Reviews und Kritiken zu EIN QUANTUM TROST (PRESSE, MEDIEN)

Am 6. November 2008 startete das 22. James-Bond-Abenteuer mit Daniel Craig in seinem 2. Auftritt als 007! Alle Meldungen, Gerüchte, Fakten und Fragen zu QUANTUM OF SOLACE und allen weiteren Bondfilmen (BOND 23 etc.) hier herein! [Leseforum]
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danielcc
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30. Oktober 2008 12:47

M hat geschrieben:Mich begeistert immer die Sachkenntnis der Journalisten. In einer Dortmunder Lokalzeitung war jetzt zu lesen, daß dieser Bondfilm der erste ist, in dem Bond keinen Wodka-Martini "gerührt und nicht geschüttelt" verlangt. (Da hat es mich geschüttelt!)
Und wenn meine Englischkenntnisse nicht völliger Mist sind, sollte es auch nicht heißen "Agent Seiner Majestät". Da der über Großbritannien herrschende Monarch eine Frau ist, muß es heißen "Agent Ihrer Majestät".
Was lehrt uns das? Selber gucken.
dazu eine aktuelle ergänzung:
focus online berichtet über die premiere von QOS und schriebt über CR:
"Casino Royale“ spielte mit mehr als 200 Millionen Euro das bisher beste Ergebnis aller Bond-Streifen ein. "

prost mahlzeit...
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Bad_Eden_Stuntcrew
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30. Oktober 2008 20:22

Hallo, ich war am Sonntag beim Screening fuer Cast und Crew im Odeon am Leicester Square in London. In London selbst ist wirklich die Werbemaschinerie am Limit des ertraeglichen. In der Underground auf den Monitoren, ganze Busse als Plakat, der Piccadilly Circus – alles ist nur noch QoS.
OoS selbst ist ein beeindruckender Action Film geworden, mit viel Spannung aber auch Komik und schauspielerischer Leistung. Die Szenen in Bregenz sind wirklich stark geschnitten und man fragt sich, wo die 10 Tage Arbeit und dieser immense Aufwand hingekommen sind. Die Action Sequenzen in Bregenz sind, wie auch sonst im Film, schnell folgende Sequenzen, die sich als detailierte Szene nicht mehr wahrnehmen laesst. Viele der Komparsen werden entaeuscht sein. Ansonsten ueberzeugen diese Bilder absolut. Die Bilder und Szenen als einzelnes betrachtet erreichen fast Photokunst. Die Location der Seebuehne hat auf jeden Fall die gerechtfertigte Wertschaetzung erhalten und auch die Tosca kommt entsprechend rueber.
Zur Handlung selbst, zum Mythos und dessen Umsetzung etc. moechte ich mich natuerlich nicht aeussern. Da muss sich jeder selbst ein Bild davon machen, alles weitere wird umfassend auch hier diskutiert werden.

Der Direktor der Seebuehne war ebenfalls beim Screening und ich hatte ganz kurz die Moeglichkeit mit M.F. zu sprechen. Leider habe ich Ben Cooke und auch Gary Powell nicht getroffen. Die Premiere am heutigen Abend ist Charity und ein Ticket kostet 3000 Britische Pfund, die Damen von Pinewood haben mir gesagt, dass die Premiere ausverkauft ist.
Alles in allem ist es beeindruckender Aktion-Film geworden....

Gruesse aus London
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danielcc
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1. November 2008 14:47

autsch. grad die kritik zum film im zdf wochenmagazin (oder wie das heißt) gesehen. da kamen wieder so fachkundige sätze wie:

"was mir schon bei den filmen von brosnan aufgefallen ist, es fehlt eindeutig der humor, die locker sprüche die es damals bei john connery immer gab"

erstaunlich wie man so viel unsinn in einen satz bringen kann ;-)

fazit: toller action film aber beliebig und austauschbar.
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Gernot
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1. November 2008 18:48

danielcc hat geschrieben:autsch. grad die kritik zum film im zdf wochenmagazin (oder wie das heißt) gesehen. da kamen wieder so fachkundige sätze wie:

"was mir schon bei den filmen von brosnan aufgefallen ist, es fehlt eindeutig der humor, die locker sprüche die es damals bei john connery immer gab"

erstaunlich wie man so viel unsinn in einen satz bringen kann ;-)

fazit: toller action film aber beliebig und austauschbar.
john connery ist schon ein schönes stück...

also der film ist sicherlich nicht perfekt und hat auch durchaus die ein oder andere schwäche (manchmal werden die schauplätze zu schnell gewechselt, ein paar ? in der story, etc.), aber an humor und den lockeren sprüchen fehlt es dem film sicherlich nicht.

wer CR mochte, harte, schnelle und spektakuläre actionszenen liebt und durchaus auch bereit für die eine oder andere verändernung ist (fehlende "bondelemente" wie q, moneypenny, bond...jamesbond.de, andere gunbarrel etc.), der wird auch von QOS begeistert sein...!
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photographer
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1. November 2008 21:32

Wie sehr unterschiedlich der neue Bond-Film von Kennern der Szene interpretiert wird zeigt beispielsweise die Rezension von Graham Rye, der bekannt ist als Editor des legendären englischsprachigen "007-Magazins", welches über Jahre schon zu den führenden Fanmagazinen des Franchises gehört.

Sein Wertung zu "Casino Royale" 10/10, zu "Quantum of solace" 1/10

WICHTIG:
Diese Rezension sollten interessierte Leser definitiv erst nach dem Besuch des Films lesen, da hier sehr viel preisgegeben wird und in der Rezension auch auf zahlreiche Schwachstellen inhaltlicher Art eingegangen wird.

Achtung: sehr spoilerlastig

http://www.007magazine.co.uk/bond22/bond_22_review.htm
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Invincible1958
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2. November 2008 00:02

Was Graham Rye da macht, ist eine Nacherzählung der Handlung, in der er ständig betont wie unrealistisch einige Szenen teilweise sind.
Hallo? Es geht um einen Action-Thriller-Unterhaltungsfilm. Es wird doch auch nicht jede einzelne Aktion in Moonraker so hinterfragt.

Darüber hinaus wird überhaupt nicht klar, warum er dem Film 1/10 Punkten gibt?
Meiner Meinung nach eine komplett nichtssagende, überflüssige Rezension.
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danielcc
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2. November 2008 02:03

sorry, da kann der mann noch so wichtig und renomiert sein, wer einem film ne 10/10 gibt und dem nächsten dann ne 1/10 hat schon mal verkackt. das ist dieses typische schwarz/weiß superlativ denken typ "der beste/schlechteste bond aller zeiten" bei jedem film.

das sind meistens leute die eine ganz klare vorstelllung haben davon was sie sehen wollen und was sie akzeptieren und was nicht. ist der film dann nicht 100% so wie sie ihn wollen, dann ist er der schlechteste bond aller zeiten...

so, und jetzt lese ich die kritik ;-)

ich garantiere euch, dass ich CR mit den gleichen mitteln die er hier benutzt genauso verreißen könnte. da gibt es auch eine dünne story, einige details der story die man kaum verstehen kann (wer kennt schon "leerverkäufe" im börsen.jargon?), da gibt es zu viele charaktere, einen leiter der überflüssig ist, action die übertrieben ist, einen score von arnold, klischee szenen, einen terminator-mäßgen craig,...
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M
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2. November 2008 12:08

Der Mann hat den Fehler gemacht, zu überprüfen, ob der Film logisch und realistisch ist.
Kein Bond-Film ist immer logisch und schon gar nicht realistisch.
Deswegen geht man doch ins Kino. Wenn wir Logik wollen, gucken wir "Wer wird Millionär?" und Realismus gibt´s in der Tagesschau.
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vodkamartini
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2. November 2008 14:57

Eine Benotung 1/10 Punkten ist für einen seriösen Filmkritiker absoluter Nonsense. So jemand kann man nicht einmal ansatzweise ernst nehmen. Bei einer solchen Mammutproduktion wie QOS arbeiten die Besten der Branche. Ein Film besteht aus sehr vielen Kompenenten. Bei 1/10 müssen u.a. Schauspieler, Regisseur, Handlung, Kameraführung, Score, Ausstattung, Special Effects, Actonszenen usw. allesamt unterirdisch gewesen sein.
Erstaunlich, dass man in einem rennomierten Fanmagazin einen solchen Flachsinn verbreiten kann.
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Gernot
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2. November 2008 18:10

Invincible1958 hat geschrieben:Was Graham Rye da macht, ist eine Nacherzählung der Handlung, in der er ständig betont wie unrealistisch einige Szenen teilweise sind.
Hallo? Es geht um einen Action-Thriller-Unterhaltungsfilm. Es wird doch auch nicht jede einzelne Aktion in Moonraker so hinterfragt.

Darüber hinaus wird überhaupt nicht klar, warum er dem Film 1/10 Punkten gibt?
Meiner Meinung nach eine komplett nichtssagende, überflüssige Rezension.
genauso wie ich eine CR bewertung von 10/10 für etwas übertrieben halte, ist eine QOS bewertung von 1/10 noch mehr schwachsinn.

aber es wird leute geben, denen QOS gefällt und es wird welche geben, denen er nicht zusagt - also wie bei jedem (bond-) film.

:arrow: selbst ansehen!
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2. November 2008 18:52

Sehe ich ebenso. Diese Wertungen scheinen wenig realistisch und repräsentativ zu sein.

Geschmäcker sind verschieden und daher ist es nicht ausgeschlossen, dass ein(e) KinogängerIn den neuen Film besser, gleich oder schlechter bewertet, als es mit gleicher Gewichtung bei CR ausgefallen sein könnte.

Ab Mittwoch geht es in Deutschland los... Bild Dir Deine Meinung... selbst! ;) :D

Ciao,
GE
Film: "Die Hälfte von allem ist Glück, James. Und die andere Hälfte? Schicksal." (006/Alec Travelyan und James Bond 007, aus: "GoldenEye", 1995)
Roman: "Wen die Götter vernichten wollen, den liefern sie zuerst der Langeweile aus." (007 in: "Liebesgrüße aus Moskau", 1957)
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danielcc
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4. November 2008 09:32

focus online mit seiner kritik:

witzig fand ich den header:
"Mehr Action, mehr Wut, mehr Daniel Craig. Mit der Fortsetzung von „Casino Royale“ hat Marc Forster den besten Bond-Film zwischen zwei Bond-Filmen gedreht."

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/ein- ... 45847.html
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vodkamartini
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5. November 2008 14:11

Die amerikanische Entertainmentbibel Variety hat nun auch ein Review online. Das beunruhigt mich dann erstmals schon etwas, da ich deren Ansichten sehr häufig teile.

Kurz: QOS wird hier als weitestgehend "unbondiger" (ja wieder einmal) Adrenalin-Vorklapp zu CR abgewatscht:

http://www.variety.com/review/VE1117938 ... id=31&cs=1
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vodkamartini
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5. November 2008 14:35

Klingt auch nicht gut und stößt praktisch ins selbe Horn:

Die seriöse deutsche Filmzeitschrift epd film:

http://www.epd-film.de/33194_58851.php
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Invincible1958
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5. November 2008 15:32

Warum beunruihigen dich diese Reviews? Das sind auch nur 2 Menschen von 6 Milliarden, die das geschrieben haben. Und wie viele andere, scheinen sie den Film nicht zu verstehen. Wer mit Scheuklappen ins Kino rennt, wird so über den Film reden.

Und wer so einen Satz schreibt, durchschaut den Film wirklich nicht:

"So reduziert Forster Bond auf das reine Spektakel, von dem sich Casino Royale eben erst so raffiniert distanziert hatte."

QOS ist tiefgründiger, dreidimensionaler und emotionaler als CR. Das "reine Spektakel", von dem sie hier sprechen, ist nur die Oberfläche. Viele Leute scheinen da nicht drunter schauen zu können.
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