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Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 30. Dezember 2012 15:25
von Maibaum
Henrik hat geschrieben: Dagegen, dass man DAF so drehen wollte, als ob es OHMSS nie gegeben hätte, spricht auch die Pre-Title von In Tödlicher Mission.
Wie kann das dagegen sprechen? Als DAF gemacht wurde war FYEO noch so weit entfernt wie der Mond.

Was dafür spricht ist nach wie vor daß es in DAF nicht eine direkte Anspielung auf OHMSS gibt. Und die PTS könnte tatsächlich so wie sie ist auch exakt an YOLT anknüpfen. Oder anders herum, wenn OHMSS nie gedreht worden wäre, dann würde trotzdem niemand den Anfang von DAF seltsam finden.

Während QoS ganz klar sich öfter auf CR bezieht (aber trotzdem auch geschaut werden kann ohne CR zu kennen)

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 30. Dezember 2012 15:55
von AnatolGogol
Henrik hat geschrieben:Ich denke auch, dass Bond Rache an Blofeld nehmen will. Alllerdings wahr Connery dafür eine schlechte Wahl, man hätte lieber den selben Schauspieler wie in OHMSS nehmen sollen. Gut gefallen hätte mir auch eine Rachestory ähnlich wie in Lizenz zum Töten, mit Timothy Dalton, der ja, soviel ich weiss als Bond in OHMSS im Gespräch wahr. Dagegen, dass man DAF so drehen wollte, als ob es OHMSS nie gegeben hätte, spricht auch die Pre-Title von In Tödlicher Mission.
In den ersten DAF-Drehbuchfassungen von Richard Maibaum war das Thema Rache noch ein zentrales Element. Spätestens durch die Beteiligung von Tom Mankiewicz und den sich dadurch gravierend verändernden Tonfall des Skripts wurde dieses Thema aber nicht mehr verfolgt. Die Hintergründe zur PTS von FYEO sind ganz andere und haben damit nichts zu tun.

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 30. Dezember 2012 23:10
von danielcc
Einzige Gemeinsamkeit ist für mich, dass beide PTSs zu den schlechtesten der Serie gehören. Während man die FYEO PTS aber noch mit Humor nehmen kann, ist DAF in dieser Hinsicht unfassbar einfallslos, schwach inszeniert. Hier verkommt DAF schon in den ersten 5 Minuten zur Parodie.

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 11. Januar 2013 22:57
von MrWhiTe
Gehört meiner Meinung nach nicht zu den besseren Bond Filmen!

+positiv
Die Story gefällt mir eigentlich sehr gut! Außerdem erfährt man erst im Mittelpunkt des Films, wär die Fäden zieht, also der Bösewicht ist!
Die Actionszenen sind größtenteils gut inszeniert (Kampf im fahrstuhl, Buggy, Ford Mustang)
Las Vegas wird sehr detalliert gezeigt!

-negativ
ein bisschen Lahm das Ganze!
das Bond Girl nervt!
Drehorte nicht sehr abwechslungsreich!
Die Rache Story, da Tracy ermordet wurde hätte man ruhig (besser) einfügen können!


Fazit

(6/10)

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 13. Januar 2013 04:08
von RolandScholten
MrWhiTe hat geschrieben:Gehört meiner Meinung nach nicht zu den besseren Bond Filmen!

+positiv
Die Actionszenen sind größtenteils gut inszeniert (Kampf im fahrstuhl, Buggy, Ford Mustang)
Las Vegas wird sehr detalliert gezeigt!
Bei dem Kampf im Fahrstuhl gebe ich dir ja recht, das ist wohl die beste Szene im ganzen Film, aber gerade die letzten beiden Szenen sind mmn Kandidaten für die schlechteste Actionsequenz der ganzen Serie. Bei der Buggy-Fahrt wäre ich fast eingeschlafen :D

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 9. Februar 2013 11:31
von NickRivers
Ich hab mir gestern wieder auf ATV (einem österr. Privatsender) Diamantenfieber angesehen. Ich kann nur sagen, bitte seid mir echt nicht böse, ich will wirklich nicht trollen oder nur provozieren, DF ist nicht nur der für mich bis dato schlechteste Bond-Film, sondern einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe.
Was da so ideenlos an Szenen dahingeschnitten wurde, liess einiges befürchten. So irgendwie merkt man, dass Connery einfach nicht mehr wollte -niemals zuvor oder nachher sah er so alt aus (und das war bei weitem nicht nur seinem verkommenen Dupe geschuldet).
Irgendwie frage ich mich, ob die gesamte Filmcrew das Zeug noch irgendwie ernst nahm -oder war das wirklich nur unfreiwillig komisch. Die beiden schwulen Killer wohl geklont aus R2D2 & C3-PO [ich weiss "Star Wars " kam erst später] + Laurel & Hardy mit einem Schuss (!) Asterix & Obelix waren eine Lachnummer genauso wie der Elefant im Casino (???). Ich bekam das Gefühl, die Macher fragten sich jeden Tag von neuem, was sollten die da wieder mal so an Szenensequenzen zusammenmergeln -nur so lassen sich die endlosen Stilbrüche erklären.
Mein Favorit: Dummtussi geht mit Bond aufs Zimmer und wird ausgezogen ->CUT -> auf Bond darbende "Blues Brothers" werfen Dummtussi aus dem Fenster und sie fällt in den Pool (die einzig wirklich gelungen Sequenz vom ganzen Film) ->CUT-> "Blues Brothers" halten Bond eine Moralpredigt und zischen ab ->CUT-> Tiffany wartet schon sehnlichst im dahinter liegenden Schlafzimmer auf Bond (die darbenden "Blues Brothers" und Nebenbuhlerin dürften sie vorher nicht gestört haben)-> CUT->...
Die wirre Handlung mit den eingesprengelten Stunts (Bond rast mit einem ein Mondbuggy sein wollendem Funmobil durch diesen Area 51 Verschnitt und die volldebilen Wachmänner kugeln mit Autos und Trikes hin und her hinterher) durch Gendefekt verrückten Blofeld, der sich pausenlos selber klont und seine Klons abknallt bzw. abknallen läßt, sowie Bonds Tod in der Pipeline [wenn Du so in einer Röhre lin der Wüste um Las Vegas einen Tag lang bewustlos liegst, wirst Du gegrillt wie ein Würtschen am Rost!] lassen mich nur noch fragen: Welches Gras haben die da geraucht?

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 12. März 2013 12:16
von Cinefreak
Gestern nochmal gesehen, und ich kann nur sagen, dass ich das Gebashe der Bond-Fans da nachvollziehen kann erstmalig. Das von Connery gelobte Drehbuch mag ganz nett sein, aber die Umsetzung des Streifens ist für Bond-Verhältnisse unglaublich ätzend geraten. Die Effekte beispielsweise sind so ziemlich die käsigsten der ganzen Serie, gerade die Explosionen wirken hier wie aus dem Labor eines 4-Jährigen. Selbst die eingestreuten Jagden können nichts reißen; entgegen dem, was viele sagen werden, fand ich hier noch die Bondgirls am besten. Sehr sexy waren sie auf jeden Fall. Ansonsten hat dieser Bond nicht viel zu bieten, wobei die Freiluftnummer noch zu dem besten gehört, was man in diesem Film bestaunen durfte...ob das ganze anders ausgesehen hätte, wenn man die Explosionen nicht zu früh ausgelöst hätte und sie vermutlich dadurch nur von fern zu sehen waren, sei mal dahingestellt...

Enttäuschend auch Blofeld...hallo? - Das ist Blofeld, Bonds Erzfeind. Kein Zweikampf, wenig Prekäres, Spektakuläres...der Film wirkt insgesamt nicht nur, als wenn Connery keine Lust mehr gehabt hätte, sondern als wenn die ganze Crew nur eine Pflichtarbeit abgeliefert hat...

4 von 10 - weil zwar einigermaßen unterhaltsam, jedoch extrem mangelhaft inszen

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 16. Februar 2014 02:19
von Hannes007
Es geht weiter in meiner Chronologie mit Film Nummer sieben:


Diamantenfieber


DAF fand ich früher mal richtig klasse und für mich war er ein sehr guter Beitrag der Serie. Diese Begeisterung hat im Laufe der Zeit jedoch abgenommen. Warum das so ist, wurde mir bei dieser Sichtung klar. Doch - wie immer - der Reihe nach...

Los gehts mit Bonds Suche nach Blofeld und die ersten drei kleinen Auseinandersetzungen in der PTS gefallen mir durchaus! Der Rest, also der Grossteil, ist jedoch sehr mager und dadurch wird die PTS zu einer der schwächsten der Reihe. Was mir nicht heute, sonder schon lange klargeworden ist: Blofeld ist für mich nie und nimmer glaubhaft tot. Das hätte man anders inszenieren können.

Zweifellos ein Highlight ist der Titel des Films und der Song von Shirley Bassey. Beides passt perfekt zu Bond. Für mich ist der Titelsong einer der Besten der gesamten Serie. Bei mir kommt da jedesmal so richtig Bondfeeling auf! Überhaupt finde ich im gesamten Film den Score sehr stimmig und passend.

Die Szene mit Sir Donald und seinen Erläuterungen zum Diamanthandel inklusive der Einführung von Mr. Wint und Mr. Kidd ist richtig klasse geworden und bringt die Handlung voran, das hat man gut umgesetzt. Ersichtlich wird hier, dass Mrs. Whistler das Killerduo kennt. Leider ist die Story rund um den Schmuggel aber völlig verwirrend. Warum wird jeder,der mit den Diamanten in Berührung kommt, sofort umgebracht? Wird der Schmugglerring nur einmal gebraucht? Das sind nur zwei Fragen, die ich mir stelle.

Köstlich und anders ist diesmal wieder die Moneypenny-Szene: sie ist im Aussendienst. Nostalgisch aus heutiger Sicht ist die kurze Einblendung des Hovercraft.

Die erste Szene mit Tiffany Case strotzt nur so vor Sprüchen von Bond, Stichwort "ein hübsches kleines Nichts". Ich muss da immer lachen, wie sich 007 da mit T.Case beharkt. Überhaupt dürfte DAF der Bondfilm sein, wo ich am meisten lachen muss. Das dürfte daher kommen, dass sich der Film zu fast keinem Zeitpunkt ernst nimmt. Weiter gehts mit einem Telefonat Bonds mit Q, in der man kurz den DBS aus OHMSS zu sehen bekommt, ein nettes Detail.

Zweifellos ein Höhepunkt des Films ist der Kampf im Lift von Franks und Bond. Grossartig inszeniert! Dieser Kampf dürfte es wohl in die Top5-Kämpfe schaffen.

Weiter gehts mit etwas gespieltem Mitgefühl bei Slumber Inc., das erst fallengelassen wird, als man feststellt, dass man falsche Diamanten bekommen hat. Beim Spruch "kein Wort mehr. Sie sind Petrus." musste ich auch diesmal lachen.

Bond im weissen Dinnerjackett hat einfach Stil! Das gefällt mir total. Auch passt 007 perfekt ins Casino und an die Spieltische, das zieht sich durch die gesamte Filmreihe.

Wie die Slumber Leute und T.Case zusammenpassen, erschliesst sich mir auch nicht. Warum ist sie nicht schon am Flughafen mitgefahren? Komisch, wie so vieles in diesem Film.

Für mich baut der Film ab dem Zeitpunkt, wo T.Case die Diamanten bekommt, leider sehr stark ab. Es gibt nur mehr wenig positive Highlights. Die Dr.Metz/Hergesheimer Szene inklusive sächsischem Dialekt ist noch halbwegs komisch. Die Szene, wo Bond auf dem Lift zum Penthouse vordringt, gefällt mir ebenfalls noch. Die Schiffsszene am Ende mag ich auch noch sehr, leider hat man das bisher in ähnlicher Form nie wieder gesehen. Bond steht einfach auch für Stil und ein gewisses Maß Luxus, da passt so eine Schiffsreise doch!

Wo (wenig) Licht, da is auch (viel) Schatten: auf DAF trifft das zu. Die CIA und Felix Leiter wirken diesmal hilflos und so, als ob sie ohne Bond nichts auf die Reihe kriegen würden. 30 Mann und keiner schafft es, T.Case mit den Diamanten aufzuhalten?

Sean Connery wirkt mit seinen damals 41 Jahren auf mich älter als später Roger Moore mit 58 in AVTAK. Ausserdem aufgefallen: er ist körperlich nicht gerade in Bestform, aber das stört mich gar nicht mal so extrem.

Die Charakterwandlung von T.Case ist völlig unverständlich. Von der gewieften Schmugglerin zum Dummchen...unglaublich.

Die Moonbuggy-Verfolgungsjagd inklusive für die Wüste vollkommen unpassender Fahrzeuge der Wachen hätte man sich schenken können, ebenso die Verfolgung in der Stadt. Dass sich Bond mit der Polizei als "Gegner" abgeben muss, ist eigentlich auch irgendwo ein Wahnsinn.

Bambi/Klopfer kann man so zeigen. Mal eine etwas andere Art Wachen, das passt schon.
Der Charakter von Willard Whyte bringt für mich nochmal etwas Farbe rein. Mehr aber leider auch nicht.

Blofeld in Frauenkleidern - puh, ich weiss nicht...

Das Finale auf der Bohrplattform inklusive Massenshowdown, Countdown und Explosionen hat man in ähnlicher Form schon mehrmals gesehen, ich finde es schwach.

Mein Fazit: Aus diesem Film hätte man soviel mehr rausholen können! Dass Connery für mich schon nach TB aufhören hätte sollen, ist bekannt. Lazenby oder schon Moore wären mMn die bessere Wahl gewesen. Es bleibt bei mir wenig positives nach dieser Sichtung hängen. Dazu zähle ich den Titelsong, die Casinoszene in Las Vegas im weissen Dinnerjackett und den Score. Über fast alles Andere kann ich leider nicht so gut schreiben. Als Unterhaltung zwischendurch ist DAF aber trotzdem gut geeignet, wenn man nicht von Beginn an alles Ernst nimmt.


6 / 10 Punkte.

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 16. Februar 2014 11:22
von Maibaum
Hannes007 hat geschrieben:
Die Szene mit Sir Donald und seinen Erläuterungen zum Diamanthandel inklusive der Einführung von Mr. Wint und Mr. Kidd ist richtig klasse geworden und bringt die Handlung voran, das hat man gut umgesetzt. Ersichtlich wird hier, dass Mrs. Whistler das Killerduo kennt. Leider ist die Story rund um den Schmuggel aber völlig verwirrend. Warum wird jeder,der mit den Diamanten in Berührung kommt, sofort umgebracht? Wird der Schmugglerring nur einmal gebraucht? Das sind nur zwei Fragen, die ich mir stelle.
]
Das ist ja nicht der erste Schmuggel, sondern der letzte einer langen Reihe. Warum jetzt alle umgebracht werden wird nicht erklärt, aber der einzig vorstellbare Grund ist um die Spuren zu verwischen. Was rein logisch betrachtet wenig Sinn macht, wie vieles andere in dem Film auch. Denn Blofeld hat ja seinen großen Laser ohnehin schon fast fertig so daß auch das Aufdecken der Schmuggelpipeline seinen Plan nicht mehr gefährden könnte. Stattdessen sind es ja gerade erst die Morde die die Aufmerksamkeit des Geheimdienstes erregen, und damit Bond auf Blofelds Spur bringen.
Aber davon abgesehen, und was macht es schon daß es unlogisch ist, mich hat es jedenfalls nie gestört, ist die gesamte 1. Hälfte (mal abgesehen von der PTS) originell entwickelt und macht mir viel Spaß. Danach baut DAF dann kräftig ab. Das sehe ich alles ähnlich wie Hannes.

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 24. Februar 2014 13:51
von Hannes007
Danke Maibaum, so wie du es erklärst klingt es absolut schlüssig!

Gestern auf ATV habe ich nochmal kurz reingesehen und ich muss sagen, dass mir da die Musik wieder richtig gut gefallen hat. Es kommt dabei mittlerweile echtes Bondflair auf bei mir.

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 24. Februar 2014 20:49
von GrunteR
Hannes007 hat geschrieben:Danke Maibaum, so wie du es erklärst klingt es absolut schlüssig!

Gestern auf ATV habe ich nochmal kurz reingesehen und ich muss sagen, dass mir da die Musik wieder richtig gut gefallen hat. Es kommt dabei mittlerweile echtes Bondflair auf bei mir.
Das lässt mich einen mittelmäßigen Bond Film wie DAF auch immer wieder gerne einlegen, weil ich genau weiß, es kommt dieses Gefühl. Und sei es duch Instrumental Stücke wie beim errsten Treffen mit T Case in Amsterdam.

Das fehlt leider Skyfall fast komplett. Wenn ich an die Sounduntermahlung denke, als Bond auf der Yacht zur verlassenen Insel schippert und das Boot in der totalen etc gezeigt wird. Da hätte Arnold etwas bondiges herausgeholt, aber dank Newmann denke, ich ich bin in einem neumodischen rumgefiebse. Ich möchte in solchen Scenen immer noch Streicher und Hörner hören. Das wird sich auch in 40 Jahren nicht ändern.
In punkto musikalische Untermahlung, (Titelmelodie als Basis) holt DAF auch die Punkte, ansonsten sehe es eher düster aus und der Schnitt lege bei 4/10..

Ich möchte das Musik wieder eine Hauptrolle spielt und nicht neumodische Einflüsse.
neulich hat hier jemand geschrieben, dass Barry und Arnold die einzigen sind/waren, die Bond verstanden haben (Ja ich weiß, dass SF der kommerziel erfolgreichste ist).
Ich sehe es ähnlich.
Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf. :o

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 24. März 2014 22:27
von Thunderball1965
Ich sehe den Film deutlich positiver. DaF ist ein grosser Spaß, dynamisch und kompliziert; die schwachen verzeih ich ihm gerne. Wenn ja, viel schwächer als Goldfinger ist er nicht.

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 24. März 2014 23:09
von danielcc
Thunderball1965 hat geschrieben:Ich sehe den Film deutlich positiver. DaF ist ein grosser Spaß, dynamisch und kompliziert; die schwachen verzeih ich ihm gerne. Wenn ja, viel schwächer als Goldfinger ist er nicht.
Für mich ist DAF der Versuch GF zu kopieren, ohne verstanden zu haben was die Klasse von GF ausmacht.
Das sind nämlich:
nicht das Gold, was man durch Diamanten ersetzt hat,
nicht der Titelsong für den man direkt noch mal Bassey engagiert hat,
nicht einfach ein dicker, älterer Bösewicht,
nicht ein oddjob, der seine Gegner auf lustige Weise zur Strecke bringt - hier ersetzt durch das schwule Paar,
nicht eine Vielzahl von mehr oder weniger sinnvoller Gadgets.

Sondern es ist in erster Linie das toll geschriebene Aufeinandertreffen von Bond und Goldfinger, und genau sowas bietet DAF leider überhaupt nicht in vergleichbarer Klasse

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 24. März 2014 23:20
von AnatolGogol
danielcc hat geschrieben: Für mich ist DAF der Versuch GF zu kopieren, ohne verstanden zu haben was die Klasse von GF ausmacht.
Das sind nämlich:
nicht das Gold, was man durch Diamanten ersetzt hat,
nicht der Titelsong für den man direkt noch mal Bassey engagiert hat,
nicht einfach ein dicker, älterer Bösewicht,
nicht ein oddjob, der seine Gegner auf lustige Weise zur Strecke bringt - hier ersetzt durch das schwule Paar,
nicht eine Vielzahl von mehr oder weniger sinnvoller Gadgets.

Sondern es ist in erster Linie das toll geschriebene Aufeinandertreffen von Bond und Goldfinger, und genau sowas bietet DAF leider überhaupt nicht in vergleichbarer Klasse
Es gibt ohne Zweifel bei diversen Elementen von DAF die Tendenz GF zu kopieren, aber ihn nur darauf zu reduzieren ist auch nicht fair. DAF ist eigentlich sogar ziemlich eigenständig in seiner Konzipierung, gerade was den lockeren und ungezwungenen Humor angeht und den sehr legeren Umgang mit dem eigenen Selbstverständnis, was dazu führt das man sich doch recht häufig selbst auf die Schippe nimmt. Man muss das ja nicht mögen, aber DAF zeigt hier zumindest mehr eigenständige Flagge als manch andere Bondfilme, die in der Fangunst deutlich höher angesiedelt sind, aber eigentlich nur die altbekannte Formel gekonnt wiedergeben (was allerdings auch beileibe nix schlechtes sein muss).

Re: Filmbesprechung: Diamonds Are Forever 1971

Verfasst: 24. März 2014 23:47
von danielcc
Das ist aber auch stärker so in der von dir geschätzen Synchronfassung. Da ist Humor und Selbstironie, die das Original oft gar nicht so bietet. Da muss man schon differenzieren.

Sicher ist DAF mehr als eine GF Kopie, aber die Tendenzen sind da, aber die eigentliche Klasse eben nicht