Villeneuve bester Film?

Un 32 août sur terre (Keine Stimmen)
Maelström (Keine Stimmen)
Polytechnique
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (11%)
Incendies
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (11%)
Prisoners
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (22%)
Enemy (Keine Stimmen)
Sicario
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (11%)
Arrival (Keine Stimmen)
Blade Runner 2049
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (44%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 9

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

226
Revoked hat geschrieben: 14. September 2021 14:41 Ich werde ihn mir vermutlich auch anschauen. Was ich nicht verstehe: bei uns gibt es Morgen für Dune zig Vorstellungen als Preview und für Bond nicht mal eine „0:07“ Vorstellung.

Dune wird auf der Kinohomepage beworben als sei es Marvel Endgame - ein Film auf denen Millionen von Menschen sehnsüchtig warten.

Mal ehrlich: außer ein paar Sci-Fi Nerds wie ihr und ich geht da doch keiner rein…
Ob es eine Preview am Vortag geben darf oder nicht, entscheidet der Verleih. Und Universal verbietet das bei Bond. Dafür können die Kinos nichts.
Mitternachtspremieren sind erlaubt. Aber da entscheidet dann das Kino, ob es sich und den eigenen Mitarbeitern das antun will. Einige bieten es an, andere nicht.

Der Vorverkauf für "Dune" sieht in den Kinos, in die ich regelmäßig gehe, ziemlich gut aus.

Hier sind z.B. alle drei Previews morgen (auch die Vorstellung um 13 Uhr) schon fast ausverkauft:

https://savoy.premiumkino.de/film/dune

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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Ja, schon klar. Aber ich glaube bei uns in der Region würdest du 20 Leute in die 0:07 Vorstellung Donnerstag morgen bekommen.
Dagegen werden in Summe wohl nicht mehr als 10 Zuschauer insgesamt die 3 Mittwochs Vorstellungen von Dune sehen.
Würde ich das Kino betreiben, würde ich weder 0:07 noch Dune Preview machen.
#NoTimeToMarburg, Oct. 2nd, 2021

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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"Dune" wird ein Flop mit Ansage, jede Wette. Die Trailer verkaufen den gut als Blockbuster, aber nach 3 Tagen hat sich erfolgreich rumgesprochen, wie sperrig und zäh der letztlich ist. Und zu "Dune 2" kommt es dann gar nicht mehr, womit der jetzige Film nur Halbes, nie Ganzes sein kann.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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Casino Hille hat geschrieben: 14. September 2021 16:02 "Dune" wird ein Flop mit Ansage, jede Wette. Die Trailer verkaufen den gut als Blockbuster, aber nach 3 Tagen hat sich erfolgreich rumgesprochen, wie sperrig und zäh der letztlich ist. Und zu "Dune 2" kommt es dann gar nicht mehr, womit der jetzige Film nur Halbes, nie Ganzes sein kann.
Das glaube ich auch.

Die Kritiken sind aber gut.
Nur darf eben niemand da reingehen mit der Erwartung Tempo und Action zu sehen.

Jetzt in Europa wird wohl erstmal geschaut wie es läuft, und dementsprechend können sie für die USA ja nochmal ein paar Marketing-Stellschrauben anziehen. Denn wie so häufig ist am Ende ja wichtig, ob es in den USA den Bedarf von "Teil 2" gibt.

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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Ich sehe "Dune" morgen und werde mich erstmal komplett unvoreingenommen dem Film stellen. Dunkel erinnere ich mich daran, irgendwann halbherzig früher das RTS "Dune 2000" gezockt zu haben, aber sonst habe ich keinerlei Bezug zur filmischen, seriellen oder literarischen Vorlage. Mal schauen ob und wie er mich begeistern wird. Wird auf jeden Fall ein Film mit 2 Sichtungen (Mittwoch und Samstag), da ich mit unterschiedlichen Begleitungen den Film sehen werde.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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Ich war heute während einer ausgedehnten Mittagspause in "Dune" (englische OV). Der Saal war so gut wie ausverkauft.

Der Film wirkt wie ein langezogener Prolog. Passenderweise ist der letzte Satz nach 2,5 Stunden "It's just the beginning", und das stimmt auch.
Fans von Terence Malick kommen aber voll auf ihre Kosten. Langsamer Erzähltstil, zustätzlich viele Zeitlupenbilder. Wenn man sich drauf einlässt, funktioniert das ganz gut.

Ich würde insgesamt 7/10 Punkten vergeben.

Mr. Hinx ... äh ... Dave Bautista bekommt noch nicht viel zu tun, Silva hingegen (ich meine Javier Bardem) überzeugte mich trotz seiner ebenfalls kurzen Screentime schon sehr. :-)

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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GoldenProjectile hat geschrieben: 15. September 2021 18:44 Ich mag Malick (bzw. seine zwei Masterpieces) aber würde ihn jetzt nicht auf Langsamkeit und Zeitlupe reduzieren und erwarte mir vom Sandhaufen auch keine Malick-Einflüsse. Der Blindgänger 248 hatte die ja glaube ich auch nicht.
Klar ist es nicht 1:1 Malick. Es ist immer noch Villeneuve.
Aber für meinen Geschmack ist er deutlich langsamer als die anderen Villeneuve-Filme.

Malick mag ich übrigens sehr - nicht jeden Film gleich gern. Aber im Grunde kann ich mit seinem Werk sehr viel anfangen.

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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Genau, zumal ich Malick gar nicht mal besondere Langsamkeit zuschreibe. Tree of Life ist beispielsweise sehr abwechslungsreich, im Sinne von wechselnden Szenen. Und auch Villeneuve war schon langsam, wenn Dune deutlich langsamer sein soll als der sich halbtot voran schleppende Blade Crawler dann muss der Film (Dune) ja in Zeitlupe sein. :mrgreen:
We'll always have Marburg

Re: Die Filme von Denis Villeneuve

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iHaveCNit: Dune (2021) – Denis Villeneuve – Warner
Deutscher Kinostart: 16.09.2021
gesehen am 15.09.2021 in 3D Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kinosaal 1 – Reihe 14 Platz 20 – 17:00 Uhr


Es ist für mich immer ein schönes Erlebnis im Kino endlich die ganz großen Filme sehen zu können, die auf meiner Filmplanung stehen. Wer mich schon länger kennt weiß, dass zu diesen Filmen auch Filme des frankokanadischen Regisseurs Denis Villeneuve gehören, dessen Filme mich in den letzten Jahren immer begeistert und meine Toplisten bereichert haben. Mit „Dune“ erfüllt sich Villeneuve einen Kindheitstraum – eine einigermaßen angemessene und adäquate Verfilmung des Romans von Frank Herbert. Ich habe bisher jedoch weder zu den vorherigen Adaptionen des Buchs noch zum Buch selbst einen Bezug und habe mich komplett unvoreingenommen in den Film begeben. Die Sichtung von „Dune“ gehört schon jetzt zu den Highlights meines Kinojahres 2021.

Auf dem Planeten Arrakis wird der wertvolle Rohstoff Spice abgebaut. Als das Haus Harkonnen von dem Planeten abgezogen und vom verfeindeten Haus Atreides abgelöst wird, kommt es zu stärkeren Spannungen der Häuser. Das Oberhaupt des Hauses Atreides Leto reist mit seinem Gefolge, mit seiner Frau Lady Jessica und dem Sohn Paul nach Arrakis. Den jungen Paul plagen bereits seit einiger Zeit Träume und Visionen, die er nicht eindeutig zuordnen kann und die ihn zu einer Schlüsselfigur im gesamten Konflikt machen könnten.

„Dune“ ist ein Film mit unfassbar vielen Eindrücken von denen man beim Erlebnis des Films erschlagen wird und die man erst einmal verarbeiten muss. In genau diesem Prozess bin ich gerade noch nach der Sichtung möchte aber meine Gedanken an dieser Stelle in Schriftform verarbeiten und den Eindruck nach dem „First Look“ schildern. Natürlich wird es in den nächsten Tagen zu einer weiteren Sichtung kommen. Auch wenn ich wie bereits eingangs erwähnt kaum einen Bezug zu „Dune“ habe, so habe ich selbst verständlich dunkel einmal mitbekommen, dass die Vorlage fast als unverfilmbar gelten soll und sich daran schon Filmemacher wie David Lynch, Ridley Scott und Alejandro Jodorowsky verhoben haben. Es ist ja fast schon so, dass dem Stoff allgemein ein Fluch anhaftet, denn dem Stoff in seiner Komplexität eine einigermaßen angemessene und adäquate Verfilmung zu widmen ist ein verfluchtes Unterfangen, dass vor allem im Fall von Denis Villeneuves Mammutprojekt sehr schade wäre, würde er das nicht fortsetzen dürfen, was er hier begonnen hat – so müsste sich Villeneuves Verfilmung auch in die Liste der verhobenen Projekte einreihen – auch wenn es lediglich an wirtschaftlichen Gründen hängt und der Film nicht genug Zuschauer findet, die eine Fortsetzung rechtfertigen würden. Denis Villeneuves Verfilmung ist ein Erlebnis, dass mich visuell und auditiv komplett überzeugt hat. Die Inszenierung, der Look und das Design durch Sets, Kostüme, visuelle Effekte und auch Lichtsetzung, Farbgebung usw. hat mich komplett umgehauen. Das erzeugt eine absolut stimmige, geheimnisvolle, düstere und unheilvolle Atmosphäre, die mich komplett reingezogen hat. Das Sounddesign weiß auch zu überzeugen und Hans Zimmers Score liefert mal wieder unglaublich ab. Wenn man sich mal ansieht, wer alles in diesem Film mitspielt und ein Teil des Ensembles ist, da muss ich sagen, dass das eines der großartigsten Ensembles des Jahres ist. Jede Rolle, egal wie viel Zeit sie in diesem Film zur Entfaltung bekommen hat, hat mir gefallen und dem Film auch charakterlich einen runden Anstrich verpasst. Natürlich ist hier Luft nach oben und sicherlich könnte man von dem ein oder anderen Charakter noch wesentlich mehr in einer Fortsetzung erfahren. Natürlich kommen auch inszenatorische Kniffe des Regisseurs nicht zu kurz. In einigen Spannungsmomenten weiß Villeneuve genau wann der passende Augenblick zur Entladung dieser Spannung ist und von diesen Spannungsmomenten gibt es Einige, die aber nicht komplett den Film überlagern und sich aneinanderreihen würden, denn Villeneuve hat auch bei „Dune“ ein Händchen für die ruhigen und langsamen Momente. Denn ein Motiv aus Villeneuves Inszenierung und Erzählung auch aus vorigen Filmen findet sich auch bei „Dune“ wieder. Die innere und äußere Reise eines Hauptcharakters, für der in „Enemy“ Jake Gyllenhaal, in „Prisoners“ Hugh Jackman, in „Sicario“ Emily Blunt, in „Arrival“ Amy Adams, in „Blade Runner 2049“ Ryan Gosling und nun in „Dune“ Timothee Chalamet begleitet und uns quasi ein Großteil des Geschehens aus der Sicht von Chalamets „Paul Atreides“ gezeigt wird. Und hier möchte ich aus dem Ensemble vor allem Timothee Chalamet hervorheben, der diese innere und äußere Reise großartig und die Entwicklung seines Charakters glaubhaft verkörpert. Neben ihm glänzt vor allem auch Rebecca Ferguson.
Insgesamt bin ich begeistert und werde ihn noch einmal sichten, denn der Film ist es Wert – nicht nur dass, er ist neben Filmen wie „Der Rausch“ und „The Father“ auch ein extrem starker Eintrag ins Kinojahr 2021 und ein Film, der unabhängig von seinem letztendlichen Erfolg schon jetzt Filmgeschichte schreiben wird. Entweder bestätigt der Film den Fluch seiner Vorlage oder es wird der Beginn von etwas ganz Großem, von dem wir alle profitieren können.

„Dune“ - My First Look – 10/10 Punkte.

Ich glaube etwas anderes war auch bei mir nicht erwartbar !
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "