Re: Schwache Momente in SF

#31
Maibaum hat geschrieben:Und ich glaube der ganze Plot wäre für mich attraktiver gewesen wenn Silva M nicht physisch vernichten will sondern mehr psychisch. Also sie nicht töten, sondern ihre Reputation zerstören. Ihr den Job nehmen, ihr Privatleben diskreditieren.
Dann wäre SF auch nicht über die Hälfte des Filmes so unspannend gewesen.
Ich hatte den Eindruck Silva will M in der Tat eher psychisch vernichten. Er hätte doch genügend Gelegenheiten gehabt, sie physisch zu erledigen - er kannte ja ihre Termine und hätte genau gewusst wo er auf sie treffen kann. Stattdessen inszeniert er diese ganze "Show".

Re: Schwache Momente in SF

#33
Es ist ja klar, dass Silva auf jeden Fall noch ein mal mit M sprechen will. Das ist Teil seines Plans und so sagt er es ja auch.

Nur man überlege sich mal: Bond kommt ohne irgendein Equipment in Ms Haus, während es Silva gelingt, das sicherste Netzwerks Englands zu hacken. Da hätte Silva sicherlich auch locker M daheim besuchen können um Sie zu töten :-)

Aber gehen wir weiter davon aus, dass er "Interesse" daran hat, Bond kennenzulernen und ihm zu zeigen, dass das was ihm widerfahren ist, jederzeit auch Bond widerfahren kann. Er will also zeigen, dass M skrupellos ist, und selbst ihre "Lieblinge" jederzeit verraten kann. Von daher macht es schon Sinn, dass er sich mit Bond abgibt, und dass er mit Bond und M noch ein mal sprechen will.

Die Frage die ich mir aber stelle:
Ab welchem Moment der Handlung hat Silva alles geplant und vorausgeahnt? Wann macht er seinen Plan? Q sagt "dies ist alles jahrelang geplant". Allein die Tatsache, dass er genau in diese Zelle kommt, wo es einen U-Bahnschacht gibt, den er benutzt um dann an einer bestimmten Stelle die Polizeiuniform zu bekommen... das ist alles nicht zu planen. Vor allem war nicht abzusehen, dass M just zu dieser Zeit einen Anhörung haben wird und noch schlimmer, dass just in diesem Moment Q seinen Rechner hackt was wiederum zu seinem Ausbruch führt

Also: Es kann sein, dass er seine eigene Festnahme geplant hat. Aber ab dem Ausbruch, muss er dann alles "flexibel" geplant haben.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Schwache Momente in SF

#34
Moin
in dem Moment, wo Q die Verbindung herstellt, geht ja nicht nur die eine Tür auf, sondern das ganze Sicherheitssystem bricht zusammen.Das heißt, er hat jahrelang geplant, wie man aus dem MI6 wieder rauskommt (und dabei Glück gehabt, dass das Security System im Bunker das gleiche ist, wie im alten Gebäude, oder geplant, dass es im Bunker stattfindet). Genauer mußte er nicht planen. Den Rest kann er auch kurzfristig geplant haben, Qs Termin stand ja sicher im Kalender.
Ich denke also, er hat mit seiner Festnahme gerechnet und langfristig geplant, wie er da wieder raus kommt.
Grüße
Der Dingens

Re: Schwache Momente in SF

#35
Daniel, wenn Q das sagt, dann glaub ich ihm das einfach. So etwas hinterfragt man doch nicht ...

Und es muß ja auch nicht auf die Sek. gewesen sein. Es hätte vielleicht auch 1 oder 2 Mon. früher oder später passieren können. Eben dann wenn die Gelegenheit da ist, wenn verschiedene Umstände günstig sind. aber die Voraussetzungen wurden vielleicht schon über Jahre hinweg geschaffen. Außerdem könnte Bardem auch noch ein Dutzend ähnlicher Pläne gehabt haben.
Und wie sollen wir Normalbürger die Pläne eines Genies alle durchschauen. Dafür sind wir halt zu doof. ;)

Ich habe z.b jetzt auch ein geklautes Atom U-Boot im Garten, habe aber festgestellt das ich gar keinen Gartenteich habe. So läuft das halt im richtigen Leben. Das wäre Silva oder Stromberg nie passiert ...

Re: Schwache Momente in SF

#37
Maschendraht hat geschrieben:Was ich schwach fand war dieser Ausschuss mit der Ministerin. Die Ministerin sollte M bzw. den "alten" Geheimdienst angreifen. Die Ministerin hat allerdings nur platte Parolen und Beleidigungen von sich gegeben. Mein spontaner Gedanke war, dass sie so radikale Dinge sagen soll, um schnell und einfach die Gegenposition klarzumachen. Das hätte man viel subtiler machen sollen, oder wenigstens sich steigernd. Aber von Anfang an solche banalen Verbalattacken? Fand ich irgendwie trashig.
Ich musste da immer an Elektra King denken. Die Synchronsprecherin war die gleiche wie bei Sophie Marceau in TWINE.
Bild

Re: Schwache Momente in SF

#38
danielcc hat geschrieben: - "Ich hab das Haus sowieso nie gemocht": Ein typischer Brosnan Moment, nicht witzig und vor allem würde man sowas nie sagen in einem solchen Moment
Also meinentwegen ruhig mehr von diesen "Brosnan-Momenten". Einen ewig bierernsten Craig kann ich auf Dauer ehrlich gesagt nicht ertragen und ich habe das Gefühl im Kino gehabt, dass gerade sowas gut ankam. Brosnan ist nun mal der massentauglichere Darsteller gewesen, auch wenn seine Filme nicht so hohe Einnahmen generierten wie Craigs.

Re: Schwache Momente in SF

#40
Was mir bei dieser Diskussion einfällt: Wie kam Silva eigentlich aus dieser interessanten, ausbruchssicheren Zelle raus? Wurde das gezeigt und ich kann mich nicht erinnern oder ist das auch etwas, was der Phantasie des Zuschauers überlassen bleibt?

Re: Schwache Momente in SF

#41
M hat geschrieben:Was mir bei dieser Diskussion einfällt: Wie kam Silva eigentlich aus dieser interessanten, ausbruchssicheren Zelle raus? Wurde das gezeigt und ich kann mich nicht erinnern oder ist das auch etwas, was der Phantasie des Zuschauers überlassen bleibt?
Sein Computervirus hat schlicht aber effektiv alle Türen geöffnet. Den Wachman hat er dann selber ausgeschaltet
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Schwache Momente in SF

#42
Maibaum hat geschrieben:Hmm , der massentauglichere Darsteller hat also weniger Erfolg ... aha ... interessant ... und aufregend
Da spielen natürlich auch andere Effekte mit hinein: CR war ein neuer Bond-Darsteller, 4 Jahre Pause... Eine völlig neue Story, die mit QOS fortgesetzt wurde. Skyfall lebt vor allem von seinem starken Drehbuch.
Ein Craig in den 90ern hätte mit den Drehbüchern wohl weitaus weniger Einnahmen generiert...

Wenn ich die Leute aus meinem Umfeld frage, die nicht so Bond-versessen sind, wer für sie ein "echter Bond" ist, dann kommt sehr oft Roger Moore und Pierce Brosnan. Trotz seiner darstellerischen Stärken wird Daniel Craig immer noch abgelehnt, weil er halt blond ist und nicht so elegant und sprachgewandt.

Re: Schwache Momente in SF

#43
Da sprichst du aber mit anderen Menschen als ich :D

In meiner Umgebung isses den Leuten vollkommen wurschd, ob er blond ist. Dass manche spontan Moore oder Brosnan nennen dürfte eher daran liegen, dass das "ihr" Bond ist, mit dem sie aufgewachsen sind / den sie am stärksten mit der Rolle verbinden.

Re: Schwache Momente in SF

#44
Find ich ganz normal...fast jeder Fan findet den Bond am besten mit dem er eingestiegen ist.
Fragt man jedoch Leute die kein grosses Interesse an Bond haben,ist die Antwort meistens Sean Connery als Ur-Bond oder bei den Damen Pierce Brosnan.
Darf ich ihnen meine Freundin hierher setzen?
Sie belästigt sie nicht,sie ist nämlich tot...

Re: Schwache Momente in SF

#45
Dario hat geschrieben:Find ich ganz normal...fast jeder Fan findet den Bond am besten mit dem er eingestiegen ist.
Fragt man jedoch Leute die kein grosses Interesse an Bond haben,ist die Antwort meistens Sean Connery als Ur-Bond oder bei den Damen Pierce Brosnan.
oder man war eingeladen auf der DE premiere und ist eine random blondine, die nur in die kamera grinst. dann sagt man ( nach dem 3 minütigem briefing mit dem berater zuvor): bester bond connery, bester film goldfinger. auf die frage nach details kommt dann natürlich nur: ach einfach der ur bond.... :roll: um anschließend noch kamera gerecht die finger zu einer knarre zu formen und dumm in die linse zu ginsen!!!!
der engländer ist abgehauen...