Die Terminator-Reihe

Für die Filmkenner: In unserem Cinema könnt ihr über den neuesten Blockbuster im Kino, alten Klassikern, neuen Kultfilmen bis hin zu euren Lieblingsserien uvm. diskutieren! Alles aus der TV/Kinowelt, das nicht ins Bondforum passt, bitte hier herein!

Welcher ist euer Lieblingsfilm der "Terminator"-Reihe?

Terminator (James Cameron, 1984)
6
55%
Terminator: Tag der Abrechnung (James Cameron, 1991)
3
27%
Terminator: Rebellion der Maschinen (Jonathan Mostow, 2003)
0
Keine Stimmen
Terminator: Die Erlösung (Joseph McGinty Nichol, 2009)
2
18%
Terminator: Genisys (Alan Taylor, 2015)
0
Keine Stimmen
Terminator: Dark Fate (Tim Miller, 2019)
0
Keine Stimmen
 
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GoldenProjectile
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3. Oktober 2012 23:30

Terminator 2: Der Tag der Abrechnung

Viel gibt es dazu eigentlich nicht mehr zu sagen. Trotzdem noch ein paar Impressionen.

Die 20 Jahre alten digitalen Effekte im Film sind einfach nur brillant. Besonders bei den Metamorphosen des T-1000. Immer wieder ein Fest für's Auge, wenn er seine Form ändert oder durch eine Gittertür gleitet und dazu noch überhaupt nicht albern! Könnten sich heutige Filme ruhig öfters mal eine Scheibe davon abschneiden. Weiter geht's mit den Actionszenen, die wie man es sich aus dem ersten Teil gewohnt ist gradlinig und packend inszeniert sind und jeweils die richtige Länge und Dosierung haben, um durchgehend spannend und intensiv zu bleiben (höchstens der Schlusskampf zwischen den beiden Terminator-Modellen ist ein kleines bisschen zu lang geraten). Dazu kommen grossartige Stunts und Pyroeffekte, bei denen gleich zwei mal ein ausser Kontrolle geratender Laster im Spiel ist -> grosses Actionkino! Einzelne Szenen wie Sarah Connors Ausbrechen aus der Klinik oder das Eindringen in die Skynet-Firma sind von beinahe unerträglicher Spannung, was zum grossen Teil auch Kameraführung und Score zu verdanken ist. Die Story ist gut durchdacht und wirkt trotz des Sci-Fi-Backgrounds nie albern oder unglaubwürdig, im Gegenteil; es wird ein fesselndes und bedrohliches (Albtraum-)Szenario geschaffen das einen zweieinhalb Stunden bei der Stange hält. Zu guter Letzt ist der dezente Humor zu erwähnen, der beim Zuschauer grosse Sympathien für Arnolds Terminator schürt.

Tag der Abrechnung ist somit ein mitreissender, spannungsvoller, stimmiger und natürlich grandios inszenierter Film der gewaltige Messlatten legt. Aber das weiss ja eh schon jeder. :wink:
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danielcc
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4. Oktober 2012 00:29

GoldenProjectile hat geschrieben:
Tag der Abrechnung ist somit ein mitreissender, spannungsvoller, stimmiger und natürlich grandios inszenierter Film der gewaltige Messlatten legt.
Für mich eine Messlatte, die noch kein anderer Actionfilm den ich kenne seitdem erreicht hat
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Maibaum
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4. Oktober 2012 10:11

Für mich dagegen ein Film der weit unter den Messlatten bleibt die andere vorher schon vorgelegt hatten.
Hat mich im Kino nicht beeindruckt, und später auch nicht wirklich.

Tjaaa ...
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danielcc
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4. Oktober 2012 15:21

Maibaum hat geschrieben:Für mich dagegen ein Film der weit unter den Messlatten bleibt die andere vorher schon vorgelegt hatten.
Hat mich im Kino nicht beeindruckt, und später auch nicht wirklich.

Tjaaa ...
Wir hatten das ja schon, aber trotz all unserer unterschiedlichen Einstellungen verstehe ich das nun bei T2 wirklich nicht. (abgesehen davon, dass ich von der Zeit NACH T2 gesprochen habe)

T2 ist für mich ein praktisch perfekter Film, der auf vielen Ebenen einfach Maßstäbe setzt:
- Unterhaltung und Anspruch
- Story, Charakterentwicklung und Action
- Innovation und Inszenierung
- Ernsthaftigkeit und Humor


Der Film hat eine tolle Bildsprache, viele hervorragende Einstellungen und Schnitten. Das Tempo ist perfekt, die Schauspieler sind stark.

Letztlich natürlich der perfekte Einsatz einer praktisch vollkommen neuen Technologie, die dazu noch so effektiv einesetzt wurde, wie es bis heute einmalig ist (vielleicht Jurassic Park oder Matrix 1 könnte man als ähnlich gelungen nennen)
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AnatolGogol
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4. Oktober 2012 16:29

danielcc hat geschrieben:Wir hatten das ja schon, aber trotz all unserer unterschiedlichen Einstellungen verstehe ich das nun bei T2 wirklich nicht. (abgesehen davon, dass ich von der Zeit NACH T2 gesprochen habe)

T2 ist für mich ein praktisch perfekter Film, der auf vielen Ebenen einfach Maßstäbe setzt:
- Unterhaltung und Anspruch
- Story, Charakterentwicklung und Action
- Innovation und Inszenierung
- Ernsthaftigkeit und Humor


Der Film hat eine tolle Bildsprache, viele hervorragende Einstellungen und Schnitten. Das Tempo ist perfekt, die Schauspieler sind stark.

Letztlich natürlich der perfekte Einsatz einer praktisch vollkommen neuen Technologie, die dazu noch so effektiv einesetzt wurde, wie es bis heute einmalig ist (vielleicht Jurassic Park oder Matrix 1 könnte man als ähnlich gelungen nennen)
Na so neu war die Technolgie auch nicht, in The Abyss hat man die Morphing-Technologie ja auch schon verwendet, in T2 wars dann nur etwas ausgereifter und exzessiver im Einsatz. Für mich ist T2 auch nur ein Popcornspektakel ohne wirklichen bleibenden Wert, eine weichgespülte Mainstreamvariante vom Original. Ich war schon im Kino enttäuscht und der Film hat mich bis heute keines besseren belehrt.
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Maibaum
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4. Oktober 2012 18:11

danielcc hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Für mich dagegen ein Film der weit unter den Messlatten bleibt die andere vorher schon vorgelegt hatten.
Hat mich im Kino nicht beeindruckt, und später auch nicht wirklich.

Tjaaa ...
Wir hatten das ja schon, aber trotz all unserer unterschiedlichen Einstellungen verstehe ich das nun bei T2 wirklich nicht. (abgesehen davon, dass ich von der Zeit NACH T2 gesprochen habe)

T2 ist für mich ein praktisch perfekter Film, der auf vielen Ebenen einfach Maßstäbe setzt:
- Unterhaltung und Anspruch
- Story, Charakterentwicklung und Action
- Innovation und Inszenierung
- Ernsthaftigkeit und Humor


Der Film hat eine tolle Bildsprache, viele hervorragende Einstellungen und Schnitten. Das Tempo ist perfekt, die Schauspieler sind stark.

Letztlich natürlich der perfekte Einsatz einer praktisch vollkommen neuen Technologie, die dazu noch so effektiv einesetzt wurde, wie es bis heute einmalig ist (vielleicht Jurassic Park oder Matrix 1 könnte man als ähnlich gelungen nennen)
Das ist dein übliches Problem. Du denkst immer noch daß es bestimmte Sachen gibt die man nur auf eine Art sehen kann.
Mir dagegen fällt es schwer nachzuvollziehen wie man T2, den ich genau wie Anatol als "weichgespülte Mainstreamvariante vom Original" betrachte, so sehen kann wie du oder GP ihn siehst.
Jurassic Park war unterhaltsamer und Matrix ebenso, und letzterer hat auch einen größeren Teil der Qualitäten die du T2 zuschreibst. Ohne ein perfekter Film zu sein übertrifft Matrix T2 in fast jeder Hinsicht.
Matrix hat einen gewissen Anspruch, besitzt teilweise innovatives Material, und die Action ist wirklich aufregend gut.
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GoldenProjectile
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4. Oktober 2012 18:58

Wo Terminator 2 eine "weichgespülte Mainstreamvariante" des ersten Teils sein soll sehe ich jetzt nicht ganz ein. Obwohl die Stories einander im innersten Kern nicht unähnlich sind so steht T2 doch auf eigenen Beinen und hat seine eigenen Stärken bzw. baut Qualitäten die schon beim ersten Teil gelungen waren weiter aus. Der zweite Teil ist aufgrund des höheren Budgets auf jeden Fall irgendwie dynamischer, weitläufiger und grösser als der erste, der sich sowohl storytechnisch als auch inszenatorisch vielmehr aufs "wesentliche" konzentriert (was angesichts der relativ tiefen Kosten von 6.4 Mio. auch verständlich und zudem überhaupt nicht negativ ist).

Ausserdem unterscheiden sich doch weder Handlung noch Inszenierung in Sachen "Härte" gross voneinander, die ungeschnitte Fassung des ersten ist genau wie der zweite Teil ab 16 auf DVD.
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4. Oktober 2012 19:24

Maibaum hat geschrieben:Mir dagegen fällt es schwer nachzuvollziehen wie man T2, den ich genau wie Anatol als "weichgespülte Mainstreamvariante vom Original" betrachte, so sehen kann wie du oder GP ihn siehst.
und das ist dein Problem, dass du Filme gerne nach einem ganz bestimmten Kriterium beurteilst, was aber eigentlich nur ein winziger Ausschnitt dessen ist, was einen Film ausmacht.
Selbst wenn, T2 eine ""weichgespülte Mainstreamvariante vom Original" ist, dann sehe ich nicht ein, warum das den Film auch nur einen Hauch schlechter machen sollte...
Ich könnte auch sagen: T2 ist das, was T1 hätte sein sollen, wenn Cameron die Darsteller, das Team und die Möglichkeiten gehabt hätte. Das leicht reduzierte Maß an Gewalt ist lediglich ein Zeichen dafür, dass der Film das gar nicht nötig hat um beängstigend und unterhaltsam zu sein.
Waren beide Teile nicht sowieso R-rated und damit in dieser Hinsicht schon mal bewusst NICHT weichgespült?
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4. Oktober 2012 19:33

AnatolGogol hat geschrieben: Na so neu war die Technolgie auch nicht, in The Abyss hat man die Morphing-Technologie ja auch schon verwendet
Ach komm, sogesehen ist keine Technologie der Welt jemals neu, sondern immer nur die Weiterentwicklung bestehender Erkenntnisse. Aber die Konsequenz und Perfektion mit der es iun T2 eingesetzt wurde ist doch ein anderes Niveau. Zudem wird es im Gegensatz zu Abyss eingesetzt um fotorealistische Personen zu simulieren oder?
AnatolGogol hat geschrieben: Für mich ist T2 auch nur ein Popcornspektakel ohne wirklichen bleibenden Wert, eine weichgespülte Mainstreamvariante vom Original. Ich war schon im Kino enttäuscht und der Film hat mich bis heute keines besseren belehrt.
Ich bin einigermaße Fassungslos und ausnahmsweise nur froh, dass praktisch sämtlich "beste Actionfilme aller Zeiten" es anders sehen.

Wirklich, T2 ist für mich ein so übergroßer Meilenstein des Actionkinos, dass mich deine (und selbst Maibaums) Meinung zu diesem Film wirklich schockiert. Dass der Film "Popocorn" ist, weil er unterhalten soll, ist ja klar. Aber wie viele Actionfilme gibt es denn mit einer so raffinierten Story? Mit so elementaren Fragen? und wenn T2 keinen bleibenden Wert hat, frage ich mich warum sich die Morphing Technologie zum Standard Repoertoire entwickelt hat und heute praktisch kein Film ohne CGI auskommt? Warum haben hunderte (B-) Filme T2 kopiert? Warum warten immer noch Mio. Fans auf weitere Fortsetzungen trotz der Enttäuschungen?
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AnatolGogol
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4. Oktober 2012 19:55

Es ist genau die gleiche Technologie - in Abyss werden zB Mastrantonios & Harris Gesichter simuliert, natürlich alles noch etwas weniger perfekt, aber es ist genau die gleiche Technologie. Die Effekte von T2 sind die Weiterentwicklung, keine wirkliche Innovation. Die Effekte in Abyss waren innovativ, weil vorher in der Form noch nie dagewesen.

Deine Fragen willst du doch gar nicht beantwortet haben. Meinst du wirklich nur weil "alle Welt" etwas sagt dass es deshalb unumstösslich ist? T2 - der Film, den man gar nicht schlecht finden kann. Wenn du wüsstest wie viele "Meilensteine" ich sterbenslangweilig finde und wie vielen allgemein anerkannten Gurken ich etwas abgewinnen kann. Da könnte ich ja auch fragen: warum ist das so? Nur weil ich einen schlechten Geschmack habe? Meinetwegen, aber ganz ehrlich: was interessiert mich die breite Masse wenn ich mir persönlich ein Urteil bilden kann. Auf meinen Geschmack kann ich mich jedenfalls verlassen. :wink:
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4. Oktober 2012 20:01

danielcc hat geschrieben:
und das ist dein Problem, dass du Filme gerne nach einem ganz bestimmten Kriterium beurteilst, was aber eigentlich nur ein winziger Ausschnitt dessen ist, was einen Film ausmacht.
Ach? Was wäre denn das eine Kriterium?
Ich habe doch in Wahrheit sehr viel Kriterien dis sich auch von Film zu Film stark unterscheiden können.

Vereinfachend ausgedrückt: Ich beurteile vor allem nach dem Spaß (= persönlicher Unterhaltungswert bzw Faszinationswert) den ich mit einem Film habe. Und da mich T2 lediglich nett unterhält ohne mich irgendwie zu beeindrucken, ist es für mich logischerweise nur ein Film der OK ist.
Mit meinen Begründungen versuche ich dann nur erklären was mich an Filmen stört oder was mir an Filmen gefällt. [/quote]

Selbst wenn, T2 eine ""weichgespülte Mainstreamvariante vom Original" ist, dann sehe ich nicht ein, warum das den Film auch nur einen Hauch schlechter machen sollte...
Weil das immer Filme sind die aus Kompromissen bestehen die den Spaß (= die Qualität) teils verderben

Ich könnte auch sagen: T2 ist das, was T1 hätte sein sollen, wenn Cameron die Darsteller, das Team und die Möglichkeiten gehabt hätte. Das leicht reduzierte Maß an Gewalt ist lediglich ein Zeichen dafür, dass der Film das gar nicht nötig hat um beängstigend und unterhaltsam zu sein.
Waren beide Teile nicht sowieso R-rated und damit in dieser Hinsicht schon mal bewusst NICHT weichgespült?


In Deutschland war T1 ab 18 und jahrelang indiziert. Das wäre T2 nicht passiert. Ich habe T1 als einen derben, ruppigen, brutalen Film in Erinnerung, während T2 da sehr viel glatter und gefälliger ist. Für mich sind das 2 Filme die nicht zusammenpassen obwohl von selben Regisseur und aufeinander aufbauend. Ich denke viele T1 Fans würden T2 auch als Verrat an T1 betrachten.
Wäre T1 mit mehr Geld tatsächlich anders geworden? Vielleicht, da Geld ja bekanntermaßen den Charakter verdirbt ( ;) ). Aber ich denke das Cameron damals einfach noch anders getickt hat. Aliens ist ja auch kein weichgespülter Film.

Letztendlich gibt es schon auch ernstzunehmende Meinungen die T2 für was besonderes halten, du bist also in guter Gesellschaft Dany, trotzdem bleibt es für mich nicht nachvollziehbar. Und ich sehe Null Innovation in T2, während ich in Story und Charakteren auch nichts Bemerkenswertes entdecken kann, und die Action auch nur für gut halte, aber weit weg von toll.

An Matrix hat mich übrigens anfangs auch so einiges gestört, aber die Action fand ich gleich umwerfend. Matrix hat sich dann für mich entwickelt, aber T2 eben nicht.
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4. Oktober 2012 20:14

danielcc hat geschrieben: Aber wie viele Actionfilme gibt es denn mit einer so raffinierten Story? Mit so elementaren Fragen? und wenn T2 keinen bleibenden Wert hat, frage ich mich warum sich die Morphing Technologie zum Standard Repoertoire entwickelt hat und heute praktisch kein Film ohne CGI auskommt? Warum haben hunderte (B-) Filme T2 kopiert? Warum warten immer noch Mio. Fans auf weitere Fortsetzungen trotz der Enttäuschungen?
Was hat das mit mir zu tun, mit dem was ich an Filmen mag? Du gibst zu viel auf die Meinung anderer, und hast irgendwie keine Eigene.

Special Effects sind für mich fürs Vergnügen fast durchweg irrelevant. Wenn sie schlecht sind können sie stören, wenn sie gut sind (und sie sollen gut sein) dann nehme ich das zur Kenntnis, aber es beeindruckt mich normalerweise nicht.

Und an Story Raffinesse oder gar "elementare Fragen" die berührt werden kann ich mich nicht erinnern. War da was?

Wenn das bereits eine auffallend raffinierte Story ist was T2 da macht, dann würde ich wohl nicht mehr ins Kino gehen, sondern wieder Bücher lesen. Oder mehr Comics.

Watchmen, das ist eine verdammt raffinierte Story. Und Allen Moore ist überhaupt ein Meister der Erzähltechnik und der brillianten Einfälle.
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4. Oktober 2012 20:14

Maibaum hat geschrieben:
In Deutschland war T1 ab 18 und jahrelang indiziert. Das wäre T2 nicht passiert. Ich habe T1 als einen derben, ruppigen, brutalen Film in Erinnerung, während T2 da sehr viel glatter und gefälliger ist. Für mich sind das 2 Filme die nicht zusammenpassen obwohl von selben Regisseur und aufeinander aufbauend. Ich denke viele T1 Fans würden T2 auch als Verrat an T1 betrachten.
Wäre T1 mit mehr Geld tatsächlich anders geworden? Vielleicht, da Geld ja bekanntermaßen den Charakter verdirbt ( ;) ). Aber ich denke das Cameron damals einfach noch anders getickt hat. Aliens ist ja auch kein weichgespülter Film.
Ich hoffe, du sagst nicht irgendwann, dass du T1 und T2 zuletzt vor 20 Jahren gesehen hast... Also wie auch immer: Ich glaube da täuscht dich ein wenig die Erinnerung: T1 ist sicher ruppiger und dreckiger, aber T2 ist alles andere als weichgespült. Ich denke an den Ausbruch von Sarah Connor aus der Anstalt, ich denke an die Morde des T1000 (Finger durch die Augen), etc. etc.
Bedenkt man wie teuer T2 war, würde ich den Film sogar als extrem mutig beschreiben. Eigentlich ein sicherer Flop - ein Film mit dem Budget als R-rated ins Kino zu bringen.
T2 ist übrigens inflationsbereinigt in den USA einer der erfolgreichsten R-rated Filme
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4. Oktober 2012 20:37

danielcc hat geschrieben:
Bedenkt man wie teuer T2 war, würde ich den Film sogar als extrem mutig beschreiben. Eigentlich ein sicherer Flop - ein Film mit dem Budget als R-rated ins Kino zu bringen.
Also sorry, aber das ist ja jetzt kompletter Quatsch. Ich kann mich noch gut an den Hype um den Film bereits zum Dreh erinnern. Arnie war nach Total Recall endgültig zum Superstar mutiert und allein dadurch hatte Cameron mit T2schon eine absolut sichere Bank. Schaut man sich Camerons Entwicklung an von Terminator über Aliens über Abyss hin zu T2 dann lässt sich einfach nicht übersehen, wie er sich immer mehr in Richtung Mainstream gedreht hat. T2 hat vermutlich sogar mehr Action als das Original, aber sie ist schön sauber und tut nicht weh. Terminator dagegen war roh, dreckig und brutal. T2 war die Hochglanzvariante bei der alle Ecken und Kanten abgeschliffen wurden. Die ganze "Böse Killermaschine wird jetzt ein guter Papi-Ersatz"-Nummer ist doch der beste Beleg. Die Mutti-Kind-Geschichte. Das allzeit coole Kind. Die doofen "hasta la vista"-Sprüche. Ich könnte noch stundenlang weitermachen, wenn T2 also kein abgeschliffenes und mit allen Mitteln auf Massenkompatibilität gebürstetes Mainstreamprodukt ist, was dann? T2 hat im Grunde viel von dem vorweggenommen, was ich persönlich heute an den meisten Vertretern des Popcorn-Actionkinos so verachte.
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4. Oktober 2012 21:05

AnatolGogol hat geschrieben:T2 hat vermutlich sogar mehr Action als das Original, aber sie ist schön sauber und tut nicht weh. Terminator dagegen war roh, dreckig und brutal. T2 war die Hochglanzvariante bei der alle Ecken und Kanten abgeschliffen wurden.
Da kann ich nicht zustimmen. Zum einen ist die Action in T2 auch nicht immer "schön sauber" sondern immer noch deutlich härter als z.B. die meisten Moore-Bond-Actionszenen. Zum anderen wüsste ich nicht wo die T1-Actionszenen so besonders dreckig und brutal sein sollen - sicher gibt es viele Filme deren Szenen beim Zuschauen erheblich weniger weh tun aber auffallend roh und brutal ist die Action in T1 auch nicht unbedingt (und ich spreche von der Uncut-Fassung).
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