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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1876
Er wollte M faktisch bei der Anhörung abknallen. Möglich, dass er dabei selbst draufgegangen wäre, aber der Plan dort ist M zu töten. Erst in Schottland fängt er mit seiner komischen "Erlöse uns beide" Tour an, die Logan, Purvis & Wade und Mendes vermutlich aus irgendeinem Polizeikrimi abgeguckt haben und die vorher überhaupt nicht in seinem Charakter veranlagt ist.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1877
Casino Hille hat geschrieben:
19. August 2019 16:35
Er wollte M faktisch bei der Anhörung abknallen. Möglich, dass er dabei selbst draufgegangen wäre, aber der Plan dort ist M zu töten. Erst in Schottland fängt er mit seiner komischen "Erlöse uns beide" Tour an, die Logan, Purvis & Wade und Mendes vermutlich aus irgendeinem Polizeikrimi abgeguckt haben und die vorher überhaupt nicht in seinem Charakter veranlagt ist.
Stimmt, das ist mir so noch gar nicht aufgefallen. Man könnte seine theatralische Veränderung ggf. mit Bonds Einmischung erklären. Eifersucht? Für eine spontane Idee ist diese Doppelkopfschussnummer tatsächlich ziehmlich drüber.
Vielleicht hat er da auch erkannt, dass er ohne M keine weitere Motivation hat? Keinen Lebensinhalt? So ähnlich wie bei Batman und Joker? Der eine definiert den anderen und umgekehrt.
(Das sind hier natürlich nur Versuche mir das schön zu reden. Es deutet eher auf lazy writing hin.)
Was ebenfalls gegen eine Impulsivhandlung spricht, ist eben seine akribische Planung.
"Der Gestank nach Rauch und Schweiß ist in einem Casino um drei Uhr morgens äußerst widerlich."

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1878
Dass Silva seinen Plan noch mal geändert hat ist mir seit Anfang November 2012 bekannt. Verwundert war ich aber noch nie darüber und ich finde das auch nicht schlecht geschrieben. Silva scheint ziemlich erschrocken, dass M verletzt. Dazu sei gesagt: Es stört mich überhaupt nicht, dass Silva so ein durchgeknallter Kopf ist, dass er auf einmal offenbar Mitleid um M hat, während er sie vorher noch töten wollte.

Nun sieht Silva offenbar, dass er nicht mehr sauber aus der Nummer rauskommt und will dem ganzen ein Ende bereiten, also auch seinem Leben ein Ende setzen. Das ist vielleicht eine bescheuerte Erklärung, aber Silva ist nunmal ein verrückter Typ. Da muss man sich auch nicht über solche Einfälle wie das "Erlöse uns beide" wundern.
"Whoever she was, it must have scared the living daylights out of her."

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1879
Aber was bedeutet denn
Henrik hat geschrieben:
19. August 2019 20:45
Nun sieht Silva offenbar, dass er nicht mehr sauber aus der Nummer rauskommt und will dem ganzen ein Ende bereiten ...
?
Er müsste sich doch eigentlich als Sieger sehen: Bond vermeintlich tot, M lebensgefährlich verwundet. Was lässt ihn da so überschnappen? Schließlich wollte er doch Ms Tod.
"Der Gestank nach Rauch und Schweiß ist in einem Casino um drei Uhr morgens äußerst widerlich."

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1880
Das ist wie so vieles in Skyfall lazy writing hoch 10 und ins Quadrat mal Tausend. Hätte sehr gut in einen ganz anderen Film gepasst. Silva ist als Charakter eine der inkonsequentesten Erscheinungen der Bondreihe. Aber hey, immerhin war der vierminütige Rattenmonolog cool, hätte von QT sein können.
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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1881
Casino Hille hat geschrieben:
19. August 2019 23:41
Silva ist als Charakter eine der inkonsequentesten Erscheinungen der Bondreihe.
Ich würde eher sagen, eine der verrücktesten. Zumindest in Bezug auf die Hauptschurken. Und eben weil die Figur so verrückt ist, passt es doch auch ganz gut, dass er nicht so handelt, wie man es vielleicht erwarten würde.
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#SanMonique2020

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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1882
Ich bin mir bewusst, dass ich hier in einem Fan-Forum schreibe.

Aber bei SF muss ich kritisch werden. Wo immer ich lese, sind die Kritiken überwältigend positiv. Das deckt sich nicht mit meiner Wahrnehmung und auch nicht mit der Meinung zu SF in meinem Bekanntenkreis. Ich kenne persönlich niemanden, der SF gut findet.

Die Story ist hanebüchen. Bond ist Altersschwach. Früher hat Bond Scaramanga die Technik erklärt, während dieser nur Ballern kann. In SF ist es umgekehrt.

Bond ist charakterlos. Beim Tod von Sévérine macht er einen blöden Spruch über den verschütteten Schnaps. Den senilen Wildhüter zieht er unnötig mit rein. "Da sind Leute, die wollen uns töten. Wir töten sie zuerst." "Okay, ich bin dabei." Ja, nee, ist klar.

Bond verliert in SF, das muss man auch mal klar festhalten. Silva erreicht sein Ziel.

Mit dem Schurken kann ich auch nichts anfangen. Die Szene, wo er Handgranaten durch die Fenster wirft, finde ich cool. Ohne Zähne sieht er fies aus, okay. Aber keine Actionszene (dazu mal im Vergleich der dramatische Kampf zwischen Bond und Greene in QOS!) und die Dialoge sind öde.

Also um zum Schluss etwas Gutes zu sagen: die Bilder in SF sind schön. Das sieht alles sehr cool aus, sehr stimmungsvoll, vielleicht mit Ausnahme der verlassenen Stadt, wo Bond Silva aufspürt.

Was den Unterhaltungswert dieses Bond-Films angeht, ist dieser bei mir ab dem Auftauchen Silvas rapide abfallend und mit dem Erreichen von Schottland ist es nur öde. Als Silva dann mit dem Hubschrauber angeflogen kommt, wird die Handlung für mich unerträglich absurd.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1885
MrHinx hat geschrieben:
21. Juli 2020 14:20
Was den Unterhaltungswert dieses Bond-Films angeht, ist dieser bei mir ab dem Auftauchen Silvas rapide abfallend und mit dem Erreichen von Schottland ist es nur öde. Als Silva dann mit dem Hubschrauber angeflogen kommt, wird die Handlung für mich unerträglich absurd.
Haha bei mir ist es genau umgekehrt. Ich mag SF zwar sehr viel mehr als du, aber wenn ich beurteile, welche Teile ich am unterhaltsamsten finde, dann liegen die Schwächen eher im ersten Drittel, nach der PTS. Die Tests, denen Bond sich unterziehen lassen muss, hätte man auch kürzer abhandeln können. Die Szenen beim MI6 ziehen sich ziemlich in die Länge. Ab Shanghai wird es dann besser und ab Macao ist der Film ganz stark :)

Das ist auch einer der Gründe, warum ich SF deutlich besser beurteile als CR. Wenn ich quasi jede halbe Stunde alleine bewerten sollte, würden CR und SF im Durchschnitt wohl gleichauf liegen. Insgesamt überwiegt für mich aber dennoch SF. CR zieht sich eher am Ende in die Länge, SF am Anfang. Damit bleiben bei mir eher die Stärken in Erinnerung.

Das wird einigen CR-Fans jetzt nicht gefallen, aber meiner Meinung nach ist in CR nach dem Pokerspiel oder zumindest ab dem Aufeinandertreffen mit Mathis und dessen Festnahme die Luft raus.
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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1886
Henrik hat geschrieben:
21. Juli 2020 16:05
...meiner Meinung nach ist in CR nach dem Pokerspiel oder zumindest ab dem Aufeinandertreffen mit Mathis und dessen Festnahme die Luft raus.
Das ist eben so ein Plateau-Ende: Klimax——Happy-End——Shocking End

Klassisch hätte der Film mit Bond in der Reha geendet: Siehe OP, gebrochenes Bein zB.

Demnach wäre auch (wie ich schon mal sagte) der komplette Segeltörn/Vendig als PTS von QOS tauglich gewesen. Das würde beide Filme auf „normale“ Laufzeiten bringen und würde auch nicht-Bond-Nerds Bonds QOS-Wut erklären....
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Once I put my sights on you
Got a licence to kill
And you know I‘m going straight for your heart

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1887
Revoked hat geschrieben:
21. Juli 2020 16:16
Klassisch hätte der Film mit Bond in der Reha geendet: Siehe OP, gebrochenes Bein zB.
Jop, dann hätte nur die Befreiung von Bond und Vesper anders ablaufen müssen, damit sich daraus eine große Actionszene ergeben kann, und CR hätte ein recht klassisches Ende.
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Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1888
Meiner Meinung nach braucht CR diese Längen zum Schluss. Der Film wälzt das Glück aus, um es dann um so brutaler zu zerstören.

Ich denke, es ist gut, dass der Film der Liebesgeschichte zwischen Vesper und Bond Zeit gibt. Es würde der Bedeutung dieser Liebe für die Story nicht gerecht, wenn der Film das zu schnell abhandeln würde.

Der Haupt-Schurke in CR ist ja auch nicht Le Chiffre. Sondern Mr White - oder Vesper, wie man es nimmt.

Zu SF: ab der verlassenen Stadt gibt es ja auch praktisch keine Action-Szenen mehr. Das bei der Anhörung ist eine Schießerei, genauso bei Skyfall. Da wird rumgeballert und Handgranaten geworfen.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1889
Maibaum hat geschrieben:
21. Juli 2020 14:27
Hmm ja, daß ausgerechnet SF bei der Filmkritik etwas positiver abgeschnitten hat, daß finde ich ebenfalls etwas verblüffend. Eigentlich ist das genau die Sorte von Bluff Film, dem die Kritiker normalerweise nicht auf den Leim gehen.
Tja, sie werden ihn in überwältigender Mehrheit eben nicht für einen Bluff Film halten. So wie du das sicher auch von vielen Filmen nicht sagen würdest, denen ich dieses Label mit Leichtigkeit aufploppen würde (Joker, Gravity etc.) – ist alles eine Frage der Perspektive. Bei Spectre hat es für Sam Mendes ja nicht mehr so gut geklappt, aber immerhin schien er mir mit dem Film auch nie allzu zufrieden gewesen zu sein.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

#1890
Casino Hille hat geschrieben:
21. Juli 2020 18:16
Maibaum hat geschrieben:
21. Juli 2020 14:27
Hmm ja, daß ausgerechnet SF bei der Filmkritik etwas positiver abgeschnitten hat, daß finde ich ebenfalls etwas verblüffend. Eigentlich ist das genau die Sorte von Bluff Film, dem die Kritiker normalerweise nicht auf den Leim gehen.
Tja, sie werden ihn in überwältigender Mehrheit eben nicht für einen Bluff Film halten. .
Nun ja, genau das hatte ich ja geschrieben, bzw das ergibt sich daraus.

Aber Gravity ein Bluff Film? Um Himmels Willen ...