Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

- Following (1998) (Keine Stimmen)
- Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (13%)
- Insomnia (2002)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (4%)
- Batman Begins (2005)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (4%)
- Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
- The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 9 (39%)
- Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
- The Dark Knight Rises (2012) (Keine Stimmen)
- Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (4%)
- Dunkirk (2017)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
- Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (9%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 23

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1081
Uff, Anatol, ich habe dir selten so ungerne geantwort. Bisher hoffe ich ja, ein Mindestmaß an Respekt in deinen Augen zu genießen, aber das werde ich jetzt wohl völlig verlieren: Mir ist beim ersten Mal schauen von Prestige der von dir besagte Spoiler absolut nicht aufgefallen und ich war wirklich sehr verblüfft darüber. Und mal abgesehen davon, dass ich den Twist wirklich klug finde (weil er nicht nur inhaltlich, sondern auch thematisch den Film schön drastisch vollendet - eine Sache, die ich an Nolan als Geschichtenerzähler sehr wertschätze), kann ich zumindest nicht von mir behaupten, dass bis zum Moment der Enthüllung erkannt oder auch nur erahnt zu haben. Was sicher verwunderlich ist, da die Auflösung seines Zaubertricks unwahrscheinlich naheliegend ist.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1082
Na dann nehme ich das mit dem Blinden mal ganz schnell zurück. :mrgreen:
Man muss Nolan (und dir) aber zu Gute halten,
Spoiler
Show
dass er den doppelten Bale nie wirklich zentral ins Bild setzt und die Figur nie wirklich näher beleuchtet (anders als Richard Rush in seinem legendären Erotikthriller-meets-Bauernschwank-Crossover). Aber (um nochmals den Finger in die Wunde zu legen) gerade das hat mich dann erst recht davon überzeugt, dass Bale hinter der Maske steckt (was ich tatsächlich schon bei der ersten Szene im Verdacht hatte), denn das gibt es eigentlich nicht, dass eine solche Figur so nebulös gehalten wird ohne dass ein Film später daraus Kapital schlägt.
Aber genug der überheblichen Besserwisserei, mach dir nix draus, dafür hab ich bis zum Schluss nicht daran gedacht, dass Old Bruno im 6. Sinn
Spoiler
Show
mit den Toten quatscht
und bei De Palmas Fataler Femme bin ich sogar noch beim dritten Mal Schauen ahnungslos in den Twist reingetappt. :)
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1084
AnatolGogol hat geschrieben:
16. Januar 2020 22:17
und bei De Palmas Fataler Femme bin ich sogar noch beim dritten Mal Schauen ahnungslos in den Twist reingetappt.
Ich muss zu meiner Schande sogar gestehen, dass ich allen drei von dir genannten Filmen auf den sprichwörtlichen Leim gegangen bin (und mich jedes Mal darüber geärgert habe, die doch teilweise recht naheliegenden Auflösungen nicht wahrgenommen zu haben). Zumindest im Fall von Prestige halte ich den Twist für sehr passend und wirkungsvoll in die Story eingewebt (anders als beim sechsten Wahrnehmungsorgan).
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1085
AnatolGogol hat geschrieben:
16. Januar 2020 22:17
Man muss Nolan (und dir) aber zu Gute halten,
Spoiler
Show
dass er den doppelten Bale nie wirklich zentral ins Bild setzt und die Figur nie wirklich näher beleuchtet (anders als Richard Rush in seinem legendären Erotikthriller-meets-Bauernschwank-Crossover). Aber (um nochmals den Finger in die Wunde zu legen) gerade das hat mich dann erst recht davon überzeugt, dass Bale hinter der Maske steckt (was ich tatsächlich schon bei der ersten Szene im Verdacht hatte), denn das gibt es eigentlich nicht, dass eine solche Figur so nebulös gehalten wird ohne dass ein Film später daraus Kapital schlägt.
Interessant. Du magst mit allem recht haben, aber
Spoiler
Show
ich finde gar nicht, dass die doppelte Bale-Figur, also dieser Assistent oder was der ist, der da immer mit Bale rumläuft, wirklich nebulös gehalten wird. Er ist vielleicht nie zentral im Bild, aber er ist eben die übliche wiederkehrende kleine Rolle, wie es sie in vielen Filmen gibt, die keine eigene Identität hat, sondern sich über ihre Funktion für eine Hauptfigur definiert. Nolan macht zumindest meiner Ansicht nach kein Geheimnis aus der Figur - das wäre ja auch kontraproduktiv. Ich meine zwar auch bei der Erstsichtung gestutzt zu haben, weshalb Bales Figur so emotional reagiert, als sein Gehilfe von Jackman und Caine entführt und lebendig begraben wird, aber da habe ich beim Schauen nicht groß drüber nachgedacht und war dann richtig schockiert beim finalen Twist.

Dazu kann ich noch eine kurze private Anekdote erzählen - wer sie nicht lesen will, hört jetzt auf zu lesen:
Mein bester Kumpel und ich gehen sehr oft gemeinsam ins Kino, aber noch häufiger sitzen wir zuhause vor der Glotze und schauen Krimiserien. Alles mögliche, von The Mentalist über Castle bis zu Navy CIS. Es muss nicht mal sonderlich gut sein. Bei den Serien, die wir mögen, sind wir richtig dabei, bei anderen Serien schauen wir die Folgen nur soweit, bis wie beide glauben zu wissen, wer der Mörder ist und spulen zur Auflösung vor, um herauszufinden, ob wir richtig liegen. Jedenfalls - ein wiederkehrender Running Gag zwischen uns ist es, bei der üblichen Krimi-Trope, also wenn die Frage aufkommt: "Wie kann der Verdächtige an zwei Orten gleichzeitig gewesen sein?" reinzurufen: "Er hat einen Zwilling." Man wird sich wundern, aber in der Regel ist das nicht des Rätsels Lösung. Weshalb er irgendwann mal in einer solchen Situation sagte: "Irgendwann, da werden des Rätsels Lösung mal wirklich Zwillinge sein - und genau dann werden wir es nicht vermutet haben." Und genauso kam es: Als wir gemeinsam Prestige sahen, kannten wir den Film beide nicht - und keiner von uns ist auf die Idee gekommen, der blöde Zaubertrick von Bale würde mithilfe eines Zwillings gelöst werden. Das war schon ein einprägsamer Moment, der völlig unangebracht im Kontext des Films damals einen gewaltigen Lacher ausgelöst hat.
AnatolGogol hat geschrieben:
16. Januar 2020 22:17
dafür hab ich bis zum Schluss nicht daran gedacht, dass Old Bruno im 6. Sinn
Im Gegensatz zu Prestige ist das aber wirklich ein unglaubwürdiger, weil überhaupt nicht logischer Twist. Hab das ohne es zu wissen in der Tat voraus geahnt, und mich sehr geärgert, dass der Film seine eigene Glaubwürdigkeit (oder zumindest die Wahrscheinlichkeit seiner Handlungsabläufe) für diese Überraschung opfert, die noch dazu - da das Ende des Films - die Geschichte überhaupt nicht bereichert. Schade drum.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1086
Schöne Anekdote, Hille!
Casino Hille hat geschrieben:
17. Januar 2020 20:22
Interessant. Du magst mit allem recht haben, aber
Spoiler
Show
ich finde gar nicht, dass die doppelte Bale-Figur, also dieser Assistent oder was der ist, der da immer mit Bale rumläuft, wirklich nebulös gehalten wird. Er ist vielleicht nie zentral im Bild, aber er ist eben die übliche wiederkehrende kleine Rolle, wie es sie in vielen Filmen gibt, die keine eigene Identität hat, sondern sich über ihre Funktion für eine Hauptfigur definiert.
Hast du da mal ein, zwei Beispiele an welche Rollen/Filme du da denkst? Für mich war
Spoiler
Show
der Bale-Zwilling von Anfang an viel zu zentral in der Geschichte verankert, als dass ich ihn als unwichtige Nebenrolle abtun hätte können. Er ist ja fast immer in den Szenen auf die eine oder ander Art mit dabei, wird aber nie in irgendeiner Form näher charakterisiert. Besonders auffällig ist das wie ich finde im Kontrast zum Team Jackman/Caine, da erscheint es dann schon merkwürdig, dass der Film aber so gar keine Anstalten macht auf Bales Assi einzugehen. Hinzu kommt, dass bei mir automatisch ein Prozess abläuft, wenn ich einen neuen Film sehe. Da wird abgecheckt, wer mitspielt (was mann ggf. ja bereits über die Titel oder die Vorberichte erfährt) und vor allem wer was spielt. Von daher macht es mich erst recht stutzig, wenn da ein mir unbekanntes Gesicht eine dramaturgisch vergleichsweise häufig vertretene Rolle spielt, gerade weil ich in dem Moment nicht weiss, wer es ist (das bekannte Phänomen, dass einem ein nichteinfallender Name/Wort etc. nicht mehr loslässt). Wobei das bei Prestige eher nicht der Fall war, da ich Bale tatsächlich trotz der Maske gleich erkannt bzw. zumindest sehr stark vermutet habe.
Spoiler
Show
Casino Hille hat geschrieben:
17. Januar 2020 20:22
Nolan macht zumindest meiner Ansicht nach kein Geheimnis aus der Figur - das wäre ja auch kontraproduktiv.
Direkt nicht, aber zumindest indirekt schon finde ich über die oben angeführten Punkte.
Spoiler
Show
Casino Hille hat geschrieben:
17. Januar 2020 20:22
Ich meine zwar auch bei der Erstsichtung gestutzt zu haben, weshalb Bales Figur so emotional reagiert, als sein Gehilfe von Jackman und Caine entführt und lebendig begraben wird, aber da habe ich beim Schauen nicht groß drüber nachgedacht und war dann richtig schockiert beim finalen Twist.
Das ist einer der inhaltlichen Hinweise, der noch deutlich stärkere ist der über die beiden Frauen und die wiederkehrende Feststellung der Hall-Figur, dass Bale sie an einem Tag liebt und an einem anderen nicht. Klar, dass könnte auch andere denkbare Hintergründe haben können, war für mich in Kombination mit den bereits genannten Hinweisen/Sachverhalten aber dann ein sehr eindeutiger Fingerzeig, dass es zwei Bales gibt. Ebenso der Trick mit dem Ball und die Tatsache, dass Caine mehrfach felsenfest beharrt, ,man könne dies nur mit einem Doppelgänger (Zwilling) machen. Natürlich spielt Nolan hier mit dem Zuschauer und macht sich die Funktion eines Zaubertricks zu Nutze, indem er das Publikum vom offensichtlichen ablenkt (was er in der allerersten Einstellung ja bereits - indirekt - ankündigt). Aber ich finde, dass hier die Ablenkung - zumindest für mich - nicht gut genug funktioniert bzw. Bale in Maskerade plus die diffuse (bzw. fehlende) Charakterisierung des Assis zu deutlich sind, als das die durchaus gutgemachte Ablenkung vollständig ihr Ziel erreichen würde.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1087
Spoiler
Show
Nee, der Assistent ist nicht die Art von Kleinrollen die es in vielen Filmen gibt, er ist die Art von Kleinrolle wo sich der geschulte Zuschauer meist schnell fragt wozu dieser überhaupt da ist, noch dazu wenn dieser auch noch so verkleidet aussieht wie in diesem Fall.

Trotzdem hatte ich nicht auf einen Zwilling getippt, da sich Bale und Jackman viel zu gut und viel zu lange kannten, als daß die Existenz des Zwillings logisch wäre.
Und von der Logik her betrachtet macht da so einiges wenig Sinn an dem Zwillingstwist. Unter anderem kann man sich fragen warum der freie Zwilling gar nichts für seinen Bruder tut. er scheint dessen Tod in Kauf zu nehmen um Jackman ein letztes Mal foppen zu können.
Hmm, mit dem 6th Sense Twist hatte ich nie Probleme.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1090
Joa, hätte mir ja mal den kompletten Link angucken können...

Bei dem ganzen Gerede über Prestige habe ich übrigens total Lust bekommen, den mal wieder zu sehen. Hab ich bisher nur ein einziges Mal geguckt und da hat er mir sehr gut gefallen.
"Hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft!" - "Wir sind kein Countryclub, 007!"

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1091
Maibaum hat geschrieben:
18. Januar 2020 17:04
Spoiler
Show
Nee, der Assistent ist nicht die Art von Kleinrollen die es in vielen Filmen gibt, er ist die Art von Kleinrolle wo sich der geschulte Zuschauer meist schnell fragt wozu dieser überhaupt da ist, noch dazu wenn dieser auch noch so verkleidet aussieht wie in diesem Fall.

Trotzdem hatte ich nicht auf einen Zwilling getippt, da sich Bale und Jackman viel zu gut und viel zu lange kannten, als daß die Existenz des Zwillings logisch wäre.
Und von der Logik her betrachtet macht da so einiges wenig Sinn an dem Zwillingstwist. Unter anderem kann man sich fragen warum der freie Zwilling gar nichts für seinen Bruder tut. er scheint dessen Tod in Kauf zu nehmen um Jackman ein letztes Mal foppen zu können.
Spoiler
Show
Tja, dann bin ich wohl kein geschulter Zuschauer. Soll mir recht sein...

Nein, du magst da sicherlich Recht haben, aber ich nehme den nicht wirklich als nebulöse Figur klar, weil sie bis zum Twist genau das liefert, was sie auch ohne Twist für den Film liefern müsste, um innerhalb des Plots gerechtfertigt zu sein. Gerade weil Jackman eine ähnliche Figur in Gestalt von Caine hat, ist es nur sinnvoll, Bale so jemanden ebenfalls zur Seite zu stellen. Dass dieser weniger charakterisiert wird, ist allein schon deshalb sinnig, weil wir aufgrund der Erzählhaltung meistens aus Jackmans Sicht das Geschehen betrachten (ein Großteil des Films spielt sich in seinem Tagebuch ab) und er um diesen Mann eben auch nicht viel weiß.

Mit der Logik dahinter habe ich keine Probleme. Warum sollte die Existenz eines Zwillings unlogisch sein? Dass die Bales ihr Spiel schon sehr viel länger spielen als der Zaubertrick existiert, macht der Film eindeutig klar. Beide teilen die große Leidenschaft des Zauberns und opfern ihr gesamtes Leben für diese Passion. Wir wissen ja nie, wann wir welchen Bale sehen, von daher dürfen wir davon ausgehen, dass beide diese Leidenschaft teilen - und da Bale am Anfang des Films den Trick des vermeintlich alten Chinesen betrachtet (eine wunderbare Vorankündigung des finalen Plottwists) und sofort dessen Hingabe für die Zauberkunst erkennt, sehe ich darin auch ein charakterbildendes Element der Zwillingspaarung. Nur kommt dann eben dazu, dass einer von beiden sich ernsthaft in Rebecca Hall verliebt, was die Dinge sehr viel komplizierter macht.

Dass der andere Bruder nichts tut, erklärt sich auch daraus. Die beiden haben ihr ganzes Leben teilweise (jeder eine Hälfte) aufgegeben, um sich ihrer Passion zu verschreiben - und nehmen ihr Geheimnis mit in den Tod. Nolan geht es hier um die absolut größtmögliche Version der absoluten Hingabe für seine Leidenschaft, bis zur Selbstaufgabe und die ist im ultimativen Sinne dann eben der "freiwillige" Tod. Das passt für mich und ist ein überaus beliebtes Mittel des klassischen Erzählens. Wenn dir das Verhalten der Beiden am Ende merkwürdig bis gar unverständlich erscheint - sehr gut, du hast im Gegensatz zu den Bale-Twins keine beinahe krankhafte Obsession. ;)
Maibaum hat geschrieben:
18. Januar 2020 17:04
Hmm, mit dem 6th Sense Twist hatte ich nie Probleme.
Spoiler
Show
Das Wunder mit der Wahrnehmung. :D Während ich nicht verstehen kann, was an Prestige unlogisch sein soll, will mir bei Sixth Sense nicht in den Kopf, warum Bruce Willis' Frau in Restaurants für zwei Personen bestellt, als sei ihr verstorbener Mann noch anwesend. Oder wie es passiert sein kann, dass Geister Bruce noch nie irgendwo stand oder saß, wo sich seine Frau hinsetzte. Wäre sicher der Schock des Jahrhunderts geworden - immerhin hätte er keinen Herzinfarkt mehr erleiden können. Aber gut, Shyamalan erklärt das esoterisch mit einem "Die Geister sehen halt nur, was sie sehen wollen"... Der Schlüsselsatz eines jeden faulen Autors. :wink:
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1093
Positiver Faktor Nummer 1 des Trailers - Robert Pattinson. Der wird den Hauptdarsteller ziemlich alt aussehen lassen.

Negativer Faktor Nummer 1 des Trailers - Der Score. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob die Musik aus dem Trailer stammt oder ob ich das Orchester quer über den Atlantik dröhnen höre. Und ich muss zugeben, ich war steif und fest überzeugt, hier den Zimmermann zu hören, wollte dann aber noch kurz nachschauen bevor ich mich blamiere, und siehe da, ich hätte mich blamiert. Es ist irgendein Schwede.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1094
Die Filmgewordene "Inversion". Mal schauen, was der Film kann, aber ich denke mal dass die Veröffentlichung im Kino wie auch bei vielen anderen großen Starts ebenfalls noch in weite Ferne rückt.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "
Spoiler
Show
Filmzähler Sammlung iHaveCNit/HCN007:
Stand: 22.12.2018

Spezielle Interessen: 42 DVDS (Musik, Wrestling, sonstiges)
Serienboxen (8 BD / 69 DVD)
DVD: 782 Filme
BD: 498 Filme
Gesamt-Filme: 1280 Filme

Re: Die Filme des Christopher Nolan

#1095
HCN007 hat geschrieben:
22. Mai 2020 22:52
... aber ich denke mal dass die Veröffentlichung im Kino wie auch bei vielen anderen großen Starts ebenfalls noch in weite Ferne rückt.
Dies ist ja der einzige Film, der immer schon zu Mitte Juli als weltweiter Kinostart angekündigt wurde, und dessen Starttermin nie angefasst wurde,
nachdem Anfang März mit Bond der Reigen der Verschiebungen losging.
Jetzt sind seit Anfang März fast drei Monate vergangen, und Warner kündigt im Begleittext zum Trailer immer noch Mitte Juli an.

Das liegt in erster Linie an Christopher Nolan. Der will den Film mit aller Macht an diesem Termin weltweit ins Kino bringen.
Und die gesamte Kinobranche hofft natürlich, dass Nolan und/oder Warner nicht noch einknicken.
Denn damit die Kinos wieder auf die Beine kommen, brauchen sie einen Hit. Es hilft den Kinos, wenn die großen Filme selbst nach den Kinoöffnungen weiter nach hinten verschoben werden.

Nolan selbst hat ja schon gesagt, dass sein Film auf keinen Fall als Video on Demand oder auf anderen Wegen veröffentlicht wird,
und dass die Menschen in Zeiten wie diesen das Kino mehr brauchen als je - um dem Alltag zu entfliehen.
Von daher gehe ich davon aus, dass er den Film auch rausbringen will, wenn in den Sälen nur jeder dritte oder vierte Platz besetzt ist.

Ein Vorteil wäre: dieser und die zwei, drei anderen Blockbuster, die diesen Sommer starten sollen, hätten über Monate tausende freie Leinwände, und können eine lange Laufzeit erhalten, und so langsam die Besucher sammeln, die sie sonst in den ersten zwei, drei Wochen anlocken würden.

Das Ziel in diesem Jahr kann nicht sein, ein Rekord-Startwochenende hinzulegen, sondern auf der Marathon-Distanz zu gewinnen. So wie früher auch.
Da kam ein Film ins Kino, und hat sich über ein halbes Jahr oder noch länger auf dem gleichen Niveau in den Sälen gehalten. Das muss das Ziel sein.
Sprich: mehr Vorstellungen des gleichen Films mit weniger Zuschauern pro Vorstellung ergibt am Ende das gleiche Endergebnis wie ein heftiger, kurzer Kino-Run, bei dem der Film nach zwei Monaten schon wieder verschwunden ist.

Dass Warner den Starttermin nur in den Begleittexten, aber nicht im Trailer selbst nennt, zeigt natürlich deutlich, dass alles natürlich weiterhin flexibel bleibt.
Wenn nicht mindestens 80% der US-Kinos in zwei Monaten wieder geöffnet sind, wird Warner das Risiko zu hoch sein, denke ich.
Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Hudson River runter. Wieviel in 8 Wochen geschehen kann, haben wir in den letzten 8 Wochen erlebt.