja nicht unbedingt Ein Minimum an Trost sein es kann ja ein Titel sein der irgendwie in die gleichen Richtung führt wie z.B. "James Bond 007 - Rache für ein bßchen Trost" oder sowas in der Art.

Auf jeden Fall finde ich muss es auch einen deutschen Titel geben denn ob man es glaubt oder nicht es soll heutzutage auch noch Menschen geben die Englisch nicht wirklich können und daher bin ich für einen deutschen Titel.


Gruß Mike007
Bond: Erwarten Sie das ich Rede?

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Samedi
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1. März 2008 14:45

SuperMike007 hat geschrieben:
Auf jeden Fall finde ich muss es auch einen deutschen Titel geben denn ob man es glaubt oder nicht es soll heutzutage auch noch Menschen geben die Englisch nicht wirklich können und daher bin ich für einen deutschen Titel.


Gruß Mike007
Interessanterweise sind es meistens immer die, die dann einen englischen Titel wollen. :wink:

Ein gutes Beispiel, dass immer ein deutscher Titel möglich ist, ist der neue Bondroman "Hurricane Gold", der in Deutschland unter dem Titel "Reden ist silber, schweigen ist tödlich" erscheinen wird. Aber ich bin zuversichtlich.

MfG

Samedi
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SuperMike007
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2. März 2008 14:42

Samedi hat geschrieben:
SuperMike007 hat geschrieben:
Auf jeden Fall finde ich muss es auch einen deutschen Titel geben denn ob man es glaubt oder nicht es soll heutzutage auch noch Menschen geben die Englisch nicht wirklich können und daher bin ich für einen deutschen Titel.


Gruß Mike007
Interessanterweise sind es meistens immer die, die dann einen englischen Titel wollen. :wink:

Ein gutes Beispiel, dass immer ein deutscher Titel möglich ist, ist der neue Bondroman "Hurricane Gold", der in Deutschland unter dem Titel "Reden ist silber, schweigen ist tödlich" erscheinen wird. Aber ich bin zuversichtlich.

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Samedi


Tja so ist das manchmal aber da viele ja befürchten das die deutsche Sprache ausstirbt wäre es kurios wenn es keinen deutschen Titel geben würde. :wink:


Gruß Mike007
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2. März 2008 15:31

SuperMike007 hat geschrieben:... aber da viele ja befürchten das die deutsche Sprache ausstirbt wäre es kurios wenn es keinen deutschen Titel geben würde. :wink:

...mmh.. jetzt wo Du das erwähnst... Ich bin ja gerade hier im Forum sehr daran interessiert, dass die deutsche Sprache nicht zu sehr "verenglischt" wird. Aber dennoch möchte ich mir eine Eindeutschung von QOS nicht vorstellen müssen. Vielleicht, weil ich noch keine befriedigende Version gehört habe. Jedenfalls bin ich recht gespannt, was uns da bald angekündigt wird.
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CraigFan
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5. März 2008 12:49

Ich weiß gar nicht, was es für eine Aufregung um den Titel gibt. Ich kann jetzt nicht nachvollziehen, was daran schwer zu verstehen ist. Im Gegenteil, ich finde ihn als Anschluss an Casino Royale sehr passend und ausdrucksstark. Mr Craig hat sich ja hinsichtlich dessen auch zu Genüge dazu geäußert. Nun sollte man es gut sein lassen und auf einen deutschen Titel ohnehin verzichten. Für uns, die es kaum erwarten können, Bond wieder im Kino zu sehen, gibt es eh sehr viel Wichtigeres.
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Samedi
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5. März 2008 17:33

CraigFan hat geschrieben:Ich weiß gar nicht, was es für eine Aufregung um den Titel gibt. Ich kann jetzt nicht nachvollziehen, was daran schwer zu verstehen ist. Im Gegenteil, ich finde ihn als Anschluss an Casino Royale sehr passend und ausdrucksstark. Mr Craig hat sich ja hinsichtlich dessen auch zu Genüge dazu geäußert. Nun sollte man es gut sein lassen und auf einen deutschen Titel ohnehin verzichten. Für uns, die es kaum erwarten können, Bond wieder im Kino zu sehen, gibt es eh sehr viel Wichtigeres.
Mag schon sein, dass es für uns wichtigeres gibt, aber wir können von dem Film ohnehin reden wie wir wollen. Wir können es auch als QOS oder B22 bezeichnen, wenn es einen deutschen Titel gibt. Gegenfrage: Warum sträubt ihr euch so gegen einen deutschen Titel? :?:
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CraigFan
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6. März 2008 14:40

Ich will mal eines klarstellen: Ich liebe die deutsche Sprache und bin dagegen, dass alles dem Englischen untergeordnet wird.
Aber Filmtitel sollen meiner Meinung nach dem Original entnommen werden. Es sei denn, irgendjemand auf dieser Welt findet eine passende Übersetzung für QoS, die nicht nur gut klingt, sondern auch die Bedeutung widerspigelt.
Lass hören, dann gebe ich mich gern geschlagen.
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Invincible1958
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6. März 2008 15:39

CraigFan hat geschrieben:Ich will mal eines klarstellen: Ich liebe die deutsche Sprache und bin dagegen, dass alles dem Englischen untergeordnet wird.
Aber Filmtitel sollen meiner Meinung nach dem Original entnommen werden.
Ganz genau.
Schließlich ist der Film immer noch eine Art Kunstform. Und eigentlich wird das Werk eines Künstelr schon dadurch entfremdet, indem es hierzulande synchronisiert wird.
In den 50ern und 60ern war es sogar noch gängig, dass fast jeder US-Hit und britische Hit von deutschen Schlagerkünstler mit deutschen Texten neu aufgenommen wurde, und die Originalfassung fast unbekannt blieb. Sowas macht doch die Kunst nur kaputt.
Ich will nicht "Am Tag als Conny Kramer starb" hören, sondern "The Night They Drove Old Dixie Down" von The Band.

Natürlich ist es für alle bequemer, wenn alles eingedeutscht wird, und jeder Film synchronisiert wird. Aber dann soll sich hier im Land auch niemand mehr darüber aufregen, dass die Finnen und Co. bei PISA ständig besser abschneiden etc.

In jedem anderen Land ist es nicht unüblich, dass Filme im Original mit UT laufen.

Aber den Deutschen wird ja immer nachgesagt, dass sie sehr bequem sind und sich nicht gerne umstellen.

Und daher denke ich wird es zu 100% einen deutschen Titel zu QOS geben, auch wenn ich persönlich das für überflüssig halte. Wir leben inzwischen in einer so globalisierten Welt, und gerade die englische Sprache sollte das kleinste Übel sein.
Wenn ein japanischer Film einen deutschen Titel bekommt, dann kann ich das (noch) nachvollziehen. Aber wenn Teilweise selbst die einfachsten Filmtitel wie "Pirates of the Caribbean" übersetzt werden, dann ist das wirklich überflüssig.

Ist leider in Deutschland so. Am schlimmsten finde ich es, wenn ein englischer Film in Deutschland einen anderen englischen Titel bekommt. Der Britney Spears-Film heisst überall auf der Welt "Crossroads", nur in Deutschland heisst er "Not A Girl". Das ist sowas von bescheuert.
Indem man der deutschen Jugend nichtmal zutraut, dass sie die Doppelbedeutung des Wortes "Crossroads" verstehen, macht man sie nur noch dümmer.

Oder der aktuelle Tanzfilm "Steup Up 2 The Streets" heisst in Deutschland "Step Up To The Streets". Warum? Denke die, dass da jemand an der Kasse dann sagt: "Zweimal Step Up Zwei The Streets" oder was?
Zudem bedeutet die 2 hier auch, dass es sich um die Fortsetzung von "Step Up" handelt. Aber nein: die Deutschen verstehen ja nicht, dass häufig anstatt 'to' auch '2' geschrieben wird.

Naja, genug gemeckert.

Da ein deutschsprachiger Titel wohl unvermeidbar ist, hoffe ich, dass wir das geringste Übel bekommen - und bloß keinen Doppeltitel a la "Quantum of Solace - Bond jagd Mr. Greene" oder so.
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CraigFan
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6. März 2008 15:48

"Da ein deutschsprachiger Titel wohl unvermeidbar ist, hoffe ich, dass wir das geringste Übel bekommen - und bloß keinen Doppeltitel a la "Quantum of Solace - Bond jagd Mr. Greene" oder so."

Dem stimme ich hundertprozentig zu !
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6. März 2008 16:12

Invincible1958 hat geschrieben:In den 50ern und 60ern war es sogar noch gängig, dass fast jeder US-Hit und britische Hit von deutschen Schlagerkünstler mit deutschen Texten neu aufgenommen wurde, und die Originalfassung fast unbekannt blieb. Sowas macht doch die Kunst nur kaputt.
Ich will nicht "Am Tag als Conny Kramer starb" hören, sondern "The Night They Drove Old Dixie Down" von The Band.
Genau das dachte ich als ich heute morgen in der Wanne lag und das wunderbare Album James Bond "30th Anniversary" hörte: "Was wäre eigentlich gewesen wenn die deutsche Synchro und die Produzenten entschieden hätten alle Titelsongs einzudeutschen!"

Kaum auszudenken...ein Alptraum für mich! :shock:
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Samedi
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6. März 2008 18:03

Na und? auch Wenn man den Titel im Original verstehen würde (was sicher nicht mein Problem ist, weil ich ja US-Staatsbürger bin) gehört sich einfach ein deutscher Titel. Es reicht schon, wenn man überall von anglizistischen Werbeslogans wie z. B. O2 can do zugemüllt wird, die dann auch noch von einem Pseudo-Bayern ausgesprochen werden. Ich möchte wenigstens in der Filmlandschaft noch echte deutsche Titel haben. Und wie gesagt, zu Hause kann sich dann von mir aus jeder nur noch UK-Importe mit englischen Covern und den "Originaltiteln" ansehen. Von mir aus. Und es laufen sowieso auch schon bei uns teilweise Filme OmU. Aber wenn ich mir einen Film synchronisiert ansehe, dann will ich auch einen deutschen Titel. Natürlich kann man bei Filmen wie "Goldfinger" oder "GoldenEye" eine Ausnahme machen, weils ja Eigennamen sind, aber wenn der Titel eben kein Eigenname ist und in der deutschen Fassung anders vorkommt, dann ist ein deutscher Titel notwendig.
Das schlimmste was bei der Titelvergabe passieren kann, hat man beim schon erwähnten Pirates of the Caribean gesehen. Das Problem war aber nicht, dass man den Titel übersetzt hat, sondern, dass es die sinngemäße Übersetzung (Piraten der Karibik) schon als deutschen Filmtitel gab und man anscheinend wie bei Star Wars nicht mit dem Erfolg und Fortsetzungen rechnete. Deshalb kombinierte man den Reihentitel mit dem Folgentitel und es entstand der "Fluch der Karibik". Beim zweiten Teil gings dann noch übler zu und man kombinierte den deutschen Titel des ersten Teils mit dem Originalreihentitel. Beim dritten Teil verzichtete man dann plötzlich wieder auf "Fluch der Karibik", wobei die Kontinuität dann entgültig entsorgt war.

Aber back to Topic:

In den USA bekommen die deutschen Filme ja auch einen US-Titel, wie z. B. The Lives of Others. Warum sollen wir also keine deutschen Titel bekommen? Und mit Pisa hat das ja überhaupt nischt zu tun. In den skandinavischen Ländern wird einfach mehr in Bildung investiert statt dann auch noch Studiengebühren und Büchergeld draufzuschlagen. Ich glaub unser IQ steigt eher durch diese Diskussion als durch das reine Lesen eines amerikanisierten Filmtitels. :idea: :wink:

MfG

Samedi
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6. März 2008 19:13

Es gibt doch überhaupt keinen Grund den Titel im englischen zu belassen.
Kein Eigenname, also Übersetzung. So wie immer.
Ich verstehe diese Diskusion überhaupt nicht.
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Samedi
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6. März 2008 19:15

007James Bond hat geschrieben:Es gibt doch überhaupt keinen Grund den Titel im englischen zu belassen.
Kein Eigenname, also Übersetzung. So wie immer.
Ich verstehe diese Diskusion überhaupt nicht.
Sag ich doch schon die ganze Zeit. :wink:
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chief

6. März 2008 20:55

Schließlich ist der Film immer noch eine Art Kunstform. Und eigentlich wird das Werk eines Künstelr schon dadurch entfremdet, indem es hierzulande synchronisiert wird.
Diese "Entfremdung" ist die einzige von der absoluten Mehrheit des Publikums akzeptierte Möglichkeit, selbigen diese Kunst nahe zu bringen. Und das ist auch der Grund, warum kein Künstler/Filmemacher etwas dagegen hat.
"Mr Spielberg, sollen wir den Film für den deutschen Markt synchronisieren lassen und drei Millionen Zuschauer in die Kinos locken? Oder wollen sie Ihr Werk lieber "unverfälscht" lassen und geben sich auch mit 50000 Besuchern zufrieden?

Davon abgesehen wird auch in anderen Ländern synchronisiert. Allerdings nicht auf derart hohem Niveau wie bei uns.
Natürlich ist es für alle bequemer, wenn alles eingedeutscht wird, und jeder Film synchronisiert wird. Aber dann soll sich hier im Land auch niemand mehr darüber aufregen, dass die Finnen und Co. bei PISA ständig besser abschneiden etc.
Das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. Dieser Zusammenhang ist absurd.
In jedem anderen Land ist es nicht unüblich, dass Filme im Original mit UT laufen.
Siehe oben...In vielen anderen Ländern wird synchronisiert. Nicht ausschliesslich, aber häufig: Italien, China, Polen, Tschechien...
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