Wir findet ihr DN?

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Insgesamt abgegebene Stimmen: 45

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#121
danielcc hat geschrieben:Im letzten Drittel gibt es noch mal den Höhepunkt des gemeinsamen Dinners - eine meiner Lieblings Bondzenen. Danach hängt der Film aber wirklich etwas durch. Die Bedrohung durch das Toppling ist sehr flach und kaum präsent. Die Flucht aus der Zelle ein wenig zu absonderlich.
Schade, dass man bei der Flucht aus der Zelle nicht die netten Ideen aus dem Roman übernommen hat... Tintenfisch entleert Tintensack auf Bond, Spinnen in der Röhre, die von Bond mit dem Schutzgitter aufgespießt werden... Außerdem ist der Tod von Dr. No dort auch nicht schlecht.

Mit der originalgetreueren Szene mit Ryder und den Krabben hat es ja glaube ich wegen der Zensur Probleme gegeben.
"Für England, James? - Nein, für mich!"

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#122
danielcc hat geschrieben: - "Wenig Action" ist relativ. Für die damalige Zeit war DN wohl schon recht hart, temporeich und actionreich. Letztlich finde ich, sind wir heute eher verdorben als dass man den alten Filmen dahingehend etwas vorwerfen kann. Warum sollte sich ein Topagent und Killer also lange mit einem taxifahrenden Laufburschen prügeln müssen?
Da muß ich teilweise widersprechen.

Hart war er für 1962 (obwohl nicht ab 18 in Deutschland, was damals sehr viel Filme traf die heute harmlos wirken), auch eher temporeich, aber die Actionszenen sind schon relativ kurz für das Jahr.
Da wurde in anderen Filmen sehr viel mehr geballert und gekloppt.

Das ist auch der Hauptpunkt wo DN noch deutlich von den weiteren Bonds abweicht. Und das er weitgehend humorfrei ist.

Würde mich mal interessieren in welchen Ländern der Film ab 18 war. In england wohl auch nicht.

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#123
Vijay hat geschrieben:
Mit der originalgetreueren Szene mit Ryder und den Krabben hat es ja glaube ich wegen der Zensur Probleme gegeben.
Man wollte auch im Film die Krabben haben und die Szenen wurden sogar gefilmt. Leider bewegten sich die Krabben nicht genug um wirklich "lebendig" bzw bedrohlich zu sein. Grund dafür war, dass sie für den Transport nach Pinewood mit Eis gekühlt wurden.

Von der Szene gibt es sogar noch ein Foto:
http://media.screened.com/uploads/0/408 ... middle.jpg

Ken Adam musste sich hier was schnell einfallen lassen und konstruierte auf die schnelle einen Flutungseffekt als Alternative.


Und noch was: Die Bauxitmine die man für DN als Crab Key benutzte existiert und arbeitet noch heute:
http://www.007james.com/locations/crab_key.php
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#124
MX87 hat geschrieben: Man wollte auch im Film die Krabben haben und die Szenen wurden sogar gefilmt. Leider bewegten sich die Krabben nicht genug um wirklich "lebendig" bzw bedrohlich zu sein. Grund dafür war, dass sie für den Transport nach Pinewood mit Eis gekühlt wurden.
Ah danke. Da hatte ich dann etwas durcheinander gebracht.
MX87 hat geschrieben:Ken Adam musste sich hier was schnell einfallen lassen und konstruierte auf die schnelle einen Flutungseffekt als Alternative.
Ich bewundere Ken Adams Arbeit an Dr. No. Das prägte schließlich die Sets der frühen James-Bond-Filme, und bei DN ja auch noch, wie oben erwähnt, mit einem geringen Budget. Herrlich wie er mit wenig Geld fantastische Sets wie den Kontrollrau erschaffen hat.
"Für England, James? - Nein, für mich!"

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#127
Habe mal eben div. Beiträge überflogen, für einen Reviewthread ist hier leider sehr viel heiße Luft im Thread, viel Gelaber, wenig Sinn...bis man mal zum wesentlichen kommt als Leser, vergeht viel (Lebens-)zeit...ich zitiere mal aus "King of Queens"..."Euch ist doch klar, dass die Lebenszeit begrenzt ist??..." ;)

Baccara, wir scheinen ähnlicher Meinung zu sein. "Dr. No" ist ein netter Start ins Bondleben, mehr leider nicht. Auch mir fiel gestern, als ich ihn wieder sah, die Actionarmut und einige sehr einfache Szenen auf. Die Idee, Dr. No erst so spät zu zeigen und auch noch etwas später, sein Gesicht, der teils zynische, teils ironische Dialog mit Bond und natürlich Bikini-Girl Ursula Andress - alles unbestritten feine Elemente, wobei der Zeitrahmen was das auftauchen von Dr. No angeht, für mich einfach zu lang war... oder wie andere hier sagen, er hatte etwas arg wenig Screentime für nen Bösewicht-Oberzampano.

Allerdings ist der Kampf mit Dr. No geradezu lächerlich kurz, die Konfrontation ist in wenigen Sekunden abgefrühstückt und Dr. No rutscht in seine eigene Pampe...

Sicher, es war der erste Bond, und ich vermute mal, damals wusste man noch nicht, ob daraus eine langlebige Reihe wird, aber wenn ich eine persönliche Bewertung abgebe, wie MIR der Film gefällt, dann ist es mir schnurz, wie die Filmhistorie ihn sieht ;)
Macht Sinn ne? ;) :mrgreen:


Also hier nochmal mein Kurzreview, das ich gestern abend schrieb:

Schwer zu bewerten...auf jeden Fall recht spannend, noch extrem bodenständig und mit einigen guten Einfällen. Die größten Schwächen liegen für mich in dem späten Auftauchen von Dr. No (nach 80 Minuten übrigens!), zudem fand ich den Kampf mit Dr. No einfach zu kurz. Der Film heißt schließlich "James Bond jagt Dr. No"...und dann kämpfen die da keine halbe Minute und dann stürzt Dr. No in seine eigene Pampe..naja...

Nette Girls, einige sehenswerte Szenen - für den Einstieg in die mittlerweile kultige Reihe durchaus nicht übel.

7,5 von 10 so etwa...(wobei ich Schulnotenmäßig bewerte, d. h. 75 % gleich eine drei etwa ;)
http://michael.huenecke.hat-gar-keine-homepage.de/
Seit Daniel Craig geht es mit Bond abwärts...hätte man nur niemals diesen neustart gemacht...:-(

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#128
James Bond jagt Dr. No

James Bond - wie alles begann. Auch wenn man sich bei diesem Film wohl noch nicht ganz sicher war, welche Richtung die Reihe in Zukunft gehen würde, hat man hier einen rasanten und wunderschönen Krimi mit Abenteuer-Flair gefilmt. Das mag weit weg von den späteren Action-Overkills sein, ist aber nicht weniger unspektakulär und durchweg toll erzählt. Bereits die Einleitung des Films und des weltbekannten Protagonisten lässt einen gespannt zurück und wirkt heute aus nostalgischen Gründen wie der Beginn etwas ganz großem. Die folgenden Locations Jamaica und Crab Key werden gekonnt inszeniert und das Flair dieser Umgebung gut eingefangen (sofern wir das beurteilen können.). Wie Bond dann im Film ermittelt und sich langsam an den unsichtbaren Feind rantastet ist nett und wird unter anderem durch einen nächtlichen Angriff und eine Autojagd aufgepeppt. Nach dem überraschend brutalen Mord an Professor Dent macht der Film dann eine kleine Wende und Bond wagt sich in die Höhle des Löwen. Dort trifft er mit Honey Rider nicht nur auf eines der hübschesten Bondgirls aller Zeiten, sondern auch auf Dr. No der von Joseph Wiseman wahnsinnig gut verkörpert wird, der kurze Dialog zwischen ihm und Connery ist der heimliche Höhepunkt des Films und top-gespielt. Der Showdown ist dann ein gelungener Abschluss und rundet den Film auf schöne Weise ab.
Fazit: Beeindruckende Atmosphäre, toller Cast (Connery, Wiseman, Andress, Lord), interessante Handlung und spannende Dialoge machen diesen Bondfilm zu einem gelungenen Abenteuer-Krimi, der sich durch seine etwas andere Art in gewissen Punkten klar von der folgenden Reihe unterscheidet, auch wenn einige Ideen (Drache, Abwasch der radioaktiven Strahlung) heute etwas lächerlich wirken.

9/10
Prejudice always obscures the truth.

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#130
danielcc hat geschrieben:soweit ich weiß, kann man radioaktive Partikel durchaus Abwaschen... so ist zumindest das nicht total lächerlich. Im Übrigen wurde das im letzten Indiana Jones kopiert
Liegt das aber nicht eher daran, dass Indiana Jones 4 mit voller Absicht so wirken soll, als wäre er in den 50ern gedreht? Zumindest meine ich, dass unter anderem Spielberg und Ford das gesagt haben...
Prejudice always obscures the truth.

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#131
Casino Hille hat geschrieben:
danielcc hat geschrieben:soweit ich weiß, kann man radioaktive Partikel durchaus Abwaschen... so ist zumindest das nicht total lächerlich. Im Übrigen wurde das im letzten Indiana Jones kopiert
Liegt das aber nicht eher daran, dass Indiana Jones 4 mit voller Absicht so wirken soll, als wäre er in den 50ern gedreht? Zumindest meine ich, dass unter anderem Spielberg und Ford das gesagt haben...
ja das passt wohl bei Indie in die Zeit in der der Film spielt.

Aber dennoch ist das Abwaschen von Strahlungspartikeln wohl sinnvoll
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#133
Casino Hille hat geschrieben:Ich gebe zu, dass ich nur wenig Kenntnisse über dieses Thema habe, aber man kann doch nur radioaktive Partikel (wie du selbst sagst) abwaschen, die Strahlung, die der Körper bereits aufgenommen hat allerdings nicht.
richtig. Aber das machen sie dort wohl auch. Daher auch die Fingernäge, weil sich dort gerne Schmutz ansammelt...

Wie auch immer, es wohl etwas vereinfacht aber auch nicht dümmer als vieles andere in den Bondfilmen. In summe hat man sich vielleicht sogar hier mehr Gedanken um das Thema Radioaktivität gemacht als man es um andere Themen in anderen Filmen gemacht hat.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: (DdW)Filmbesprechung "Dr. No"

#135
Casino Hille hat geschrieben:Okay, dann ist dies vielleicht tatsächlich nicht so lächerlich, ulkig fand ich die Szene aber schon immer, selbst wenn es theoretisch so logisch sei... :)
Ich habe mal gehört, dass Leute die im Atomkraftwerk arbeiten, sich in einer speziellen Dusche erst abwaschen müssen, bevor sie aus dem Kraftwerk gehen.
D.H. sie duschen sich, messen die Strahlung und dürfen dann erst aus dem Bereich bzw. aus dem Kraftwerk herausgehen.
Wenn die Strahlung noch zu hoch ist, müssen sie sich noch einmal abduschen, wenn sie dann immer noch zu hoch ist dann nocheinmal, und so weiter...
"Erschießen Sie mich, da wohn ich lieber im Leichenschauhaus"
- Quantum of Solace (2008)