Re: Schwache Momente in SF

#76
danielcc hat geschrieben:
MrWhiTe hat geschrieben:Ich habe mich den ganzen Film gefragt, wie der sogenannte ''Bosskampf'' am Ende aussehen würde, da beide top Agenten sind/wahren. Und was bekomm ich dann zu sehen, Silva bekommt ein Messer in den Rücken geworfen :(
Ist ja auch kein Videospiel, in dem es am Ende zum Bosskampf kommen mus :-)
Ja, aber fast jeder James Bond Film hatte einen finalen Kampf gegen den ''Oberschurken''!
"Erschießen Sie mich, da wohn ich lieber im Leichenschauhaus"
- Quantum of Solace (2008)

Re: Schwache Momente in SF

#78
Ich habe jetzt die Szene gefunden die mich am meisten nervt:
Es ist der Kampf im Casino.
Als Bond und Sevrines Bodygurad in den Käfig runtefliegen, hebt Bond seine Feuste zum Kampf wie einst Roger Moore, richtig peinlich - passt einfach nicht zu Craig.
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- Quantum of Solace (2008)

Re: Schwache Momente in SF

#79
Ab der zweiten Hälfte plätschert Skyfall mmn recht erbärmlich vor sich hin. Die Spannung fehlt stellenweise komplett, weil der Film auf dreisteste Weise so ziemlich alles kopiert was in den letzten Jahren Blockbuster-Kino so gemacht wurde. Ich fühlte mich stets an Pelham 123, die Batman Trilogie (ich weiß, ganz tiefer Schlag) erinnert, und das ist ein sehr schlechtes Zeichen, da mich bisher gewöhnliche Actionkost stellenweise an Bond erinnert hat. Ich kann weder den immensen Hype, noch den Erfolg an den Kinokassen nachvollziehen. Irgendetwas stimmt mit der objektiven Kritikfähigkeit der Menschen nicht, alles richtet sich nach Verkaufszahlen.

Schade, denn die erste Hälfte des Streifens ist ein Genuss. Ich habe mich auch nicht mit Javier Bardem in der Rolle des Bösewichten Tiago Rodriguez anfreunden können. Dieser Mischmasch aus Psychopath und eiskalt durchtriebener Superspion funktioniert überhaupt nicht. Jedoch muss ich an dieser Stelle zugeben dass ich die OV noch nicht gesehen habe, vielleicht ändert sich meine Meinung bzgl. der Stimme der Rolle, bin ein großer Fan von Bardem.

Die eigentlichen Fehlbesetzungen sind John Logan und Thomas Newman. Beide verstehen nichts davon Bondfeeling portioniert aufkommen zu lassen. Entweder fehlt es komplett, oder es wird förmlich an allen registern der Bondorgel auf einmal gezogen.
Ein paar Quotes waren ganz nett, aber man kann es auch übertreiben (siehe letzte Dench-Craig Szene).

Müsste ich dennoch unter allen schwachen Momenten einen raussuchen, dann wäre es die Szene in der der Aston Martin zerfetzt wird. Bond sieht auf in das Flammenmeer und es ertönt das Pompöse Bond-Bläserthema. Keine Ahnung was die Macher da geritten hat. Pathetischer geht es gar nicht, aber da der ganze Film von Pathos trieft, wird auch dieser Moment im Sumpf des Grotesken untergehen.

Re: Schwache Momente in SF

#80
Ab der zweiten Hälfte plätschert Skyfall mmn recht erbärmlich vor sich hin. Die Spannung fehlt stellenweise komplett, weil der Film auf dreisteste Weise so ziemlich alles kopiert was in den letzten Jahren Blockbuster-Kino so gemacht wurde. Ich fühlte mich stets an Pelham 123, die Batman Trilogie (ich weiß, ganz tiefer Schlag) erinnert, und das ist ein sehr schlechtes Zeichen, da mich bisher gewöhnliche Actionkost stellenweise an Bond erinnert hat. Ich kann weder den immensen Hype, noch den Erfolg an den Kinokassen nachvollziehen. Irgendetwas stimmt mit der objektiven Kritikfähigkeit der Menschen nicht, alles richtet sich nach Verkaufszahlen.

Schade, denn die erste Hälfte des Streifens ist ein Genuss. Ich habe mich auch nicht mit Javier Bardem in der Rolle des Bösewichten Tiago Rodriguez anfreunden können. Dieser Mischmasch aus Psychopath und eiskalt durchtriebener Superspion funktioniert überhaupt nicht. Jedoch muss ich an dieser Stelle zugeben dass ich die OV noch nicht gesehen habe, vielleicht ändert sich meine Meinung bzgl. der Stimme der Rolle, bin ein großer Fan von Bardem.

Die eigentlichen Fehlbesetzungen sind John Logan und Thomas Newman. Beide verstehen nichts davon Bondfeeling portioniert aufkommen zu lassen. Entweder fehlt es komplett, oder es wird förmlich an allen registern der Bondorgel auf einmal gezogen.
Ein paar Quotes waren ganz nett, aber man kann es auch übertreiben (siehe letzte Dench-Craig Szene).

Müsste ich dennoch unter allen schwachen Momenten einen raussuchen, dann wäre es die Szene in der der Aston Martin zerfetzt wird. Bond sieht auf in das Flammenmeer und es ertönt das Pompöse Bond-Bläserthema. Keine Ahnung was die Macher da geritten hat. Pathetischer geht es gar nicht, aber da der ganze Film von Pathos trieft, wird auch dieser Moment im Sumpf des Grotesken untergehen.

Re: Schwache Momente in SF

#81
craigistheman hat geschrieben: Ich kann weder den immensen Hype, noch den Erfolg an den Kinokassen nachvollziehen. Irgendetwas stimmt mit der objektiven Kritikfähigkeit der Menschen nicht, alles richtet sich nach Verkaufszahlen.
mit anderen Worten: Du erklärst die Millionen Zuschauer, Fans, Filmkritiker , die diesen Film nachweislich gut bis klasse finden, für bekloppt.
DAS ist allerdings ganz grosses Kino.

Re: Schwache Momente in SF

#82
@Blofeld71: Was soll das?! Ich glaube du solltest den Beitrag nochmal lesen...

Zu dem Erfolg von Skyfall: Ich verurteile natürlich niemanden der den Film mag, ich finde nur den immensen hype und das Einspielergebnis im vergleich zu der Qualität des Filmes nicht wirklich gerechtfertigt. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

Ich kann mir nicht vorstellen dass ich der einzige bin der so denkt.

Re: Schwache Momente in SF

#84
Für einen 2D-Film der nicht auf Comichelden und auch nicht mit großen amerikanischen Superstars basiert ist der Erfolg von Skyfall mehr als beeindruckend. Trotz dem Jubiläum und trotz dass es mit James Bond ein Kultfranchise ist.

Ich finde allerdings, dass jeder Cent des Einspiels bei SF hochverdient ist. Umso öfter ich den Film sehe desto mehr gefällt er mir. Gleichgezogen mit CR hat er bei mir persönlich, wenn nicht sogar ihn bald überholt.
MrWhiTe hat geschrieben:Ich habe jetzt die Szene gefunden die mich am meisten nervt:
Es ist der Kampf im Casino.
Als Bond und Sevrines Bodygurad in den Käfig runtefliegen, hebt Bond seine Feuste zum Kampf wie einst Roger Moore, richtig peinlich - passt einfach nicht zu Craig.
Hatte gestern beim Sehen der BluRay darauf geachtet. Wirkt ein klein wenig seltsam, aber hängende Arme / Fäuste wären auch nicht besser.
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Schwache Momente in SF

#85
MX87 hat geschrieben:
Hatte gestern beim Sehen der BluRay darauf geachtet. Wirkt ein klein wenig seltsam, aber hängende Arme / Fäuste wären auch nicht besser.
Ja aber wenn man den Kampf mal mit dem in Shanghai vergleicht (oder CR - Treppenhaus, QoS Hotelzimmer), dann wirkt dass echt ein wenig seltsam, wie in besten Roger Moore Zeiten.

Bei den anderen (von mir aufgeführten) Kämpfen kommt alles irgedniwe viel besser, brutaler, spannender rüber, viel realistischer einfach. Bond geht brutal auf seinen Gegner los, da ist gar keine Zeit zum fäuste heben oder nicht!
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Re: Schwache Momente in SF

#87
Maibaum hat geschrieben:Mir ist da nichts negativ aufgefallen.

Das er in den Vorgängern wilder drauf losgeht ist doch inhaltlich begründet.
Jop das ist klar. Bei SF finde ichs auch nicht negativ...
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Schwache Momente in SF

#88
Ich halte die Kämpfe in SF für viel realistischer. Dass einige meinen, dass in Bourne oder eben QOS sei "realistisch" spricht eigentlich dafür, wie "verkommen" das Kinopublikum schon ist :-) Mal ehrlich, so kämpft niemand und erst recht nicht, wenn man nach einer lange Verfolgung, angeschossen, auf einem fahrenden Zug kämpft. Ich finde, in SF fiebert man wenigstens mit Bond, da der Gegner ebenbürtig ist.

Der Kampf im Kasino ist natürlich etwas anders gelagert. Erstens ist das schon eine augenzwinkernde Hommage an die Moore Ära, zum andere aber passt sich Bond ja auch dem Gegner an, der ja offensichtlich eher auf Box-Prügelei aus ist.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Schwache Momente in SF

#89
danielcc hat geschrieben:Ich halte die Kämpfe in SF für viel realistischer. Dass einige meinen, dass in Bourne oder eben QOS sei "realistisch" spricht eigentlich dafür, wie "verkommen" das Kinopublikum schon ist :-) Mal ehrlich, so kämpft niemand und erst recht nicht, wenn man nach einer lange Verfolgung, angeschossen, auf einem fahrenden Zug kämpft. Ich finde, in SF fiebert man wenigstens mit Bond, da der Gegner ebenbürtig ist.

Der Kampf im Kasino ist natürlich etwas anders gelagert. Erstens ist das schon eine augenzwinkernde Hommage an die Moore Ära, zum andere aber passt sich Bond ja auch dem Gegner an, der ja offensichtlich eher auf Box-Prügelei aus ist.
Gegen die Faustkämpfe auf dem Zug und im Hochhaus habe ich gar nichts, die sind top (ziemlich ähnlich CR und QoS), nur der Casino Kampf ist richtig SCHLECHT!
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Re: Schwache Momente in SF

#90
MrWhiTe hat geschrieben: Gegen die Faustkämpfe auf dem Zug und im Hochhaus habe ich gar nichts, die sind top (ziemlich ähnlich CR und QoS), nur der Casino Kampf ist richtig SCHLECHT!
Ach bitte, nicht alles so verbissen betrachten. Da gibt es eigentlich keinen Kampf. Bond verprügelt erst alle drei gleichzeitig auf der Brücke und ist dann unten abgelenkt von dem Riesen-Reptil. Außerdem ist das doch eine kleine Hommage an die Moore Filme und Bond deutet hier mit seiner Box-Haltung nur an, dass er sich am Gegner orientiert
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