Immer noch nicht gut

Am 6. November 2008 startete das 22. James-Bond-Abenteuer mit Daniel Craig in seinem 2. Auftritt als 007! Alle Meldungen, Gerüchte, Fakten und Fragen zu QUANTUM OF SOLACE und allen weiteren Bondfilmen (BOND 23 etc.) hier herein! [Leseforum]
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Magnatos
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13. November 2008 00:18

Hab mir auch mal das Cinema Video angeschaut und ich höre dort auch nur raus das es ein guter Actionfilm ist, Daniel Craig attraktiv und die Handlung mau ist. Das dass Thema Bond zu kurz kommt sagen ja auch einige....
Ganz ehrlich, diese Statements hätten auch von der "Bourne 3" Premiere stammen können.
Und das meine ich eben. Bond ist nicht mehr Bond, sondern auf einer Stufe mit dem anderen Allerweltsquatsch im Kino. Das Bondtypische was Bondfans sehen wollen wurde hier einfach weggelassen und die meisten rennen nicht ins Kino weil es ein toller Bond ist, sondern man einfach schauen will wie es weitergeht nach CR. Kalkuliert eben, da Fortsetzung! Die gute Barbara schlägt hier meiner Meinung nach den falschen weg ein indem sie das weglässt was Bond zu Bond groß werden ließ. Kein Schwein interessiert wie Bond zu Bond wurde, mich interessiert nur wie Bond mal wieder die Welt rettet vor einem Wahnsinnigen. Das wird die ewige Geschichte Bonds bleiben, genauso wie Harry Potter immer wieder Voldemort bekriegt und Indiana Jones eben die Nazis bekämpft.

Danke fürs lesen

Miesepeter :twisted:
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Invincible1958
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13. November 2008 00:24

Magnatos hat geschrieben:Kein Schwein interessiert wie Bond zu Bond wurde, mich interessiert nur wie Bond mal wieder die Welt rettet vor einem Wahnsinnigen.
Einigen erscheint es aber als zu langweilig immer wieder denselben Bondfilm aufgewärmt zu bekommen.
Magnatos hat geschrieben:Das wird die ewige Geschichte Bonds bleiben, genauso wie Harry Potter immer wieder Voldemort bekriegt und Indiana Jones eben die Nazis bekämpft.
Mit dem Unterschied, dass Indy und Co. nicht bereits 22 mal nach derselben Formel getanzt haben.
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danielcc
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13. November 2008 00:33

und dem kleinen unterschied, dass CR und QOS riesige erfolge sind beim kinopublikum und indiana jones auch 2 mal ohne nazis riesen erfolgreich war...

die allgemeinheit geht in einen bond film weil ein bond film gute unterhaltung verspricht. und wenn dann der martini oder der bond spruch kommt nehmen sie das zur kenntniss. kommt er nicht, merken es viele nicht. natürlich ist vieles an QOS anders. aber das gabs auch früher und das hat wenig mit diesen nebensächlichen details zu tun. der ganze film ist stilistisch anders, sehr schnell, sehr kurz, sehr hart...

ich denke einfach nicht, dass irgendeiner der kinozuschauer enttäuscht war weil es seiner meinung nach kein typiscer bondfilm war. der eindruck vieler wird sein, dass es ein guter unterhaltungsfilm war und schwupps geht man in 2 jahren wieder in den nächsten bond...
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MX87
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13. November 2008 05:32

Magnatos hat geschrieben: Kein Schwein interessiert wie Bond zu Bond wurde,
Deshalb schlug CR auch wie eine Bombe ein und gilt laut imdb (am ehesten für einen allgemeinen Überblick über die allgemeine Meinung zu gebrauchen) als der beste Bondfilm mit einer Wertung von 8.0 Punkten.
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Shabba
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13. November 2008 09:28

Der Erfolg von CR und sicherlich auch der kommende des aktuellen Bonds ist ganz sicher kein Indiz dafür, ob es sich bei beiden Filmen um "gute" 007-Streifen handelt. Es ist vielmehr ein Beweis dafür, dass kommerzielle Ziele erfolgreich erreicht wurden. Die breite Masse mag gut gemachte Action und das können beide Filme sicherlich bieten. Aber Action allein war und ist eben nicht das einzige Stilmittel, das James Bond zu James Bond macht.

Im Grunde ist es letztlich eine Frage der Philosophie, die jeden einzelnen zu einem Bondfan macht. Ich bleibe noch immer dabei: Die (Film-)Serie wurde erfolgreich durch Action, Ironie (beinahe schon mit persiflagen Zügen), Sexappeal, technische Spielerei, liebgewonnene, wiederkehrende Charaktere und (ganz wichtig!) immer auch einem ordentlichen Schuss Humor. Frühestens seit den letzten Filmen mit Pierce Brosnan, spätestens aber jetzt seit Daniel Craig kann ich nur noch Action pur erkennen. Nach wie vor wirkt der Hauptdarsteller auf mich wie ein irischer Raufbold, den man eher prügelnd hinter einem Festzelt vermutet, als wie ein britischer Gentleman vor einem exklusiven Casino. Er ist sicherlich ein sehr guter Schauspieler, aber er ist eben nie James Bond. Wer argumentiert, dass die neugewonnene Tiefe des Charakters so erstklassig sei, dem kann ich nur entgegnen: Wie lässt sich jemals eine solche gebrochene Lebenserfahrung mit einem augenzwinkernden Bond à la Sean Connery in Einklang bringen? Man könnte hier nun psychologische Diskussionen führen... für mich ist das aber spontan einfach unvereinbar und die Härte und Schnelligkeit des aktuellen Films bricht vor diesem Hintergrund vollends mit allen alten Traditionen. Dabei ist es eben jene Tradition die James Bond zu dem gemacht hat, was er heute ist. Da können auch die Befürworter von Ian Flemings Romanen nichts dran ändern, denn nicht die Bücher wurden zu Welterfolgen, sondern die Filmreihe mit all ihren Schwächen und Stärken.

Ich bekenne mich dazu: "Mein" James Bond ist tot... und es sieht danach aus, als würde er nie mehr zurückkommen. Schade eigentlich! Zum Glück gibt es die alten Filme, die durch die aktuelle Entwicklung nur weiter an Qualität gewinnen.
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danielcc
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13. November 2008 09:42

Shabba hat geschrieben:Der Erfolg von CR und sicherlich auch der kommende des aktuellen Bonds ist ganz sicher kein Indiz dafür, ob es sich bei beiden Filmen um "gute" 007-Streifen handelt. Es ist vielmehr ein Beweis dafür, dass kommerzielle Ziele erfolgreich erreicht wurden. Die breite Masse mag gut gemachte Action und das können beide Filme sicherlich bieten. Aber Action allein war und ist eben nicht das einzige Stilmittel, das James Bond zu James Bond macht.

... Frühestens seit den letzten Filmen mit Pierce Brosnan, spätestens aber jetzt seit Daniel Craig kann ich nur noch Action pur erkennen. ...

Wie lässt sich jemals eine solche gebrochene Lebenserfahrung mit einem augenzwinkernden Bond à la Sean Connery in Einklang bringen? Man könnte hier nun psychologische Diskussionen führen... ...
...
Ich bekenne mich dazu: "Mein" James Bond ist tot... und es sieht danach aus, als würde er nie mehr zurückkommen. Schade eigentlich! Zum Glück gibt es die alten Filme, die durch die aktuelle Entwicklung nur weiter an Qualität gewinnen.
also:
- also CR war NICHT nur einer der finanziell erfolgreichsten filme sondern auch der mit der besten medien-kritik und der besten imdb bewertung. dies auf die alte diskussion "kommerz vs kunst" (oder was auch immer) ist unfair.
- CR mit "befriedigung der masse duch action" gleichzusetzen ist ein scherz oder? ich denke CR hat mutig gezeigt, mit wie wenig action ein bondfilm auskommen kann! geliebt wurden nämlich insbesondere die nicht-action szenen
- DAD mit Craigs filmen gleichzusetzen ist aberwitzig. CR stellte eine 100% abkehr von brosnans DAD dar! vollkommen beabsichtigt WEG von der sinnlosen action hin zu charaker.
- die psychologische diskussion ist gar nicht so abwiegig. aus den romanen heraus ist bond praktisch ein gebrochener psychopat. klar, die filme sind auch für mich bedeutender als die romane, aber wie hast du denn bei connery den humor und die frauen-sachen mit seinem total ernsten und lebensgefährlichen killer-job vereint???

was deinen letzten punkt angeht kann ich dich beruhigen: bond hat sich oft geändert und wird es spätestens nach craig wieder tun. gehe aber davon aus, dass schon bond23 wieder heiterer sein wird
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Vesper
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13. November 2008 09:46

Also ich vertrete hier mal meine Meinung,..

War irgendwie davor auch immer Pierce verwöhnt, und war auch total schockiert, ob es jemals wieder einen geben wird, der es so gut hinbringt,..

Deswegen habe ich mich auch bei CR zuerst geweigert, hinzugehen, weil ich ja den DC nicht so recht einschätzen konnte, ob er es auch irgendwie hinbringen sollte,..

Und nach CR?? ich war totala begeistert,.. endlich mal ein Bond, mit Ecken, und Fehlern,..
der auch mal jemanden Gefühlsmäßig nahe kommt, und auch mal das gute sieht,..

Klar sieht es jeder anders, aber ich nehme mal an, das die Mehrheit für DC und den neuen BOND ist,..

:wink:
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KillerMaulwurf
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13. November 2008 10:10

ich habe es ja bereits in dem Kritik Thread geschrieben, aber ich habe bei dem Video ebenfalls das Gefühl, dass vor allem die Action wider der Handlung gelobt wird. Die meisten Leute die auf die Handlung eingehen, insbesondere die, welche mit alten Bondtiteln vergleichen, scheinen nicht wirklich überzeugt, ich habe auch des öfteren "kein richtiger Bond" gehört.
Ob das nun falsch oder richtig ist möchte ich hier nicht mehr beurteilen, dazu wird schon in dem anderen Thread diskutiert, ich persönlich hatte beim schauen des Films aber ein ähnliches Gefühl wie die Kritiker.

edit: hier nochmal der link zum Video, und sollte man sich hier nicht auf die Interpretation des Videos, bzw. auf die Aussage der Fans beschränken? Weil zum Thema QoS und CR gibt es ja nun wirklich genug andere Threads, oder :wink:
Zuletzt geändert von KillerMaulwurf am 13. November 2008 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
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vodkamartini
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13. November 2008 10:15

Das ist sicherlich die vorherrschende Meinung sowohl bei Kritikern wie auch den Zuschauern. Ich mag den Film inzwischen, aber natürlich ist er eher ein erstklassiger Actionfilm als ein typischer James Bond Film. Zentrale Elemente, eine nicht beschreibbare Stimmung bzw. Atmoshäre sowie eine Portion (selbst-)Ironie und damit eine gewisse Leichtigkeit fehlen einfach. Man mag das bedauern oder goutieren, es ist jedefalls so.
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13. November 2008 10:18

danielcc hat geschrieben:- also CR war NICHT nur einer der finanziell erfolgreichsten filme sondern auch der mit der besten medien-kritik und der besten imdb bewertung. dies auf die alte diskussion "kommerz vs kunst" (oder was auch immer) ist unfair.
Dass Filmkritiken nicht immer den Kern des Pudels treffen war schon immer kein Geheimnis! Ich kann für CR oder QOS ebenso unzählige schlechte Kritiken hervorzaubern, die aber bei Anhängern natürlich keinen großen Anklang finden. Das ist nicht das Maß der Dinge! Fakt ist: James Bond unterscheidet sich nur noch marginal von anderen Actionfilmen und DAS ist Kommerz! Seien wir ehrlich: Von "Kunst" kann auch bei den "alten" Bondstreifen keine Rede sein. Es geht um eine bestimmte Art von Unterhaltung, die es in der Form bis dato nie gab.
danielcc hat geschrieben:- CR mit "befriedigung der masse duch action" gleichzusetzen ist ein scherz oder? ich denke CR hat mutig gezeigt, mit wie wenig action ein bondfilm auskommen kann! geliebt wurden nämlich insbesondere die nicht-action szenen
Seit Daniel Craig ist 007 aber ganz unbestritten weitaus brutaler als jemals zuvor. Das mag mit der aktuellen Entwicklung beim Filmemachen und den veränderten Interessen des Publikums zusammehängen. Wie auch immer... Aber ich frage mich ernsthaft, was CR an Handlung zu bieten hatte! Den Fortgang eines Kartenspiels und dessen Folgen - zugegeben inklusive der persönlichen Tragödie, die damit verbunden ist. Aber gehe ich in einen James Bond-Film, um persönliche Verstrickungen mitzuverfolgen? Mag sein, dass das andere anders sehen. Wenn ich tiefsinnige Unterhaltung sehen will, wähle ich Filme, die das insgesamt besser und geschlossener darbieten.
danielcc hat geschrieben:- DAD mit Craigs filmen gleichzusetzen ist aberwitzig. CR stellte eine 100% abkehr von brosnans DAD dar! vollkommen beabsichtigt WEG von der sinnlosen action hin zu charaker.
Wo habe ich DAD oder Pierce Brosnan mit den aktuellen Filmen gleichgesetzt? Ich habe lediglich festgestellt, dass es seither bergab geht mit der gesamten Reihe!
danielcc hat geschrieben:- die psychologische diskussion ist gar nicht so abwiegig. aus den romanen heraus ist bond praktisch ein gebrochener psychopat. klar, die filme sind auch für mich bedeutender als die romane, aber wie hast du denn bei connery den humor und die frauen-sachen mit seinem total ernsten und lebensgefährlichen killer-job vereint???
Ganz einfach: Vor dem Hintergrund eines ordentlichen Schusses Ironie und Persiflage! Wer beides in den "alten" Filmen nicht erkennt, wird auch bei den aktuellen Streifen nichts vermissen. Entschuldigung, wer glaubt ernsthaft daran, dass ein Bösewicht in einem erloschenen Vulkan unbemerkt eine Raktenbasis errichten kann und von dort aus auch noch Ausflüge ins All veranstaltet? Die ganze Story ist ein großes Augenzwinkern. Oder ich denke an die gelbe Ente aus FYEO, die sich mit albernen "Trötlauten" unterlegt in eine wilde Verfolgungsjagd begibt. Wenn das keine Persiflage auf den zuvor in die Luft gejagten Lotus ist?! In den jüngeren Produktionen ist von sowas keine Spur mehr.
danielcc hat geschrieben:was deinen letzten punkt angeht kann ich dich beruhigen: bond hat sich oft geändert und wird es spätestens nach craig wieder tun. gehe aber davon aus, dass schon bond23 wieder heiterer sein wird
Hm, ich weiß nicht. Das hieß es nach CR auch schon und was ist passiert? Im Grunde wird dieselbe Geschichte weitergesponnen. Gibt es da noch einen (ernsthaften) Weg zurück? :roll:
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danielcc
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13. November 2008 10:41

Shabba hat geschrieben: Dass Filmkritiken nicht immer den Kern des Pudels treffen war schon immer kein Geheimnis! Ich kann für CR oder QOS ebenso unzählige schlechte Kritiken hervorzaubern, die aber bei Anhängern natürlich keinen großen Anklang finden. Das ist nicht das Maß der Dinge!
naja, ca. 300 gezählte und ausgewertete kritiken bei rottentomatoes sprechen für sich! dort sucht ja niemand die positiven raus!
Shabba hat geschrieben: Fakt ist: James Bond unterscheidet sich nur noch marginal von anderen Actionfilmen und DAS ist Kommerz! Seien wir ehrlich: Von "Kunst" kann auch bei den "alten" Bondstreifen keine Rede sein. Es geht um eine bestimmte Art von Unterhaltung, die es in der Form bis dato nie gab.
richtig, die alten filme hatten mit kunst überhaupt nix zu tun. die beiden letzteren sind deutlich "anspruchsoller" da sie eben "character-driven" sind und ihre unterhaltung nicht aus in vulkanen-lebenden bösewichten die die welt erobern wollen ziehen.
Shabba hat geschrieben: Seit Daniel Craig ist 007 aber ganz unbestritten weitaus brutaler als jemals zuvor. Das mag mit der aktuellen Entwicklung beim Filmemachen und den veränderten Interessen des Publikums zusammehängen. Wie auch immer...
es gab schon einige bondfilme ab 16. CR und QOS waren frei ab 12. so viel zur objektiven brutalität. brosnan hat kaltblütig dr. kaufmann aus nöchster nähe erschossen. connery hat kaltblütig und unnötig dent mit zig kugeln erschossen. dalton hat in LTK einen bösewicht in einer druckkammer zum platzen gebracht...
Shabba hat geschrieben: Aber ich frage mich ernsthaft, was CR an Handlung zu bieten hatte! Den Fortgang eines Kartenspiels und dessen Folgen - zugegeben inklusive der persönlichen Tragödie, die damit verbunden ist. Aber gehe ich in einen James Bond-Film, um persönliche Verstrickungen mitzuverfolgen? Mag sein, dass das andere anders sehen. Wenn ich tiefsinnige Unterhaltung sehen will, wähle ich Filme, die das insgesamt besser und geschlossener darbieten.
klar, das ist geschmackssache was man will. es geht aber bei den craig filmen absichtlich bisher nicht um handlung im klassichen sinne sondern um den charakter. ich finde das soweit sehr spannend. und alle mal interessanter als zum 20mal einen irren welt-beherrscher zu sehen.

Shabba hat geschrieben: Ganz einfach: Vor dem Hintergrund eines ordentlichen Schusses Ironie und Persiflage! Wer beides in den "alten" Filmen nicht erkennt, wird auch bei den aktuellen Streifen nichts vermissen. Entschuldigung, wer glaubt ernsthaft daran, dass ein Bösewicht in einem erloschenen Vulkan unbemerkt eine Raktenbasis errichten kann und von dort aus auch noch Ausflüge ins All veranstaltet? Die ganze Story ist ein großes Augenzwinkern. Oder ich denke an die gelbe Ente aus FYEO, die sich mit albernen "Trötlauten" unterlegt in eine wilde Verfolgungsjagd begibt. Wenn das keine Persiflage auf den zuvor in die Luft gejagten Lotus ist?! In den jüngeren Produktionen ist von sowas keine Spur mehr. .
ironie gibt es doch in QOS massenhaft. und wieder kann man sagen, dass sie die härte und brutalität relativiert. wenn bond etwa blitzschnell die typen im aufzug erledigt um anschließend noch galant ein bein/arm in den fahrstuhl zu schieben - dann ist die ganze härte der szenen mit einem publikums-lacher wie aufgelöst. das hat bond immer ausgezeichnet.
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13. November 2008 13:17

danielcc hat geschrieben:richtig, die alten filme hatten mit kunst überhaupt nix zu tun. die beiden letzteren sind deutlich "anspruchsoller" da sie eben "character-driven" sind und ihre unterhaltung nicht aus in vulkanen-lebenden bösewichten die die welt erobern wollen ziehen.
Um die Diskussion abzukürzen: Damit ist ja alles gesagt! Genau das sage ich ja auch: Die neuen Filme haben mit James Bond, wie man ihn bisher kannte nichts mehr zu tun. Aber genau deshalb habe ich ja die alten Filme so gerne gesehen!
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GoldenEagle
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13. November 2008 21:02

Magnatos hat geschrieben:Kein Schwein interessiert wie Bond zu Bond wurde, mich interessiert nur wie Bond mal wieder die Welt rettet vor einem Wahnsinnigen.
Na ja, könnte man bei Star Wars auch sagen. Denn, wer benötigt eine neuere Trilogie die sogar die ältere Trilogie nicht annähernd das Wasser reichen kann und übrigens erst im dritten Teil der neueren Trilogie ein gewisses, gewohntes SW - Gefühl aufkommen lässt.

Vielleicht ist es ja bei Bond 23 ebenso?

Bezogen auf Bond finde ich die alten, als auch die neuen Filme nicht schlecht. Bei den aktuellen musste ich mich nur sehr an den neuen Stil gewöhnen. Schwächen gibt es bei allen Filmen.


Wenn nicht jetzt, dann wäre es irgendwann gekommen, dass man die Anfänge von Bond verfilmt hätte.

Abgesehen von der etwas ausfallenden Formulierung "Kein Schwein interessiert..." hört sich das sehr pauschal an und das sollte man ja nicht unbedingt so stehen lassen...


Ciao,
GE
Film: "Die Hälfte von allem ist Glück, James. Und die andere Hälfte? Schicksal." (006/Alec Travelyan und James Bond 007, aus: "GoldenEye", 1995)
Roman: "Wen die Götter vernichten wollen, den liefern sie zuerst der Langeweile aus." (007 in: "Liebesgrüße aus Moskau", 1957)
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B.O.N.D.007
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13. November 2008 22:43

Also ich dachte auch immer: die alten Filme waren ja so viel besser ... aber wenn ich jetzt überlege hat jeder Bond seine Schwächen ... bei den DC-Filmen fände ichs halt cooler wenn er mal ein bisschen weniger aressiv vorgehen würde ... ich finde es ist ein Unterschied zwischen Brutalität und Agressivität
Schau mich wenigstens an, wenn ich dich anschei�' damit du wei�t, wo's herkommt!
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13. November 2008 22:48

Aber vielleicht hat sich dieser Wandel bereits vollzogen. Am Anfang tötet er jeden, die ihm nachm Weg fragen und am Ende des Films läßt er sie gehen...
Spoiler
Show
Denkt an den Fiesenmiesen in QoS, oder an Vespers "Stecher"...!
In diesem Sinne und bis neulich
001
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