Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

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Alle die SKYFALL bereits gesehen haben: Eure Bewertung?

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AnatolGogol
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Lieblings-Bond-Darsteller?: Roger Moore

22. Juni 2013 20:57

Maibaum hat geschrieben:Glens Filme sind für mich überhaupt nicht heterogen, sondern ganz im Gegenteil äußerst homogen. Allenfalls LTK schert am Ende ein wenig aus.
Filmisch vielleicht, aber vom Ansatz ist TLD schon deutlich anders als zB Octopussy. Natürlich finden sich auch in TLD ein paar der damals für unverzichtbar angesehenen Albernheiten und Gadgetverspieltheiten, aber in Summe ist der Film doch deutlich reduzierter und interessierter an Figuren und Handlung als zB der sich ganz auf die Schauwerte und das Spektakel verlassende OP.
Maibaum hat geschrieben:Trotz der stetigen Kontinuität der Serienbeiträge war das vorher nicht so.
Guy Hamiltons Inszenierung fand ich ehrlich gesagt noch weit biederer
Maibaum hat geschrieben:Brosnan hat dann den Spaß zurückgebracht, zumindest teilweise.
Brosnan bzw seine Filme hat/haben mir den Spass und das Interesse an den neuen Serienbeiträgen weitgehend genommen - so unterschiedlich kann man das sehen.
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Maibaum
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22. Juni 2013 21:09

Echt, so schlimm?

Hamilton war auch eher bieder, das stimmt, aber ich sehe da doch meist besseres Handwerk (ok manchmal auch gar nicht) und eine schönere Optik. Andererseits hat Glen sich doch für mich deutlich entwickelt hin zum brauchbaren Routinier, während Hamilton hin und her springt. Aber in LALD zeigt er überraschend viel Sinn für Atmosphäre, und da gelingen auch mal die Actionszenen, die in den anderen 3 teils total misslungen sind. Aber dann könnte daß natürlich auch die 2nd Unit gemacht haben.

Und TLD krankt für mich gerade daran daß er noch zu sehr auf Moore zugeschnitten wirkt. Was an sich nicht schlecht ist, aber in 1987 keine gute Idee war. Andererseits scheinen den die Masse der Bond Fans (vielleicht sogar gerade deswegen) sehr zu mögen. Was mich nach wie vor überrascht.
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AnatolGogol
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Lieblings-Bond-Darsteller?: Roger Moore

22. Juni 2013 21:23

Maibaum hat geschrieben:Echt, so schlimm?
Ja, schon. Hamilton hat für mich die filmisch langweiligsten Beiträge der ganzen Serie abgeliefert (zumindest bei den Filmen bis 89), die eigentlich nur aufgrund diverser Einzelfaktoren für mich interessant sind. Bei GF und LALD passen halt eine Menge an Einzelfaktoren sehr gut zusammen, das hat aber für mich wenig bis nix mit Hamiltons Inszenierung zu tun, die ich auch in diesen beiden Filmen eher schleppend empfinde. Bei DAF und TMWTGG ist da dann halt auch wenig, was die Inszenierung retten könnte. Hab vor zwei Wochen erst wieder mal TMWTGG gesehen: Junge, was für eine filmische Katastrophe. Das ist wirklich nur ein Potpourri an vielen Einzelszenen - manche besser, manche schlechter. Aber als zusammenhängender Film ist es doch ziemlich Banane - und davon geht ein Großteil auf die Kappe von Hamilton. Und das schreibt jemand, der immer noch fest davon überzeugt ist dass es sich hierbei um einen überdurchschnittlichen Film handelt.

Maibaum hat geschrieben: Und TLD krankt für mich gerade daran daß er noch zu sehr auf Moore zugeschnitten wirkt. Was an sich nicht schlecht ist, aber in 1987 keine gute Idee war. Andererseits scheinen den die Masse der Bond Fans (vielleicht sogar gerade deswegen) sehr zu mögen. Was mich nach wie vor überrascht.
Das ist ein guter Punkt den ich unterstützen würde. Mir persönlich gefällt TLD u.a. deshalb deutlich weniger als LTK, weil er mir zu viele Kompromisse macht. Aber wie du schon schriebst glaube ich auch, dass er gerade deshalb bei vielen Fans so gut ankommt.
Zuletzt geändert von AnatolGogol am 22. Juni 2013 21:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Maibaum
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22. Juni 2013 21:35

Das echt schlimm war auf deine Brosnan Erfahrung bezogen.

Hamilton: Weiß nicht, die erste Hälfte von DAF ist sauber gemacht, aber danach ist die Luft ganz schön raus, und Hamilton vergeigt dann die gesamte Action. TMWTGG mangelt es für mich ganz klar auch an Einfällen in jeder Hinsicht, und Hamilton beeindruckt durch Inkonsistenz, wie schon in der 2. DAF Hälfte . GF müsste ich noch mal schauen ob das eher ein Drehbuch Film ist. Aber LALD fand ich gerade beim letzten Wiedersehen bemerkenswert gut.

Als Hamilton GF machte war er ja ein arrivierter Regisseur des britischen Kinos, auch wenn alle seine Filme hierzulande völlig unbekannt sind.
Eigentlich war er genau wie Gilbert eine sehr seltsame Wahl für Bond.
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AnatolGogol
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22. Juni 2013 21:53

Maibaum hat geschrieben:Das echt schlimm war auf deine Brosnan Erfahrung bezogen.
Ach so, na dann kann ich nur sagen: sogar noch viel schlimmer. Aber Spass beiseite: ich empfinde es tatsächlich genau so schlimm, wobei ich mittlerweile meinen Frieden mit den Filmen gemacht habe und TWINE mir zu meinem Erstaunen in den letzten Jahren immer besser gefallen hat (wobei ich viel davon dem von mir geschätzten Apted zuschreibe). Aber dennoch finde ich den Ansatz der Filme, dieses Strichliste-Abarbeiten, wie auch die Konzessionen hinsichtlich des 90er-Jahre Actionkinos recht daneben und sehr unpassend für Bondfilme. Darüberhinaus ist es nicht zuletzt die Oberflächlichkeit von Brosnans Bond weswegen mir seine Bondfilme immer wie ein Fremdkörper innerhalb der Serie vorkamen .
Maibaum hat geschrieben:Hamilton: Weiß nicht, die erste Hälfte von DAF ist sauber gemacht, aber danach ist die Luft ganz schön raus, und Hamilton vergeigt dann die gesamte Action. TMWTGG mangelt es für mich ganz klar auch an Einfällen in jeder Hinsicht, und Hamilton beeindruckt durch Inkonsistenz, wie schon in der 2. DAF Hälfte . GF müsste ich noch mal schauen ob das eher ein Drehbuch Film ist. Aber LALD fand ich gerade beim letzten Wiedersehen bemerkenswert gut.

Als Hamilton GF machte war er ja ein arrivierter Regisseur des britischen Kinos, auch wenn alle seine Filme hierzulande völlig unbekannt sind.
Ich mochte Hamiltons Remo sehr gern, der hatte irgendwie auch nix von dem üblichen Muff. Den hatte zB Battle for Britain schon eher, wobei da die Luftaction sehr gut inszeniert ist (wobei ich nicht weiss wieviel die 2nd Unit zu verantworten hatte). Der wilde Haufen von Navarrone krankt zB auch an den gleichen Krankheiten wie DAF oder TMWTGG und weist viel Stückwerk statt einer einheitlichen Storyentwicklung auf. Auch hier frage ich mich: warum gelingt es ihm nicht eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen und warum fehlt auch hier wieder jegliche Spannung? Mord im Spiegel fand ich auch sehr bieder, vor allem optisch schaute das wieder mal nach TV aus. Bei Das Böse unter der Sonne gelang es zumindest sehr pittoresk das Mittelmeer-Flair einzufangen, der Film sieht optisch auch viel schicker aus als seine vorangegangene Christie-Verfilmung. Finale in Berlin fand ich in seiner Nüchternheit auch recht bieder und auch wieder mal die Geschichte nicht gut entwickelt. Seine restlichen Arbeiten der 50er und 60er Jahre kenne ich nicht.
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Maibaum
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22. Juni 2013 22:30

Ja, seine späteren Arbeiten sind meist biedere und unpersönliche Großproduktionen. Was für Young genau so gilt. Eigentlich war wahrscheinlich Gilbert der interessanteste und begabteste der 3. Und hat mit Educating Rita und Shirley Valentine nach MR mit ganz anderen Sachen beeindruckt. Und vor YOLT hat er Alfie gemacht, den ich gerne mal sehen würde.
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UNIVERSAL EXPORTS
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23. Juni 2013 10:30

Was mich interessieren würde, Anatol: SF (um mich wieder ein wenig dem Grundthema des Threads zu nähern) und TMWTGG haben, zumindest oberflächlich betrachtet, einige grobe Parallelen: ein "böses" Ebenbild von Bond, ein Duell auf einer einsamen Insel, versteckter "Warenumtausch" in einem Macauer Casino, Bond und Bösewicht treffen sich erstmals nach etwa der Hälfte des Films. Ersterer wird für sein konsistentes Ganzes gelobt, ein Film aus einem Guss. Finde ich auch.
TMWTGG soll nun eine Aneinanderreihung einzelner Szenen sein - ich finde ihn beim Betrachten eigentlich sehr flüssig, unterhaltsam und konsistent. Beispiel: Die Aufhänger-Story mit dem Solex wird wenigstens bis zum Ende durchgezogen und verschwindet nicht irgendwann ohne Grund von der Bildfläche wie bei der Festplatte mit den Agentendaten. Könntest Du erklären, wie Du das meinst? ... vielleicht habe ich da einen blinden Fleck, weil TMWTGG einer meiner heimlichen Lieblinge ist.
Und zum Thema John Glen und Brosnan-Ära: Die Glen-Filme (es waren meines Wissens übrigens fünf und nicht vier: FYEO, OP, AVTAK, TLD und LTK) lassen meist atmosphärische Qualitäten und emotionale Momente missen. Viele Drehorte sind nicht gut eingefangen, Ausnahme FYEO. Dieser wiederum ist für mich viel eher ein Sammelsurium an Einzelszenen als TMWTGG. In diesen Dingen finde ich die Brosnan-Filme besser, vor allem GE und TWINE. Wie seht Ihr das?
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Maibaum
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23. Juni 2013 10:37

Die Handlung von TMWTGG ist schon gut, aber dem Film fehlt es an Höhepunkten. Bzw. die Höhepunkte des Films sind alle etwas schlaff geraten. Vor allem das Duell am Ende hätte etwas großes werden müssen, aber so wie es ist ist es viel zu wenig.
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UNIVERSAL EXPORTS
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23. Juni 2013 11:02

Mag sein. TMWTGG ist der Film der Reihe, der wohl auch am wenigsten Action hat. Hat SF ja übrigens auch nicht, die PTS mal ausgenommen. Ist aber einfach der bessere Film.
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Thunderball1965
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23. Juni 2013 11:04

Maibaum hat geschrieben: Und TLD krankt für mich gerade daran daß er noch zu sehr auf Moore zugeschnitten wirkt. Was an sich nicht schlecht ist, aber in 1987 keine gute Idee war. Andererseits scheinen den die Masse der Bond Fans (vielleicht sogar gerade deswegen) sehr zu mögen. Was mich nach wie vor überrascht.
Im Gegenteil, ich finde eher, dass Moores letzter Bond auf Dalton zugeschnitten wirkte. Oder sehe nur ich das so?
Maibaum hat geschrieben: Ich habe die damals nur aus Gewohnheit geschaut, nicht aus Überzeugung. Brosnan hat dann den Spaß zurückgebracht, zumindest teilweise. TND war allerdings eher öde. Jedoch scheint mir jetzt in Anbetracht der Craiger das da mehr möglich gewesen wäre. Es fehlt ihnen an Individualität. Allerdings war das bis dato auch nicht Merkmal der Serie.
Ich selbst werde den nächsten Bond wohl nicht aus Überzeugung sehen...Außerdem... Ist das der richtige Thread, um seine Meinung zu Filmen zu erläutern?
UNIVRSAL EXPORTS hat geschrieben:Mag sein. TMWTGG ist der Film der Reihe, der wohl auch am wenigsten Action hat. Hat SF ja übrigens auch nicht, die PTS mal ausgenommen. Ist aber einfach der bessere Film.
Hä? Welcher jetzt :?:
It's the BIGGEST... It's the BEST
It's BOND

AND BEYOND
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UNIVERSAL EXPORTS
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23. Juni 2013 11:19

Obwohl, wie ich sagte, TMWTGG, mein (un)heimlicher Liebling ist, halte ich SF klar für den besseren Film.
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Casino Hille
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23. Juni 2013 12:19

Thunderball1965 hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben: Und TLD krankt für mich gerade daran daß er noch zu sehr auf Moore zugeschnitten wirkt. Was an sich nicht schlecht ist, aber in 1987 keine gute Idee war. Andererseits scheinen den die Masse der Bond Fans (vielleicht sogar gerade deswegen) sehr zu mögen. Was mich nach wie vor überrascht.
Im Gegenteil, ich finde eher, dass Moores letzter Bond auf Dalton zugeschnitten wirkte. Oder sehe nur ich das so?
Das habe ich im Ernst noch nie so empfunden, AVTAK hat doch grade mit den vielen Scherzen zwischen 007 und Tibbet unglaublich viel von der typischen Mooreschen Interpretation des Geheimagenten.
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AnatolGogol
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23. Juni 2013 13:58

UNIVERSAL EXPORTS hat geschrieben: TMWTGG soll nun eine Aneinanderreihung einzelner Szenen sein - ich finde ihn beim Betrachten eigentlich sehr flüssig, unterhaltsam und konsistent. Beispiel: Die Aufhänger-Story mit dem Solex wird wenigstens bis zum Ende durchgezogen und verschwindet nicht irgendwann ohne Grund von der Bildfläche wie bei der Festplatte mit den Agentendaten. Könntest Du erklären, wie Du das meinst? ... vielleicht habe ich da einen blinden Fleck, weil TMWTGG einer meiner heimlichen Lieblinge ist.
Ich denke da nicht an die Story, denn was die Story angehet hat jeder Bondfilm eine (weitgehend) zusammenhängende Handlung. Mir geht es mehr um die Umsetzung des Films: bei TMWTGG entwickelt sich die Handlung nicht wirklich, viele der Szenen könnte man auch beliebig untereinander tauschen ohne das die Handlung dadurch merklich verändert würde. Ein Beleg hierfür ist die Tatsache, dass man als Zuschauer nahezu den ganzen Film eigentlich nie wirklich weiss, worum es denn jetzt eigentlich geht. Es spielt auch angesichts der Machart des Film keine wirkliche Rolle, da der Film seine Prioritäten woanders setzt. er Fokus des Films liegt mehr noch als bei anderen Bondfilmen auf den vielen Einzelhöhepunkten. Zudem empfinde ich den Film völlig spannungslos. Nicht dass Bondfilme berühmt wären für ihre nervenzerfetzene Spannung, aber zumindest gibt es immer wieder Szenen, in denen gekonnt kurzfristig Spannung aufgebaut wird. Nicht so bei TMWTGG. Ebenfalls mangelhaft finde ich die Tempogestaltung des Films: kaum Dynamik, stattdessen ein durchgängig gemütliches Tempo. Das ist zB in MR ähnlich, aber bei dem funktioniert dafür vieles andere für mich wesentlich besser. Höhepunkte hat TMWTGG wie ich finde durchaus, aber es wirkt vieles davon wie schon mal woanders gesehen – vor allem natürlich die Auto- und Bootverfolgung, die sehr ähnlich in den Vorgängerfilmen bereits geboten wurden.
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GoldenProjectile
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23. Juni 2013 14:06

@Anatol

Erstaunlich, dass nahezu alles was du aufzählst in meinen Augen die Stärken von TMWTGG sind. Die Quasi-Unabhängigkeit von jeglicher Handlung (obwohl ich für gewöhnlich auch bei Bondfilmen eine sinnvolle, gut aufgebaute Story schätze; siehe TLD und LTK), die Einzelszenen, denen in der Tat oft der Zusammenhang fehlt, das ruhige Tempo das lange Zeit in Bangkok "verharrt"... Ausserdem liebe ich den konsequenten und atmosphärischen Soundtrack, den Humor in manchen Momenten und den gesamten fernöstlich angehauchten Edeltrash.

Bestätigung werde ich (wie bei manchen Filmen der Reihe) wohl erst in meinem angepeilten Bond-Marathon vom Sommer '14 finden, aber im Moment ist mir TMWTGG 8,5 Punkte wert.
We'll always have Marburg
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AnatolGogol
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Lieblings-Bond-Darsteller?: Roger Moore

23. Juni 2013 14:21

GoldenProjectile hat geschrieben:@Anatol

Erstaunlich, dass nahezu alles was du aufzählst in meinen Augen die Stärken von TMWTGG sind. Die Quasi-Unabhängigkeit von jeglicher Handlung (obwohl ich für gewöhnlich auch bei Bondfilmen eine sinnvolle, gut aufgebaute Story schätze; siehe TLD und LTK), die Einzelszenen, denen in der Tat oft der Zusammenhang fehlt, das ruhige Tempo das lange Zeit in Bangkok "verharrt"... Ausserdem liebe ich den konsequenten und atmosphärischen Soundtrack, den Humor in manchen Momenten und den gesamten fernöstlich angehauchten Edeltrash.

Bestätigung werde ich (wie bei manchen Filmen der Reihe) wohl erst in meinem angepeilten Bond-Marathon vom Sommer '14 finden, aber im Moment ist mir TMWTGG 8,5 Punkte wert.
Ich war bei der jüngsten Sichtung auch etwas überrascht oder eigentlich eher bestürzt, wie wenig mich TMWTGG noch zu unterhalten wusste. Nicht dass meine genannten Kritikpunkte mir nicht früher schon deutlich aufgefallen waren, aber diesesmal war gerade das dröge Tempo ein echtes Manko. Vielleicht habe ich den FIlm auch schon zu oft gesehen, ich habe mir während des Schauens regelrecht befohlen Spass zu haben, aber es gelang doch nur selten. Zusammen mit OP liegt der FIlm daher für mich ganz am Ende der FIlme bis 89, Punktemäßig gerade noch knappe 6,5 Punkte (Tendenz fast schon eher in Richtung 6 Punkte).
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