Re: Indiana Jones

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Indy ohne Spielberg? Das wird dann Indy ohne mich. Irgendwann reichts dann auch mit den Kapriolen, es muss nicht alles wieder aufgewärmt und bis in die Unendlichkeit fortgesetzt werden...
Eigentlich eine traurige Zeit für das Kino - bei allen Technologien und Möglichkeiten verhätnismäßig günstig zu drehen, könnte man doch meinen, dass dies eine Welle des kreativen Elans mit sich bringen würde. Stattdessen besteht Film gefühlt nur noch aus Superhelden, Sequels, Prequels, Remakes, Expended Universe... Oder dem Arthouse-Film, der nur in größeren Metropolen auf der Leinwand genossen werden kann.
Wo ist das gesunde Mittelfeld der 90er/00er-Jahre hin? Einfach ein Film mit 30-60 Mio Budget, statt 3 oder 300 Mio...

Re: Indiana Jones

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Revoked hat geschrieben: 11. April 2021 21:00 Das ist aber unerheblich in der Handlung, oder? Könnte irgendwann zwischen 1930-1960 sein. Der Film würde kaum anders sein.
Also die PTS in Shanghai halte ich in den 50er und 60ern eher nicht mehr für denkbar bzw. realistisch.

Welches Szenario würdest du dir denn für den kommenden Indy-Film wünschen?
Böser schwarzer Mann

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Re: Indiana Jones

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craigistheman hat geschrieben: 11. April 2021 01:07 Für mich gibt es nur Raiders und Temple, der verhasste, leider oft unterschätzte Film, dessen morbide Atmosphäre auch nach bald 40 Jahren noch zu faszinieren vermag, wenn es nach mir geht. Crusade ist meiner Ansicht nach zu gefällig geraten und der missratene vierte Teil über weite Strecken vor lauter Beliebigkeit und Klamauk schwer zu ertragen.
Wo ist denn Temple verhasst? :lol: Die Indy-Trilogie wird doch fast überall von jedem in den Film-Olymp gehoben. Etwas überwiegt da sicher die Wertschätzung für Raiders, weil halt der erste Film (ist ja immer so), aber das Temple verhasst wäre, habe ich noch nie so empfunden. Verhast ist der maue vierte Film, der zwar besser als sein Ruf, aber leider trotzdem nicht wirklich gut ist. Am Klamauk liegt das meines Erachtens aber nicht, den haben alle Indy-Filme gleichermaßen – und Temple vielleicht sogar am allermeisten davon. :wink: Crusade empfinde ich allerdings auch kaum als viel gefälliger im Vergleich zu den zwei Vorgängern. Ihm fehlt eine große Ekelszene (stattdessen gibt es süße Mäuse in der extrem sauberen Kanalisation von Venedig) und die Gewalt könnte ein klein wenig zurückgenommen sein im direkten Vergleich, aber das war es dann eigentlich auch schon. Ist für mich geschliffenes Entertainment und immer noch einer meiner liebsten großen Unterhaltungsfilme.
Casino Hille hat geschrieben: 25. Dezember 2020 00:05 Klar, zumindest das in allen vier Vorgängern obligatorische dumme Bumms-Mäuschen wird es so vielleicht bei Disney nicht mehr geben (andersrum: Wäre Indy bei irgendeiner anderen Company, sähe das dann groß anders aus?), stattdessen werden wie eine taffe, coole und abgebrühte Archäologin bekommen, die Indy nacheifert und im Film über ihn hinauswachsen wird (quasi die Rey-Rolle der "Star Wars"-Sequels bei "Indiana Jones") …
Hehe, ob besagte taffe, coole und abgebrühte Archäologin wohl Phoebe Waller-Bridge sein wird? :) Wer traut sich die Wette?
Prejudice always obscures the truth.

Re: Indiana Jones

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Casino Hille hat geschrieben: 11. April 2021 21:26
Casino Hille hat geschrieben: 25. Dezember 2020 00:05 Klar, zumindest das in allen vier Vorgängern obligatorische dumme Bumms-Mäuschen wird es so vielleicht bei Disney nicht mehr geben (andersrum: Wäre Indy bei irgendeiner anderen Company, sähe das dann groß anders aus?), stattdessen werden wie eine taffe, coole und abgebrühte Archäologin bekommen, die Indy nacheifert und im Film über ihn hinauswachsen wird (quasi die Rey-Rolle der "Star Wars"-Sequels bei "Indiana Jones") …
Hehe, ob besagte taffe, coole und abgebrühte Archäologin wohl Phoebe Waller-Bridge sein wird? :) Wer traut sich die Wette?
Stellenweise wird ja gemunkelt, dass PWB diesmal die Gegenspielerin von Indy sein wird. Archäologin kann sie (im weitesten Sinne) aber natürlich trotzdem sein. Liegt ja auch auf der Hand.
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Re: Indiana Jones

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Samedi hat geschrieben: 11. April 2021 21:15 Welches Szenario würdest du dir denn für den kommenden Indy-Film wünschen?
😂 du weißt vermutlich, dass für diese Art der Formulierung im Forum mittlerweile Kult-Status hast.

Kurz: mir ist das Szenario fast egal. Ich konnte mich altersmäßig gerade so noch mit Ford in Indy 4 arrangieren... den ich erst Ewigkeiten nach der TV Premiere überhaupt gesehen habe. Ich plädiere für Abbruch des Projekts.
Life's too short, you have to get weird. If you don't get weird, you're weird.

Re: Indiana Jones

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Revoked hat geschrieben: 11. April 2021 20:48 Indy funktioniert auch ohne „Imperium“ in Temple of Doom sehr gut. Müssen ja nicht immer die Krauts die Baddies sein, Inder (oder was sind die?) tun es auch mal.
Absolut, das funktioniert in Temple wunderbar. Habe ich nie so empfunden, dass es unbedingt Nazis sein müssen, fand ich sogar seinerzeit ein Stück weit einfallslos auf dieselben Bösewichte wie im Original zurück zu greifen.
http://www.vodkasreviews.de

https://ssl.ofdb.de/view.php?page=poste ... Kat=Review

Re: Indiana Jones

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Revoked hat geschrieben: 11. April 2021 21:38 mir ist das Szenario fast egal. Ich konnte mich altersmäßig gerade so noch mit Ford in Indy 4 arrangieren... den ich erst Ewigkeiten nach der TV Premiere überhaupt gesehen habe. Ich plädiere für Abbruch des Projekts.
Du hast ja geschrieben, dass Indy auch "ohne Imperium" ganz gut funktioniert. Daher dachte ich, du hättest schon ein Szenario im Kopf, das du dir gut vorstellen könntest.

Wenn man sich da was vernünftiges einfallen lässt (und nicht so einen Stuss wie im letzten Teil), dann kann Indy 5 schon was werden.
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Re: Indiana Jones

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Es gab ja einige brauchbare Indy Bücher von (Rob?) MacGregor. Da kann man schon einiges abschaben. Oder Fate of Atlantis - kennt heute keiner mehr - wäre auch schick.
Ich muss sagen, da war ich echt verwundert, dass man sich bei all den Möglichkeiten in Indy 4 für einen Zombiebattle auf einem peruanischem Friedhof und einem Justice League likem Finale mit UFO (?!) entschieden hat.
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Re: Indiana Jones

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Casino Hille hat geschrieben: 11. April 2021 21:26
Klar, zumindest das in allen vier Vorgängern obligatorische dumme Bumms-Mäuschen wird es so vielleicht bei Disney nicht mehr geben (
Teil 2 klar, aber wer wäre das denn in Teil 1 und 3 gewesen? Da waren die Frauen doch recht eigenständig.

Re: Indiana Jones

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Maibaum hat geschrieben: 12. April 2021 10:26
Casino Hille hat geschrieben: 11. April 2021 21:26
Klar, zumindest das in allen vier Vorgängern obligatorische dumme Bumms-Mäuschen wird es so vielleicht bei Disney nicht mehr geben (
Teil 2 klar, aber wer wäre das denn in Teil 1 und 3 gewesen? Da waren die Frauen doch recht eigenständig.
Ich frage mich auch, wer in Teil 4 das "dumme Bumms-Mäuschen" war?
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Re: Indiana Jones

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Maibaum hat geschrieben: 12. April 2021 10:26 Teil 2 klar, aber wer wäre das denn in Teil 1 und 3 gewesen? Da waren die Frauen doch recht eigenständig.
Eigenständig ist aber sehr relativ oder? Die Marion-Rolle guckt ein paar mal keck, wenn sie nicht gerade "Indy" schreit und sich vom Helden retten und verführen lässt. Als wirklich emanzipierte Heldin an der Seite von Ford habe ich die nicht wahrgenommen. Und Alison Doody erfüllt die Funktion im dritten Teil tadellos, ehe sie sich dann als Nazi-Schergin entpuppt. Was zwar ein hübscher Twist ist, den Film aber nicht davon entbindet, die Figur dennoch eine gewisse Zeit für genau diesen Sinn und Zweck genutzt zu haben.
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Re: Indiana Jones

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Elsa ist für mich so eine typische Figur, wie es sie auch bei Bond gibt. Erst wird sie als total eigenständig präsentiert und im Laufe des Films wird sie dann immer dümmer. Vor allem am Ende des Films.
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Re: Indiana Jones

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Zu den Frauen:
Marion ist in Raiders schon sehr eigenständig. Sie führt allein die Spelunke, trinkt die ganzen Quartalssäufer unter den Tisch und ist insgesamt sehr tough. Klar wird das später etwas aufgeweicht und Indy übernimmt das Action-Ruder, aber es ist eben auch sein Film. Die treu-doofe Bettgespielin ist sie aber zu keinem Zeitpunkt.

Elsa hat ebenfalls ihren ganz eigenen Kopf, setzt auf Verführung wenn nötig (was völlig legitim ist und sie eben nicht in die treu-doofe Schiene schiebt), ist aber insgesamt sehr ehrgeizig (die Nazi-Allianz ist nur ein Mittel zum Zweck) und zielstrebig.

Nur mal so als Kontrast ;): Wie doof es rüber kommt, wenn man Frauenrollen mit Gewalt auf emanzipiert bürstet, sieht man bei unserem geliebten Bond in den Brosnan-Filmen. Moneypenny hat hier wie ich finde durchgehend Fremdschäm-Auftritte und wirkt komplett unsympathisch, weil verbissen, neunmalklug etc. Die beiden Indy-Rollen wirken auf mich deutlich authentischer als die krampfhaft PC-generalüberholte Moneypenny.
http://www.vodkasreviews.de

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