#16
Ist das noch mein Bond?

Hmmm, eine gute Frage. Auf jeden Fall nicht so einfach zu beantworten.
Meine Bonds … das waren eigentlich Dalton, Connery und Lazenby. Gefolgt von Brosnan und am Ende kam dann Moore. Aber ja, ich würde auch Craig als meinen Bond bezeichnen.

Aus sehr vielen Gründen.

1. Brosnan hat Bond ins neue Jahrtausend gebracht und hat ebenso viel dazu beigetragen, dass es Bond heute noch gibt. Das Comeback mit GE war ohne Zweifel auch sein Verdienst. Ohne Frage. Jedoch wurden seine Bonds immer fantastischer und spektakulärer. Höher weiter schneller. Das lag aber nicht an Brosnan, sondern eher an den Produzenten.

2. Aus diesem Grund fand ich den Gedanken gar nicht so abwegig, dass irgendjemand es für notwendig befunden hat, den RESET- Knopf zu drücken. Die Figur von Bond war auf nem totalen Überflug, völlig abgehobenen und begann – selbst mir als absolutem Fan – immer unglaubwürdiger zu werden. DAS lag nicht an Brosnan – hierauf möchte ich besonders wert legen, hat er mir doch viele schöne Bond-Stunden beschert – vielmehr war man mit dem alten Konzept auf dem Holzweg.

3. Hier kommt der Vergleich mit Bounre auf. Ja, ich weiß – viele erachten Bourne nicht als echten Agenten-Film, trotzdem gibt ihm der Erfolg recht. Allein von der Atmosphäre. Beim 3. Bourne fand ich die nervöse Kamera SEHR grenzwertig. Trotzdem eine gelungene und verdinet erfolgreiche Trilogie. Auch wenn ich nach dem ersten Teil dachte, dass die Handlung völlig verfälscht wurde. Jedoch – im nachhinein betrachtet –lediglich in die Gegenwart projiziert.

4. So kommt nun also der neue Bond. Zufällig mit einem Defibrilator im Handschuhfach und ansonsten ohne große Gadgets. Find ich das schlimm? Eigentlich nicht. Zähl ich die letzten Gagets zusammen – den Vanquish als solches (Tarnung), die Laseruhr ( „müsste die 20. Sein“), Gadgets die man unterwegs findet (zum Beispiel der völlig sinnlose Laserapparat, die ganze Kitesurfsache, diese komischen Mini-Fluggeräte … und, und, und …- es war ja einiges ganz nett, aber anderes hingegen wieder viel zu abgehoben.

5. Neuer Bond, neues Spiel – Prügeleien entsprechen ein bisschen mehr der Realität und die Unverwundbarkeit von Bond wird endlich ein bisserl korrigiert. Schrammen, Blut und Erschöpfung prägen den neuen Bond. Mit Brosnan wäre das wohl unglaubwürdiger geworden. Man geht an einer Grenze entlang und versucht sie nicht wieder zu überschreiten. Das finde ich gut.

6. Wann das Gunbarrel kommt, ist mir ehrlich gesagt gleich – ich finde, dass es da ganz gut passt und es wirkt nicht erzwungen wie es am Anfang gewirkt hätte. Wichtiger finde ich hingegen das Wiederauftreten von Herr Minister oder dass Q fehlt. Anderseits muss ich auch sagen, dass ich es schwer finde für DL einen Ersatz zu finden. JC war da für mich eher unangebracht und erzwungen komisch.

Was bleibt ist ein neuer und ungewohnter Bond. Da kann die Frage schon aufkommen:

Ist DAS noch mein Bond?

Für mich kann ich diese Frage mit JA beantworten, da mir dieser Bond bedeutend besser gefällt als der Bond am Ende der Brosnan-Ära. Es bleibt ein verletzlicher Bond (so war ja auch die Romanfigur) und ein Bond der sich beweisen muss und wie ein kleines Kind nach Anerkennung sucht. Hierzu fällt mir die Szene ein als er im Hotel flieht und dann M noch einmal heimsucht. Eine Schlüsselszene in der neuen Beziehung. Es bleibt kein Zweifel – Bond wurde RELOADED. Er ist nicht mehr der souveräne „getreue Terrier ihrer Majestät“ – nein, dieser Bond ist kaum kontrollierbar. Eben weil er immer im Grenzbereich lebt.

Vorne weg – dies ist keinenfalls als review von QoS. Dafür muss ich mir den Film noch ein zweites Mal ansehen. Erst dann werde ich vielleicht meine Kritik dazu schreiben. Bis dahin bleibt als nur, dass sich meines Erachtens nach die Bondserie auf dem richtigen Weg befindet um sich im neuen Jahrtausend zu etablieren und vor allem zu behaupten.
"Bergsteigen und Klettern kann das volle Spektrum der Höhen und Tiefen eines Lebens in wenige Tage, manchmal wenige Stunden komprimieren. - Meine glücklichsten Tage waren die, an denen ich alles zurückgelassen habe und mein Verständnis der Dinge neu definiert habe, die wirklich wichtig sind."

Steve House

Maßlose Enttäuschung über QoS

#17
NickNack hat geschrieben:Hallo zusammen.

Ich habe mir den Film am 05.11.08 in einer Preview-Vorstellung in München angeschaut. QoS ist für mich einer der schwächsten Filme der 007-Reihe, vielleicht sogar der schwächste. Ich habe alle 22 Bond-Abenteuer gesehen und fand zum Beispiel Casino Royale grandios. Da stimmte einfach alles. Bei QoS stimmt bis auf die gute schauspielerische Leistung von Daniel Craig nichts. Ich traue mich auch jede Wette eingehen, dass Marc Forster keine zweite Bond-Regie mehr erhalten wird. Wahrscheinlich ist die Enttäuschung bei vielen auch so groß, weil Casino Royale die Messlatte so hoch gelegt hat. Ich sehe eine gewisse Parallele zu den ersten beiden Brosnan-Filmen. Bei GoldenEye 1995 waren die Kritiken eigentlich durchwegs positiv, nicht so überschwänglich wie bei Casino Royale, aber im Großen und Ganzen gut. Martin Campbell als Regisseur gelang es ausgezeichnet Pierce Brosnan als neuen Bond einzuführen wie eben auch 11 Jahre später Daniel Craig. Im zweiten Brosnan Film Der Morgen stirbt nie 1997 machte das Roger Spottiswoode schon weit weniger gut und ähnliches hat nun Marc Forster abgeliefert, wobei im direkten Vergleich Der Morgen stirbt nie QoS bei weitem toppt. Der Titelsequenz war da wenigstens noch bondlike und sehenswert, nicht wie bei QoS vom Look & Feel einfach nur billig, Elliot Carver machte als Schurke im Vergleich zu Dominic Greene wenigstens noch Spaß, bei Greene fällt mir nur Tiefschlaf ein - sonst nichts. Ich bleibe dabei - QoS ist eine riesige Enttäuschung auf ganzer Linie, wobei man Daniel Craig und seine Leistung dabei klar auslassen muss. Dennoch freue ich mich auf Bond 23 und hoffe, dass QoS in 46 Jahren Bond eine einmalige Ausnahme bleibt.
Hallo und herzlich willkommen im Forum!

Eigentlich hätte man deinen Beitrag auch in deinem bereits geöffneten Thread einbringen können, aber ich hab ihn aus Gründen der Übersichtlichkeit einfach mal hierher verlegt. Zumal es im Grund der gleiche Inhalt ist. Somit wird vielleicht auch diese Diskussion interessanter.

Hingegen werde ich deine Abkürzungen korrigieren, da hier im Regelfall mit den Abkürzungen des englischen Titels abgekürzt wird. In diesem Fall QoS.

Viel spaß im Forum!

MfG

Tobi
"Bergsteigen und Klettern kann das volle Spektrum der Höhen und Tiefen eines Lebens in wenige Tage, manchmal wenige Stunden komprimieren. - Meine glücklichsten Tage waren die, an denen ich alles zurückgelassen habe und mein Verständnis der Dinge neu definiert habe, die wirklich wichtig sind."

Steve House

Re: ist das noch mein bond ????????????????

#18
renarnste hat geschrieben:sorry komme grade aus QT aber das hat nichts mehr J. B. zu tun
meiner meinung ein action film mit austauschbarem darstellern
wo ist der gentleman, wo der charme wo war Q, sollten die bildschirm spielerei der special effekt gewesen sein, das hab ich schon vor jahren bei minority report gesehen
Ich fühle mich bei QOS an die Moore- und Daltonfilme erinnert. Die Verfolgungsjagden sind mal wieder im alten Bond-Stil gestaltet.
Dass viele jetzt einen auf "Das hat nichts mehr mit Bond zu tun" machen, hat eher damit etwas zu tun, dass Craig Brosnans billiges Action-Kino, das alle gewohnt waren, nicht fortsetzt. Was mich einwenig stört sind die Ortseinblendungen.
Es ist aber auch schwer, an den Erfolg von CR anzuknüpfen.

Zur Laufzeit muss ich sagen, dass einem die 106 Minuten garnicht so kurz erscheinen.
Natürlich hoffe auch ich im nächsten Film wieder auf Q und Moneypenny.

Soweit meine Meinung!

Cya
Jimbo
Terra non est satis!
Est maximus! Est bonissimus! Est Bond!

#19
Hi,

also ich kann mich dem Ursprungsposter nur anschließen.

DAS ist alles, aber kein James Bond. Es gab ein paar Regeln, denen mehr oder weniger alle Bondfilme gefolgt sind - Das was da jetzt passiert: Es will sich jemand profilieren und opfert dafür den Bond wie wir (oder besser ich) ihn kannten.

Das war schon bei CR so: "Geschüttelt oder gerührt?" - "Sehe ich so aus als würde mich das interessieren?". James Bond hatte bis hier hin immer die Fassung behalten. Er war immer Gentelman mit britischem Understatement. Keine US-Amerikanische Actionfigur.

Bei QoS fehlt der Satz: "Mein Name ist Bond - James Bond". Das geht nicht!!! Dieser Satz ist ein Teil dieser Person JB. Fehlt er, fehlt ein Teil der Person.

Daniel Craig mag zwar ein guter Schauspieler sein, das alleine reicht nicht für James Bond. Man braucht dieses "...und dich leg ich auch noch flach"-Grinsen, gepaart mit der britisch-kühlen Arroganz eines absoluten Killers.

Zum Thema "Unrealistisch": Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren - Bond war im All und ist mit dem Raketenrucksack geflogen. Ich betrachte das genauso als Teil von JB.

Es gibt einfach Dinge die darf man nicht ändern - gerade weil sie Tradition sind. Die Mehrheit der 21 Filme zuvor waren erfolgreich weil die Datsteller es mehrheitlich geschafft haben JB zu spielen, und nicht ihren Charakter in JB zu pressen.

Ein JB macht mE folgendes aus:
- das Bondgirl
- Vodka-Martini, geschüttelt nicht gerührt
- Q, M, Moneypenny
- Gadgets
- ein vernünftiges Auto (ich erinnere da nur mal an den "werbewirksamen" Ford aus CR)
- "Mein Name ist Bond, James Bond"
- Action
- Ein Gegner der die Welt beherrschen will
- schöne Drehorte
- Es müssen die Fetzen fliegen - Verfolgungsjagden, Explosionen etc.
- Gunbarrel zu Beginn
- Der JB Theme zum richtigen Zeitpunkt
- Eine Smoking-Szene
- Eine Walther-Pistole
- sowie die oben genannten Charakterlichen Eigenschaften

Wie gesagt: Ich hoffe die hören langsam auf an Bond rumzudoktern. Die sollen ihn lassen wie er ist, bzw. war...

fh

#20
Wie die meisten hier wissen, bin ich durchaus hart mit QOS ins Gericht gegangen, aber von deinen Vorwürfen laufen doch so ziemlich alle ins Leere:
fassohass hat geschrieben:Hi,Ein JB macht mE folgendes aus:- das Bondgirl
Kommt vor.
fassohass hat geschrieben:- Vodka-Martini, geschüttelt nicht gerührt
Ist vorhanden, das Rezept wird exakt runtegerattert.
fassohass hat geschrieben:- ein vernünftiges Auto (ich erinnere da nur mal an den "werbewirksamen" Ford aus CR)
Es gibt den neuen Aston Martin! Product Placement mit anderen Autofirmen gab es häufig (z.B. Audi in TLD).
fassohass hat geschrieben:- "Mein Name ist Bond, James Bond"
Kommt keineswegs in jedem Film vor.
fassohass hat geschrieben:- Action
Ist reichlich (fast zu viel) vorhanden.
fassohass hat geschrieben:- Ein Gegner der die Welt beherrschen will
Muss nicht sein. Z.B. ebenfalls nicht in: LALD, TMWTGG, FYEO, LTK, TWINE, CR.
fassohass hat geschrieben:- schöne Drehorte
Sind reichlich vorhanden: Siena, Bregenz, Bolivien ...
fassohass hat geschrieben:- Es müssen die Fetzen fliegen - Verfolgungsjagden, Explosionen etc.
Die Fetzen fliegen gewaltig.
fassohass hat geschrieben:- Gunbarrel zu Beginn
Ist wieder da und wird bei Bond 23 garantiert am "richtigen" Ort sein.
fassohass hat geschrieben:- Der JB Theme zum richtigen Zeitpunkt
Gut, das ist noch ausbaufähig.
fassohass hat geschrieben:- Eine Smoking-Szene
Ist vorhanden (Tosca-Szene).
fassohass hat geschrieben:- Eine Walther-Pistole
Habe ich nicht genau gesehen, müsste aber ebenfalls vorhanden gewesen sein.
Zuletzt geändert von vodkamartini am 8. November 2008 11:39, insgesamt 2-mal geändert.

#21
man sollte craigs bond nicht andauernd mit den anderen filmen vergleichen. mit CR haben die machen die serie neu gestartet. die figur james bond mit daniel craig wieder zurück zu seinen wurzeln von ian flemings romanen gebracht. was, wenn nicht das, ist bitte james bond? (mir ist schon klar, dass nicht jeder einen bondroman gelesen hat, aber für mich als fan ist das großartig!)

und klar, gegen ein paar mehr "traditionelle" elemente hätte ich auch nichts. aber CR und QOS haben bonds entwicklung gezeigt und auch, dass sein job - das töten von leuten - nicht immer angenehm ist (welches gefühl man zb. bei den moore-bonds nie hatte). und wenn man dann in den nächsten filmen bekannte elemente in die handlung einfügt und auch bekannte charaktere (q, moneypenny) neu vorstellt, dann können sich daraus (in meinem kopf zumindest) wunderschöne szenen ergeben. nur das ganze sollte nicht einfach so geschehen, sondern wie craig auch bereits angesprochen hat, auch einen grund haben und in story passen.

man hätte natürlich auch in CR oder QOS eine q-szene einbauen können. bond hätte sich das auto in CR nicht selbst am parkplatz sehen können, sondern q hätte auch vorbeikommen können und es ihm zeigen (wie in den früheren filmen), bond lässt noch einen lockeren spruch los. toll. dann wären plötzlich alle glücklich gewesen? also ich nicht. da kann ich gerne darauf verzichten.
Bond... JamesBond.de

#22
fassohass hat geschrieben:Ein JB macht mE folgendes aus:
- das Bondgirl
- Vodka-Martini, geschüttelt nicht gerührt
- Q, M, Moneypenny
- Gadgets
- ein vernünftiges Auto (ich erinnere da nur mal an den "werbewirksamen" Ford aus CR)
- "Mein Name ist Bond, James Bond"
- Action
- Ein Gegner der die Welt beherrschen will
- schöne Drehorte
- Es müssen die Fetzen fliegen - Verfolgungsjagden, Explosionen etc.
- Gunbarrel zu Beginn
- Der JB Theme zum richtigen Zeitpunkt
- Eine Smoking-Szene
- Eine Walther-Pistole
- sowie die oben genannten Charakterlichen Eigenschaften
- Fields (Vorname: Strawberry) entspricht mehr dem Typus des alten Bondgirls, als dass ein Bondgirl der letzten 20 Jahre tat. Camille... naja, da kann man drüber streiten.
- Auch hier muss ich dir Unrecht geben: Roger Moore z.B. sagt diesen Satz nicht ein einziges Mal in seinen 7 Bondfilmen. Nur weil dieser Satz durch Brosnan in jedem Fim generalisiert wurde, heißt das nicht, das dieser zu Bond gehört. Im Übrigen trinkt Craig selbigen Cocktail in QoS, wer das nicht sieht, der ist ein wenig blind für meine Begriffe
- M ist drin, wie du sicher weißt und auf Q und Moneypenny wird leider Gottes (zumindest auf Moneypenny) verzichtet.
- "Mein Name ist Bond, James Bond" würde meiner Ansicht nach in QoS doch einfach nur gestelzt wirken. Wem soll er sich denn so vorstellen? Greene weiß doch längst, wer er ist!
-Action ist in QoS nun wirklich mehr als genug (vor allem gute Action)
-Greene kontrolliert überall auf der Welt Rohstoffreserven und unterwandert Geheimdienste und Regierungen. Beherrscht er damit nicht auch die Welt auf eine sehr subtile Art und Weise?
-Drehorte wie Siena, Haiti und die Insel auf der Mathis sein Haus hat sind für dich nicht schön?
-Das JB-Theme fehlt mir persönlich auch ein wenig. Dennoch wurde es bei Brosnan zu inflationär genutzt!
- Bregenz? Hat er da keinen Smoking an?
- Walther PPK ... Die Ur-Bond Waffe kehrt in QoS zurück, falls es dir aufgefallen ist!
- Meiner Meinung nach steht Craig absolut über den Dingen! Siehe markige Sprüche gegenüber Greene ("Meine Freunde nennen mich Dominique!" "Das kann ich mir vorstellen!")

Du siehst, QoS hat vielleicht doch mehr von einem Bond, als man sich eingestehen möchte!
Bild


"Sie sind nicht mein Typ!"
"Klug?"
"Single!" (Casino Royale 2006)

#23
@Gernot

Da machst du dir das ganze m.E. dann doch zu einfach. Was vielen - und gerade auch nicht eingefleischten Bondfans - (zu Recht) bei QOS fehlt, ist das "typische Bondflair". Das ist nicht so einfach auf einen flapsigen Spruch oder einen Q-Auftritt zu reduzieren. Man erkennt es einfach, wenn es nicht da ist. Wie gesagt, dann können wir uns gleich jeden anderen x-beliebigen Actionfilm ansehen.

Zu Bond gehört Glamour, Snobismus und eine gehörige Portion (Selbst-)Ironie. Das war alles bei Connery (wohin man ja offenbar zurück wollte) vorhanden.

Das Töten kein Vergnügen ist, sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein. Das bedeutet aber kieneswegs, dass wir ständig einen grübelnden Bond sehen wollen. Gerade das Unrealistische an der Figur hat sehr viel zu seinem dauerhaften Erfolg beigetragen. Bondfilme waren nie Charkterdramen, sondern exotische Märchen für Erwachsene.

Knallharte Thriller gibt es wie Sand am Meer. Bond hat es überhaupt nicht nötig, diesen Stil zu kopieren. Ich kenne kene Thriller-/Actionreihe die beinahe 50 Jahre überstanden hat. Bourne-Filme würden niemals über einen so langen Zeitraum funktionieren. Das gibt lertzlich einfach viel zu wenig her.

Wie gesagt, die Idee eines Relaunch ist gut. Jetzt muss aber auch wieder gut sein. Wir haben jetzt alle begriffen, wie Bond zu dem wurde den wir kennen (und lieben). Jetzt wollen wir ihn aber endlich auch wieder sehen. Die Macher (und Craig) scheinen dies glücklicherweise ebnfalls so zu sehen. Bond 23 wird garantiert "bondiger" als QOS. Und das ist gut so.

#24
vodkamartini hat geschrieben:@Gernot

Da machst du dir das ganze m.E. dann doch zu einfach. Was vielen - und gerade auch nicht eingefleischten Bondfans - (zu Recht) bei QOS fehlt, ist das "typische Bondflair". Das ist nicht so einfach auf einen flapsigen Spruch oder einen Q-Auftritt zu reduzieren. Man erkennt es einfach, wenn es nicht da ist. Wie gesagt, dann können wir uns gleich jeden anderen x-beliebigen Actionfilm ansehen.
also es gibt sie vielleicht nicht so viele davon, aber es gibt auch in QOS "typische" bondszenen. wenn zb. die szene wie bond im hotel von den mi6-männern im aufzug gehalten wird und er es dann schafft zu flüchten, ist meiner meinung nach BOND PUR. die tosca-szene als bond quantum ins gespräch auf der seebühne quatscht (im englischen kommt das besser rüber), die goldfinger-homage, bond am ende in yussefs zimmer...
Bond... JamesBond.de

#25
Also ich finde in dem neuen Bond-Film fast alles super bis auf die verwakelten Actionszenen , es war nie wirklich Ruhe im Film ich den Film hätte man viel länger machen können , mehr von Elvis und Green ein zweites treffen mit Quantum und den augeliehen Smoking der Bond ja ganz zufällig super gepasst hat ein Smoking sollte Bond immer dabei haben .

#26
@Gernot

Versteh mich nicht falsch. Natürlich gibt es zahlreiche (kleine) Hinweise und Zitate auf das Bond-Universum. Daa habe ich auch ausführlich in meinem Review analysiert.

Das Problem mit QOS ist m.E., dass sich die typische Bondstimmung - wenn man einen Film der Reihe genießt - sich einach (trotz der Elemente) nicht so recht einstellen will.

Wie gesagt, da ging es vielen meiner Begleiter bei der Premiere ähnlich. Obgleich ich die neue Craig-Rchtung (v.a. in CR) sehr mag, würde ich eine stärkere Hinwendung zur Tradition für Bond 23 unbedingt begrüßen. Ich halte dies auch für elementar hinsichtlich des weiteren dauerhaften Erfolges der Franchise.

#27
Ich denke auch, dass Bond 23 wieder mehr so sein wird wie ein Connery-Bond. Wir sollten es einfach akzeptieren, dass die Produzenten mit CR und QoS einfach zwei Filme brauchten um die Entwicklung des James Bond zum Geheimagenten 007 zu erzählen. Wenn man sich so die Filme ansieht muß man doch ehrlich sagen, dass die Produzenten ihre Sache gar nicht schlecht gemacht haben. Ich meine am Anfang von CR wird Bond erst ein 00-Agent und macht eben auch Fehler (emotional, ...). Die daraus entstandenen Probleme geht Bond in QoS an und löst sie schließlich auch. Die Gunbarrel-Sequenz kann man schon so deuten, dass Bond nun zum wahren 007 gereift ist. Der kommende Film wird sicher anders, allerdings ist immer noch die Frage wie Q und Moneypenny integriert werden. Bond muß sie ja wahrscheinlich erst kennen lernen, er ist ja schließlich erst kurze Zeit 00-Agent. Klar z.B. könnte man den Film mit einer Einblendung nach dem Motto "zwei Jahre nach QoS" beginnen lassen, allerdings gibt es bestimmt noch bessere Lösungswege.
http://www.universal-exports.jimdo.com

#28
vodkamartini hat geschrieben:@Gernot

Versteh mich nicht falsch. Natürlich gibt es zahlreiche (kleine) Hinweise und Zitate auf das Bond-Universum. Daa habe ich auch ausführlich in meinem Review analysiert.

Das Problem mit QOS ist m.E., dass sich die typische Bondstimmung - wenn man einen Film der Reihe genießt - sich einach (trotz der Elemente) nicht so recht einstellen will.

Wie gesagt, da ging es vielen meiner Begleiter bei der Premiere ähnlich. Obgleich ich die neue Craig-Rchtung (v.a. in CR) sehr mag, würde ich eine stärkere Hinwendung zur Tradition für Bond 23 unbedingt begrüßen. Ich halte dies auch für elementar hinsichtlich des weiteren dauerhaften Erfolges der Franchise.
ich denke auch, dass man jetzt, wo die "entwicklung" von bonds charakter echt abgeschlossen sein sollte, wieder mehr bekannte elemente vorfinden bzw. vorstellen wird. was ich, wie bereits gesagt, wenn man es mit hand und fuß tut, auch begrüße.
Bond... JamesBond.de

#29
Ich habe QoS gestern gesehen und bin der Ansicht, daß es nicht der beste Bond-Film ist, aber ein sehr guter. Einzig die teilweise sehr hektische Kameraführung hat mich gestört, da ich teilweise nicht wußte, was ich jetzt eigentlich sehe. Das hätte man langsamer machen sollen.
Ich muß einigen Vorrednern widersprechen: Wodka-Martini kam nicht vor. Das Rezept, das der Barkeeper im Flugzeug zitiert, ist Bonds eigenes und er nannte das Getränk "Vesper".
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