Wie findet ihr SPECTRE?

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Re: Allgemeine Gerüchte & Presse Artikel

#3362
In der Tat vieles von dem, was wir hier in letzter Zeit diskutieren. Gut zusammen geschnitten!

Ich muss aber gestehen, dass ich aktuell so ausgetrocknet bin, dass ich voraussichtlich alles was ich in einem Jahr zu sehen bekomme toll finden werde.

Ich denke da werde ich es nicht schaffen ansatzweise Objektiv zu sein. Ich werde mir einreden, dass der neue Bond der Hammer ist und mir wohl erst 1 Jahr später ein realistisches Bild machen können....

Re: Allgemeine Gerüchte & Presse Artikel

#3363
Revoked hat geschrieben:
14. Februar 2019 23:25
Ich werde mir einreden, dass der neue Bond der Hammer ist und mir wohl erst 1 Jahr später ein realistisches Bild machen können....
Ist aber bei Bond irgendwie immer so. Sogar DAD fand ich damals im Kino recht gut. Nur QOS war auch bei der Erstsichtung schon deulich schwächer als CR.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Filmbesprechung: SPECTRE (SP)

#3364
Dieser Kommentar unter dem YouTube-Video ist schlicht famos:
Spectre was essentially "JJ Abrams does James Bond" a beautiful movie that aims to set up an expanded universe by saturating us with the familiar. What makes this particularly problematic is this... Bloefeld isn't the Joker, Bloefeld isn't the Green Goblin, Darth Vadar, Hannibal, Voldemort, or Sauron. No one is really that nostalgic for him, hell, most people mostly just remember him as the basis for Dr. Evil. Bond does not need to fight Bloefeld in every entry, and they surely don't need any connection beyond their professional clothes. Also... Bond isn't like Batman, Harry Potter or the Avengers... He is as iconic, but what I mean in this case is that Bond should never be the center of his universe. He is a cog, a hired gun, or as Dr. NO points out, a glorified cop, if he dies, then someone will replace him. Efforts to make this Bond expanded universe, or Bond epic story really miss the point in my opinion. There's a reason he does one off adventures, because they aren't about him, he goes where directed and improvises from there. To an extent this rant mirrors the desire you have for less personal Craig missions.
Das kann ich nur voll und ganz unterschreiben. Und es erklärt auch etwas die Konflikte, die ich ganz ganz tief in mir irgendwo auch mit den ehemaligen "Außenseiter-Bonds" OHMSS und LTK habe, wenn auch in sehr abgeschwächter Form im Vergleich zur Craig-Ära. Besonders der Vermerk, dass nach Bonds Tod ihn einfach jemand anderes ersetzen würde, ist imo ein Kerngedanke der Filmreihe und dieser Figur. Der Moment, als Bond dies selbst in der Laserstrahl-Szene zu Goldfinger sagt, ist prägend für die über 50-jährige Historie der Bond-Reihe. Bond ist ein Mörder, und ein Pragmatiker (siehe DN, als er auf die Frage, warum er jemanden hinterrücks kaltblütig tötet nur antwortet, dass dies eben so sein musste), aber vor allem ersetzbar für den MI6 (während er on screen natürlich nie austauschbar werden darf). Er ist ein "Man on a Mission", ein Kerl, der einfach nur seinen Job macht, und das dieser Job die Welt retten ist spielt dabei keine allzu große Rolle für sein Engagement (er könnte ebenso Pizza ausliefern ... da wäre so ein Q-Auto auch sehr hilfeich!).

Natürlich hat er einen Charakter, den man je nach Auslegung des Darstellers und der individuellen Persönlichkeit des Darstelles bis zu einem Gewissen Grad biegen darf (wobei Roger Moore und Timothy Dalton wohl die zwei größten Formen des Extrems darstellen). Aber er ist letztlich ein Detektiv, ein Ermittler, der seinen Auftrag gewissenhaft ausführt und für den die schöne Frau in seinen Armen danach die größte Belohnung darstellt. Aus meiner Sicht ist das vielleicht das wichtigste Element dafür, dass diese Figur (die mit dem Roman-Bond von Fleming herzlich wenig zu tun hat) über 50 Jahre funktioniert hat. Jeder Zuschauer, selbst jemand, der noch nie einen dieser Filme gesehen hat, hat eine ungewähre Vorstellung von diesem Charakter. Und - ohne Bond groß vorzustellen - nahezu jeder Film etabliert eine Bedrohung und zeigt uns dann (in leichten Variationen) den Bond, den wir alle kennen, wie er diese Bedrohung aus der Welt schafft und selbige dabei rettet. Eine sehr gut vergleichbare Figur wäre da beispielsweise "Tintin", bzw Tim, der rasende Reporter von Comicautor Hergé. So sieht man beispielsweise den Reporter Tim in keinem einzigen Hergé Band je bei echter Reportage-Arbeit. Man sieht ihn nie im Büro, lernt nie seinen Chef kennen, weiß nichts über seinen Hintergrund, seine Familie, man weiß nicht einmal sein tatsächliches Alter. Und warum erzählt uns Hergé davon nie? Weil es keine Rolle spielt. Alles was wir für jedes Abenteuer wissen müssen, ist: Tim ist ein Reporter. Er ist sehr neugierg, integer und immer auf der Suche nach Abenteuern. Und er hat seinen Hund Struppi immer dabei. That's it. Mehr brauchen wir nicht, um einen Tintin-Comic zu lesen. Und mehr als das brauchten wir auch nie über Bond zu wissen, bevor wir uns einen Bond angeschaut haben.

Warum man es seit Craig deutlich anders macht, ist sicher in Teilen einem veränderten Zeitgeist geschuldet. Große Blockbuster wie "Spider-Man 2" oder "Batman Begins" hatten erst kurz vor CR gezeigt, dass das Publikum immer mehr nach komplexen Protagonisten verlangt, und selbst die "oberflächlichen" Superhelden mehr und mehr Tiefe und Menschlichkeit brauchen, um zu überzeugen. Flache Comic-Strip-Adaptionen wie "Daredevil" fallen dagegen durch. Aber imo war es dennoch ein Fehler, allzu sehr James Bond dabei in den Vordergrund zu rücken. Diese Detektivgeschichten mit einer Menge Action, Suspense und Exotik können auch über eine emotionale Schiene funktionieren, in meinen Augen darf diese aber nicht bei Bond liegen. Sehr gute Beispiele wären da etwa LALD oder FYEO. In beiden Filmen ist es nicht Bond, der den emotionalen Anker zum Publikum setzt, sondern es sind die Girls. Solitaire und Melina haben einen persönlichen Character Arc, und entwickeln sich (natürlich steht Bond dennoch im Fokus und natürlich laufen die Konflikte letztlich doch bei ihm zusammen). Aber beiden Filmen gelingt es dennoch, die menschliche Komponente nicht bei Bond, sondern einer anderen Figur zu setzen. Und auch GE mag zwar für Bond einen persönlichen Konflikt bieten, aber dennoch ist es vor allem Natalya, die in einer sehr langen Szene in Severnaja zu leiden hat und deren Suche nach dem Verursacher ein wichtiges Element des Plots ist.

Soll heißen: Natürlich kann ein Bondfilm persönliche, emotionale Geschichten erzählen. Und sehr gerne darf Bond von ihnen berührt sein (wie in FYEO von Melina's Rachedurst oder in QOS von Camille's Verzweiflung bis hin zur Selbstaufgabe), aber die menschliche Komponente sollte nicht von ihm, seiner Vergangenheit und seiner Historie herrühren. Denn dann verliert der Charakter einen wichtigen Teil seines Wesens: Er wird unersetzbar für den Plot. Er ist nicht mehr der pflichtbewusste Brite, der von seinem Chef losgeschickt wird, um im Alleingang die Welt zu retten. Er ist James Bond, eine ganz bestimmte Person, die eine eigene Rechnung begleichen muss und von seinen Dämonen eingeholt wird. Und das gibt diese Figur nicht her, so wie auch Tintin einen solchen Handlungsstrang nicht hergibt. Es ist ein fundamental anderes (und aus meiner Sicht Miss-)Verständnis dessen, was diese Figur sein soll.

Und in meinen Augen zeigt die unterschiedliche Wahrnehmung von SF und SP, dass das Publikum genau diesen alten James Bond eigentlich immer noch will. Denn auch wenn SF einen persönlichen Handlungsstrang für Bond hat, der sich zu alter Stärke zurückkämpfen muss und am Ende in sein Heimatschloss flüchtet, so liegt der Main Focus in SF eigentlich auf M. Sie ist es, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, sie ist es, bei der der Plot zusammenläuft. Bond ist von ihrem Dilemma natürlich auch betroffen, er reagiert auf M's persönlichen Konflikt, aber letztlich steht sie im Zentrum und Bond erfüllt seinen Auftrag. In SP ist das ganz anders. Hier ist Bond durchgehend (es gibt quasi keine Szene ohne ihn, bis auf den offensichtlichen MI6-Subplot) präsent, und es wird seine Geschichte erzählt. Blofeld ist sein Bruder, das ganze Finale handelt von deren Rivalität und es ist Madeleine, für die Bond etwas empfindet, die ihn angreifbar macht. In SF ist M die, die angegriffen wird und Bond verteidigt sie. In SP steht er selbst unter Beschuss und hat durch persönliche Verwicklungen besonders viel zu verlieren.

SF und SP zeigen also beide eine andere Art von Involvierung der Figur James Bond. Die eine hat beim Massenpublikum und bei den Fans hervorragend funktioniert und mehrere Rekorde gebrochen - die andere konnte diesen enormen Erfolg bei Kritik und Publikum nicht wiederholen. SP ist die typischere Bondstory, aber sie hat nicht den Bond, James Bond, den das Kinopublikum erwartet und bereits kennt, bevor es ins Lichtspielhaus geht. CR hatte eine Entschuldigung, er war eindeutig als Bond's Vorgeschichte angelegt und stach heraus, doch abseits davon wollen die Leute, die in einen James Bond Film gehen vor allem eines: James Bond, der eine Mission bekommt und ein Abenteuer erlebt und sie wollen dieses Abenteuer mit ihm erleben. Wohl gemerkt: Nicht sein Abenteuer, sondern ein Abenteuer. Und ich denke, mit der stärkeren oder figürlich substanzielleren Fokussierung auf das Involvement der Girls oder anderer Nebenfiguren (es sollten vielleicht nicht unbedingt immer MI6-Member sein, da sich das schnell abnutzt) kann ein persönlich bewegendes Bondabenteuer definitiv funktionieren. Solange wir mit Bond auf dieses Abenteuer stoßen und nicht zusehen, wie er von diesem angestoßen wird.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

#3367
Ich finde auch, dass hier sehr wahres herausgearbeitet wurde.

Ziehen wir die 4 Ausnahme-Bonds mal heraus:

OHMSS: diese Konstellation ist mMn zwei Faktoren geschuldet. 1. Die Bondreihe wurde am Anfang DN-TB von der Story her nahezu Borlagengetreu umgesetzt. Ausnahme: alles persönliche aus den Roman taucht in den Filmen nicht auf (wie Hille oben beschreibt). 2. man hat mit YOLT damit gebrochen und entschieden eine „Abwandlung“ von TB zu machen („typische Bond Mission“, Was die Leute sehen wollen, siehe Hille oben).
Da OHMSS aber Bond als Haupt-Emo-Anker hat und ohne den persönlichen Teil auch nicht funktioniert, ist er anders.

LTK: Aus meiner Sicht, und viele Interviews bestätigen es, wollte man bei EON mal etwas neues probieren, da man sich (warum auch immer) in einer Sackgasse sah. So sprang man auf den Zeitgeist auf, nahm ein brandaktuelles Thema und mit dem passenden Hauptdarsteller kam ein super Film raus....... der in der Öffentlichkeit floppte. Kurskorrektur über 4x Brosnan ist bekannt.

CR: ebenfalls Kind seiner Zeit, wie Hille oben beschreibt mit dem Unterschied, das man den Zeitgeist des Publikums voll getroffen hat.

SP: ein Versuch, Experiment die Grenzen bei Bond auszuloten. Ein Test, ob eine zentrifizierte, stark Bond bezogene, Serien- (oder Universe) taugliche Erzählweise beim Publikum funktioniert. Hat ja bei OHMSS auch geklappt.... Mit dem Unterschied, dass 1. OHMSS keine zusammengeflickte Handlung, sondern einen sehr klaren und konsequenten Aufbau hat, 2. die einzige wirkliche persönliche Komponente die Tragödie um die große Liebe ist (und eben nicht: mein „Stiefbruder“ hasst und quält mich, ich habe mich in die Tochter meines Feindes verliebt, die Sesselfurzer wollen meinen MI6 abschaffen, meine Ex hat sich für mich geopfert) und 4. OHMSS funktioniert ohne die Filme vorher und Bezüge darauf. Während SP versucht alles vorher dagewesene zu einer Emo-Lawine zu kombinieren.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

#3370
Die Frage nach dem was Bond sein sollte oder nicht hängt natürlich immer auch entscheidend von der eigenen Erwartungshaltung ab. Wie Hille schon anführte hat der Filmbond mit seinem literarischen Alter Ego am Ende gar nicht so arg viel gemein, entwickelte sich im Laufe der Zeit aber zur deutlich nachhaltigeren Bondschen Persona.

Der Filmbond, wie man ihn seit vielen Jahrzehnten kennt, wurde entscheidend durch die Vorstellung von Cubby Broccoli geprägt, der zwar nicht alleinverantwortlich an der Entwicklung dieser filmischen Ausprägung war, wohl aber in ihrer Bewahrung. Seine Maxime lautete bis zuletzt: spiel nicht mit der bewährten Formel rum – und zu dieser gehörte auch ein etabliertes Bild von James Bond, einhergehend mit einer bestimmten Funktion der Figur in den Filmen. Bild und Funktion hat Hille sehr schön auf den Punkt gebracht.

Die Vorstellungen der zweiten Broccoli-Generation, wie Bond (und die dazugehörigen Filme) sein sollte, ist sicherlich nicht deckungsgleich mit denen ihres Vaters. Dies ist unübersehbar im Wandel der Figur/Filme, welcher seit Einstieg von Michael G. Wilson, spätestens aber mit der Beteiligung von Barbara Broccoli Einzug in die Serie gehalten hat. Es ist bekannt, dass Wilson die Figur menschlicher und greifbarer machen wollte und dass er hierfür auch persönliche Dilemmata im Sinn hatte. Cubby liess vieles davon nicht zu aus den erwähnten Gründen, dennoch zieht sich durch die gesamten Filme der 80er Jahre bereits ein Wandel hin zu einem menschlicheren Bond (wie auch realeren Szenarien – was immer das im Bondkosmos heisst).

Diese Entwicklung wurde in der Brosnan-Ära fortgesetzt und sogar noch ausgebaut, indem man Bond ein problembelastetes Vorleben zugestand (Alec, Paris), ihn emotional angreifbar machte (Elektra) oder ihn und damit auch seine jahrzehntelange Screenpersona gleich ganz in Frage stellte (DAD). Man ging zwar nie soweit, komplett mit der vormaligen Identität und Funktion der Filmfigur zu brechen, stellte aber bereits hier die Weichen für das, was dann in der Craig-Ära kommen sollte.

In vielerlei Hinsicht scheint es so, als ob die zweite Broccoli-Generation innerhalb der Craig-Ära endgültig das Bond-Bild umsetzte, was ihnen bereits seit vielen Jahren vorschwebte, was sie aber aufgrund des Vetos ihres Vaters oder wirtschaftlichen Überlegungen (die Mixtur aus bewährtem und neuem in der Brosnan-Ära entsprang vermutlich nicht zuletzt solchen Überlegungen) zuvor nicht in Gänze umsetzen konnte. Und der Erfolg gibt ihnen fraglos recht, eine neue, weitere Ausprägung der Figur Bond konnte sich etablieren und eine neue Generation von Bondfans begeistern.

Womit wir wieder beim Thema „Erwartungshaltung“ wären. Dass Fans des „alten Kino-Bonds“ nicht zwangsläufig glücklich mit jeder Neuerung sind liegt auf der Hand, allein dürfte eine „Rückbesinnung“ unter dem aktuellen EON-Regime wohl nur aus wirtschaftlicher Notwendigkeit in Erwägung gezogen werden. Denn so wie der „alte“ James Bond den Vorstellungen Cubbys entsprach, so entspricht der aktuelle denen seiner Erben. Kaum vorstellbar, dass man davon abrücken wird ohne echte Notwendigkeit.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Filmbesprechung: SPECTRE (SP)

#3371
Casino Hille hat geschrieben:
15. Februar 2019 01:37
Dieser Kommentar unter dem YouTube-Video ist schlicht famos:
Spectre was essentially "JJ Abrams does James Bond" a beautiful movie that aims to set up an expanded universe by saturating us with the familiar. What makes this particularly problematic is this... Bloefeld isn't the Joker, Bloefeld isn't the Green Goblin, Darth Vadar, Hannibal, Voldemort, or Sauron. No one is really that nostalgic for him, hell, most people mostly just remember him as the basis for Dr. Evil. Bond does not need to fight Bloefeld in every entry, and they surely don't need any connection beyond their professional clothes. Also... Bond isn't like Batman, Harry Potter or the Avengers... He is as iconic, but what I mean in this case is that Bond should never be the center of his universe. He is a cog, a hired gun, or as Dr. NO points out, a glorified cop, if he dies, then someone will replace him. Efforts to make this Bond expanded universe, or Bond epic story really miss the point in my opinion. There's a reason he does one off adventures, because they aren't about him, he goes where directed and improvises from there. To an extent this rant mirrors the desire you have for less personal Craig missions.
Gute Diskussionsgrundlage.

Also:
Spectre was essentially "JJ Abrams does James Bond" a beautiful movie that aims to set up an expanded universe by saturating us with the familiar. 
Das ist (unabhängig von dem komischen Vergleich mit Abrams, den ich als Filmemacher eher mit Marc Forster vergleichen würde) schon allein deshalb falsch, weil SP eben nicht dazu gedacht ist, ein neues "Expanded Universe" zu etablieren. Das Universum, in dem SP spielt, gibt es bereits seit CR.
What makes this particularly problematic is this... Bloefeld isn't the Joker, Bloefeld isn't the Green Goblin, Darth Vadar, Hannibal, Voldemort, or Sauron.
Natürlich ist Blofeld nicht genau wie diese Figuren. Aber genuso sind diese Figuren auch untereinander so verschieden. So ist Hannibal z. B. auf einem ganz anderen Level als z. B. der Green Goblin. All diese Figuren und Blofeld haben aber gemeinsam, dass sie eben der Erzfeind des Titelhelden sind, wobei ich da Hannibal nochmal herausnehmen möchte, weil er im Gegensatz zu allen anderen Figuren eher selbst die Titelfigur ist und ihm nur immer mal wieder ein neuer "Held" zur Seite gestellt wird.
most people mostly just remember him as the basis for Dr. Evil. 
Klar, das ist das Verdienst von YOLT und FYEO, dass Blofeld so zur Witzfigur geworden ist. Wer die klassischen Bondfilme liebt, der weiss aber auch, dass Blofeld noch andere Facetten hat und durchaus furchteinflößend sein kann.
Bond does not need to fight Bloefeld in every entry.
Natürlich nicht, aber der letzte Auftritt von Blofeld vor SP war ja auch schon 1981. Wenn man NSNA mitzählt, dann 1983, aber das macht das Kraut auch nicht fett.
Also... Bond isn't like Batman, Harry Potter or the Avengers... He is as iconic, but what I mean in this case is that Bond should never be the center of his universe.
Das ist durchaus ein legitimer Punkt. Von mir aus kann Bond in Zukunft gerne wieder weniger Screentime haben, das würde den Filmen (und vermutlich auch dem Budget) wohl ganz gut tun.
if he dies, then someone will replace him.
Damit spielt die Reihe doch seit Beginn. Und dann sagt z. B. Goldfinger: "Ich hoffe, dass er mehr Erfolg hat." :lol:

Trotzdem scheint Bond mit all seinen Schwächen einfach der beste Mann des MI6 zu sein. Deal with it. 8)
Efforts to make this Bond expanded universe, or Bond epic story really miss the point in my opinion. 
Mag sein, aber es gibt auch kein "Bond Expanded Universe". Schon allein deshalb, weil es eben auch nur Bond gibt. Die Titelfigur in einem Bondfilm ist einfach immer Bond. Und dass die Bondfilme immer persönlicher werden, das zieht sich jetzt schon ungefähr drei Jahrzehnte durch die Reihe.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

#3372
Das Ganze liest sich wie die Erklärung eines Mißerfolgs, aber das Gegenteil ist der Fall, Bond ist so erfolgreich wie in seinen besten Zeiten.

Außerdem würde ich SP eher vorwerfen daß Bond nie emotional wird. Bond reagiert auf den ganzen Kram den Blofeld ihm da vorquasselt mit auffälligem Desinteresse, ganz so als wäre von jemand Fremden die Rede.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

#3373
AnatolGogol hat geschrieben:
15. Februar 2019 12:02
Dass Fans des „alten Kino-Bonds“ nicht zwangsläufig glücklich mit jeder Neuerung sind liegt auf der Hand, allein dürfte eine „Rückbesinnung“ unter dem aktuellen EON-Regime wohl nur aus wirtschaftlicher Notwendigkeit in Erwägung gezogen werden.
Naja, im Vergleich zu DAD gab es in der Craig-Ära durchaus eine "Rückbesinnung" auf den "alten Bond". Und ich würde mich auch persönlich als Fan des "alten Bonds" (vor allem von GF und TB) bezeichnen. Trotzdem (oder vielleicht auch gerade deshalb) gefallen mir die aktuellen Filme seit CR sehr.

Und dass sich eine Veränderung der Bond-Reihe in Zukunft nur aus wirtschaftlicher Sicht ergeben könnte, ist meiner Meinung nach auch zu kurz gegriffen. Auch künstlerisch wäre (trotz meiner Sympathien für die Craig-Ära) ein Stilwechsel bei der Einführung eines neuen Hauptdarstellers sehr willkommen.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

#3374
Samedi hat geschrieben:
15. Februar 2019 15:03
AnatolGogol hat geschrieben:
15. Februar 2019 12:02
Dass Fans des „alten Kino-Bonds“ nicht zwangsläufig glücklich mit jeder Neuerung sind liegt auf der Hand, allein dürfte eine „Rückbesinnung“ unter dem aktuellen EON-Regime wohl nur aus wirtschaftlicher Notwendigkeit in Erwägung gezogen werden.
Naja, im Vergleich zu DAD gab es in der Craig-Ära durchaus eine "Rückbesinnung" auf den "alten Bond". Und ich würde mich auch persönlich als Fan des "alten Bonds" (vor allem von GF und TB) bezeichnen. Trotzdem (oder vielleicht auch gerade deshalb) gefallen mir die aktuellen Filme seit CR sehr.
Ich hab dir mal das Schlüsselwort gefettet. Meine Ausführung waren nicht als universell anwendbare Wahrheit gedacht. :wink:
Samedi hat geschrieben:
15. Februar 2019 15:03
Und dass sich eine Veränderung der Bond-Reihe in Zukunft nur aus wirtschaftlicher Sicht ergeben könnte, ist meiner Meinung nach auch zu kurz gegriffen. Auch künstlerisch wäre (trotz meiner Sympathien für die Craig-Ära) ein Stilwechsel bei der Einführung eines neuen Hauptdarstellers sehr willkommen.
Wie gesagt meine ich aus dem bisherigen Arbeitsnachweis (und auch den Äusserungen) der 2.EON-Generation sehr deutlich erkennen zu können, dass sie an einem Bond a la YOLT, TB oder MR nicht wirklich interessiert sind. Aber ich sehe auch nicht die Rückbesinnung zum alten Bond, die du ansprichst, von daher würde ich mal vermuten, dass wir unter einem Stilwechsel auch jeweils etwas anderes verstehen (da soll jetzt keine schnippische Bösartigkeit sein, sondern ich denke tatsächlich, dass wir hier von unterschiedlichen DIngen sprechen).
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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

#3375
Maibaum hat geschrieben:
15. Februar 2019 14:15
Das Ganze liest sich wie die Erklärung eines Mißerfolgs, aber das Gegenteil ist der Fall, Bond ist so erfolgreich wie in seinen besten Zeiten.
Nein. Das ist es nicht und soll es auch nicht sein, sondern einfach eine eigene Perspektive darauf, warum man selbst mit den alten Filmen mehr anfangen kann. Der Erfolg der Craig-Ära gibt EON mit ihrer Ausrichtung auf alle Fälle recht - und dennoch denke ich, dass SP gezeigt hat, dass man es noch deutlich besser machen kann und das das Publikum gerne emotionale und empathische Bondfilme sehen möchte, aber nicht unbedingt einen emotionalen und empathischen Bond. Man darf das aber bitte gerne anders sehen.

Wilson und Babsi sind bestimmt nicht an einer Rückkehr zum alten Kinobond interessiert. Schon allein deshalb nicht, weil der jetzige Ansatz sehr viel Geld in die Kassen spült (wobei, wenn man die letzten 4 Jahre betrachtet, scheinen sie auch an Geld nicht mehr so recht interessiert). Aber natürlich auch deshalb nicht, weil das Format so heute nicht mehr funktionieren würde wie in den 60ern, 70ern oder 80ern. Mit Filmen wie YOLT, MR oder TB (um Anatols Auswahl zu bemühen), lockst du heutige Semester nicht mehr ins Kino.
Prejudice always obscures the truth.
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