Wie findet ihr OP?

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Re: Bondfilm-Rezensionen - user: GoldenProjectile

811
Wie immer eine bemerkenswerte Rezession. Alle Achtung.Auch wenn Octopussy nicht zu meinen Lieblingen zählt stimme voll zu, dass er oft unterschätzt oder übersehen wird und er sich sich auf alle Fälle lohnt.
Wobei, eine persönliche Anmerkung, der Name "Octopussy" als Titel doch stets mit James Bond assoziiert wird.
Jetzt bin ich persönlich sehr gespannt auf die mit Sicherheit folgende Rezession von AVTAK.
Morgenstund' ist aller Laster Anfang

Re: Bondfilm-Rezensionen - user: GoldenProjectile

812
Goahead hat geschrieben: 18. August 2018 21:32 Wie immer eine bemerkenswerte Rezession. Alle Achtung.Auch wenn Octopussy nicht zu meinen Lieblingen zählt stimme voll zu, dass er oft unterschätzt oder übersehen wird und er sich sich auf alle Fälle lohnt.
Wobei, eine persönliche Anmerkung, der Name "Octopussy" als Titel doch stets mit James Bond assoziiert wird.
Jetzt bin ich persönlich sehr gespannt auf die mit Sicherheit folgende Rezession von AVTAK.
Danke sehr! Octopussy war immer schon ein Film, der mir Spass gemacht hat, ohne zu den allerbesten zu zählen. Was den Titel angeht, denke ich auch dass kurze Titel mit "Fantasiebegriffen" à la GF, TB, OP, GE, CR, SF einfach griffiger sind und schneller assoziiert werden als solche Sprichwörter oder Halbsätze wie YOLT, AVTAK, TND, TWINE, DAD.

AVTAK wird kommen, aber zuerst muss ich Eon Productions wohl einmal kurz untreu werden.

Übrigens, wie du siehst habe ich deinen Beitrag verschoben. Der Thread in dem du ursprünglich gepostet hast (bzw. das gesamte Unterforum) ist nur für das übersichtliche Sammeln von Rezensionen gedacht, nicht für Diskussionen und Antworten.
We'll always have Marburg

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

813
Gestern OP im O-Ton angeschaut.
Der Film ist bei mir im (mittleren) Mittelfeld.

Soundtrack:
Der Soundtrack gefällt mir. Warum? Weil Barry wie üblich wiedererkennbare und zeitlose Melodien sowie Themen geschaffen hat. Die romantischen und actionreichen Melodien haben auch einen sehr schönen Lokalkolorit.
Nichtsdestotrotz gefallen mir die meisten anderen Barry Scores besser, was aber Kritik (wenn überhaupt) auf sehr hohem Niveau ist.
Das Titellied gehört für mich zu den schwächsten der Serie - träges Gedudel.

Schauplätze:
Die Indienschauplätze sind exotisch, hauen mich aber persönlich nicht vom Hocker.
Genau wie bei FYEO fehlt mir auch im ganzen Film das "Epische" aus anderen Bondfilmen.

Schauspieler:
Sehe ich ähnlich vom Niveau her wie bei FYEO, wobei mir Louis Jordan als Kamal Khan besser als Kristatos gefällt, was allerdings auch nicht schwer ist. Gobinda ist ein klassischer Henchman, Orlov wirkt auf mich aufgrund seiner Besessenheit auch sehr überzeugend. Maud Adams als Octopussy bleibt es etwas blass, da gefällt mir Magda deutlich besser.

Logik/Handlung:
Die Ei Thematik ist im Nachhinein (nach dem Durchlesen) logisch. Wenn man aber den Film anschaut und nicht Pausieren will, erschließt sich mir die Thematik nicht ad hoc. Finde es aber nicht allzu störend, da die Hauptthematik - Zünden einer Atombombe in Deutschland - wichtiger ist und letztendlich ja auch im Film erklärt wird.

Zum Thema Klamauk in OP: Ich kann mich nicht ganz anschließen, dass OP wesentlich mehr Klamauk als FYEO bietet.

FYEO:
- Papagei
- der Weintrinker
- die umfallenden Skifahrer
- in gewisser Weise permanent Bibi
- die Verfolgungsjagd mit der Ente in Spanien auch in Teilbereichen
- die Eishockeyszene mit den drei Signaltönen der im Tor landenden Eishockeyspieler

OP:
- der Tarzanschrei
- die Deutschen im Auto („ja ja ja ja“ :D),
- Marktszenen mit dem Nagelbrett und dem Schwert

Die Tankszene mit dem Jet finde ich lustig und Mooretypisch und nicht peinlich wie z. B. den Tarzanschrei. Die Tigerszene ist im Englischen auch nicht ganz so klamaukig wie in der deutschen Synchro.

7/10

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

817
Henrik hat geschrieben: 30. Oktober 2018 21:09 Der Weintrinker taucht aber auch in MR und TSWLM auf...

Insgesamt fällt der Klamauk in OP deutlich mehr auf
. FYEO bleibt insgesamt deutlich ernster und wird von derartige Szenen nicht so sehr geprägt wie OP.

Die Maggie Thatcher-Szene ist dann aber doch zu viel.
Wo fällt das denn mehr auf bzw. wird in OP mehr geprägt? Das könnte ich nur von der Tarzan Szene behaupten und im Vergleich zur Papagei Szene ist die wesentlich harmloser, da sie nur beiläufig vorkommt.

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

818
In Bezug auf den Klamaukanteil sind FYEO und OP tatsächlich recht ähnlich, was auch nicht weiter verwundert, kam die Kurskorrektur in FYEO doch sowohl bei Publikum als auch bei Kritik gut an und entsprechend hielten sich die vier kreativen Köpfe auch bei OP eng an das Konzept des Vorgängers. Einen Unterschied sehe ich allerdings dann hinsichtlich des Klamauks darin, dass dieser in OP beiläufiger ist, während in FYEO zumeist konkret darauf hin inszeniert wird. Beispiel Blofelds Schornsteinflug in der PTS, welcher die Szene mit einem humorigen Paukenschlag beendet. Oder die Eishockey-Szene, in welcher die Torsirene ebenfalls die Szene humorvoll abschliesst. Die finale Thatcher-Sequenz ist dann praktisch gleich ganz eigenständig und von der "normalen" Handlung abgekoppelt. Bei OP läuft viel des Klamauks nebenher, wie bei der Marktverfolgung (Tennis-Hin-und-Her, Fakir-Attraktionen), der Dschungelhatz (Tarzan, Tiger) oder sogar dem ansonsten recht seriösen Wettrennen nach Feldstadt (mit Bubi und Schatzi). Es gibt in beiden Filmen natürlich auch Ausnahmen von dieser Tendenz, aber eine entsprechende grundlegende Richtung kann ich für mich hier schon erkennen und in meinen Augen ist das auch ein Grund, warum sich in FYEO dann am Ende die Albernheiten harmonischer einfügen und das Gesamtkonzept zwischen Spass und Ernsthaftigkeit stimmiger ist.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

819
Gut getroffen. Dadurch dass vieles in OP nebenher läuft, prägt es den Ton des Filmes. In FYEO sind derartige Szenen in sich abgeschlossener. Das soll nicht heissen, dass sie sich schlecht in den Film einfügen oder nicht zu FYEO passen, aber wenn eine derartige Szene vorbei ist, dann war es das auch.

Bei einer Szene weiss ich gar nicht so recht, ob das ernst oder lustig ist: Der Angriff der Eishockey-Spieler. Auch wenn die Szene am Anfang durch das erloschene Licht etwas beängstigend wirkt, spätestens durch Bonds "Tore" fällt das eher unter Klamauk. Ferraras Tod im Anschluss bildet dazu einen kompletten Kontrast.

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

820
AnatolGogol, kann Dir eigentlich in allen Punkten zustimmen.
Ich nehme den beiläufigen Klamauk etwas anders auf. Dadurch, dass der Tarzanschrei und die Tigerszene eben nur beiläufig und kurz zu sehen/hören sind, prägen sie für mich eben nicht die Grundtendenz des Filmes. Ich verbuche das eher unter Klamauk - Haken auf der Checkliste und weiter.
Da geben mir häufiger vorkommende Klamaukszenen viel mehr den Ton vor.
Insgesamt fällt der Klamauk in OP deutlich mehr auf.
Das würde aber doch eher für einen ernsteren OP sprechen, wenn es im Vergleich zum restlichen Film mehr auffällt?
Wenn es in FYEO weniger auffällt (hier gibt es mehr Klamaukszenen), spricht das ja ergo für einen weniger ernsten Grundton.
Für mich persönlich geben sich da die beiden Filme nicht viel. Bond halt. :)

Henrik hat geschrieben: 31. Oktober 2018 12:09 aber wenn eine derartige Szene vorbei ist, dann war es das auch.
Ich sehe da den Unterschied zu OP nicht. Da sind derartige Szenen dann auch vorbei, wobei man sagen kann, dass in FYEO die nächste Szene ja dann auch alsbald folgt.

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

821
OP wurde von mir auch lange Zeit ziemlich unterschätzt, mittlerweile ist er für mich der beste Moore Bond nach TSWLM. Cast und Action allein sind um einiges besser und dynamischer als die Filme davor und danach (FYEO und AVTAK), auch das Bondgirl passte viel besser zu Roger, schon allein vom Alter

Der Plot ist tatsächlich ziemlich komplex, und früher hab ich den Film auch schwer verstanden, aber ergibt tatsächlich Sinn, jeder hat im Prinzip eigene Absichten, Kamal Khan gings um Geld, Orlov um Machteroberung, schließlich nutzen beide Octopussy aus und der Plan schien ja auch fast aufzugehen.

Auch der Score von Barry ist wie eigentlich immer sehr gelungen, ob es die verschiedenen Variationen vom Titelsong sind oder natürlich auch der Einsatz des Bond-Themes, welches wieder deutlich öfter verwendete wurde von ihm als in seinem vorherigen Film MR, wohl auch mit dem Hintergedanken um sich von NSNA deutlich abgrenzen zu können. Leider gibt es immer noch etliche Stücke vom Score die noch nicht veröffentlicht wurden, die Masterbänder müssten ja da sein im Gegensatz zu MR, schade dass sich auf diesem Sektor seit Ewigkeiten nichts tut.

Einer meiner Lieblingsszenen ist ja die wo Bond anfängt bei der Auktion mitzubieten und Fanning plötzlich verdutzt schaut und sagt "Sind sie verrückt geworden", oder Bonds Blick auf die Uhr (im Affenkostüm) nachdem Khan verlautbart wie spät es gerade ist, das passt einfach zu perfekt in die Moore-Zeit. Klar gibt es auch viele Leute denen der Film nicht so gefällt aber mich hat er letztens wirklich gut unterhalten.

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

822
So nun mal mein Senf zu OP. Dem Film wird oftmals vorgeworfen nach dem Bodenständigen FYEO wieder mehr in albernen Klamauk abzudriften. Dabei ist OP genau wie AVTAK im Prinzip einfach die logische Fortführung der FYEO Schiene. Den größten Unterschied machen die Villains bzw Henchmen. Waren die in FYEO noch sehr bodenständig geschrieben und gespielt ist in OP das pure Gegenteil der Fall. Khamal Kahn und Orlov sind beide herrlich overactet wo´s nur geht. Es gibt den Henchmen der in bester Oddjob Manier Würfel zermallmt, oder den andren mit dem Kreissägeblatt Jojo. Auch hat der Fim etwas Märchenhaftes. Deswegen funktionieren die lustigen Szenen meiner Meinung nach in OP auch viel besser als in FYEO.

Natürlich gibt es leider einige total bescheuerte Sachen (Tarzanschrei, Bond Theme beim Schlangenbeschwörer), die Indien Klischees sind ebenso unnötig wie die Deutschen Wurstfresser. Und Q´s Kroko Tarnung ist so blöd dass sie schon wieder lustig ist. Dafür entschädigen aber so viele tolle Sachen. Hammer PTS, Verfolgungsjagden, die ganze Zug Action, wieder viel bessere Locations und Set´s, Showdown mit Flugzeug. Wahnsinn was die Stuntleute bei Bond so abgeliefert haben. Auch das herrliche Zusammenspiel zwischen Bond und Khamal Khan beginnend bei der Ei Auktion, über ihre Würfelpartie bis zum Showdown find ich Klasse, und vor allem sehr Bond typisch.

Was besonderes ist auchl wie am Anfang 009 im Clown Kostüm gejagt wird und am Ende 007 im Clown Kostüm steckt. Solche Sachen machen OP absolut einzigartig. Generell fallen mir einige Kleinigkeiten auf die Rogers Darstellung Menschlicher erscheinen lässt als früher. Das er zB. 009 erwähnt und rächt, oder die Verzweiflung beim warnen der Menschen vor der Bombe. Vor allem aber auch seine Reaktion beim ermordeten Vjay. Das haben sie leider im Deutschen total verkackt, denn im Oton sagt er mit Sanfter Stimme „no more Problems“, und deckt ihn zu. Im Deutschen sagt er „es gibt noch mehr Proleme“. Idiotisch!

Maud Adams passt mal halbwegs zu Roger so vom Alter her und generell passt die Chemie. Aber die vielen denkwürdigen Bad Guys heben den Film für mich weit über FYEO. Neben den bereits genannten sind noch die Messer werfenden Zwillinge was ganz besonderes wie ich finde. Rogers Alter macht sich natürlich bemerkbar, und wahrscheinlich wäre es besser gewesen wenn er nach OP aufgehört hätte. Wobei ich AVTAK aber auch nie missen möchte.

Für mich ist OP eine kleine Perle im Bonduniversum, ein toller Film, vielleicht der den ich immer anschauen kann egal worauf ich grad Bock hab.
„Ich bin hier, um dich zu töten.“
„Und ich dachte, du bist hier, um zu sterben.“

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

823
Wie gesagt, ich mag OP nicht ungern.
Trotzdem steckt der Film voll Lächerlichkeiten.
Allein der Tarzenschrei. Da wird über MR Dinge
gelästert, der um einiges ernster zu nehmen ist!
Aber in OP allein schon den Tarzanschrei
zu akzeptieren, ist mir persönlich unmöglich.
Das war wirklich einfach nur schlecht und gehört
nicht in einen Bond rein. Weiteres Unverständnis
ist bei der Szene mit dem Affenkostüm.
Bond steckt im Kostüm fest, während seine
Gegner sich im Wagon aufhalten. Von einer
Sekunde zur anderen ist er dann auf einmal
(als die Kamera nicht filmt) aus dem Kostüm
draußen und steigt aufs Dach des Zuges.
Das war ebenfalls unglaubwürdig und nicht
gerade geschickt gemacht. Was ich auch schlecht
finde, ist die Szene mit dem Tiger und der deutschen
Sinchronisation "Du gehörst in den Tank"! Sorry, nee!
OP bietet für meinen Geschmack zuviel Zirkus.
Kostüme und Kulissen sind sehr gut, aber vieles
andere zu überdreht in dem Film. Ich finde,
man kann diesen Film nicht gerade ernst nehmen,
da er voller Lächerlichkeiten steckt. Was man MR
vorwirft, finde ich hier um ein vielfaches schwächer
und nicht gerade authentisch.
>>MOONRAKER<<? "Dann wissen Sie, daß der Raumpendler auf dem Rücken einer
747 irgendwo abgestürzt ist. Flugzeug und Shuttle wurden total zerstört. -Korrekt?"

Re: Filmbesprechung: "Octopussy (OP)"

824
Tscheims.Hond hat geschrieben: 2. März 2019 23:13
Für mich ist OP eine kleine Perle im Bonduniversum, ein toller Film, vielleicht der den ich immer anschauen kann egal worauf ich grad Bock hab.
Sorry, für mich total unverständlich.
Gerade OP als Perle im Bonduniversum zu nennen.
MR findest du lächerlich, aber OP nicht?
Ich finde genau die vielen Schwachsinnigkeiten
sind eher in OP zu finden!
Aber was solls, wie du's schon geschrieben hattest,
jeder hat seine Lieblinge... :mrgreen:
>>MOONRAKER<<? "Dann wissen Sie, daß der Raumpendler auf dem Rücken einer
747 irgendwo abgestürzt ist. Flugzeug und Shuttle wurden total zerstört. -Korrekt?"