Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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AnatolGogol
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17. Oktober 2012 22:14

Maibaum hat geschrieben: Auch hier wieder, wenn du nur die 1. Syncro kennen würdest, und dann nach 20 Jahren plötzlich mit einer dahinblödelnden Fassung konfrontiert würdest, dann ...
Ja, aber umgekehrt war es bei mir auch nicht anders. Da bin ich durch den Erstkontakt zu sehr geprägt, als dass ich etwas anderes akzeptieren könnte. Gerade in Teil 2 möchte ich Petruo auf van Cleef. Und Kindler hatte "seinen" Clint Mitte der 60er auch einfach noch nicht so perfekt drauf wie dann Ende der 70er. Das ist für mich viel wichtiger als die paar Kalauer (die ich zudem nicht schlimm finde und - schande über mich - sogar richtig klasse finde).
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Maibaum
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17. Oktober 2012 22:19

Wenn Clint Eastwood mir seinem Maulesel spricht? Argghh ...

Gut, in Für ein paar Dollar mehr war es weniger schlimm, aber in Für eine Handvoll Dollar schon.
Trotzdem schade daß die DVDs nicht beide Fassungen enthalten.
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Agent 009
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18. Oktober 2012 19:45

8/10

Guter Connery Abschluss. Blofeld ist klasse, Connery ebenso. Aber besser als FRWL und Goldfinger ist er nicht. ;)
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MX87
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21. Oktober 2012 23:29

Letztens ist mir aufegfallen dass DAF einer der von mir am seltensten angesehen Bondfilmen ist...

Gestern DAF in Englisch gesehen. Auch hier ist die Tendenz zu Albernheiten zu spüren. Das Prinzip "Nach eine Szene Bonds kommt ein Gag / Oneliner" wird hier so oft wie möglich und öfter exerziert. Leider nur sind die Dialoge alles andere als so geschliffen wie bei den Vorgängern. Der einzige richtig gute Gag in dem Film ist Bonds Kommentar nach dem sein Sarg geöffnet wird und er den Typen vom Beerdigungsinstitut mit St Petrus anspricht. Bei den anderen Gags tritt eher Verhaltenheit als Erheiterung auf. DAF kann zwar gut unterhalten, aber nicht begeistern wie die Vorgängerfilme. Im Grunde wirkt der Film im Vergleich zu den Vorgängern kleiner und einfallsloser. Man wollte wohl mit der Rückkehr von Guy Hamilton zurück zu den GF-Zeiten, was in Szenen gipfelt die quasi ein Selbstplagiat sind. Das Treffen von M beim Diamantenexperten ist quasi eine 1:1 Kopie zu dem Dinner beim Schatzamtmeister in GF, selbst Bonds klugscheisserei um den Drink ist hier drin. Auch hat der Showdown mit dem Huschrauberangriff auf die Bohrinsel etwas zu viel Ähnlichkeit mit dem Angriff auf Piz Gloria im Vorgänger OHMSS.

Mr Kidd und Mr Widd passen auch im Original nicht wirklich in den Film, mir sind die beiden etwas zu Karikaturenhaft und haben dazu wohl die schlechtesten Dialoge im ganzen Film.
Auffallend auch, dass Connery sich im Vorfeld / im Zuge von DAF auch hat wohl ziemlich gehen lassen. Es wirkt als hätte er locker 10 Kilo mehr auf den Rippen und auch sonst sieht er hier nicht sonderlich fit aus. Selbst in NSNA wirkt er trainierter...

Toll anzusehen sind hier aber mal wieder Ken Adams Sets, ebenso wie John Barrys Score schön Stimmungsvoll ist. :D
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

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Henrik
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29. Dezember 2012 17:32

Guter Film. Ein Guter Abschluss für Connery.
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Blofeld71
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29. Dezember 2012 23:43

der schelchtestes Bondfilm, dazu eine Witzfigur als Bösewicht und dem schlechtesten Bondgirl aller Zeiten......
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Maibaum
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30. Dezember 2012 11:11

Die 1. Hälfte von DAF ist eigentlich ziemlich gut entwickelt und durchgeführt. Lediglich die PTS ist ein Witz, da diese anscheinend auf irgendeine Art dazu dient sich nicht mit dem vorhergehenden Film zu befassen, bzw. an diesen anzuknüpfen.

In der 2. Hälfte geht dann sicherlich eine ganze Menge den Bach hinunter was Story, Charaktere und Action betrifft, und dann endet das Ganze auch noch in einem merkwürdig lahmen und undramatischen Finale. Trotzdem bleibt DAF aber auch in der 2. Hälfte ein unterhaltsamer Bond. Und die Zugabe nach dem Finale gleicht dann zumindest die vermasselte PTS aus.

Und Charles Gray ist ein guter, wenn auch sicherlich kein überragender Bösewicht.
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danielcc
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30. Dezember 2012 12:28

DAF ist der Film, bei dem ich am ehesten zur englischen Fassung rate. So kann - nein - muss man den Film erst mal freilegen von der verfälschenden deutschen Synchro, die noch mal alles viel schlimmer macht.
Dennoch bleibt dann nur der Versuch, GF zu kopieren, ohne jedoch die eigentliche Stärke des Films verstanden zu haben.
GF lebt nahezu vollständig vom geistreichen Aufeinandertreffen der beiden Hauptdarsteller, während Charles Gray weder Fröbe das Wasser reichen kann, noch die Dialoge an die aus GF heranreichen. Viel zu Blödelei anstelle von pointierten, scharfsinnigen Dialogen
"It's been a long time - and finally, here we are"
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Maibaum
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30. Dezember 2012 12:47

Na ja, viel mit GF hat DAF aber am Ende nicht viel zu tun. Außer das etliche Leute an beiden Filmen mitarbeiteten. DAF ist eigentlich eher der Versuch darauf zu reagieren daß man so eine Art Film eigentlich nicht mehr ernst nehmen kann. Oder zumindest connery daß weder konnte noch wollte.

Ich habe den Film übrigens beim letzten Mal auf Deutsch geschaut (was ich sonst nicht mehr mache) da ich gerade nach Hause kam als er im TV anfing. Und ich dachte ok mal schnell die PTS checken in Hinsicht auf Rache und Blofeld, und dann wäre es natürlich blöde nicht auch noch schnell den Vorspann hinterherzuschieben. Der geht ja immer. Aber dann kamen ja auch gleich die köstlichen Dings und Dings Killer, und plötzlich habe ich immer weitergeguckt bis etwas zur Hälfte, dann siegte doch die Müdigkeit. Da ich aber auf deutsch angefangen hatte, habe ich am nächsten Tag dann via DVD auch auf deutsch weitergemacht. Und ab und an auch mal auf Englisch verglichen.

Also die deutsche Fassung hat schon ihren Reiz, und manche Sachen sind so großartig erfunden daß es fast eine Schande ist daß das nicht im Original so ähnlich ist. Und die offensichtlichen Hinzufügungen beschränken sich nur auf wenige Dialoge. Mein Fazit war jedenfalls daß die deutsche Fassung da wenig bis nichts an DAF ändert. Das meiste ist dicht dran am Original, jedenfalls auch nicht groß anders als bei anderen Bonds.
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xNIGHT7IREx007
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30. Dezember 2012 13:20

Kann mir mal einer verraten warum Bond am Anfang des Filmes unbedingt Rache an Blofeld nehmen will (wegen Tracy -> OHMMS), und dann lässt er sich am Ende des Films trotzdem von Blofeld gefangen nehmen, was eigentlich der sichere Tot für ihn beudeten könnte?
Ich finde der ganze Film hätte erher in Richtung ''Lizenz zum Töten'' gehen sollen -> Racheakt

Alerdings hat Diamantenfieber tolle Drehorte und eigentlich eine gute Story (Diamantemschmugel).

(6/10)
Mein lieber Colonel Bouvar, sie sollten keine Pfennigabsätze tragen bei ihrem Plattfuß
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AnatolGogol
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30. Dezember 2012 13:33

xNIGHT7IREx007 hat geschrieben:Kann mir mal einer verraten warum Bond am Anfang des Filmes unbedingt Rache an Blofeld nehmen will (wegen Tracy -> OHMMS), und dann lässt er sich am Ende des Films trotzdem von Blofeld gefangen nehmen, was eigentlich der sichere Tot für ihn beudeten könnte?
Ich finde der ganze Film hätte erher in Richtung ''Lizenz zum Töten'' gehen sollen -> Racheakt

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(6/10)
Wie kommst du darauf, dass Bond Rache nehmen will? DAF wurde so gedreht, als ob es den "Ausrutscher" OHMSS nie gegeben hat. Blofeld ist Bond in YOLT durch die Lappen gegangen, in der PTS von DAF bringt er ihn (vermeintlich) zur Strecke. So weissen auch die Wachsköpfe, die Blofelds Gesichtsveränderung zeigen deutlich mehr Ähnlichkeit mit Pleasence als mit Savalas auf. Daher ist das Thema Rache in DAF nie eines, man könnte die PTS zwar so interpretieren - aber tatsächlich weisst nichts darauf hin. Die Tatsache, dass Bond verbissen hinter Blofeld her ist kann genauso gut durch die Tatsache, dass er ihm zuvor entwischt ist motiviert sein.
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Maibaum
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30. Dezember 2012 13:39

Angeblich wurde DAF so gedreht als würde er direkt an YOLT anknüpfen.
Jedenfalls ist der Anfang so gemacht das der OHMSS kundige Zuschauer das als Anknüpfungspunkt nehmen kann (Bond sucht Blofeld und will Rache nehmen und scheint ein wenig sauer zu sein), gleichzeitig weist aber auch nichts in der PTS und im Rest von DAF direkt auf das Ende von OHMSS hin.
Und es ist sehr auffällig daß Bond sich bei seinen späteren Begegnungen mit Blofeld zu keiner Sekunde so verhält als hätte er irgend ein persönliches Interesse an ihm. Da deutet gar nichts darauf hin daß er hier wieder dem Mörder seiner Frau gegenüber steht.

Ich denke die Produzenten wollten sich nicht mit einer Rache Story belasten, wollten bewußt keine Fortsetzung drehen, aber auch nicht ein Publikum haben daß grübelt wann denn nun die Rache kommt. Jedoch aus irgendwelchen Gründen wollten sie trotzdem weiter mit Blofeld arbeiten.
Da passt dann auch das vage Ende zu das so gemacht ist daß man annehmen muß daß Blofeld nun tot ist , aber verdächtigerweise sieht man es nicht. Logischerweise könnte er das kaum überlebt haben, und wenn doch dann wäre er zumindest gefangen. Aber da wie schon erwähnt die Logik und Bond nicht immer gute Freunde sind ...
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AnatolGogol
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Lieblings-Bond-Darsteller?: Roger Moore

30. Dezember 2012 13:51

Maibaum hat geschrieben: Jedoch aus irgendwelchen Gründen wollten sie trotzdem weiter mit Blofeld arbeiten.
Da passt dann auch das vage Ende zu das so gemacht ist daß man annehmen muß daß Blofeld nun tot ist , aber verdächtigerweise sieht man es nicht. Logischerweise könnte er das kaum überlebt haben, und wenn doch dann wäre er zumindest gefangen. Aber da wie schon erwähnt die Logik und Bond nicht immer gute Freunde sind ...
Die Geschichte war ja noch offen und Blofeld bzw Spectre war zuvor in allen Filmen ausser GF mit von der Partie. Für mich bestand nie ein Zweifel darüber, dass Blofeld am Ende von DAF nicht tot ist. Wäre er tot hätte man es dem Publikum nicht vorenthalten. Es erscheint widersinnig, dass man ausgerechnet den Tod von Bonds Erzfeind nicht zeigt, während man ansonsten das Zugrundegehen seiner Opponenten immer genüsslich inszeniert hat. Wenn man sich nicht noch eine Hintertür hätte offen halten wollen dann hätte man den Tod Blofelds sicher gezeigt. So ist das einzige was man sieht, dass er mit seinem Mini-U-Boot in das Gebäude kracht. Vermutlich ist er anschliessend mit Explodieren der Bohrinsel unter Wasser gezogen worden und entwickelte spontan genetische Veränderungen, die ihm erlaubten unter Wasser weiterzuleben. Daher auch die Schwimmhäute an Strombergs Pfoten, der wie wir wissen niemand anderes als der gute alte Ernst himself ist. :wink: :wink: :wink: :lol:
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Maibaum
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30. Dezember 2012 14:01

He, he ...

Für mich Bestand dagegen nie ein wirklicher Zweifel daß er tot ist. Wenn das U-Boot dagegen ins Meer gefallen wäre, dann hätte ich jede Menge Zweifel gehabt.
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Henrik
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30. Dezember 2012 14:59

AnatolGogol hat geschrieben:
xNIGHT7IREx007 hat geschrieben:Kann mir mal einer verraten warum Bond am Anfang des Filmes unbedingt Rache an Blofeld nehmen will (wegen Tracy -> OHMMS), und dann lässt er sich am Ende des Films trotzdem von Blofeld gefangen nehmen, was eigentlich der sichere Tot für ihn beudeten könnte?
Ich finde der ganze Film hätte erher in Richtung ''Lizenz zum Töten'' gehen sollen -> Racheakt

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(6/10)
Wie kommst du darauf, dass Bond Rache nehmen will? DAF wurde so gedreht, als ob es den "Ausrutscher" OHMSS nie gegeben hat. Blofeld ist Bond in YOLT durch die Lappen gegangen, in der PTS von DAF bringt er ihn (vermeintlich) zur Strecke. So weissen auch die Wachsköpfe, die Blofelds Gesichtsveränderung zeigen deutlich mehr Ähnlichkeit mit Pleasence als mit Savalas auf. Daher ist das Thema Rache in DAF nie eines, man könnte die PTS zwar so interpretieren - aber tatsächlich weisst nichts darauf hin. Die Tatsache, dass Bond verbissen hinter Blofeld her ist kann genauso gut durch die Tatsache, dass er ihm zuvor entwischt ist motiviert sein.
Ich denke auch, dass Bond Rache an Blofeld nehmen will. Alllerdings wahr Connery dafür eine schlechte Wahl, man hätte lieber den selben Schauspieler wie in OHMSS nehmen sollen. Gut gefallen hätte mir auch eine Rachestory ähnlich wie in Lizenz zum Töten, mit Timothy Dalton, der ja, soviel ich weiss als Bond in OHMSS im Gespräch wahr. Dagegen, dass man DAF so drehen wollte, als ob es OHMSS nie gegeben hätte, spricht auch die Pre-Title von In Tödlicher Mission.
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