#646
VJ007 hat geschrieben:L.A. Crash
Drama, FSK: ab 12

Jetzt habe ich mir auch mal den Oscarfilm von unserem lieben Paul Haggis angesehen. Der Streifen war zwar nicht schlecht, aber für einen Oscargewinner ... nunja, ich finde da muss mehr kommen. Zwar waren die Schauspieler und Dialoge gut, aber Spannung baut der Film nur nicht genug auf. Seltsam außerdem, dass es am Ende so viele
Spoiler
Show
Happy - Ends
gibt. Das wirkt so,
Spoiler
Show
als wäre der Rassimus ein Problem der Vergangenheit, dabei ist es, meiner Meinung nach, neben der Wirtschaftskrise das größte Problem des 21. Jhd.
Aber trotzdem hat der Film durch seine gute Idee und die vielen interessanten Geschichten, die er parallel und trotzdem verständlich erzählt, unterhalten.

8/10 Punkte

VJ007
Du darfst dabei natürlich nicht vergessen, dass der Film fürs amerikanische Publikum und für Hollywood geschrieben ist, die stehen ja bekanntermaßen auf die von dir angesprochenen Spoiler.

Sonst kann ich dir nur recht geben. Eine wunderbarer Film und wie ich finde Haggis bestes Werk!
Bild


"Sie sind nicht mein Typ!"
"Klug?"
"Single!" (Casino Royale 2006)

#647
weiß eigentlich jemand was haggis mit terminator 4 zu tun hat? der wird als screenwriter genannt...

nur so nebenbei
"It's been a long time - and finally, here we are"

#648
"Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat"

Spannende Inszenierung der Geschehnisse im Sommer 44 mit einem durchweg überzeugenden Cast. Auch der von so vielen kritiesierte Tom Cruise passt in die Rolle des Stauffenbergs hinein...besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach Kenneth Branagh.

Wenn man sich den Film anschaut kann man immer wieder nur der Kopf schütteln. Wie viel Dusel Hitler bei diesem Attenatat hatte :roll: Der Plan war recht gut und hätte aufgehen können, auch wenn Hitler überlebt hätte und Leute wie der Major des Ersatzheeres, der Chauffeur oder der "Schreibmaschienen-Überwacher" andere Entscheidungen getroffen hätten...

Ich hatte zu Beginn weitaus schlimmeres befürchtet und wurde von daher positiv überrascht.

8/10 Punkten
"The name's Bond. James Bond."

#649
George Lazenby hat geschrieben:
VJ007 hat geschrieben:L.A. Crash
Drama, FSK: ab 12

Jetzt habe ich mir auch mal den Oscarfilm von unserem lieben Paul Haggis angesehen. Der Streifen war zwar nicht schlecht, aber für einen Oscargewinner ... nunja, ich finde da muss mehr kommen. Zwar waren die Schauspieler und Dialoge gut, aber Spannung baut der Film nur nicht genug auf. Seltsam außerdem, dass es am Ende so viele
Spoiler
Show
Happy - Ends
gibt. Das wirkt so,
Spoiler
Show
als wäre der Rassimus ein Problem der Vergangenheit, dabei ist es, meiner Meinung nach, neben der Wirtschaftskrise das größte Problem des 21. Jhd.
Aber trotzdem hat der Film durch seine gute Idee und die vielen interessanten Geschichten, die er parallel und trotzdem verständlich erzählt, unterhalten.

8/10 Punkte

VJ007
Du darfst dabei natürlich nicht vergessen, dass der Film fürs amerikanische Publikum und für Hollywood geschrieben ist, die stehen ja bekanntermaßen auf die von dir angesprochenen Spoiler.

Sonst kann ich dir nur recht geben. Eine wunderbarer Film und wie ich finde Haggis bestes Werk!
Totzdem sollte ein Film, der nicht nur auf den finanziellen, sondern vor allem auch auf den künstlerischen Erfolg aus ist, die von mir angesprochenen Spoiler nicht beinhalten. Und aus diesem Grund finde ich den Oscar auch ein wenig übertrieben.

VJ007

#650
VJ007 hat geschrieben:
George Lazenby hat geschrieben:
VJ007 hat geschrieben:L.A. Crash
Drama, FSK: ab 12

Jetzt habe ich mir auch mal den Oscarfilm von unserem lieben Paul Haggis angesehen. Der Streifen war zwar nicht schlecht, aber für einen Oscargewinner ... nunja, ich finde da muss mehr kommen. Zwar waren die Schauspieler und Dialoge gut, aber Spannung baut der Film nur nicht genug auf. Seltsam außerdem, dass es am Ende so viele
Spoiler
Show
Happy - Ends
gibt. Das wirkt so,
Spoiler
Show
als wäre der Rassimus ein Problem der Vergangenheit, dabei ist es, meiner Meinung nach, neben der Wirtschaftskrise das größte Problem des 21. Jhd.
Aber trotzdem hat der Film durch seine gute Idee und die vielen interessanten Geschichten, die er parallel und trotzdem verständlich erzählt, unterhalten.

8/10 Punkte

VJ007
Du darfst dabei natürlich nicht vergessen, dass der Film fürs amerikanische Publikum und für Hollywood geschrieben ist, die stehen ja bekanntermaßen auf die von dir angesprochenen Spoiler.

Sonst kann ich dir nur recht geben. Eine wunderbarer Film und wie ich finde Haggis bestes Werk!
Totzdem sollte ein Film, der nicht nur auf den finanziellen, sondern vor allem auch auf den künstlerischen Erfolg aus ist, die von mir angesprochenen Spoiler nicht beinhalten. Und aus diesem Grund finde ich den Oscar auch ein wenig übertrieben.


Nein, "L.A.Crash" ist finde ich einer der wenige Filme die wirklich den Oscar verdient haben. Wenn ich nur an so etwas schreckliches wie "Departed" denken, da war der Oscar mehr als übertrieben. Aber "L.A. Crash" hatte den Oscar wirklich verdient.

#651
Mr.Chrismas Jones hat geschrieben:
VJ007 hat geschrieben:
George Lazenby hat geschrieben: Du darfst dabei natürlich nicht vergessen, dass der Film fürs amerikanische Publikum und für Hollywood geschrieben ist, die stehen ja bekanntermaßen auf die von dir angesprochenen Spoiler.

Sonst kann ich dir nur recht geben. Eine wunderbarer Film und wie ich finde Haggis bestes Werk!
Totzdem sollte ein Film, der nicht nur auf den finanziellen, sondern vor allem auch auf den künstlerischen Erfolg aus ist, die von mir angesprochenen Spoiler nicht beinhalten. Und aus diesem Grund finde ich den Oscar auch ein wenig übertrieben.


Nein, "L.A.Crash" ist finde ich einer der wenige Filme die wirklich den Oscar verdient haben. Wenn ich nur an so etwas schreckliches wie "Departed" denken, da war der Oscar mehr als übertrieben. Aber "L.A. Crash" hatte den Oscar wirklich verdient.
Also Departed, für mich eindeutig ein verdienter Oscar. Tolle Schauspieler und unglaubliche Story ... das fand ich wirklich stark.

VJ007

#652
Hancock
Überraschend gelungener, unterhaltsamer Streifen mit einem coolen Will Smith. Die miese Wackelkamera von Regisseur Peter Berg kann da auch nicht viel schlecht machen.
8/10

Wanted
Auch dieser Film ist für mich besser als ich erwartet habe. Die Story ist zwar nicht der Rede wert und einige Regie-Einfälle nicht sehr toll, doch insgesamt kriegt man eine schöne Optik und solide Action geboten. Die Darsteller gehen auch i.O.
7/10

The Pink Panther Strikes again
Der beste Teil der Reihe. Alleine wie Clouseau (Peter Sellers) versucht eine Burg zu "stürmen" muss man mal gesehen haben.
9/10

Das Ding aus einer anderen Welt
Kann mich den generell vielen guten Kritiken nur anschliessen. Ein hochspannender Film. Soundtrack ist von Ennio Morricone.
9/10

Chungking Express
Wow, schlicht und einfach ein wunderbarer, vorzüglich gespielter Film. Romantisch, witzig und von Wong Kar-Wai in wunderbare Bilder gepackt, die Handkamara stört hier kein bisschen und gibt dem Film sogar einen gewissen Pep.
9/10

Demolition Man
Coole Story, solide Action, gut aufgelegte Darsteller und eine ordentliche Portion Humor.
8/10

Transformers
Tja, mal wieder ein Beweis das Vorurteile nicht viel bringen. Die Story mag zwar vielleicht etwas dünn und der Film könnte gut 15 Minuten kürzer sein, aber nebst einer extrem coolen Optik, feinster Action und wirklich sehenswerten Special Effects bietet der Film auch noch gut aufgelegte Darsteller und einen ordentlichen Score. Trotz der Defizite eigentlich ein fast perfekter Blockbuster. Nunja, zwar sicher kein Meisterwerk, aber feinste Unterhaltung. Tja, Michael Bay halt.
8/10

#653
"Der seltsame Fall des Benjamin Button"

Brad Pitt spielt einen Mann, der als Greis geboren immer jünger wird und dabei stets seine große Liebe Cate Blanchett trifft...

Errinert stark an Forrest Gump ( http://hodenmumps.to/videos/der-seltsam ... p#more7636 ) aber hat mich dennoch sehr beeindruckt. Die Schauspieler sind klasse, der Film trotz einiger Längen auch und die 13 Oscarnominierungen sind gerechtfertigt.
Das Ende mit dem "Storytwist" war vorhersehbar aber dennoch rührend...

Dafür gibts von mir 9/10 eingeschlagenen Blitzen :D
"The name's Bond. James Bond."

#654
VJ007 hat geschrieben:
Mr.Chrismas Jones hat geschrieben:
VJ007 hat geschrieben:Totzdem sollte ein Film, der nicht nur auf den finanziellen, sondern vor allem auch auf den künstlerischen Erfolg aus ist, die von mir angesprochenen Spoiler nicht beinhalten. Und aus diesem Grund finde ich den Oscar auch ein wenig übertrieben.Nein, "L.A.Crash" ist finde ich einer der wenige Filme die wirklich den Oscar verdient haben. Wenn ich nur an so etwas schreckliches wie "Departed" denken, da war der Oscar mehr als übertrieben. Aber "L.A. Crash" hatte den Oscar wirklich verdient.
Also Departed, für mich eindeutig ein verdienter Oscar. Tolle Schauspieler und unglaubliche Story ... das fand ich wirklich stark.VJ007
Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die Meinungen sind. Ich persölich hab schon lange keinen so schlechten Film mehr wie "Departed" gesehen. Selbst so tolle Schauspieler wie Matt Damon und Leonardo DiCarprio konnten da nichts mehr retten.

#655
Gestern auf DVD

Thunderbirds

Hier muss ich etwas weiter ausholen. Was sind die Thunderbirds? Ursprünglich eine britische TV Serie aus den 60ern und deutlich für jüngeres Publikum kreiert. Es spielt in der Zukunft des Jahres 2065 und erzählt von International Rescue, einer familiär geführten Organisation, die mit ihren fantastischen Maschinen in Unglücksfällen und bei Naturkatastrophen Hilfe leistet. Das Besondere daran ist, dass nicht mit Schauspielern gedreht wurde, sondern in Supermarionation, also mit Marionetten. Wer jetzt an die Augsburger Puppenkiste denkt, ist auf dem totalen Holzweg. Denn technisch war Supermarionation damals seiner Zeit um Jahrzehnte voraus. Die Figuren konnten die Münder bewegen und die Fäden sah man fast garnicht. Desweiteren legte die Serie ihr Hauptaugenmerk auf die Action. Explosionen und der Einsatz von fantastischen Maschinen aller Art bestimmten jede Folge. Hier leistete damals James Bond Veteran Derek Meddings als Modellbauer und Pyrotechniker Pionierarbeit.
Thunderbirds geniesst noch heute in eingeweihten Fankreisen Kultstatus.

2004 kam dann ein Remake als realverfilmter Kinofilm auf den Markt. Die Zutaten ließen zunächst auf schmackhaftes hoffen. Die Regie übernahm Jonathan Frakes, der bereits mit diversen TV Serien und zwei Big Budget Star Trek Filmen gute Arbeit geleistet hatte. Auf der Castliste tauchten die Namen Bill Paxton und Ben Kingsley auf, letzterer eine absolute Idealbesetzung des Bösewichts The Hood. Die Specialeffects kamen von Framestore und die Musik von Hans Zimmer. Aber sehen wir uns das Ergebnis mal an.
Positiv
Optisch erreicht der Film den sehr schwierigen Spagat zwischen Vorbildtreue (eben 60er Jahre) und Modernität. Das Produktionsdesign ist beeindruckend und macht einfach nur Spaß. Die Maschinen, also die Thunderbirds, sind sehr getreu und liebevoll gestaltet. Die Musik von Hans Zimmer ist eines seiner besten Werke der letzten Jahre. Er zitiert das Originaltheme von Barry Gray und lässt uns einen schwungvollen und fröhlichen Score hören. Die Story ist einfach strukturiert und in den Grundzügen hätte sie der Originalserie zur Ehre gereicht. Außerdem zeigt der Film viele Reminiszenzen an die Serie, bis hin zu einer an Fäden geführten Hand. Das macht dem Fan der alten Serie richtig Spaß.
Negativ
Den größten Fehler machte man mit der Alterstruktur der Darsteller. Waren in der Originalserie die Charaktere alles junge Männer im Alter zwischen 20 und 30, sind es hier allesamt halbstarke Teenager. Der jüngste von ihnen, Alan ist in der Originalserie eher ein Nebencharakter, spielt hier aber faktisch die Hauptrolle. Der Film zielt damit deutlich auf ein junges Publikum, wie es die Serie seinerzeit auch tat. Dabei wird aber außer Acht gelassen, dass die Fans von damals mittlerweile erwachsen geworden sind. Deshalb musste sich der Film nicht ohne Grund Vergleiche mit Spy Kids gefallen lassen.
Ebenso unangenehm fällt das agressive Productplacement von Ford auf, deren Autos alle 5 Minuten aufzutauchen scheinen.

Fazit
Dieser Film musste von Fans viel Kritik einstecken und war finanziell gesehen ein totales Desaster. Er spielte nur die Hälfte seiner Kosten wieder ein. In Deutschland lief er nur in wenigen Kinos. Aber dennoch gefällt mir der Streifen. Er ist liebevoll inszeniert, unterhält sehr kurzweilig. Die Tricks und Effekte sind exzellent und unterm Strich macht mir der Film einfach Laune. Deshalb bekommt er von mir nominell nicht gerechtfertigte 9 von 10 Punkten.

#656
Die Kritiken zu Departed kann ich nicht direkt nachvollziehen, da ich den Film nicht gesehen habe. Aber er basiert auf dem chinesischen Film Internal Affairs, den ich echt gut fand. Ich bin da nachts als ich nicht schlafen konnte in der ARD oder im ZDF drübergestolpert und er hat mich gleich fasziniert. Zwar etwas schwer zu folgen, weil für mich die Chinesen alle sehr ähnlich aussehen und ich mir die Namen nicht merken konnte, aber sehr spannend.

Für mich 9/10 Punkten

#657
departed hab ich auch mal gesehen. durchschnittlich, ein wenig verwirrend, ein wenig übertrieben, vor allem aber tyisch scorsese selbstverliebt.

ein typischer "wir machen einen oscar film". das sowas dann wirklich der beste film des jahres gewesen sein soll??? naja
"It's been a long time - and finally, here we are"

#658
Zuletzt gesehen: Bride Wars - Beste Feindinnen

Ja, als Kerl gucke ich mir auch solche Filme an. Auch SatC habe ich mir freiwillig angeguckt (=> Großartige Serie+Film).

Story: 2 beste Freundinnen. Ein großes Streithema: "Die Juni-Hochzeit im Plaza". Nachdem sie alle bisher in ihrem Leben geteilt haben ist an einem Punkt schluss: Die Doppelbuchung für eine Juni-Hochzeit im Plaza. Und dieser Buchungsfehler kommt einer Kriegserklärung gleich. Keiner der beiden will den Traum der o.g Hochzeit aufgeben. Kurz und gut: Sie bekriegen sich und wie das Ende ausgeht, kann sich jeder vorstellen.

Fazit: 8.5 Punkte von 10. Warum? Zwar flache Story, aber trotzdem sehr lustig gemacht. Ich habe ein Faible für Filme in New York und für Filme, die trotz vorhersehbarer Story mich zum Lachen bringen. Und das hat dieser Film gut gemacht!
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#659
Frost/Nixon

Die Schlacht zweier Männer. Ein Duell von zwei Charakteren wie sie verschiedener nicht sein können. Nur einer kann gewinnen.

Darum geht es im Grunde bei Frost/Nixon. Wir haben auf der einen Seite David Frost und auf der anderen Richard Nixon. Die neuste Regiearbeit von Ron Howard zeigt uns die wahre Geschichte der legendären Interviewserie die David Frost mit Richard Nixon führte. Im Laufe dieser Interviews gestand Nixon seine Beteiligung an der Watergateaffäre.

Richard Nixon wird in diesem Film als machthungriger Mensch gezeichnet. Dies kommt vor allem in dem nächtlichen, fiktiven Telefongespräch zwischen ihm und Frost raus. Er ist rhetorisch versiert und dominiert so die ersten Interviews, indem er im Grunde einfach nur labert. Wir beobachten seine Wandlung von dem Punkt an dem er noch Hoffnung hatte wieder in die Politik einzusteigen bis zu dem Punkt an dem er das Duell verloren hat und sich zurückzieht. Hier wird Nixon als gebrochener Mensch gezeigt, was möglicherweise Sympathien für ihn hervorruft. In Wirklichkeit ist er soweit ich weiß nach New York gegangen um immer noch dem politischen Geschehen nah zu sein. Frank Langella ist nur mit einem Wort zu beschreiben: unglaublich. Er wirkt wie eine Kopie des echten Nixons und von den oscarnominierten Darstellern die ich bis jetzt gesehen habe liefert er auf jeden Fall die stärkste Performance. All die kleinen „Ticks“ die Nixon hatte bringt er gekonnt auf die Leinwand. Die Erfahrung die er in dieser Rolle im Theater gesammelt hatte, hat ihm wohl hier sehr genützt.

David Frost ist der Playboy, der es aber gekonnt versteht die Möglichkeiten des Fernsehens auszunutzen. Seine Wandlung besteht darin, dass er sich vom leichten Gegner Nixons, der viel mehr mit sich selbst und Partys beschäftigt ist zum ernstzunehmenden Kontrahenten zu wandeln. Dies wird von Michael Sheen solide und gut dargestellt, wobei er hier aber von Langella überstrahlt wird. Man könnte vielleicht beanstanden, dass seine Verwandlung zu schnell geht, aber mich hat es nur sehr wenig gestört.

Zu erwähnen sei auch noch Kevin Bacon, der in der Rolle des Beraters/Leinwächters von Nixon eine gute Figur macht.

Der Film bekommt einen leicht dokumentarischen Touch durch die Zwischenschaltung von Monologen der Zeitzeugen/Helfern von Frost und Nixon. Diese erzählen aus ihrer Sicht wie es damals war.

Technisch ist nichts zu beanstanden, aber meiner Meinung nach auch nichts besonders hervorzuheben. Frost/Nixon wird getragen von seinen Darstellern und der Story. Ich denke aber, dass man sich ein bisschen für amerikanische Geschichte interessieren sollte, da es sonst nur zwei Charaktere zu sehen gibt die die Klingen kreuzen. Wobei dies auch sehr spannend ist.

Es gibt einige wohl dosierte witzige Szenen, die die Handlung ein wenig auflockern.

Fazit: Ein sehr guter Film, der hoffentlich bei der Oscarverleihung nicht im Button/Slumdog Rausch untergeht. Frost/Nixon lebt von seinen tollen Darstellern und der interessanten Story.
Insgesamt: 8,5/10 Punkten

#660
so eben vorpremiere von The International

eines vorab: wie immer bei solchen filmen täuscht die vorschau einen ganz anderen film vor als er wirklich ist! dies ist KEIN actionfilm, auch kein action thriller! es ist ein krimi mit einer actionszene!

so viel vorab. ansonstne bin ich etwas hin und hergerissen. einerseits bin ich beeindruckt, wie geschliffen tykwer hier einen absolut hollywood-stylishen film inszeniert hat. selten sah berlin so cool in einem film aus. überhaupt sind die drehorte beeindruckend. heißt es nicht immer bond filme seien so teuer wegen der drehorte. nun, hier gibt es berlin, lyon, mailand, new york, istanbul. das macht eindruck.

noch etwas was der film NICHT ist: eine auseinandersetzung mit der aktuellen finanzkrise! das ist PR etikettenschwindel! der film hat nichts mit den realen problemen zu tun.

wie auch immer, ich fand den film sehr spannend, man will einfach wissen wie es weitergeht und wie es endet. das macht einen guten film aus. leider hat der film auch schwächen! was findet die filmwelt nur an owen??? der sieht in seinem typischen trenchcoat wieder mal so gelangweilt aus wie eh und je und trägt auch diesen film nicht. dafür überzeugen die co-stars. armin müller stahl gehört irgendwie in einen solchen film.- tolle rolle!

leider ist der film aber auch recht lang und steigert sich nicht. die eine actionszene ist extrem brutal und daher eigentlich sehr unpassend. nimmt man dann tykwers lächerliche und falsche worte zu den heutigen bondfilmen, kann man ihn nicht mehr ernst nehmen. schade!

irgendwie ist mir mehrmals im film aufgefallen, dass der film wirkt, wie ein anti-bond der aber duetlich von CR (und im grunde auch QOS) beeinflusst zu sein scheint. im grunde geht es nämlich um eine quantum organisation und einen lechiffre typen und einen der unermüdlich - auch aus rachsucht - ermittelt. sogar das ende entspricht im grunde bonds konfrontation mit greene und yussef. sehr interessant! einzelne szene erinnern direkt an QOS (was natürlich zufall sein muss!), so etwas der kamera-flug auf die steilküste (die gleiche wie in der PTS von QOS?) oder die "verfolgung" über die dächer.

trotz der tollen kameraarbeit und der hochwertigen optik, erinnerte mich story und drehorte irgendwie an letzte folgen von SOKO lepzig (bin kein soko fan also bitte nicht schlagen, wenn ichs verwechsele) aber auch da wurden schon internationale waffendeals und ähnliches u.a. auch in istanbul ermittelt.

nun denn, ein netter, spannder film, sehr gut inszeniert aber doch alles in allem zu lang und ein wenig verwirrend, bei gleichzeitiger oberflächlichkeit
6/10
"It's been a long time - and finally, here we are"