Ich bewerte QOS mit...

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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1309
Craig-Marathon Teil 2: Ein Quantum Trost

Am Anfang habe ich den Film überhaupt nicht gemocht. CR war ja schon eine Herausforderung für mich und als ich mich dann einigermaßen an CR gewöhnt hatte, kam schließlich QOS raus. Davon war ich anfangs gar nicht begeistert. Mittlerweile hat sich das aber ein wenig geändert.

Fange ich mal mit der PTS an: Sie ist zum Teil sehr unübersichtlich und es ist schwer zu verstehen, wer hier eigentlich wen verfolgt oder wer nur zufällig hineingeraten ist. Das liegt an dem Schnitt, der mir aber allgemein in diesem Film negativ aufgefallen ist. Das Ende der PTS ist dafür ganz stark, auch der Soundtrack ist hier sehr gut!

Der Titelsong sticht nicht sonderlich heraus. Er ist mittelmäßig bis schwach. Die Einblendungen in der TS sagen mir überhaupt nicht zu: Immer wieder gibt es hier Gunbarrel-ähnliche Einblendungen, die wohl als Entschädigung für das Fehlen der GB zu Beginn gedacht sind, aber durch diese permanente Wiederholung verlieren sie an Bedeutung und sind irgendwann nur noch nervig.

Nach der TS gibt es jetzt aber auch mal Szenen, in denen ich den Schnitt äußerst passend finde. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der Kampf zwischen Bond und Craig Mitchell im Glockenturm. Diese Szene finde ich äußerst spannend, jeder ist kurz davor, die Waffe zu erreichen und den anderen zu erschießen, aber immer kommt etwas dazwischen. Diese Spannung ist nicht zuletzt dem Schnitt zu verdanken, der sich hier zwar nicht wesentlich von dem im Rest des Filmes unterscheidet, hier aber wirklich passend ist.

Dem Kampf mit Mitchell konnte ich somit noch viel abgewinnen, bei dem Kampf mit Slate sieht es schon anders aus. Erst einmal brauche ich keine zwei Actionszenen dieser Form so unmittelbar hintereinander. Zudem habe ich das Gefühl, dass diese Szene niemandem etwas bringt. Die hätte man weglassen können.

Sehr gelungen finde ich den Track "Pursuit At Port Au Prince", auch die Szenen dazu gefallen mir, zumindest zu Beginn. Leider wird auch diese Szene im weiteren Verlauf unnötig beschleunigt, sodass ich irgendwann nicht mehr wirklich folgen kann, was hier gerade passiert.

Anschließend geht es weiter in Bregenz. Die Schießerei in der Oper wird viel zu stark von Musik unterlegt. Vom eigentlichen Geschehen hört man gar nichts mehr. Damit wirkt die Szene ziemlich langweilig. Auf mich wirkt es beinahe so, als gehört es gar nicht in den Film, die ganze Szene fühlt sich somit wie ein Fremdkörper an, wobei ich rein vom optischen durchaus Potential sehe.

Dannach tötet Bond den Leibwächter des Premierministers (oder jemand ähnliches), weshalb M Bonds Karten usw. sperren lässt. Diese Entscheidung kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Klar ist, dass Bond einen Fehler gemacht hat. Trotzdem besitzt er immer noch die Lizenz zum Töten. So eine Verwechslung ist tragisch, aber die Folgen davon halte ich für überzogen und lassen den weiteren Verlaug lächerlich aussehen.

Dadurch bleibt jetzt nur noch Mathis, der Bond helfen kann und beide reisen nach Bolivien. Auf der Party von Greene ist es für mich zu keiner Zeit ersichtlich, dass jemand Mathis einfängt, verprügelt und in den Kofferraum sperrt. Das wäre aber durchaus sinnvoll gewesen. So wirkt die Szene, in der Mathis schließlich im Kofferraum liegt, ziemlich merkwürdig. Auch verstehe ich Bonds Kommentar auf die Forderungen der Polizisten nicht. Weiss Bond, dass Mathis da liegt? Wissen die Polizisten dass? Was wollen sie sonst in dem Kofferraum? Hier fehlt für mich eindeutig eine Schlüssenszene.

Konsequent und auch gut fand ich die Entscheidung Bonds, anschließend die Polizisten zu töten und den Tatort anders hinzurichten. Das hat an dieser Stelle gepasst.

Bei den Flugzeugszenen in der Wüste geht es mir mal wieder zu schnell. Auch hier ist es teilweise schwer, zu folgen. Im Vergleich zu früheren Szenen gefällt mir diese Szene aber deutlich besser.

Sehr überraschend kommt die Entdeckung des Damms. Das liegt auch daran, dass man vorher praktisch nie auf die Dürre eingegangen ist und auch nie betroffene Orte gezeigt hat.

Dass Bond jetzt suspendiert wird ist wirklich unnötig, wenn ich den Film gucke habe ich spätestens ab der Szene, in der M Bonds Pässe und Karten sperrt das Gefühl, dass Bond nun so gut wie suspendiert ist. Dass er jetzt wirklich suspendiert wird bringt nichts neues und ändert nichts an der Situation. Diese Szene finde ich unnötig.

Gut gefallen hat mir das Gespräch zwischen Bond und Leiter, in der Leiter Bond schnell über alles informiert, bevor die CIA-Schurken zuschlagen können. Sehr cool finde ich Leiters Verhalten: Von dem Zugriff ist er sichtlich unbeeindruckt.

Die Szenen im Wüstenhotel gefallen mir im wesentlichen, aber auch hier habe ich hin und wieder Probleme, der Handlung zu folgen, da zu schnelle Szenenwechsel vorliegen. Trotzdem eine sehr spektakuläre Szene.

Dass Bond Greene nur mit Öl in der Wüste aussetzt passt in die Situation, nicht zuletzt deshalb, weil es in Greenes Geschäften die ganze Zeit nur ums Wasser und nicht um Öl ging.

Am Ende werden noch Andeutungen gemacht, dass die unterirdischen Dämme nun mithilfe von Greenes Mitarbeitern zerstört werden sollen, aber leider wird dies nicht weiter verfolgt oder fortgeführt. Hier hätte man zumindest noch Pläne oder so etwas zeigen können, wo überall sich die Dämme befinden, oder sogar dessen Zerstörung. Ich habe immer das Gefühl, hier gibt es noch viel, was man darüber in künftigen Filmen noch erzählen könnte. Leider fürchte ich, wird dies nie mehr passieren. Skyfall hat einen anderen Weg eingeschlagen. Selbst wenn Spectre Themen aus QOS aufgreifen sollte glaube ich, dass dies nicht mehr thematisiert wird, dafür ist es einfach zu lange her.

Offen bleibt für mich die Frage, wo sich Greene die Kugeln eingefangen hat. Ich gehe mal davon aus, dass es jemand war, den Greene betrogen hat, aber leider wird darauf nicht weiter eingegangen. Diese Bemerkung hätte man sich komplett sparen sollen.

Dass die Gunbarrel am Ende des Filmes ist finde ich passend, da man CR und QOS als Zweiteiler sehen kann. Trotzdem hoffe ich für die Zukunft, dass der Trend wieder hin zu einer GB zu Beginn führt, gerade auch, weil es so viele Themen aus QOS gibt, die man fortführen könnte und dann macht meine Begründung für die GB am Ende von QOS keinen Sinn mehr. Etwas anderes, was mich an der Gunbarrel stört ist, dass sie mit den ersten Tönen des Bond-Themas einsetzt. So wirkt sie nicht mehr wie ein Teil des Films, sondern ziemlich abgehakt. Eine musikalische Überleitung wie in SF wäre besser gewesen und würde die GB mehr wie ein Teil des Filmes wirken lassen.

Mehr als 7/10 kann ich dem Film nicht geben. Ich denke, damit ist er gut bedient. Im Craig-Ranking steht er derzeit auf Platz drei und ehrlich gesagt hoffe ich, dass er in wenigen Wochen auf die 4 abrutschen wird.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1311
Henrik hat geschrieben:Am Ende werden noch Andeutungen gemacht, dass die unterirdischen Dämme nun mithilfe von Greenes Mitarbeitern zerstört werden sollen, aber leider wird dies nicht weiter verfolgt oder fortgeführt.
Kannst du das bitte näher erklären? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wovon du da sprichst.
Deine Wrtung teile ich, wenn auch aus teilweise anderen Gründen.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1312
Die Szene ist die letzte Szene vor den Russland-Szenen. Bond und Camille sitzen in dem Auto und Camille fragt Bond, wie es weitergehen soll und Bond antwortet darauf, dass die Dämme zerstört werden sollen, um die Dürre zu beenden und dass jemand von Greenes Leuten dabei helfen könnte.

Hier ist die Szene: https://www.youtube.com/watch?v=X5YIBuZDRPg
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1313
Alo einer von uns hat diese Szene wohl falsch verstanden.

Ich hab die Szene immer auf Bond und Camilles Gemütszustand bezogen. Es hat nicht gereicht nur Medrano zu töten, bzw. da muss noch etwas ausgeglichen werden, damit Camille wieder ihre Ruhe finden kann. Dabei könnte einer von Greens Männern helfen. Das sie einen von denen ebenfalls umbringt.

Ich überlasse es mal den "QOS-Experten" darüber zu urteilen, wer von uns jetzt recht hat.
Für mich macht es aber gar keinen Sinn, dass Greens Männer die Dämme zerstören sollten. Denn damit würden sie ja ihr ganzes Vorhaben kaputt machen, weil sie ihre Kontrolle über das Wasser hergeben würden.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1315
Ach Gott, die Szene ist doch eindeutig. Die Dämme müssen zerstört werden, also muss Camille jemanden aufspüren, der mit Greene gearbeitet hat (sie ist/war ja auch beim bolivianischen Geheimdienst, wird schon nicht so schwer werden für sie), um diese auffinden zu können. Der soll ihr helfen, halt im übertragenen Sinne und nicht selbst mit Hand anlegen.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1317
Amadeus hat geschrieben:Bond meint damit Camille selbst.
Nö, das wäre eine ziemlich alberne Metapher und vor allem eine, die dann super ungünstig formuliert wäre, weil arg missverständlich. Da die Szene mit Metapher keinerlei Sinn ergibt, ist der Fall eindeutig: Bond meint die Dämme in Bolivien, keine abstrakten emotionalen was-auch-immer-Dinge und erinnert Camille daran, dass diese noch zerstört werden müssen. Um die Dämme aber erstmal zu finden, brauch man jemanden, der mit Greene gearbeitet hat. That's it.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1319
dernamenlose hat geschrieben: Ich hab die Szene immer auf Bond und Camilles Gemütszustand bezogen. Es hat nicht gereicht nur Medrano zu töten, bzw. da muss noch etwas ausgeglichen werden, damit Camille wieder ihre Ruhe finden kann. Dabei könnte einer von Greens Männern helfen. Das sie einen von denen ebenfalls umbringt.
Das ist mMn sehr weit hergeholt. Da geht es wirklich um die Bauwerke und keine emotionalen Dämme.
"Everybody needs a hobby.” -- “What’s yours?” -- “Resurrection."

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

#1320
dernamenlose hat geschrieben:Warum die Szene als Metapher keinerlei Sinn ergeben soll versteh ich aber nicht. Ich hab die von Anfang an so aufgefasst und bin der Meinung, dass das super passt.
Das führt den Charakter Camille und ihre Frage (überhaupt das ganze Rache-Thema) völlig ad absurdum und ist arg weit hergeholt, passt ja auch gar nicht zur Aussage der Szene, zudem die Metapher total bescheuert formuliert wäre. Dann würde Bond von Mauern reden, die eingerissen werden müssen, aber doch nicht Dämmen, wenn im Film auch noch gleichzeitig reale Dämme vorkommen. Das wäre dermaßen übel und missverständlich geschrieben, dass es allein deshalb schon wörtlich gemeint sein muss.
Prejudice always obscures the truth.