Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#436
danielcc hat geschrieben:Wurde Severine wirklich auf Bond angesetzt? Ich glaube leider, der Film hat da einige riesige Logiklöcher im Mittelteil. Ist mir beim dritten Mal aufgefallen, dass Silva das eben nicht alles geplant haben kann. Bond überzeugt Severine, meiner Meinung nach. Mit Silvas Plan dürfte das nichts zu tun haben. Sie hat ja offensichtlich Angst vor ihm und will von ihm weg.
Das spielt in Bezug auf meinen Post aber keine Rolle, da wir zum Zeitpunkt des "Vollzugs" Silva ja noch nicht kennen, also kann die Wirkung des "Ausspannens" nicht entstehen - der Zuschauer weiss ja gar nicht wem Bond Serverine ausspannen könnte.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#437
Also SF ist jetzt schon glasklar der 1. Bond überhaupt der auf das klassische Bond Girl verzichtet. Wobei mich das nicht stört.

Severine ist das typische 2. Bond Girl das mit dem Bösen liiert ist und dafür büßen muß wenn sie zu Bond überläuft. Hier folgt SF 100 % der Bond Formel. Da sie der einzig interessante Charakter in SF war hätte ich mir natürlich gewünscht daß sie im Film bleibt. Aber dann hätte SF ein anderer Film werden müssen.

Und Eve ist eigentlich eine Rolle wie sie so bei Bond noch nicht vorkam. Sie ist nach der PTS für den Rest der Handlung vollkommen überflüssig, muß dann aber ab und an einspringen um für einen Schuß Bond Feeling zu sorgen, um dann am Ende zu Moneypenny zu werden. Was dann die einzige Story Rechtfertigung wäre warum sie nach der PTS noch im Film ist. Ich fand das Eve dann auch nach der PTS eine schwache Rolle ist. Auch wenn die Rasurszene noch ganz nett war. Verschenkt für mich, genau wie Mallory.

M nimmt dann die Rolle des klassischen Bondgirls ein. Auch wenn sie es altersmäßig nicht sein kann.

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#438
Maibaum hat geschrieben:M nimmt dann die Rolle des klassischen Bondgirls ein. Auch wenn sie es altersmäßig nicht sein kann.
Ach sag das nicht. Angesichts der ganzen Enthüllungen über den Bondcharakter die in den jüngsten Filmen offenbar wurden hätte mich ein erotisches Geplänkel mit "Oma Robinson" auch nicht mehr überrascht. :mrgreen:
Zuletzt geändert von AnatolGogol am 12. November 2012 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#439
Was zeichnet denn "das klassische Bondgirl" aus? ist es ein Opferlamm, ist es ein hübsche aber unwichtige Neberolle (FRWL), ist es eine Frau, die beschützt werden muss (DN), ist es eine Agentin an Bonds Seite (MR), ist es eine für Verbündete des Bösewichts (GF), ist es die Liebe seines Lebens (OHMSS, CR), ist eine andere Frau, die ihm über den Weg läuft ohne Relevanz für die Story (QOS)...

Im Ernst, was ist DAS klassische Bondgirl und warum erfüllt Eve diese Rolle nicht?
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#441
eve´s rolle, mallory´s rolle verschenkt, ja was denn noch ?
manchmal fragt ich mich wirklich, mit welchen vorstellungen einige sich filme angucken.
da werden phrasen rausgehauen,ohne diese näher zu begründen.
schön wie danielcc dies auseinander genommen hat.
da stellt sich mir tatsächlich duie frage, welcher typ bondgirl es denn nun sein darf. vermutlich werden diverse persönlichkeiten darauf keine antwort geben
( können oder gar wollen ).
mittlerweile habe ich ernsthaft das gefühl, einige meckern nur des meckern willens.
schade.

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#442
Dann könnte man genauso gut vermuten einige loben nur um des Lobens willen.

Nein, Eve bleibt auf den ganzen Film betrachtet eine unnötige Figur und Mallorys Wandel vom harten Hund zum Acheristjadochganzok Charakter fand ich halt schwach. In mehrerer Hinsicht. Ich hätte es vorgezogen er wäre einfach am Ende dagewesen ohne irgendeine Einführung, oder er wäre zumindest gleich so eingeführt worden worden wie er ist, oder noch besser sie hätten sich die Schlußszene und Mallory für den nächsten Bond aufgehoben.
Ich mochte beide nicht, und ihre Szenen (bei Eve aber nicht alle) zählen zu den schwächeren Momenten von SF.


Und das klassische Bond Girl ist einfach eine schöne Frau die irgendwann auftaucht und dann am Ende an Bonds Seite ist. Das Spektrum reicht von blöd im Kopf bis gleichgestellte Kampfgefährtin und es kann am Ende auch mal tot sein. QoS war da auch schon eine Ausnahme weil Bond nicht mit ihr schläft, was sonst immer Gesetz ist.
Wie gesagt, mich störts nicht daß SF da abweicht, aber wenn die Alt-Bond Fans meckern dann weiß ich warum. Und kann nicht verstehen wie man das nicht verstehen kann. Und alle die schon mit einem nicht handlungsrelevanten super unwichtigen Detail wie einer Gun Barrel-nicht-an-der-üblichen-Stelle Probleme haben sollten sich hüten das zu kritisieren.
Und wenn jemand enttäuscht ist weil SF zu wenige Gadgets hat, oder keine geheimen Schurkenbasen, oder wasauchimmer, dann ist das halt so.

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#443
Aber Eve ist ja am Ende an Bonds Seite :-) Vesper war es nicht. War sie kein Bondgirl?

Mal ehrlich, ihre Rolle und die von Mallory sind doch nicht schwächer als die in alten Filmen, oder? Mich wundert immer der Anspruch den man plötztlich an alles hat... Wie viele der alten Girls hatten jemals eine Rolle, die auf denFilm betrachtet nicht unnötig wäre??

Was du über Mallory sagst, kann ich nicht nachvollziehen. Seine Rolle ist von Anfang an sehr ausgewogen, er mag hart sein, aber er ist auch verständnisvoll. All das sieht man schon in seiner ersten Szene und es zieht sich durch sämtliche seiner Szenen - im Grunde ist er sehr ähnlich wie eben der frühere M, der zwar hart und autorität war aber dennoch auch eine freundschaftliche Beziehung zu Bond haben konnte.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#445
danielcc hat geschrieben:Aber Eve ist ja am Ende an Bonds Seite :-) Vesper war es nicht. War sie kein Bondgirl?
Nicht wirklich, sie ist Moneypenny. Und das ist ein grausames Ende.

Vesper fällt natürlich auch ein wenig heraus, weil sie Bond verrät. Alle 3 Craig Bonds fallen da etwas heraus. Unter anderem deswegen mögen sie ja auch manche (einige?) prinzipiell nicht.
Mal ehrlich, ihre Rolle und die von Mallory sind doch nicht schwächer als die in alten Filmen, oder? Mich wundert immer der Anspruch den man plötztlich an alles hat... Wie viele der alten Girls hatten jemals eine Rolle, die auf den Film betrachtet nicht unnötig wäre??
Das hat aber nichts mit gestiegenen Anspruch zu tun, und nichts mit früher. Sie passen nicht in den Film in dem sie sind. Ich hätte sie in jedem früheren Bond aber auch nicht gemocht. Eve ist anfangs interessant, später langweilt sie. Mallorys Rolle mochte ich gar nicht, als er dann in der Anhörungsszene zur Waffe greift, und diese Blickwechsel mit Bond hat, da dachte ich nur au weia.

Aber ich hatte ja schon erwähnt daß SF leider außer Severine überhaupt kien Charaktere hatten die wirklich interessant waren. Nicht einmal Silva so richtig.

Craig fand ich als Bond deutlich schwächer als in den Vorgängern, und M ... da bin ich mir gerade nicht mehr so sicher. Ich glaube sie war immer noch stark, bevor der Aston Martin kam. Danach dann auch nicht mehr.

Und den GF Aston Martin, das war ganz furchtbar. Falls ich das noch nicht erwähnt hatte. Da hat mir SF leid getan.

Und wenn ich einen Anspruch in SF suchen will, dann sind gerade diese beiden Charaktere das offensichtlichste Manko. Für mich.

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#446
Aber Q, den mochte ich ,der darf bleiben. Ich meine sogar das ich hier mal irgendwo im Forum was darüber geschrieben hatte wie Q sein darf damit ich mit ihm klarkomme. aber ich hättte auch john Cleese akzeptiert wenn er die Rolle gänzlich humorfrei gespielt hätte.

Moneypenny fand ich dagegen als Kind schon immer furchtbar, das waren immer die Tiefpunkte vieler Filme. Im Lauf der Jahrhunderte hat dann natürlich der Nostalgiefaktor das etwas abgemildert solange es Lois war. Samantha Bond ist dagegen immer noch ganz gräßlich.

Aber die Kleine bei Dalton, die mochte ich. Und da wird Naomie sicherlich auch ganz ok sein, sofern man ihr vernünftige Dialoge schreibt. Aber in SF war sie leider schon Moneypenny innerhalb der Handlung. Und das hat ihre Rolle gekillt.

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#447
Maibaum, bist du dir sicher, dass es irgendeinen Grund gibt, warum du die alten Bondfilm magst? Wenn ich so rekapituliere, was du an QOS mochtest, was du an SF nicht magst, dass Moneypenny für dich immer der Tiefpunkt der Filme war, du aber die furchtbare Dalton Moneypenny mochtest, etc... dann wundere ich mich echt, warum du die Serie eigentlich magst.

Was hat Denchs Rolle mit dem DB5 zu tun?
Warum wird Mallory schwach, weil er einen Blickwechsel mit Bond im Gerichtssaal hat?

Es wäre schön, wenn du mal etwas mehr zu SF schreiben würdest. Oder schaust du den Film jetzt 30 Jahre nicht meh und diskutierst nur anhand der einen Erinnerung?
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#448
Ich habe vor Jahren ein Kartenspiel mit "Bond-Girls" geschenkt bekommen. Wer da nicht alles bei war! Sogar M. (Irgendwie muß man ja auch 52 Karten vollkriegen.)
Aber wer legt denn fest, wer ein Bond-Girl ist? Ist das nicht auch der Zuschauer? War in QoS der Kontakt zwischen Bond und Fields so eng, daß Fields ein Bond-Girl war? Ist ein mindestens einmaliger Intimkontakt dafür erforderlich oder was sonst? War nicht Moneypenny (die "alte") auch jahrzehntelang ein Bond-Girl, auf ihre Weise?
Macht´s Euch doch nicht so schwer und zerpflückt den ganzen Film; genießt ihn einfach. Ohne darüber nachzudenken, ob es ein Fehler ist, wenn Bond kein Ziertuch in der Brusttasche des Sakkos trägt.

Re: Reviews und Kritiken zu SKYFALL

#449
sehr schön geschrieben! Viele versuchen immer alles in Schubladen einzuordnen und beschweren sich, wenn was nicht passt.
- Henchman
- Bond Girl
- ...

Nehmt doch jeden Charakter so wie er ist, und beschwert euch meinetwegen, wenn der Charakter nicht gut geschrieben war oder wenn der Darsteller schwach war. Aber dann muss klar sein, dass man da in den alten Filmen im Zweifelsfall viel schlimmeres findet als in den aktuellen Filmen
"It's been a long time - and finally, here we are"