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Filmbesprechung: "The World Is Not Enough (TWINE)"

#1
Gestern sah ich "The World Is Not Enough" (1999) von Regisseur Michael Apted. Durch die hinterlistige Elektra King und einigen unerwarteten Wendungen im Plot ist "The World Is Not Enough" meiner Meinung nach der gelungenste Bondfilm der Brosnan-Bondfilme.

Da ich den Film bisher (nur) zweimal gesehen habe, sind mir einige Punkte eher unklar.

  • Welches Ziel verfolgt Elektra King? Warum möchte sie Istanbul zerstören lassen? Schadet das doch nicht ihren Ölgeschäften?

    Welches Ziel verfolgt Victor Zokas?

    Bitte um eventuell notwendige Korrektur der folgenden zwei Sätze: Elektra King lässt ihren Vater umbringen um die Macht über den Ölkonzern der Familie zu erlangen und um den Diebstahl ihres Vater am Land ihrer Familie zu rächen.
    Elektra King möchte M umbringen, weil M sie zulange in der Gefangenschaft Zokas gelassen hatte.

    Warum benutzt Elektra Victor Zokas?

    Inwiefern kam James Bond Elektra Kings Plan entgegen? War er bloß der Mittelmann um an die verhasste M heranzukommen?

    Warum wird der halbe Atomsprengsatz in der King-Pipeline detoniert?

    Warum stellt der Neffe Valentin Zukovskys das russische Atom-U-Boot für Elektra King zur Verfügung?

    Wie wird Zokas durch diesen Metallstab, den er in den Reaktor (?) des Atom-U-Bootes einbringt, getötet bzw. warum (was hat Bond technisch damit zu tun?)

    Wer ist eigentlich der Charakter Bill Tanner, der bereits einige Male in den Bondfilmen vorkam? Ist das der Stabschef Ms?


Ich hoffe die Fragen sind für diejenigen, die den Film bereits oft gesehen haben, nicht zu trivial. :|

Anmerkung an die Moderatoren: Ich habe durch die Suchfunktion keinen derartigen Thread finden können, falls es bereits einen geben sollte, bitte diesen Post verschieben und den Thread sperren.
Plenty O'Toole: I'm Plenty!
James Bond: But of course you are!
("Diamonds Are Forever", 1971)

Re: Filmbesprechung: The World Is Not Enough (1999)

#2
Tanaka hat geschrieben:Welches Ziel verfolgt Elektra King? Warum möchte sie Istanbul zerstören lassen? Schadet das doch nicht ihren Ölgeschäften?
Sie ist/war eine Frau, was erwartest Du da an nachvollzihbaren Motiven für ihr Handeln?

Tanaka hat geschrieben:Welches Ziel verfolgt Victor Zokas?
Er bekam wohl mal einen schlecht gewürzten Döner, abgesehen davon hat er wohl irgendwelche Probleme damit nichts mehr zu fühlen, da kann man schon etwas strange reagieren.

Tanaka hat geschrieben:Bitte um eventuell notwendige Korrektur der folgenden zwei Sätze: Elektra King lässt ihren Vater umbringen um die Macht über den Ölkonzern der Familie zu erlangen und um den Diebstahl ihres Vater am Land ihrer Familie zu rächen.
Elektra King möchte M umbringen, weil M sie zulange in der Gefangenschaft Zokas gelassen hatte.
Satz 1: Aye.
Satz 2: Naja, der Name Elektra hat in und seit der griech. Mythologie ja eh' keine gute Bedeutung für MILFs, da sie sich aber in Renard verknallt hat denke ich eher daß sie einen Elektra-Komlex hatte.

Tanaka hat geschrieben:Warum benutzt Elektra Victor Zokas?
Warst Du noch nie mit einer Frau zusammen? ;)

Tanaka hat geschrieben:Inwiefern kam James Bond Elektra Kings Plan entgegen? War er bloß der Mittelmann um an die verhasste M heranzukommen?
Well, vielleicht hatte der MI6 grad keine besonderen Einsätze, ich fragte mich auch wieso 007 die Asche aus einer Bank in Bilbao abheben sollte.
Aber da Bond grad mal dabei war als dieser Schotter dann verbrannt wurde... aber das war ja auch egal, nach seiner Rutschpartie auf dem Millenium-Dome sollte 007 ja eh' zu Hause bleiben, also im Grunde "mogelte" er sich in dieses Abenteuer.
Wie gesagt, war wohl grad nichts anderes zu tun...

Tanaka hat geschrieben:Warum wird der halbe Atomsprengsatz in der King-Pipeline detoniert?
Um vorzutäuschen daß der ganze gestohlene Sprengsatz zur Explosion gebracht wurde.
Wer weiß, vielleicht hätte man ein paar Seperatisten die Schuld in die Schuhe schieben können... wäre interessant für die Weiterentwicklung der Pipeline.

Tanaka hat geschrieben:Warum stellt der Neffe Valentin Zukovskys das russische Atom-U-Boot für Elektra King zur Verfügung?
Weil Renard's Leute ihn und seine Besatzung gekillt haben, damit wurden die Besitzverhältnisse schneller geklärt als durch zähe Verhandlungen.

Tanaka hat geschrieben:Wie wird Zokas durch diesen Metallstab, den er in den Reaktor (?) des Atom-U-Bootes einbringt, getötet bzw. warum (was hat Bond technisch damit zu tun?)
Den Nonsense habe ich auch bis heute nicht gerafft.

Tanaka hat geschrieben:Wer ist eigentlich der Charakter Bill Tanner, der bereits einige Male in den Bondfilmen vorkam? Ist das der Stabschef Ms?

Röschdösch!
"Mir waren Männer im Rock schon immer suspekt, Q, Ihnen nicht auch?"
"Ersparen Sie mir Ihre Weisheiten, 007!"

Re: Filmbesprechung: The World Is Not Enough (1999)

#3
Zunächst mal danke für deine Antwort, ArtMalik!
ArtMalik hat geschrieben:
Tanaka hat geschrieben:Welches Ziel verfolgt Elektra King? Warum möchte sie Istanbul zerstören lassen? Schadet das doch nicht ihren Ölgeschäften?
Sie ist/war eine Frau, was erwartest Du da an nachvollzihbaren Motiven für ihr Handeln?
Tut mir Leid, diese sexistische Bemerkung hat meine Frage aber nicht behandelt. :?
ArtMalik hat geschrieben:
Tanaka hat geschrieben:Welches Ziel verfolgt Victor Zokas?
Er bekam wohl mal einen schlecht gewürzten Döner, abgesehen davon hat er wohl irgendwelche Probleme damit nichts mehr zu fühlen, da kann man schon etwas strange reagieren.
Diese Antwort leider auch nicht.
ArtMalik hat geschrieben:
Tanaka hat geschrieben:Bitte um eventuell notwendige Korrektur der folgenden zwei Sätze: Elektra King lässt ihren Vater umbringen um die Macht über den Ölkonzern der Familie zu erlangen und um den Diebstahl ihres Vater am Land ihrer Familie zu rächen.
Elektra King möchte M umbringen, weil M sie zulange in der Gefangenschaft Zokas gelassen hatte.
Satz 1: Aye.
Satz 2: Naja, der Name Elektra hat in und seit der griech. Mythologie ja eh' keine gute Bedeutung für MILFs, da sie sich aber in Renard verknallt hat denke ich eher daß sie einen Elektra-Komlex hatte.
Nun, der Elektrakomplex in der Psychoanalyse beschreibt eine enge Bindung der Tochter zu ihrem Vater und eine gleichzeitige Ablehnung ihrer Mutter. Elektra King hätte der Definition nach gerade keinen Elektrakomplex, da sie ihren Vater hasst und ihn töten lässt, ihre Mutter und die Familie allerdings hoch verehrt.
ArtMalik hat geschrieben:
Tanaka hat geschrieben:Warum benutzt Elektra Victor Zokas?
Warst Du noch nie mit einer Frau zusammen? ;)
Natürlich, aber das hat mit meiner Frage wenig zu tun. Liebt Elektra Victor Zokas wirklich oder spielt sie diese Liebe bloß vor um ihn gefügig zu machen?
ArtMaik hat geschrieben:
Tanaka hat geschrieben:Warum wird der halbe Atomsprengsatz in der King-Pipeline detoniert?
Um vorzutäuschen daß der ganze gestohlene Sprengsatz zur Explosion gebracht wurde.
Wer weiß, vielleicht hätte man ein paar Seperatisten die Schuld in die Schuhe schieben können... wäre interessant für die Weiterentwicklung der Pipeline.
Nun, aber jeder Atomtechniker könnte ja berechnen, dass nicht das gesamte Plutonium in der Bombe gezündet wurde. Militärs dürfte das doch auch interessieren. Das restliche Plutonium könnte an Terroristen verkauft werden.
Was hat Elektra King davon, wenn sie ihre eigene Pipeline zerstört? Mitgefühl von der Konkurrenz? :roll:
ArtMalik hat geschrieben:
Tanaka hat geschrieben:Warum stellt der Neffe Valentin Zukovskys das russische Atom-U-Boot für Elektra King zur Verfügung?
Weil Renard's Leute ihn und seine Besatzung gekillt haben, damit wurden die Besitzverhältnisse schneller geklärt als durch zähe Verhandlungen.
Das ist mir schon klar, aber warum fährt das russische Atom-U-Boot überhaupt nach Istanbul? Das sind ja keine russischen Gewässer.
Plenty O'Toole: I'm Plenty!
James Bond: But of course you are!
("Diamonds Are Forever", 1971)

#4
Das Öl wird in Istanbul auf Schiffe verladen. Das ist Elektras Konkurrenz. Sie vernichtet den Wichtigsten Ölhafen des Bosporus damit in Europa nur noch das Öl gekauft wird das durch ihre Pipeline kommt.

Renard liebt Elektra und tut es für sie.

Nun Stockholmsyndrom, sie hat sich in ihren Entführer verliebt. Außerdem ist er das ideale Werkzeug. Renard ist ein gnadenloser Killer der sie Liebt und keinen Schmerz spürt.

Das mit der Pipeline ist so: Elektra möchte den Verdacht von sich ablenken indem sie ein stück ihrer Pipeline sprengt, damit niemand sie für das gestohlene Plutonium verantwortlich macht. Das bisschen Plutonium das bei der Bombe war soll in der GEgend herumfliegen und den Anschein erwecken das alles Weg ist um wiederum davon abzulenken das das Plutonim noch existiert.

Nun weil Valentins Neffe (nicht genau wusste um was es eigentlich geht) aber ne Geld ihm dafür angeboten wurde.

Bond bringt einen Druckluftschlach der Abgegangen war wieder an und legt den Schalter um der Den Stab wieder aus dem Reaktor rausholt. Der fliegt Renard in den Bauch. (Ich weiß es aber nciht mehr genau...ist schon etwas her das ich den Film zum letzten mal gesehen haben)

=)
Bild

#5
so, hier bin ich wieder und dieses mal mit nr. 19 meines bond-marathons: TWINE

wieder etwas persönliches zu beginn:
GE war mein erster bond im kino und TWINE somit mein dritter. als ich TWINE damals gesehen hatte, war ich mir sicher grade den besten bondfilm aller zeiten gesehen zu haben (JA; ich hatte damals schon alle mehrmals gesehen und kannte mich aus und NEIN, ich sehe das heute nicht mehr so ;-) )

warum habe ich damals so gedacht? weil TWINE neben den üblichen zutaten einige scheinbar wirklich gute dialoge enthielt und ein film ist, der mehr als alle bondfilme bis dahin charakterzeichnung und -entwicklung in den vordergrund stelt (ja, das sehe ich heute noch so zumindest bis CR kam).

doch von anfang an:
die PTS ist natürlich der wahnsinn, wobei man wissen muss, dass die bootsverfolgung eigentlich nicht für dies PTS gedacht war, sonder danach kommen sollte. ich finde aber schon die kurze episode in bilbao sehr gelungen und spannend. man ist schneller denn je in der handlung und mit bond in einer spannenden mission ohne zu wissen um was es geht (und um ehrlich zu sein, ich habe das bis heute nicht ganz verstanden mit dem geld :-( )
die bootaction ist superb, hier stimmt alles. david arniold ist hier auf dem höhepunkt seiner arbeit für bond. die richtige kombination aus spaß und over the top action in realer umgebung.

was mir an TWINE besonders gut gefällt ist die darstellung der beziehung der hauptdarsteller! seit GE hat sich das verhältnis von bond und M konstant entwickelt. hier sieht man den respekt den sie sich gegenseitig entgegen bringen. M vertraut bond soweit, dass sie ihn in persönliche entscheidungen einbezieht und ihm eigentlich geheime dinge aus älteren missionen mitteilt. sie gesteht sogar praktisch fehler ein. außerdem verlässt sie sich - man vergleiche mit GE - auf seinen instinkt!
ähnlich gut, ist es bei der bond-Q beziehung. wie schon bei GE und TND zu sehen, ist der brosnan-bond Q am nächsten. wieder diese art von respekt, die brosnan sehr gut rüberbringt.ein schöner, persönlicher und sehr gelungener abschied für llewelyn!
Qs nachfolger "R" ist natürlich hier eine witzfigur, doch schön ist, wie viel spaß bond und Q haben, sich über ihn lustig zu machen. nach dem motto "wir sind die alten hasen, guck dir mal den anfänger an..."

die story an sich ist wieder wie immer bei brosnan mit aktuellen hintergrund (den man auch so heute noch mal verfilmen könnte...ukraine...russland...erdgas...). wieder nimmt man sich ein wichtiges thema vor und bereitet es bond-mäßig auf. dennoch habe ich ein problem mit der handlung, bzw. der eigentlich motivation für bonds mission. denn über lange zeit geht es ja nur um M und ihr verhältnis zur king familie. kann sie dafür ihre 00-abteilung einsetzen??? überhaupt ist M hier sehr mobil, was sicher unangemessen ist, dennoch sind ihre szenen toll und treiben ja die handlung.

die drehorte dieses mal bilden einen erstaunlichen kontrast zu vielen anderen bondfilmen. hier sind es mal nicht die schönen, angenehmen und luxuriös exotischen urlaubsorte der welt, sondern durchaus dreckige aber zur story passende regionen (sehr schöne aufnahmen von den ölfeldern..) die kamera ist meiner meinung nach wieder besser als bei TND, dessen bilder ich zu oft merkwürdig grob und nebelig fand.

kommen wir zum protagonisen: bond. brosnan ist hier auf dem höhepunkt seiner darstellung. wirkte er in GE noch etwas steif und vor allem eingeschüchtert durch die verwirklichung seines kindheitstraums bond zu spielen, hat er hier die totale kontrolle übernommen. er IST bond, oder zumindest der bond der er sein wollte (und den viele filmfreunde eben toll fanden). in viele szenen ist er aber darüber hinaus viel besser als manche uns heute weis machen wollen:
- die szenen mit M und Q habe ich genannt
- sein knallhartes gesicht in den ersten minuten, nachdem er die typen erschossen hat und sich umdreht
- die szenen mit elektra zeigen eine tiefe, die ich bis dahin nicht in bondfilmen für möglich gehalten hatte. OK nach craig mag man das relativieren aber es ist so! hier geht es wirklich um charaktere, die figuren sind viel menschlicher als viele zuvor! und die entwicklung der beziehung bond-elektra ist interessant. auch wird mal wieder bonds schwäche (frauen) thematisiert und zwar besser denn je
- bonds dialoge mit und sein umgang mit renard sind auch sehr sehenswert.
- höhepunkt ist für mich die folterszene und elektras tod! wie bronan hier knallhart mit ihr umgeht und dann noch einen oneliner rüberbringt, der hier schnell billig wirken könte aber eben doch gut rüberkommt...

auch andere szenen wissen zu gefallen, so der dialog zwischen M und renard sowie renards szenen mit elektra. wundervoll. ohnehin ist renards charakter interessant und neu für bondfilme: zunächt hält man ihn für den bösewicht, dann erkennt man, dass er nur der gehilfe für elektras finstere pläne ist. und dennoch ist er mehr, eine fast traurige gestalt, der zwar seine eigene motivation hat, dessen glaube daran und seine liebe zu elektra von ihr schamlos ausgenutzt wird.

leider hat der film aber auch deutliche schwächen- während GE wie aus einem guss wirkt und TND ein gelungener action-kracher ist, habe ich bei TWINE das gefühl, dass man zu viel wollte. zu viele wichtige charaktere und zu viele szenen zur charakterzeichnung. dann kommt noch hinzu, dass es szenen gibt, die überflüssig zu sein scheinen - zumindest an bond-maßstäben gemessen. auch erscheint mir TWINE nicht so logisch wie GE oder TND. beispiele:
- warum der anschlag beim skifahren auf bond und elektra? war das nicht gefährlich, da ja elektra die chefin ist? oder galt der nur bond, dann aber unlogisch wie er so schnell organisiert werden konnte, da bond grad erst unverhofft angekommen war.
- dass elektra ausgerechnet im kasino in einer so offensichtlichen art valentin bezahlt, während bond dabei ist, ist merkwürdig.
- der mord an prof. arkov ist dumm. selbst wenn bond nicht die rolle von davidov (und damit ja arkov) übernommen hätte, wäre der schwindel später dr. jones aufgefallen da davidov ja noch jünger als bond ist
- warum um alles in der welt kann bond so einfach davidovs rolle übernehmen, obwohl niemand der terroristen bond kennt???

zur action: die lange PTS ist ein früher höhepunkt, fast noch besser gefällt mir aber die bunker szene mit ihrem tollen set design. hat es jemals bei bond einen so spannende szenen gegeben, bei der sich aus einem dialog eine so tolle action ergibt? auch schön ist, wie renard sich über bond lustig macht, da dieser ja wirklich noch keine ahnun ghat, worum es geht (wir als zuschauer auch nicht). wie bond am ende auf renard schießt und der seelenruhig hinterm ´panzerglas steht, sehr witzig.
der film hat insgesamt sehr viel action. während mich die neuartige pipeline szene noch überzeugen konnte, und der showdown unter wasser davon lebt, dass man brosnan oft bei eigenen stunts erkennen kann, fallen für mich die ski szene und die caviar fabrik total ab. skiszenen haben wir bei bond schon deutlich besser gesehen und die action in der caviar fabrik ist einfach übertrieben. um was geht es hier eigentlich? und während eine auto-fernsteuerung im handy noch OK war, ist diese im schlüsselanhänger doch dann too much.

sehr schön finde ich im film wie valentin, elektra und renard ihr ende finden. bei valentin zeigt sich in seiner letzten handlung noch ein gewisser professioneller respekt gegenüber bond, - wie er in GE thematisiert wurde, bei elektras tod hat mich die kaltblütigkeit bonds beeindruckt. und renards tod ist ja dann nur noch cool (wenn auch nicht ernst zu nehmen).

immerhin, hier hat ein film mal wieder einen showdon ohne MGs und große massenszenen.

fazit:
bonds dritter auftritt überzeugt durch seine darstellung, weniger durch die handlung, die etwas wirr und unlogisch scheint. der film leidet darunter, dass die beste action schon am anfang ist und gegen ende eher schlechter wird. stark sind die dialoge und die charaktere, doch irgendwie scheint der film dabei auch etwas übers ziel hinauszuschießen. TWINE ist für mich der drittbeste brosnan film
"It's been a long time - and finally, here we are"

#6
Deine Kritik danny ist mal wieder super, und ich stimme wie bisher ( außer halt QOS :wink: ) immer ziemlich genau mit dir überein. Nur das der Film für mich halt Brosnans bester ist. Die schwächen die du erwähntest sind sicher war, jedoch gibt’s die in fast allen Bondfilmen (um nicht zu sagen in fast allen Filmen), und über solche Sachen sollte man sich oft nicht zu sehr den Kopf zerbrechen. Ich finde TWINE hat den besten Brosnan, den besten Schurken der Brosnan Filme, M hat verdientermaßen mal eine größere Rolle, Electra find ich die schönste Frau aller Bondfilme, und der tolle Desmond Llewelyn noch mal in seiner letzten Rolle als Q. :cry: Eine wunderbare Titelsequenz noch dazu, und die Skiaction ist denk ich fast schon eine Hommage an ältere Bonds. Wahrscheinlich auch deswegen völlig unnötig hineingeschrieben :)

9 von 10 von mir aus hier
„Ich bin hier, um dich zu töten.“
„Und ich dachte, du bist hier, um zu sterben.“

#8
danielcc hat geschrieben:scheint als sei TWINE der film an dem das wenigste interesse hier im forum besteht...
Das ist aber auch ein Streifen bei dem man nicht weiß was man von ihm halten soll. Schon fast schlimmer als bei DAF. :wink:

#9
007James Bond hat geschrieben:
danielcc hat geschrieben:scheint als sei TWINE der film an dem das wenigste interesse hier im forum besteht...
Das ist aber auch ein Streifen bei dem man nicht weiß was man von ihm halten soll. Schon fast schlimmer als bei DAF. :wink:
wieso? daf ist mist. twine hat viele gute ansätze ;-)
also los, schreib was ;-)
"It's been a long time - and finally, here we are"

#10
danielcc hat geschrieben: wieso? daf ist mist. twine hat viele gute ansätze ;-)
also los, schreib was ;-)
öhm.....ich muss weg!

Ich hab’s mal versucht als ich den Film Anfang Januar sah. Hat nicht geklappt was ordentliches auf den Datenträger zu bringen.
Da gibt es tolle Ansätze wie die Szenen in Bilbao oder der Zwischenfall im Mi6 und die Idee einer Verfolgungsjagd auf der Themse, aber dieses dämliche "Fischerboot" (das kam echt ernst gemeint von Q rüber) und Mega-Maschinengewehre und Granatwerfer des Zigarren-Girls sind daneben. Ein tolles Szenario was durch die Materialschlachteinlagen wieder einmal versaut wurde. Die OHMSS Hommage mit Übersetzung ins Materialschlachtzeitalter ist noch weniger gelungen. Die Story drumrum finde ich jedoch gut. Die Villian Konstellation ist mit Elektra King interessant, aber ihr "Partner" eine Witzfigur.
Das Finale auf der Insel und im U-Boot hingegen hat mir schon immer gefallen. Brosnans Sprung und Tauchgang mit der Musik dazu ist einfach klasse.

Tut mir Leid. Ist sehr Oberflächlich, aber wie gesagt ich tue mich da schwer. Es gibt viele gute Ansätze wovon eher wenige gelungen sind.

#11
Ihr Partner? Robert Carlyle?
Gott, der ist doch großartig. Der kann gar nicht anders als großartig sein.

TWIE ist ein guter Bond. Brosnans Zweitbester.

#12
Maibaum hat geschrieben:Ihr Partner? Robert Carlyle?
Gott, der ist doch großartig. Der kann gar nicht anders als großartig sein.

TWINE ist ein guter Bond. Brosnans Zweitbester.
ja, die rolle von carlyle ist zwispältig, ich kann euch beide verstehen.
carlyle wird ja als DER bösewicht eingeführt und seine schmerzunempfindlichkeit und sein vorgehen erscheinen zunächst eiskalt und knallhart. soweit so gut, dann tritt aber elektra in erscheinung und durch ihre beziehung zu renard wirkt dieser etwas degradiert und schwach. das ist aber absicht und besonders rafiniert, die frage ist nur ob es gut wirkt. carlyle ist auf jeden falls schauspielerisch eine granate und vor allem hat er starke einzelszenen (gespräch mit M, konfrontation mit bond im bunker (geile szene)...)
er erscheint letztlich als tragische figur, da er und seine eigene überzeugung elektra sehr gut in ihren plan passt und sie seine liebe zu ihr ausnutzt. eigentlich echt gut.

insgesamt ist TWINE (und das gilt insb. für elektra und renard) einer der filme der reihe, der am stärksten charakter-getrieben ist (vielleicht neben CR und OHMSS). außerdem ist hier das geglückt, was vorher bei bond nie richtig funktioniert hat, nämlich die aufteilung der villain rolle auf zwei (OP, FYEO, TLD).
"It's been a long time - and finally, here we are"

#13
Spottiswoode, Apted, Tamahori.
Ich habe bei keinem so genau verstanden warum ausgerechnet diese 3 als Bond Regisseure ausgewählt wurden. (OK, kein Risiko, aber dann auch kein ...)

Michael Apted ist von diesen der unauffälligste, einer dessen Filme so gut sind wie die Stoffe, die Drehbücher die er hat. Ein ausgesprochener Actionregisseur ist er auch nicht, und so sind denn auch die grundsoliden Actionszenen nicht unbedingt die Höhepunkte des Films. Am besten funktionieren hier auch die etwas intimeren Sachen wie der Bilbao Anfang und das U-Boot Finale.

Ganz klar, für Die Welt ist nicht genug hätte man einfach ein anderes Regie Kaliber benötigt. Einen Regisseur der sich von den vorhandenen Ideen inspirieren lässt, der etwas von diesen Dingen hinzufügt die einen Film groß machen, und die auf der Drehbuch Ebene kaum erklärbar sind, visuelles Denken eben. Es ist jedenfalls der Brosnan Bond wo ich mir am ehesten Martin Campbell gewünscht hätte. Und ich will da gar nicht erst an Marc Forster denken, mit oder ohne Stakkato Schnitt.

TWINE bietet eine interessante Geschichte mit oftmals auffallend guten Dialogen, die schon hier und da auf die kommende Intelligenz der Craig Filme hinweisen. Gleichzeitig wird jedoch das spannende Dreieck Bond-Elektra-Renard nicht genügend entwickelt. Denn da hätte das Potential zu einem der besten Bondfilme überhaupt drinnen gesteckt. Vor allen Dingen der Renard Charakter hätte mit seiner traurigen Tragik einer der ganz großen Bondschurken werden können, und mit Robert Carlyle war da auch der optimale Schauspieler schon besetzt worden. Er gibt jedenfalls der Rolle mehr als ihm das Drehbuch zugesteht.

Alles in allem, ein schöner Film.

7/10
Zuletzt geändert von Maibaum am 11. Januar 2011 16:07, insgesamt 1-mal geändert.

#14
na da sind wir ja mal einer meinung, maibaum. ein film mit viel potenzial, was aber nicht immer entwickelt wird. und ich glaube auch, dass campbell mehr daraus gemacht hätte. tolle dialoge, gute charaktere
"It's been a long time - and finally, here we are"

#15
ich stimme ganz mit euch überein.

TWINE hätte ein anderes Kaliber von Regisseur benötigt. Doch eins muss man Apted lassen. Die Pre-Title Sequenz ist einfach hammer geil.

Der film glänzt durch eine bis dato aufällig anspruchsvolle Story (für bondfilme) und tollen Schauspielern. Aber es ist um so ärgerlicher das man da nicht mehr herausgeholt hat. Leider gibt es auch viele schwächere Szenen wie zB.: die Skiszene. Das ist wohl eine der schwächsten Bondaktionszenen überhaupt. Das Problem dabei ist das sie völlig unnötig und sinnlos ist. So nach dem Motto: "So jetzt ist mal ne viertel Stunde alles ruhig gewesen jetzt MUSS eine Actionszene kommen."

Was glaube ich noch nicht genannt wurde: ich fand es positiv das Valentin Zuchowsky ( oder wie man den schreibt) wieder vorgekommen ist. Er hat auch einen starken Abgang. =)
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