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Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

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Mnjah,... Aber vergleichen wir das jetzt wirklich? Bleibt Koskov oder Sánchez denn so blass wie der Dings aus FYEO? Auch Dr. Kananga hatte keinen spektakulären Plan und hinterlässt trotzdem Eindruck, und bei MR ist Drax' Rolle immerhin so geschrieben, dass er sich nicht aus dem Gedächtnis löscht. Und in FYEO ist weder Rolle, Plan noch Darstellung (be-)merkenswert.
It's the BIGGEST... It's the BEST
It's BOND

AND BEYOND

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

332
Nein mir ging es nicht darum wer einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Da steht Kristatos wirklich ziemlich einsam weit abseits auf dem letzten Platz.
Ich wollte nur betonen, dass man auch an den Plänen der Bösewichte erkennen kann,welche Richtung die Serie grade nimmt.
Man vergleiche mal: GF/TB/YOLT/DAF oder TSWLM/MR auf der einen Seite mit FYEO/TLD/LTK andererseits
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

333
an Maibaum:Wie gesagt, mit realistisch habe ich nicht BND-getreu, sondern bodenständig gemeint. Klar gab es nach MR keine andere Möglichkeit als auf die Erde zurück. Trotzdem scheinst Du hier den Unterschied von FYEO zu MR auf das Ziel des Bösewichts zu reduzieren, was m.M.n. nur ein Stück des Kuchens ist. Es gibt da noch Glens Absicht, Bond in anderem Licht zu zeigen, es gibt den Titel "For your eyes only", welcher zu den Vorgängern nicht gepasst hätte, es gibt Bouquets persönlichen Racheakt, es gibt einen anderen Moore, der nicht immer alles krankhaft zynisch kommentieren muss, es gibt einen ganz anderen Titelsong, und so weiter. Auch wenn das in OP wieder teilweise aufgegeben wird, so ist FYEO doch eine bewusste Abgrenzung zu den Vorgängern.

FRWL ist übrigens ganz wo anders einzuordnen: Es gab keinen spektakuläreren Vorgänger. Bond, wie man ihn später aus den Filmen kennen wird, ist noch in Entwicklung. FRWL leht also nicht wie FYEO eine bombastische Darstellung ab, sondern ist einfach noch nicht so weit.

Die von Dir angesprochene Kontinuität bis DAD verstehe ich auch nicht ganz. Für mich gibt es eine Ära bis LTK mit ihren Höhen und Tiefen, welche in die von danielcc angesprochenen Tendenzen unterteilt werden kann. Dann kommt eine Zäsur, Bond ist am Boden. Mit Goldeneye macht Campbell Bond schliesslich für das 21. Jahrhundert frisch und läutet damit eine neue Ära ein. Diese ist jedoch nur von kurzer Dauer, eine Zwischenära gewissermassen, um dann wieder von Craigs Ära, auch durch Campbell eingeleitet, abgelöst zu werden.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

334
GoldenEye ist ein in jeder Hinsicht klassischer, absolut typischer Bondfilm. Er ist so klassisch, dass er wie im Baukasten zusammen gesetzt wirkt, was mich bis heute auch stört. Hier wollte man nach der langen Pause von 6 Jahren wohl voll auf Nummer sicher gehen. Hat ja auch super funktioniert. So gesehen sehe ich den Film überhaut nicht als Zäsur.
http://www.vodkasreviews.de

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Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

335
Schilthorn hat geschrieben:an Maibaum:Wie gesagt, mit realistisch habe ich nicht BND-getreu, sondern bodenständig gemeint.

Klar gab es nach MR keine andere Möglichkeit als auf die Erde zurück. Trotzdem scheinst Du hier den Unterschied von FYEO zu MR auf das Ziel des Bösewichts zu reduzieren, was m.M.n. nur ein Stück des Kuchens ist.
In Bezug auf Ablauf der Handlung, Action, der teils flache Humor, die Ausgestaltung der meisten Charaktere, die Auswahl der Handlungsorte, die sinnlos komplizierten Mordanschläge etc hat sich für mich auch in dem Film nichts geändert. Da sehe ich nichts was sich groß verändert hätte zu den 5 Vorgängern. Die Hintergründe für die Handlung sind bescheidener angelegt, aber das hat für mich nie eine große Bedeutung gehabt, aber der Handlungsablauf mit allem Drum und Dran der sich daraus ergibt ist im Prinzip derselbe.

Tatsächlich könnte ich jetzt bei der Hälfte der Bond Filme gar nicht sagen warum die Bösen das tun was sie tun.
Anatol hat da was geschrieben warum Scaramanga diesen Laser hat, war mit total entfallen.
Was wollte Kananga mit den Drogen? Nur Geld verdienen, oder noch mehr?
Bei TLD habe ich überhaupt keine Idee mehr warum Dings und Dings zusammen arbeiten.
Und bei allen 4 Brosnans habe ich auch nur noch vage Ideen.
Warum noch mal entführt Stromberg die U-Boote? Bin mir gerade nicht ganz sicher, ist das wichtig? Nicht wirklich ...

Warum die das tun hat mich nie groß interessiert, wichtig war immer nur was sich daraus an Handlung ergab.
Es gibt da noch Glens Absicht, Bond in anderem Licht zu zeigen, es gibt den Titel "For your eyes only", welcher zu den Vorgängern nicht gepasst hätte, es gibt Bouquets persönlichen Racheakt, es gibt einen anderen Moore, der nicht immer alles krankhaft zynisch kommentieren muss, es gibt einen ganz anderen Titelsong, und so weiter.
Das Moore hier anders spielt als in den 4 Filmen zuvor, oder überhaupt irgendwie anders ist, habe ich nie so empfunden. Moore ist für mich hier der exakt selbe wie in MR oder in OP. Bouquets Rolle oder Titelsong hätten genau so davor oder danach kommen können. Ich sehe da nichts FYEO-spezifisches dran, jedenfalls nichts was mit einer Neubesinnung im Zusammenhang stehen würde.

FRWL ist übrigens ganz wo anders einzuordnen: Es gab keinen spektakuläreren Vorgänger. Bond, wie man ihn später aus den Filmen kennen wird, ist noch in Entwicklung. FRWL leht also nicht wie FYEO eine bombastische Darstellung ab, sondern ist einfach noch nicht so weit.
Das FRWL eine Reaktion auf den Vorgänger ist meinte ich auch nicht, nur daß er auch als evtl. "bodenständigster" Bond nicht ein Gegenteil von einem anderen Bond darstellt. Er ist innerhalb der Serie wahrscheinlich am weitesten entfernt von MR, aber ist trotzdem auf derselben Linie.
Die von Dir angesprochene Kontinuität bis DAD verstehe ich auch nicht ganz. Für mich gibt es eine Ära bis LTK mit ihren Höhen und Tiefen, welche in die von danielcc angesprochenen Tendenzen unterteilt werden kann. Dann kommt eine Zäsur, Bond ist am Boden. Mit Goldeneye macht Campbell Bond schliesslich für das 21. Jahrhundert frisch und läutet damit eine neue Ära ein. Diese ist jedoch nur von kurzer Dauer, eine Zwischenära gewissermassen, um dann wieder von Craigs Ära, auch durch Campbell eingeleitet, abgelöst zu werden.
Ja, vielleicht sind die 4 Brosnans eine Zwischenära, aber ich finde man kann sie auch als direkte Fortsetzung dessen sehen was vorher war. GE ist ein inszenatorisch modernerer Film, und wirkt auch auf mich frischer als fast alles was vorher war, aber inhaltlich setzt er auch bloß das Etablierte fort. In dem anderen Forum sehen sie meisten das aber anders. Die mögen nicht einmal GE.

Eine wirklich Zäsur sehe ich erst in CR. Weil sie da doch etwas weggehen von der naiven Abenteuerformel die sie bis dahin durchgängig verfolgt haben, aber trotzdem noch Bond bleiben. (was auch nicht jeder so sieht ;) )

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

336
@vodka: Mit Zäsur meinte er nicht GE, sondern wohl die Jahre nach LTK.
Übrigens stimme ich zu dass GE extrem viel Wert dauraf legt, ein klassischer Bond zu sein. Dennoch genieße ich viele Einzelszenen extrem an dem Film, eben weil er diese Grandesse hat,die den Glen Vorgängern fehlte. Brosnan in Monte Carlo, im Kasino, auf der Yacht, die wirklich coolen Stunts mit Staudamm und Panzer - hach, da macht mir der Film richtig Spaß.


@Maibaum:
Es wird aber komischerweise schon sehr oft gesagt, dass Moore in FYEO einen ernsthafteren Bond spielt.
Beispielhaft sei der sehr konsequent Tod von Locque (?) genannt. Eine solche Szene gibt es zwar oft, aber sonst wird sie von Moore immer ironisch kommentiert (man vergleiche die Szene mit dem Tod von Sandor in TSWLM).
Auch Bonds Umgang mit Melina ist viel viel ernsthafter als jemals zuvor. Es werden auch vollkommen andere, für Bond untypische Szenen gezeigt: Melina hat eine Familie,Bond geht mit ihr auf griechische Märkte.
Auch die Charaktere sind bewusst und deutlich anders. Kristatos, die Eislauflehrerin, Melinas Eltern...selbst Killer wie Loque oder Kriegler sind hier wirklich Killer und keine Fantasie-Gestalten.

und last but not least: Bond geht bewusst NICHT auf die Flirtversuche von Bibi ein weil sie zu jung ist. Erstmals wird somit auch ein stückweit selbst-reflektiert.

Ach herje, FYEO ist eine riesige Abkehr von dem was bis dato bei Bond selbstverändlich und gängig war.

Es gibt eine wunderbare sehr ausführliche Kritik die das Bestreben der Produzenten sehr gut aufzeigt. Ich finde sie aber nicht mehr.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

337
@ Vodkamartini (& co.): Auf welchen Film bezieht sich denn Goldeneye? GE reagiert in keinster Weise auf LTK oder die Glen-Filme. GE ist der erste Bondfilm, welcher sich auf den Bond-Mythos im Allgemeinen beruft. Sachen werden aus 33 Jahre Bondgeschichte gepickt, zelebriert (DB5) oder abgelehnt (Kalter Krieg). Das erachtest Du als zusammengeschachtelt, das mögen andere als klassisch ansehen, ich erachte es als wegweisend. Denn ohne GE wäre Bond nicht das, was er heute ist: ein Konstrukt aus 50 Jahren Film- und Stilgeschichte, eine Mischung aus Nostalgie und Moderne.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

338
Schilthorn hat geschrieben:Wie gesagt, mit realistisch habe ich nicht BND-getreu, sondern bodenständig gemeint. Klar gab es nach MR keine andere Möglichkeit als auf die Erde zurück. Trotzdem scheinst Du hier den Unterschied von FYEO zu MR auf das Ziel des Bösewichts zu reduzieren, was m.M.n. nur ein Stück des Kuchens ist. Es gibt da noch Glens Absicht, Bond in anderem Licht zu zeigen, es gibt den Titel "For your eyes only", welcher zu den Vorgängern nicht gepasst hätte, es gibt Bouquets persönlichen Racheakt, es gibt einen anderen Moore, der nicht immer alles krankhaft zynisch kommentieren muss, es gibt einen ganz anderen Titelsong, und so weiter. Auch wenn das in OP wieder teilweise aufgegeben wird, so ist FYEO doch eine bewusste Abgrenzung zu den Vorgängern.
Ich habe bei dieser Diskusion, die ja schon des öfteren geführt wurde immer wieder das Gefühl, dass für viele die Bodenständigkeit, oder der Ernst des Filmes nur aus der etwas düsteren Stimmung des Films entsteht. Moore macht in FYEO nicht weniger zynische Bemerkungen als in seinen anderen Filmen. Im Gegenteil, ich finde bei der Autoverfolgung und bei Q sind diese sogar übertriebener als sonst. Somit sehe ich auch keine Absicht, oder Erfolg von Glen, Bond in einem anderen Licht zu zeigen - ernste Szenen wie mit Locque oder Lisa gab es zuvor auch schon.

Und der Song For your eyes only hätte meiner Meinung nach sehr wohl zu seinen Vorgängern gepasst, man kann es sich nur nach häufigen Sichtungen immer weniger vorstellen, weil die Songs ja meistens auch instrumental im laufe des Filmes laufen und man sie somit mit den einzelnen Szenen verbindet.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

339
GoldenEye ist ein Baukasten-Bond par excellence. Aston Martin? Check. Casino-Auftritt? Check. Superschurke mit globalen Allmachtsphantasien? Check. Hencheman äh -woman mit spleenigen Vorlieben? Check. Vodka-Martini-Spruch? Check. Gutes und böses Bondgirl? Check. Auto mit "Extras" (wenn auch unsinnigerweise nicht eingesetzt)? Check. Weltbekannte (Touristen-)Schauplätze (Monaco, St. Petersburg)? Check. Usw, usw.....

GoldenEye ist vieles (übrigens auch kein schlechter Bondfilm) aber ganz bestimmt nicht wegweisend. Da kann ich nicht mal Nuancen (ok, vielleicht M) feststellen. Schematischer, formelhafter und mehr auf Nummer sicher geht eigentlich nicht mehr. Ist aber in der Situation (letzter Film ein Flop, neuer Darsteller und 6 Jahre Pause) aber auch verständlich.
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Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

340
danielcc hat geschrieben: @Maibaum:
Es wird aber komischerweise schon sehr oft gesagt, dass Moore in FYEO einen ernsthafteren Bond spielt.
Ja, da stimme ich zu, das finde ich auch komisch.
Beispielhaft sei der sehr konsequent Tod von Locque (?) genannt. Eine solche Szene gibt es zwar oft, aber sonst wird sie von Moore immer ironisch kommentiert (man vergleiche die Szene mit dem Tod von Sandor in TSWLM).
Auch Bonds Umgang mit Melina ist viel viel ernsthafter als jemals zuvor. Es werden auch vollkommen andere, für Bond untypische Szenen gezeigt: Melina hat eine Familie,Bond geht mit ihr auf griechische Märkte.
Auch die Charaktere sind bewusst und deutlich anders. Kristatos, die Eislauflehrerin, Melinas Eltern...selbst Killer wie Loque oder Kriegler sind hier wirklich Killer und keine Fantasie-Gestalten.

und last but not least: Bond geht bewusst NICHT auf die Flirtversuche von Bibi ein weil sie zu jung ist. Erstmals wird somit auch ein stückweit selbst-reflektiert.

Ach herje, FYEO ist eine riesige Abkehr von dem was bis dato bei Bond selbstverändlich und gängig war.
Du konstruierst wieder. Solange du in der Lage bist die Eishockey Szene irgendeine Art von Ernst zu entdecken, und aus Bibi eine im Prinzip realistische Figur machst, wirst du natürlich haufenweise Belege für deine These finden, und hättest die dieselben Dinge in MR als Beleg für das Gegenteil interpretiert.

Bibi ist ein dummes Kind, eher eine Göre als eine Frau, das hätte es auch vorher nicht bei Bond gegeben daß er der nachgibt. Das soll Selbst-Refletkton sein? Halloooo ...

Bonds Umgang mit Melina ist ernster? Weil da eine Mini Szene auf einem Markt ist? Und natürlich muß sie eine Familie haben, sonst hätte man sie ja nicht umbringen können. Und wär ja nicht das erste Bond Girl das Verwandte hat. Aber auch nur wenn die Handlung sie braucht. Warum schaust du nicht mal auf all die Dinge die gleich geblieben sind zu den vorherigen Bonds? Und wie viel Filmzeit die in Anspruch nehmen? Und wie viel Filmzeit aus Sachen besteht die etwas anders sind.
Kriegler, der Bond auf einem Motorrad in einer Bob Bahn verfolgt, ist ein wirklicher Killer? Moment, stemmt der nicht auch sein Motorrad vor lauter Freude an der Wirklichkeit?

Riesige Abkehr?
Im Land der Zwerge mag der größte Zwerg wie ein Riese erscheinen, in der Normalwelt ist er immer noch ein Zwerg.

Du versuchst hier aus Zwergen Riesen zu machen, während du die Riesen gar nicht sehen willst durch konsequentes Nach-Unten Schauen.

Noch mal, nach MR wirkt jeder Bond vergleichsweise geerdet. Das FYEO bewußt den Ball oft flacher hält ist offensichtlich, aber der Großteil des Filmes hätte auch genau so in einem Bond mit größenwahnsinnigen Schurken und mit größenwahnsinnigen Plänen statt finden können. Und ich sehe nicht daß FYEO wirklich geerdeter wäre als LALD.
Und nach FYEO ging es flott zurück zu A-Bomben und AVTAK hat bereits wieder den Gröwahschu mit Gröwahplan. Das dann danach mit Dalton eine etwas andere Richtung eingeschlagen wurde ,die sich aber auch nicht übermäßig von dem unterscheidet was vorher war, das ist dann wieder eine andere Geschichte. und ist auch dem Darstellerwechsel geschuldet, und in TLD auch noch oft inkonsequent umgesetzt. Ob dann daraus wirklich eine längerfristige Entwicklung geworden wäre hat dann ja der zwischenzeitliche Abbruch der Bond Serie verhindert.

Übrigens diese Erklärung für die PTS von FYEO gefällt mir, und ist die bislang interessanteste Erklärung für diese trotzdem dämliche Idee der Blofeld Reanimierung, aber es ist in der Art der Szene dann für mich auch nur ein weiterer Beleg für dieses Beschreiten eines neuen Weges der meist auf dem Alten verläuft.
Zuletzt geändert von Maibaum am 17. Oktober 2014 14:13, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

341
vodkamartini hat geschrieben:GoldenEye ist ein Baukasten-Bond par excellence. Aston Martin? Check. Casino-Auftritt? Check. Superschurke mit globalen Allmachtsphantasien? Check. Hencheman äh -woman mit spleenigen Vorlieben? Check. Vodka-Martini-Spruch? Check. Gutes und böses Bondgirl? Check. Auto mit "Extras" (wenn auch unsinnigerweise nicht eingesetzt)? Check. Weltbekannte (Touristen-)Schauplätze (Monaco, St. Petersburg)? Check. Usw, usw.....
Es ist ja immer noch Bond, nicht Die Hard oder? :wink:
vodkamartini hat geschrieben:GoldenEye ist vieles (übrigens auch kein schlechter Bondfilm) aber ganz bestimmt nicht wegweisend. Da kann ich nicht mal Nuancen (ok, vielleicht M) feststellen. Schematischer, formelhafter und mehr auf Nummer sicher geht eigentlich nicht mehr.
Wegweisend sein heisst auch nicht rebellieren. Alle Bond-Bausteine, welche Du vorhin angetönt hast, bezeugen Bondgeschichte bis hin zu den Anfängen: Aston=Goldfinger und Thunderball, Casino=fast immer, Superschurke=frühere Bondfilme (nicht John Glen), Fetisch-Henchman/woman=dito etc
Es gibt keine Reaktion auf LTK. GE ist ein hervorragend gemachter Souvenierladen an einem Deiner Tourismusorte. Und das ist wegweisend, weil diese Elemente in Goldeneye, nebst ein paar neuen Sachen, kopiert werden (Verwendung des Mythos'), während alle Filme vor der Zäsur gewissermassen Originale sind.

Und kommt jetzt bitte nicht damit, dass TSWLM eine Kopie von YOLT ist.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

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Maibaum hat geschrieben:Als Baukastenfilm könnte ich jeden Bond nach TB bezeichnen, da gehört aber GE zu denen bei denen ich das am wenigsten so empfinde. Während ich den Großteil von MR als solchen empfinde. Bei GE empfinde ich den Einbau der typischen Bond Elemente als organisch.
Bin ich - mal wieder :wink: - völlig anderer Meinung. GE ist für mich wenn du so willst der "unorganischte" Bondfilm, weil alles so reißbrettartig, checklistenmäßig-gewollt wirkt. Letztendlich auch etwas hölzern.
Mir ist schon öfter aufgefallen, dass der Film hier im Forum einen erstaunlich hohen Stellenwert genießt, was vermutlich darauf zurückzufühen ist, dass sehr viele hier mit Brosnan und GoldenEye ihr Bond-Erweckungserlebnis feierten (zumindest im Kino und das ist es ja was wirklich zählt :wink: ).
Mein erster Bondfilm im Kino war übrigens Octopussy den ich - Überraschung! - bis heute sehr gerne mag. Mir ist natürich klar, dass er objektiv gesehen - und das ist durchaus möglich :P - nicht der stärkste Beitrag ist, aber das sind eben nostalgisch-romantische Gründe/Grfühle.
So ähnlich kommt es mir hier bei vielen mit GoldenEye vor. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ein guter Bondfilm, den ich v.a. bei der Erstsichtung im Kino mochte. Im Laufe der Jahre hat er allerdings bei mir immer weiter nachgelassen und schwimmt beim Bond-Durchschnitt mit. Wenn ich jetzt ausgerechnet da Begriffe wie "organisch", "wegweisend" und Ähnliches lese muss ich schon schmunzeln. Aber jedem seine Meinung. Bei mir schwankt er zwischen 7 und 8 Punkten. Aber das ist hier ja eigentlich ein FYEO-Thread.
http://www.vodkasreviews.de

https://ssl.ofdb.de/view.php?page=poste ... Kat=Review

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

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GE war ein kompromiss. man musste die bondformel auf modern trimmen. das neue jahrzehnt hatte neue anforderungen (kein kalter krieg mehr, eine frau als M usw). deshalb hat man die bond-elemente eben besonders in den vordergrund gestellt. bahnrechend fand ich, den db5 wieder auszukramen.

aber ich denke, dass dies hier der falsche thread ist. :D