#2
Er ist hart, er ist trainiert, er ist der beste den es gibt - er ist Dalton, Timothy Dalton !

Wenn ein Schauspieler die Möglichkeit gehabt hätte geheimagent zu sein, dann wohl er.
Nicht nur, dass er einen großen Teil der nicht ganz ungefährlichen Stuntsequenzen selbst machte, nein er bestand sogar darauf.
Vielleicht nciht der Gentleman oder der mit den lockeren Sprüchen - dafür der überzeugenste Bonddarsteller.

Unterstützt von seinem Schauspielerischen können schafft es Dalton so gut wie immer trotz seiner beachtlichen Größe, das richtige Gefühl für die Szene aufkommen zu lassen !

Dazu hatte er Filme in deren Rolle er perfekt passte.
Als perfektionist orientierte er sich wieder an Flemings originalfassung und er kam auch der Beschreibung von Fleming am nächsten.
Der Trend von dem witzelnden Moore, wieder zu einem ernsthafttem, einem Realistischen Bond.
Seine Filme sind Spannung pur, und trotzdem hat er diese lockere Arroganz.

In LTK von vielen Kritisiert, denke ich, ist er noch besser als in TLD.
Er passt zu der Geschichte - nciht perfekt gestyled, dafür umso perfekter was seine Arbeit angeht.
Er ist halt perfektionist und das hält ihn am Leben.

Daltons Anzüge sind nicht von Armani dafür von der Army - sein Element nicht das Tanzparkett oder die Börse, sondern der staubige Flugplatz in Afgahistan und die schroffen Felsen korsikas.

Dalton hat das geschafft, was moore und kiel (Beißer) vorher versemmelt hatten: Er hat Bond wieder realistischer gemacht, menschlicher und perfekter.
Für mich neben Brosnan, der ganz andere Qualitäten hat, der beste Bond-Darsteller !
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#3
Dalton war für mich der beste Bonddarsteller ever!

Er spielte einen realitätsnahen Bond, einen Mann, der harte Action in die Bondfilme zurück brachte, und nicht wie Roger Moore mit blinkenden Zähnen und dämlichem Grinsen witzelnd durch die Welt lief!

Unter Dalton kam das zurück, was man sich unter dem Fleming Bond vorstellen konnte, ein muskulöser Mann Mitte dreißig mit etwas lichtem Haar und vor allem mit Gefühlen, die unter Moore und auch unter Connery verloren gegangen waren! TLD und LTK waren für mich zwei gute, solide Filme, leider schaffte es LTK nicht, echtes Bondfeeling in mir aufkommen zu lassen, obwohl ich Daltons Arbeit als sehr gut betrachte und der Film ein guter Action Film ist! Leider fehlen doch in diesem Film die passenden Sprüche, um einen Bondfilm draus werden zu lassen, sonst war Dalton klasse!

Daumen hoch!
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"Sie sind nicht mein Typ!"
"Klug?"
"Single!" (Casino Royale 2006)

#4
Hallo!

Timothy Dalton - er folgt in meiner Rangliste auf dem dritten Platz hinter Connery und Lazenby. Als Theaterschauspieler hatte er schauspielerische Fähigkeiten, die weit über das normale hinausginen. In Licence To Kill überzeugt er völlig in der Rolle des Rachegesinnten, was aber kein Erfolg wurde... die Gründe liegen ja auf der Hand.
In The Living Daylights finde ich ihn persönlich och ein bisschen besser - vor allem weil er den Bond verkörperte, den ich in anderen Filmen sehr vermisse. Ich sag jetzt besser nicht, welcher Bond das ist, ich will "007"s Gresundheitja nicht scahden... :wink:

Alles in allem brachte Dalton alles mit, was man für einen Bond braucht. Was mich an ihm massiv stört, das soll heißen, RICHTIG GEWALTIG ist, diese schreckliche überhaupt nicht bond-mäßige Frisur - in beiden Filmen.

Wenn 5 Sterne Bestnote sind, bekommt Dalton: * * * *

Grüßle
ernst
Zuletzt geändert von ernst stavro b. am 24. August 2005 15:03, insgesamt 1-mal geändert.

#5
Dalton, der Ernstzunehmende. Die Zuschauer waren sicher enttäuscht, als sie nach den "Komödien" von Moore plötzlich ernstere Filme (vor allem LTK) sahen. Dalton wollte diese Fleming-Figur wieder hervorbringen. Doch auch wie bei Lazenby war das ein Fehlschlag. Aber ich finde diese Filme und die Art von Bond sehr gut, allerdings gefällt er (Dalton) mir vom optischen nicht so.

Bei meiner persönlichen Rangliste ist er auf der vierten Stelle :( (momentan).
Grow up, 007°''!
“You know, James Bond’s mother is Swiss. That will make it all worthwhile.” Marc Forster

#6
Es ist doch gut,dass jeder Darsteller unterschiedliche Qualitäten hat und Bond unterschiedlich rübergebracht hat!So kann man gut vergleichen!
Aber so ernst war Dalton nun auch wieder nicht!
Sperrstunde James,letzte Bestellung!-
Für mich ein Bier!

#7
Dalton – der Bond meiner Jugend. Der Bond als ich zum Fan wurde. Meines Erachtens DER BOND schlechthin.

But why?

Ich muss einfach dazu sagen, dass ich davor die Bond- Movies nur auf drei Programmen begutachten konnte. Es war eine sehr herbe Durststrecke und es hat nicht gereicht mich zu infizieren.

Dann kam Licence To Kill. Der erste Bond, bei dem es mein Bruder mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, mich mit zu nehmen. Es gab dann damals auch einen offiziellen Comic zum Film. Den hab ich so oft gelesen, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst ist und ich zugeben muss, dass er völlig fertig ist. Aber ich halte ihn in Ehren. Er hat mir über die bondlose Zeit kurz nach meiner Infizierung hinweg geholfen.

Danach ging es aber wieder bis anno domini 1997, bis ich LTK wiedersah. Aber ich kannte noch jede Szene haargenau. Hab dann kurze Zeit später TLD gesehen und wusste, das ist MEIN Bond. Dalton verkörpert 007 auf eine grandiose Art und Weise, die dem Fleming- Bond sehr, sehr nahe kommt. Dies liegt nicht zuletzt an seiner ausgezeichneten Ausbildung als Schauspieler, sondern auch die Art mit der er der Figur Gefühle einbrennt.
Davor war 007 immer wortwörtlich, wie von Alec in GE bezeichnet, der getreue Terrier ihrer Majestät, auch wenn dies ab und zu etwas humorvoll genommen wurde (Beispiel: Lazenby prostet dem Bild der Queen zu). In TLD hat er zum ersten Mal so richtig, nach Lazenby Gefühle gezeigt. Weg vom jenem Moore-Comic-Bond, dem man zum Schluss fast ne rote Pappnase aufsetzen hätte können und der, wie Mel Gibson und Danny Glover in Lethal Weapon 4 „zu alt für diesen Scheiss“ war. Jemand hat hier mal nen Post geschrieben, den er mit, in Bezug auf Moore, „Ladykiller mit Corega- Tabs“ überschrieben hat. Und dann kam...

... Dalton. Frisch, jung und dynamisch. Und mit einem Frust, der sich gleich am Anfang zeigt. Mitte bis Ende der Achtziger als Filme wie Dirty Dancing, das Mass der Dinge waren, kommt ein Bond, der Gefühle hat und sich seines Jobs ein bisschen überdrüssig zeigt. Das hat den Erfolg von TLD garantiert. Mit LTK hat uns dann Dalton in meinen Augen einen der besten, wenn nicht den besten Bond präsentiert.

Hier gehen die Meinungen schon immer weit auseinander, aber meine ist immer die Gleiche geblieben. Die Grösse von Daltons schauspielerischem Können zeigt sich am deutlichsten in der Szene als Della ihm das Strumpfband zuwirft. Da liegt ein Spannung in der Luft, die einem fast das Herz zerreist. Obwohl Dalton fast keine Miene verzieht, bringt er trotz der unglaublichen Härte der Figur James Bond, die er verkörperte, unendlichen Schmerz und unendlich viel Gefühl in dieser Szene rüber. Als ob es wirklich echt wäre. Der Gefühlskrüppel James Bond zeigt auf einmal extreme Gefühle. Noch mehr, als sich damals die Presse nach TLD das Maul zerrissen hat. Und das zeigt in meinen Augen Daltons Grösse. Auch die Tatsache, dass er Rache nimmt für seinen Freund, ist ein weiteres Zeichen der Entwicklung der Figur James Bond. Und da hat Dalton sehr viel dazu begetragen. Ich seh es nun schon wieder vor mir stehen: „Der Film hat kein Bond- Flair!“ „Er ist nicht im Dienste seiner Majestät unterwegs!“ Blah, blah, blah …

Aber genau das macht diesen Bond in meinen Augen so grandios. Dieser Bond zeigt, dass auch er nur ein Mensch ist. Das auch er nicht über Rache und Hass erhaben ist. Dass auch er an Werte wie Freundschaft und Loyalität festhält. Das auch er seelischen Schmerz empfindet. Wer von euch hat einen echten Freund? Und damit mein ich jetzt keinen Kumpel. Einen Freund! Was würde es Euch interessieren, was euer Chef denkt, wenn ihr diesem Freund helfen und/oder ihn rächen wollt? Gar nichts! Wie ihr vielleicht wisst habe ich einen solchen Freund, den auch ihr kennt. Richtig! Für Jerry und seine kleine Familie würde ich auch ins Feuer gehen und zurück.

Und genau das hat der Rolle des Bond ihren heutigen Charakter verliehen. Siehe Brosnan in ...

- GE (die Enttäuschung als er Alec wieder trifft)

- TND (alles rund um die Figur der Paris Carver)

- TWINE (die Enttäuschung, als M ihn suspendiert, als Elektra ihn verrät und seine Emotionen, als er sie dann in dem Turmzimmer erschiesst)

und zuletzt in ...

- DAD (die Angst vor der erneuten Folter; sein Gesichtsausdruck vor dem Spiegel im Hotel, nachdem die Chinesen weg sind; Miranda’s Verrat).

Das wäre ohne die „Gefühlsvorarbeit“ von Dalton nur sehr schwer glaubhaft geworden. Zumindest für jene Bond- Fans, wie z.B. mich, die vor der Ära Brosnan auf den Trichter gekommen sind. Dalton ist für mich der Bond schlechthin, er kommt für mich Flemings Vorlage am Nächsten.

Deshalb würde ich ihn, auf einer Skala mit fünf Sternen, wie folgt bewerten: ***** + *
"Bergsteigen und Klettern kann das volle Spektrum der Höhen und Tiefen eines Lebens in wenige Tage, manchmal wenige Stunden komprimieren. - Meine glücklichsten Tage waren die, an denen ich alles zurückgelassen habe und mein Verständnis der Dinge neu definiert habe, die wirklich wichtig sind."

Steve House

#8
Hallo Tobi!

Du hast schon recht, er kommt Flemings Vorlage am nächsten und er hat Bond Gefühle gegeben, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass er auch so ein großartiger Schauspieler war.
Leider werden die Punkte nicht zu oft betont - der 1. ist ja zum teil unter Forum-Usern umstritten und der 2. unter den 08-15-Zuschauern.

Wer, der kein Bond-Fan ist, möchte einen gefühlvollen Bondfilm wie On Her Majesty's Secret Service oder Licence To Kill sehen??? Keiner! (Leider)

Viele Grüße
ernst
Zuletzt geändert von ernst stavro b. am 24. August 2005 15:05, insgesamt 1-mal geändert.

#9
!! 555 !! :alc: :alc: :alc:

Und ich hätte gedacht da hätte ich mehr zu sagen ...

@Ernst
Das stimmt leider... :-sad Ich glaub vermutlich niemand... :dogeye: Tja, der Mainstream :crazy: macht die Musik ...

:cry: :cry: :cry: :cry: :cry:
"Bergsteigen und Klettern kann das volle Spektrum der Höhen und Tiefen eines Lebens in wenige Tage, manchmal wenige Stunden komprimieren. - Meine glücklichsten Tage waren die, an denen ich alles zurückgelassen habe und mein Verständnis der Dinge neu definiert habe, die wirklich wichtig sind."

Steve House

#10
Dalton ist wohl der einzige Profi,der die Bondrolle innehatte..Ein Schauspieler erster Klasse,der mithalf,das TLD und LTK wohl zu den Besten Bondfilmen zählen.Trotz seines wohl unumstrittenen Könnens,hatte ich immer den Eindruck Dalton ginge zu Lustlos an die Sache ran..Das schmälerte den Humor und steigerte die Brutalität...Alles in allem ein Super Bond,der aber in seiner Rolle nicht glücklich war! Deßhalb Platz 4!

Dalton lustlos?

#11
FunkymanFrank hat geschrieben:Dalton ist wohl der einzige Profi,der die Bondrolle innehatte..Ein Schauspieler erster Klasse,der mithalf,das TLD und LTK wohl zu den Besten Bondfilmen zählen.Trotz seines wohl unumstrittenen Könnens,hatte ich immer den Eindruck Dalton ginge zu Lustlos an die Sache ran..Das schmälerte den Humor und steigerte die Brutalität...Alles in allem ein Super Bond,der aber in seiner Rolle nicht glücklich war! Deßhalb Platz 4!
Dalton ist für mich einer der Besten Bond Darsteller (2. Platz).
Das Gefühl, das Dalton lustlos an die Sachen rangegangen ist, kam bei mir nicht auf, aber ich kann mir vorstellen, warum das so rüber gekommen sein könnte!!!! :!:

Dalton, hat nach seinem 1. Film erfahren, dass er nicht lange in der Figur des Bond geduldet wird. Den 2. Film von ihm musste er allerdings drehen, weil er einen Vertrag für 2 Filme unterschrieben hatte.

(Meine Infos Dazu hab ich aus sicherer Quelle)

#12
Ich fand Dalton auch klasse. Sein Nachteil war es, dass er nicht die Nummer 1 war. Pierce Brosnan sollte nach Moore übernehmen und Dalton war nur eine Zwischenlösung. Er genoß nicht das volle Vertrauen, außer von Cubby, und hat es zu spüren bekommen. Auch war/ist Dalton ein sehr introvertierter Schauspieler und kam nicht mit dem ganzen Rummel um seine Person klar. Und nach der ziemlich herben und vernichtenden (nicht wirklich berechtigten) Kritik an LTK war er wohl persönlich verletzt und hatte keine Lust mehr seinen dritten Film zu machen. Diesen hätte ich zwar gerne noch gesehen, jedoch kann ich Dalton auch verstehen, dass er sich zurückzog. Dalton ist eigentlich zu Schade, um ihn nur als Interims-Bond ein zu kurzes Intermezzo spielen zu lassen.

#13
der beste bond ist dalton. wer das nicht anerkennt hat keine ahnung und sollte sich besser aus diesem forum zurückziehen.
die anderen stellen einen agenten viel zu unrealistisch dar. einfach nur naiv.

#14
Hallo wahrer fan!

Ok, dann ziehe ich mich hiermit aus diesem Forum zurück. :lol:

Nein, im Ernst:
Es geht bei James Bond ja nicht darum, dass der Agent realistisch dargestellt wird. Die Welt ist absolut verzerrt und ist reine Fantasie - auch bei Dalton. Das gibt sogar Ian Fleming selbst zu - im Roman You Only Live Twice. Dort stehts auch im Nachruf für Bond...

Oder gibts einen Agenten, der während seiner Einsätze immer in Liebesgeschichten verwickelt wird oder eine Affäre anfängt?
Gibt es Bösewichte, die die Welt zerstören wollen?
Gibt es die 00-Abteilung?

Nein.

James Bond ist ein Agent der Fantasie - er lebt von Einsatz zu Einsatz und hat dazwischen nur selten mit Papierkram zu tun - im Roman Moonraker - aber in den Filmen überhaupt nicht.
So, das war meine Abschiedsrede - ich finde Connery und Lazenby besser als Dalton. Deswegen werde ich mich hiermit aus dem Forum zurückziehen.
Goodbye!

Viele Grüße
ernst
Zuletzt geändert von ernst stavro b. am 24. August 2005 15:06, insgesamt 1-mal geändert.

#15
Also mit dem "Zurückziehen" war etwas zu provokativ formuliert. War natürlich nicht so gemeint. Verzeihung!

Ich finde halt nur, dass Dalton´s Bondfilme von der Story und von seinem Auftreten die einzig realistischen sind und ich mir so wirklich ein Agentenleben vorstelle.

Connery´s und Moore´s Gehabe sind einfach nur albern und unrealsitisch. Ihr Auftreten gegenüber Frauen bspw. hätte in der wirklich Welt überhaupt kein Erfolg. Dalton verhält sich in dieser Beziehung schon viel realistischer. Der schleimt einfach nicht vor sich her und äussert auch keine übertriebenen Komplimenete wie: "Madame sehen heute wieder bezaubernd aus!".
Überhaupt sind Dalton´s Sprüche angebrachter und "menschlicher" als die seiner Vorgänger. Connery und Moore haben einige Filme nur noch veralbert. Sicherlich ist diese Selbstironie auch amüsant, allerdings untermauert es meinen Standpunkt, dass nur Dalton einen realistischen Agenten abgegeben hatte.

Aber auch die Story beider Dalton-Filme könnten doch so in der realen Welt vorkommen. Ein korrupter KGB-Agent in TLDL oder ein Drogenbaron in LTK sind Geschehnisse, welche durchaus im wirklichen Leben passieren könnten. Irgendein Verrückter, der Ikarus baut oder Project Moonraker ins Leben ruft, ist wirklich weit hergeholt. Für die Zukunft wünsche ich mir deshalb wieder einen Bond, der durch die aktuelle Zeitgeschichte geht und bspw. ein paar Iraker oder Talibans umlegt! Die Russen mussten nun Jahrelang als Feind herhalten, nun könnten die Araber diesen Part mal übernehmen.

Ich könnte meine Liste über dieses Thema hier noch seitenlang vortsetzen. Muss jetzt aber leider los...

Fazit bis hierher: Es ist wirklich schade, dass Dalton nur zwei Filme gemacht hat. Für mich verkörpert er einen perfekten Agenten!

PS: Gibt es ehrlich keine 00-Abteilung beim MI6?