Re: Die James Bond Synchronisationen

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AnatolGogol hat geschrieben:In der Bundesliga müsste er sich solche Kritik zweimal überlegen! :wink:
Das ist sicher richtig. Ich persönlich finde es immer merkwürdig, wenn Fans sich von sowas angegriffen fühlen und den Eindruck haben, "ihre" Filmreihe verteidigen zu müssen. Total absurd. Riedel hat doch recht: Dalton war ein hochklassiger Schauspieler, der auf großen Theaterbühnen vor einem begeisterten Publikum Shakespeare aufführte. Da ist die Bondreihe (rein von einer beruflichen Perspektive aus) vergleichbar mit einer Zirkusveranstaltung: Macht sicherlich vor wie hinter den Kulissen Spaß, fordert aber niemanden heraus (von physischen Anstrengungen bei der Ausübung von Stunts mal abgesehen). Nicht zuletzt dieser Hintergrund wird auch maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Dalton die Rolle um charakterliche Facetten erweitern wollte, dass er die Fleming-Romane (in denen der Bond-Charakter mehr ausschraffiert wird als in den oberflächlichen Moore Filmen) als Inspiration für seine Rollenauslegung betrachtete. Die Bezeichnung "Affentheater" für das, was die Bondreihe gewesen sein muss und eigentlich immer noch ist, fasst den Kontrast zwischen Daltons Theatererfahrungen und seinen bondigen Kinoausflügen recht gut zusammen. Das kann man als Fan auch mal ohne Häme und Verteidigungsreflex zugeben.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die James Bond Synchronisationen

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Casino Hille hat geschrieben:Die Bezeichnung "Affentheater" für das, was die Bondreihe gewesen sein muss und eigentlich immer noch ist, fasst den Kontrast zwischen Daltons Theatererfahrungen und seinen bondigen Kinoausflügen recht gut zusammen. Das kann man als Fan auch mal ohne Häme und Verteidigungsreflex zugeben.
Natürlich kann Dalton (genau wie auch Connery und Craig) mehr als "nur" Bond. Das war aber nicht der Grund für seinen frühzeitigen Ausstieg.
Böser schwarzer Mann

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