Filmbesprechung: "For Your Eyes Only (FYEO)"

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Revoked
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27. Februar 2019 21:40

Ja, tu das. Aber einen ähnlichen Effekt habe ich bei mir diese Woche auch bemerkt. Dennoch arbeite ich an einer größtenteils Positiven Review.

Stay tuned.
If you don't have humor you might as well nail down the coffin lid now.
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Moonraker
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27. Februar 2019 21:46

Sehr viele lieben FYEO! Hatte auch großen Erfolg.
Bei mir hält sich die Begeisterung ebenfalls in Grenzen.
Irgendwie finde ich ihn gut, aber nicht gut genug...!
Ich glaub mir fehlt etwas in dem Film, obwohl ich nicht
genau sagen kann, was? Die negativen Punkte hatte ich
ja schon des öfteren aufgeführt, die der Film zeigt.
Ich glaube, ich finde diesen Bond mittelprächtig.
Nicht schlecht, absolut nicht, aber auch nicht der beste.
Vielleicht mögen das andere anders sehen, aber gerade
Moore hatte hier für mich nicht gerade seine Glanzrolle.
Ich fand Moore klasse von LALD bis einschließlich MR!
Ab dem Zeitpunkt danach war mir alles etwas abgeschwächt.
Obwohl man sagen muß, daß er trotz seines Alters gut gespielt hat.
>>MOONRAKER<<? "Dann wissen Sie, daß der Raumpendler auf dem Rücken einer
747 irgendwo abgestürzt ist. Flugzeug und Shuttle wurden total zerstört. -Korrekt?"
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Tscheims.Hond
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28. Februar 2019 00:09

Casino Hille hat geschrieben:
27. Februar 2019 21:31
Für mich funktioniert FYEO in der Erinnerung immer besser als bei der tatsächlichen Sichtung. Irgendwie komme ich bei diesem Film nicht in den Fluss rein, obwohl er einige fantastische Sequenzen zu bieten hat. Die Ermordung der Havelocks, die gesamte Ski-Passage, der Tod von Loque, die Kletterpartie und natürlich die Schlittenfahrt von Bond und Melina... Aber trotzdem, die ganz große Begeisterung stellt sich bei mir einfach nicht ein und ich kann dem Rhythmus des Films nur so halb folgen, es ist auch einer der wenigen Bonds, in denen der typische Humor der Reihe mich in einigen Passagen wirklich stört (etwa das Glatzen-Tätscheln, der Papagei, Mordanschlag beim Eishockey oder der Bibi-Charakter). Einige "offensichtliche" Probleme kann ich dabei für mich ausmachen: Die PTS finde ich extrem schwach und belanglos (Die Helikopter Stunts sind für sich ganz gut, aber das fade Industriegebiet verströmt wenig Abenteuerfeeling), die Locations sehen sehr nach einer Europa-Touri-Reise aus, die Materialschlacht im Mittelteil weiß nicht zu zünden und das Fehlen eines großen Showdowns à la Gilbert mag sich sicher inhaltlich rechtfertigen lassen, aber ich für meinen Teil hätte das Setting epischer genutzt sehen wollen. :wink: Trotzdem denke ich beim Schauen von FYEO immer, dass er mir eigentlich besser gefallen müsste. Ob ich den demnächst mal wieder in den Player werfe?
Das kann ich eigentlich fast zu 100% unterstreichen. Die PTS find ich recht gut, vor allem Bond an Tracys Grab und die von dir erwähnten Hubschrauber-Stunts. Schade dass sie so dämlich endet. Tolle Ideen und Stunts die durch blöden Klamauk verhunzt werden, das find ich so Schade. War aber scheinbar unvermeidlich in der Zeit. Ich würde noch die Auto-Jagd hervorheben. Gute Idee das Bond durch seine „Bombensichere“ Diebstahlsicherung gezwungen wird mit der gelben Kiste zu fliehen. Und die Unterwasser Sachen find ich auch alle sehr gelungen. Ich denke dass die positiven Aspekte in FYEO klar überwiegen. Wenn man alles mit Bibi, dem Papagei und die blöde Eishockey Szene weglassen würde, dafür einen besseren Showdown im Kloster.. Dann wäre da nur noch das Problem das die Bad Guys recht belanglos sind :)
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Samedi
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Tscheims.Hond hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:09
Die PTS find ich recht gut, vor allem Bond an Tracys Grab und die von dir erwähnten Hubschrauber-Stunts. Schade dass sie so dämlich endet.
Exakt. Vor allem die Dialoge in der Szene sind grauenhaft.
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Casino Hille
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28. Februar 2019 00:44

Tscheims.Hond hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:09
Dann wäre da nur noch das Problem das die Bad Guys recht belanglos sind
Da sehe ich in FYEO weniger ein Problem. Entgegen vieler anderer Meinungen mag ich Kristatos und vor allem Julian Glover in der Rolle richtig gerne. Er hat dramaturgisch etwas zu wenig Raum, das mag sein und aus seiner letztlichen Enthüllung als der wahre Schurke (anstelle von Columbo) wird zu wenig gemacht, aber in seiner diabolischen, eiskalten Geschäftsmann-Attitüde halte ich ihn für den hassenswertesten aller Bondschurken. Sobald er die Maske fallen lässt, kennt er nur noch einen Modus und das ist ungebremste Boshaftigkeit. Ebenfalls richtig klasse und zu Unrecht oft übersehen ist in FYEO Michael Gothard als Locque. Obwohl die Rolle kein einziges Wort im ganzen Film sagt, hat sie als Henchman eine ganz tolle Ausstrahlung und perfide Bedrohlichkeit - zumal sein Abgang fraglos der inszenatorische Höhepunkt des Films ist. Ich sehe bei FYEO eher ein Problem mit den Girls. Melina ist sehr gut gespielt, aber mir für einen langen Teil des Films zu wenig präsent, Bibi mag ich gar nicht (die Jar Jar Binks der Bond-Reihe) und die gute Gräfin hält den Film eher auf, nur um dann recht schnell ins Gras zu beißen. Ihre Rolle wirkt mir zu sehr nur zu dem Zweck reinkonstruiert, um Bonds Womanizer-Qualitäten auszuspielen, da es mit Melina erst ganz am Ende und mit Bibi gar nicht zum Schäferstündchen kommt.
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Samedi
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28. Februar 2019 01:03

Casino Hille hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:44
Entgegen vieler anderer Meinungen mag ich Kristatos und vor allem Julian Glover in der Rolle richtig gerne. Er hat dramaturgisch etwas zu wenig Raum, das mag sein.
Und diesen Raum, der Kristatos tatsächlich fehlt, hätte er habe können, wenn man auf den ganzen Subplot mit Bibi verzichtet hätte.
Casino Hille hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:44
die gute Gräfin hält den Film eher auf
Mit der Gräfin hatte ich eigentlich nie ein Problem. Ist eben das übliche Bondgirl, das sterben muss. Ganz in der Tradition von Shirley Eaton, Akiko Wakabayashi, Maud Adams und Olga Bisera.
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Tscheims.Hond
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28. Februar 2019 01:19

Casino Hille hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:44
Bibi mag ich gar nicht (die Jar Jar Binks der Bond-Reihe).
Haha.. kein schlechter Vergleich :-D Aber Bibi ist ja echt der überflüssigste Charakter ever.. Deiner Meinung zur Gräfin stimme ich auch zu.. Aber zumindest sorgt die für die tolle Szene wo Bond denn Kerl mitsamt Auto von der Klippe kickt.
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AnatolGogol
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28. Februar 2019 08:46

Casino Hille hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:44
Melina ist sehr gut gespielt, aber mir für einen langen Teil des Films zu wenig präsent
Würdest du dies auch OHMSS hinsichtlich der Tracy-Rolle ankreiden? Die Präsenz der Contessa über den Film ist ja sehr vergleichbar mit der von Melina (was vermutlich kein Zufall ist).
Casino Hille hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:44
die gute Gräfin hält den Film eher auf, nur um dann recht schnell ins Gras zu beißen. Ihre Rolle wirkt mir zu sehr nur zu dem Zweck reinkonstruiert, um Bonds Womanizer-Qualitäten auszuspielen, da es mit Melina erst ganz am Ende und mit Bibi gar nicht zum Schäferstündchen kommt.
Das ist sicherlich auch ein Aspekt ihrer dramaturgischen Relevanz, allerdings übersiehst du hier meiner Ansicht nach den deutlich wichtigeren Aspekt dieser Rolle, nämlich dass sie dazu dient den Verdacht gegen Columbo zu verstärken (und damit vice versa den Zuschauer hinsichtlich der Kristatos-Figur in Sicherheit zu wiegen), ultimativ durch ihre Ermordung direkt im Anschluß an ihr Schäferstündchen mit Bond, welches dadurch wie Verrat gegenüber ihrem Liebhaber Columbo aussieht. Für die anschliessende erstmalige Konfrontation zwischen dem griechischen Schmuggler und Bond wird so eine enorme Spannung aufgebaut, die mit einer verblüffenden figürlichen Kehrtwende aufgelöst wird (naja, nicht so ganz, da ja zumindest leichte Zweifel am Wahrheitsgehalt von Columbos Ausführungen bis zum gemeinsamen nächtlichen Überfall auf Kristatos albanisches Lager offenbleiben, allerdings lenkt vor allem die joviale Art von Columbo den Zuschauer schon in diese Richtung). Das mag für den wiederkehrenden Zuschauer keine allzu große Rolle mehr spielen, aber nichtsdestotrotz ist dies vom Drehbuch sehr clever aufgebaut, auch hinsichtlich der gegenläufigen Kristatos-Figur (dazu gleich noch mehr).

Casino Hille hat geschrieben:
28. Februar 2019 00:44
Bibi mag ich gar nicht (die Jar Jar Binks der Bond-Reihe)
Samedi hat geschrieben:
28. Februar 2019 01:03
Und diesen Raum, der Kristatos tatsächlich fehlt, hätte er habe können, wenn man auf den ganzen Subplot mit Bibi verzichtet hätte.
Tscheims.Hond hat geschrieben:
28. Februar 2019 01:19
Haha.. kein schlechter Vergleich :-D Aber Bibi ist ja echt der überflüssigste Charakter ever..
Ich teile keine der von euch geäusserten Ansichten. Hilles launiger (Helau!) JJ Binks-Vergleich mag angesichts Bibis oftmals klamaukiger Figurenzeichnung halbwegs zutreffen (halbwegs, da mir da auf Anhieb mindestens eine Handvoll Figuren in der Bondserie einfallen, die in ihrer auf humorige Effekte abzielenden Überzeichnung deutlich mehr den Vergleich mit dem tollpatschigen Star Wars-Goofy herausfordern als die hier und da durchaus auch ernsthaft in Szene gesetzte Bibi), hinsichtlich ihrer dramaturgischen Relevanz sehe ich die Bibi-Figur aber ganz anders. Denn Bibi erfüllt diesbezüglich gleich mehrere Funktionen. Zum einen ist sie elementarer Bestandteil der Kristatosschen Charakterzeichnung, in dem bereits kurz nach Einführung der Kristatos-Figur durch deren eher unnatürliche Art der Beziehung zur unreifen Bibi erste Zweifel an ihrer Integrität aufkommen. Hier agiert das Drehbuch sehr geschickt, da es damit auf sehr subtile Art den Inhalt des Dialoges zwischen Kristatos und Bond konterkariert (der ausbleibende Handschlag gegenüber Ferrara ist ein weitereres Indiz hinsichtlich Kristatos eigentlicher Funktion als Schurke und ist gleichzeitig auch eine Art Omen für das weitere Schicksal des italienischen Agenten). Von daher würde meiner Ansicht nach ein Weglassen der Bibi-Figur die Kristatos-Figur nicht stärken, sondern schwächen.

Durch die Integration der Bibi-Figur wird zudem auf elegante Weise die Kriegler-Figur etabliert und damit einhergehend die durch das Attentat auf Bond in Gang gesetzte Actionszene auf den Weg gebracht. Natürlich hätte man z.B. auch Bonds erstes Treffen mit Kristatos beim Biathlon statt am Eislaufring machen können – allein wäre das deutlich weniger stimmig und glaubhaft. Dass ein Teenager-Girl mit einem älteren Herrn zum Biathlon gehen will (um dort ihren eigentlichen – weil deutlich jüngeren – Schwarm zu bewundern und ihn mit dem reifen Mann eifersüchtig zu machen) ist in meinen Augen wesentlich glaubhafter als dass sich ein ganz offensichtlich auf aufwändigen und kultivierten Lebensstil Wert legender Informant mit einem Geheimagenten zwecks konspirativem Austausch bei einer Sportveranstaltung trifft (man stelle sich etwa vor, wenn Kristatos zu Bond plötzlich meinen würde: „Schauen Sie da, das ist der ostdeutsche Meister!“ – das wäre nicht nur sehr merkwürdig, sondern auch ziemlich dämlich, da er ja seinen Gegenspieler auf denjenigen aufmerksam machen würde, der ihn in seinem (zumindest indirekt) Auftrag liquidieren soll).

Auch der finale Frontenwechsel von Jacoba Brink ergibt nur durch die Bibi-Figur Sinn (zumal es ohne Bibi ja auch keine J.Brink gäbe). Man mag argumentieren, dass man das Finale auch ohne die ortskundige Frau Brink hätte in Szene setzen können, aber auch das ist wieder eines der vielen subtilen Details, mit denen FYEO dramaturgisch aufzuwarten weiss und welche die Handlung wesentlich flüssiger und glaubhafter machen.

Und last not least ermöglicht die Bibi-Figur eine wunderbar selbstironische Persiflage von Bonds Womanizer-Klischee, denn ausgerechnet der Superagent, der jedem Rock hinterjagt und der keine Frau je von der Bettkante gestossen hat muss sich nun händeringend gegen die amourösen Avancen eines Teenagers zur Wehr setzen.

Auch hier gilt natürlich mal wieder: gefallen muss einem das alles nicht, allerdings ist der Vorwurf der Überflüssigkeit wie auch der JJ Binks-Vergleich bei der Bibi-Figur meiner Meinung nach aus den genannten Gründen nicht wirklich fair, da sie dafür dramaturgisch zu stark eingebunden ist und im Gegensatz zum fischigen Alien nicht weitgehend nur als komödiantischer Sidekick und inhaltliches Sprungbrett dient.
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photographer
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28. Februar 2019 10:15

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Wer als Zuschauer in Bibi Dahl einen anhimmelnden Teenager, der vor dem bürgerlichen Gesetzbuch noch nicht volljährig ist, wahrnimmt, für den ergeben die ganzen Reaktionsmomente schon Sinn, die weniger Klaumik sondern eigentlich Situationskomik darstellen, welche hier britisch unterkühlt zelebriert wird. In wie weit solch ein Aspekt für das Franchise relevant war, steht auf einem anderen Papier.
Bei diesen Szenen hat Regisseur John Glen nicht unbedingt ein glückliches Händchen gehabt.
James Bond ist nun mal nicht mit einem Jacques Clouseau-Film (aka Pink Panther) gleichzusetzen, obwohl der italienische Kontaktmann Luigi Ferrara, von John Moreno dargestellt, sich optisch der Figur des tolpatschigen Inspektors etwas angepasst hat. Es gab wohl kurzfristig sogar Gedankenspiele dahingehend, ob Ferrara sehr wohl einige Knöpfe im Lotus Esprit ausprobiert und das ganze Geschehen danach sich in einer clownesken Huldigung an Peter Sellers aufgelöst hätte.


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Henrik
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28. Februar 2019 15:22

AnatolGogol hat geschrieben:
28. Februar 2019 08:46
Auch der finale Frontenwechsel von Jacoba Brink ergibt nur durch die Bibi-Figur Sinn (zumal es ohne Bibi ja auch keine J.Brink gäbe). Man mag argumentieren, dass man das Finale auch ohne die ortskundige Frau Brink hätte in Szene setzen können, aber auch das ist wieder eines der vielen subtilen Details, mit denen FYEO dramaturgisch aufzuwarten weiss und welche die Handlung wesentlich flüssiger und glaubhafter machen.
Eine wichtige Feststellung. Insgesamt sagt mir die Rolle eher weniger zu, bei Jacoba Brinks Auftritt am Ende im Kloster ist das aber anders. Ohne Bibi hätte das keinen Sinn gemacht. Von daher nenne ich sie mal ein notwendiges Übel.
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Tscheims.Hond
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28. Februar 2019 16:17

AnatolGogol hat geschrieben:
28. Februar 2019 08:46

Ich teile keine der von euch geäusserten Ansichten. Hilles launiger (Helau!) JJ Binks-Vergleich mag angesichts Bibis oftmals klamaukiger Figurenzeichnung halbwegs zutreffen, hinsichtlich ihrer dramaturgischen Relevanz sehe ich die Bibi-Figur aber ganz anders. Denn Bibi erfüllt diesbezüglich gleich mehrere Funktionen.
Naja JJ Binks war aus dramaturgischen Relevanz gesehen wahrscheinlich sogar noch viel Wichtiger für Episode I als Bibi für FYEO. Das macht den Charakter aber auch nicht besser.
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Samedi
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28. Februar 2019 16:41

Tscheims.Hond hat geschrieben:
28. Februar 2019 16:17
AnatolGogol hat geschrieben:
28. Februar 2019 08:46

Ich teile keine der von euch geäusserten Ansichten. Hilles launiger (Helau!) JJ Binks-Vergleich mag angesichts Bibis oftmals klamaukiger Figurenzeichnung halbwegs zutreffen, hinsichtlich ihrer dramaturgischen Relevanz sehe ich die Bibi-Figur aber ganz anders. Denn Bibi erfüllt diesbezüglich gleich mehrere Funktionen.
Naja JJ Binks war aus dramaturgischen Relevanz gesehen wahrscheinlich sogar noch viel Wichtiger für Episode I als Bibi für FYEO. Das macht den Charakter aber auch nicht besser.
Sehr treffend formuliert.

Und eine schlecht geschriebene Figur einzuführen, dann die Handlung um sie herum aufbauen und dann danach sagen, dass die Figur für die um sie herum geschriebene Handlung ja relevant war, das ist jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss. :wink:

Im Übrigen hätte man die Brink-Storyline auch einbauen können, ohne den Bibi-Charakter so ausführlich zu behandeln, wie das im Film geschehen ist und vor allem hätte man den Charakter nicht so dermaßen blöd schreiben bzw. inszenieren müssen.
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28. Februar 2019 17:26

Samedi hat geschrieben:
28. Februar 2019 16:41

Und eine schlecht geschriebene Figur einzuführen, dann die Handlung um sie herum aufbauen und dann danach sagen, dass die Figur für die um sie herum geschriebene Handlung ja relevant war, das ist jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss. :wink:
Das behauptet (mal wieder) überhaupt niemand. Manchmal kommt es mir wirklich so vor, als ob wir in unterschiedlichen Sprachen kommunizieren (wenn man es denn überhaupt so nennen will).
Samedi hat geschrieben:
28. Februar 2019 16:41
Im Übrigen hätte man die Brink-Storyline auch einbauen können, ohne den Bibi-Charakter so ausführlich zu behandeln, wie das im Film geschehen ist und vor allem hätte man den Charakter nicht so dermaßen blöd schreiben bzw. inszenieren müssen.
Du meinst eine Trainer-Figur einführen ohne die Sportlerin groß zu thematisieren und somit ohne jeden Bezug zur eigentlichen Handlung? Klingt für mich jetzt auch nicht nach "der Weisheit letzter Schluss". :wink:

Tscheims.Hond hat geschrieben:
28. Februar 2019 16:17
Naja JJ Binks war aus dramaturgischen Relevanz gesehen wahrscheinlich sogar noch viel Wichtiger für Episode I als Bibi für FYEO. Das macht den Charakter aber auch nicht besser.
Um besser oder nicht ging es mir ja auch nicht (bezogen auf Bibi), sondern um die Entbehrlichkeit der Figur für den Rest des Films. Übrigens halte ich JJ Binks für so gut wie gar nicht dramaturgisch relevant, da die Bedeutung hinsichtlich der Handlung in keiner Weise glaubwürdig ist. Das meinte ich mit dramaturgischem Sprungbrett. Natürlich kann ich in einem Drehbuch alles reinschreiben und behaupten, aber dass beispielsweise die innerhalb der Story als weise und klug gezeichneten Figuren einen intellektuellen Vollhonk zu einer wichtigen politischen Figur aufbauen, das funktioniert auch nur in Lucas Hirn. Auch seine Rolle als "Friedensstifter" und "Schlachtentscheider" ist sowas von an den Haaren herbeigezogen, da kann ich beim besten Willen keine Parallele zur dramaturgischen Funktion von Bibi sehen. Man mag Bibi doof finden, aber die genannten Beispiele sollten doch zumindest zeigen, dass man sie glaubwürdig in die Gesamthandlung integriert hat.
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Samedi
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28. Februar 2019 18:00

AnatolGogol hat geschrieben:
28. Februar 2019 17:26
Samedi hat geschrieben:
28. Februar 2019 16:41
Im Übrigen hätte man die Brink-Storyline auch einbauen können, ohne den Bibi-Charakter so ausführlich zu behandeln, wie das im Film geschehen ist und vor allem hätte man den Charakter nicht so dermaßen blöd schreiben bzw. inszenieren müssen.
Du meinst eine Trainer-Figur einführen ohne die Sportlerin groß zu thematisieren und somit ohne jeden Bezug zur eigentlichen Handlung? Klingt für mich jetzt auch nicht nach "der Weisheit letzter Schluss". :wink:
Hab ich ja auch nicht behauptet. Ich bin mit der Handlung von FYEO so oder so nicht glücklich. Aber ich bin eben der Meinung, dass es für das Ergebnis, das man durch die Einführung der Bibi-Figur bekommen hat, diese Figur in der Form nicht gebraucht hätte. Man vergleiche sie da nur mit der Ballerina aus TDK, die meiner Meinung nach super funktioniert, eben weil man die Rolle nicht größer gestaltet hat als nötig.
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AnatolGogol
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28. Februar 2019 18:27

Samedi hat geschrieben:
28. Februar 2019 18:00
Man vergleiche sie da nur mit der Ballerina aus TDK, die meiner Meinung nach super funktioniert, eben weil man die Rolle nicht größer gestaltet hat als nötig.
TDK hab ich 2x gesehen, aber an eine Ballerina kann ich mich ohne Witz nicht erinnern. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, man hätte die Rolle etwas größer gemacht. :D
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