Bösewichter - Villains

Hier könnt ihr allgemein über die unvergesslichen 007-Filme, Darsteller, Dreharbeiten, Lifestyle, Skurriles und alles andere diskutieren, was auf irgendeine Art und Weise etwas mit dem berühmtesten Geheimagenten der Kinogeschichte zu tun hat! Viel Spaß! Gezielte Reviews und Filmdiskussionen bitte in das entsprechende Unterforum - danke!
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Maibaum
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10. März 2016 23:26

Orlov tritt einfach zu früh ab, und es ist Kahn der von Anfang an die typische Schurkenrolle inne hat.

In TLD ist Koskov zwar der aktivere und interessantere Charakter, trotzdem ist es hier für mich Whitaker, auch wenn er ungewöhnlich weit im Hintergrund bleibt.

In TWINE sehe ich noch am stärksten eine Doppelfunktion, aber doch für mich mit einem kleinen Übergewicht zugunsten Renards.
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FreddyKruemel2
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10. März 2016 23:29

Er tritt zu früh ab, aber sein Tod ist dann trotzdem sehr gut gelungen! Eigentlich hätte sich später keine derartige Gelegenheit geboten, ihn derartig abtreten zu lassen.
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Maibaum
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10. März 2016 23:33

Casino Hille hat geschrieben:Genau. Und Geschichten sind uninteressant. Es geht doch darum, wer Bonds direkter Antagonist zum Zeitpunkt des Spannungshöhepunktes (also der Szene, auf die der Film hinarbeitet) ist. Und das ist in TLD Koskov, in FRWL Grant, in OP Orlov, in TWINE Renard und so weiter. Dann ist die Sache auch plötzlich gar nicht mehr so kompliziert und lässt auch kaum Irrtümer zu.
Doch, das sehe ich trotzdem anders.

Zum Zeitpunkt des Spannungshöhepunktes ist Orlow z.B. längst tot, und Khan platziert die Bombe. Und in TLD wäre das ja ohnehin Necros als er den Milchmann tötet, zweifellos die zentrale Szene des Films.
Was Koskov in TLD nach seiner Befreiung noch macht weiß ich schon gar nicht mehr, der ist mir nie groß in Erinnerung geblieben.
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Martin007
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10. März 2016 23:46

Khan ist für mich klar der Hauptbösewicht von OP, hat (deutlich) mehr Screentime als Orlov und ist bis fast zum Schluss dabei.
In TLD ist es für mich auch Whitacker.
Einzig TWINE kann man meiner Meinung nach unterschiedlich auslegen. Früher war es für mich Renard, inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher.
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dernamenlose
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10. März 2016 23:47

Casino Hille hat geschrieben:Genau. Und Geschichten sind uninteressant. Es geht doch darum, wer Bonds direkter Antagonist zum Zeitpunkt des Spannungshöhepunktes (also der Szene, auf die der Film hinarbeitet) ist. Und das ist in TLD Koskov, in FRWL Grant, in OP Orlov, in TWINE Renard und so weiter. Dann ist die Sache auch plötzlich gar nicht mehr so kompliziert und lässt auch kaum Irrtümer zu.
Dazu müsste man erstmal festlegen, was der Spannungshöhepunkt ist. Denn der letzte Kampf findet in allen drei Filmen nach den von dir gemeinten Szenen statt. Weswegen man auch aus dieser Logik heraus für Klebb, Khan und Whittaker stimmen könnte. Einzig bei Renard bleibt es die letzte Szene. (Komisch, dass du es ausgerechnet da anders siehst ;) )
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Thunderball1965
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10. März 2016 23:54

@Hille: Die Geschichte ist interessanter als die Handlung ;)
Bei Grant wird nicht auf die Konfrontation hingearbeitet, danach musste noch was kommen. Bei OP begegnet er dem Drahtzieher Orlov in einer Szene in der 2. Hälfte, wenn ich das richtig im Kopf habe - ich erinnere mich nicht mehr ganz, fährt da nicht Kamal davon, nachdem er die Bombe platziert hat, die es zu entschärfen gilt? Und bei TLD ist Koskov sehr klar der Gegner, das Boss-Level gg. Whittaker wäre nicht nötig gewesen.
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Casino Hille
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10. März 2016 23:56

Wenn du mit dem letzten Kampf argumentierst, wären Tee Hee oder Jaws die jeweiligen Gegner... und das sind natürlich nicht die Spannungshöhepunkte. Und der Spannungshöhepunkt von OP ist auch nicht die Entschärfung der Atombombe, sondern eben das Zusammentreffen von Bond und Orlov im Zug. Da ist die Spannung am höchsten, da intensivieren sich alle Handlungsstränge, der Rest ist dann eine Auflösung aller Konflikte, die im Zug ihren Höhepunkt trafen.
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Thunderball1965
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11. März 2016 00:04

Komisch, dass ich mich beim besten Willen nicht an mehr erinnern kann, als dass sie sich im Zug treffen. Da argumentiere ich weiter, wenn ich den Film gesehen habe ;)
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11. März 2016 00:09

Casino Hille hat geschrieben:Wenn du mit dem letzten Kampf argumentierst, wären Tee Hee oder Jaws die jeweiligen Gegner... und das sind natürlich nicht die Spannungshöhepunkte.
Da hast du recht. Der letzte Kampf ist ja für mich auch nicht entscheidend, ich wollte damit nur zeigen, dass man den Spannungshöhepunkt recht willkürlich setzen kann, wie dein OP-Beispiel zeigt.
Casino Hille hat geschrieben:Und der Spannungshöhepunkt von OP ist auch nicht die Entschärfung der Atombombe, sondern eben das Zusammentreffen von Bond und Orlov im Zug. Da ist die Spannung am höchsten, da intensivieren sich alle Handlungsstränge, der Rest ist dann eine Auflösung aller Konflikte, die im Zug ihren Höhepunkt trafen.
Diese Meinung dürftest du recht exklusiv haben. Ich könnte dir dabei zustimmen, dass der Spannungshöhepunkt in OP nicht der Kampf auf dem Flugzeug ist, aber ihn schon im Zug zu setzen halte ich für ziemlich kosntruiert bzw. hochgradig willkürlich.
Der ist klar bei der Bombe im Zirkus.
Bei FRWL weiß ich selbst nicht so genau, wo ich den setzen würde, einzig bei TLD gebe ich dir recht.
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Casino Hille
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11. März 2016 00:29

Aber der Spannungshöhepunkt ist doch nicht unbedingt erst am Ende vorzufinden. Das wäre ja völlig absurd (man beobachte nur mal, wo nach der klassischen Dramentheorie Freytags für Theaterstück der Spannungshöhepunkt vorzufinden ist). Aber ich merke schon, wir meinen ganz verschiedene Sachen.
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11. März 2016 00:41

Ich rede doch auch nicht vom Ende. Deshalb sage ich doch eindeutig, dass ich weder den Flugzeugkampf, noch den mit Whittaker als Spannungshöhepunkt sehe.
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Henrik
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11. März 2016 12:33

GoldenProjectile hat geschrieben: Der springende Punkt ist wohl, dass Bond im "Endkampf" Whittaker erledigt während Koskov einen eher ungewöhnlichen Abgang durch eine Verhaftung hinlegt. Vielleicht versuchen deshalb so viele, eine Schublade für den Villain aufzumachen und Whittaker reinzustecken. Aber dieser "Bruch" mit der gewohnten Konstellation geht für mich im Kontext des Films auch wunderbar auf.
Es gibt noch weitere, für mich sogar noch eindeutigere Gründe. Wenn man das erste Mal Necros, Koskov und Whitaker gemeinsam in Tanger sieht, wirken auf mich Necros und Koskov sehr gleichgestellt. Koskov sagt auch zu Necros, dass der Chef sie sprechen will.
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Casino Hille
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11. März 2016 13:03

Aber den Spannungshöhepunkt in OP bei der Atombombenentschärfung zu setzen, dass ist völlig kurios. Würde mir im Traum nicht einfallen, die ist der Film vielleicht am spannendsten (wobei... nein, ist er natürlich nicht!), aber das kann niemals der Höhepunkt sein. Der muss viel früher kommen.
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11. März 2016 15:40

Casino Hille hat geschrieben:Aber den Spannungshöhepunkt in OP bei der Atombombenentschärfung zu setzen, dass ist völlig kurios. Würde mir im Traum nicht einfallen, die ist der Film vielleicht am spannendsten (wobei... nein, ist er natürlich nicht!), aber das kann niemals der Höhepunkt sein. Der muss viel früher kommen.

Echt jetzt? Ich sehe den da auch, selbst wenn ich weiß daß die Bombe kaum explodieren wird.
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Casino Hille
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11. März 2016 15:45

Wir meinen unterschiedliches. Ich meine nicht die Stelle, an der der Film am spannendsten ist, sondern die handlungsinterne "Spannung" der Konflikte. Wenn du so willst, dann wie beim klassischen Drama, nur natürlich eben nicht wirklich wie beim klassischen Drama. Spielt auch keine Rolle, jedenfalls ist der Antagonist natürlich der, der mit Bond die zentrale Konfrontation hat, um die herum die Handlung konstruiert wurde. Und das sind die jeweils genannten Kandidaten.
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