#76
vodkamartini hat geschrieben:Nein, die Bondfilme - die guten und erfolgreichen - haben ein ganz eigenes Flair. Er ist ein Actionheld der sich in der High Society bewegt. Luxus, schöne Frauen, teure Autos und mondäne Schauplätze.
DAS wird laut den Kritiken ja alles geboten.
In einer Szene soll Bond sogar das Hotel wechseln, weil ihm das für ihn gebuchte nicht luxuriös genug ist.
vodkamartini hat geschrieben:Er ist ein englischer Staatsdiener. Bei Bond schwingt immer die ganze Historie des verloren gegangen Empire mit.
Bond ist ein absoluter Snob. Auch der in den Büchern übrigens.
Dass diese Seiten des Charakters vielleicht ein wenig zu kurz kommen, da stimme ich dir zu. Aber da wird wohl auch immer ein wenig der Zeitgeist widergespiegelt.
In London gibt es heute Orte, wo man überhaupt nicht merkt, dass man in England ist. Und genauso wirkt Bond heutzutage nicht immer unbedingt wie ein Engländer, sondern eher wie ein Eregebnis der Globalisierung.
vodkamartini hat geschrieben:Lasse ich all diese Dinge unter den Tisch fallen, dann bleibt nur noch ein Actionfilm von der Stange übrig. Und das ist dann ein schlechter Bondfilm. Meine Meinung.
Da sind wir uns nicht ganz einig. Ich bin nämlich der Meinung, dass ALLE diese Dinge in JEDEM Bondfilm auftauchen. In manchen Filmen nur mehr als in anderen. Und in QOS weht vielleicht nur ein minimaler Hauch von Snobismus durch den Raum. Trotzdem erkenne ich immer noch den Unterschied zwischen Bond und anderen Action-Helden.

Auch wenn andere Leute es anders sehen: ich würde die Filme mit Daniel Craig auch noch als Bondfilme erkennen, wenn der Charakter nicht Bond, sondern Mike Smith heißen würde.
Nur ist es ganz schwer zu erklären, WAS genau noch dazu führt. Deine Punkte sind alle richtig. Nur gibt es meiner Meinung nach noch etwas, was man aber nicht in Worte fassen kann.

Dazu gehören aber auch so Kleinigkeiten wie der Name von Agent Fields:
Spoiler
Show
Strawberry Fields
Spoiler
Show
Erstens ist das für mich eindeutig eine Hommage an Fleming und die 60er.
Und durch den Beatles-Bezug kommt auch das Britische zur Geltung.
Außerdem ereilt sie ein ähnliches Schicksal wie das von Jill Masterson, kurz nachdem Bond über die Beatles gelästert hat. Das ist zwar nichts weltbewegendes. Aber irgendwie wird sich doch auf amüsanter Weise mit der Vergangenheit auseinander gesetzt. Zudemd er Beatles-Klassiker "Strawberry Fields Forever" heisst, was ja perpefkt auf den Charakter und ihr Ende passt.

#77
Du hast Recht wenn du sagst, dass die Bondtypischen Elemente nicht immer gleich stark vertreten sind. Inwieweit das dann störend ist, bleibt natürlich Ansichtssache.

Vielleicht bin ich auch etwas zu kritisch wenn es um Bond geht. Versteh mich nicht falsch. Ich freue mich sehr auf den neuen Film, die eher gemischten Kritiken haben mich nur ins Grübeln gebracht. Nicht weil die Kritiker alle so viel Ahnug haben, sondern weil sie Dinge kritisierten, die ich befürchtet hatte.
Ich hatte gehofft, dass Bond nach CR wieder stärker in Richtung des bereits etablierten Charakters geht. Dass wir weiter sehen, wie Bond zu dem wurde, den wir kennen.
Hier gewinne ich allerdings den Eindruck, dass sich die Figur eher weiter weg bewegt. Oder bestenfalls auf der Stelle tritt. Den ungestümen, emotionalen, teilweise ungehorsamen Bond hatten wir bereits in CR.

#78
vodkamartini hat geschrieben:Du hast Recht wenn du sagst, dass die Bondtypischen Elemente nicht immer gleich stark vertreten sind. Inwieweit das dann störend ist, bleibt natürlich Ansichtssache.

Vielleicht bin ich auch etwas zu kritisch wenn es um Bond geht. Versteh mich nicht falsch. Ich freue mich sehr auf den neuen Film, die eher gemischten Kritiken haben mich nur ins Grübeln gebracht. Nicht weil die Kritiker alle so viel Ahnug haben, sondern weil sie Dinge kritisierten, die ich befürchtet hatte.
Ich hatte gehofft, dass Bond nach CR wieder stärker in Richtung des bereits etablierten Charakters geht. Dass wir weiter sehen, wie Bond zu dem wurde, den wir kennen.
Hier gewinne ich allerdings den Eindruck, dass sich die Figur eher weiter weg bewegt. Oder bestenfalls auf der Stelle tritt. Den ungestümen, emotionalen, teilweise ungehorsamen Bond hatten wir bereits in CR.
Im großen und ganzen teile ich ebenfalls deine Meinungen. Ich persönlich bin ein großer Fan der Connery-Bonds. Für mich kam kaum ein Film an diese heran.
Allerdings dein letzt genannter Punkt irritiert mich ein wenig. Wie wir alle wissen knüpft QoS genau an CR an, ich meine es kann ja gra nicht sein und wäre zudem sehr unrealistisch wenn sich Bond nun innerhalb von einer halben Stunde wandeln würde.
http://www.universal-exports.jimdo.com

#79
Da hast du natürlich recht. Die Crux hiermit ist die Sequelidee, die ich zugegbenermaßen für nicht sonderlich clever halte. Dafür müsen wir den dritten Craig- Bond - so QOS ein Erfolg wird, ws ich hoffe - abwarten.

#80
vodkamartini hat geschrieben:Da hast du natürlich recht. Die Crux hiermit ist die Sequelidee, die ich zugegbenermaßen für nicht sonderlich clever halte. Dafür müsen wir den dritten Craig- Bond - so QOS ein Erfolg wird, ws ich hoffe - abwarten.
und der werd aller voraussicht auch ein sequel, wenn QOS erfolgreich wird

#81
vodkamartini hat geschrieben:Dafür müsen wir den dritten Craig- Bond - so QOS ein Erfolg wird, ws ich hoffe - abwarten.
Auch wenn QOS kein Erfolg wird, werden sie garantiert an Craig festhalten. Man erinnere sich z.B. an "Der Mann mit dem Goldenen Colt", der nur halb so erfolgreich war wie "Leben uns sterben lassen".
Aufgrund eines weniger erfolgreichen Films werden sie nicht gleich alles wieder über den Haufen werfen, was sie sich grad aufgebaut haben.

Übrigens würde sich Craig nur ganz normal in die Riege der Darsteller einreihen, weil JEDER zweite Film eines Darstellers bislang immer weniger erfolgreich war als sein Debut. Connery war da die einzige Ausnahme.
Von daher wäre es keine Überraschung, wenn QOS nicht so erfolgreich wird wie CR.

#82
Den Erfolg von CR wird der neue Film nicht schaffen. Dafür müsste er beser sein, was sehr schwierig sein dürfte und nach den ersten Krtiken auch nicht so klingt. Alles unter 350 Millionen $ weltweites Einspiel wäre allerdings eine herbe Enttäuschung.

#83
vodkamartini hat geschrieben:Den Erfolg von CR wird der neue Film nicht schaffen. Dafür müsste er beser sein, was sehr schwierig sein dürfte und nach den ersten Krtiken auch nicht so klingt. Alles unter 350 Millionen $ weltweites Einspiel wäre allerdings eine herbe Enttäuschung.
350 wäre für die heutige zeit (inflation, ticketpreise, mehr weltweite märkte) und vor allem gemessem am budget eine katastrophe.

da ich mich sehr für box office zahlen interessiere frage ich mich immer ob es erhebungen darüber gibt, wie viel ein bond film (oder auc andere) dadurch machen, dass leute den film EIN MAL sehen und wie viele leue den film mehrmals sehen.

damit könnte man nämlich dann realistischere einschätzungen treffen. wenn der erfolg von CR zu 95% auf ein mal kinobesuchen basiert, ist es realistisch dass dieser film ähnlich viel einspielt. wenn CR aber zu einem großen teil mhrfach gesehen wurde, hängt es wohl doch eher an der tatsächlichen qualität des films selbst.

#84
Erfolg ist in dem Fall extrem relativ, CR war in dem Fall glaub ich ein Ausreißer nach oben...Ich denke, QoS wird sich zwischen 400 und 500 Mio. (eher 500 Mio., nach rund 600 von CR) einfinden.
"Schnickschnack! Tabasco!"

#85
UNIVERSAL EXPORTS hat geschrieben:Erfolg ist in dem Fall extrem relativ, CR war in dem Fall glaub ich ein Ausreißer nach oben...Ich denke, QoS wird sich zwischen 400 und 500 Mio. (eher 500 Mio., nach rund 600 von CR) einfinden.
"ausreißer nach oben" stimmt gar nicht mal SO deutlich wie man denken könnte. mal eine ganz grobe inflationsbereinigung gemacht, war CR nur wenig erfolgreicher als DAD (wir lassen mal rendite außen vor also die frage wie teuer der film war). DAD und GE haben in amerika gleich viele oder mehr leute ins kino gelockt. (die anderen hab ich jetzt nicht gerechnet).

CR bezieht seinen erfolg ganz wesentlich aus einen furiosen einspielergebnis in UK. nimmt man dann noch hinzu, dass CR zumindest in deutschland überlängenaufschläge kassiert hat... (wobei ich nicht weiß wie das gerechnet wird und ob das nicht bei den anderen auch so war und obs das in anderen ländern auch gibt).

aber man sieht zumindest, inflationsbereinigt war CR jetzt nicht SOOOO viel besser als GE oder DAD. auffalennd ist übrigens, dass bei allem mosern über brosnan, seine 4 filme ein sehr konstant hohes publikum angezogen haben.

#86
vodkamartini hat geschrieben:Den Erfolg von CR wird der neue Film nicht schaffen. Dafür müsste er beser sein, was sehr schwierig sein dürfte und nach den ersten Krtiken auch nicht so klingt.
Nein, er muss nicht besser sein, um erfolgreicher zu laufen.
Es ist ja meistens so, dass der Film NACH einem guten Film erfolgreicher läuft als der gute Film - auch wenn der Nachfolger nicht so toll ist.
Den Effekt spürt dann erst der widerum nächste Film.

2 Beispiele: Goldfinger wurde bejubelt von den Massen. Also sind danach noch mehr Leute in "Feuerball" gerannt, obwohl der Film qualitativ nicht ganz so überzeugend war. Und darunter hatte dann "Man lebt nur zweimal" zu leiden, der viel weniger eingespielt hat als die beiden Vorgänger.

Genauso lief es bei "Fluch der Karibik": Teil 1 war qualitativ der beste Film. Deshalb haben alle auf Teil 2 gewartet und diesen zum erfolgreichsten Film der Reihe gemacht, obwohl Teil 1 viel besser ist. Weil Teil 2 dann von vielen enttäuschend aufgenommen wurde, lief Teil 3 nicht mehr ganz so gut - aber immer noch besser als Teil 1.

Die Qualität prägt sich also immer auf den nächsten Film aus, nicht auf den jetzigen. Wenn QOS also von der Masse schlecht aufgenommen wird, dann wird Bond 23 darunter zu leiden haben - selbst wenn das dann ein absoluter Hammer-Film wäre.

danielcc hat geschrieben:inflationsbereinigt war CR jetzt nicht SOOOO viel besser als GE oder DAD. auffalennd ist übrigens, dass bei allem mosern über brosnan, seine 4 filme ein sehr konstant hohes publikum angezogen haben.
Doch, er war schon um einiges erfolgreicher. Nicht in den USA. Da waren TND und DAD erfolgreicher, aber weltweit gesehen. Inflationsbereinigt nach weltweiten Besucherzahlen:

Bild

#87
Diese Argumentationskette stimmt so nicht. Zumal das lediglich eine Vermutung von dir darstellt. Natürlich würden dir die meisten Bondfans zustimmen, dass Goldfinger ein erheblich besserer Film ist als Feuerball (ich gehöre ebenfalls dazu).
Nur ist Man lebt nur zweimal m.E. der schlechteste Connery-Bond überhaupt. Das hat nichts mit der "Schwäche" von Feuerball zu tun. Die lächerliche Little Nelly, die auch für diese Zeit schlechten Tricks (Weltraum), ein absolut bockloser Hauptdarstleler, öde Bondgirls und eine vornehmlich japanische Location, die irgendwie nicht so recht zünden will.

Auch bei Moore läuft deine Theorie voll ins Leere. Der Mann .... ist der schlechteste Moore-Bond, mit großem Abstand. Er lief auch relativ schlecht. Hat aber Der Spion der mich liebte dies abgekriegt? Ganz offenschtlich nicht. Also deine Theorie ist für mich alles andere als überzeugend.

#88
vodkamartini hat geschrieben:Diese Argumentationskette stimmt so nicht. Zumal das lediglich eine Vermutung von dir darstellt. Natürlich würden dir die meisten Bondfans zustimmen, dass Goldfinger ein erheblich besserer Film ist als Feuerball (ich gehöre ebenfalls dazu).
Nur ist Man lebt nur zweimal m.E. der schlechteste Connery-Bond überhaupt. Das hat nichts mit der "Schwäche" von Feuerball zu tun. Die lächerliche Little Nelly, die auch für diese Zeit schlechten Tricks (Weltraum), ein absolut bockloser Hauptdarstleler, öde Bondgirls und eine vornehmlich japanische Location, die irgendwie nicht so recht zünden will.

Auch bei Moore läuft deine Theorie voll ins Leere. Der Mann .... ist der schlechteste Moore-Bond, mit großem Abstand. Er lief auch relativ schlecht. Hat aber Der Spion der mich liebte dies abgekriegt? Ganz offenschtlich nicht. Also deine Theorie ist für mich alles andere als überzeugend.
Da kann ich zustimmen, wobei mir persönlich YOLT sehr gut gefällt. Meiner Meinung nach ein Top-Bondfilm. Aber das ist Geschmackssache.

#89
vodkamartini hat geschrieben:Diese Argumentationskette stimmt so nicht. Zumal das lediglich eine Vermutung von dir darstellt.
Natürlich trifft es nicht immer zu. Aber im Fall von Fluch der Karibik ist es auf jeden Fall so. Der zweite Teil war nur aus dem Grund fast doppelt so erfolgreich wie der erste, weil alle den ersten so toll fanden.
Ich kenne niemanden, der den zweiten Teil qualitativ besser findet als den ersten.

Wenn ein Film aber um Längen schwächer ist, dann funktioniert das natürlich nicht. Es gibt ja auch noch dutzende andere Dinge, die den Erfolg eines Films beeinflussen.

Trotzdem ist Feuerball der erfolgreichste Bondfilm aller Zeiten, weil die Bondmanie da auf ihrem Höhepunkt war. Wäre nach Goldfinger Man lebt nur zweimal gekommen, wäre dieser Film sicherlich fast ebenso erfolgreich geworden.
vodkamartini hat geschrieben:Auch bei Moore läuft deine Theorie voll ins Leere. Der Mann .... ist der schlechteste Moore-Bond, mit großem Abstand. Er lief auch relativ schlecht. Hat aber Der Spion der mich liebte dies abgekriegt? Ganz offenschtlich nicht.
Hier hast du Recht. Allerdings gab es nach TMWTGG auch einen starken Einschnitt. Broccoli musste ohne Saltzman alleine weitermachen, und hat mit TSWLM die Serie umgekrempelt. Qualität setzt sich dann eben doch durch.
Wäre nach TMWTGG aber ein ebenso mittelmäßiger Film gekommen, wäre dieser noch weniger erfolgreich gewesen.

#90
@invincible

ja ich kenne die statistik, würde aber gerne wissen ab diese weltweiten admission ahlen überhaupt so erfasst werden oder doch irgendwie aus ticketpreise zurückberechnet werden. nimmt man hinzu, dass ständig märkte neu hinzukommen (china, russland...) und vor allem den riesen erfolg von CR in UK, dann relativiert dass eben den erflg von CR in den restlichen ländern. keine frage, der film ist überall gut gelaufen aber er ragt jetzt nicht so heraus wie TB z.b.. das meinte ich.