Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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Grund 1:
Das Buch "Im Dienst ihrer Majestät" wurde von Ian Fleming vor "Du lebst nur zweimal" geschrieben.

Grund 2:
Es war geplant in OHMSS den Schauspielerwechsel so zu erklären das Bond eine Gesichts OP gemacht hat.Dann hätte Blofeld Bond nicht erkannt.Diese Idee wurde aber wieder verworfen.Man hat jedoch dann nicht den Fehler mit Blofeld korriegiert.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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RicoSchulze1 hat geschrieben:das mit der OP habe ich mir auch schon irgendwie gedacht, aber das man das drehbuch dan nicht mehr ändert kann ich nicht verstehen. mich stört das voll das blofeld bond nicht erkennt :-D

Willkommen im Forum.

Für jemanden der wie wir die Filme im Detail und in der Reihenfolge kennt, ist das ärgerlich, ja! Da hilft nur - und das ist wohl auch der Gedanke dabe gewesen - so zu tun als sei OHMSS in gewisserweise ein "Einzelstück". Interessanterweise setzt der nächste Film der Serie - also Connerys DAF" dann aber fast wieder eher an YOLT an, als an OHMSS. So als habe man Lazenbys Film eher ignorieren wollen.

Für alle anderen ist dies sicher gar nicht auffällig oder störend.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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danielcc hat geschrieben:
RicoSchulze1 hat geschrieben:das mit der OP habe ich mir auch schon irgendwie gedacht, aber das man das drehbuch dan nicht mehr ändert kann ich nicht verstehen. mich stört das voll das blofeld bond nicht erkennt :-D

Willkommen im Forum.

Für jemanden der wie wir die Filme im Detail und in der Reihenfolge kennt, ist das ärgerlich, ja! Da hilft nur - und das ist wohl auch der Gedanke dabe gewesen - so zu tun als sei OHMSS in gewisserweise ein "Einzelstück". Interessanterweise setzt der nächste Film der Serie - also Connerys DAF" dann aber fast wieder eher an YOLT an, als an OHMSS. So als habe man Lazenbys Film eher ignorieren wollen.

Für alle anderen ist dies sicher gar nicht auffällig oder störend.
Ja Lazenbys Bond scheint ignoriert worden zu sein.Das man das Drehbuch nicht mehr ändern konnte liegt wohl daran das man den Film 1969 rausbringen musste und es nicht in den Zeitplan gepasst hätte das ganze umzuschreiben
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Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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Casino Hille hat geschrieben:Grund 1:
Das Buch "Im Dienst ihrer Majestät" wurde von Ian Fleming vor "Du lebst nur zweimal" geschrieben.
Das ist aber kein Grunde es im Film auch so zu lassen wie es ist. Die Bond Filme waren damals zwar noch näher am Buch (außer YOLT), aber auch nicht so auf die Vorlage fixiert daß man das nicht hätte irgenwie ändern können.

Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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Casino Hille hat geschrieben:Ja Lazenbys Bond scheint ignoriert worden zu sein.Das man das Drehbuch nicht mehr ändern konnte liegt wohl daran das man den Film 1969 rausbringen musste und es nicht in den Zeitplan gepasst hätte das ganze umzuschreiben
Ich denke mal, dafür hätte die Zeit schon noch gereicht. Wenn man es denn gewollt hätte. Aber anscheinend wollte man nicht. Anscheinend war es Wurst.
Oder der Schottenrock und die im Original veränderte Stimme sollten als Grund ausreichen.
Letztendlich waren die Bondfilme ja auch schon damals bekannt dafür sich nicht allzusehr um Wahrscheinlichkeit zu scheren.

Die Frage wäre eher warum man YOLT überhaupt schon so früh verfilmt hat, da dieser neben TSWLM der einzige war der sich kaum für eine Bond Verfilmung als Teil einer Action Reihe eignete.
Und warum man, wenn man YOLT dann so gemacht hat wie er ist und OHMSS nach wie vor geplant war, nicht einfach die direkte Begegnung Bonds mit Blofeld aus YOLT herausgelassen hat.
Zuletzt geändert von Maibaum am 28. November 2010 11:40, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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JayB hat geschrieben:OHMSS scheint zwar ignoriert worden zu sein, trotzdem sieht es zu Beginn von DAF so aus, als wolle sich Bond bei Blofeld für den Tod Tracys rächen

Ja, das ist so.
Und damit hatten es die Macher dann auch bewenden lassen. Wenn Bond Blofeld später im Film wiederbegegnet, dann behandelt er ihn wie jeden anderen Schurken zuvor auch. Nämlich ohne sonderlich auffallende Emotionen.

Die Reihe war halt durch den relativen Misserfolg von OHMSS gefährdet. Und somit ging man auf Nummer sicher und drehte einen normalen Bondfilm, und ncihr den eigentlich logischen Rachefilm.

Ich bin mir sicher wenn OHMMSS ein Hit geworden wäre, und Hunt und Lazenby weitergemacht hätten, dann wäre der nächste Film auch wieder eher ungewöhnlich geworden. Und nicht so ein lauer Kompromissfilm wie DAF.

Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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Thunderball1965 hat geschrieben:Weißt du, warum Lazenby aufgehört hat? Und war der Film so erfolglos!?
Oje... ein Thema für sich...

Der Film war weniger erfolgreich als der Vorgänger und Nachfolger aber es war weit davon entfernt ein Flop zu sein. Bis TB wurden die Filme immer erfolgreicher, schon YOLT war ein erster Rückschritt, OHMSS dann noch mehr. Aber auch mit Connery in DAF ging es nicht mehr auf das Niveau von TB zurück. Aber OHMSS hat sehr gutes Geld verdient, das darf man nicht vergessen.

Lazenby hat nach OHMSS verkündet, er wolle nie wieder Bond spielen weil er ärger mit dem Regisseur hatte und sich von den Produzenten nicht ernst genommen fühlte.
Ich weiß nicht, ob man ihm schon einen Vertrag für weitere Filme angeboten hatte. Aber nach dem enttäuschenden Erfolg war man froh, Connery mit viel Geld zurückgelockt zu haeben
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Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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danielcc hat geschrieben:
Thunderball1965 hat geschrieben:Weißt du, warum Lazenby aufgehört hat? Und war der Film so erfolglos!?
Oje... ein Thema für sich...

Der Film war weniger erfolgreich als der Vorgänger und Nachfolger aber es war weit davon entfernt ein Flop zu sein. Bis TB wurden die Filme immer erfolgreicher, schon YOLT war ein erster Rückschritt, OHMSS dann noch mehr. Aber auch mit Connery in DAF ging es nicht mehr auf das Niveau von TB zurück. Aber OHMSS hat sehr gutes Geld verdient, das darf man nicht vergessen.

Lazenby hat nach OHMSS verkündet, er wolle nie wieder Bond spielen weil er ärger mit dem Regisseur hatte und sich von den Produzenten nicht ernst genommen fühlte.
Ich weiß nicht, ob man ihm schon einen Vertrag für weitere Filme angeboten hatte. Aber nach dem enttäuschenden Erfolg war man froh, Connery mit viel Geld zurückgelockt zu haeben
Lazenby hatte ein Vertragsangebot über 7 Filme zur Unterschrift vorliegen, welches er jedoch auf Rat seines Freundes und Impressarios Ronan O´Rahilly ausschlug. Dieser hatte ihn unter dem Eindruck der im Filmgeschäft einzug haltenden Hippiebewegung davon überzeugt, dass Bond eine sterbende Modeerscheinung sei und er (Lazenby) außerhalb der Serie wesentlich mehr und vor allem schnelleres Geld machen könne. Offiziell verkündete Lazenby seinen ROllenabschied strategisch äußerst ungünstig für die Produzenten nur wenige Wochen vor dem Start von OHMSS. Ob Broccoli und Saltzman tatsächlich so froh über die Rückkehr Connerys gewesen sind muss bezweifelt werden, da diese Entscheidungen ihnen nach dem enttäuschenden Einspiel von OHMSS von United Artists unter Führung von David Picker oktruiert wurde. Die beiden Bondproduzenten waren fest entschlossen den siebten EON-Bondfilm mit dem Amerikaner John Gavin in der Hauptrolle zu drehen, mussten sich letztlich aber dem Druck von United Artist beugen. ANgesichts des Erfolges, den DAF an der Kinokasse verzeichnen konnte dürften sie jedoch im Nachhinein nicht allzu traurig über diese ihnen abgenommene Entscheidung gewesen sein (wobei vor allem Harry Saltzman dies sicherlich nie öffentlich zugegeben hätte angesichts seines - milde ausgedrückt - angespannten Verhältnisses mit Connery.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Blofeld erkennt Bond nicht

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Es gibt wohl nur wenige noch schwerwiegendere Fehlentscheidung als die von Lazenby oder? Ich denke, viele hätten sich an ihn gewöhnt und er wäre ja schauspielerisch eher besser geworden. Er hätte sich nicht so schnell beleidigt zurückziehen sollen
Tja, das war dumm. So hat es ja damals auch seine Filmpartnerin Diana Rigg formuliert.
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