Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

#632
Der Beginn der LTK-PTS in dem DEA-Flugzeug ist super. Allerdings hasse ich die Szene und den Dialog um die Ringe in Felix' Rolls. Überhaupt der ganze Ablauf und David Hedisons total überzogenes Spiel als er auf einmal "vergisst", dass er zu seiner Hochzeit unterwegs ist. Alles wirkt so "amerikanisch", wie eine schlechte Folge Miami Vice. Natürlich ist es Bonds Verdienst, dass Sanchez letzten Endes gefasst wird. Wieso sich dieser daraufhin an Felix und dessen Frau rächt, habe ich nie wirklich verstanden. Die PTS von LTK gehört für mich zu den schwächeren der Reihe, ein Glück entschädigt der Rest des Filmes.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

#633
Revoked hat geschrieben:Was haltet ihr den von der TB PTS?
Als Bond nach dem Mord an JB auf dem Dach / Balkon verfolgt wird.
Da wurde auch am Tempo nachträglich was geändert. Wahrscheinlich fand man das zu langsam und hat deswegen das Charlie Chaplin Tempo dort reingebracht?!
Haha stimmt, ist mir davor noch nie aufgefallen :D. Wie sie auf einmal mit den Beinchen stricken, herrlich.

Ganz peinlich ist auch die kurze Szene in der PTS von TMWGG, in der Scaramanga zu seinem Colt auf der Treppe "rutscht". Ab 6'40''...
https://www.youtube.com/watch?v=5DtrveteokY

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

#634
Die peinlichste Figur ist ja für mich Lt. Hip, wie wurde so jemand überhaupt Lieutenant :mrgreen: :lol:

- Zuerst verliert er das Solex weil er lieber Bond verhaften will, anstatt bei der Leiche das Solex sicherzustellen
- Dann fährt er zur Karate-Schule um Bond zu befreien, doch Hip haut später ohne Bond einfach wieder ab, da hätte Hip eh gleich daheimbleiben können
- In der Box-Halle geht dann auch erstmal alles schief, das enorm wichtige Solex vertraut er Goodnight (!!!) an
- Später hat er dann natürlich auch die Autoschlüssel nicht bei sich als Bond Scaramanga verfolgen will

Der Kerl war wirklich eine enorme Hilfe für Bond, spätestens nach der Szene vor der Karateschule hätte Bond Hip in die Wüste schicken müssen

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

#635
craigistheman hat geschrieben:Die PTS von LTK gehört für mich zu den schwächeren der Reihe, ein Glück entschädigt der Rest des Filmes.
Bin auch nie ganz warm mit der PTS geworden, was aber zum Großteil auch an Kamens Score liegt, den ich niemals so richtig werde akzeptieren können (für mich ist das Die Hard Musik, die bei Die Hard passt, die ich bei Bond so aber nicht hören will und das wird mir immer dann besonders klar, wenn Kamen dann sogar das Bondtheme selbst spielt oder einbindet; gilt natürlich für den ganzen Film). Insgesamt ist mir das alles etwas zu klischeehaft, und dann ist die Fishing Aktion auch für Bond-Standards nicht die aller aufregendste Aktion. Na klar, es muss ja nicht immer so krass wie in den PTS von TSWLM oder MR zugehen, aber denkt man beispielsweise nur an den direkten Dalton-Vorgänger TLD, so zeigt der, wie man mit aufwendigen, aber nicht völlig überzogenen Stunts einen sehr guten Bondeinstieg kreieren kann. Da ist mir LTK zu zahnlos. Der Film hat später schon gute Momente, und mittlerweile mag ich ihn viel mehr als früher mal, doch der Anfang hätte definitiv mehr Pfeffer vertragen können.
Revoked hat geschrieben:Da wurde auch am Tempo nachträglich was geändert. Wahrscheinlich fand man das zu langsam und hat deswegen das Charlie Chaplin Tempo dort reingebracht?!
Sowas hat man in den alten Bonds öfter gemacht. In der GF-PTS wirft Bond den Entenhelm in Upspeed-Tempo ab, ein selbiges kommt in TB in der PTS mehrmals zum Einsatz (auch im Showdown auf der Disco Volante), und auch in OHMSS wird in den Zeitlupen auf dieses Mittel zurückgegriffen.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

#636
Revoked hat geschrieben: Da wurde auch am Tempo nachträglich was geändert. Wahrscheinlich fand man das zu langsam und hat deswegen das Charlie Chaplin Tempo dort reingebracht?!
Das wurde nicht nachträglich gemacht, sondern (in der Regel) wird das schon bei den Dreharbeiten gemacht, in dem man Actionszenen mit deutlich mehr Bildern pro Sekunde aufnimmt, und dann im fertigen Film im normalen Tempo abspielt. Das ist ein auch heute noch übliches Mittel um Action dynamischer wirken zu lassen.

In alten Filmen fällt sowas aber leider öfters auf, während das heute viel besser kaschiert wird.

Bei Stummfilmen sieht das aber meist nur deswegen so aus, weil die immer noch viel zu oft falsch vorgeführt werden. Viele Stumfilme wurden noch mit 16 Bildern/Sek gedreht, aber wenn die jetzt mit 24 Bildern/ Sek gezeigt werden, dann bekommen alle etwas schnelleren Bewegungen diesen "Chaplin Effekt". Den die im Original also oft gar nicht haben.