Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

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Alle die SKYFALL bereits gesehen haben: Eure Bewertung?

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Gernot
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18. Oktober 2012 00:14

Mein spoilerfreies Review nach dem 1. Kinobesuch und noch in voller Aufregung ;)

Mit der erfolgreichen Verfilmung von CASINO ROYALE und der gleichzeitigen Verpflichtung von DANIEL CRAIG als James Bond warf man anno 2006 alle bisherigen und bekannten typischen Merkmale der Bondfilme über Board und setzte alle Zähler wieder auf 0 zurück, um den Kinobesuchern den charakterlichen Werdegang rund um die große, unglückliche Liebe von 007 glaubhaft darzubieten. Auch beim nächsten Bondfilm EIN QUANTUM TROST, der direkt an den Vorgängerfilm anknüpft, blieb wenig Zeit, um auf traditionelle Bondelemente Rücksicht zu nehmen, da man die Geschichte von Bond, Vesper und Quantum zu Ende bringen wollte.

Nun, vier Jahre, eine große MGM-Krise später (wodurch sich alles ein bisschen verzögerte, aber die dadurch gewonnene Zeit in das Drehbuch investiert werden konnte) und genau passend zum großen 50. Jubiläum, sieht die Sache aber ganz anders aus. Obwohl man natürlich der härteren und realistischeren Gangart der beiden Vorgänger Treu bleibt, haben sich die Bondmacher bei SKYFALL dazu entschieden, einige bekannte Elemente aus den früheren Bondfilmen nun auch in die Daniel-Craig-Ära einzuführen. Die Zusammenführung von Altem und Neuem wurde aber nicht mit der Brechstange, sondern vielmehr äußerst gewissenhaft und schrittweise durchgeführt – ein Drahtseilakt, der sich am Ende des Tages bezahlt macht, so viel sei verraten!

The Dark Knight Rises

Das Zusammenspiel von Altem und Neuem wird in SKYFALL mehrmals und auf verschiedene Art und Weise thematisiert, sowohl Bond als auch M werden mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und vor allem letztere von dieser buchstäblich eingeholt. In mehreren Szenen wird gezeigt, dass sich Bond im neuen Mi6 bzw. in der neuen modernen Welt noch nicht so richtig wohlfühlt und gewisse Dinge lieber auf alte und traditionelle Weise erledigen würde. Vor allem nach dem Unfall in der Pre-Title-Sequenz sehen wir einen Bond, dem es sowohl körperlich als auch psychisch alles andere als gut geht – aber, auch so viel sei vorab verraten, er wird wiederauferstehen!

Regisseur Sam Mendes, laut eigenen Angaben schon seit seinen Jugendjahren ein riesengroßer Bondfan, gelingt es nahezu perfekt, die klassischen (Bond-) Elemente mit der top-aktuellen Handlung zu verknüpfen und obendrauf auch noch die Entwicklung der beiden Vorgängerfilme fortzuführen, in dem Bond in SKYFALL zu seinen Wurzeln geführt wird. Denn es wäre kein Sam-Mendes-Film, wenn nicht auch auf eine konsequente und nachvollziehbare Charakterisierung der einzelnen Figuren und auf ansprechende Dialoge geachtet würde – all das vereint SKYFALL wie fast kein anderer Bondfilm davor. Was die Charakterisierung von 007 betrifft, führt SKYFALL also die mit CASINO ROYALE begonnene Entstehungsgeschichte von Bond somit geschickt weiter. Das Phänomen Bond wird dadurch zwar noch weiter entmystifziert, anders als manch anderer Filmkritiker sehe ich aber kein Problem darin, sondern glaube vielmehr, dass dies die richtige und einzig glaubhafte Herangehensweise für die aktuellen Bondfilme mit Daniel Craig darstellt.

Visuelle Perfektion

Filmhandwerklich haben Sam Mendes und sein Team den Film vom Start der actiongeladenen Pre-Title-Sequenz (die 12 Minuten Non-Stop-Action garantiert) bis zum Ende grandios in Szene gesetzt. Trotz der bereits angesprochenen traditionelleren Ausrichtung (Stichwort “Bond-Formel”) bleibt der Ton und die Stimmung des Filmes düster und bedrohlich, auch auf den Titel “Skyfall” wird mehrmals auf filmische und stilistische Weise Bezug genommen. Die Action- und Kampfszenen bleiben hart und realistisch, aber stets übersichtlich und ohne Wackelkamera (im Vergleich zum Vorgänger!). Generell ist die Kameraarbeit von Roger Deakins, wie erwartet, sehr stilvoll und fast schon virtuos, egal ob es sich um Action-, Drama- oder einfache Landschaftszenen handelt. Im Normalfall bekommt man solch fein aufeinander abgestimmte Bilder in so gut wie keinem anderen Action-Blockbuster zu sehen, egal ob es die neon-futuristischen Straßenzüge Shanghais, das triste London, das fast schon kitschig-bunte Macau oder die weitläufigen Highlands Schottland sind.

Handlungsmäßig ist der Angriff auf den Mi6 bzw. die Rückkehr und Rache eines ehemaligen Mi6-Agenten ja nicht besonders neu in der Geschichte der Bondfilme (beispielsweise in GOLDENEYE oder DIE WELT IST NICHT GENUG), trotzdem lenken Mendes bzw. die Drehbuchautoren Neil Purvis, Robert Wade und John Logan, den Film noch in eine ganz besondere Richtung, die so manchen Kinobesucher überraschen wird. Des Weiteren beinhaltet die Story mehrere Plot-Twists, sodass für ausreichend Abwechslung garantiert ist. Die Handlungsentwicklungen des Filmes wirken, vor allem für einen Action-Blockbuster, sehr ausgereift und sind oft bis zum kleinsten Details begründet aufgebaut, obwohl es natürlich auch den ein oder anderen Storyaspekt gibt, über den man diskutieren kann. Mendes nimmt sich außerdem sehr viel Zeit, die einzelnen Sequenzen vorzubereiten, wenn er den Zuseher etwa an neue Orte führt, sodass der Film (für einen Bond- bzw. Actionfilm) mittendrin sehr viele ruhige Szenen enthält, die man einfach auf sich wirken lassen und vor allem als Bondfan genießen sollte. Dies ist wohl auch einer der Gründe, weshalb der Film ganze 143 Minuten dauert – ein Fest für uns Bondfans, für den ein oder anderen normalen Kinobesucher wohl einen Tick zu lange.

Daniel Craig ist James Bond!

Getragen wird der Film aber natürlich von dem großartigen Cast, allen voran 007-Darsteller Daniel Craig, der wohl spätestens mit SKYFALL auch die meisten seiner immer weniger werdenden Kritiker überzeugen wird. Egal ob sein Charakter ganz in Fleming’scher Manier Gefühle zeigen muss oder er in mit Ironie gespickten Dialogen bzw. humorvollen Szenen mit M, Eve oder Q verwickelt ist, von denen es in SKYFALL einige wirklich sehr gelungene gibt – Craig bringt die perfekte Mischung aus bedrohlichem Connery und lockerem Moore, mit einem Schuss Original-Fleming. Großartig!

Die fantastische Dame Judi Dench brilliert (vor allem im Zusammenspiel mit Daniel Craig) wie immer in ihrer Rolle als M und hat in SKYFALL so viel zu tun, wie noch nie zuvor. Javier Bardem bekommt man erst ab der Mitte des Filmes zu Gesicht, was einerseits schade, andererseits aber auch großartig ist, denn sein erster Auftritt sorgt regelrecht für Gänsehaut und zählt zu den Highlights des Filmes! Auch im weiteren Verlauf darf der spanische Oscarpreisträger sein schauspielerisches Können unter Beweis stellen, vor allem im Zusammenspiel mit Dench und Craig. Obwohl seine exzentrische, psychopatisch angehauchte Rolle irgendwo zwischen klassischem Bond-Bösewicht und dem Joker von Christopher Nolans “Batman” angesiedelt ist (und Javier Bardem die Rolle fantastisch spielt!), strahlt Silva jedoch (für mich zumindest) nicht die omnipräsente Gefährlichkeit eben eines Heath-Ledger-Jokers aus – wahrscheinlich, weil das Hauptziel von Silva in SKYFALL eben nicht unbedingt eine direkte Gefährdung für die Menschheit darstellt, sondern er andere Pläne verfolgt…

Desmond wäre entzückt!

Für die Rolle des Quartiermeisters Q hat man mit Ben Whishaw wohl die perfekte Besetzung für die Rolle eines aktuell-glaubhaften intelligenten Computernerds gefunden, obwohl sich die Beziehung zwischen Bond und dem neuen Q im Vergleich zu früher ein wenig geändert hat (Stichwort Generationenkonflikt), ist sie dadurch nicht weniger interessant geworden – im Gegenteil, die kleinen Sticheleien zwischen Bond und Q finden weiterhin statt und sind mehr als gelungen und äußerst witzig. Man darf sich jedenfalls auf neue Aufgaben für Ben Whishaw als Q freuen, der einen frischen Wind in die Rolle bringt, Desmond würde ihn lieben, da bin ich mir sicher! Berenice Marlohe ist wunderschön anzusehen und hat ihre Rolle glaubhaft verkörpert, doch ist diese kleiner ausgefallen, als erwartet. Schauspielgröße Ralph Fiennes spielt, wie könnte es anders sein, souverän und ohne Tadel Ms Vorgesetzten Mallory und auch Naomie Harris als Eve sowie Rory Kinnear als Tanner können überzeugen.

Achja, die Sache mit der berühmten Gunbarrel-Sequenz, die ich im vorigen Artikel angesprochen hatte… macht euch keine Sorgen, wenn ihr den Film seht, dann wisst ihr, wieso sie (wieder) nicht dort ist, wo sie sein sollte – bei BOND 24 passt es dann, da bin ich mir jedenfalls jetzt sicher!

Fazit & der Versuch einer Bewertung

Sam Mendes ist es mit SKYFALL tatsächlich gelungen, einen klassischen aber gleichzeitig auch modernen Bond fürs 21. Jahrhundert abzuliefern, der Jung und Alt bzw. alte und neue Bondfans begeistern wird. Eine packende Geschichte, ansprechende Dialoge und gewohnt hochkarätige Action sorgen dafür, dass sich der Zuseher nach 143 Minuten wie Bonds Martini fühlt – geschüttelt, nicht gerührt! James Bond at it’s Best!

Eine Bewertung bei einem Bondfilm nach nur 1x sehen ist für mich wirklich sehr schwer, derzeit würde ich 9/10 Punkte vergeben, aber es war definitiv nicht mein letzter Kinobesuch von SKYFALL!

In diesem Sinne: Alles Gute, James!
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Agent 009
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18. Oktober 2012 00:28

Klingt verdammt genial *-* Danke dir ;)
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MX87
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18. Oktober 2012 01:01

Danke Gernot, tolle Kritik und auch schön Spoilerfrei :) Kanns kaum erwarten den Film am 31.10.2012 endlich zu sehen :)
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Gernot
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18. Oktober 2012 01:14

ok, sorry ich habe hier jetzt aufgeräumt. ich wollte wirklich niemanden etwas spoilern, mir ist das beim schreiben gar nicht so aufgefallen. bzw. dachte ich, dass das bereits bekannt sei.
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ROBERTSTERLING
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18. Oktober 2012 08:53

Top (und auch nicht zu viel verraten)! Vielen Dank!

Nachdem neue Bond-Filme in den Medien ohnehin regelmäßig überhypt werden, dürfte man nach dieser Rezension tatsächlich nicht von der großen Erwartungshaltung enttäuscht werden. Noch 13 Tage...
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Vijay
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18. Oktober 2012 12:35

Meine Vorfreude ist mittlerweile auf unerträglich hohem Niveau und wurde durch die Rezension nochmals erhöht. Saubere Arbeit, Gernot. Das hat alle meine Fragen beantwortet.
Nun heißt es noch die 2 Wochen abzuwarten und dann endlich in den Genuss von Skyfall zu kommen, wir haben schließlich auch fast 1500 Tage darauf gewartet... :D
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Gernot
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18. Oktober 2012 13:20

es ist wirklich komisch... ich war nach dem film in einer regelrechten schockstarre... es ist mir wohl wie einem spitzensportler ergangen, der sich monatelang auf den einen großen wettkampf vorbereitet (und es waren ja tatsächlich fast 4 jahre...) und dann endlich sein großes ziel (erfolgreich!) erreicht... und das erreichte dann gleich danach gar nicht richtig begreifen kann.

jetzt, mit einem tag abstand und der einordnung aller eindrücke muss ich sagen, dass ich den film unbedingt so schnell wie möglich wieder sehen möchte. es gibt so viele details, auf die ich dann gerne noch mehr achten würde... es geht mir jetzt in puncto vorfreude fast wieder so wie euch allen, vielleicht ist das ja eine beruhigung für den ein oder anderen... ;)
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Maibaum
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18. Oktober 2012 13:27

Gernot hat geschrieben:es ist wirklich komisch... ich war nach dem film in einer regelrechten schockstarre...
Und dann "nur" 9/10 ?

Besteht da bei 10/10 Herzinfarkt Risiko?
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danielcc
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18. Oktober 2012 13:49

So ging er es mir nur ein einziges Mal in meinen 20 Jahren als Kinogänger und zwar in der Nacht als ich in die GoldenEye Vorpremiere gegangen bin.
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Gernot
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18. Oktober 2012 13:59

Und dann "nur" 9/10 ?

Besteht da bei 10/10 Herzinfarkt Risiko?
hmm... das ist so eine frage, wer meine bewertungen kennt, der weiß, dass ich 10/10 nur ganz ganz selten hergebe und 9/10 für mich und von mir schon auch wirklich extrem gut sind. bei BOND ist die bewertung dann auch wieder etwas ganz besonderes für mich und auch besonders schwer... da sie für mich einen besonderen stellenwert einnehmen. ob ich den einen punkt noch dazu gebe oder nicht, das kann ich wohl erst nach mehrmaligen ansehen sagen, denn es gibt natürlich auch bei SF das ein oder andere zu kritisieren oder zu hinterfragen, wie sehr das dann tatsächlich ins gewicht fällt, das kann
ich jetzt einfach noch nicht beurteilen und ich möchte auch nicht mit kanonen auf spatzen schießen, weil es ist und bleibt immerhin ein bond- bzw. actionfilm der unterhalten und die leute mitreißen und bewegen soll, und das tut er zu 100%, wie kein anderer bondfilm zuvor.

5/5 würde ich beispielsweise sofort hergeben für SKYFALL... und natürlich stimmt dann jetzt auch die relation wieder nicht, wenn ich SKYFALL 9/10 gebe, was gebe ich dann beispielsweise QOS (das ich mit 8/10 bewertet habe), das müsste dann 7 oder gar 6 sein.

damals, nach dem ersten sehen, gefiel mir ja auch DAD bis zu einem gewissen grad ganz gut, ich glaube das kann man einem bondfan nicht übel nehmen, mit jedem weiteren mal aber nicht mehr... wobei dieser vergleich mit DAD und SF natürlich extrem unfair ist, da der film weder von der umsetzung, der geschichte oder den darstellern mit SF mithalten kann und SF in einer anderen liga spielt.
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ROBERTSTERLING
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18. Oktober 2012 15:04

Es wäre m.E. ein Vergleich von Äpeln mit Birnen, 50 Jahre Bondfilmgeschichte auf einer einzigen Skala bis 10 untereinander zu werten. Mal ganz davon abgesehen, dass ich bei mir besonders im Mittelfeld tagesformabhängige Schwankungen feststelle. Ranglisten haben sich so auch schon mal im Laufe der Zeit geändert. Und das ist gut so, denn es zeigt, dass sich (fast) alle Filme auf einem konstant hohen Bond-Niveau bewegen.

Weiter stellt sich die Frage, wem man dann 1/10 als Relation vergeben würde. Dem schlechtesten echten Bond, einem verunglückten Fanbondfilm-Versuch oder dem allgemein schlechtesten Trashfilm ever? Bekäme dann der i.d.R. beliebteste Bond Film GF 10/10? Der Film ist super, aber das Ende ist einfach kitschig und unglaubwürdig. Und wenn der schwächste Bondfilm z.B. immer noch eine 6/10 bekäme, braucht man eigentlich auch keine Skala bis 10.

Ich denke ein halbwegs vergleichbares Bewertungsmodell müsste mit maximal 5 Sternen auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Bspw. Bondelemente, Schauspieler, Handlung, Action, etc. (wobei man dann addiert wohl auf mindestens 30 Punkte käme). Wenn SF da jeweils 5/5 hat ist es perfekt. Dann ist SF vielleicht nicht der einzige, aber schlicht auch ein perfekter Bond, auf den ich mich mega freue. Und mehr will man doch nicht!

Welcher Film dann subjektiv der aller-aller-beste ist, bleibt ewig währender Stoff für die schönsten Fan-Diskussionen...
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Gernot
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18. Oktober 2012 15:26

du hast recht, eine aufgeteiltes bewertungsmodell wäre eigentlich am übersichtlichsten.

und ja, auch bei mir ändert sich die einschätzung der filme, vor allem der bondfilme, mit der zeit immer ein bisschen. so sind FRWL oder OHMSS erst im laufe der jahre ganz nach oben gewandert. man selbst ändert sich ja auch mit den jahren... generell fällt es mir schon schwer, filme der einzelnen darsteller miteinander zu vergleichen, aber wie du gesagt hast, bei 50 jahren bondgeschichte und sich immer wieder ändernden filmen und zeitgeisten ist das auch alles andere als einfach.
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18. Oktober 2012 16:13

Werde auch am 31. "dabei" sein!
Schade, laut CINEMAXX soll es diesesmal keine Handouts geben, keine Flyer, keine Buttons, keine anderen "Extras"... das finde ich ganz schön happig. :(

Also, nach allen weiteren Spoiler-Video-Snippets kann ich nur nochmals betonen daß ich Feuer & Flamme für Skyfall bin, und das darf ich nun erst recht sein, hat doch sogar Bond-nicht-möger Roger Moore selbst gesagt daß dies der BESTE Bondfilm ever wäre.

Dazu die Laufzeit... endlich wieder ein abendfüllendes Programm!

Ich halte es kaum noch aus, ehrlich, könnte nun bis zum Filmbeginn durchschlafen, jeden Tag denke ich pro Stunde mind. 20 Min an Skyfall, 50 Jahre 007, stelle mir vor wie man alle Filme ab Dr. No wieder "recyclen" könnte...

Ach, und was Q angeht... soweit ich es anhand der Snippets beurteilen kann wurde da ein wirklich würdevoller "Nachfolger" gefunden, kann es kaum erwarten seine Art von Humor vollständig zu erleben... er wird Bond in seine Schranken weisen (was liebe ich das Zitat in meiner Signatur hier).

Ich sehe voraus:
Nach TLD wird dies der erste Bondfilm den ich mehr als 10x im Kino anschauen werde.

(Octopussy 1x [sogar in West-Berlin!], AVTAK 2x, TLD etwa 15x, LTK 2x, GE 2x, TND etwa 5x, TWINE etwa 5x, DAD 1x, CR 1x, QOS 0x)

Okay, tl,dr:
Das wird ein spektakuläres Filmerlebnis für mich werden, ich bin mir mehr als nur sicher daß ich im November wieder oft im Kinosaal auftauche!
"Mir waren Männer im Rock schon immer suspekt, Q, Ihnen nicht auch?"
"Ersparen Sie mir Ihre Weisheiten, 007!"
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danielcc
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18. Oktober 2012 17:21

Du hast TLD mehr als 15 mal im Kino gesehen????????? Um die Handlung zu verstehen? ;-)

Erschreckend... mein Rekord ist 6 mal TWINE (oK, das ist auch nicht viel rühmlicher...)
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GoldenProjectile
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18. Oktober 2012 17:25

Meiner gerade mal 2 mal bei einem Bondfilm, 3 mal allgemein...
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