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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1861
Casino Hille hat geschrieben:
14. August 2019 14:00
Es ist halt die Casino-Klischeeszene der Reihe, wie Hein Blöd sich eine Casinoszene in einem Bondfilm vorstellt. Der Marvel-Film Black Panther hat eine vom Setting quasi identisch ausschauende Szene, die aber tausendmal mehr Atmosphäre hat und in eine furiose Actionszene ohne Schnitt mündet.
Nur dass Bond in diese Szenerie eben tausendmal besser reinpasst als jeder Marvel-Charakter.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1862
Ja, die Casino Szene ist bis auf die Ankunft und das Gespräch mit Severin recht uninteressant. Vor allem die kurze Action Einlage mit den kleinen Dinos ist als LALD Hommage bloß ein müder Fan-Dienst.
Das Lichtspiel im Shanghai Haus ist dafür einer der besten Szenen in der Reihe. Einfach klasse und schön atmosphärisch.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1863
SMERSH hat geschrieben:
14. August 2019 14:46
Ja, die Casino Szene ist bis auf die Ankunft und das Gespräch mit Severin recht uninteressant. Vor allem die kurze Action Einlage mit den kleinen Dinos ist als LALD Hommage bloß ein müder Fan-Dienst.
Das Lichtspiel im Shanghai Haus ist dafür einer der besten Szenen in der Reihe. Einfach klasse und schön atmosphärisch.
LALD-Fandienst? Das halte ich für Unsinn. Dann könnte der halbe Film eine Hommage an TMWTGG sein. Immer diese weit hergeholten Vergleiche.
"Schnickschnack! Tabasco!"

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1864
UNIVERSAL EXPORTS hat geschrieben:
14. August 2019 22:55
SMERSH hat geschrieben:
14. August 2019 14:46
Ja, die Casino Szene ist bis auf die Ankunft und das Gespräch mit Severin recht uninteressant. Vor allem die kurze Action Einlage mit den kleinen Dinos ist als LALD Hommage bloß ein müder Fan-Dienst.
Das Lichtspiel im Shanghai Haus ist dafür einer der besten Szenen in der Reihe. Einfach klasse und schön atmosphärisch.
LALD-Fandienst? Das halte ich für Unsinn. Dann könnte der halbe Film eine Hommage an TMWTGG sein. Immer diese weit hergeholten Vergleiche.
So weit hergeholt finde ich das nicht - ich finde es aber auch keinen "müden" Fan-Dienst sondern eher eine "kleinen aber feinen", nicht für jeden unmittelbar erkennbar.
Morgenstund' ist aller Laster Anfang

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1865
Als ich den Film im Kino gesehen hatte habe das auch nicht sofort mit LALD in Verbindung gebracht.
Aber schauen wir uns doch mal die Fakten an: In beiden Filmen läuft Bond über den Rücken von nicht ganz ungefährlichen Tieren. Der Film erschien zum 50. Jubiläum, sodass man bewusste Anspielungen an frühere Filme erwarten kann. Zudem ist Sam Mendes selbst großer Fan der Reihe, auch aus diesem Grund kann man bewusste Anspielungen an frühere Filme erwarten.

Natürlich wissen wir nicht ganz genau, was sich Drehbuchautoren, Regisseur und Produzenten bei dieser Szene gedacht haben. Eine bewusste LALD-Hommage halte ich hier für deutlich näherliegend als Zufall.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1866
Henrik hat geschrieben:
15. August 2019 20:50
Als ich den Film im Kino gesehen hatte habe das auch nicht sofort mit LALD in Verbindung gebracht.
Aber schauen wir uns doch mal die Fakten an: In beiden Filmen läuft Bond über den Rücken von nicht ganz ungefährlichen Tieren. Der Film erschien zum 50. Jubiläum, sodass man bewusste Anspielungen an frühere Filme erwarten kann. Zudem ist Sam Mendes selbst großer Fan der Reihe, auch aus diesem Grund kann man bewusste Anspielungen an frühere Filme erwarten.

Natürlich wissen wir nicht ganz genau, was sich Drehbuchautoren, Regisseur und Produzenten bei dieser Szene gedacht haben. Eine bewusste LALD-Hommage halte ich hier für deutlich näherliegend als Zufall.
Och naja. Gangsterliebchen hilft Bond und wird dafür mit dem Tode bestraft. Bösewicht hat sich auf einsame Insel zurückgezogen. Bösewicht ist eine böses Zerrbild von Bond und verspottet Bond für seine Missionstreue und Vaterlandsliebe, er selbst hat eine traumatische Vergangenheit. Trifft alles auf TMWTGG und SF zu. Etwas zu viele Parallelen für einen Zufall, könnte ja auch alles Fanservice sein, oder? Ich will damit nur sagen: Ich kann im Film Gott weiß was für Referenzen an alte Filme suchen - dann werde ich sie auch finden.
"Schnickschnack! Tabasco!"

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1869
Aber das haben wir ja alles durch, da ist der olle Francis weniger speziell als er glaubt. :lol:

Die Ähnlichkeiten zwischen TMWTGG und SF sind nicht zu leugnen und auch definitiv kein überkonstruierter Zufall, denn Mendes hat sich gerade für diesen Film sehr viel mehr bei Fleming bedient als die meisten anderen Bond-Regisseure und der TMWTGG-Roman stand da unweigerlich Pate für Teile des SF-Plots. Die Parallelen zu GE dürften schon eher zufällig sein und sich aus einer ähnlichen übergeordneten Themenwahl für beide Filme ergeben.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1870
Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob der Schurke ein Ex Spion ist und eine eigene Insel besetzt, als der Sprung vom Reptilienrücken. Das eine ist ein direktes Zitat (ist ja ok, mag ich aber in der Form nicht), das andere sind strukturelle Ähnlichkeiten, die bei Bond haufenweise vorkommen.
Die Ähnlichkeit zum TMWTGG Roman ist schon sehr sehr begrenzt. Man hat sich lediglich an dem romanübergreifenden Konzept von Bonds vermeintlichen Tod, seinem Gedächtnisverlust, Gehirnwäsche und Rückkehr in den Dienst nach M Attentat bedient. Und das ja auch nur teilweise, wie man sieht. Und zum Glück, denn das Szenario aus den Büchern ist echt unglaubwürdig und entspricht bloß dem damaligen Zeit"geist" (und ein paar Cocktails zuviel bei Fleming).

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1872
Hier ein interessanter Artikel über M, Silva und James, der die ganze Story und die Verbindungen nochmal ganz anders betrachtet.

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18526886.html

Was meint ihr dazu? Ich finde es ja durchaus interessant, glaube aber eher an die NICHT-leibliches Kind Variante. Könnte auch einfach bedeuten, dass sie ihn als Agent früh ausgebildet, geformt und dann fallen lassen hat. Mutter-Komplexe ließen sich ja so ebenfalls erklären.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1873
Agent 009 hat geschrieben:
19. August 2019 11:11
Hier ein interessanter Artikel über M, Silva und James, der die ganze Story und die Verbindungen nochmal ganz anders betrachtet.

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18526886.html

Was meint ihr dazu? Ich finde es ja durchaus interessant, glaube aber eher an die NICHT-leibliches Kind Variante. Könnte auch einfach bedeuten, dass sie ihn als Agent früh ausgebildet, geformt und dann fallen lassen hat. Mutter-Komplexe ließen sich ja so ebenfalls erklären.
Hatte den Artikel gestern auch schon belesen. Die Idee, dass Silva Ms Sohn sei, finde ich durchaus interessant, aber lediglich als Gedankenspiel. Da man von offizieller Seite oder im Film selber nie direkt darauf verwiesen hat, bleibe ich bei dem, was uns gezeigt wurde.
Für mich genügt es, dass Silva in M eine Mutterfigur sieht die ihn zu tiefst enttäuscht hat. Das genügt mir als Motiv für diese Figur und auch, um den Konkurrenzkampf zwischen Bond und Silva zu erklären. Silva sieht in M eine Ersatzmutter und nicht die professionelle Chefin, die harte Entscheidungen treffen muss, wie zu Beginn des Filmes.
Das Anagramm ist jedoch witzig. :respekt:
"Der Gestank nach Rauch und Schweiß ist in einem Casino um drei Uhr morgens äußerst widerlich."

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1874
Ja, die Theorie ist mehr als dünn, und wie SGJ und 009 schon ausgeführt haben vollkommen überflüssig als Motiv für Silva.
Dass Silva zwischen Ödipus-Komplex und Rache hin und her pendelt ist ja nicht zu übersehen. Ich denke bis zu seiner Flucht aus dem MI6 Gefängnis wäre er sogar bereit gewesen M zu vergeben, wenn sie Reue gezeigt hätte.
Last burning breath filled with death and desire
Our boundless pride becomes a funeral pyre
The end remains the only god we can't deny
All still believing the lie of survival

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1875
Revoked hat geschrieben:
19. August 2019 13:20
Ich denke bis zu seiner Flucht aus dem MI6 Gefängnis wäre er sogar bereit gewesen M zu vergeben, wenn sie Reue gezeigt hätte.
Das kann schon sein, aber jemand der so selbstzentriert ist und sich so einen ausgeklügelten Plan zurechtgelegt hat, wird diesen wohl kaum über Bord werfen. Am Ende von M hätte seine Vergebung wohl nichts geändert. Und wenn man bedenkt, dass Spectre Silva im Nacken gesessen hätte, wenn er von seinem Vorhaben abgelassen hätte, dann hätte er es sich wohl auch zwei mal überlegt. (Hätte, hätte, hätte :? )

Ich glaube, seinen Frieden hat er in dem Moment mit ihr geschlossen als er Bond tot glaubt und M dazu drängt, sich und ihn zu erschießen/zu erlösen. Für ihn liegt die "Vergebung" in seiner, Ms und Bonds Auslöschung und nicht in einer Koexistenz oder in einem "Es tut mir Leid!", er geht über die normale Art einer Bestrafung weit hinaus und das macht ihn als Charakter für mich so interessant.
"Der Gestank nach Rauch und Schweiß ist in einem Casino um drei Uhr morgens äußerst widerlich."