Warum ist Casino Royale anders als die bisherigen Bondfilme?

Hier könnt ihr allgemein über die unvergesslichen 007-Filme, Darsteller, Dreharbeiten, Lifestyle, Skurriles und alles andere diskutieren, was auf irgendeine Art und Weise etwas mit dem berühmtesten Geheimagenten der Kinogeschichte zu tun hat! Viel Spaß! Gezielte Reviews und Filmdiskussionen bitte in das entsprechende Unterforum - danke!
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Invincible1958
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14. Juni 2008 20:42

Der Grund, warum Ian Fleming nicht bekannt ist, ist ziemlich einfach:

Fleming hatte in Großbritannien mit seinen Romanen zwar Erfolg. Aber der Rest der Welt hat James Bond zu allererst durchs Kino kennengelernt. Dann wurden die Bücher zwar auch in dutzenden Sprachen übersetzt und überall verkauft. Aber der Mega-Erfolg der Filme in den 60ern hätte jeden Bucherfolg überschattet.

Es ist mit Bond ja nicht so wie mit anderen Romanen, wo das Buch bereits ein weltweiter Bestseller war, bevor es die erste Verfilmung gab. "Tarzan", "Dracula", "Die Schöne und das Biest", "Das Phantom der Oper", "Moby Dick", "Winnetou" und so weiter. Das waren alles bekannte Bücher.
Die Ian Fleming-Romane haben nur die Fans entdeckt, nachdem sie bereits Fan wurden durch die Filme. Und wer sich eben nicht weiter mit Bond beschäftigt, kommt gar nicht so weit, die Bücher zu entdecken.

Bis heute wurden zwar über 100 Millionen Fleming-Romane verkauft (am meisten angeblich von "Liebesgrüße aus Moskau" - auch aufgrund der Hilfe von JFK). Aber das sind eben 100 Millionen in 55 Jahren, und da sind alle 12 Romane und 2 Kurzgeschichtenbände inbegriffen.

Das wären 7,1 Millionen Exemplare pro Buch, wenn man annimmt, dass sich jeder Roman in ungefähr gleichoft verkauft hat. Und das in bis zu 55 Jahren.
Natürlich ist das ein Erfolg. Aber im Vergleich zum Erfolg der Kinoreihe ist das gar nichts.
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Joal
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14. Juni 2008 21:39

Da gebe ich dir völlig Recht. Bond hat seinen Erfolg durch die Filme. Man könnte es mit
"Herr der Ringe" vergleichen. Aber wenn ihr mich fragt ist es besser so, als wie zum
Beispiel "Harry Potter" oder "Eragon - Der Drachenreiter". In diesen beiden Fällen war es
meiner Meinung besser gewesen man hätte nie einen Film dafür geschrieben...
"Wie lange habe ich noch?"
"30 Sekunden."
"Das lässt uns nicht viel Zeit..."


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Victor 'Renard' Zokas
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14. Juni 2008 21:41

Joal hat geschrieben:Da gebe ich dir völlig Recht. Bond hat seinen Erfolg durch die Filme. Man könnte es mit
"Herr der Ringe" vergleichen. Aber wenn ihr mich fragt ist es besser so, als wie zum
Beispiel "Harry Potter" oder "Eragon - Der Drachenreiter". In diesen beiden Fällen war es
meiner Meinung besser gewesen man hätte nie einen Film dafür geschrieben...
Bei Harry Potter schon, aber bei Eragon muss ich dir recht geben. Das Buch war genial und der Film ziemlich scheiße :D Aber die HP Reihe passt doch, super Schauspieler, geile Musik...einfach eine solide Umsetzung der Bücher...
"The name's Bond. James Bond."
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Joal
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14. Juni 2008 21:43

Findest du? Kann ich mich nichtz anschließen. Das liegt vorallem darin, das es irgendwann
einfach zu wenig Zeit gibt, und das daruch Sachen wegfallen, die das Buch, zu einem der
Besten Büchern macht, die man je geschrieben hat.
"Wie lange habe ich noch?"
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Invincible1958
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15. Juni 2008 13:24

Joal hat geschrieben:Da gebe ich dir völlig Recht. Bond hat seinen Erfolg durch die Filme. Man könnte es mit "Herr der Ringe" vergleichen.
Bitte?

"Herr der Ringe" war bereits ein weltweiter Mega-Beststeller und seit den 60ern ein Kult-Buch.
Wer darauf erst durch die Filme aufmerksam geworden ist, ist zuvor ziemlich blind durch die Welt gegangen.
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Joal
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15. Juni 2008 13:43

Oder damals noch nicht geboren gewesen... :wink:
"Wie lange habe ich noch?"
"30 Sekunden."
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007James Bond
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15. Juni 2008 15:01

Die Romane waren schon vor den Filmen international erfolgreich.
Lediglich in Amerika standen die zahlen nicht so gut wie in Europa und das änderte sich bekanntlich ja schlagartig als JFK FRWL zu einem seiner Lieblingsbüchern erklärte.
Wäre Bond vor den Filmen noch nicht erfolgreich gewesen, hätte man die Bücher nie verfilmt, da dies sowiso schon ein riskantes Unternehmen war.
Was sich ab 62 änderte, waren die Verkaufzahlen und die Verbreitung der Romane in die hintersten Ecken der Welt. Und wir reden hier von den 60ern! Das ist auch der Grund warum eure Freunde Ian Fleming nicht kennen, weil schon über 40 Jahre vergangen sind. Unserer vorherigen Generation sind die Bücher durchaus bekannt, konnte ich die Erfahrung machen.
Von 53 bis 64 wurden über 30 Millionen Kopien verkauft und während den 60ern löste die James Bond Reihe die Bibel dann als best verkauftes Buch ab - in den 60er!
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Thesy
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15. Juni 2008 21:32

Auch ich habe schon alle möglichen Büchereien abgeklappert um Ian Flemings Werke zu erstehen, habe bis jetzt aber nur in Kiel die Bücher gefunden - und das auch erst beim dritten Laden. Man muss dazu sagen, dass ich auch noch kurz nach der Premiere von CR auf die Suche gegangen bin. Also wirklich man muss wirklich sehr viel Glück haben um die Bücher nicht im Internet bestellen zu müssen.
In meinem Fall ist es so, dass ich niemanden von Ian Fleming und dem Ursprung der Bond-Filme erzählen muss, da ich so wie so schon als der Bond-Freak bekannt bin, der auch die Bücher liest. Sobald ich schon wieder den Namen "James" in den Mund nehme, höre ich lautes Seufzen. Schade eigentlich, denn sonst erzähle ich kaum etwas davon^^
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Liesel
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15. Juni 2008 21:57

Das kenn ich irgendwo her!
ich brauch nur "Bond" zu sagen, da kommts von allen Seiten "Flizzi, halt die Klappe!" :lol:
Aber normalerweise laber ich auch nicht davon, wollen die meisten ja sowieso nicht hören! Selber schuld! :D
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GoldenEagle
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15. Juni 2008 23:05

Dann bin ich ja froh, dass es anderen auch so geht.

Ich hatte schon befürchtet, dass es das nur hier gibt :)

Aber, die meistens verpassen ohnehin etwas, denn Bond ist wirklich vielseitig.

Ciao,
GE
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Invincible1958
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16. Juni 2008 15:29

007James Bond hat geschrieben:... und während den 60ern löste die James Bond Reihe die Bibel dann als best verkauftes Buch ab - in den 60er!
Ganz bestimmt nicht.
Vielleicht mal, wenn man nur die Verkaufszahlen einer Woche nimmt. Aber verkaufte Bücher sind verkaufte Bücher. Und es ist bekannt, dass direkt nach der Bibel Der Herr der Ringe das meistverkaufte Buch aller Zeiten ist. Und die Ringe-Trilogie hatte ihren Höhepunkt ebenfalls in den 60ern.
Joal hat geschrieben:Oder damals noch nicht geboren gewesen... :wink:
Das ist keine Ausrede. Ich war damals auch noch nicht geboren.
Das finde ich auch immer lächerlich, wenn jemand bei "Wer wird Millionär" sagt: "Das war vor meiner Zeit".
Man muss nicht 100 Jahre alt sein, um zu wissen, wer Charlie Chaplin war. Sowas gehört zur kulturellen Bildung, genauso wie "Herr der Ringe". Man muss es ja nicht gelesen haben. Aber irgendwie bekommt man davon immer was mit.

Und gerade "James Bond" ist über 46 Jahre jetzt jährlich Gesprächsthema in den Welt-Medien. Und das liegt am Erfolg der Filmreihe. Aber jedes mal, wenn ein neuer Bondfilm kommt, fällt auch hundert mal der Name Ian Fleming.
Und die Leute sind ja auch nicht blind. Zu Beginn der Vorspanns steht groß "Ian Fleming's James Bond 007". Selbst wenn man also nur die Filme guckt, und sonst keinen äußeren Einflüssen wie Zeitungsartikel und TV-Beiträgen erlegen ist, bekommt man den Namen Ian Fleming vorgesetzt.
Was denken die Leute denn, wer dieser Ian Fleming ist, der jedes Mal im Vorspann genannt wird?
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Thesy
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16. Juni 2008 18:59

GoldenEagle hat geschrieben:Dann bin ich ja froh, dass es anderen auch so geht.

Ich hatte schon befürchtet, dass es das nur hier gibt :)

Aber, die meistens verpassen ohnehin etwas, denn Bond ist wirklich vielseitig.

Ciao,
GE
Wir könnten gleich einen Klub öffnen... genug Menschen mit gleichem Schicksal gibt es bestimmt.
Gruß
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GoldenEagle
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16. Juni 2008 20:14

Hehe, ja, "Club zur Förderung der gesprächsbedürftigen BondianerInnen" oder für die Nichtwissenden: "Club zur Förderung der kulturellen Aufklärung um James Bond"

Da kommt einen ein Forenpläuschchen :) gerade richtig. :D

Adiós,
GE
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17. Juni 2008 18:34

GoldenEagle hat geschrieben:Hehe, ja, "Club zur Förderung der gesprächsbedürftigen BondianerInnen" oder für die Nichtwissenden: "Club zur Förderung der kulturellen Aufklärung um James Bond"

Da kommt einen ein Forenpläuschchen :) gerade richtig. :D

Adiós,
GE
http://www.jamesbond.de - der einzige Zufluchtsort
:D Die Namen gefallen mir! Mit diesen Namen wären wir sofort vor Stümpern in Sicherheit - sie würden den Club-Namen ja nicht einmal verstehen.
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Joal
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18. Juni 2008 22:17

Joal hat geschrieben:Oder damals noch nicht geboren gewesen... :wink:
Das ist keine Ausrede. Ich war damals auch noch nicht geboren.
Das finde ich auch immer lächerlich, wenn jemand bei "Wer wird Millionär" sagt: "Das war vor meiner Zeit".
Man muss nicht 100 Jahre alt sein, um zu wissen, wer Charlie Chaplin war. Sowas gehört zur kulturellen Bildung, genauso wie "Herr der Ringe". Man muss es ja nicht gelesen haben. Aber irgendwie bekommt man davon immer was mit.

Und gerade "James Bond" ist über 46 Jahre jetzt jährlich Gesprächsthema in den Welt-Medien. Und das liegt am Erfolg der Filmreihe. Aber jedes mal, wenn ein neuer Bondfilm kommt, fällt auch hundert mal der Name Ian Fleming.
Und die Leute sind ja auch nicht blind. Zu Beginn der Vorspanns steht groß "Ian Fleming's James Bond 007". Selbst wenn man also nur die Filme guckt, und sonst keinen äußeren Einflüssen wie Zeitungsartikel und TV-Beiträgen erlegen ist, bekommt man den Namen Ian Fleming vorgesetzt.
Was denken die Leute denn, wer dieser Ian Fleming ist, der jedes Mal im Vorspann genannt wird?
Nur bin ich dreißig Jahre nach den 60ern geboren. Und das ist eine Ausrede. Vorallem
weil ich mit dem Erfolg der Herr der Ringe Filme aufgewachsen bin. wir haben zwar
auch ein Buch davon, aber ich kenne eherLeute die den Film besitzen
"Wie lange habe ich noch?"
"30 Sekunden."
"Das lässt uns nicht viel Zeit..."


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