Budget Leben und sterben lassen

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12. Oktober 2010 09:20

bin gerade etwas verwirrt. Auf der DVD ist die Rede von gerade mal 7 mio. Dollar, bei wikipedia steht aber 12 Mio. was ist denn richtig???
http://michael.huenecke.hat-gar-keine-homepage.de/
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12. Oktober 2010 09:35

imdb.com gibt auch ein (geschättes) Budget von 7 Mio US $ an.
Ebenso die US wikipedia.

Für die 12 Mio $ auf der deutschen wikipedia gibt es leider keine Quelle, so dass ich 7 Mio $ annehmen würde. Allerdings ist es ohnehin schwierig zu beurteilen, wie teuer der Film dann hinterher tatsächlich war. Handelt es sich um reine Produktionbskosten oder inkl. Marketing...
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12. Oktober 2010 09:50

gute frage...wie ist es denn generell bei Filmen, sind die incl. Werbekampagnen? :?:
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12. Oktober 2010 10:02

Das macht jeder so wie er will. Die Budgetzahlen sind ja auch selten offiziell. Oft werden sie nur geschätzt. In den meisten Fällen aber ohne Marketing, wobei das einen durchaus großen Anteil ausmachen kann.

Eine spannende und wie ich finde überraschende Info hierzu bietet wiedermal wikipedia. Da sieht man an bekannten Filmbeispielen, was von den exorbitaten Summen dann wirklich für die Produktion selbst übrig bleibt:

http://en.wikipedia.org/wiki/Film_budgeting#Examples

gut ist in dem Zusammenhang auch diese List, der teuersten Filme aller Zeiten, zeigt sie doch, das QoS der teuerste nicht-Sci-Fi/nicht-Fantasy Film ist. Da alle SciFi/Fantasy Filme einen großen Teil des Budgets für visual effects benötigen, weiß man, dass QoS vermutlich in Wirklichkeit das höchste reine Produktions-Budget aller Zeiten hatte (also Gesamt Budget - Cast - visual effects...). Warum weiß ich allerdings nicht, denn so teuer sieht QoS gar nicht aus...

http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_mo ... sive_films
Zuletzt geändert von danielcc am 12. Oktober 2010 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
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12. Oktober 2010 11:03

vor allem zeigt sie, dass die teuersten Filme nicht immer die besten sind, denn von den vorderen 15 hat keiner die Kraft eines Con air, The Rock oder anderen Mega-Unterhaltungsfilmen für mich, insbesondere was den durchgängigen Unterhaltungswert angeht :wink:, eigentlich gilt das sogar für die komplette Liste... :mrgreen:
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12. Oktober 2010 11:16

Cinefreak hat geschrieben:vor allem zeigt sie, dass die teuersten Filme nicht immer die besten sind, denn von den vorderen 15 hat keiner die Kraft eines Con air, The Rock oder anderen Mega-Unterhaltungsfilmen für mich, insbesondere was den durchgängigen Unterhaltungswert angeht :wink:, eigentlich gilt das sogar für die komplette Liste... :mrgreen:

Dir ist aber auch irgendwie nicht zu helfen oder? :D
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12. Oktober 2010 16:21

danielcc hat geschrieben:
gut ist in dem Zusammenhang auch diese List, der teuersten Filme aller Zeiten, zeigt sie doch, das QoS der teuerste nicht-Sci-Fi/nicht-Fantasy Film ist. Da alle SciFi/Fantasy Filme einen großen Teil des Budgets für visual effects benötigen, weiß man, dass QoS vermutlich in Wirklichkeit das höchste reine Produktions-Budget aller Zeiten hatte (also Gesamt Budget - Cast - visual effects...). Warum weiß ich allerdings nicht, denn so teuer sieht QoS gar nicht aus...

http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_mo ... sive_films
Ich finde man sieht QOS das Budget doch sehr an: Die Aufwendige pre-Title Sequenz. Allein etwa 10 Aston Martins wurden hierfür "geopfert" (in der Tat haben es nur 3 in Ausstellungen oder Museen geschafft). Dazu kam noch dass die Fahrzeuge oft von professionellen Rennfahrern gefahren wurden, die Sperrung der Straße usw.. Die Szenen in Siena bei denen man quasi die komplette Innenstadt des bei Touristen sehr beliebten Ortes einnahm. Die Bootverfolgung, die ursprünglich sogar noch spektakulärer sein sollte: Marc Forster wusste von einem Ort an dem eine Bucht voller alter Schiffe inklusive einigen halb versunkenen. Seine Idee dort die Szene spielen zu lassen wurde verworfen, da zu teuer und mit zu großen Risiken verbunden. In Bregenz nahm man Wochenlang das Opernhaus samt ansässigen Schauspielern in Beschlag plus ich glaube tausend Statisten. Die Flugzeugkampfszene wurde in echt gedreht d.h. man hat mit den Fliegern fast 2 Wochen (oder länger) gefilmt, im hintersten Winkel von Mexiko, wohin das ganze Equipment mit Helikoptern gebracht wurde. Vom Hotel Perla de Las Dunas baute man das komplette Innenleben in Pinewood nach, ein riesiges Set, das mit ebenso viel Aufwand zerstört wie aufgebaut wurde.

Bei allem muss man bedenken, dass man bei QOS mit dem ganzen Produktionsteam um die Welt tingelte. Bolivien, Össterreich, Italien, England, Panama.
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12. Oktober 2010 16:48

Das stimmt schon, wobei mich mal interessieren würde, was einen Film wirklich teuer macht. Bezahlt man wenn man in Sienna Straßen sperrt für einen Bondfilm? Ich denke nicht. Bezahlt man die Aston Martins wirklich oder werden die von Aston zur Verfügung gestellt?
Wirklich teuer sind wohl die wochenlangen Dreharbeiten im Ausland mit großem Team. Aber vor allem auch aufwendige Sets, die hat QoS aber deutlich weniger als andere Bondfilme. Nun ja, irgendwo ist das Geld wohl geblieben aber ich finde, im Vergleich sieht GE noch hochwertiger und aufwendiger aus, bei 1/3 des Produktionsbudgets. Das Ganze zeigt aber auch, warum ein Bondfilm nicht noch 2-3 große Schauspieler haben wird, die würden nämlich entgültig das Budget ins Unermesslich treiben.
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12. Oktober 2010 17:45

danielcc hat geschrieben:Das stimmt schon, wobei mich mal interessieren würde, was einen Film wirklich teuer macht. Bezahlt man wenn man in Sienna Straßen sperrt für einen Bondfilm? Ich denke nicht. Bezahlt man die Aston Martins wirklich oder werden die von Aston zur Verfügung gestellt?
Wirklich teuer sind wohl die wochenlangen Dreharbeiten im Ausland mit großem Team. Aber vor allem auch aufwendige Sets, die hat QoS aber deutlich weniger als andere Bondfilme. Nun ja, irgendwo ist das Geld wohl geblieben aber ich finde, im Vergleich sieht GE noch hochwertiger und aufwendiger aus, bei 1/3 des Produktionsbudgets. Das Ganze zeigt aber auch, warum ein Bondfilm nicht noch 2-3 große Schauspieler haben wird, die würden nämlich entgültig das Budget ins Unermesslich treiben.
Naja ich denke mal dass man bei den Dingen wie den Actionszenen auch den Aufwand der Vorbereitung einrechnen muss. Die Aston Martins hatten zB mit denen aus der Serie nicht viel zu tun. völlig umgebaute Elektrik, technische Modifikationen etc... hinter den Actionszenen steckt auch eine Menge an Planung und Aufbau. Die Eröffnungsszene schätze ich von der Idee bis so wie wir sie im fertigen Film sehen mit so 10 Mio $.
Ich weiss nicht ob es an der BluRay liegt aber ich finde, dass QOS von der Optik durchaus in die "Hochglanz"-Kategorie passt.

Bezüglich GE muss ich allerdings widersprechen. Bei den Szenen in denen der Panzer durch Sankt Peterburg wetzt merkt man in einzelnen Szenen schon, dass da die Fassaden auf einem Studiogelände nachgebaut wurden (30 % wurden an Originalschauplätzen, der Rest im Leavesden gedreht). Klingt aber schlimmer als es gemeint ist, es stört nicht. Allerdings muss auch gesagt werden, dass alle Bondfilme die Zeit erstaunlich gut überstanden haben, so wirklich als "Billig" kann man keinen Bezeichnen.

Nochmal zu LALD: Mich erstaunt es, dass der Film ein so günstiges Budget hatte. Scheinbar hat man bei einzelnen Moore-Bonds die Kosten niedrig gehalten. Zum Vergleich: DN kostete im Jahr 1962 10 Mio $ und das war damals ein Budget im Mittelfeld. Mitgrechnet mit der Inflation dürfte LALD ja schon geradezu Low-Budget gewesen sein...
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12. Oktober 2010 20:21

grad WEIL man alles in Leavesden nachgebaut hat, macht das die Panzrverfolgung ja teuer! Das gleiche Team muss man ohnehin bezahlen ob in England oder St. Petersburg. Nur musste man für die Szene eben auch alles nachbauen!

Mich erstaunt am meisten die Explosion der Kosten von 1989 (32 Mio für LTK) und 2002 (142 Mio fur DAD). Das ist schon heftig.


DN kostete 1 Mio nicht 10 Mio!!! LALD lag absolut im Rahmen. Erst mit TSWLM und MR wurd es merklich teurer (was man aber auch sieht)
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12. Oktober 2010 21:04

MX87 hat geschrieben:
Ich finde man sieht QOS das Budget doch sehr an: Die Aufwendige pre-Title Sequenz. Allein etwa 10 Aston Martins wurden hierfür "geopfert" (in der Tat haben es nur 3 in Ausstellungen oder Museen geschafft). Dazu kam noch dass die Fahrzeuge oft von professionellen Rennfahrern gefahren wurden, die Sperrung der Straße usw.. Die Szenen in Siena bei denen man quasi die komplette Innenstadt des bei Touristen sehr beliebten Ortes einnahm. Die Bootverfolgung, die ursprünglich sogar noch spektakulärer sein sollte: Marc Forster wusste von einem Ort an dem eine Bucht voller alter Schiffe inklusive einigen halb versunkenen. Seine Idee dort die Szene spielen zu lassen wurde verworfen, da zu teuer und mit zu großen Risiken verbunden. In Bregenz nahm man Wochenlang das Opernhaus samt ansässigen Schauspielern in Beschlag plus ich glaube tausend Statisten. Die Flugzeugkampfszene wurde in echt gedreht d.h. man hat mit den Fliegern fast 2 Wochen (oder länger) gefilmt, im hintersten Winkel von Mexiko, wohin das ganze Equipment mit Helikoptern gebracht wurde. Vom Hotel Perla de Las Dunas baute man das komplette Innenleben in Pinewood nach, ein riesiges Set, das mit ebenso viel Aufwand zerstört wie aufgebaut wurde.

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Das unterschreib ich so. :D :D :D
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12. Oktober 2010 21:58

danielcc hat geschrieben:grad WEIL man alles in Leavesden nachgebaut hat, macht das die Panzrverfolgung ja teuer! Das gleiche Team muss man ohnehin bezahlen ob in England oder St. Petersburg. Nur musste man für die Szene eben auch alles nachbauen!

Mich erstaunt am meisten die Explosion der Kosten von 1989 (32 Mio für LTK) und 2002 (142 Mio fur DAD). Das ist schon heftig.


DN kostete 1 Mio nicht 10 Mio!!! LALD lag absolut im Rahmen. Erst mit TSWLM und MR wurd es merklich teurer (was man aber auch sieht)
Hmm keine Ahnung wieso ich die 10 in Erinnerung hatte. Jedenfalls ist es schon erstaunlich dass jetzt beispielsweise das Vulkan-Set aus YOLT so viel kostete wie die komplette Produktion von DN.

Bezüglich Leavesden: Sicher das ging ins Geld, aber bei den Fassaden hätte man etwas besser Arbeiten können. Ich weiss, Erbsenzählerei :wink:
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12. Oktober 2010 23:50

Also, das höhere Budget bei The spy who loved me sieht man sehr deutlich. Vor allem, weil vermutlich ein hoher Anteil für FX und Actionszenen verwandt wurde. Der Film wirkt selbst aus heutiger Sicht höchst spektakulär und rockt.
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